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	<title>Westliche Smaragdeidechse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Westliche_Smaragdeidechse&amp;diff=8003&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fice: Die letzte Textänderung von 78.104.43.65 wurde verworfen und die Version 244448718 von Horst Gräbner wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2025-04-25T11:17:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/78.104.43.65&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/78.104.43.65&quot;&gt;78.104.43.65&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Permanenter_Link/244448718&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/244448718&quot;&gt;244448718&lt;/a&gt; von Horst Gräbner wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Westliche Smaragdeidechse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lacerta bilineata&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[François Marie Daudin|Daudin]], 1802&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Lacerta&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Lacertinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Echte Eidechsen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Lacertidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Schuppenkriechtiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Squamata&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Schuppenechsen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Lepidosauria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Lacerta viridis02.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Westliche Smaragdeidechse (&amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039;), &amp;lt;small&amp;gt;Weibchen&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Smaragdeidechse 2011-04-24.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Westliche Smaragdeidechse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039;) ist eine große europäische [[Echte Eidechsen|Eidechsenart]] mit grüner Grundfärbung. Erst mit dem Nachweis mangelnder Kreuzbarkeit sowie nach weiteren vergleichenden [[Genetik|genetischen]] Studien wird seit etwa 1991 anerkannt, dass es sich um eine eigene [[Art (Biologie)|Spezies]] neben der [[Östliche Smaragdeidechse|Östlichen Smaragdeidechse]] (&amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis&amp;#039;&amp;#039;) handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Silke Rykena: &amp;#039;&amp;#039;Kreuzungsexperimente zur Prüfung der Artgrenzen im Genus Lacerta sensu stricto.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen aus dem Museum für Naturkunde in Berlin. Zoologisches Museum und Institut für Spezielle Zoologie (Berlin).&amp;#039;&amp;#039; Bd. 67, Nr. 1, 1991, S. 55–68, [[doi:10.1002/mmnz.19910670108]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor waren diese Arten nicht unterschieden worden, obwohl es schon früher Hinweise und Bestrebungen dazu gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine große, aber dennoch recht schlank wirkende Eidechse mit einem spitzen Kopf und einem, insbesondere bei den Männchen, recht langen Schwanz. Dessen Maße können das 1,6- bis 2,3fache der Kopf-Rumpf-Länge erreichen, welche bis zu 13&amp;amp;nbsp;Zentimeter beträgt. Die maximale Gesamtlänge ist allerdings oft schwer zu beziffern, da viele ältere Tiere keinen unversehrten Schwanz mehr aufweisen, sondern diesen zwischenzeitlich bei Kontakt mit Fressfeinden oder bei Paarungskämpfen verloren und (unvollständig) regeneriert haben. Es werden aber bis etwa 40&amp;amp;nbsp;Zentimeter Gesamtlänge erreicht. Die [[Extremität]]en sind im Verhältnis zum Rumpf relativ lang; Exemplare aus Deutschland sollen durch besonders lange Hinterbeine auffallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rücken und große Teile des Körpers sind bei beiden Geschlechtern hell- bis dunkelgrün. Die Grünfärbung entsteht allerdings erst allmählich im Laufe der ersten Lebensjahre; die Jungtiere erscheinen in Brauntönen. Während die etwas robuster wirkenden, großköpfigeren Männchen auf der grünen Grundfarbe in der Regel kleine schwarze, mitunter ornamentartig angeordnete Sprenkel aufweisen, haben die Weibchen oft ein Zeichnungsmuster mit in Reihen angeordneten, dunklen Abzeichen und weißlich-gelben Linien, die zu Längsbändern verschmelzen können. Je nach Region und Jahreszeit lassen sich die Geschlechter aber nicht immer an Zeichnungsmerkmalen unterscheiden. Bauch und Kehle sind fleckenlos weiß, grünlich oder gelb gefärbt. Mit der ersten Häutung nach der Winterruhe werden Kinn-, Kehl- und Halsregion sowohl bei Männchen als auch teilweise bei Weibchen grünblau bis „kornblumenblau“. Dieses „Paarungskleid“ erscheint beim Männchen kontrastreicher und farbintensiver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obige Beschreibung passt ebenso auf die [[Schwesterart]] [[Östliche Smaragdeidechse]]. Morphologisch bestehen nur geringe Differenzen bei der Beschuppung und den Körperproportionen. Diese beiden Arten sind, abgesehen von genetischen Merkmalen, hauptsächlich an ihrer Verbreitung zu unterscheiden. Gelegentlich kann eine Smaragdeidechse auch mit einer männlichen [[Zauneidechse]] (&amp;#039;&amp;#039;Lacerta agilis&amp;#039;&amp;#039;) verwechselt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Smaragdeidechse 2011-05-08.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Smaragdeidechsen bevorzugen sonnenerwärmte, süd-/südwest-/südostexponierte Geländehänge mit einem ausreichenden Feuchtegrad und einer Mischung aus offenen Strukturen und mosaikartiger Vegetation als [[Habitat]]. Besonders geeignet sind beispielsweise trockenere Waldränder, vergraste [[Weinberg]]e, [[Halbtrockenrasen]] (nicht jedoch gebüschlose [[Trockenrasen]]!), [[Ginster]]heiden, [[Brombeeren|Brombeer]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;dickichte, [[Bahndamm|Bahn-]] und [[Wegdamm|Wegdämme]], Wiesen mit [[Schlehe]]ngebüschen und schüttere [[Streuobstwiese]]n. In Smaragdeidechsen-Habitaten sind häufig Ansammlungen von Steinen mit erreichbarem Lückensystem (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Lesesteinhaufen]] und [[Trockenmauer]]n) zu finden. Im Süden des Verbreitungsgebiets sind die Vorkommen dagegen oft auf feuchte Lagen oder auf gebirgige Regionen beschränkt. Die tagaktiven Tiere nehmen insbesondere morgens und abends ausgedehnte Sonnenbäder; ansonsten klettern sie nahrungssuchend im Pflanzengestrüpp umher. Bei Gefahr huschen sie sehr flink in schützende Vegetation sowie in Spalten und Höhlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(Hinweis: [[Phänologie|Phänologische]] Daten beziehen sich auf Mitteleuropa.)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Lacerta bilineata Jungtier Orchi 2012-09-23 014.jpg|mini|hochkant=1.2|Jungtier]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lacerta bilineata-pjt.jpg|mini|hochkant=1.2|Exemplar mit nachgewachsenem Schwanz (Stranddünen bei Cavallino, Italien)]]&lt;br /&gt;
Nach der etwa sechsmonatigen Überwinterung in frostsicheren Erdhöhlen erscheinen im März oder April zuerst die Männchen, dann die Weibchen und zuletzt im Mai die Jungtiere an der Oberfläche. Zunächst steht für die [[Wechselwarmes Tier|wechselwarmen Tiere]] das Aufwärmen im Sonnenlicht im Vordergrund. Nach einer Häutung beginnen im Mai die Paarungsaktivitäten. Die Individuen beanspruchen [[Revier (Tier)|Territorien]], die die Männchen untereinander in heftigen Kämpfen mit [[Imponierverhalten]], Beißereien und Verfolgungsjagden verteidigen. Gegenüber Weibchen zeigen sie ein typisches [[Balz]]verhalten mit bestimmten Bewegungsmustern. Bei der Paarung beißt das Männchen dem vor ihm laufenden Weibchen zunächst in den Schwanz; beide laufen dabei im sogenannten Paarungsmarsch weiter. Dann beißt es in die Flanken, biegt seinen Unterkörper unter das Weibchen und führt seinen [[Hemipenis]] in die [[Kloake (Biologie)|Kloake]] des Weibchens ein. Die [[Begattung|Kopulation]] dauert mehrere Minuten. Ein Weibchen verpaart sich bei Gelegenheit mit mehreren Männchen und umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ungefähr drei bis sechs Wochen legen die Weibchen 6 bis 23 Eier mit zunächst etwa einem Zentimeter Breite. Die Eiablage erfolgt nachts in wahrscheinlich selbst gegrabenen Erdhöhlen, die etwa 30&amp;amp;nbsp;Zentimeter lang sind und etwa 10&amp;amp;nbsp;Zentimeter unter der Oberfläche liegen können. Danach bewachen und verteidigen die Weibchen das Gelege oft noch einige Tage – auch gegen andere Weibchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Eier (Eizeitigung) dauert je nach Umgebungstemperatur etwa 70 bis 100&amp;amp;nbsp;Tage. Ihr anfängliches Volumen vergrößert sich durch Wasseraufnahme um etwa ein Drittel. Die Schlüpflinge haben Körperlängen von bereits 8 bis 10&amp;amp;nbsp;Zentimetern. Mit knapp zwei Jahren tritt die [[Geschlechtsreife]] ein, und die bis dahin rasch größer gewordenen Eidechsen verlangsamen ihr weiteres Wachstum. Es wird eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrung, Fressfeinde ==&lt;br /&gt;
Smaragdeidechsen vertilgen größere [[Insekten]], [[Spinnentiere|Spinnen]], [[Asseln]], [[Schnecken]] und kleine [[Wirbeltiere]] (beispielsweise Jungmäuse), aber auch Reptilieneier und -jungtiere sowie Beeren. Sie gehen mit Hilfe des Seh- und Geruchssinnes aktiv auf Beutefang, ergreifen ihre Opfer mit dem bezahnten Maul und verschlucken diese direkt oder nach mehrmaligem Kauen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Herrel, R. Van Damme, B. Vanhooydonck, F. De Vree: &amp;#039;&amp;#039;The implications of bite performance for diet in two species of lacertid lizards.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Canadian Journal of Zoology&amp;#039;&amp;#039; 79, Nr. 4, 2001, S. 662–670, [[doi:10.1139/z01-031]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Sperrige Teile wie harte Flügeldecken von Insekten werden vorher durch Schütteln entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie selbst gehören zum Beutespektrum von [[Schlangen]] (beispielsweise der oft [[syntop]] vorkommenden [[Schlingnatter]]), [[Greifvögel]]n und [[Neuntöter]]n. [[Hühnervögel]] fressen vor allem die Jungtiere. Unter den [[Säugetiere]]n sind [[Hauskatze]]n, [[Spitzmäuse]], [[Igel]], [[Rotfuchs|Füchse]] und [[Marder]]arten zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lacerta viridis distribution.jpg|mini|Verbreitung der &amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis&amp;#039;&amp;#039; Gruppe in Europa und Kleinasien]]&lt;br /&gt;
Die Westliche Smaragdeidechse kommt am Nordrand der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] in [[Spanien]], in weiten Teilen [[Frankreich]]s, auf den englischen [[Kanalinseln]], im Südwesten [[Deutschland]]s, in der südlichen [[Schweiz]], in [[Italien]] einschließlich [[Sizilien]]s und auf der [[Kroatien|kroatischen]] Insel [[Cres]] vor. In [[Kansas]]/USA wurde die Art vom Menschen eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es aktuell nur noch einige inselartige [[Population (Biologie)|Populationen]] in [[Rheinland-Pfalz]], wo das [[Mittelrhein|mittlere Rheintal]] sowie die Hänge der unteren [[Mosel]] und der [[Nahe (Rhein)|Nahe]] besiedelt werden. Im Jahr 2003 sind Smaragdeidechsen nach ca. 150 Jahren wieder für [[Hessen]] im mittleren [[Lahn]]tal nachgewiesen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Henf, Dirk Alfermann: &amp;#039;&amp;#039;Neunachweis der Smaragdeidechse im hessischen Lahntal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Salamandra (Zeitschrift)|Salamandra]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 40, Nr. 3/4, 2004, S. 235–238.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ersten molekularbiologischen Untersuchungsergebnissen wird angenommen, dass es sich um eine bisher übersehene &amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039;-Population handeln könnte. Die Frage der [[Autochthone Art|Autochthonie]] ist aber nicht abschließend zu klären. Nach einem Gutachten&amp;lt;ref&amp;gt;Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Hessen e.&amp;amp;nbsp;V. (AGAR): &amp;#039;&amp;#039;Die Smaragdeidechse Lacerta bilineata bei Runkel an der Lahn.&amp;#039;&amp;#039; Unveröffentlichtes Gutachten 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; ergeben sich aufgrund einer ausführlichen Landschaftsanalyse (ehemaliges [[Weinbaugebiet]], tangierender Bahndamm, wärmegetönte Biotope) zumindest Anhaltspunkte, die für ein natürliches Vorkommen sprechen. Wirkliche Indizien zur Autochthonie könnten Nachweise räumlich vermittelnder Populationen aus dem Lahntal zwischen [[Weilburg]] und [[Lahnstein]] erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten war die Verbreitung in Mitteleuropa vermutlich kontinuierlicher. In Brandenburg, Bayern (Raum Passau), Österreich sowie in ganz Südosteuropa findet man die Schwesterart [[Östliche Smaragdeidechse]] (&amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis&amp;#039;&amp;#039;). Auch die Smaragdeidechsen-Populationen am [[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhl]] werden nach neuen [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]]-Untersuchungen von manchen Autoren (wieder) zu &amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis&amp;#039;&amp;#039; gezählt und als [[Allochthone Art|eingebürgert]] angesehen, nachdem man sie zwischenzeitlich &amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joger&amp;quot;&amp;gt;[[Ulrich Joger]], Daniela Guicking, Svetlana Kalyabina-Hauf, Peter Lenk, Zoltan T. Nagy, [[Michael Wink]]: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeographie, Artbildung und postpleistozäne Einwanderung mitteleuropäischer Reptilien.&amp;#039;&amp;#039; In: Martin Schlüpmann, Hans-Konrad Nettmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Areale und Verbreitungsmuster. Genese und Analyse. Festschrift für Prof. Dr. Reiner Feldmann&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Feldherpetologie.&amp;#039;&amp;#039; Supplement 10). Laurenti, Bielefeld 2006, ISBN 3-933066-29-8, S. 29–59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings wird noch in der etwas später (2007) erschienenen Herpetofauna Baden-Württembergs davon ausgegangen, dass die südbadischen Smaragdeidechsen am Kaiserstuhl und am [[Tuniberg]] der Art &amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039; zuzurechnen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Klemens Fritz, Peter Sowig: &amp;#039;&amp;#039;Westliche Smaragdeidechse, Lacerta bilineata DAUDIN, 1802.&amp;#039;&amp;#039; In: Hubert Laufer, Klemens Fritz, Peter Sowig: &amp;#039;&amp;#039;Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8001-4385-6, S. 559–576.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschland, Italien und Kroatien sind die einzigen Länder, in denen die beiden Smaragdeidechsenarten &amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039; vorkommen. In der nordostitalienischen Region [[Friaul]]-Julisch-[[Venetien]] scheint eine [[Hybride|Hybridisierungszone]] beider Arten zu bestehen; ansonsten sind ihre Verbreitungsgebiete weitestgehend [[Allopatrie|allopatrisch]]. Auf der kroatischen Insel Cres konnte sich allerdings eine &amp;#039;&amp;#039;bilineata&amp;#039;&amp;#039;-Population halten, während diese Art in der übrigen Region [[Istrien]] wohl von der sich nach Westen ausbreitenden Östlichen Smaragdeidechse verdrängt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lacerta viridis bilineata and Adriatic lineage clades after Marzahn et al 2016.jpg|mini|Abstammungslinien der Smaragdeidechsen (&amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039;). Neben der östlichen und westlichen Smaragdeidechse existieren noch zwei weitere Basis-Stammlinien. Die Adriatische Linie sowie die Kleinasiatische. Die Östliche Smaragdeidechse lässt sich wiederum in drei separate Taxa untergliedern.]]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata bilineata&amp;#039;&amp;#039; Daudin, 1802&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata chloronota&amp;#039;&amp;#039; Rafinesque-Schmaltz, 1810&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata chlorosecunda&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata indet&amp;#039;&amp;#039; (Elbing, 2001)&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata fejervaryi&amp;#039;&amp;#039; Vasvary, 1926&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterarten &amp;#039;&amp;#039;bilineata&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;chloronota&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;fejervaryi&amp;#039;&amp;#039; waren ursprünglich als solche von &amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis&amp;#039;&amp;#039; beschrieben worden. Die Validität des Unterartstatus von &amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata chlorosecunda&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;L. b. fejervaryi&amp;#039;&amp;#039; wird von manchen Autoren in Frage gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ReptileDatabase|genus=Lacerta|species=bilineata|abruf=2014-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artbildung im &amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis-bilineata&amp;#039;&amp;#039;-Komplex ==&lt;br /&gt;
Die Ausbildung zweier biologischer Arten von Smaragdeidechsen wurde durch [[Biogeographie|biogeographische]] Faktoren initiiert.&lt;br /&gt;
Das Gesamtareal weist einen relativ engen „[[Genetischer Flaschenhals|Flaschenhals]]“ südlich der [[Alpen]] auf, der eine Einschränkung des [[Gen]]austausches bedingt.&lt;br /&gt;
Nördlich der Alpen konnte sich [[Holozän|nacheiszeitlich]] kein zusammenhängendes Verbreitungsgebiet ausbilden und erhalten.&lt;br /&gt;
Begünstigt durch diese weitgehende räumliche Trennung fanden [[Selektion (Evolution)|selektive]] [[Evolution|evolutionäre]] Prozesse statt, die allmählich zu einer genetischen Differenzierung in den Populationen führte. Diese wurde methodisch durch den Vergleich genetischer Distanzen von [[Allozym]]profilen sowie von [[Mitochondrien|mitochondrialen]] [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]]-Sequenzen (Cytochrom b) nachgewiesen.&lt;br /&gt;
Heute ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass bei Kreuzungen zwischen Individuen von &amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lacerta viridis&amp;#039;&amp;#039; nur noch sehr eingeschränkt [[fertil]]e Nachkommen entstehen.&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass sich die Artbildung derzeit an einem „point of no return“ befindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Ungünstige Klimaverhältnisse und -änderungen können insbesondere am nördlichen Rand des Verbreitungsgebiets, also gerade auch in Deutschland, zu Bestandsverlusten führen. Das betrifft verstärkt territorial [[Isolation (Biologie)|isolierte]] und durch weitere Faktoren bereits geschwächte, individuenarme Populationen. Maßgeblich wirken sich aber bestimmte [[anthropogen]]e Maßnahmen in den Lebensräumen aus, die man allgemein als [[Extensive Landwirtschaft|extensive]] [[Kulturlandschaft]]en charakterisieren kann. Die Intensivierung der Bewirtschaftung (z.&amp;amp;nbsp;B. Durchführung von Maßnahmen zur Flurbereinigung), der Ausbau von Verkehrswegen oder die [[Verbuschung]] bzw. [[Aufforstung]] von halboffenen Habitaten sind unter anderem zu nennen. Möglicherweise spielt auch der Wegfang durch „Liebhaber“ eine Rolle, obwohl die Art unter anderem nach der [[Berner Konvention]] geschützt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weiterer Schutzstatus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auswahl)&lt;br /&gt;
*[[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Richtlinie]]: &amp;quot;eigentlich&amp;quot; Anhang IV (streng zu schützende Art; wegen der jungen Taxonomie allerdings &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; explizit aufgeführt!)&lt;br /&gt;
*[[Bundesartenschutzverordnung]] (BArtSchV): Anlage 1&lt;br /&gt;
*[[Bundesnaturschutzgesetz]] (BNatSchG): streng geschützt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nationale Rote-Liste-Einstufungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auswahl)&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Detlef Kühnel, Arno Geiger, Hubert Laufer, [[Richard Podloucky]], Martin Schlüpmann: &amp;#039;&amp;#039;Rote Liste und Gesamtartenliste der Kriechtiere (Reptilia) Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; In: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Wirbeltiere&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Naturschutz und biologische Vielfalt.&amp;#039;&amp;#039; 70, 1). Bundesamt für Naturschutz u. a., Bonn-Bad Godesberg u. a. 2009, ISBN 978-3-7843-5033-2, S. 231–256, [http://www.herpetofauna-nrw.de/downloads/rote_liste_kriechtiere_s231-256.pdf Digitalisat (PDF; 1,41 MB)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Rote Liste gefährdeter Arten|Rote Liste]] der Bundesrepublik Deutschland: 2 – stark gefährdet&lt;br /&gt;
*Rote Liste Österreichs: (diese Art kommt hier nicht vor)&lt;br /&gt;
*Rote Liste der Schweiz: VU – vulnerable (gefährdet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Günter Diesener, [[Josef Reichholf]]: &amp;#039;&amp;#039;Lurche und Kriechtiere&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Steinbachs Naturführer.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4). Mosaik-Verlag, München 1986, ISBN 3-570-01273-5.&lt;br /&gt;
* Kerstin Elbing: &amp;#039;&amp;#039;Die Smaragdeidechsen. Zwei (un)gleiche Schwestern&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Feldherpetologie.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 3). Laurenti-Verlag, Bielefeld 2001, ISBN 3-933066-09-3.&lt;br /&gt;
* Silke Rykena, Hans-Konrad Nettmann, Rainer Günther: &amp;#039;&amp;#039;Westliche Smaragdeidechse – Lacerta bilineata Daudin, 1802.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer Günther (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Amphibien und Reptilien Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer, Jena u. a. 1996, ISBN 3-437-35016-1,  S. 558–566.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lacerta bilineata|Westliche Smaragdeidechse (&amp;#039;&amp;#039;Lacerta bilineata&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{ReptileDatabase|genus=Lacerta|species=bilineata}}&lt;br /&gt;
* [http://www.herp.it/indexjs.htm?SpeciesPages/LacerBilin.htm Fotos der Westlichen Smaragdeidechse bei www.herp.it]&lt;br /&gt;
* [https://www.infofauna.ch/de/beratungsstellen/reptilien-karch/die-reptilien/arten/westliche-smaragdeidechse#gsc.tab=0 Informationen zur Westlichen Smaragdeidechse in der Schweiz], Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (karch)&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2013.1&lt;br /&gt;
| ID             = 61519&lt;br /&gt;
| ScientificName = Lacerta bilineata&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2008&lt;br /&gt;
| Assessor       = Valentin Pérez-Mellado, Marc Cheylan, Philippe Geniez, Hans Konrad Nettmann, Benedikt Schmidt, Richard Podloucky, Roberto Sindaco, Antonio Romano&lt;br /&gt;
| Download       = 4. September 2013&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|5. Juni 2006|17488075}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Echte Eidechsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fice</name></author>
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