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	<title>Zeitungsente - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Zeitungsente&amp;diff=13395&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Denis Barthel: HC: Entferne Kategorie:Moderne Sage</title>
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		<updated>2024-06-25T10:50:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Moderne_Sage&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Moderne Sage (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Moderne Sage&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitungsente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitungssage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz auch &amp;#039;&amp;#039;Ente&amp;#039;&amp;#039;) wird [[Umgangssprache|umgangssprachlich]] eine [[Falschmeldung]] in [[Zeitung]]en bezeichnet. Als „Zeitungsente“ bezeichnet man sowohl bewusste Fälschungen („[[Tatarenmeldung]]en“) als auch [[Irrtum|Irrtümer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsherkunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Begriffs ist nicht eindeutig geklärt. In jüngster Zeit scheint sich die Ansicht durchzusetzen, dass die Zeitungsente im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus dem [[Französische Sprache|Französischen]] in den [[Deutsche Sprache|deutschen Sprachgebrauch]] kam, in Anlehnung an den Ausdruck ‚donner des canards‘ (‚Enten geben‘, ‚lügen‘) oder ‚vendre des canards à moitié‘ (‚Enten zur Hälfte verkaufen‘, ‚nicht die ganze Wahrheit sagen‘). Nach [[Roger Alexandre]]&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Alexandre: &amp;#039;&amp;#039;La Musée de la Conversation.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Paris 1897, S.&amp;amp;nbsp;67.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Ausdruck in dieser Bedeutung bereits in der 1616 erschienenen Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Comédie de Proverbes&amp;#039;&amp;#039; von Montluc. Woher die Verbindung der Ente zur Unwahrheit kommt, ist unklar. Vermutet wird, dass die Ente als unzuverlässige Brüterin galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz]] befindet sich eine [[Karikatur]] von Andreas Geiger, die um 1840 entstanden ist und den Titel &amp;#039;&amp;#039;Der journalistische [[Eiertanz]]&amp;#039;&amp;#039; trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bildern]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_image.cfm?image_id=2234&amp;amp;language=german Vom Vormärz bis zur Preußischen Vorherrschaft (1815–1866) &amp;gt; Bilder – Staat und Regierung: Staatenbund oder Nationalstaat? &amp;gt; „Der journalistische Eiertanz“ (um 1840)]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie zeigt einen Schreiberling mit seinen Utensilien und einer Umhängetasche, aus der zwei Enten herausschauen, die als „Journal-Enten“ beschriftet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Englische Sprache|Englischen]] steht das französische Lehnwort &amp;#039;&amp;#039;canard&amp;#039;&amp;#039; für „Zeitungsente“. Im Französischen selbst ist es jedoch ein umgangssprachlicher Ausdruck für ‚Zeitung‘, sodass auch der Titel des traditionsreichen französischen [[Satire]]&amp;amp;shy;blattes &amp;#039;&amp;#039;[[Le Canard enchaîné]]&amp;#039;&amp;#039; als „Die angekettete Zeitung“ und nicht im Sinne von „Zeitungsente“ zu verstehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wochenschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, gegründet 1872 und herausgegeben durch [[Paul Lindau]] (1839–1919), wird (nach einer Notiz im &amp;#039;&amp;#039;Fremdenblatt&amp;#039;&amp;#039;, [[Wien]], vom 26. August 1876) in einem Artikel über das „Pariser Argot“ die Bedeutung des Wortes „Zeitungsente“ mit „falscher Zeitungsnachricht“ erklärt und dazu folgende [[Anekdote]] aus einem 1776 in [[Paris]] erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Industriellen Lexikon&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben: „Die ‚Landwirthschaftliche Ztg.’ veröffentlicht ein eigenthümliches Verfahren, um wilde Enten zu fangen. Man kocht eine starke und lange [[Eichel]] in einem [[Dekokt|Absud]] von [[Alexandrinische Senna|Sennesblättern]] und [[Jalape]]. Die so zubereitete Eichel bindet man an einen dünnen, aber starken Faden in der Mitte fest und wirft sie darauf ins Wasser. Das Ende des Fadens behält man in der Hand und verbirgt sich. Die Ente schwimmt heran und verschluckt die Eichel; diese aber hat in ihrer Zubereitung eine starke [[Abführmittel|purgative Wirkung]] und kommt sofort wieder zum Vorschein; darauf kommt eine andere Ente und verschluckt diese wiederum, eine dritte, eine vierte, und sofort. Sie reihen sich alle an demselben Faden auf. Man berichtet bei dieser Gelegenheit, daß ein Huisier in der Nähe von Guê-de-Chaussée 20 Enten auf diese Weise aufgereiht habe. Darauf flogen die Enten auf und nahmen den Huisier mit; der Strick riß und der unglückliche Jäger brach ein Bein.“ Die Notiz schließt mit der Feststellung: „Diese Urgroßmutter aller [[Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen#Die Lügengeschichten|Münchhauseniaden]] und Zeitungsenten wurde dann das Prototyp des Pariser ‚canard’, der deutschen ‚Ente’.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ähnliche Fassung siehe auch: [http://www.zeno.org/Wander-1867/A/Zeitungsente &amp;#039;&amp;#039;Zeitungsente.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Karl Friedrich Wilhelm Wander]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Sprichwörter-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;5, Leipzig 1880, Sp.&amp;amp;nbsp;562–563, 1821.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Herkunftstheorien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeitungsente (13825761155).jpg|mini|Die sprichwörtliche Zeitungsente als [[Faschingskostüm]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== N. T. ===&lt;br /&gt;
Sehr häufig wird behauptet, dass der Begriff sich [[phonetisch]] aus der Abkürzung ‚N.&amp;amp;nbsp;T.‘ (oder auch ‚nt‘; {{enS}}: &amp;#039;&amp;#039;not testified&amp;#039;&amp;#039; oder ganz einfach aus &amp;#039;&amp;#039;not true&amp;#039;&amp;#039;) ableitet, die in einigen englischsprachigen Zeitungen hinter nicht überprüften Meldungen den unklaren Wahrheitsgehalt kennzeichnet. Die Bezeichnung entstammt dem [[Latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;non testatum&amp;#039;&amp;#039; (‚nicht geprüft‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bekamen viele deutsche Zeitungen ihre Informationen von den amerikanischen und britischen Streitkräften. Diese Informationen konnten aber oft nicht überprüft werden. Daher wurden sie mit dem Zusatz ‚N.T.‘ versehen. Da auch falsche Meldungen dabei waren, entwickelte sich ‚NT‘ in der Umgangssprache zur Ente und damit zur Zeitungsente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es deutet einiges darauf hin, dass diese Erklärung selbst eine Ente ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Drösser]] ([[Stimmt’s?]]): &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/2002/52/stimmts_zeitungsente Die n.t.-Ente.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 52/2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blaue Enten ===&lt;br /&gt;
Eine [[Theorie]] der [[Brüder Grimm]] führt den Ausdruck auf [[Martin Luther]] zurück, den sie mit den Worten zitieren: „So kömpts doch endlich dahin, das an stat des evangelii und seiner auslegung widerumb von blaw enten gepredigt wird.“ Die „blauen Enten“ stehen als Sinnbild für die [[Häresie|Irrlehre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lugende ===&lt;br /&gt;
[[Georg Büchmann]] leitet in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Geflügeltes Wort|Geflügelten Worten]]&amp;#039;&amp;#039; den Begriff wie folgt her: [[Martin Luther|Luther]] verwendete in einer Predigt das Wort &amp;#039;&amp;#039;Lugenda&amp;#039;&amp;#039; für eine seiner Meinung nach unglaubwürdige [[Legende]] über [[Franz von Assisi]]. Dieses Wort griff später [[Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen]] auf (‚Lugende‘ in &amp;#039;&amp;#039;Das wunderbarliche Vogel-Nest&amp;#039;&amp;#039;, 1672). Bei [[Christian Reuter (Schriftsteller)|Christian Reuter]] (&amp;#039;&amp;#039;Schelmuffskys curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande, von E.&amp;amp;nbsp;S.&amp;#039;&amp;#039; 1696) heißt es &amp;#039;&amp;#039;Lüg-Ente&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Reuter |Titel=Schelmuffskys Warhafftige Curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande |TitelErg=Und zwar die allervollkommenste und accurateste Edition, in hochteutscher Frau Mutter Sprache eigenhändig und sehr artig an den Tag gegeben von E. S. |Ort=Schelmerode |Datum=1696 |Seiten=18 |Online={{Google Buch |BuchID=uf8-pbIH2C0C |Seite=18}} |Abruf=2022-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Laufe der Zeit zu &amp;#039;&amp;#039;Ente&amp;#039;&amp;#039; verkürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. und im frühen 16. Jahrhundert war die Rede von ‚blauen Enten‘ in der [[Narrenliteratur|Narren-]] und vor allem der Predigtliteratur ein gern genutztes Sprachbild für Lüge und Lügen, das sich im späten 16. Jahrhundert dann aber verlor.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Bluhm: &amp;#039;&amp;#039;„Eine blaue Ente ist eine dumme Lüge“. Zu einem Sprachbild in der Literatur der Frühen Neuzeit und anderswo.&amp;#039;&amp;#039; In: L. Bluhm u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fakt und Fake. Kultur- und sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Wahrheit und Lüge.&amp;#039;&amp;#039; Baden-Baden 2023, S. 77–109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es findet sich dann erst wieder in [[Sprichwort|Sprichwörtersammlungen]] und in der unterrichtswissenschaftlichen Diskussion des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gegendarstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandte Themen ===&lt;br /&gt;
* [[Fingierter Lexikonartikel]], erfundene Artikel in Lexika&lt;br /&gt;
* [[Grubenhund (Zeitung)|Grubenhund]], eine Ente, die bei aufmerksamem Lesen erkennbar ist, aber bei oberflächlichem Überfliegen nicht auffällt und mit deren Hilfe Journalisten der Nachlässigkeit überführt werden sollen&lt;br /&gt;
* [[Hoax]], im Deutschen meist [[Bedeutungswandel|bedeutungsverengt]]: eine Falschmeldung, die über elektronische Medien verbreitet wird (auch: ein vermeintliches [[Schadprogramm]] wie z.&amp;amp;nbsp;B. ein [[Computervirus]], der gar keiner ist); im Englischen ziemlich genau das, was im Deutschen mit „Ente“ bezeichnet wird&lt;br /&gt;
* [[Moderne Sage|Urban Legend]], eine Falschmeldung, die weitererzählt wird (also eine moderne Form des [[Gerücht]]s oder des [[Klatsch|Dorfklatsches]], bei dem am Ende womöglich das Gegenteil dessen herauskommt, was tatsächlich geschah)&lt;br /&gt;
* [[Fake News]], manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musterbeispiele ===&lt;br /&gt;
* [[Great Moon Hoax]] von 1835, über die angebliche Entdeckung von Leben auf dem Mond&lt;br /&gt;
* Angebliches [[Duell Metternich–Kielmansegg|Duell zwischen Fürstin Metternich und Gräfin Kielmansegg]] vom August 1892&lt;br /&gt;
* [[Eisenbahnunfall von Nowy Dwór]], ein vermutlich nie geschehenes Zugunglück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Hollstein: &amp;#039;&amp;#039;Zeitungsenten. Kleine Geschichte der Falschmeldung. Heitere und ernste Spielarten vom Aprilscherz bis zur Desinformation&amp;#039;&amp;#039;. Bertelsen, Stuttgart 1991, ISBN 3-927763-02-0.&lt;br /&gt;
* [[Horst Friedrich Mayer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Entenmacher. Wenn Medien in die Falle tappen&amp;#039;&amp;#039;. Deuticke, Wien 1998, ISBN 3-216-30376-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Zeitungsente}}&lt;br /&gt;
* [http://www.focus.de/kultur/medien/presse-journalisten-glauben-alles_aid_165295.html &amp;#039;&amp;#039;Journalisten glauben alles&amp;#039;&amp;#039;], Bericht über einen Entenmacher, Focus 13/1997.&lt;br /&gt;
* [http://en.ejo.ch/476/ethics/fakes-in-journalism Stephan Russ-Mohl, Marcello Foa e Cristina Elia: &amp;#039;&amp;#039;Fakes in Journalism&amp;#039;&amp;#039;] (European Journalism Observatory, Università della Svizzera italiana, 14. November 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Falschmeldung| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Denis Barthel</name></author>
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