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	<title>Werkzeug - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Werkzeug&amp;diff=3990&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mary Joanna: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2023-12-21T11:21:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Agarre de un bifaz.png|mini|Erfolgsmodell über Jahrtausende: der [[Faustkeil]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm Wittmann Stilleben mit Nähutensilien.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Stillleben mit Nähutensilien&amp;#039;&amp;#039;, Wilhelm Wittmann, 1889]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkzeug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein nicht zum [[Körper (Biologie)|Körper eines lebenden oder künstlichen Organismus]] gehörendes [[Sache|Objekt]], mit dessen Hilfe die [[Funktion (Objekt)|Funktionen]] des Körpers erweitert werden, um auf diese Weise ein unmittelbares Ziel zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot; |lang=en |Text=the use of an external object as a functional extension of mouth or beak, hand or claw, in the attainment of an immediate goal}}. {{Literatur |Autor=Jane van Lawick-Goodall |Hrsg=D. S. Lehrman, R. A. Hinde, E. Shaw |Titel=Tool-using in primates and other vertebrates |Sammelwerk=Advances in the study of behaviour |Band=Vol.&amp;amp;nbsp;3 |Verlag=Academic Press |Ort=New York (NY) |Datum=1970 |Seiten=195–249}} Zitiert nach: {{Literatur |Autor=Vicki K. Bentley-Condit, E.O. Smith |Hrsg= |Titel=Animal tool use: current definitions and an updated comprehensive catalog |Sammelwerk=Behaviour |Band=Vol.&amp;amp;nbsp;147 |Nummer=2 |Verlag=Brill |Ort=Leiden |Datum=2010 |ISSN=0005-7959 |Seiten=185–221; A1–A32 |Online=[http://www.eosmith.com/cup/Chapter%2013%20Revised%20With%20Ancillary%20Material/Tool%20Use%20Paper.pdf eosmith.com] |Format=PDF |KBytes= |DOI=10.1163/000579509X12512865686555}} Für weitere Definitionen siehe {{Webarchiv |url=http://nationalzoo.si.edu/Animals/ThinkTank/ToolUse/default.cfm |text=nationalzoo.si.edu |wayback=20141025010050}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Ziel ist in [[Handwerk]] und [[Industrie]] die Veränderung eines [[Werkstück]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sammlung verschiedener Werkzeuge, die nötig für eine bestimmte [[Tätigkeit]] sind, nennt man [[Werkzeugsatz]]. In der [[Industrie]] werden die verwendeten Werkzeuge in einer [[Werkzeugverwaltung]] dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Begriff ==&lt;br /&gt;
Das Wort ‚Werkzeug‘ tritt ab dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Werkzeug, n. (und m.), instrumentum |Band=29 |Sp=419–426 |lemid=GW17908}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Kontexten werden Werkzeuge auch als Instrumente (oft als Bestandteil eines Instrumentariums) bezeichnet, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Chirurgisches Instrument|chirurgische und zahnärztliche Instrumente]] (wie etwa der [[Rotierende zahnärztliche Instrumente|Bohrer]]) oder Beobachtungsinstrumente, hier bürgert sich auch das englische Wort &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|tool}}&amp;#039;&amp;#039; ein. Für die &amp;#039;&amp;#039;Ausrüstung&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Ausrüstung, f. instructio, armatura |Band=1 |Sp=942 |lemid=GA08760}}&amp;lt;!-- der Ausspruch von Kant belegt was??? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; den für eine Aufgabe notwendigen Satz an Werkzeug, sind auch &amp;#039;&amp;#039;Instrumentarium&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Leo: &amp;#039;&amp;#039;Instrumentarium chirurgicum.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Vorrede von [[Johann Nepomuk Rust]]. 1824.&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder als Sammelbegriff der [[Apparat (Verfahrenstechnik)|Apparat]] oder das [[Gerät]] und der englische Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Equipment}}&amp;#039;&amp;#039; in Gebrauch. Veraltet steht auch &amp;#039;&amp;#039;das Rüstzeug&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Rüstzeug, n., in älterer Sprache auch m. |Band=14 |Sp=1553–1554 |lemid=GR09947}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. [[Rüstung (Schutzkleidung)|Rüstung]], immer noch in [[Rüsten]] und [[Rüsten#Rüstzeit|Rüstzeit]] für den Wechsel von Werkzeugen verwendet), zu &amp;#039;&amp;#039;[[Zeug (Militärtechnik)|Zeug]]&amp;#039;&amp;#039;, dem Wort für {{&amp;quot;|Sächliche Konkreta}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Zeug, n., m., Sammelwort für sächliche Concreta |Band=31 |Sp=825–838 |lemid=GZ05038}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das auch in ‚Werkzeug‘ steckt, und zahlreichen altertümlicheren und fachsprachlichen Ausdrücken für Werkzeugsätze diverser Fachgebiete. ‚Zeug‘ selbst ist mit engl. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|toy}}&amp;#039;&amp;#039; ‚[[Spielzeug]]‘ verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge sind – im Unterschied zum &amp;#039;&amp;#039;Gerät&amp;#039;&amp;#039; – meist „[[einfache Maschine]]n“, also Vorrichtungen, die auf grundlegenden Prinzipien der [[Kräftelehre]] aufgebaut sind. Typische Formen der mechanischen Einwirkung sind etwa Halten, Bewegen oder Umformen, Durch-/Abtrennen, Verbinden und andere Vorgänge, die man unter dem Begriff [[Fertigungsverfahren]] zusammenfasst. Die meisten Werkzeuge werden durch [[Handarbeit (Arbeitswissenschaft)|Handarbeit]] bedient.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Eine_Encyclop%C3%A4die_der_Landwirthschaft/-WZ3YtsoXg8C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Werkzeuge+Handarbeit&amp;amp;pg=PA499&amp;amp;printsec=frontcover John C. Loudon, &amp;#039;&amp;#039;Eine Encyclopädie der Landwirthschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1827, S. 499]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Definitionsumfang umfasst Hilfsmittel jeglicher Art. Hierzu würden auch [[Messgerät]]e gehören, aber auch ein mathematischer [[Formel]]satz oder ein numerisches [[Modell]] oder eine [[Vermögen (Fähigkeit)|Fähigkeit]]. In diesem Sinne kann das Werkzeug als Verbesserung oder Erweiterung einer vorhandenen oder als Ersatz einer fehlenden körperlichen oder geistigen Funktion interpretiert werden. Beispielsweise ist ein Hammer die Erweiterung der Faust, eine Pinzette erweitert Daumen und Finger, ein Kran leistet mehr als ein Arm, ein Speichermedium ergänzt das Gedächtnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiele in diesem Sinne geben die Brüder Grimm: {{&amp;quot;|im konkreten Sinne Gerät als Mittel zur Unterstützung oder Ersetzung der menschlichen Hand bei der Bearbeitung von Gegenständen oder Stoffen.}} {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Werkzeug 1) |Band=29 |Sp=419–421 |lemid=GW17908#T51780259}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im allgemeinsten Sinne steht Werkzeug für „Mittel zum Zweck“, dann auch für Personen und Vorgänge im abstrakten Sinn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Werkzeug 3) a) |Band=29 |Sp=422–424 |lemid=GW17908#T51782188}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre von den Werkzeugen und ihrer Anwendung ist die [[Technologie]]. Auch dieser Begriff kann über Technik hinausgehend auf die Information erweitert zur [[Informationstechnik|Informationstechnologie]] verallgemeinert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geschichte der Produktionstechnik}}&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Werkzeugnutzung und -herstellung durch Menschen beginnt vor ca. 2,4 Millionen Jahren. Im Verlauf der [[Steinzeit]] wurden sehr viele der heute noch üblichen Werkzeuge entwickelt. Die ältesten Steinwerkzeuge, die das Niveau der Schimpansentechnik übertrafen, wurden vor 2,4 Millionen Jahren vermutlich durch den &amp;#039;&amp;#039;[[Homo rudolfensis]]&amp;#039;&amp;#039; hergestellt. Metalle als Material für Werkzeuge sind seit der [[Kupfersteinzeit|Kupferzeit]] (Chalkolithikum, Äneolithikum) üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Analyse der Bälkchenstruktur von 3 Mio. Jahre alten Mittelhandknochen von &amp;#039;&amp;#039;[[Australopithecus africanus]]&amp;#039;&amp;#039; mittels [[Computertomographie]] lässt den Schluss zu, dass damals schon Handwerkzeug verwendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sciencev2.orf.at/stories/1752735/index.html science.orf.at] Anthropologie: Knochen verraten frühen Werkzeuggebrauch, science.ORF.at 23. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Canto tallado 1-Guelmim-Es Semara.jpg|[[Oldowan]]-Werkzeug von Frühmenschen&lt;br /&gt;
Aboriginal craft.jpg|[[Wurfholz|Wurfhölzer]]&lt;br /&gt;
Haches pierre polie.jpg|[[Sillimanit|Fibrolith]]- und [[Jadeit]]-[[Beil]]e aus der [[Jungsteinzeit]], Bretagne&lt;br /&gt;
Gebel el-Arak knife mp3h8783-black.jpg|[[Messer vom Gebel el-Arak]], ein Prunkmesser der [[Prädynastik (Ägypten)|Prädynastik]] um 3300–3200&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
Werkzeuge eines Wagners.JPG|Werkzeug eines [[Stellmacherei|Wagners]]&lt;br /&gt;
Furniture installation tools.jpg|Werkzeugsatz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon natürliche Gegenstände wie Steine oder Äste werden von Menschen und auch vielen Tieren als Werkzeuge verwendet. Die gezielte Werkzeug&amp;#039;&amp;#039;herstellung&amp;#039;&amp;#039; (Anspitzen eines Astes zur Verwendung als Spieß) beherrschen neben dem Menschen nur wenige [[Primaten]] und Vogelarten (vgl. [[Werkzeuggebrauch bei Tieren]]). Bereits [[Schimpansen]] sind in der Lage, nicht nur vorhandene Dinge als Werkzeuge zu benutzen, sondern auch gezielt Werkzeuge herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, die körperlichen Fähigkeiten durch Werkzeuggebrauch zu steigern, kann als früher Vorläufer der heutigen [[Bionik]] gesehen werden. Neben der Selbstbeobachtung, was ohne Werkzeug nicht, mit Werkzeug aber schon gemacht werden kann, dürften auch in magischen Vorstellungen umgesetzte Versuche, sich Eigenschaften von Tieren anzueignen, über die der Mensch in seiner biologischen Ausstattung nicht verfügt, zu konkreten Ergebnissen im Sinne der Technik geführt haben. Noch heute ist für einfache traditionelle Werkzeuge und Geräte eine Vielzahl von vergleichenden Namen üblich, die auf Tiereigenschaften Bezug nehmen, wie der [[Bock (Gestell)|Bock]], der nicht umfällt, oder der sprichwörtlich „reißende“ Wolf für [[Aktenvernichter|Reißwolf]] oder [[Fleischwolf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Fachgebiete ==&lt;br /&gt;
=== Technik ===&lt;br /&gt;
Die Bearbeitung eines Werkstücks erfolgt durch ein Werkzeug, das aber wiederum durch ein Tier, einen Menschen oder eine Maschine geführt werden muss. Eine Maschine, die eigenständig eine Bearbeitung ausführt, kann also nicht als Werkzeug bezeichnet werden, wobei sich die Begrifflichkeiten überlappen, denn eine komplexe Maschine kann durchaus „als Werkzeug“ eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Einzelnen steht der Begriff Werkzeug für&lt;br /&gt;
* Grundwerkzeuge: [[Amboss]], [[Richtplatte]], [[Schraubstock]]&lt;br /&gt;
* Handwerkzeuge: [[Hammer]], [[Zange]]n, [[Feile]]n, [[Schraubenzieher]], [[Schlagschrauber]], [[Meißel]]&lt;br /&gt;
* in Press- oder Walzwerken und Stanzereien verwendete [[Formwerkzeug]]e (Münzstempel, Guss- oder Pressformen)&lt;br /&gt;
* in [[Werkzeugmaschine]]n eingesetzte [[Bearbeitungswerkzeug]]e ([[Schneidwerkzeug]]e: [[Fräswerkzeug|Fräser]], [[Bohrer]])&lt;br /&gt;
* die Gesamtheit der Werkzeuge, die für eine Verrichtung gebraucht werden (z.&amp;amp;nbsp;B. das Werkzeug des Tischlers):&lt;br /&gt;
** Werkzeuge zur [[Holzbearbeitung]], siehe &amp;#039;&amp;#039;[[:Kategorie:Holzbearbeitungswerkzeug]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Werkzeuge zur [[Metallverarbeitung]]&lt;br /&gt;
* in der [[Informatik]] eingesetzte [[Software]] zum Erstellen, Verwalten oder Prüfen anderer Software; z.&amp;amp;nbsp;B. [[Compiler]], [[Versionsverwaltung]], [[Debugger]], auch als Softwarewerkzeug oder [[Programmierwerkzeug]] bezeichnet&lt;br /&gt;
* in der [[Wirtschaftsinformatik]] als routinemäßig anwendbare, häufig als [[Software]] implementierte Methode (z.&amp;amp;nbsp;B. Analysemethode, Entwurfsmethode, Evaluierungsmethode) oder Technik (Kreativitätstechnik, [[Netzplantechnik]], [[Szenariotechnik]]) zur Lösung eines Problems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beruf des [[Werkzeugmacher]]s im [[Werkzeugbau]] wird meist mit der Herstellung von [[Gesenk]]en und [[Spritzguss]]&amp;amp;shy;formen ([[Spritzgießwerkzeug]]) verbunden, obwohl zum Berufsbild auch die Herstellung von [[Schneidwerkzeug]]en, [[Messwerkzeug]]en und [[Vorrichtung]]en gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswelt ===&lt;br /&gt;
In der Arbeitswelt gehören die am [[Arbeitsplatz]] eingesetzten &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgeräte&amp;#039;&amp;#039; zu den [[Arbeitsmittel]]n. Hierzu zählen alle Arten von [[Betriebs- und Geschäftsausstattung]] wie [[Büromaschine]]n, [[Büromaterial]], [[Büromöbel]], [[Maschine]]n, [[Anlage (Technik)|technische Anlagen]], [[Telekommunikationsanlage]]n oder Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Humanwissenschaft ===&lt;br /&gt;
==== Pädagogik/Erziehungswissenschaft ====&lt;br /&gt;
Um die Gesamtheit der Mittel und Hilfsmittel beim [[Lernen]] zu bezeichnen, hat sich der Begriff des &amp;#039;&amp;#039;Lernwerkzeugs&amp;#039;&amp;#039; durchgesetzt. Im Unterrichtsalltag kommen Lernwerkzeuge in Form von Heften, [[Füllfederhalter|Füllern]], [[Radiergummi]]s, [[Lineal]]en, [[Taschenrechner]]n und [[Computerprogramm]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. elektronische Nachschlagewerke) etc. vor. Sie sparen Zeit, Material oder erledigen immer gleiche Abläufe. Gute Lernwerkzeuge helfen und sorgen für eine Arbeitserleichterung und tragen auch zu einer Unterstützung wichtiger Lernaktivitäten bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kulturwissenschaften ====&lt;br /&gt;
In den Kulturwissenschaften – insbesondere in der [[Ethnologie]] – wird die allgemeinere Definition für Werkzeuge verwendet. Nach ihrer „technologischen Funktion“ werden folgende vier kombinierbaren Werkzeugtypen unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Behälter]]&lt;br /&gt;
: Aufbewahren und Lagern, um den Inhalt vor Beschädigung, Zerfall, Entwertung und Verlust zu schützen.&lt;br /&gt;
:; [[Fahrzeug|Vehikel]]&lt;br /&gt;
:: Kombination aus Behälter und Medium, z.&amp;amp;nbsp;B. Fahrzeuge&lt;br /&gt;
; Medien&lt;br /&gt;
: Werkzeuge zum Bewegen von Materie oder Energie über eine räumliche Distanz, z.&amp;amp;nbsp;B. Telefonkabel, Pipeline.&lt;br /&gt;
:; Mechanismus&lt;br /&gt;
:: Ensemble aus verschiedenen Medien, die Kraft, Energie oder Bewegung übertragen, z.&amp;amp;nbsp;B. das Rad.&lt;br /&gt;
; Selektor&lt;br /&gt;
: Filter, um Verschiedenes zu trennen.&lt;br /&gt;
:; [[Ventil]]&lt;br /&gt;
:: Kombination von Selektor und Mechanismus.&lt;br /&gt;
; Konverter&lt;br /&gt;
:: Umwandeln von Materialien oder Energie in andere Formen, z.&amp;amp;nbsp;B. das Feuer.&lt;br /&gt;
:; [[Maschine]]&lt;br /&gt;
:: Nutzbarmachung von Energie in Bewegungsenergie durch einen Mechanismus.&lt;br /&gt;
:; [[Elektrischer Generator|Generator]]&lt;br /&gt;
:: Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dtv-Ethnologie&amp;quot;&amp;gt;[[Dieter Haller]] (Text), Bernd Rodekohr (Illustrationen): &amp;#039;&amp;#039;Dtv-Atlas Ethnologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. dtv, München 2010, S.&amp;amp;nbsp;139.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Recht ===&lt;br /&gt;
Auch die [[Rechtswissenschaft]] kennt den Begriff des &amp;#039;&amp;#039;Werkzeugs&amp;#039;&amp;#039;. So kann bei Begehen einer Straftat das Verwenden oder Beisichführen eines Werkzeugs ein [[Qualifikation (Strafrecht)|qualifizierendes Tatbestandsmerkmal]] oder einen besonders schweren Fall ([[Regelbeispiel]]) darstellen (vgl. [[gefährliche Körperverletzung]], schwerer Raub, besonders schwerer Fall des [[Diebstahl (Deutschland)|Diebstahls]]). Das Tatbestandsmerkmal ist inhaltlich nicht deckungsgleich mit dem umgangssprachlichen Werkzeugbegriff, ja kann sogar je nach Tatbestand einen unterschiedlichen Inhalt haben. Bisweilen wird von der Strafrechtswissenschaft auch der Vordermann bei der [[Mittelbare Täterschaft|mittelbaren Täterschaft]] als (Tat-)Werkzeug bezeichnet. Im [[Staatshaftungsrecht (Deutschland)|Staatshaftungsrecht]] schließlich hat die Rechtsprechung eine sog. Werkzeugtheorie entwickelt, nach der sie beurteilt, wann der Staat für die Fehler von beauftragten Privatunternehmern nach [[Amtshaftung]]sgrundsätzen haftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Werkzeugmaschinen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Werkzeuge]]&lt;br /&gt;
* [[Persönliche Schutzausrüstung]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Technik]]&lt;br /&gt;
* [[Megamaschine]], soziologische Theorie nach Lewis Mumford&lt;br /&gt;
* [[Werkzeugmacher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmar Schramm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Instrumente in Kunst und Wissenschaft. Zur Architektonik kultureller Grenzen im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 978-3-11-018338-2.&lt;br /&gt;
* [[Bernt Spiegel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die obere Hälfte des Motorrads – Vom Gebrauch der Werkzeuge als künstliche Organe.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02268-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tools|Werkzeug}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4065596-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkzeug| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mary Joanna</name></author>
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