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	<title>Wiese (Grünland) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-10T08:11:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Wiese_(Gr%C3%BCnland)&amp;diff=9290&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Peatala36: Neues Kapitel /* Wiesenpflege */ gemäß Einzelnachweis</title>
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		<updated>2024-07-26T22:17:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neues Kapitel &lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wiesenpflege: &lt;/span&gt; gemäß Einzelnachweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- kein Taxon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Ilm-Saale-Platte bei Paulinzella.JPG|mini|Hochlandwiese]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mussen-Heumahd 16072014 356.jpg|mini|Mit dem [[Balkenmäher]] gemähte Mähwiese, auf der nach dem Trocknen des gemähten Grases [[Heu]] geerntet wird]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiesen bei Gramkow.JPG|mini|[[Feuchtwiese]]n bei [[Wismar]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergwiese-Kaernten-2008-Thomas Huntke.jpg|mini|Einblick in eine Bergwiese]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im engeren Sinne wird [[landwirtschaft]]liches [[Grünland]] bezeichnet, das im Gegensatz zur [[Weide (Grünland)|Weide]] nicht durch das Grasen von Tieren, sondern durch Mähen zur Erzeugung von [[Heu]] oder [[Grassilage]] genutzt und erhalten wird.&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Wiese&amp;#039;&amp;#039; allgemein eine [[gras]]bewachsene, „meist größere“ Fläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch|Lemma=Wiese, f.|Band=|Sp=|lemid=GW20257}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lebensraum Wiese kann abhängig von der Bewirtschaftungsweise vielen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bieten. Die Artenzusammensetzung unterscheidet sich je nach Bewirtschaftung und Standort teils sehr stark. Bei der regelmäßigen [[Mähen|Mahd]] (Mähen) wird die [[Verbuschung]] und anschließende Waldentstehung verhindert. Wiesen sind wie die [[Weide (Grünland)|Weiden]] ein [[Habitat|Lebensraum]], der seit einigen Jahrtausenden durch den Menschen geschaffen und erhalten wird. Man spricht daher von einer [[Halbkulturformation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristik ==&lt;br /&gt;
Durch den Selektionsdruck der Mahd werden [[Pflanzen]] begünstigt, die mit dem häufigen [[Schnitt (Gartenbau)|Schnitt]] und der hohen Lichteinstrahlung gut zurechtkommen, unter anderem viele [[Gras|Gräser]]. Aufgrund der regelmäßigen Mahd werden [[mehrjährige Pflanze]]n (perennierend, Stauden) gegenüber [[Einjährige Pflanze|einjährigen Pflanzen]] bevorzugt. Sie überdauern die Winter und vermehren sich vegetativ. Ihre Samen sind in der Regel [[Lichtkeimer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte Pflanzen, wie zum Beispiel die Disteln, fehlen den Wiesen, während sie auf Weiden vom [[Vieh]] gemieden werden und nicht vom Schnitt beeinträchtigt werden. Die [[Artenvielfalt]] auf einer Wiese wird wesentlich bestimmt durch die Häufigkeit des Mähens.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bluehende-landschaft.de/fix/docs/files/NBL_10_Gruenland_0607.pdf Insektenfreundliches Grünland (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paweł Knozowski, Jacek J. Nowakowski, Anna Maria Stawicka, Andrzej Górski, Beata Dulisz |Titel=Effect of nature protection and management of grassland on biodiversity – Case from big flooded river valley (NE Poland) |Sammelwerk=Science of The Total Environment |Band=898 |Datum=2023&amp;lt;!--2023-11-10 liegt in der Zukunft --&amp;gt; |ISSN=0048-9697 |Seiten=165280 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969723039037 |Abruf=2023-07-24 |DOI=10.1016/j.scitotenv.2023.165280}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich würden Wiesen unter heutigen Verhältnissen in Mitteleuropa nicht mehr entstehen und erhalten bleiben. Sie weisen dennoch Ähnlichkeiten mit [[Steppe]]n und Waldsteppen, zu [[Alm (Bergweide)|alpinen Matten]] und [[Rasen]] sowie zu [[Magerwiese]]n bzw. [[Trockenrasen]] auf, die im Volksmund manchmal auch als Wiesen bezeichnet werden, da sie vornehmlich aus [[Krautige Pflanze|krautigen Pflanzen]] wie [[Süßgräser]]n bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen von Wiesen ==&lt;br /&gt;
* [[Blumenwiese]]&lt;br /&gt;
* [[Magerrasen]], [[Fettwiese]]&lt;br /&gt;
* [[Trockenrasen]], [[Feuchtwiese]]&lt;br /&gt;
* [[Salzwiese]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonderformen sind:&lt;br /&gt;
* [[Streuwiese]]: Feuchtwiese zur Produktion von [[Tiereinstreu|Einstreu]] für die Tierhaltung (heute nur noch Relikte)&lt;br /&gt;
* [[Streuobstwiese]]: Wiese oder Weide mit verschiedenen [[Obstbaum]]sorten in [[Zuchtform (Obstgehölze)|Hochstammform]] (traditioneller Obstbau, hat nichts mit Einstreu zu tun)&lt;br /&gt;
* [[Laubwiese]]n: Wiesen in intensiv genutzten lichten Wäldern, den historischen [[Hutewald|Waldweiden]] ähnlich; vor allem in Südskandinavien und im [[Baltikum]] (baltische Laubwiese)&lt;br /&gt;
* Sportlich genutzte Wiesen für manche [[Rasenspiel|Rasensportarten]] z.&amp;amp;nbsp;B. [[Volleyball]], [[Swingolf]] oder Fußball&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der FFH-Lebensraumtypen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiesenpflege ==&lt;br /&gt;
Die Wiesenpflege stellt eine pflanzenbauliche Maßnahme zur Verbesserung der Grünlandfläche dar. Zu ihren wesentlichen Elementen zählen das [[Walze (Landtechnik)|Walzen]], das [[Abschleppen (Landwirtschaft)|Abschleppen]], das [[Egge (Landtechnik)|Eggen]]/[[Hackstriegel|Striegeln]] sowie die [[Nachmahd]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lfl.bayern.de/ipz/gruenland/025117/index.php |titel=Wiesenpflege |hrsg=[[Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft]] |sprache=de |abruf=2024-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierbesiedelung ==&lt;br /&gt;
* Die Bodenregion und das unterste Stockwerk sind von Grabern, Läufern (Laufkäfer, Asseln, Tausend- und Hundertfüßer) und Kletterern (Wolfsspinnen, Ameisen) besiedelt.&lt;br /&gt;
* Im Mittleren Stockwerk findet man die obligaten Pflanzenbewohner (Zikaden, Heuschrecken, Blattläuse, Ameisen, Marienkäferlarven).&lt;br /&gt;
* In der blütenreichen Oberschicht leben Wiesen- und Blütengäste (Hummeln, Bienen, Raubwanzen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterirdische Wühler ===&lt;br /&gt;
Die Beteiligung von unterirdisch wühlenden Wirbeltieren bewirkt eine Bodenveränderung.&lt;br /&gt;
Wühltiere haben einen langgestreckten Körperbau und eine kurze, wasserabweisende Behaarung.&lt;br /&gt;
Mit kräftigen Grabschaufeln durchwühlen sie den Boden wie z.&amp;amp;nbsp;B. der Maulwurf.&lt;br /&gt;
Die Gänge des Maulwurfs und der Mäuse sind eine Schädigung des Wurzelwerks von niederstehenden Gräsern.&lt;br /&gt;
Durch Wühler wird die Wiese vielgestaltiger. Durch hohe Feldmauspopulation lockt man tag- und nachtaktive Räuber, wie Vögel (Turmfalke, Mäusebussard) und Säuger (Wiesel, Fuchs) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiesentiere ===&lt;br /&gt;
Lebensbedingungen:&lt;br /&gt;
Die alles beherrschende Mahd diktiert die Randbedingungen für das Tierleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ANL&amp;quot;&amp;gt;Van de Poel, D. &amp;amp; Zehm, A. (2014): Die Wirkung des Mähens auf die Fauna der Wiesen – Eine Literaturauswertung für den Naturschutz. – ANLiegen Natur 36(2): 36–51, Laufen; [http://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/doc/an36208van_de_poel_et_al_2014_mahd.pdf PDF].&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Mahd mit [[Konditionierer]]n wird ein Großteil der Insekten im Mähgut getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.blw.admin.ch/dam/blw/de/dokumente/Services/Publikationen/Berichte/Einflussfaktoren_Landwirtschaft-Biodiversit%C3%A4t_180522.pdf.download.pdf/Einflussfaktoren_Landwirtschaft-Biodiversit%C3%A4t_180522.pdf |titel=Landwirtschaftliche Einflussfaktoren auf Biodiversität und Ökosystemleistungen |werk=[[Bundesamt für Landwirtschaft|blw.admin.ch]] |datum=2018-05-22 |format=PDF; 4,1 MB |abruf=2019-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die bei der Regeneration des Grünbestands nach einer Mahd aufwachsenden nährstoffreichen Jungpflanzen begünstigt manche pflanzenfressende Insekten, wie beispielsweise [[Wanzen]].&lt;br /&gt;
Blütenbesuchende Insekten (wie beispielsweise [[Schmetterlinge]] oder [[Wildbienen]]), Insekten, die in Pflanzenteilen leben (oder in ihnen überwintern) oder solche, die auf eine ausreichend dicke [[Streuschicht]] angewiesen sind, können sich nicht auf Dauer halten, sofern keine zeitweise ungemähten Bereiche verbleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ANL&amp;quot; /&amp;gt; Derartige bei jeder Mahd räumlich wechselnden Bereiche sind ein sehr einfaches Mittel, um die [[biologische Vielfalt]] in Wiesen zu fördern. Bodenbewohner finden dagegen das ganze Jahr über einen ihnen zusagenden Lebensraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiesenvögel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Живой луг Битцы.jpg|mini|300px|links|Lebende Wiese, [[Bitza-Park]]]]&lt;br /&gt;
Auf Wiesen wird man zum einen solche [[Vögel]] zu Gesicht bekommen, die auf der Wiese nur nach [[Nahrung]] suchen (z.&amp;amp;nbsp;B. Amseln). Zum anderen gibt es viele typische Wiesenbrüter, die im Nestbau sehr geschickt sind. Beispielsweise der Wiesenpieper, der ein gut verstecktes, halbkugeliges, haargepolstertes Nest formt. Weitere Wiesenbrüter sind das [[Braunkehlchen]], die [[Feldlerche]], die [[Wachtel (Art)|Wachtel]] oder die [[Ammern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anpassung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Klimsch-taunuswiesen.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Taunuswiesen&amp;#039;&amp;#039; von [[Paul Klimsch]] (1868–1917)]]&lt;br /&gt;
Um mit dem zentralen Standortfaktor Mahd fertigzuwerden, müssen sich Pflanzen und Tiere gut anpassen. Sie können beispielsweise zwischen den Mahddurchgängen rasch wachsen, schnell blühen und fruchten. Andere entwickeln sich so, dass sie gerade kurz vor der ersten Mahd fruchten oder sich erst im zweiten Wiesen-Hochstand entwickeln.&lt;br /&gt;
Wiesen- und Weidenpflanzen waren von Haus aus diesen vom Menschen aufgeworfenen Bedingungen zufällig angepasst und haben sich deshalb gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wiesen und Weiden behaupten sich nur jene Pflanzen, die dieser ständigen Mahd gut angepasst sind. Sie müssen sich auch ungeschlechtlich vermehren können, wie z.&amp;amp;nbsp;B. viele Gräser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch viele auffallend blühende Wiesenpflanzen zeigen Anpassungen. Beispielsweise bildet der Löwenzahn schon vor der ersten [[Mähen|Mahd]] Samen aus. Andere Pflanzen bilden vorerst nur Blattrosetten oder Kriechtriebe und wachsen erst nach dem ersten Schnitt, um dann aber gleich Samen auszubilden ([[Möhre (Pflanzenart)|Wilde Möhre]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Herbstzeitlose]] blüht nach dem zweiten Schnitt, bildet ihre Samen aber erst im folgenden Jahr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nicolas Schoof, Rainer Luick, Guy Beaufoy, Gwyn Jones, Petar Einarsson, Jabier Ruiz, Vyara Stefanova, Daniel Fuchs, Tobias Windmaißer, Hermann Hötker, Heike Jeromin, Herbert Nickel, Jochen Schumacher, Mariya Ukhanova: Grünlandschutz in Deutschland: Treiber der Biodiversität, Einfluss von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Ordnungsrecht, Molkereiwirtschaft und Auswirkungen der Klima- und Energiepolitik. BfN-Skript 539. Bundesamt für Naturschutz, Bonn Bad-Godesberg, 2019.&lt;br /&gt;
* Jan Haft: Die Wiese. Penguin Verlag, München, 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Meadows|Wiesen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Wiese}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4066052-7}}&lt;br /&gt;
* Dieter Engelmann: [http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/landwirtschaft/wiese/ Landschaften: Wiese] – Beitrag der Dokumentationsserie [[Planet Wissen]] vom 3. Dezember 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4066052-7|LCCN=sh85098618|NDL=00571481}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiese| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[an:Prato]]&lt;br /&gt;
[[ca:Prat]]&lt;br /&gt;
[[ht:Preri]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Peatala36</name></author>
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