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	<title>Ziesar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;M Huhn: fehlendes Wort eingefügt; Verlinkung</title>
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		<updated>2025-09-05T07:06:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fehlendes Wort eingefügt; Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Wappen            = Wappen Ziesar.png&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 52/16/00/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 12/16/59/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Ziesar in PM.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Brandenburg&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Potsdam-Mittelmark&lt;br /&gt;
|Amt               = Ziesar&lt;br /&gt;
|Höhe              = 55&lt;br /&gt;
|PLZ               = 14793&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 033830&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 12069696&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE ZSR&lt;br /&gt;
|Gliederung        = Kernstadt und 3&amp;amp;nbsp;[[Ortsteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Mühlentor 15a&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.ziesar.de/ www.ziesar.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = René Mertens&lt;br /&gt;
|Partei            = CDU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ziesar Aerial Pan.jpg|mini|hochkant=1.35|Luftbildpanorama Ziesar]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ziesar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|t͡siˈeːzaː|Tondatei=De-Ziesar.ogg}})&amp;lt;!-- Zi-e-sar --&amp;gt; ist eine Stadt im [[brandenburg]]ischen [[Landkreis Potsdam-Mittelmark]] und Sitz des [[Amt Ziesar|Amtes Ziesar]]. Ihr Wahrzeichen ist die [[Burg Ziesar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte ziesar.svg|mini|hochkant=1.00|Karte von Ziesar]]&lt;br /&gt;
Die Stadt Ziesar liegt im äußersten Westen des Landes Brandenburg und des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Das westlich liegende [[Paplitz (Genthin)|Paplitz]] gehört zur Stadt [[Genthin]] im [[Landkreis Jerichower Land]] des Landes [[Sachsen-Anhalt]]. An Ziesar grenzen im Norden die Gemeinde [[Rosenau (Brandenburg)|Rosenau]], im Osten [[Wenzlow]] und im Südosten [[Gräben]] und [[Görzke]]. Südlich liegt die Gemeinde [[Buckautal]] und im Südwesten das wiederum zu Sachsen-Anhalt gehörende [[Möckern]]. Eine kleine [[Exklave]], deren östlicher Teil zur Stadt Ziesar gehört, liegt im Stadtgebiet Möckerns in Sachsen-Anhalt (ihr westlicher Teil gehört ebenso wie vier benachbarte brandenburgische Exklaven zur Gemeinde Buckautal), und umgekehrt gibt es eine [[Enklave]], die zu Möckern gehört, in Ziesars Stadtgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziesar liegt unmittelbar am Nordhang des [[Fläming]]s. Nördlich von Bücknitz gehören weite Flächen zum [[Fiener Bruch]], das zum [[Baruther Urstromtal]] zählt. Im südlichen Bereich des [[Urstromtal]]s wurde durch [[Kaltzeit|eiszeitliche]] Schmelzwässer ein sandiger [[Schwemmkegel]] aufgespült, auf welchem sich die [[Bücknitzer Heide]], ein [[Kiefern]]wald, entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Kinder und Haik Thomas Porada (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg an der Havel und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fließgewässer im Gebiet der Stadt Ziesar sind die zur [[Havel]] entwässernde [[Buckau (Fluss)|Buckau]] mit ihren Nebenflüssen [[Geuenbach]], [[Kirchenheider Bach]], [[Strynzelbach]], [[Strepenbach]] und [[Litzenbach]]. Der [[Kobser Bach]] beziehungsweise der Buckauer Hauptgraben fließt unmittelbar durch die Kleinstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtgliederung ==&lt;br /&gt;
Neben der Kernstadt gehören folgende Ortsteile zu Ziesar:&lt;br /&gt;
* [[Bücknitz]]&lt;br /&gt;
* [[Glienecke (Ziesar)|Glienecke]]&lt;br /&gt;
* [[Köpernitz (Ziesar)|Köpernitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohnte Gemeindeteile sind [[Grebs (Ziesar)|Grebs]] und [[Herrenmühle (Ziesar)|Herrenmühle]], Wohnplätze der Stadt sind [[Eulenmühle (Ziesar)|Eulenmühle]] und Kobser Mühle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://service.brandenburg.de/de/stadt_ziesar/20026 |wayback=20170322014221 |text=Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Stadt Ziesar }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ziesar Alter See (1).jpg|mini|Alter See in Ziesar]]&lt;br /&gt;
Der Name der Stadt leitet sich aus dem [[Polabische Sprache|Polabischen]] ab. &amp;#039;&amp;#039;Za jezero&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „hinter dem See“. Damit ist eine Fläche südlich der Burg gemeint, in der zu einer früheren Zeit ein rund 2&amp;amp;nbsp;km langer und rund 1,5&amp;amp;nbsp;km breiter See lag, der von Quellen südlich der Stadt gespeist wurde. Durch Trockenlegungen wurde der See entwässert und ab 1880 als Mähwiese und Viehweide genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel: &amp;#039;&amp;#039;Die Alte See&amp;#039;&amp;#039;, am Gebiet am Alten See südlich der Burg, April 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Jezer&amp;#039;&amp;#039; taucht in mehreren Ortsnamen der Umgebung auf, wie beispielsweise bei [[Ferchesar]] und [[Hohenferchesar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 10. bis 13. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte des Hochstifts Brandenburg.svg|mini|Ziesar im Hochstift Brandenburg]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Ortes ist eng mit Brandenburg an der Havel, dem [[Bistum Brandenburg|Bistum]] und dem [[Hochstift Brandenburg]], dem [[Reichsfürst]]entum des [[Liste der Bischöfe von Brandenburg|Bischofs von Brandenburg]] verbunden. Ziesar wurde erstmals im Jahr 948 als &amp;#039;&amp;#039;Ezeri&amp;#039;&amp;#039; urkundlich erwähnt, auch &amp;#039;&amp;#039;Secezere&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich dabei um eine von [[Otto I. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;I.]] erstellte Urkunde, in der der Ort dem Hochstift Brandenburg übertragen wurde. Ziesar lag bis 1571 im Hochstift Brandenburg und war darüber [[de jure]] nicht Teil der [[Mark Brandenburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Abb und Gottfried Wentz: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Erster Teil, In: &amp;#039;&amp;#039;Germania sacra&amp;#039;&amp;#039;, Berlin und Leipzig 1929, Walter de Gruyter, S. 68 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziesar lag an der alten [[Heerstraße Brandenburg–Magdeburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab dem Jahr 1226 sind Brüder des 1210 gegründeten [[Franziskaner (OFM)|Franziskanerordens]] in Ziesar nachgewiesen. Der [[Fürstbischof]] [[Gernand von Brandenburg]] unterstützte die Ansiedlung. Der Ziesarer Pfarrer Helias (&amp;#039;&amp;#039;magister Helyas, [[Leutpriester|plebanus]] de Secezere&amp;#039;&amp;#039;, gestorben 1237), seinem Titel [[Magister artium|„Magister“]] nach ein gelehrter Priester,&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Creutz: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der ehemaligen Klöster im Bistum Berlin in Einzeldarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1995, ISBN 3-89543-087-0, S. 191.&amp;lt;/ref&amp;gt; stiftete das [[Kloster Ziesar]], das aber bald nach Brandenburg an der Havel verlegt wurde, weil es in Ziesar kriegerische Unruhen gegeben hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Berg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spuren franziskanischer Geschichte. Chronologischer Abriß der Geschichte der Sächsischen Franziskanerprovinzen von ihren Anfängen bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Werl 1999, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Besuch eines Bischofs von Brandenburg ist 1214 belegt, er ließ dort im Folgejahr eine Fürstenversammlung stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziesar gewann an Bedeutung, nachdem der brandenburgische [[Ludwig Schenk von Neindorf|Bischof Ludwig von Neindorf]] die Burg Ziesar zu seiner festen Residenz ausbauen ließ. Der im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstandenen [[St. Crucis (Ziesar)|Heilig-Kreuz-Pfarrkirche]] gliederte er ein Kloster der [[Zisterzienser]]innen an.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Bergstedt, [[Heinz-Dieter Heimann]], [[Andreas Köstler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischofsresidenz Burg Ziesar und die Bischöfe von Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bischofsresidenz Burg Ziesar und ihre Kapelle. Dokumentation der Wandmalereien im Kontext der spätmittelalterlichen Kunst- und Kulturgeschichte der Mark Brandenburg und angrenzender Regionen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, be.bra Wissenschaft Verlag 2009, S. 17–44, S. 18, ISBN 978-3-937233-54-3 (Serie: Veröffentlichungen des Museums für Brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters; Band 4), ([https://issuu.com/be.bra.verlag/docs/9783937233543_ziesar online], Auszug)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Von 1327 bis etwa 1560 war Ziesar Sitz der Bischöfe von Brandenburg und [[Residenzstadt]]. Das [[Stadtrecht]] wurde vermutlich 1373 erteilt. Um 1400 wurde die Stadt befestigt, es entstanden Wälle, Gräben und vier Stadttore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 14. bis 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1555 bauten die Stadtväter ein Gemeindehospital. Zwei Zerstörungen erlitt der Ort im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]]. Nach der [[Reformation]] war die Burg Ziesar von 1570 bis 1820 der Sitz eines kurfürstlichen Amtes. Durch den innerpreußischen Gebietstausch mit [[Luckenwalde]] gehörte die Stadt seit 1773 zum [[Herzogtum Magdeburg]] und lag im damaligen [[Ziesarscher Kreis|Ziesarschen Kreis]]. Im Jahr 1624 wurden bei Ziesar Tonvorkommen entdeckt. Dieser Rohstoff bot die Grundlage zur Entwicklung einer Tonwarenindustrie, die bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hinein zu den wichtigen Erwerbszweigen der Stadt gehörte. Einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung brachte der Anschluss an die Poststrecke von Berlin über Brandenburg und Ziesar nach [[Kleve]]. 1673 brannte das Rathaus der Stadt ab. In den Jahren 1860 bis 1872 restaurierten Baumeister die Heilig-Kreuz-Kirche. Die Stadt profitierte vom Anschluss an die Chausseen, der in den Jahren 1860 bis 1873 vorgenommen wurde. 1896/1897 errichteten die Stadtväter den Westbahnhof und nahmen eine Kleinbahn in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. bis 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 eröffnete ein Armenhaus am Petritor. Sechs Jahre später erhielt Ziesar den Anschluss an das elektrische Stromnetz; ebenso eröffnete eine Schule. Von 1911 bis 1916 wurde die Kleinbahn so umgebaut, dass sie einen Anschluss an die Normalspurbahnen erhielt. 1913 eröffnete das Amtsgericht; 1916 der Hauptbahnhof. Im Jahr 1936 erhielt Ziesar einen Anschluss an die neu eröffnete [[Autobahn 2 (Deutschland)|Autobahn]] von [[Hannover]] nach Berlin. 1945 eroberte die [[Rote Armee]] die Stadt. Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurden in der Burg Flüchtlinge untergebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Ziesar: &amp;#039;&amp;#039;Ziesar – Ein historischer Stadtrundgang&amp;#039;&amp;#039;, Flyer, ohne Datumsangabe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1993 wurde in Ziesar ein Münzschatz aus der Regierungszeit [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs des Großen]] geborgen. Im gleichen Jahr wurde auch wieder ein [[Amt Ziesar]] errichtet, dessen Verwaltung auf dem Burggelände ansässig ist. Die Orte Bücknitz, Glienecke und Köpernitz wurden am 1. März 2002 eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
* {{0}}948–1571 [[Hochstift Brandenburg]]&lt;br /&gt;
* 1571–1773 [[Zauchischer Kreis]] ([[Kurfürstentum Brandenburg]])&lt;br /&gt;
* 1773–1816 [[Ziesarscher Kreis]] ([[Herzogtum Magdeburg]])&lt;br /&gt;
* 1816–1947 [[Landkreis Jerichow I]] ([[Provinz Sachsen]], [[Preußen]])&lt;br /&gt;
* 1947–1950 Landkreis Jerichow I (Land [[Sachsen-Anhalt]])&lt;br /&gt;
* 1950–1952 [[Kreis Burg|Landkreis Burg]] (Land [[Sachsen-Anhalt]])&lt;br /&gt;
* 1952–1990 [[Kreis Brandenburg-Land]] ([[Bezirk Potsdam]])&lt;br /&gt;
* 1990–1993 [[Kreis Brandenburg-Land|Landkreis Brandenburg]] (Land [[Brandenburg]])&lt;br /&gt;
* seit 1993 [[Landkreis Potsdam-Mittelmark]] (Land Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Die Orte Bücknitz, Glienecke und Köpernitz wurden am 1. März 2002 eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1875 || 2 790&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 || 2 679&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 || 2 578&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || 2 513&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || 2 502&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || 2 782&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946 || 3 598&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 || 3 707&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1964 || 2 954&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1971 || 2 647&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || 2 501&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985 || 2 451&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 || 2 394&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1995 || 2 233&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || 2 189&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 2 806&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 2 553&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 2 451&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 2 503&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021 || 2 514&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022 || 2 408&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2023 || 2 397&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024 || 2 389&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/stat_berichte/2015/SB_A01-99-11_2006u00_BB.pdf &amp;#039;&amp;#039;Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark&amp;#039;&amp;#039;]. S. 30–33&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/statistiken/langereihen/dateien/Bevoelkerungsstand.xlsx &amp;#039;&amp;#039;Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden&amp;#039;&amp;#039;], Tabelle 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 2011 auf Basis des [[Volkszählung in der Europäischen Union 2011|Zensus 2011]], ab 2022 auf Basis des [[Volkszählung in Deutschland 2022|Zensus 2022]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Zur evangelischen Kirchengemeinde Ziesar gehört die [[St. Crucis (Ziesar)|St.-Crucis-Kirche]]. Die Kirchengemeinde Ziesar gehört zum Pfarrbereich [[Wollin (Fläming)|Wollin]] im [[Kirchenkreis]] Elbe-Fläming der [[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland|Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ekmd.de/kirche/kirchenkreise/elbe-flaeming/wollin/ziesar/st-crucis-kirche-ziesar/ &amp;#039;&amp;#039;St. Crucis Kirche Ziesar.&amp;#039;&amp;#039;] Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, abgerufen am 11. Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Katholiken in Ziesar feiern ihre Gottesdienste in der Burgkapelle St. [[Peter und Paul]], sie gehören zur [[Pfarrei]] [[Maria Rosenkranzkönigin (Genthin)|Genthin]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kath-kirche-genthin.de/wa_files/ziesar_c.html &amp;#039;&amp;#039;Chronik Ziesar.&amp;#039;&amp;#039;] Katholische Pfarrei St. Marien, abgerufen am 11. Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge der [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950]] vergrößerte sich die Zahl der Katholiken im seit der Reformation protestantisch geprägten Ziesar erheblich. 1946 begann in Ziesar, deren Katholiken bisher zur Filialvikarie [[St. Marien (Loburg)|Loburg]] gehörten, die Gründung einer katholischen Kirchengemeinde. Ihre Gottesdienste fanden zunächst in der evangelischen St.-Crucis-Kirche statt,&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Joppen: &amp;#039;&amp;#039;Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 31, Teil 11, &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit von der Potsdamer Konferenz bis zur Gründung der Deutschen Demokratischen Republik 1945–1949.&amp;#039;&amp;#039; [[St. Benno Verlag]], Leipzig 1989, S. 133–138.&amp;lt;/ref&amp;gt; seit der 1951/52 erfolgten Renovierung der Burgkapelle in dieser. Mit der 2010 erfolgten Fusion von Kirchengemeinden im [[Bistum Magdeburg]] ging die Kirchengemeinde Ziesar in der Pfarrei Genthin auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] ist in Ziesar mit einer Gemeinde vertreten, diese wechselte 2018 von der [[Neuapostolische Kirche in Nord- und Ostdeutschland|Neuapostolischen Kirche in Nord- und Ostdeutschland]] zur [[Neuapostolische Kirche Berlin-Brandenburg|Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nak-bbrb.de/aktuelles/meldung/ziesar-in-gebietskirche-berlin-brandenburg-integriert/ &amp;#039;&amp;#039;Ziesar in Gebietskirche Berlin-Brandenburg integriert.&amp;#039;&amp;#039;] Neuapostolische Kirche Berlin-Brandenburg, abgerufen am 11. Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Stadtverordnetenversammlung ===&lt;br /&gt;
Die Stadtverordnetenversammlung von Ziesar besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Stadt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bravors.brandenburg.de/gesetze/bbgkwahlg#6 |titel=Gesetz über die Kommunalwahlen im Land Brandenburg |titelerg=§ 6 |werk= bravors.brandenburg.de |abruf=2025-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus 12 Stadtverordneten und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die [[Kommunalwahlen in Brandenburg 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] führte bei einer Wahlbeteiligung von 61,9 % zu folgendem Ergebnis:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.brandenburg.de/12/300/20240609/gemeindevertretungswahl_land/ergebnisse_gemeinde_120695918696.html Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei / Wählergruppe || Stimmenanteil&amp;lt;br&amp;gt;2019&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.brandenburg.de/wahlen/KO2019/tabelleLandkreis.html#69818696 Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt; || Sitze&amp;lt;br&amp;gt;2019 || || Stimmenanteil&amp;lt;br&amp;gt;2024 || Sitze&amp;lt;br&amp;gt;2024&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || 34,2 % || 4 || || 36,2 % || 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || 41,6 % || 5 || || 23,8 % || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Alternative für Deutschland|AfD]] || – || – || || 21,0 % || 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Freie Bürger und Bauern (FBB) || 24,2 % || 3 || || {{0}}8,5 % || 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Interessengemeinschaft der kleinen Ortsteile || – || – || || {{0}}8,1 % || 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Einzelbewerber]] Bernd Gobel || – || – || || {{0}}2,5 % || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insgesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;12&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD drei Sitze, von denen einer unbesetzt bleibt, weil die Partei nur zwei Kandidaten nominiert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
* 1998–2022: Dieter Sehm (SPD)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.wahlen.brandenburg.de/sixcms/detail.php/lbm1.c.321034.de | wayback=20171201032735 | text=Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Potsdam-Mittelmark}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br  /&amp;gt;Sehm wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 60,4 Prozent der gültigen Stimmen gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://wahlen.brandenburg.de/wahlen/de/start/kommunalwahlen/bm-wahlen/ergebnisse/~h_26052019_1206969618 |wayback=20190831135318 |text=Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende Juni 2022 trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.maz-online.de/lokales/potsdam-mittelmark/ziesar/ziesar-buergermeister-dieter-sehm-tritt-nach-24-jahren-zurueck-7VJEQYC5JZ2TR33GWGUUX2HGBY.html Rücktritt angekündigt]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2022: René Mertens (CDU)&amp;lt;br  /&amp;gt;Mertens wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 bei einem Gegenkandidaten mit 67,8 % der gültigen Stimmen gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlen.brandenburg.de/wahlen/de/kommunalwahlen/ergebnisse/buergermeisterwahlen/ergebnisse/~h_09062024_120695918696 Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Ziesar am 9. Juni 2024]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bravors.brandenburg.de/gesetze/bbgkwahlg#73 Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, §&amp;amp;nbsp;73 (1)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung = Wappen von Ziesar&lt;br /&gt;
|Blasonierung    = In Rot zwei gekreuzte, goldene Schlüssel, der Bart des stehenden nach rechts, der des linkshin liegenden nach oben gewendet.&lt;br /&gt;
|Zusatz          = Das Wappen wurde am 22. Januar 1999 durch das Ministerium des Innern genehmigt.&lt;br /&gt;
|Quelle          = [https://service.brandenburg.de/service/de/adressen/kommunalverzeichnis/wappen/~wappen-der-stadt-ziesar-336878 Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg]&lt;br /&gt;
|Begründung      = Die Figuren des Wappens von Ziesar gehen offenbar auf ihren einstigen geistlichen Besitzer Bischof Dietrich von Brandenburg zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karlheinz Blaschke, Gerhard Kehrer, Heinz Machatscheck |Hrsg=Heinz Göschel |Titel=Lexikon – Städte und Wappen der Deutschen Demokratischen Republik |Auflage=1. |Verlag=VEB Verlag Enzyklopädie |Ort=Leipzig |Datum=1979 |Seiten=500/501}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Dies ist das Wappen des [[Bistum Brandenburg|Bistums Brandenburg]], dem der Ort schon bei seiner Gründung Mitte des 10. Jahrhunderts zugeteilt worden war. Das SIGILLUM CIVITATIS SIGEZER des 14. Jahrhunderts zeigt den Schlüsselschild wie hier abgebildet, manchmal wechselt die Stellung auch; im 18. Jahrhundert kommen die Schlüssel auch schräggekreuzt vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Hupp: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Ortswappen&amp;#039;&amp;#039;. [[Kaffee Hag|Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft]], Bremen 1925&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Otto Hupp|Hupp]] allerdings [[Tingierung|tingiert]] das Wappen in Rot mit zwei gekreuzten silbernen Schlüsseln.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten und Kultur ==&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Baudenkmale in Ziesar]]&amp;#039;&amp;#039; und in der &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Bodendenkmale in Ziesar]]&amp;#039;&amp;#039; stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
==== Stadtkirche St. Crucis ====&lt;br /&gt;
Die evangelische Kirche [[St. Crucis (Ziesar)|St. Crucis]] wurde am Anfang des 13. Jahrhunderts als [[Romanik|spätromanische]] [[Saalkirche]] und [[Kreuzkirche (Architektur)|Kreuzkirche]] aus Feldsteinen erbaut. An das ehemals mit einer Holzbalkendecke versehene Hauptschiff schließt sich ein niedriges Chorquadrat mit halbrunder Apsis an. Im Laufe der Jahrhunderte kam es zu mehreren Umbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 St. Crucis Ziesar.jpg|Stadtkirche St. Crucis&lt;br /&gt;
 St. Crucis Ziesar Chor.jpg|Chor und Apsis&lt;br /&gt;
 St. Crucis Ziesar Westempore und Orgel.jpg|Orgelempore&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Haus Friedrichs des Großen ====&lt;br /&gt;
Das Gebäude ist im Auftrag König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs II.]] vermutlich im Jahr 1775 als königliches Ablagerhaus errichtet worden. Der Baumeister war mutmaßlich der zu der Zeit einzige Baufachmann der Stadt, Maurermeister Wilhelm Blanckenhorn. Das Haus Mühlentor 16 sollte Friedrich&amp;amp;nbsp;II. als auch weiteren königlichen und fürstlichen Herrschaften auf der Durchreise als Quartier dienen. Zum Gebäude gehörten ursprünglich diverse Stallungen und ein Amtsgarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Ziesar Haus Friedrich1.jpg|Haus Friedrichs des Großen – Vorderansicht&lt;br /&gt;
 Ziesar Haus Friedrich2.jpg|Haus Friedrichs des Großen – Rückansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Bauwerke ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Ziesar - Bergfried.JPG|mini|hochkant|Bergfried der Burg Ziesar]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Ziesar]] mit Bergfried und Storchenturm und der römisch-katholischen Kapelle St. Peter und Paul&lt;br /&gt;
* [[Dorfkirche Bücknitz]], [[Dorfkirche Köpernitz]]&lt;br /&gt;
* Wohngebäude des [[Kloster Ziesar|Klosters Ziesar]]&lt;br /&gt;
* Breiter Weg Ziesar (historische Marktstraße)&lt;br /&gt;
* Bardelebenscher Hof (historisches Fachwerkhaus)&lt;br /&gt;
* Alte Feuerwehr (Jugendstilbauwerk)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichts- und Kulturdenkmale ===&lt;br /&gt;
* [[Sowjetisch]]er Ehrenfriedhof von 1949/1950 im Park der &amp;#039;&amp;#039;Burg&amp;#039;&amp;#039; mit Ehrenmal von 1975/1976 für 31 sowjetische Soldaten und 14&amp;amp;nbsp;[[Zwangsarbeiter]] und deren Kinder&lt;br /&gt;
* Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege am Frauentor&lt;br /&gt;
* Denkmal für [[Karl Marx]] am Breiten Weg&lt;br /&gt;
* 2016 hat die Künstlergemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;El Vuelo de Bronce&amp;#039;&amp;#039; (Der Flug der Bronze) am Breiten Weg anlässlich eines internationalen Kunstgießer- und Bildhauersymposiums insgesamt 16 Platten aus [[Bronze]] entworfen, die einen Bezug zu Ziesar aufweisen. Die Künstlerin [[Anna Franziska Schwarzbach]] gestaltete beispielsweise eine Platte, die an den Reformator [[Johannes Aepinus]] erinnert. Der Guss erfolgte im Atelier des am Projekt beteiligten Künstlers [[Klaus Cenkier]].&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel: &amp;#039;&amp;#039;Galerie unter freien Himmel&amp;#039;&amp;#039;, aufgestellt am Kunstwerk, Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen und Theater ===&lt;br /&gt;
* Bischofsresidenz [[Burg Ziesar]] – Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters und Burgtheater&lt;br /&gt;
* Heimatmuseum Ziesar im Bereich der Vorburg&lt;br /&gt;
* [[Krügermühle]] mit mehreren Ausstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren wurden die Niederungen des Fiener Bruchs und angrenzende Hochflächen wie Bereiche des Flämings im Rahmen des [[Natura 2000|Natura-2000]]-Netzes als EU-[[Vogelschutzgebiet Fiener Bruch]] ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.potsdam-mittelmark.de/opencms/export/sites/default/pm/pdf/lrp/15_Schutzgebiete_NW.pdf |titel=Teilblatt Nordwest Schutzgebiete |werk=Landkreis Potsdam-Mittelmark Landschaftsrahmenplan |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110807160521/http://www.potsdam-mittelmark.de/opencms/export/sites/default/pm/pdf/lrp/15_Schutzgebiete_NW.pdf |archiv-datum=2011-08-07 |hrsg=Büro für Umwelt- und Landschaftsplanung |abruf=2013-10-16 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fiener Bruch ist eines von nur noch drei Brutgebieten der in Deutschland vom [[Aussterben]] bedrohten [[Großtrappe]]n, des schwersten flugfähigen Vogels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Schachbrettblume]]nwiese, das einzige Vorkommen östlich der Elbe, ist als [[Flächennaturdenkmal]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
;Wassermühlen&lt;br /&gt;
[[Datei:Krügermühle.jpg|mini|Krügermühle in Bücknitz]]&lt;br /&gt;
Seit dem Mittelalter wurde die Buckau genutzt, [[Wassermühle]]n anzutreiben. Zu diesem Zweck wurden an mehreren Stellen [[Staustufe]]n installiert und Wassermühlen errichtet. Die Buckauer Wassermühlen dienten in erster Linie dem Mahlen von Getreiden. Ihre wirtschaftliche Bedeutung ging mit der weitgehenden Stilllegung der Mühlenanlagen allmählich verloren. Einige Anlagen sind jedoch noch immer funktionstüchtig und in gelegentlichem Einsatz. Die [[Eulenmühle (Ziesar)|Eulenmühle]] beispielsweise wird noch hin und wieder und nicht gewerblich als [[Sägewerk|Sägemühle]] genutzt. Mehrere Wassermühlen der Buckau wurden zu [[Wasserkraftwerk]]en umfunktioniert und dienen seither der Stromerzeugung. So speisen beispielsweise die Eulenmühle und die [[Krügermühle]] Strom in das öffentliche Netz ein. Die Krügermühle beheimatet ein Museum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1991 772 163-2 Ziesar.jpg|mini|Triebwagen von Ziesar nach [[Güsen]] vor dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude in den 1990er Jahren]]&lt;br /&gt;
Seit 1897 verband eine Schmalspurbahn der [[Kleinbahnen des Kreises Jerichow I]] Ziesar mit [[Burg (bei Magdeburg)]].&lt;br /&gt;
1901 ging eine [[Bahnstrecke Wusterwitz–Görzke|Verbindung nach Wusterwitz]] (Abzweig von der Strecke Brandenburg–Magdeburg) in Betrieb, die 1912 nach [[Görzke]] verlängert wurde. 1916 ging schließlich die [[Bahnstrecke Güsen–Ziesar]] in Betrieb (siehe auch [[Kleinbahn-AG in Genthin]]). In diesem Zusammenhang erhielt Ziesar auch einen neuen [[Ziesar Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] im Osten der Stadt. Die Schmalspurbahn wurde 1960 eingestellt, die Strecke nach Wusterwitz 1971. Auf der Strecke nach Görzke gab es schon seit 1973 nur noch Güterverkehr, der bis 1994 durchgeführt wurde. Bis 1999 gab es noch Personenverkehr nach Güsen und Güterverkehr zu einem Anschluss in [[Bücknitz]], danach wurden die Strecken stilllegt und weitgehend abgebaut. Auf der Strecke nach Görzke verläuft heute von der Autobahnkreuzung bei Ziesar bis Görzke ein Radweg. Die Gebäude des Schmalspurbahnhofs &amp;#039;&amp;#039;Ziesar West&amp;#039;&amp;#039; im Norden der Stadt, des ersten Bahnhofs der Strecke nach Wusterwitz, im Nordosten und des ehemaligen Hauptbahnhofs im Osten der Stadt sind erhalten, die Anlagen des Hauptbahnhofs stehen unter Denkmalschutz, ebenso der nicht mehr genutzte Lokschuppen im südlichen Teil des Bahnhofsgeländes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Straße ====&lt;br /&gt;
An das Netz preußischer Chausseen ist Ziesar seit 1862 angeschlossen. Die [[Bundesstraße 107]] zwischen [[Genthin]] und [[Wiesenburg/Mark]] sowie die [[Landesstraße]] L 93 Ziesar–Brandenburg an der Havel führen durch die Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurde die heutige Autobahn [[Bundesautobahn 2|A&amp;amp;nbsp;2]] eröffnet, die etwa drei Kilometer südlich an der Stadt vorbeiführt. In der Nähe der Anschlussstelle &amp;#039;&amp;#039;Ziesar&amp;#039;&amp;#039; befindet sich die Raststätte Buckautal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
* Thomas-Müntzer-Grundschule&lt;br /&gt;
* Thomas Müntzer Ganztags-Oberschule, bis 2008 Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Johannes Aepinus]] (um 1499–1553), Theologe und kirchenpolitischer Reformator&lt;br /&gt;
* [[Leberecht Cleinow]] (1701–1762), Pfarrer am [[Königsberger Dom]]&lt;br /&gt;
* [[Carl Ludwig von Bardeleben]] (1722–1787), preußischer Landrat&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Wilberg]] (1766–1846), Pädagoge&lt;br /&gt;
* [[Albert Fischer (Hymnologe)|Albert Fischer]] (1829–1896), evangelischer Pfarrer und Hymnologe&lt;br /&gt;
* [[Paul Schneider (Kriegsrat)|Paul Schneider]] (1863–1946), Geheimer Kriegsrat, Landwirt und letzter Privateigentümer der [[Burg Ziesar]] von 1917 bis 1945&lt;br /&gt;
* [[Otto Altenkirch]] (1875–1945), Maler&lt;br /&gt;
* [[Otto Roloff]] (1886–1941), Politiker ([[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]) und Verwaltungsbeamter&lt;br /&gt;
* [[Paul Lemnitz]] (1892–1974), Geodät&lt;br /&gt;
* [[Günther Dietz]] (1919–2003), Kunstmaler&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Priese]] (1935–2017), Ägyptologe&lt;br /&gt;
* [[Karsten Schwanke]] (* 1969), Meteorologe und Fernsehmoderator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Schenk von Neindorf]] († 1347), brandenburgischer Bischof, machte Ziesar zur festen Residenz des Bistums&lt;br /&gt;
* [[Johann von Rohr]] (1579–1624), 1608 bis 1623 Amtshauptmann in Ziesar&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Andreas Bollmann|Johann Friedrich Bollmann]] (1852–1901), bekanntes Original (Fritze Bollmann). Er arbeitete zwischen 1875 und 1879 zeitweise als [[Barbier]] in Ziesar.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Kuhnert]] (1865–1926), Maler&lt;br /&gt;
* [[Jens Riechers]] (* 1964), Rugbynationalspieler, besuchte die [[Erweiterte Oberschule]] in Ziesar und lebte vier Jahre im Schulinternat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Winfried Schich]]: &amp;#039;&amp;#039;Ziesar. Landkreis Potsdam-Mittelmark (25&amp;amp;nbsp;km sw Brandenburg a.d.H.)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Lieselott Enders]], [[Evamaria Engel]], [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]], Winfried Schich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Städtebuch Brandenburg und Berlin&amp;#039;&amp;#039; (= [[Peter Johanek]], Franz-Joseph Post, [[Klaus Meyer-Schwickerath]] im [[Institut für vergleichende Städtegeschichte]] an der [[Universität Münster]] [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 2). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart / Berlin / Köln 2000, ISBN 3-17-015388-9, S. 569–574.&lt;br /&gt;
* Detlev von Olk: &amp;#039;&amp;#039;Burg Ziesar&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Gärten der Mark&amp;#039;&amp;#039;. Heft 86, Berlin 2006.&lt;br /&gt;
* Silvia Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Vom Brunnen zur zentralen Wasserversorgung. Geschichte und Geschichten rund um das Wasser von Ziesar&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage, Treibgut Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-941175-08-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4357509-2}}&lt;br /&gt;
* {{GOV|objekt=Ziesar|val=ZIESARJO62DG|abruf=}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ziesar.de/ Offizielle Internet-Präsenz der Stadt Ziesar]&lt;br /&gt;
* [https://www.amt-ziesar.de/unser-amt/gemeinden/stadt-ziesar.html Stadt Ziesar beim Amt Ziesar]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Ziesar&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Potsdam-Mittelmark&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4357509-2|LCCN=nb2006018302|VIAF=239621991}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Buckau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Potsdam-Mittelmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Residenzort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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