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	<title>Wolga - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Wolga&amp;diff=9637&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Masegand: verlinkung war ok - Die letzte Textänderung von ~2025-59560-5 wurde verworfen und die Version 259478569 von RaveDog wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2025-09-12T16:52:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;verlinkung war ok - Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-59560-5&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-59560-5&quot;&gt;~2025-59560-5&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Permanenter_Link/259478569&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/259478569&quot;&gt;259478569&lt;/a&gt; von RaveDog wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Fluss&lt;br /&gt;
| LAGE = westliches [[Russland]]&lt;br /&gt;
| FLUSSSYSTEM = Wolga&lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET = 1360000&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GSE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| LÄNGE = 3530&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-LÄNGE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GSE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| PEGEL1 = &amp;lt;!--NAME:--&amp;gt; Wolgograd / &amp;lt;!--LoM:--&amp;gt; / &amp;lt;!--EZG:--&amp;gt; / &amp;lt;!--NNQ:--&amp;gt; 1140 / &amp;lt;!--NNQ-DATUM:--&amp;gt; November 1920/ &amp;lt;!--MNQ:--&amp;gt; / &amp;lt;!--MQ:--&amp;gt; 8064 / &amp;lt;!--MHQ:--&amp;gt; / &amp;lt;!--HHQ:--&amp;gt; 39400 / &amp;lt;!--HHQ-DATUM:--&amp;gt; Juni 1926&lt;br /&gt;
| PEGEL1-REIHE = &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-PEGEL1 = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Unesco&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| QUELLE = in den [[Waldaihöhen]]&amp;lt;br /&amp;gt;nahe dem Dorf Wolgowerchowje&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-PREFIX = &lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE = 228&lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-QUELLE = BSW77&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-SUFFIX = ([[Kronstädter Pegel]])&lt;br /&gt;
| QUELLE_LAT_GRAD = 57/15/4.7/N&lt;br /&gt;
| QUELLE_LONG_GRAD = 32/28/5.1/E&lt;br /&gt;
| QUELLE_REGION = RU-NGR&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG = in das [[Kaspisches Meer|Kaspische Meer]]&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-PREFIX = &lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE = −28&lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-MÜNDUNG = BSW77&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-SUFFIX = (Kronstädter Pegel)&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LAT_GRAD = 45.125552&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LONG_GRAD = 47.697138&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_REGION = RU-AST&lt;br /&gt;
| LINKE NEBENFLÜSSE = [[Wetluga]], [[Kama (Fluss)|Kama]], [[Großer Irgis]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;diese und weitere siehe [[Wolga#Nebenflüsse|unten]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| RECHTE NEBENFLÜSSE = [[Oka]], [[Sura (Fluss)|Sura]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;diese und weitere siehe [[Wolga#Nebenflüsse|unten]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| EINWOHNER IM EINZUGSGEBIET = &lt;br /&gt;
| GROSSSTÄDTE = [[Twer]], [[Rybinsk]], [[Jaroslawl]], [[Nischni Nowgorod]], [[Tscheboksary]], [[Kasan]], [[Uljanowsk]] (früher Simbirsk), [[Toljatti]] (früher Stawropol), [[Samara]] (früher Kuibyschew), [[Saratow]], [[Wolgograd]] (früher Zarizyn, Stalingrad), [[Wolschski]], [[Astrachan]] (im Altertum [[Itil (Stadt)|Itil]])&lt;br /&gt;
| MITTELSTÄDTE = &lt;br /&gt;
| KLEINSTÄDTE = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEN = &lt;br /&gt;
| SCHIFFBAR = [[Binnenwasserstraße]] von [[Rschew]] bis Mündung über 3200&amp;amp;nbsp;km; fast 3000&amp;amp;nbsp;km zusätzliche Wasserstraßen&lt;br /&gt;
| KARTE = Volgarivermap.png&lt;br /&gt;
| KARTE-BESCHREIBUNG = Einzugsgebiet der Wolga&lt;br /&gt;
| BILD = Volga_Ulyanovsk-oliv.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG = Die Wolga in [[Uljanowsk]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Волга|Audio=Ru-Волга.ogg}}, {{ttS|Идел|İdel}}, {{myvS|Рав}}, {{mdfS|Рава}}, {{cvS|Атӑл}}, {{mhrS|Юл}}, {{mrjS|Йыл}}, {{grcS|Ῥᾶ|Rha}}) ist ein Fluss im [[Europäisches Russland|europäischen Teil]] [[Russland]]s. Mit 3530&amp;amp;nbsp;km Länge ist sie der längste und wasserreichste [[Fluss]] [[Europa]]s und einer der [[Liste der längsten Flüsse der Erde|längsten Flüsse der Erde]] (Platz 17). Die Wolga ist der längste [[Endorheisch|endorheische]] Fluss der Erde und gehört damit zu den größten Gewässern, die keine natürliche Verbindung zu den Ozeanen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wolga entspringt in den [[Waldaihöhen]] bei {{Höhe|228|BSW77|link=true}}, fließt anfangs ostwärts, im weiteren Verlauf südwärts durch die [[Osteuropäische Ebene]] und mündet bei {{Höhe|-28|BSW77|link=1}} ins [[Kaspisches Meer|Kaspische Meer]]. Die Höhendifferenz zwischen Quelle und Mündung beträgt 256&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wolga hat ungefähr 200 größere Nebenflüsse, ihr [[Einzugsgebiet]] von 1,36&amp;amp;nbsp;Millionen&amp;amp;nbsp;km² Fläche umfasst insgesamt 151.000 Flüsse, Bäche und zeitweilige Wasserläufe. Am Unterlauf in [[Wolgograd]] beträgt die mittlere jährliche Abflussmenge 264 Milliarden&amp;amp;nbsp;m³.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSE&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unesco&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fluss ist von der Mündung ins Kaspische Meer bis zum Oberlauf schiffbar und stellt das Kernstück des Wasserweges zwischen dem [[Schwarzes Meer|Schwarzen]] und dem Kaspischen Meer im Süden sowie der [[Ostsee]] und dem [[Weißes Meer|Weißen Meer]] im Norden dar. Alle Staustufen sind mit Schleusen ausgestattet. Über den [[Wolga-Ostsee-Kanal]] ist die Wolga in Richtung Westen mit der Ostsee verbunden, über den von diesem Kanal nach Norden abzweigenden [[Weißmeer-Ostsee-Kanal]] mit dem Weißen Meer und damit auch mit dem [[Arktischer Ozean|Nordpolarmeer]]. Über den [[Wolga-Don-Kanal]] und den westlich fließenden [[Don (Asowsches Meer)|Don]] ist sie mit dem Schwarzen Meer und dem [[Mittelmeer]] verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
=== Quelle und Oberlauf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Исток Волги 03.JPG|mini|links|Wolgaquelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wolga entspringt und verläuft im Westteil von [[Russland]]. Ihre [[Quelle]] befindet sich in den [[Waldaihöhen]] beim Dorf Wolgowerchowje (Волговерховье, {{Höhe|228|RU|link=true}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tver winter01.jpg|miniatur|links|Zugefrorene Wolga in [[Twer]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Wasser der Wolga von den Waldaihöhen herab geflossen ist, erreicht es [[Rschew]] und fließt von nun an nach Nordosten. Ab hier können kleine Lastkähne den Fluss befahren. Flussabwärts liegt die Stadt [[Twer]] (1931–1990 &amp;#039;&amp;#039;Kalinin&amp;#039;&amp;#039;), welche 1135 gegründet wurde und an der Fernstraße von [[Moskau]] nach [[Sankt Petersburg]] liegt. Die Wolga fließt weiter durch den [[Iwankowoer Stausee]] nach [[Dubna (Moskau)|Dubna]], wo der [[Moskaukanal]] einmündet. Das Reservoir von Dubna wurde unter anderem für die Wasserversorgung von Moskau über den Moskaukanal gebaut. Über [[Kimry]] erreicht der Fluss den [[Uglitscher Stausee]], der in [[Uglitsch]] durch einen Staudamm aufgestaut wird. Weiter nördlich durchfließt die Wolga den [[Rybinsker Stausee]], den ältesten [[Stausee]] an der Wolga. In diesen See münden [[Mologa]], [[Suda (Fluss)|Suda]], [[Scheksna (Fluss)|Scheksna]] und der [[Wolga-Ostsee-Kanal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittellauf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:View to Volga in Nizhny Novgorod.jpg|miniatur|links|Blick auf die Wolga vom Aussichtspunkt in der Nähe des Denkmals für [[Waleri Pawlowitsch Tschkalow|Waleri Tschkalow]] in Nischni Nowgorod. Juli 2014]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NN Spit from Fedorovskogo Embankment 08-2016 img2.jpg|miniatur|Mündung der [[Oka]] (links) in [[Nischni Nowgorod]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem [[Staudamm]] liegt [[Rybinsk]] (1946–1957 &amp;#039;&amp;#039;Schtscherbakow&amp;#039;&amp;#039; und 1984–1991 &amp;#039;&amp;#039;Andropow&amp;#039;&amp;#039;), der größte Umschlaghafen an der oberen Wolga. Die Wolga fließt nun nach Südosten und erreicht [[Jaroslawl]], eine der ältesten Städte Zentralrusslands aus dem [[11. Jahrhundert]]. Die heute hier ansässige Industrie leitet die meisten Abwässer ungeklärt in den Fluss. Etwa 70&amp;amp;nbsp;km flussabwärts liegt [[Kostroma]], eine alte Stadt (gegründet 1152) an der Mündung des gleichnamigen Flusses. Hinter [[Kineschma]] wird die Wolga wieder gestaut, hier liegt der 80&amp;amp;nbsp;km lange [[Gorkier Stausee]]. In [[Nischni Nowgorod]] mündet von rechts die [[Oka]] in die Wolga, die nun nach Osten fließt. Bei [[Nowotscheboksarsk]] in der Republik [[Tschuwaschien]] wird die Wolga zum [[Tscheboksarsker Stausee]] gestaut. In den 1980er Jahren wurden zehntausende flussaufwärts lebende [[Mari (Volk)|Mari]] umgesiedelt, um Platz für den See zu schaffen. Am Stausee liegt [[Tscheboksary]]. 150&amp;amp;nbsp;km weiter im Osten befindet sich die Stadt [[Kasan]], die Hauptstadt der Republik [[Tatarstan]], wo die Wolga sich nach Süden wendet. Die Stadt liegt am oberen Ende des rund 550&amp;amp;nbsp;km langen [[Kuibyschewer Stausee]]s, der mit 6450&amp;amp;nbsp;km² der größte Stausee an der Wolga und in Europa ist. Hier mündet die [[Kama (Fluss)|Kama]] in die Wolga. Am Ufer liegen die Städte [[Uljanowsk]] (früher Simbirsk) und [[Toljatti]] (auch Togliatti geschrieben). An der Wolgaschleife (russ. &amp;#039;&amp;#039;Samarskaja luka&amp;#039;&amp;#039;) liegt [[Samara]] (1935–1990 &amp;#039;&amp;#039;Kuibyschew&amp;#039;&amp;#039;), eine Millionenstadt. Hier fließt der Wolga die [[Samara (Wolga)|Samara]] von links zu. Am Ende der Wolgaschleife liegt [[Sysran]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterlauf und Mündung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Astrakhan quay.jpg|mini|Wolgaufer in [[Astrachan]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Saratower Stausee]], welcher hier beginnt, wurde bei [[Balakowo]] angestaut. Unterhalb dieser Industriestadt mündet der [[Großer Irgis|Große Irgis]] in die Wolga. Zwischen Balakowo und [[Saratow]] lebten früher die [[Wolgadeutsche]]n, bevor sie im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nach [[Sibirien]] und [[Kasachstan]] deportiert wurden. Noch heute erinnern allerdings die Städte [[Engels (Stadt)|Engels]] und [[Marx (Russland)|Marx]] auf dem linken Ufer an die deutsche Besiedlung. Nur auf diesem Abschnitt ist die Wolga noch so, wie sie früher war. Die charakteristische Form der Berg- und Wiesenlandschaft – in Form der bis {{Höhe|375}} hohen [[Wolgaplatte]] im Westen und dem flach gegliederten Wiesenufer im Osten – ist von Kasan bis nach Wolgograd üblich, die Stauseen überfluten jedoch Teile der Uferregionen. Nur zwischen Balakowo und Marx ist die Wolga noch naturbelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Astrachan Volgadelta.jpg|mini|Ein Wolgaarm im Mündungsgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber von Engels und damit westlich der Wolga liegt Saratow, eine Universitätsstadt mit etwa 880.000 Einwohnern. Hier beginnt der 600&amp;amp;nbsp;km lange [[Wolgograder Stausee]], an dessen Ufer sich die Stadt [[Kamyschin]] befindet. Unterhalb des Dammes liegen die Städte [[Wolschski]] und [[Wolgograd]] (früher Zarizyn, Stalingrad), wovon sich letztere über 80&amp;amp;nbsp;km am Westufer der Wolga erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Wolschski, wo das [[Wolgadelta]] beginnt, zweigt der Mündungsarm [[Achtuba]] von der Wolga ab, der mit Abstand der längste dieser Arme ist und parallel (nordöstlich) zum Fluss verläuft. Die Wolga erreicht hinter Wolgograd das sogenannte Wolgaknie, wo sie nach Südosten abknickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im südlichen Teil der Großstadt Wolgograd (seit 1931 Stadtteil Krasnoarmeiski, zuvor selbständige Ortschaft Sarepta, ab 1920 Krasnoarmeisk) zweigt der [[Wolga-Don-Kanal]] nach Westen ab. Er wurde zwischen 1950 und 1957 vorwiegend von [[Gulag|Lagerhäftlingen]] ausgehoben und stellt über den [[Don (Asowsches Meer)|Don]] die Verbindung zum [[Asowsches Meer|Asowschen]] und [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] und damit zum [[Mittelmeer]] dar. Unterhalb Wolgograd fließt die Wolga allmählich in die [[Kaspische Senke]] ein, die sich südöstlich an die [[Osteuropäische Ebene]] anschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa am Beginn des Hauptbereichs des [[Wolgadelta]]s liegt die Stadt [[Astrachan]] (früher &amp;#039;&amp;#039;[[Itil (Stadt)|Itil]]&amp;#039;&amp;#039;). Ab dort ästelt sich die Wolga in zahlreiche Mündungsarme auf. Teile des Deltas stehen unter Naturschutz, weil das Gebiet eine wichtige Zwischenstation für [[Zugvogel|Zugvögel]] und auch Lebensraum zahlreicher anderer Tierarten ist. Zu den großen Mündungsarmen der Wolga gehören im Westen [[Bachtemir]] und [[Tabola (Wolga)|Tabola]], zwischen denen die Wolga mündet, etwas weiter östlich mündet der lange Mündungsarm Achtuba.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ufer des Kaspischen Meeres wird von den Mündungsarmen der Wolga etwa 75 bis 100&amp;amp;nbsp;km südlich bzw. südöstlich von Astrachan erreicht. Die Mündungshöhe am Seeufer beträgt {{Höhe|−28|RU}}, was zwischen Quelle und Mündung ein Gefälle von 256&amp;amp;nbsp;m ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schiffbarkeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Круизные корабли на Волге.jpg|mini|Kreuzfahrtschiffe an der Wolga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Wolga ist heute von Rschew bis [[Krasnyje Barrikady]] (unterhalb von Astrachan) auf einer Länge von 3193&amp;amp;nbsp;km als [[Binnenwasserstraße]] ausgewiesen. Kommerzielle Schifffahrt besteht ab Twer. Hinzu kommen Wasserstraßen von 961&amp;amp;nbsp;km Länge auf den Wolgaarmen unterhalb von Wolgograd (wie Achtuba) und im Wolgadelta sowie 1806&amp;amp;nbsp;km alternative Routen, Hafenzufahrten und ähnliches auf den Stauseen unterhalb des Rybinsker Stausees.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.skitalets.ru/laws/norm/vod_puti.htm |text=Liste der Binnenwasserstraßen der Russischen Föderation |wayback=20150318172714}} (Verordnung der Regierung von 19. Dezember 2002, russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Oberhalb von Rschew ist die Wolga auf weiteren gut 250&amp;amp;nbsp;km (bis 10&amp;amp;nbsp;km unterhalb der Quelle) für kleinere Fahrzeuge bis zu den Oberen Wolgaseen (Sterschsch, Wselug, Peno und Wolgo), die seit 1845 zusätzlich durch ein Wehr zum Oberen Wolgastausee aufgestaut sind, befahrbar, allerdings wegen fehlender oder außer Betrieb genommener Schleusen nicht durchgängig. Dieser Abschnitt gilt dementsprechend auch nicht mehr als Binnenwasserstraße.&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Dampfschifffahrt auf der Wolga}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühzeitliche Siedlungen ===&lt;br /&gt;
[[Archäologie|Archäologische]] Funde belegen, dass an der Wolga seit Urzeiten Menschen siedelten. So befanden sich in verschiedenen Epochen die wichtigen Residenz- und Handelsstädte Großbulgar (in der Nähe der Stadt [[Bolgar]] in Tatarstan), Sarai (unweit von Wolgograd) und Itil (Astrachan) an den Ufern des Flusses. Von manchen Historikern wird die fruchtbare Gegend um das Mündungsgebiet als Wiege der [[Indogermanen|indoeuropäischen]] Völker betrachtet. Den früheren Völkern bot der Fluss einen Verkehrsweg, der es ihnen ermöglichte, die Gebiete bis hinein nach [[Zentralasien|Mittelasien]] zu erobern und dort Handel zu treiben. Auch die [[Waräger]] nutzten die Wolga für ihren Handelsweg von Schweden bis nach Persien. Der alttürkische Name der Wolga &amp;#039;&amp;#039;Atıl&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;İtil&amp;#039;&amp;#039; ist bei [[Menander Protektor|Menander]] mit &amp;#039;&amp;#039;Attilas&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἀττίλας}}) überliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PBGolden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und später ===&lt;br /&gt;
Im 7.–10. Jahrhundert entstand im Bereich von Wolga und Kama das Reich der [[Wolgabulgaren]]; es existierte bis zur Invasion der Mongolen 1236.&lt;br /&gt;
Das obere Wolgabecken war mit dem [[Fürstentum Wladimir-Susdal]], dem [[Großfürstentum Twer]], dem [[Fürstentum Rjasan|Rjasan]] und dem [[Großfürstentum Moskau]] ein Kerngebiet der frühen russischen Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mongolische Invasion der Rus]] bezeichnet die Unterwerfung der russischen Fürstentümer (Rus) durch die Truppen [[Batu Khan]]s in den Jahren 1237 bis 1240. 1242 errichtete Batu seine Hauptstadt Sarai am Unterlauf der Wolga unweit des heutigen [[Wolgograd]] und gründete das [[Khanat]] der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]], das  große Teile des Wolgabeckens beherrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachfolger der Goldenen Horde war das [[Khanat Kasan]]. In den [[Moskau-Kasan-Kriege]]n errang das [[Moskauer Reich]] im 15. und 16. Jahrhundert die Vorherrschaft im ganzen Gebiet der mittleren Wolga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1763 bis 1767 folgten viele Deutsche der Einladung der deutschstämmigen Zarin [[Katharina II.]] und siedelten als [[Wolgadeutsche]] bei [[Saratow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stauseen ==&lt;br /&gt;
An der Wolga befinden sich einige [[Stausee]]n der [[Wolga-Kama-Kaskade]], von denen diese die größten Wolgastauseen sind &amp;lt;small&amp;gt;(flussabwärts betrachtet)&amp;lt;/small&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* [[Iwankowoer Stausee]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Moskauer Meer&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Wolgastausee&amp;#039;&amp;#039;) (327&amp;amp;nbsp;km², 1,12 Milliarden m³)&lt;br /&gt;
* [[Uglitscher Stausee]] (249&amp;amp;nbsp;km², 1,2 Milliarden m³)&lt;br /&gt;
* [[Rybinsker Stausee]] (4580&amp;amp;nbsp;km², 25,4 Milliarden m³)&lt;br /&gt;
* [[Gorkier Stausee]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Nischni Nowgoroder Stausee&amp;#039;&amp;#039;; 1590&amp;amp;nbsp;km², 8,7 Milliarden m³)&lt;br /&gt;
* [[Tscheboksarsker Stausee]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Tscheboksaryer Stausee&amp;#039;&amp;#039;) (2274&amp;amp;nbsp;km², 13,8 Milliarden m³)&lt;br /&gt;
* [[Kuibyschewer Stausee]] (6450&amp;amp;nbsp;km², 58 Milliarden m³)&lt;br /&gt;
* [[Saratower Stausee]] (1831&amp;amp;nbsp;km², 12,9 Milliarden m³)&lt;br /&gt;
* [[Wolgograder Stausee]] (3117&amp;amp;nbsp;km², 31,5 Milliarden m³)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenflüsse ==&lt;br /&gt;
Zu den [[Nebenfluss|Nebenflüssen]] der Wolga gehören mit jeweiliger [[orographisch links und rechts|orografischer]] Zuordnung &amp;lt;small&amp;gt;(l&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;linksseitig, r&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;rechtsseitig)&amp;lt;/small&amp;gt;, Länge, Mündungslage und Größe des [[Einzugsgebiet]]es &amp;lt;small&amp;gt;(flussabwärts betrachtet)&amp;lt;/small&amp;gt;:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GwrRU&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Dubna (Wolga)|Dubna]] (r), 167 km, bei [[Dubna (Moskau)|Dubna]] in den [[Iwankowoer Stausee]], 5.350 km²&lt;br /&gt;
* [[Mologa]] (l), 456 km, bei [[Wessjegonsk]] in den [[Rybinsker Stausee]], 29.700 km²&lt;br /&gt;
* [[Scheksna (Fluss)|Scheksna]] (l), 139 km, bei [[Tscherepowez]] in den [[Rybinsker Stausee]], 19.000 km²&lt;br /&gt;
* [[Kotorosl]] (r), 132 km, in [[Jaroslawl]], 6.370 km²&lt;br /&gt;
* [[Kostroma (Fluss)|Kostroma]] (l), 354 km, bei [[Kostroma]] in den [[Gorkier Stausee]], 16.000 km²&lt;br /&gt;
* [[Unscha]] (l), 426 km, unterhalb [[Makarjew]] in den [[Gorkier Stausee]], 27.800 km²&lt;br /&gt;
* [[Oka]] (r), 1.500 km, bei [[Nischni Nowgorod]], 245.000 km²&lt;br /&gt;
* [[Sura (Fluss)|Sura]] (r), 841 km, bei [[Jadrin]] in den [[Tscheboksarsker Stausee]], 67.500 km²&lt;br /&gt;
* [[Wetluga]] (l), 889 km, bei [[Kosmodemjansk]] in den [[Tscheboksarsker Stausee]], 39.400 km²&lt;br /&gt;
* [[Kama (Fluss)|Kama]] (l), 1.805 km, bei [[Tschistopol]] in den [[Kuibyschewer Stausee]], 507.000 km²&lt;br /&gt;
* [[Samara (Wolga)|Samara]] (l), 594 km, bei [[Samara]] in den [[Saratower Stausee]], 46.500 km²&lt;br /&gt;
* [[Großer Irgis]] (l), 675 km, bei [[Volsk]], 24.000 km²&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der längsten Flüsse der Erde]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Flüssen in Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Janet M. Hartley: &amp;#039;&amp;#039;The Volga, a history of Russia&amp;#039;s greatest river.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, New Haven 2021, ISBN 978-0-300-24564-6.&lt;br /&gt;
* Guido Hausmann: &amp;#039;&amp;#039;Mütterchen Wolga. Ein Fluss als Erinnerungsort vom 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt/M. 2009 (=Campus Historische Studien, 50), ISBN 978-3-593-38876-2.&lt;br /&gt;
* {{RE|I A,1|1|8|Ra|[[Max Kiessling]]|RE:Ra}}&lt;br /&gt;
* Gerhard Konzelmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Wolga. Schicksalsstrom der Völker&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann und Campe, Hamburg 1994, ISBN 3-455-08569-5.&lt;br /&gt;
* Olga Licenberger: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche evangelische Siedlungen an der Wolga&amp;#039;&amp;#039;. HFDR 2013, Nürnberg, ISBN 978-3-9807701-0-1.&lt;br /&gt;
* Tatjana Kuschtewskaja: &amp;#039;&amp;#039;Die Wolga. Geschichte und Geschichten von Moskau bis Astrachan.&amp;#039;&amp;#039; Wostok, Berlin 2011, ISBN 978-3-932916-48-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Albert Obholz: &amp;#039;&amp;#039;Die Katholiken an der Wolga. „Heimat ist Geschichte – Geschichte ist unser Auftrag!“ (Das Leben der wolgadeutschen Katholiken an der Wolga von der Koloniegründung bis zur Gegenwart)&amp;#039;&amp;#039;. HFDR, Nürnberg 2012, ISBN 978-3-9809613-9-4.&lt;br /&gt;
* Dorothy Zeisler-Vralsted: &amp;#039;&amp;#039;Rivers, memory, and nation-building. A history of the Volga and Mississippi rivers&amp;#039;&amp;#039;. Berghahn, New York u.&amp;amp;nbsp;a. 2015, ISBN 978-1-78238-431-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Volga|Wolga}}&lt;br /&gt;
* [http://www.russischstunde.de/Uebersicht/Russischunterricht/Unterrichtsmaterial_online/Die_Wolga.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Wolga – Russlands Schicksalsstrom&amp;#039;&amp;#039;], auf russischstunde.de (PDF; 170&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/geschichte-im-fluss/210090/die-wolga &amp;#039;&amp;#039;Geschichte im Fluss. Flüsse als europäische Erinnerungsorte&amp;amp;nbsp;– Die Wolga&amp;#039;&amp;#039;], [[Dossier]], auf bpb.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSE&amp;quot;&amp;gt;Волга (Wolga), ehemals einsehbare Infos der [[Große Sowjetische Enzyklopädie|Großen Sowjetischen Enzyklopädie]] (GSE), 3.&amp;amp;nbsp;Auflage 1969–1978 (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Unesco&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv|text=UNESCO – Volga at Volgograd |url=http://webworld.unesco.org/water/ihp/db/shiklomanov/part&amp;#039;4/FORMER%20USSR/RUSSIA/Volga%20at%20Volgograd.html |wayback=20160325004340 }}, auf webworld.unesco.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PBGolden&amp;quot;&amp;gt;Peter B. Golden: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to the History of the Turkic Peoples&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;129&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GwrRU&amp;quot;&amp;gt;[http://textual.ru/gvr/index.php?card=174254&amp;amp;bo=0&amp;amp;rb=0&amp;amp;subb=0&amp;amp;hep=0&amp;amp;wot=0&amp;amp;name=Волга&amp;amp;loc= &amp;#039;&amp;#039;Волга&amp;#039;&amp;#039;] (Wolga) im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch) – mit Zuflüssen (russisch), auf textual.ru&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4079375-8|VIAF=244994202}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wolga| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Wolga| ]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Fluss in der Oblast Moskau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in der Oblast Nischni Nowgorod]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in der Oblast Samara]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in der Oblast Saratow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Tatarstan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Tschuwaschien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in der Oblast Twer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in der Oblast Uljanowsk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in der Oblast Wolgograd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Masegand</name></author>
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