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	<title>Yggdrasil - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Yggdrasil&amp;diff=8335&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-63412-6: Korrektur ist Anpassung auf den norwegischen Text.</title>
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		<updated>2025-09-16T18:41:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur ist Anpassung auf den norwegischen Text.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:AM 738 4to Yggdrasill.png|mini|Darstellung der Weltenesche Yggdrasil mit den verschiedenen Tieren, die in und bei ihr leben, in einer isländischen Handschrift des 17. Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Yggdrasil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Altnordische Sprache|altnordisch]] &amp;#039;&amp;#039;Yggdrasill&amp;#039;&amp;#039;, auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltenesche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist in der [[Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]] der Name einer [[Gemeine Esche|Esche]], die als [[Baum des Lebens|Weltenbaum]] den gesamten Kosmos verkörpert. Andere Namen dieses Baums waren wohl [[Mimameid]] oder [[Lärad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yggdrasil in der Edda ==&lt;br /&gt;
Nachdem in der [[Edda]] die [[Asen (Mythologie)|Götter]] den Ur-[[Riese]]n [[Ymir]] getötet haben, erschaffen sie, dem Mythos nach, aus seinem Leichnam alle existierenden Dinge. Die Weltenesche Yggdrasil ist der erste Baum, der wächst. Er ist der größte und prächtigste Baum der Welt. Seine Äste breiten sich über alle neun Welten aus und erstrecken sich über den Himmel.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Edda.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung von Simrock 1876, [[Edda#Lieder-Edda|Lieder-Edda]]/Völuspâ, Strophe 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.wikisource.org/wiki/Seite:Die_Edda_(1876).djvu/266 |titel=Seite:Die Edda (1876).djvu/266 – Wikisource |sprache=de |abruf=2021-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein [[Adler am nordischen Weltenbaum|Adler ohne Namen]] sitzt im Geäst, zwischen seinen Augen ist ein Habicht, der [[Vedrfölnir]] genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Snorri Sturluson: &amp;#039;&amp;#039;Prosa-Edda: Gylfaginning.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 16, Übersetzung von Arnulf Krause: &amp;#039;&amp;#039;Die Edda des Snorri Sturluson.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., Stuttgart 1997, ISBN 978-3-15-000782-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yggdrasil hat drei große Wurzeln, von denen eine nach [[Jötunheim]], dem Land der [[Riese]]n, wächst, wo sich auch [[Mimir]]s Brunnen befindet. Die andere Wurzel führt nach [[Niflheim]] zur Quelle [[Hvergelmir]], wo der Drache [[Nidhöggr]] an ihr nagt. Die dritte Wurzel findet sich in der Nähe von [[Asgard (Mythologie)|Asgard]]. Das Eichhörnchen [[Ratatöskr]] klettert immer zwischen der Baumkrone und Wurzeln hin und her und überbringt dabei Neuigkeiten und Klatsch vom Adler bis zum Drachen. Vier [[Hirsche]] namens [[Dain, Dwalin, Duneyr und Durathror|Dain, Dwalin, Dunneir und Durathror]] fressen die Triebe der Weltenesche ab. Die zwei Schlangen [[Goin und Moin]], die von Grafwitnir (Grabeswolf) abstammen, nagen an den Wurzeln von Yggdrasil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Zweigen des Baums halten die Götter Gericht. Am Fuße Yggdrasils liegt auch der [[Urdbrunnen]], an dem die drei [[Nornen]] [[Urd]] (das Gewordene), [[Verdandi]] (das Werdende) und [[Skuld]] (was da kommen soll) ihren Sitz haben, die das Schicksal der Menschen bestimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Edda.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung von Simrock 1876, [[Edda#Lieder-Edda|Lieder-Edda]]/Völuspâ, Strophe 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn Yggdrasil zu beben (oder zu welken) beginnt, naht das Weltenende [[Ragnarök]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Edda.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung von Simrock 1876, [[Edda#Lieder-Edda|Lieder-Edda]]/Völuspâ, Strophe 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Aufbau der drei Ebenen Yggdrasils ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Yggdrasil.jpg|mini|hochkant=1.0|Yggdrasil]]&lt;br /&gt;
In den eddischen Literaturen werden bestimmte mythische Orte einer der Welten zugeordnet. An keiner Stelle wird jedoch aufgezählt, wie die neun Welten, die Yggdrasil verkörpert, heißen. Insgesamt werden mehr Weltennamen als neun genannt. Die unten stehende Aufteilung in drei Ebenen und die Benennung der neun Welten ist deswegen eine rein neuzeitliche Rezeption, die in der Forschung so nicht mehr vertreten wird, aber außerhalb davon noch viel Anklang findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Oberwelt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Asgard (Mythologie)|Asgard]] (Asenheim): Heimat des Göttergeschlechts der [[Asen (Mythologie)|Ase]]n.&lt;br /&gt;
** [[Hlidskialf]]: Hochsitz des Allvaters [[Odin]]&lt;br /&gt;
** [[Folkwang]] (Feld des Volks) und [[Walhall]] (Halle der Gefallenen): Ort der im Kampf gestorbenen Helden.&lt;br /&gt;
** [[Vingólf]] (in etwa das freundliche Haus): Sitz der Asengöttinnen.&lt;br /&gt;
** [[Bifröst (Mythologie)|Bifröst]]: die Asgard und Midgard verbindende Regenbogenbrücke.&lt;br /&gt;
* [[Vanaheimr|Wanenheim]] (Wanenwelt): Heimat des Göttergeschlechts der [[Wanen]].&lt;br /&gt;
* [[Álfheimr|Albenheim]] (Lichtalbenwelt): Heimat der Alben (Lichtalben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. Erde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Midgard]] (Mittelheim): Heimat der Menschen.&lt;br /&gt;
* [[Jötunheim]] (Riesenwelt): Heimat der [[Riese]]n.&lt;br /&gt;
* [[Utgard]] (Außenwelt): Raum außerhalb.&lt;br /&gt;
* [[Muspellsheim]]: Heimat der [[Feuerriese]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3. Unterwelt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Svartálfaheimr|Schwarzalbenheim]] (Schwarzalbenwelt): Heimat der [[Zwerg (Mythologie)|Zwerge]] (Schwarzalben).&lt;br /&gt;
* [[Niflheim]] (Dunkelwelt): Reich des Eises, des Nebels und der Finsternis (Polarnacht).&lt;br /&gt;
** [[Hvergelmir]] (der brausende Kessel): Ursprung aller Flüsse.&lt;br /&gt;
* [[Helheim]] (etwa das Verborgene): Totenreich.&lt;br /&gt;
** Unterwelt der Asen zum Fluss [[Äsir]].&lt;br /&gt;
** Hrimthusen (einstmals [[Ginnungagap]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Norns (1832) from Die Helden und Götter des Nordens, oder Das Buch der sagen.jpg|mini|Drei [[Nornen]] unter Yggdrasil begießen die Wurzeln des Baums mit Wasser aus dem Urdbrunnen. Oben auf dem Baum sitzt der namenlose Adler und am Stamm entlang läuft das Eichhörnchen Ratatöskr (aus „Die Helden und Sagen des Nordens oder Das Buch der Sagen“ von [[Amalie Schoppe]], 1832).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yggdrasil, die Weltenesche, ist die Verkörperung der Schöpfung als Gesamtes: räumlich, zeitlich und inhaltlich. Er ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Baum des Lebens|Weltenbaum]]&amp;#039;&amp;#039;, weil er im Zentrum der Welt steht und alle Welten miteinander verbindet. Als [[Weltachse]] (&amp;#039;&amp;#039;axis mundi&amp;#039;&amp;#039;) verbindet er die drei Ebenen Himmel, Mittelwelt und Unterwelt. Als &amp;#039;&amp;#039;Himmelsstütze&amp;#039;&amp;#039; stützt er das Himmelsgewölbe.&amp;lt;ref&amp;gt;John Arnott MacCulloch: &amp;#039;&amp;#039;Eddic.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Mythology Of All Races.&amp;#039;&amp;#039; New York 1964, Bd. 2, S. 334&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Edda nennt ihn auch den &amp;#039;&amp;#039;Maßbaum&amp;#039;&amp;#039;. Die Welt reicht nur so weit, wie seine Zweige und Wurzeln reichen, und die Schöpfung besteht nur so lange, wie er besteht: ein Sinnbild der &amp;#039;&amp;#039;Raumzeit&amp;#039;&amp;#039;. Yggdrasil ist auch ein &amp;#039;&amp;#039;Sinnbild des Lebens&amp;#039;&amp;#039; an sich und von Vergehen und Werden, der &amp;#039;&amp;#039;Wiedererneuerung des Lebens&amp;#039;&amp;#039;. Die Tiere am Baum nehmen von seiner Lebenskraft, die drei Nornen besprengen ihn mit dem heiligen Wasser des Urdbrunnens und schenken ihm immer wieder neue Lebenskraft. Da Yggdrasils Leben sich immer wieder erneuert oder weil Yggdrasil immergrün ist, ist die Weltenesche auch ein Sinnbild der &amp;#039;&amp;#039;Unsterblichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Durch Odins Selbstopfer wird Yggdrasil zum &amp;#039;&amp;#039;Opferbaum&amp;#039;&amp;#039;. Da Odin sich selbst am Baum aufhängt, um das geheime Wissen bei den Wurzeln Yggdrasils zu erlangen, kann man in Yggdrasil auch einen &amp;#039;&amp;#039;Wissensbaum&amp;#039;&amp;#039; sehen, über den man zum geheimen Wissen gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;Mariko Namba Walter und Eva Jane Neumann Fridman: &amp;#039;&amp;#039;Shamanism – 2 Bd.e.&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 1-57607-645-8, Bd. 1, S. 263&amp;amp;nbsp;f. (Weltenbaum in schamanischen Kulturen) – Jens Peter Schjødt: &amp;#039;&amp;#039;Weltenbaum.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 23.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 2006, S. 451–453.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kult ==&lt;br /&gt;
Über die Rolle der Weltenesche Yggdrasil im [[Kult]] ist nichts bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schj453&amp;quot;&amp;gt;Jens Peter Schjødt: &amp;#039;&amp;#039;Weltenbaum.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 23.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 2006, S. 453.&amp;lt;/ref&amp;gt; Angesichts der zahlreichen germanischen [[Baumkult]]e ist es wahrscheinlich, dass bei den [[Germanen]] bestimmte physische Bäume den mythischen Weltenbaum darstellten. Sie müssen aber nicht zwingend eine Esche gewesen sein. Die [[Donareiche]], die [[Irminsul]] oder der heilige Baum im schwedischen [[Uppsala]], von dem [[Adam von Bremen]] im 11. Jahrhundert berichtet, könnten kultische Entsprechungen von Yggdrasil gewesen sein. Sie sind zusammenhängend mit Yggdrasil zu betrachten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schr15&amp;quot;&amp;gt;Franz Rolf Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Ingunar-Freyr.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1941, S. 1–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den baltischen [[Prußen]] ist eine solche Kultstätte in [[Romowe]] überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;John Arnott MacCulloch: &amp;#039;&amp;#039;Eddic.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Mythology Of All Races&amp;#039;&amp;#039; New York 1964, Bd. 2, S. 333.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Edda ist Yggdrasil der Thingplatz der Götter. Hier versammeln sie sich, beraten sich und halten Gericht. Da die Verhältnisse in der Götterwelt oft die irdischen Verhältnisse spiegeln, kann man annehmen, dass das germanische [[Thing]] an oder in der Nähe einer Verkörperung des Weltenbaums stattfand. Vermutlich wurde es von Ritualen begleitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schj453&amp;quot; /&amp;gt; In germanischer Zeit waren das Religiöse und das Rechtliche noch nicht voneinander getrennt. Die [[Gerichtsbaum|Gerichtsbäume]] des [[Mittelalter]]s (in Deutschland Eichen und [[Gerichtslinde|Linden]]) könnten ein Nachhall der alten Zeit sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom heiligen Baum in Uppsala werden Tier- und Menschenopfer berichtet. Die Irminsul wird als Himmelsstütze und Weltachse gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name Yggdrasil, [[Altnordische Sprache|altnordisch]] &amp;#039;&amp;#039;Yggdrasill&amp;#039;&amp;#039;, setzt sich wohl zusammen aus altnordisch &amp;#039;&amp;#039;yggr&amp;#039;&amp;#039; „Furcht“, „Schrecken“, „Schrecklicher“ (siehe [[Liste der Beinamen Odins]])‘ und altnordisch &amp;#039;&amp;#039;drasill&amp;#039;&amp;#039; „Pferd“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche Gerhard Köbler: &amp;#039;&amp;#039;Altnordisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, 2003. {{Webarchiv|url=http://homepage.uibk.ac.at/~c30310/anwbhinw.html |wayback=20090412115133 |text=Online |archiv-bot=2019-05-24 18:46:51 InternetArchiveBot }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Interpreten vermuten, dass Yggdrasil „Pferd des Schrecklichen“ heißt, und dass damit die Weltesche selbst als Odins Pferd bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 495.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Hávamál]] hing ein Wesen, das man meist als Odin identifiziert, neun Nächte in einem Selbstopfer an einem Baum, der oft mit dem Weltenbaum gleichgesetzt wird.  Noch in späterer Zeit sagten die Deutschen, Engländer und die nordgermanischen Völker zum Galgenbaum &amp;#039;&amp;#039;Ross&amp;#039;&amp;#039; und zum Gehängten &amp;#039;&amp;#039;Reiter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Golther: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der germanischen Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1875, neu aufgelegt, Marix, 2004, S. 632.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der isländische Gelehrte Eirikr Magnússon meinte jedoch, Yggdrasil sei das Reittier Odins und nicht der Baum selbst gewesen. Der eigentliche Weltenbaum habe &amp;#039;&amp;#039;askr Yggdrasil&amp;#039;&amp;#039; geheißen,&amp;lt;ref&amp;gt;Eirikr Magnússon: &amp;#039;&amp;#039;Odins Horse Yggdrasil.&amp;#039;&amp;#039; London, 1895. So auch John Arnott MacCulloch: &amp;#039;&amp;#039;Eddic.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Mythology Of All Races&amp;#039;&amp;#039; New York 1964, Bd. 2, S.  333&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; also der Baum, an den Odin sein Pferd bindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 495.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Ansicht führt altnordisch &amp;#039;&amp;#039;yggr&amp;#039;&amp;#039; auf seine eigentliche Bedeutung ‚Schrecken‘ zurück und übersetzt den Baumnamen mit „Schreckensbaum“, „Galgen“&amp;lt;ref&amp;gt;Vertreten durch F. Detter gemäß Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 495.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit würde wiederum Odins Selbstopfer am Galgen des Weltenbaums zum Ausdruck gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich weiter zurückreichende Deutungen beruhen auf Vergleichen zu anderen [[Indogermanische Religion|religiös-kultischen indogermanischen Vorstellungen]]. Danach bedeutet Yggdrasil „Eibensäule“. Altnordisch &amp;#039;&amp;#039;yggia&amp;#039;&amp;#039; wäre demnach von [[Urgermanische Sprache|germanisch]] &amp;#039;&amp;#039;*igwja&amp;#039;&amp;#039; „Eibe“ und altnordisch &amp;#039;&amp;#039;drasill&amp;#039;&amp;#039; von [[Indogermanische Ursprache|indogermanisch]] &amp;#039;&amp;#039;*dher-&amp;#039;&amp;#039; „stützen“ abzuleiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schr15&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Wurzeln ==&lt;br /&gt;
Die geschichtlichen Wurzeln des nordischen Weltenbaums reichen mindestens zurück bis in indogermanische Zeit, da der Weltenbaum zum mythologischen Fundus vieler indogermanischer Völker gehört:&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Peter Schjødt: &amp;#039;&amp;#039;Weltenbaum.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 23.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 2006, S. 451–453 – Åke Viktor Ström, [[Haralds Biezais]]: &amp;#039;&amp;#039;Germanische und baltische Religion.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1975, ISBN 978-3-17-001157-1, S. 243. – John Arnott MacCulloch: &amp;#039;&amp;#039;Eddic.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Mythology Of All Races&amp;#039;&amp;#039; New York 1964, Bd. 2, S.  336.&amp;lt;/ref&amp;gt; Balten (die Eiche [[Austras koks]]), Inder (der Feigenbaum [[Pappel-Feige|Asvattha]]), Perser ([[Simorgh-Baum]]) und Slawen – gegebenenfalls auch der [[Hesperiden|Baum der Hesperiden]] der Griechen. In diesen Mythologien findet sich oft ein Greifvogel an der Spitze und/oder eine Schlange an den Wurzeln des Baums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage wird kaum noch die Meinung vertreten, dass Yggdrasil eine spätheidnische Entlehnung des mittelalterlichen, christlichen [[Baum des Lebens (Bibel)#Ikonographie|Kreuzbaums]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;So aber Wolfgang Golther: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der germanischen Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1875, neu aufgelegt Marix, 2004, S. 420&amp;amp;nbsp;f., 633&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eher glaubt man, dass die Vorstellung des christlichen Kreuzbaums durch heidnische Vorstellungen beeinflusst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Peter Schjødt: &amp;#039;&amp;#039;Weltenbaum.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 23.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin – New York 2006, S. 451–453.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezüge zum Schamanismus Sibiriens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Odin&amp;#039;s Self-sacrifice by Collingwood.jpg|mini|Odins Selbstopfer im Weltenbaum Yggdrasil. Buchillustration von [[W. G. Collingwood]], 1908 aus der älteren oder poetischen [[Edda]]&amp;lt;ref&amp;gt;Die ältere oder poetische Edda.|https://www.archive.org/stream/elderorpoeticedd01brayuoft#page/n5/mode/2up&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
In den schamanischen Kulturen des eurasischen Nordens finden sich ähnliche Vorstellungen des Weltenbaums, wie sie von Yggdrasil berichtet werden. Das Selbstopfer Odins an Yggdrasil, sein enger Bezug zur [[Schamanismus#Die rituelle Ekstase|Ekstase]] und sein achtbeiniges Pferd [[Sleipnir]] sind Merkmale, die dem [[Sibirischer Schamanismus|klassisch sibirischen Schamanismus]] sehr nahestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 7.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 1989, ISBN 978-3-11-011445-4, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann deswegen der Ansicht sein, dass der nordische Weltenbaum aus einer Zeit stammt, in der er von [[Schamane|Schamanen]] in ihrer praktischen Arbeit genutzt wurde. Kennzeichnend für Weltenbäume des sibirischen Schamanismus ist – bzw. war – die Vorstellung, dass er die Welt in ihrer Gesamtheit darstellt. Somit war er zugleich auch der erste aller Bäume. Er stand im Zentrum der Schöpfung und verband die drei Ebenen Himmel, Erde und Unterwelt (und alle sonstigen Welten, die es gibt) miteinander. Meist war er mit einer Muttergottheit und dem Martyrium verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walter263&amp;quot;&amp;gt;Mariko Namba Walter und Eva Jane Neumann Fridman: &amp;#039;&amp;#039;Shamanism – 2 Bd.e.&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 1-57607-645-8, Bd. 1, S. 263.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sieht man in der Norne [[Urd]] eine alte Muttergottheit, so vereinigt Yggdrasil all diese grundlegenden Merkmale in sich. Unterschiedlich war im Übrigen in den verschiedenen eurasischen Kulturen die Baumart des Weltenbaums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schamanen nutzten den Weltenbaum in ihrer Vorstellung für ihre Arbeit zum „Reisen“ in die jenseitige Geisterwelt, damit sie dort Angelegenheiten der Menschen erledigen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walter263&amp;quot; /&amp;gt; An einer Entsprechung des Weltenbaums wurden Schamanen zum Teil auch [[Initiation|initiiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mariko Namba Walter und Eva Jane Neumann Fridman: &amp;#039;&amp;#039;Shamanism – 2 Bd.e.&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 1-57607-645-8, Bd. 1, S. 264.&amp;lt;/ref&amp;gt; Odins Selbstopfer (Martyrium) an Yggdrasil, um an das geheime Wissen (der Runen) in der Tiefe zu gelangen, kann durchaus als schamanischer Initiationsritus aufgefasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacques Brosse: &amp;#039;&amp;#039;Mythologie der Bäume.&amp;#039;&amp;#039; 1990, 4. Auflage. 2003, ISBN 3-491-69039-0, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der Eibe Yggdrasil ==&lt;br /&gt;
In der Forschung findet man häufig die Auffassung, dass der westnordische Weltenbaum in früherer Zeit ursprünglich keine Esche, sondern eine [[Eiben|Eibe]] (&amp;#039;&amp;#039;Taxus sp.&amp;#039;&amp;#039;) war.&amp;lt;ref&amp;gt;Die These wurde erstmals 1911 von [[Leopold Fredrik Läffler]] vertreten. Sie wird von namhaften Wissenschaftlern befürwortet, zum Beispiel von [[Franz Rolf Schröder]] oder von [[Jan de Vries (Philologe)|Jan de Vries]], der annahm, dass die Eibe entweder der ursprüngliche germanische oder zumindest der ostnordische Weltenbaum war. Leopold Fredrik Läffler: &amp;#039;&amp;#039;Det evigt grönskande trädet vid Uppsala hednatämpel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festskrift til H. F. Feilberg, Svenska landsmålen H. 114.&amp;#039;&amp;#039; Stockholm usw. 1911, S. 617–696. – Derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Det evigt grönskande trädet i den fornnordiska mytologien och det fno. ordet barr, fisl. barr. Några ord till försvar. &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arkiv for nordisk Filologi 30.&amp;#039;&amp;#039; Lund 1914, S. 112–123. – Jan de Vries: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte, Band 2: Religion der Nordgermanen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter &amp;amp; Co., Berlin/ Leipzig 1937, §&amp;amp;nbsp;327. Kritisch zum Beispiel: Wilhelm Heizmann: &amp;#039;&amp;#039;Esche – Mythologisches. &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 7.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 1989, S. 563 mit weiteren Nachweisen. Ablehnend zum Beispiel: Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 496.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Meinung stützt sich vor allem auf die Schilderung Adams von Bremen aus dem 11. Jahrhundert über den heiligen Baum, der im Tempelbezirk von [[Uppsala]] in Schweden stand:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nahe bei diesem Tempel steht ein sehr großer Baum, der seine Zweige weithin ausbreitet und im Winter wie im Sommer immer grün ist. Welcher Art derselbe ist, weiß niemand. Dort ist auch eine Quelle […]|Adam von Bremen|Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum, IV 26, Scholion 134 (138)&amp;lt;ref&amp;gt;Entstanden um 1075, in der Übersetzung von J.C.M. Laurent, &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 1893. [[s:Adam von Bremen|Online auf Wikisource]]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fast deckungsgleiche Beschreibung des mythischen Weltenbaums in der Lieder-Edda legt nahe, dass der heilige Baum zu Uppsala den mythischen Weltenbaum verkörperte. So heißt es über Yggdrasil in der Lieder-Edda:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Eine Esche weiß ich stehen,&amp;lt;br /&amp;gt;sie heißt Yggdrasil, ein hoher Baum […]&amp;lt;br /&amp;gt;Immergrün steht sie über dem Brunnen der Urd.||[[Völuspá]], Vers 19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Baum Mimameid, den man mit Yggdrasil gleichsetzt, wird gesagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Niemand weiß, aus welchen Wurzeln er wächst.||[[Fjölsvinnsmál]], Vers 20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Merkmale beider Beschreibungen stimmen überein bis auf eins. Die in Europa heimische Gemeine Esche (&amp;#039;&amp;#039;Fraxinus excelsior&amp;#039;&amp;#039;) ist nicht immergrün, wenngleich es in der [[Eschen (Pflanzengattung)|Eschen-Gattung]] durchaus auch immergrüne Arten gibt. Die einzige heimische immergrüne Baumart, die in diesem Landstrich Schwedens noch wachsen konnte, war die Eibe – ein äußerst langlebiger Nadelbaum. Dass der mythische Weltenbaum als Nadelbaum gedacht war, dafür spricht unter anderem auch die zweimalige Verwendung des Wörtchens &amp;#039;&amp;#039;barr&amp;#039;&amp;#039; in der Edda:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Vier Hirsche dringen ins Geäst [Yggdrasils] und beißen die Blätter [&amp;#039;&amp;#039;barr&amp;#039;&amp;#039;] ab.|[[Snorri Sturluson]]|[[Snorra-Edda]], [[Gylfaginning]] 17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wie heißt der Baum [&amp;#039;&amp;#039;barr&amp;#039;&amp;#039;], der die Zweige breitet über alle Länder?.||Fjölsvinnsmál, Vers  19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das liegt daran, dass man altnordisch &amp;#039;&amp;#039;barr&amp;#039;&amp;#039; zwar mit &amp;#039;&amp;#039;Baum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Blatt&amp;#039;&amp;#039; übersetzen kann, aber genauso gut auch mit &amp;#039;&amp;#039;Nadelbaum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Nadel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Köbler: &amp;#039;&amp;#039;Altnordisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, 2003. {{Webarchiv |url=http://homepage.uibk.ac.at/~c30310/anwbhinw.html |wayback=20090412115133 |text=Online |archiv-bot=2019-05-24 18:46:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwandlung von Eibe zu Esche erklärt man sich zum Beispiel dadurch, dass beide Bäume auf [[Island]], wo die Eddatexte abgefasst wurden, nicht wuchsen und die Baumarten in Unkenntnis verwechselt wurden. Die Nordgrenze des Verbreitungsgebiets beider Bäume in Europa ist Südskandinavien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt aber auch Argumente, die gegen eine &amp;#039;&amp;#039;Eibe&amp;#039;&amp;#039; Yggdrasil sprechen. Die Schilderung des heiligen Baums in Uppsala, die Adam von Bremen aus zweiter oder dritter Hand hatte, kann mythologisch beeinflusst gewesen sein. Darauf deutet die fast deckungsgleiche Beschreibung zwischen Kultbaum und mythischem Baum hin, insbesondere die Bemerkung Adams von Bremen, dass niemand wisse, welcher Art der Baum sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Heizmann: &amp;#039;&amp;#039;Esche – Mythologisches. &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 7.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 1989, S. 563 mit weiteren Nachweisen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn der heilige Baum in Uppsala ein Nadelbaum gewesen wäre, so wäre damit noch nicht gesagt, dass man sich auch Yggdrasil als Nadelbaum vorstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 496.&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn schließlich kann jede Baumart den mythischen Weltenbaum vertreten. Genauso gut kann Yggdrasil jeden irdischen Baum repräsentieren, sofern man Yggdrasil als frühzeitlichen Schöpfungsmythos versteht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche {{Literatur |Autor=Trisha Lepp |Hrsg=Mariko Namba, Walter and Eva Jane Neumann Friedman |Titel=Trees |Sammelwerk=Shamanism – an encyclopedia of world beliefs, practices, and culture |WerkErg=2 Bände |Band=1 |Verlag=ABC Clio |Ort=Santa Barbara – Denver – Oxford |Datum=2004 |Seiten=263 |ISBN=978-1-57607-645-3 |Kommentar=In schamanistischen Kulturen ist der Weltenbaum das Zentrum der Schöpfung.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wandteppiche von Överhogdal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Beck (Germanist)|Wolfgang Beck]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Weltenbaum.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Müller und Werner Wunderlich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mittelalter-Mythen 5 – Burgen, Länder, Orte.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 2008, ISBN 978-3-89669-636-6, S. 965–979.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Peter Hasenfratz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die religiöse Welt der Germanen. Ritual, Magie, Kult, Mythus&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg im Breisgau 1992, ISBN 3-451-04145-6, S. 120&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Heizmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Eibe – Mythologisches.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heinrich Beck (Philologe)|Heinrich Beck]], [[Dieter Geuenich]], [[Heiko Steuer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]] – Bd. 6.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 1986, S. 526–529.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Heizmann: &amp;#039;&amp;#039;Esche – Mythologisches.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 7.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 1989, ISBN 978-3-11-011445-4, S. 562–564.&lt;br /&gt;
* John Arnott MacCulloch: &amp;#039;&amp;#039;Eddic.&amp;#039;&amp;#039; In: Canon John Arnott MacCulloch (Hrsg.). &amp;#039;&amp;#039;The Mythology Of All Races, 13 Bd.e.&amp;#039;&amp;#039; New York 1964, Bd. 2.&lt;br /&gt;
* [[Jens Peter Schjødt]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltenbaum.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Bd. 23.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 2006, S. 451–453.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.&lt;br /&gt;
* [[Franz Rolf Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Ingunar-Freyr.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1941, S. 1–15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Yggdrasil|Sammlung von Bildern}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Yggdrasil}}&lt;br /&gt;
* [https://www.vice.com/de/article/z4wb4j/der-weltenbaum-der-nordischen-sprachen-von-minna-sundberg Der Weltenbaum der nordischen Sprachen], abgerufen am 6. März 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1045404756|LCCN=sh2013001180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologischer Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Sagengestalt]]&lt;/div&gt;</summary>
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