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	<title>Weiß - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Wei%C3%9F&amp;diff=10492&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yuttilight: Quelle hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-08-11T20:10:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quelle hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Farbe Weiß. Für den Familiennamen siehe [[Weiß (Familienname)]], für weitere Bedeutungen siehe [[Weiß (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Farbmuster|Weiß|#ffffff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weiß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die hellste aller [[Farbe]]n. Es ist, wie [[Schwarz]] und [[Grau]], eine [[unbunt]]e Farbe. Weiß ist keine [[Spektralfarbe]], sondern entsteht durch ein Gemisch aus Einzelfarben, das den gleichen Farbeindruck hervorruft wie Sonnenlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Myrtales - Myrtus communis 1.jpg|mini|[[Myrten]]blüten (&amp;#039;&amp;#039;Myrtus communis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das [[Urgermanische Sprache|gemeingermanische]] Adjektiv [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;wiȥ&amp;#039;&amp;#039;, [[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;(h)wīȥ&amp;#039;&amp;#039; gehört (wie &amp;#039;&amp;#039;[[Weizen]]&amp;#039;&amp;#039;) zu der [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;ku̯ei-&amp;#039;&amp;#039; „leuchten, glänzen; hell“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Titel=Das Herkunftswörterbuch| Auflage=Nachdruck der 2. Auflage| Verlag=Dudenverlag| Ort=Mannheim| Jahr=1997| Reihe=[[Duden#Duden in zwölf Bänden (2017)|Der Duden in zwölf Bänden]]| BandReihe=7| Online=[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=WwUeAQAAIAAJ&amp;amp;q=wiz S. 807]}} &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|DWDS]]&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dwds.de/wb/weiß#et-1 „weiß“]) &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; {{Literatur| Autor=[[Friedrich Kluge]]| Titel=[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]]| Auflage=7. Auflage| Verlag=Trübner| Ort=Straßburg| Jahr=1910| Online=[https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070228/images/index.html?&amp;amp;seite=510 S. 488]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weißes Licht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Red-YellowGreen-Blue LED spectra.gif|miniatur|Weiß entsteht auch durch drei geeignete LED mit visuell gleicher Intensität.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Menschen entsteht der Farbeindruck Weiß immer, wenn ein Material das [[Licht]] so reflektiert oder emittiert, dass alle drei [[Zapfen (Auge)|Zapfen]] in der Netzhaut des Auges in gleicher Weise und mit ausreichend hoher [[Intensität (Physik)|Intensität]] gereizt werden. Entsprechendes gilt für die [[Lichtfarbe]] von Selbststrahlern. Der Farbreiz für das Wahrnehmen von Weiß besteht darin, dass alle drei [[Farbvalenz]]en gleich sind. Entsprechend der Natur der Lichtwahrnehmung kann dies auf unterschiedlichen (geeigneten) Spektren beruhen, wegen der notwendigen Gleichheit der Farbvalenzen bezeichnet man diese Farbe auch als „unbunt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur, speziell bei der Sonnenstrahlung ([[Planckscher Strahler]]), liegen aufgrund der [[Elektromagnetische Welle#Spektrum|Entstehung der Strahlung]] eine Überlagerung von Wellenlängen vor. Die Sichtbarkeit von Licht wird durch die Empfindung des Auges von Mensch oder Tier bestimmt. Benachbarte Teile des elektromagnetischen Spektrums sind [[Infrarot]] und [[Ultraviolett]], die aber nicht mit den visuellen Sensoren in Interaktion treten. Der individuelle Eindruck für Weiß ist in einer bestimmten Breite der Strahlungsintensität gegeben. Sinkt die Intensität der (dennoch gleichmäßigen) Farbvalenz, so entsteht der Eindruck Neutralgrau, der ebenfalls unbunt ist und entsprechend der Definition eine größere Breite&amp;lt;ref&amp;gt;Neutralgrau: alles, was dunkler als Weiß und heller als Schwarz ist&amp;lt;/ref&amp;gt; an „Absoluthelligkeit“ umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Színszóródás prizmán1.jpg|miniatur|Mit einem Prisma kann weißes Licht in sein Spektrum zerlegt werden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein solches weißes Licht gebrochen wird, werden die Wellenlängen aufgrund der [[Dispersion (Physik)|Dispersion]] unterschiedlich stark abgelenkt und in das (bekannte) Bild des kontinuierlichen [[Lichtspektrum|Spektrums]] zerlegt. Für den Menschen werden so die Spektralfarben violett, blau, grün, gelb, orange und rot sichtbar. Diese Farbnamen stehen dabei jeweils für Bereiche. Andere Anteile wie das Ultraviolett und Infrarot, die im „weißen“ Sonnenlicht ebenfalls enthalten sind, werden nicht wahrgenommen, da unsere Rezeptoren dafür nicht empfindlich sind oder die Wellenlängen zum Schutz bereits von der Hornhaut abgefangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbenlehre ==&lt;br /&gt;
Bei Fernsehgeräten und Computermonitoren entsteht die Farbe Weiß durch eine [[Additive Farbmischung|additive Mischung]] gleicher Intensitäten der Farben [[Rot]], [[Grün]] und [[Blau]]. Demgemäß hat Weiß im [[RGB-Farbraum]] den Wert RGB = (255, 255, 255) [[Dezimalsystem|bei 8-bit-dezimal-Darstellung]] oder RGB = (FF FF FF) bei [[Hexadezimalsystem|hexadezimaler]] Darstellung. Für den Monitor gilt entsprechend RGB = (I&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;, I&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;, I&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;) wenn I&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt; die volle Intensität des Elektronenstrahles im Gerät bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Lab-Farbraum]] gilt für Weiß entsprechend: {L*,a*,b*} = {100, 0, 0}, wobei allerdings etwa ein (leeres) Papier oder weiße Textilien schon bei L* &amp;gt; 80 als Weiß akzeptiert werden. Die Besonderheit des Weißen führte zur Definition verschiedener Maße, die als [[Weißgrad]] eingeführt sind. Weicht der Farbton von a* = b* = 0 ab, so entsteht ein [[Farbstich]], der bei einigen Weißgradformeln im Maß beachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festlegung objektiver Zahlen für den Weißegrad für die Industrie wurden sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leukometer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|λευκός|leukós|de=weiß}}) entwickelt, die 1957 auch in die Richtlinien für die Arbeiten am &amp;#039;&amp;#039;DAB 7&amp;#039;&amp;#039; vorgesehen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 80, Anm. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch geringste Beimischung von Farben wie [[Ocker]], [[Gelb]] oder Grün erhält man Nuancen wie cremeweiß, [[milch]]weiß, [[elfenbein]]farben oder [[champagner]]farben. Solche Töne kommen in der Natur vor, spielen aber auch in der [[Malerei|Kunst]] und in der [[Mode]]welt eine nicht unwichtige Rolle, z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Hochzeitskleid]]ern. Weiß ohne jeglichen Farbstich kann als Reinweiß oder [[Schnee]]weiß bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weißpigmente ==&lt;br /&gt;
Das wohl wichtigste [[Weißpigmente|weiße Farbpigment]] war früher [[Bleiweiß]] (&amp;#039;&amp;#039;Bleihydroxidkarbonat&amp;#039;&amp;#039;), das in der [[Malerei]] unleugbare Vorzüge besitzt. Obwohl man schon in der [[Antike]] wusste, dass es hochgiftig ist, wurde es auch als [[Schminke]] verwendet, da das weibliche [[Schönheitsideal]] früher in einer hellen, ungebräunten, makellos „weißen“ Haut bestand. Bleiweiß ist seit langem nicht mehr zulässig. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird das etwas weniger giftige [[Zinkweiß]] verwendet. Heute wird vor allem das ungiftige [[Titan(IV)-oxid|Titanweiß]] verarbeitet. Ein weiteres Weißpigment ist [[Barytweiß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiß in der Natur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Porthcawlwave2013.jpg|mini|Schaum und Gischt einer brandenden Meereswelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur ist Weiß nicht nur die Farbe von [[Schnee]], [[Wolke]]n oder der [[Gischt]] des Meeres, sondern kommt auch häufig in der Pflanzenwelt vor. Einige typische weiße Blüten fallen durch einen starken Duft auf, der teilweise in der Parfümindustrie verwendet wird, darunter [[Jasmine|Jasmin]], [[Orangenblüten]], weiße [[Lilien]], [[Maiglöckchen]] und weißer [[Flieder]]. Auch [[Rosen]] gibt es seit alters her in weißen Sorten, unter anderem einige Sorten der historischen &amp;#039;&amp;#039;[[Rosa alba]]&amp;#039;&amp;#039;. Weiß blühen auch viele Obstbäume wie [[Äpfel]], [[Birnen]], [[Kirschblüte|Kirschen]] oder [[Pfirsiche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißes Haar gehört zum natürlichen Alterungsprozess des Menschen, [[Albinismus|Albinos]] haben von Natur aus weißes Haar und weiße Haut. Albinismus kommt auch im Tierreich vor, etwa bei [[Kaninchen]], [[Farbmaus|Mäusen]] oder [[Katzen]]. Weiße Tiere üben offenbar eine besondere, manchmal geradezu [[Mystik|mystische]] Faszination auf Menschen aus, besonders wenn es sich um seltene Exemplare einer Spezies handelt. Im antiken [[Kreta]] galten weiße Mäuse als Glücksbringer und als heilig. In Ostasien werden weiße Tiger – eine seltene Variante des [[Königstiger]]s – und die legendären „[[Weißer Elefant|weißen Elefanten]]“ verehrt. Beide sind Halbalbinos, aber weiße Elefanten sind in Wahrheit nicht weiß, sondern weisen an ihrer Haut unpigmentierte rosa Flecken auf. Sie wurden vor allem in [[Thailand]] und [[Burma]] als heilig verehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Gröning, Martin Saller: &amp;#039;&amp;#039;Der Elefant in Natur- und Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Könemann, Köln 1998, S. 162–165&amp;lt;/ref&amp;gt; Gefleckt und keineswegs völlig weiß ist auch der [[Chinesischer Weißer Delfin|Chinesische Weiße Delphin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faszination eines weißen Tieres wirkt auch in [[Herman Melville|Melvilles]] oft verfilmtem Roman [[Moby-Dick|Moby Dick]], dessen Handlung sich um einen weißen [[Pottwal|Wal]] dreht. Ein weiterer Filmtitel ist [[Der Weiße Hai]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten weißen Säugetieren zählen bestimmte Arten von [[Schafe]]n und [[Ziegen]] sowie [[Eisbär]]en, deren Fell eher ein Creme-Ton ist. Einige Tiere tragen nur zeitweise Weiß: Bei [[Robben]] nur die Babys, und bei [[Schneehase]] oder [[Polarfuchs|Weißfuchs]] dient es nur im Winter als [[Tarnfarbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Vogelreich ist die Farbe häufig, am bekanntesten sind [[Schwäne]], [[Gänse]], [[Möwen]], [[Pelikane]], [[Albatrosse]], [[Störche]], [[Tauben|weiße Tauben]] und [[Enten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiße Schmetterlinge sind der [[Kleiner Kohlweißling|kleine]] oder [[großer Kohlweißling|große Kohlweißling]] und der [[Schwan (Schmetterling)|Schwan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie (Blüten) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rosa &amp;amp;#039;Glamis Castle&amp;amp;#039; David Austin 01.jpg|[[Englische Rosen|Rose]] &amp;#039;Glamis Castle&amp;#039;&lt;br /&gt;
Madonna Lily Beauty (253329187).jpeg|[[Lilien|Lilie]] (&amp;#039;&amp;#039;lilium candidum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Birnenblüten in der Nordpfalz.jpg|[[Birnen]]blüten&lt;br /&gt;
Wild Angelica (Angelica sylvestris), Stewarton, Ayrshire.jpg|[[Engelwurzen|Engelwurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Angelica sylvestris&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Anemone occidentalis (1).jpg|[[Windröschen]] (&amp;#039;&amp;#039;Pulsatilla occidentalis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Syringa &amp;amp;#039;Vestale&amp;amp;#039; 01.jpg|Weißer [[Flieder]] (&amp;#039;Vestale&amp;#039;)&lt;br /&gt;
20150514Convallaria majalis.jpg|[[Maiglöckchen]] (&amp;#039;&amp;#039;Convallaria majalis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Jasminum sambac04.jpg|[[Arabischer Jasmin|Jasmin]]blüten (&amp;#039;&amp;#039;Jasminum sambac&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Symbolik}}&lt;br /&gt;
[[Datei:StateLibQld 1 125915 Florence (Cooee) Blume on her wedding day in Brisbane, 1931.jpg|mini|hochkant|Eine Braut in Weiß, 1931]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiß wird im westlichen Kulturkreis in der Regel mit Begriffen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Freude]]&amp;#039;&amp;#039; [[Assoziation (Psychologie)|assoziiert]].&lt;br /&gt;
* Es steht auch für [[Unschuld]], [[Rituelle Reinheit|Reinheit]] und [[Jungfräulichkeit]]. Da früher größter Wert darauf gelegt wurde, dass junge Frauen unberührt in die Ehe gingen, trägt die [[Brautpaar|Braut]] im westlichen Kulturkreis traditionell bei der [[Hochzeitsfeier|Hochzeit]] Weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bettina Jopp, Ralf Kluczka, Verena Mund, Christiane Syrė, Monika Wilhelm |url=https://industriemuseum.lvr.de/media/imus/museum/mediencenter/rat_3/Die_Frau_in_Weiss_Die_Geschichte_des_buergerlichen_Brautkleids_von_1800_bis_heute.pdf |titel=Die Frau in Weiss, Die Geschichte des bürgerlichen Brautkleids von 1800 bis heute |werk=LVR-Industriemuseum |hrsg=Freunde und Förderer des Industriemuseums Cromford e. V. in Ratingen |datum=1999 |sprache=Deu |abruf=2025-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[Maria (Mutter Jesu)|Jungfrau Maria]] wird gelegentlich in weißem Gewand (mit blauem Mantel) gemalt, besonders bei Darstellungen der [[Unbefleckte Empfängnis|Unbefleckten Empfängnis]].&lt;br /&gt;
* Im [[Judentum]] und als liturgische Farbe im [[Christentum]] bedeutet die Farbe &amp;#039;&amp;#039;[[Heiligkeit]]&amp;#039;&amp;#039;. Der [[Heiliger Geist|heilige Geist]] wird traditionell oft als weiße [[Tauben|Taube]] dargestellt.&lt;br /&gt;
* Als heilig galt auch das weiße [[Einhorn]], ein mystisches [[Fabeltier]], das im Mittelalter symbolisch mit [[Jesus Christus|Christus]] gleichgesetzt wurde.&lt;br /&gt;
* Die Farbe Weiß steht auch für [[Unsterblichkeit]] und [[Unendlichkeit]].&lt;br /&gt;
* Sie gilt auch als [[Königswürde|royale]] Farbe. So war die [[Flagge Frankreichs#Die Flaggen des Königreichs Frankreich|Standarte des französischen Königs]] ein (schlichtes) weißes Banner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:500px photo (35543974).jpeg|mini|hochkant=0.7|links|Weiße Taube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Farbe steht auch für [[Frieden]]. Daher bedeutet eine [[Parlamentärsflagge|weiße Flagge]]: sofortiger Stopp der Schlacht, Kapitulation, Waffenstillstand oder Frieden.&lt;br /&gt;
* Buddhisten tragen Weiß als Zeichen der Trauer&amp;amp;nbsp;– im Gegensatz zum westlichen Kulturkreis, wo [[Schwarz]] für Trauer eingesetzt ist.&lt;br /&gt;
* Im deutschen Sprachraum ist Weiß in der [[Sorben|sorbischen]] Überlieferung die Farbe der &amp;#039;&amp;#039;[[Trauer]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* In [[Chinesische Kultur|China]] ist die Farbe [[Chinesische Symbole|Symbol]] für Alter, Herbst, Westen und Hinterlist (vergleiche hierfür [[Fünf-Elemente-Lehre]]) und wird in gebrochenem, cremefarbigen Ton für &amp;#039;&amp;#039;Trauer&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
* In Afrika hat die Farbe Weiß eine herausragende Symbolik. Sie steht vielerorts für Tod; als Körperbemalung dient sie dazu, mit jenseitigen Geistern in Kontakt zu treten. In [[Afrikanische Kosmogonie|kosmogonischen Geschichten]] gelten [[Termiten]], auch „Weiße Ameisen“ genannt, als [[Inkarnation]] der Toten. [[Termitenhügel]] stehen daher mit der Unterwelt in Verbindung.&lt;br /&gt;
* In der [[Politik]]: [[Konterrevolution]], [[Antikommunismus]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Weiße Bewegung]])&lt;br /&gt;
* [[Wertfreiheit]]&lt;br /&gt;
* [[Stille]]&lt;br /&gt;
* [[Nichts|Leere]], z.&amp;amp;nbsp;B. weiß wählen = einen leeren Stimmzettel abgeben; [[Blankoscheck]], blanco (vgl. ital. bianco = weiß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche weiters:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Weißes Rauschen]] der Tontechnik&lt;br /&gt;
* White Out – Helligkeit ohne Sicht, etwa beim Flug durch eine Wolke&lt;br /&gt;
* [[Weißmacher]], [[Fluoreszenz]]farbstoff, der aus unsichtbaren Ultraviolett-Anteilen des Lichts in Tageslicht oder dem Licht einer [[Schwarzlichtlampe]] zusätzliches Licht also Helligkeit erzeugt. Der alte Slogan der [[Waschmittel]]werbung „weißer als weiß“ kann auf Weißwäsche und ihre Helligkeit bezogen zutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heraldik ===&lt;br /&gt;
In der [[Heraldik]] kann bei Wappenmalereien die Tinktur Silber, das als &amp;#039;&amp;#039;[[Tingierung#Metalle|Metall]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird, durch „Weiß“ ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampfkunst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Obi-gokyū.jpg|mini|[[Budō]]-Gürtel ([[Japanische Sprache|jap.]] Obi) in den Farben der fünf Schülergrade (jap. Gokyū)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Kampfkünsten&amp;amp;nbsp;– wie [[Jiu Jitsu]], [[Judo]] und [[Karate]]&amp;amp;nbsp;– wird ein Gürtel (jap. [[Obi (Gürtel)|Obi]]) als Teil der Kampfsportkleidung (jap. [[Keikogi]]) getragen. Der weiße Gürtel ist der niedrigste Schülergrad (jap. [[Kyū]]-Grad), den jeder Anfänger direkt bekommt. Die weiße Farbe repräsentiert den „reinen und unbefleckten“ Kenntnisstand des [[Budōka]]. Der klassische Ursprung für die weiße Farbe der Anzüge (und somit der Gürtel) ist in der [[Samurai]]-Tradition begründet. Weiß steht in Japan für Männlichkeit und Tod, weshalb diese Farbe oft von Samurai unter ihrer Rüstung getragen wurde. So wurde ihre Bereitschaft, bis zum Äußersten zu gehen, dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;weiß&amp;#039;&amp;#039; wird auch zur Unterscheidung von Völkergruppen und geographischen Objekten verwendet. Dieser Farbnamenzusatz, wie bei [[Weißrussen]], [[Weißkroaten]], &amp;#039;&amp;#039;Weiße Serben&amp;#039;&amp;#039;, [[Wolgabulgaren|Weiße Bulgaren]], [[Hephtaliten|Weiße Hunnen]], [[Aq Qoyunlu|Weiße Hammel]], auch [[Weiße Elster]], [[Weißkollm]], diente in individueller Bedeutung zur Unterscheidung von [[Schwarzrussland|Schwarzrussen]], Schwarzkroaten, Blauen Hunnen, [[Schwarze Elster|Schwarzer Elster]], Schwarzkollm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|White|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Victoria Finlay: &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis der Farben. Eine Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen übersetzt von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann. Claassen, München 2003, ISBN 3-546-00329-2, S. 129–157.&lt;br /&gt;
* M. H. Bernd Hering: &amp;#039;&amp;#039;Weiße Farbmittel. Ein Nachschlagewerk für Konservatoren, Restauratoren, Studenten, Architekten, Denkmalpfleger, Kunstwissenschaftler, Maler, Sachkundige und Interessierte.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Fürth 2000, ISBN 3-00-005887-7.&lt;br /&gt;
* Barbara Oettl: &amp;#039;&amp;#039;Weiß in der Kunst des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Studien zur Kulturgeschichte einer Farbe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7954-2092-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Farbdarstellung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4189483-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weiss}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farbname]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yuttilight</name></author>
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