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	<title>Zahn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Zahn&amp;diff=13974&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Erbsenesche: /* Zahntypen */</title>
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		<updated>2025-02-08T16:12:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zahntypen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die &amp;#039;&amp;#039;Zähne&amp;#039;&amp;#039; der Mundhöhle; weitere Bedeutungen unter [[Zahn (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:06-10-06centralincisors.jpg|mini|Mittlere obere Schneidezähne]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MandibularLeftFirstMolar08-15-06.jpg|mini|Unterer linker Prämolar und Molar]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lower wisdom tooth.jpg|mini|Unterer Weisheitszahn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural &amp;#039;&amp;#039;Zähne&amp;#039;&amp;#039;), lateinisch und fachsprachlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural &amp;#039;&amp;#039;Dentes&amp;#039;&amp;#039;), ist ein Hartgebilde in der [[Mundhöhle]] von Wirbeltieren. Mit den Zähnen wird Nahrung ergriffen, zerkleinert und zermahlen. Sie haben sich bei den [[Wirbeltiere]]n nach dem Form-Funktionsprinzip entwickelt. Beim Menschen kommen als Funktionen noch die [[Artikulation (Linguistik)|Lautbildung]] (insbesondere der [[Dental]]laute) und soziale Funktionen hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Zahn&amp;#039;&amp;#039; stammt über mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;zan(t)&amp;#039;&amp;#039; von althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;zan(d)&amp;#039;&amp;#039; und gehört wie lateinisch &amp;#039;&amp;#039;dens&amp;#039;&amp;#039; zur indogermanischen Wortwurzel &amp;#039;&amp;#039;(e)don&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;dnt-&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Aufl., hrsg. von [[Walther Mitzka]], De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 872.&amp;lt;/ref&amp;gt; ([[Urgermanische Sprache|urgerm.]] *&amp;#039;&amp;#039;tanþ-&amp;#039;&amp;#039;, *&amp;#039;&amp;#039;tunþ-&amp;#039;&amp;#039;, [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;dens&amp;#039;&amp;#039;‚ [[Altgriechisch|griech.]] &amp;#039;&amp;#039;ὀδούς&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;odoús&amp;#039;&amp;#039;), [[Vedische Sprache|ved.]] &amp;#039;&amp;#039;dánt-&amp;#039;&amp;#039; etc. &amp;#039;Zahn&amp;#039;, aus [[Indogermanische Ursprache|indogerman.]] *&amp;#039;&amp;#039;h&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;dont-&amp;#039;&amp;#039;, *&amp;#039;&amp;#039;h&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;dṇt-&amp;#039;&amp;#039;, Partizip Aktiv zu *&amp;#039;&amp;#039;h&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;ed-&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;essen&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Wodtko u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Nomina im Indogermanischen Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2008, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Entwicklungsgeschichtlich sind Zähne [[ektoderm]]ale Hartgebilde&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rüdiger Wehner]], [[Walter Gehring]]: &amp;#039;&amp;#039;Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; 23. Auflage. Thieme Verlag, 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Derivate der Außenhaut, die in den Mund gewandert sind), die durch [[Induktion (Biologie)|Induktion]] des darunterliegenden [[Mesenchym]] der [[Neuralleiste]] entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Keith L. Moore, E. Lütjen-Drecoll: &amp;#039;&amp;#039;Embryologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Schattauer Verlag 1990. (Deutsche Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;The developing Human, Clinically oriented Embryology.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. W. B. Saunders, 1988)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei liefert das Ektoderm den harten Schmelz, das Mesenchym die restlichen Bestandteile der Zähne wie [[Dentin]], Zement, und den Zahnhalteapparat. In ihrer Gesamtheit bezeichnet man sie als [[Gebiss]]. Sie treten erstmals bei den [[Kiefermäuler]]n ([[Fische]] und [[Landwirbeltiere]]) auf. Sie entwickelten sich aus den einfachen [[Placoidschuppe|Hautzähnen]] vorzeitlicher Fische. Die [[Schuppenzahn|Schuppenzähne]] verschmolzen zu Hartgebilden mit basaler Knochenmasse, Dentinkrone und innerer [[Zahnpulpa|Pulpahöhle]]. Bei den [[Säugetiere]]n (Mammalia) stellen sie den modifizierten Rest des ektodermalen [[Exoskelett]]s [[Phylogenie|stammesgeschichtlich]] älterer [[Wirbeltiere]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Milton Hildebrand, George E. Goslow: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, 2004, ISBN 3-540-00757-1. (Deutsche Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;Analysis of Vertebrate Structure.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. John Wiley &amp;amp; Sons)&amp;lt;/ref&amp;gt; Primär zahnlos sind die Kieferlosen ([[Agnatha]]), die bis auf die [[Neunaugen]] und [[Schleimaale]] ausgestorben sind. Sekundär zahnlos geworden sind die [[Schildkröten]], [[Vögel]] und die [[Ursäuger]] (Monotremata, eierlegende Säugetiere). Säugetiere nutzen im Gegensatz zu Fischen, Amphibien und Reptilien die Zähne nicht nur zum Greifen, sondern auch zum Zerkleinern ([[Kauen]]) der Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Echte und unechte Zähne ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mammoth ivory hg.jpg|mini|Querschnitt durch den fossilen, wurzellosen Stoßzahn eines [[Mammuts]]]]&lt;br /&gt;
Im Tierreich unterscheidet man echte und unechte Zähne.&lt;br /&gt;
# Die &amp;#039;&amp;#039;echten Zähne&amp;#039;&amp;#039; bestehen aus den drei Zahnsubstanzen Schmelz (Enamelum), Dentin und Zement sowie der Pulpa (Zahnmark). Sie werden auch Dentinzähne genannt, weil das Dentin den Hauptbestandteil bildet (siehe [[Heterodontie|heterodontes]] Gebiss).{{Anker|Wurzellose Zähne}}&lt;br /&gt;
# Bei den &amp;#039;&amp;#039;unechten Zähnen&amp;#039;&amp;#039; fehlen die Hartsubstanzen Schmelz, Dentin und Zement. Es handelt sich meist um [[Hornzahn|Hornzähne]], wie sie zum Beispiel im [[Pharynx|Schlund]] und in der [[Speiseröhre]] der [[Lederschildkröte]]n zu finden sind. Primitive wurzellose Zähne kommen bei [[Fische]]n, [[Amphibien]] und [[Reptilien]] vor und stellen den Grundtyp der Zähne dar. Sie können die Form von leicht zugespitzten, [[konisch]]en Kegel-Zähnen haben, die bei Haien kantig oder mehrzackig, bei Fischen zu [[Pflansterzahn|Pflasterzähnen]], bei Schlangen zu [[Giftzahn|Giftzähnen]] umgebildet sein können (siehe [[Homodontie|homodontes]] Gebiss).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vulgo wird mit „unechte Zähne“ auch Zahnersatz verschiedenster Art beim Menschen umschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahnarten ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zeitpunkt des Durchbruchs, der Größe und der Form unterscheidet man bei Säugetieren:&lt;br /&gt;
* [[Milchgebiss|Milchzähne]] (&amp;#039;&amp;#039;Dentes decidui&amp;#039;&amp;#039; – lat. wörtlich: abfallende) und&lt;br /&gt;
* Bleibende Zähne (&amp;#039;&amp;#039;Dentes permanentes&amp;#039;&amp;#039; – fortdauernde) nach dem [[Dentition|Zahnwechsel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Stellung im Gebiss unterscheidet man:&lt;br /&gt;
* [[Schneidezahn|Schneidezähne]] (&amp;#039;&amp;#039;Dentes incisivi&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Incisivi&amp;#039;&amp;#039; – einschneidende),&lt;br /&gt;
* [[Eckzahn|Eckzähne]] (&amp;#039;&amp;#039;Dentes canini&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Canini&amp;#039;&amp;#039; – hündische),&lt;br /&gt;
* [[Prämolar|Vormahlzähne]] (&amp;#039;&amp;#039;Dentes praemolares&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Prämolaren&amp;#039;&amp;#039;) und&lt;br /&gt;
* [[Molar (Zahn)|Mahlzähne]] (&amp;#039;&amp;#039;Dentes molares&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Molaren&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schneide- und Eckzähne bilden beim Menschen die sogenannten Frontzähne – 3 je Quadrant, Vormahl- und Mahlzähne die 5 Backenzähne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den anderen Klassen finden sich zahlreiche weitere Formen von Zähnen, wie die Sägezahngebisse der Haie oder „Raspel“-Zahn-Gebisse bei blutsaugenden [[Neunauge]]n. (Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sägezähne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden spitze Zähne bezeichnet, die im Oberkiefer- bzw. Unterkiefer gegeneinander versetzt angeordnet sind, wobei bei geschlossenem Maul die Zähne der oberen Reihe in die Lücke der unteren greifen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jutta Kollesch]], [[Diethard Nickel]]: &amp;#039;&amp;#039;Antike Heilkunst. Ausgewählte Texte aus den medizinischen Schriften der Griechen und Römer.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., Leipzig 1979 (= &amp;#039;&amp;#039;Reclams Universal-Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Band 771); 6. Auflage ebenda 1989, ISBN 3-379-00411-1, S. 184, Anm. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahntypen ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Kronenhöhe (Zahn)|Kronenhöhe]] werden bei Säugetieren nieder- bis hochkronige Zähne unterschieden. Zähne mit hoher Krone werden weiter in solche mit sich spät schließender Wurzel und wurzellose Zähne mit sich gar nicht schließender Wurzel und unbegrenztem Wachstum unterteilt. Nachwachsende Zähne finden sich auch bei [[Fische]]n, [[Amphibien]] und [[Reptilien]]. Nach der Kronenform unterscheidet man:&lt;br /&gt;
* bunodonte Zähne: höckrige Kaufläche&lt;br /&gt;
* brachydonte Zähne: kurze Zahnkrone&lt;br /&gt;
* hypselodonte Zähne: prismenförmige Zahnkrone&lt;br /&gt;
* lophodonte Zähne: Zahn mit Hügeln oder Kämmen&lt;br /&gt;
* sekodonte Zähne: scharfkantige, schneidende Zähne&lt;br /&gt;
* selenodonter Zahn: Kaufläche mit mondförmigen Einstülpungen ([[Zahnaltersschätzung#Kriterien|Kunden]])&lt;br /&gt;
* zygodonte Zähne: Zahnkrone mit Leisten oder Kämmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau des Zahns ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cross sections of teeth intl.svg|mini|250px|1. Zahn 2. [[Zahnschmelz]] 3. [[Dentin]] (Zahnbein) 4. [[Zahnpulpa|Pulpencavum mit Pulpa]] 5. Kronenpulpa 6. Wurzelpulpa 7. [[Wurzelzement]] 8. [[Zahnkrone]] 9. Höcker 10. [[Fissur (Zahn)|Fissur]] 11. [[Zahnhals]] 12. [[Zahnwurzel]] 13. [[Bifurkation (Zahnmedizin)|Bifurkation]] 14. Wurzelspitze 15. [[Foramen apicale]] 16. [[Zahnhalteapparat#Sulcus gingivae|Sulcus gingivae]] 17. [[Zahnhalteapparat]] 18. [[Zahnfleisch]]: 19. oral oder vestibulär 20. marginal 21. alveolar 22. [[Wurzelhaut]] mit [[Sharpey-Faser]]n 23. Alveolarknochen (Die feine gelbe Linie ist die [[Lamina dura]]). 24. Gefäße und Nerven: 25. Pulpa 26. Parodontium 27. [[Canalis mandibulae]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder (echte) Zahn besteht aus der [[Zahnkrone]] (Corona dentis), dem [[Zahnhals]] (Cervix dentis, seltener: Collum dentis) und der [[Zahnwurzel]] (Radix dentis) und ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Bei einem gesunden Zahn sieht man nur den [[Zahnschmelz]], der wie eine [[Glasur (Keramik)|Glasur]] das innen liegende Zahnbein ([[Dentin]]) bedeckt. Das Dentin wiederum umschließt das Zahnmark ([[Zahnpulpa|Pulpa]]). Die Wurzel wird bis zum Zahnhals von [[Wurzelzement]] (Cementum) und Wurzelhaut umschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahnschmelz (Enamelum) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zahnschmelz}}&lt;br /&gt;
Der Zahnschmelz ([[Latein]]: &amp;#039;&amp;#039;Enamelum&amp;#039;&amp;#039;) ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers mit einer [[Vickershärte]] von 250 bis 550 und einer [[Druckfestigkeit]] von 300 bis 450&amp;amp;nbsp;MPa. Sein [[Elastizitätsmodul]] beträgt 50.000–85.000&amp;amp;nbsp;MPa (Körber, 1995).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahn&amp;quot;&amp;gt;Jörg Bark: [http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5938/1/Bark_Joerg.pdf &amp;#039;&amp;#039;Quantifizierung der Dentin-Abrasion am menschlichen Zahn.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB) [[Dissertation]]. LMU, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zahnschmelz wird von schmelzbildenden Zellen, den [[Adamantoblasten]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Ameloblasten&amp;#039;&amp;#039; genannt), gebildet. Er besteht zu 95 Prozent aus [[Hydroxylapatit]] (Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; OH), einem kristallinen Material, dessen Hauptanteile [[Calcium]] und [[Phosphat]] sind. Der Zahnschmelz ist für wasserlösliche Stoffe geringfügig durchlässig, zum Beispiel für seine Bestandteile Calcium und Phosphat, sowie für [[Fluoride]]. Mit Hilfe von Fluoriden wird das Hydroxylapatit in das härtere [[Fluorapatit]] (Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(F)) umgewandelt. Deshalb werden diese zur Härtung des Zahnschmelzes in [[Zahnpasta|Zahnpasten]] verwendet. Hingegen können [[Säure]]n dem Zahn schaden, weil sie aus dem Zahnschmelz das Calcium und Phosphat herauslösen und ihn damit aufweichen (siehe [[Zahnkaries|Karies]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahnbein (Dentin) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Dentin}}&lt;br /&gt;
Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein. Es stellt die Hauptmasse des Zahnes dar. Die Hartsubstanz des Dentins besteht wie beim Zahnschmelz aus Calcium und Phosphat, allerdings nur zu zwei Dritteln, der Rest ist [[Protein|Eiweiß]] und [[Wasser]], weshalb Dentin weicher und anfälliger gegen Karies ist als der Zahnschmelz. Das Dentin ist schmerzempfindlich. Hitze-, Kälte- und Berührungsreize führen zu Flüssigkeitsbewegungen in den Dentinkanälchen (die im Bereich des Zahnhalses bis an die Oberfläche reichen können). Dies reizt die [[Tomes-Faser|Tomes&amp;#039;schen Fasern]], Zellfortsätze der [[Odontoblasten]] (dentinbildende Zellen). Die Odontoblasten stehen mit [[Nozizeptor|freien Nervenendigungen]] in Verbindung, die den Reiz als Schmerzempfindung ans Zentralnervensystem weiterleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dentin ist wesentlich elastischer als der Zahnschmelz (Elastizitätsmodul 15.000–20.000&amp;amp;nbsp;MPa), da es über einen deutlich höheren Anteil an organischer Substanz verfügt. Die Vickershärte beträgt beim Zahnbein 60–70 und die Druckfestigkeit liegt bei 200–350&amp;amp;nbsp;MPa (Körber, 1995).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahnmark (Pulpa) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zahnpulpa}}&lt;br /&gt;
Das Dentin umschließt wiederum den inneren Teil des Zahns, die Pulpa (Zahnmark), das von [[Blutgefäß]]en und [[Nerv]]enfasern durchzogen wird und den Zahn ernährt. Die Nervenfasern der Oberkieferzähne entstammen dem [[Nervus infraorbitalis]], die der Unterkieferzähne dem [[Nervus alveolaris inferior]]. Der Zahn besitzt kein [[Lymphatisches System#Lymphgefäßsystem|Lymphabflusssystem]] – mit ein Grund dafür, dass eine [[Pulpitis]] („Zahnnerventzündung“) nicht wieder abheilen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wurzelzement (Cementum) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wurzelzement}}&lt;br /&gt;
Im Wurzelbereich wird das Dentin vom Wurzelzement ([[Genus|neutr.]]), ([[Latein]]: &amp;#039;&amp;#039;Cementum&amp;#039;&amp;#039;, seltener: &amp;#039;&amp;#039;Substantia ossea dentis&amp;#039;&amp;#039;) bedeckt, der dritten Zahnhartsubstanz neben dem Zahnschmelz und dem Dentin. Das Wurzelzement, das Wurzeldentin als dünne Schicht umschließend, ist im Bereich der Zahnwurzel die äußere Hülle des Zahnes und „mauert“ diese im Kiefer ein. Doch hat die Verbindung zum [[Kiefer (Anatomie)|Kieferknochen]], in dem jeder Zahn in seinem Zahnfach (Alveole) aufgehängt ist, eine gewisse Elastizität (siehe [[Zahnhalteapparat]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem [[Elektronenmikroskop]] wird die poröse Oberflächenstruktur der Zahnwurzel sichtbar. Feinste Nervenausläufer überziehen die poröse Oberfläche der Wurzel. Von diesen Nervenausläufern geht die Temperatur- und Berührungssensibilität bei zurückgebildetem Zahnfleisch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wurzelzement ist in seiner Struktur wie auch Härte dem menschlichen Knochen ähnlich (Druckfestigkeit 15&amp;amp;nbsp;kg/mm², Zugfestigkeit 10&amp;amp;nbsp;kg/mm²).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/03/03H080/t3.pdf &amp;#039;&amp;#039;Chemie und Morphologie des Knochens.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 186&amp;amp;nbsp;kB) Dissertation. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehört bereits zum Zahnhalteapparat, da an ihm die parodontalen Fasern ansetzen, die die Zähne in der Alveole beweglich verankern (Hellwig u. a., 1999b).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zahn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahnbefestigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ZELLFAZE MN01 MP15 001 Mark.png|mini|Pfeile markieren exemplarisch eine helle Linie, die Lamina dura.]]&lt;br /&gt;
Als [[Wurzelhaut]] (Syn.: Periodontium) wird das Bindegewebe des Zahnhalteapparates bezeichnet. Diese [[Sharpey-Faser]]n, zum Periost gehörende Kollagen-Faserbündel, die in der Knochengrundsubstanz befestigt sind, bilden die Verbindung zum Wurzelzement des Zahnes. An ihnen ist der Zahn federnd befestigt und überbrückt den wenige Zehntel Millimeter breiten Spalt (Periodontalspalt) zwischen dem Zahnzement der Zahnwurzel und der knöchernen Wand des [[Zahnfach]]s (Alveole), der [[Lamina dura]]. Am Zahnhals wird der Periodontalspalt durch den supraalveolären Faserapparat (frühere Bezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Ligamentum circulare&amp;#039;&amp;#039;) abgedichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahnentstehung und -wechsel ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Entwicklung der Zähne|Dentition}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zahnschmelz entsteht aus dem [[Ektoderm]], der Rest des Zahnes und der [[Zahnhalteapparat]] aus dem [[Mesoderm]]. In der 5.&amp;amp;nbsp;Entwicklungswoche kommt es (beim Menschen) zur [[Zellproliferation|Proliferation]] des Ektoderms, das in die Tiefe wächst und dort die Zahnleiste bildet. Ektodermale und Mesodermale Wechselwirkungen führen dazu, dass sich aus dem Ektoderm die Anlagen der epithelialen Schmelzorgane und in unmittelbarer Nachbarschaft aus dem [[Mesenchym]] die Anlage der Zahnpapille bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Benninghoff, D. Drenckhahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie – Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie.&amp;#039;&amp;#039; 17., durchgesehene Auflage. Band 1, Urban &amp;amp; Fischer, München/ Jena 2008, S. 607f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Anlage eines Zahns wird als [[Zahnknospe]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Theriodontia]] („Tierzähner“) sind [[Landwirbeltiere]] aus der Gruppe der [[Therapsiden]] („säugetierähnliche Reptilien“). Zu ihnen gehören drei höher entwickelte, vor allem [[Fleischfresser|carnivore]] Gruppen. Aus einer von ihnen, den [[Cynodontia]], gingen schließlich die [[Säugetiere]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den meisten [[Säugetiere]]n gibt es einen einmaligen Zahnwechsel (&amp;#039;&amp;#039;[[Diphyodontie]]&amp;#039;&amp;#039;). Zunächst werden [[Milchgebiss|Milchzähne]] angelegt (&amp;#039;&amp;#039;lacteale Dentition&amp;#039;&amp;#039;), die später durch die „zweiten“ oder bleibenden Zähne (&amp;#039;&amp;#039;permanente Dentition&amp;#039;&amp;#039;) ersetzt werden. Die [[Molar (Zahn)|Molaren]] (große [[Backenzahn|Backenzähne]]) haben keine Milchzahnvorgänger, sie entstehen nur im bleibenden Gebiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Fische]]n, [[Amphibien]] und [[Reptilien]] können die Zähne zeitlebens immer wieder durch neue ersetzt werden &amp;#039;&amp;#039;([[Polyphyodontie]])&amp;#039;&amp;#039;. Bekannt sind hierfür z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Zebrabärbling]]e und das „[[Revolvergebiss]]“ der [[Haie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschliches Gebiss ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray997.png|mini|Die bleibenden Zähne beim Menschen. Rechter Unterkieferast]]&lt;br /&gt;
Der Mensch verfügt normalerweise über insgesamt 32 bleibende Zähne (inklusive der [[Weisheitszahn|Weisheitszähne]]), jedoch können auch einzelne oder mehrere Zähne nicht angelegt sein: [[Hypodontie]]. Seltener liegt eine Überzahl von Zähnen vor: [[Hyperdontie]]. Das Milchgebiss umfasst 20 Milchzähne, jeweils 5 pro Quadrant. Alle Zähne im menschlichen Gebiss sind Zähne mit Zahnwurzel. Schneide- und Eckzähne bilden dabei die &amp;#039;&amp;#039;Frontzähne&amp;#039;&amp;#039;, Vormahl- und Mahlzähne die &amp;#039;&amp;#039;Seitenzähne&amp;#039;&amp;#039; (umgangssprachlich: &amp;#039;&amp;#039;Backenzähne&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahnbezeichnungen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zahnschema}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebitsdiagram.JPG|mini|Menschliches Gebiss (Computergrafik) – Sicht horizontal von außen + vertikal von innen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zähne des Menschen werden in der [[Zahnmedizin|Zahnheilkunde]] durch verschiedene Zahnschemata eindeutig bezeichnet. International durchgesetzt hat sich seit 1970 das [[Zahnschema#FDI-Zahnschema|FDI-Schema]] der [[Fédération Dentaire Internationale]]. Jeder Zahn erhält eine Bezeichnung, die aus zwei Ziffern besteht. Die erste Ziffer bezeichnet den Quadranten, in dem sich der Zahn befindet. Die zweite Ziffer ist die Durchnummerierung der Zähne von der Mitte aus nach hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahnmerkmale ==&lt;br /&gt;
Menschliche Zähne haben eindeutige &amp;#039;&amp;#039;Zahnmerkmale&amp;#039;&amp;#039;. Diese machen es möglich, nur anhand der Zahnform zu bestimmen, welche Position der Zahn im Gebiss eingenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anhand des [[Winkelmerkmal]]s, des [[Krümmungsmerkmal]]s sowie des [[Wurzelmerkmal]]s ist bestimmbar, ob der Zahn zur rechten oder linken Kieferhälfte gehört.&lt;br /&gt;
* Die [[Kronenflucht]] gibt Auskunft darüber, ob der Zahn zum Unter- oder zum Oberkiefer gehört.&lt;br /&gt;
* Daneben gibt es einmal das &amp;#039;&amp;#039;Zahnhalsmerkmal&amp;#039;&amp;#039;, das von vestibulär beurteilt wird. Hierbei ist der apikalste Punkt des labialen Zahnhalses nach distal verschoben. Dieses Merkmal tritt bei Frontzähnen, insbesondere bei den beiden mittleren Schneidezähnen auf. Ferner weisen die unteren Frontzähne distal im Wurzelbereich oftmals eine Eindellung, das &amp;#039;&amp;#039;Furchenmerkmal&amp;#039;&amp;#039; auf. Durch diese Konkavität lassen sich die unteren Schneidezähne der entsprechenden  Seite zuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. Strube, M. Stern: &amp;#039;&amp;#039;Curriculum Prothetik.&amp;#039;&amp;#039; Band I, Quintessenz Verlag, 2011, ISBN 978-3-86867-026-4, S. 32–33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine perfekte [[Okklusion (Zahnmedizin)|Okklusion]] definiert Andrews durch 6 „Schlüssel“:&amp;lt;ref&amp;gt;L. F. Andrews: &amp;#039;&amp;#039;The six keys to normal occlusion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Am J Orthod.&amp;#039;&amp;#039; 62, 1972, S. 296–309.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Molarenrelation: Der distobukkale Höcker des oberen ersten Molaren ([[Sechsjahrmolar]]) hat Kontakt mit dem mesiobukkalen Höcker des unteren zweiten Molaren und der mesiobukkale Höcker des oberen ersten Molaren okkludiert mit der Fossa zwischen dem [[mesial]]en (zur Mitte hin; „vorne“) und mittleren bukkalen Höcker des unteren ersten Molaren. Der mesiopalatinale Höcker des oberen ersten Molaren hat Kontakt mit der zentralen Fossa des unteren ersten Molaren.&lt;br /&gt;
* Kronenangulation (mesiodistale [[Okklusionsebene|Angulation]]): Die Zähne sind mit ihrer Wurzel nach [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen#Lage- und Richtungsbezeichnungen an den Zähnen|distal]] (nach hinten gelegen) geneigt.&lt;br /&gt;
* Kroneninklination (bukkolingualer Torque): Die Schneidezähne besitzen einen vestibulären Kronentorque, die oberen Eckzähne, Prämolaren und Molaren einen konstanten palatinalen Kronentorque und die unteren Eckzähne, Prämolaren und Molaren einen von anterior nach posterior ansteigenden lingualen Kronentorque.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Ärzteverlag, Durchbruchmodus im Wechselgebiss |url=http://www.aerzteverlag.de/buecher/buchimg/extra_104916.pdf |wayback=20140409115352}} (PDF; 215&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Fehlende Zahnrotationen.&lt;br /&gt;
* Enge Kontaktpunkte zwischen den Zähnen.&lt;br /&gt;
* Die Okklusionskurve aller Zähne ist flach beziehungsweise besitzt nur eine leichte [[Spee-Kurve]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieferorthopädische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Bei den Werten, die in erster, zweiter und dritter Ordnung in Straight-Wire-[[Brackets]] einprogrammiert sind, handelt es sich um statistische Durchschnittswerte. Andrews verwendete für deren Ermittlung folgende Bezugsgrößen:&amp;lt;ref&amp;gt;L. F. Andrews: &amp;#039;&amp;#039;The straight-wire appliance. Explained and compared.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Clin Orthod.&amp;#039;&amp;#039; 10, 1976, S. 174–195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Längsachse der klinischen Krone: Diese bezeichnet bei allen Zähnen, mit Ausnahme der Molaren, die an der Vestibulärfläche am weitesten vorstehende Leiste. Bei den Molaren bildet die mesiobukkale Furche die Kronenlängsachse.&lt;br /&gt;
* Den Längsachsenpunkt (long-axis-point, LA-Punkt)/Fazialachsenpunkt (FA-Punkt): Der LA-Punkt beziehungsweise FA-Punkt bezeichnet die Mitte der Kronenlängsachse zwischen Gingiva und Schneidekante beziehungsweise den Höckerspitzen.&lt;br /&gt;
Nach Andrews sollen der Mittelpunkt der Bracketbasis auf dem LA-Punkt und die Bracketflügel parallel zur Kronenlängsachse positioniert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen und wichtige Behandlungsformen ==&lt;br /&gt;
Die [[Zahnmedizin]] (&amp;#039;&amp;#039;Stomatologie&amp;#039;&amp;#039;) beschäftigt sich mit den Erkrankungen der Zähne (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahnerkrankungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und deren Therapie beim Menschen. Erkrankungen des Zahnhalteapparats sind Gegenstand der [[Parodontologie]]. Entzündungen, die von den Zähnen ausgehen bezeichnet man als [[Odontogene Infektion|odontogene Infektionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste und seit vorgeschichtlicher Zeit nachweisbare&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Jörg Orschiedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Zahnerkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Alfred Czarnetzki]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stumme Zeugen ihrer Leiden. Krankheiten und Behandlung vor der medizinischen Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Attempto Verlag, Tübingen 1996, ISBN 3-89308-258-1, S. 111–137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Krankheit der Zähne und des Menschen überhaupt ist die [[Zahnkaries]] (Zahnfäule). In Deutschland ist nur ca. ein Prozent der Erwachsenen kariesfrei, hat also naturgesunde Zähne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.dens-mv.de/dens0901/karies.htm | wayback=20090227093831 | text=35 Kariesfreie in einem Boot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bemühungen mittels [[Gruppenprophylaxe]] und [[Individualprophylaxe]] führen zu immer besserer Zahngesundheit, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, die mittels des [[Oralepidemiologie#DMFT-Index|DMFT-Index]] gemessen wird. Auch Erkrankungen des Zahnhalteapparats (siehe [[Zahnfleisch]], [[Parodontitis]]) sind häufig. Ein seltenes Krankheitsbild ist die Tuberkulose der Zähne, bei der es durch zumeist bronchogene Streuung zu Entwicklung von tuberkulösen Zahngranulomen kommen kann. Orale, meist übersehene Befunde finden sich bei 1,4 % der an Tuberkulose Erkrankten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ravikran Orgole: Textbook of Oral Medicine, Oral Diagnosis and Oral Radiology, Elsevier Health Sciences, 2014, S. 215&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahrtausenden gehören [[Füllungstherapie|Zahnfüllungen]] (vulgo „[[Amalgamfüllung|Plomben]]“), vereinzelte [[Zahnkrone]]n und Kiefer-[[Operation (Medizin)|Operationen]] zur Gesundheitspflege von Kulturvölkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch notwendig gewordene [[Extraktion (Zahnmedizin)|Extraktionen]] größere [[Zahnverlust#Klassifikationen von Zahnlücken|Zahnlücken]] entstehen, wird häufig eine [[Zahnersatz|Zahnprothese]] („dritte Zähne“) oder eine [[Brücke (Zahntechnik)|Brücke]] eingesetzt. Seit den 1990er-Jahren besteht auch die Möglichkeit, [[Zahnimplantat]]e einzusetzen, die der Befestigung von [[Zahnersatz]] dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wachsende Bedeutung hat auch die [[Prophylaxe (Zahnmedizin)#Mundhygienemaßnahmen|Mundhygiene]], die von [[Zahnarzt|Zahnärzten]] zur Gesunderhaltung des Gebisses angeboten wird. Durch regelmäßige [[Prophylaxe (Zahnmedizin)|Zahnpflege]] kann vielen Erkrankungen vorgebeugt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahnanomalien ==&lt;br /&gt;
Unter einer [[Anomalie (Medizin)|Zahnanomalie]] versteht man die Missbildung von Zähnen. Die häufigste Form ist der &amp;#039;&amp;#039;Dens invaginatus&amp;#039;&amp;#039;, der auch als &amp;#039;&amp;#039;Dens in dente&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. Es handelt sich um eine [[Ontogenese|entwicklungsbedingte]] Störung, die aus einer Einstülpung des Schmelzepithels resultiert, welche vor Beginn der Mineralisation des Zahnes erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. K. Kannan, T. P. N. Bharadwaj: &amp;#039;&amp;#039;Dens in dente (Dens invaginatus). Report of two unilateral and one bilateral case.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Indian J Dent Res.&amp;#039;&amp;#039; 14, 2003, S. 125–129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgehend vom [[Foramen caecum dentis|Foramen caecum]] oder der Höckerspitze wird das Schmelzepithel unterschiedlich tief eingestülpt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Hülsmann: &amp;#039;&amp;#039;Dens invaginatus: aetiology, classification, prevalence, diagnosis and treatment considerations.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Int Endodont J.&amp;#039;&amp;#039; 30, 1997, S. 79–90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Invagination kommt sowohl im Milchgebiss, als auch im bleibenden Gebiss vor. Am häufigsten ist der laterale obere Schneidezahn (Zahn 12 oder Zahn 22) betroffen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dens invaginatus - Typen nach Oehlers 1957 - Annotation.png|mini|Einteilung des &amp;#039;&amp;#039;Dens invaginatus&amp;#039;&amp;#039; nach Oehlers]]&lt;br /&gt;
Die Anomalie des &amp;#039;&amp;#039;Dens invaginatus&amp;#039;&amp;#039; wird überwiegend nach der Klassifikation von Oehlers vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;F. A. C. Oehlers: &amp;#039;&amp;#039;Dens invaginatus (dilated composite odontome), I: variation of the invagination process and associated anterior crown forms and pathogenesis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oral Surg Oral Med Oral Pathol.&amp;#039;&amp;#039; 10, 1957, S. 1204–1218, PMID 13477660, {{DOI|10.1016/0030-4220(57)90077-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Typ I: Die Schmelzeinstülpung endet als blinder Sack in der Zahnkrone.&lt;br /&gt;
* Typ II: Die Invagination reicht bis in die Zahnwurzel und kann gelegentlich mit der Pulpa kommunizieren.&lt;br /&gt;
* Typ III: Die Invagination endet als zweites Foramen apikale (Eintrittsöffnung der [[Zahnpulpa|Pulpa]] am Ende der [[Zahnwurzel]]) im Periapikalgewebe oder lateral davon im Parodontalligament.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Hintze: [http://www.kinderzahnheilkunde-online.de/pdf/Fall%20Hintze.pdf &amp;#039;&amp;#039;Endodontische Behandlung eines Dens invaginatus vom Typ II.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr selten kann es zur [[Taurodontie]] kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folgen ===&lt;br /&gt;
Im Vordergrund stehen [[Ästhetik|ästhetische]] Beeinträchtigungen, insbesondere beim Vorkommen eines Dens invaginatus im Frontzahnbereich. Funktionell kann ein solcher Zahn durch die [[Prädilektionsstelle]] an der Einstülpung für kariöse Läsionen anfälliger sein. Auf Grund der größeren Ausdehnung des Zahnes kann es zu [[Dentitionsstörungen|Durchbruchsstörungen]] kommen. [[Systemische Erkrankung|Systemisch]] hat diese Anomalie keine weiteren Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstliche Zähne ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zahnfarbe Farbring 2011 PD 01.JPG|mini|Farbskala zur Auswahl einer normierten Zahnfarbe für künstliche Zähne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Altertum versuchte man Zahnlosigkeit beim Menschen durch Prothesenzähne aus Knochen, Elfenbein, Holz, Kieselsteinen, tierischen oder menschlichen Zähnen zu therapieren.&amp;lt;ref&amp;gt;R. L. Engelmeier: &amp;#039;&amp;#039;The history and development of posterior denture teeth – introduction, part I.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Prosthodont.&amp;#039;&amp;#039; 12, 2003, S. 219–226.&amp;lt;/ref&amp;gt; Keramikzähne wurden zur Jahrhundertwende des 18./19. Jahrhunderts entwickelt und hielten sich als Zahnersatz bis 1933, als durch [[Otto Röhm (Unternehmer, 1876)|Otto Röhm]] das [[Plexiglas]] (PMMA) erfunden wurde. Seitdem wurden die Kunststoffzähne weiter entwickelt und bestehen aus PMMA oder [[Komposit (Zahnmedizin)|Komposite]]. Die industriell verarbeiteten Kunststoffe versuchen bei der Herstellung der Zähne zahlreichen Kriterien gerecht zu werden. Dazu gehören:&lt;br /&gt;
* Form&lt;br /&gt;
* Größe&lt;br /&gt;
* Farbe&lt;br /&gt;
* Charakterisierung der Farbe&lt;br /&gt;
* [[Transluzenz]]&lt;br /&gt;
* [[Abrasio dentium|Abrasionsfestigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Bruchfestigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Okklusion (Zahnmedizin)|Okklusionsfläche]]&lt;br /&gt;
* Befestigung im [[Zahnersatz|Prothesenkunststoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weitesten Sinne gehören zu den künstlichen Zähnen auch künstliche [[Zahnkrone]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Implantat]]e sind künstliche Zahnwurzeln, auf denen künstliche Zahnkronen oder Prothesenzähne befestigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Zahnmedizin}}&lt;br /&gt;
* [[Lumineffekt]]&lt;br /&gt;
* [[Otodentales Syndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Ontogenetische Entwicklung der Zähne]]&lt;br /&gt;
* [[Zahnformel]]&lt;br /&gt;
* [[Zahnschema]]&lt;br /&gt;
* [[Zahnaufhellung]]&lt;br /&gt;
* [[Zahnblei]]&lt;br /&gt;
* [[Zahnspange]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Placido Micheloni: &amp;#039;&amp;#039;Il mondo dei denti e la sua storia.&amp;#039;&amp;#039; I–II, Rom 1976/77.&lt;br /&gt;
* [[Franz-Viktor Salomon]]: &amp;#039;&amp;#039;Zähne.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz-Viktor Salomon u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; Enke-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-1007-7, S. 251–264.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.prodente.de/pressezentrum/mediathek/pressefotos/bildarchiv/detail/damdetails/zahn_aufbau_illustration__1425.html Detaillierte Grafik des menschlichen Zahnes]&lt;br /&gt;
* [http://geomuseum.tu-clausthal.de/palaeontologie.php?section=32320&amp;amp;level=10&amp;amp;name=Fische&amp;amp;details=on Die Rolle der Zähne in der Paläontologie] von Elke Gröning, Alfred K. Schuster. GeoMuseum der [[Technische Universität Clausthal|Technischen Universität Clausthal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Teeth|Zähne}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4190486-2}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kindergesundheit-info.de/index.php?id=8118 Gesunde Zähne] – kindergesundheit-info.de: unabhängiges Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4190486-2|LCCN=sh85133203|NDL=00562741}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahn| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Erbsenesche</name></author>
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