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	<title>Wilhelm Bleek (Linguist) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Thorstn11: /* Schriften (Auswahl) */ Ergänzung</title>
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		<updated>2025-06-30T02:10:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften (Auswahl): &lt;/span&gt; Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wilhelm Bleek.jpg|mini|Wilhelm Bleek]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. März]] [[1827]] in [[Berlin]]; † [[17. August]] [[1875]] in [[Kapstadt]]) war ein deutscher [[Sprachwissenschaft]]ler. Sein Hauptwerk ist eine vergleichende [[Grammatik]] der [[Südafrika#Sprachen|südafrikanischen Sprachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wilhelm Bleek wurde als ältester Sohn des Theologen [[Friedrich Bleek]] und seiner Ehefrau Auguste geb. Sethe, Tochter des preußischen Hofrats [[Christoph von Sethe]], geboren. Als Wilhelm zwei Jahre alt war, zog die Familie nach [[Bonn]], weil der Vater dort eine Professur erlangt hatte. Sie bewohnte erst zwei Häuser in der Kölnstraße und dann ein Haus in der Nähe des Münsters, direkt an der Stadtmauer gelegen. Nach dem Besuch des Gymnasiums immatrikulierte Wilhelm sich 1845 an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonner Universität]] für ein Theologiestudium und wurde 1845 als [[Konkneipant]] Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft]] Fridericia Bonn&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Richarz: &amp;#039;&amp;#039;Mitgliederverzeichnis der Burschenschaft Fridericia zu Bonn (18. Februar 1843 bis Herbst 1847) sowie der Burschenschaft Arminia zu Bonn (1847 bis 1849) und der burschenschaftlichen Verbindung Germania zu Bonn (1843 bis 1849).&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1894, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bleek absolvierte vier Semester und wechselte 1848 für zwei Semester nach Berlin, wo er bei [[Karl Richard Lepsius|Lepsius]] hörte. Er kehrte nach Bonn zurück und promovierte 1851 an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität]] mit einer Arbeit über die [[Nominalklasse]]n der afrikanischen Sprachen. Da sich die offizielle Sprachwissenschaft nicht für afrikanische Sprachen interessierte und sie sogar der wissenschaftlichen Untersuchung für unwürdig hielt, sah Bleek keine Möglichkeit, sich im akademischen Bereich zu etablieren. Statt sich zu [[Habilitation|habilitieren]], ging er schon zwei Jahre nach seiner Promotion nach Kapstadt, wo er eine Anstellung als Bibliothekar annahm. Hier konnte er seine Forschungen fortsetzen und sich der Erforschung der [[Bantusprachen|Bantu-]] und [[Khoisan-Sprachen]] sowie der Sammlung afrikanischer Märchen und Sagen widmen. Im Jahre 1859 kehrte er für kurze Zeit noch einmal nach Deutschland zurück. Am 22. November 1862 heiratete Wilhelm Bleek Jemima Lloyd, eine Tochter William Henry Lloyds, der in Südafrika seit 1849 als Militärkaplan arbeitete. Seit dieser Zeit wohnte auch Jeminas Schwester [[Lucy Lloyd]], die wegen eines Schiffsunglücks ihre gesamte Habe auf der Reise zu deren Hochzeit verloren hatte, mit ihnen zusammen. Sie wurde zur wichtigsten Mitarbeiterin Wilhelm Bleeks und führte diese Arbeit auch nach dessen Tod fort. Seit 1871 war er auswärtiges Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|238|Name=Wilhelm Bleek |Kommentar= |Datum=2. Januar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleek starb 1875 mit 48 Jahren in einem Kapstadter Krankenhaus. Seine Schwägerin und später auch seine Tochter [[Dorothea Bleek|Dorothea]] führten seine Forschungsarbeiten weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistung ==&lt;br /&gt;
Bleeks Veröffentlichungen sind neben den Arbeiten des [[Afrikaforscher]]s [[Heinrich Barth]] zu den zentralafrikanischen Sprachen die wichtigsten Beiträge zur [[Afrikanistik im deutschen Sprachraum|Afrikanistik]] in der Mitte des 19. Jahrhunderts, weil sie weder von christlich-missionarischen Perspektiven noch durch rassentheoretische Überlegungen verzerrt waren. Er war ein Cousin von [[Ernst Haeckel]], dem führenden deutschen [[Charles Darwin|Darwinisten]], der zur Frage, ob man die Sprachgeschichte mit dem aus der Biologie entliehenen Instrumentarium des Darwinismus rekonstruieren könne, Stellung nahm. Große Bedeutung erlangte seine Grammatik des [[Zulu (Sprache)|Zulu]] und die Einführung seines Nummerierungssystems für die Nominalklassen, das heute noch benutzt wird. Sein Werk über &amp;#039;&amp;#039;Buschmann-Folklore&amp;#039;&amp;#039;, eine Sammlung von Erzählungen des Volkes der San, gehörte für [[Elias Canetti]] zu „den kostbarsten Dokumenten über das Wesen der Verwandlung“ (vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Masse und Macht]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Wilhelm Bleek hätte Bonn – neben Berlin durch Heinrich Barth – zur Heimat der deutschen Afrikanistik werden können, aber beide Forscher scheiterten in Deutschland am Widerstand der etablierten Sprachwissenschaftler, die eine Beschäftigung mit den afrikanischen Sprachen für unter ihrer Würde hielten. Erst mit dem Eintritt Deutschlands in den Kreis der Kolonialmächte blühte die Wissenschaft wieder auf, allerdings primär zwecks Ausbildung von sprachenkundigen Verwaltungsbeamten und Kolonialoffizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Bleeks Sammlungen von Erzählungen der San (&amp;#039;&amp;#039;Buschmann-Folklore&amp;#039;&amp;#039;) hatten starken Einfluss auf das literarische Werk des südafrikanisch-britischen Autors [[Laurens van der Post]], insbesondere auf dessen Buch &amp;#039;&amp;#039;The Lost World of the Kalahari&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De nominum generibus linguarum Africae australis, Copticae, Semiticarum aliarumque sexualium.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1851. [https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10851557?page=1 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Comparative Grammar of South African Languages.&amp;#039;&amp;#039; Trübner, London 1862: Part I. &amp;#039;&amp;#039;Phonology&amp;#039;&amp;#039;; 1869: Part II. &amp;#039;&amp;#039;The Concord.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.digitale-sammlungen.de/de/search?filter=volumes%3A%22bsb10589242%2FBV014919816%22 Digitalisate].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reynard the Fox in South-Africa; or, Hottentot Fables and Tames.&amp;#039;&amp;#039; Chiefly translated from original manuscripts in the library of His Excellency Sir George Grey, K.C.B. by W. H. I. Bleek. Trübner, London 1864. [https://books.google.de/books?id=4JP4yRy8ozcC&amp;amp;pg=PR3 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbook of African, Australian, and Polynesian Philology,&amp;#039;&amp;#039; […]. Classed, annotated, and edited by Sir George Grey and Dr. H. I. Bleek.&amp;lt;ref&amp;gt;Angekündigt, z. B. in &amp;#039;&amp;#039;Reynard the Fox,&amp;#039;&amp;#039; 1864, [https://books.google.de/books?id=4JP4yRy8ozcC&amp;amp;pg=RA1-PP1 nach S. 94], aber nirgends nachgewiesen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Ursprung der Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben mit einem Vorwort von Dr. [[Ernst Haeckel]]. H. Böhlau, Weimar 1868. [https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10582822?page=5 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reineke Fuchs in Afrika. Fabeln und Märchen der Eingeborenen.&amp;#039;&amp;#039; Hermann Böhlau, Weimar 1870. [https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10482631?page=5 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A brief account of Bushman folk-lore and other texts.&amp;#039;&amp;#039; Second report concerning Bushman researches. London 1875. [https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11309320?page=3 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Specimens of Bushman Folklore.&amp;#039;&amp;#039; Von Wilhelm Bleek und Lucy Lloyd. G. Allen, London 1911. [https://archive.org/details/specimensofbushm00blee/page/n7/mode/2up?view=theater Digitalisat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Köppe: &amp;#039;&amp;#039;Philologie im südlichen Afrika: Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek (1827–1875).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Germanistik&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge 3 (1998).&lt;br /&gt;
* [[Konrad Körner (Sprachwissenschaftler)|Konrad Körner]]: &amp;#039;&amp;#039;Linguistics and evolution theory. (Three essays by [[August Schleicher]], Ernst Haeckel and Wilhelm Bleek)&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam-Philadelphia, John Benjamins Publishing Company (1983).&lt;br /&gt;
* [[Erhard Schüttpelz]]: &amp;#039;&amp;#039;„The bushmen’s letters are in their bodies.“ [[Paratext]]e zwischen //Kabbo und Wilhelm Bleek.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Paratexte in Literatur, Film, Fernsehen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Klaus Kreimeier]], [[Georg Stanitzek]]. Akademie, Berlin 2004 (= &amp;#039;&amp;#039;LiteraturForschung&amp;#039;&amp;#039;). Hrsg. von [[Eberhard Lämmert]], [[Sigrid Weigel]], ISBN 3-05-003762-8, S.&amp;amp;nbsp;135–164.&lt;br /&gt;
* Otto H. Spohr: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek, a bio-bibliographical sketch.&amp;#039;&amp;#039; Kapstadt: University of Cape Town Libraries (1962).&lt;br /&gt;
* Otto H. Spohr: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek 1827 bis 1875&amp;#039;&amp;#039;, Bonner Geschichtsblätter Band 18, Bonn 1964.&lt;br /&gt;
* {{ADB|47|15|17|Bleek, Wilhelm Heinrich Immanuel|[[Carl Velten]]|ADB:Bleek, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|296|297|Bleek, Wilhelm Heinrich Immanuel|[[Diedrich Westermann|Diedrich Hermann Westermann]]|116201185}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wilhelm Bleek|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116201185}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.lloydbleekcollection.uct.ac.za/index.jsp | wayback=20090422074420 | text=lloydbleekcollection}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.unesco.org/webworld/mdm/1997/eng/south_africa/reading.html | wayback=20011201194111 | text=Memory of the World - The Bleek Collection}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116201185|LCCN=n/83/327526|VIAF=92145857803623020415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bleek, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrikanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kapstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1827]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bleek, Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bleek, Wilhelm Heinrich Immanuel (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sprachwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. März 1827&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. August 1875&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kapstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thorstn11</name></author>
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