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	<title>Wasserzeichen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Wasserzeichen&amp;diff=3932&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fri Sdt: Link Wenger</title>
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		<updated>2025-04-19T12:13:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link Wenger&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt Wasserzeichen in  der Papierherstellung. Zu den astrologischen Tierkreiszeichen siehe [[Tierkreiszeichen#Wasserzeichen]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FawnEnvelope1883Plimpton.jpg|mini|Modernes Wasserzeichen in einer historischen [[Ganzsache]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasserzeichen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind in [[Papier]] durch unterschiedliche Papierstärken eingebrachte, mittels Lichtdurchlass erkennbare Bildmarken und dienten ursprünglich zur Kennzeichnung der herstellenden [[Papiermühle]]. Sie werden unter anderem als ein [[Sicherheitsmerkmal]] bei [[Sicherheitsmerkmale von Banknoten|Banknoten]] und [[Briefmarke]]n sowie in [[Personaldokument]]en eingesetzt. Da Wasserzeichen ein bestimmtes Vorgehen benötigen, um wahrnehmbar zu sein (Papier gegen das Licht halten), werden &amp;#039;&amp;#039;nicht wahrnehmbare&amp;#039;&amp;#039; Markierungen in digitalen Inhalten, die ebenfalls nur mit einem vorgegebenen Verfahren detektiert werden können, als [[Digitales Wasserzeichen|digitale Wasserzeichen]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserzeichen in Papier ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Monselice z24.JPG|mini|Wasserzeichen auf dem Sieb]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserzeichen10eur.jpg|mini|10-Euro-Banknote: Der Bereich, der bei Auflicht auf beiden Seiten weiß erscheint (oben links), lässt bei Durchlicht die Wasserzeichen erkennen (unten links). Die Banknote zeigt ein sogenanntes „Hellzeichen“ aus Blech und Draht für den Wert und ein „Schattenwasserzeichen“ für die Authentizitätsmarke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachweislich seit 1282 im [[italien]]ischen [[Bologna]] kennzeichneten die Papiermühlen ihre Ware, indem sie auf dem Drahtgeflecht des [[Schöpfsieb]]es einen dickeren Draht in Form eines Buchstabens oder eines Symbols befestigten. Um 1800 wurde das erste mehrschichtige, [[3D]]-Wasserzeichen hergestellt. Die Einführung der „Dandy Rolle“ in Form eines [[Egoutteur]]s im Jahr 1826 von John Marshall revolutionierte den Wasserzeichenprozess und machte es einfacher für die Produzenten.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Leslie Hills: &amp;#039;&amp;#039;Papermaking in Britain 1488–1988: A Short History.&amp;#039;&amp;#039; Bloomsbury Publishing, 2015, ISBN 978-1-4742-4127-4 (Reprint), S.&amp;amp;nbsp;43, 177&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Figur hinterlässt einen Abdruck im Papier; die Faserschicht ist dort dünner, und bei durchscheinendem Licht wird das Wasserzeichen als transparenteres Bild sichtbar. Umgekehrt konnte man durch ein partielles Vertiefen des Siebes eine Stoffanreicherung erzielen, die dadurch in der Ansicht ein [[Opazität|trüberes]] Aussehen bekam. Durch geschicktes Kombinieren zwischen Vertiefung und Erhöhung lassen sich sogar &amp;#039;&amp;#039;Halbtöne&amp;#039;&amp;#039; simulieren. Dieses aufwendige Verfahren wird heute noch für Wasserzeichen in [[Banknote]]n angewendet. In der Frühzeit der europäischen Papierherstellung waren Wasserzeichen Herkunfts- und Geschäftszeichen der Papiermühlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ursula Rautenberg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reclams Sachlexikon des Buches.&amp;#039;&amp;#039; 3.&amp;amp;nbsp;Aufl., Reclam-Verlag 2003, ISBN 978-3-15-011022-5, S.&amp;amp;nbsp;532.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Siebe zur Papierherstellung nach rund zwei Jahren verschlissen waren, ermöglichte die Erfassung von [[Datierung|datierbaren]] Wasserzeichen mit leichten Abweichungen, die durch die handwerkliche Fertigung entstanden, die Datierung des Papiers. Weil Papier wegen seines hohen Preises meist nicht lange gelagert wurde, ergibt sich damit ein vergleichsweise genaues Instrument zur Datierung der auf dem Papier überlieferten [[Schriftstück|Dokumente]] und [[Grafik]]en. Dies ist das Arbeitsfeld der [[Filigranologie]] (Wasserzeichenkunde), einer historischen Hilfswissenschaft, die anhand der Wasserzeichen Alter und Herkunft von Dokumenten erforscht. Zu diesem Zweck sind seit Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts umfangreiche historische Wasserzeichensammlungen angelegt worden. In Deutschland gehörte [[Karl Theodor Weiß]] und das von ihm 1897 privat begründete [[Deutsches Papiermuseum|Deutsche Papiermuseum]] zu den Pionieren. Das erste umfangreiche Werk stellt [[Charles-Moïse Briquet]]s &amp;#039;&amp;#039;dictionnaire des filigranes&amp;#039;&amp;#039; dar, ihm folgte die bisher noch unvollständig gedruckte Sammlung [[Gerhard Piccard]]s im [[Landesarchiv Baden-Württemberg]]. Weitere große Sammlungen von Wasserzeichen befinden sich im [[Deutsches Buch- und Schriftmuseum|Deutschen Buch- und Schriftmuseum]] der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]] in [[Leipzig]] und im [[Papiermuseum Düren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten und ein wachsender Kreis weiterer Wasserzeichenkarteien liegen inzwischen teilweise [[Digitalisierung|digitalisiert]] vor. Besonders wird dabei auf folgende Sammlungen hingewiesen:&lt;br /&gt;
* das mehrsprachige Wasserzeichenportal &amp;#039;&amp;#039;Bernstein – Das Gedächtnis der Papiere&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Stieglecker, [[Emanuel Wenger]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Projekt Bernstein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ochsenkopf und Meerjungfrau – Papiergeschichte und Wasserzeichen vom Mittelalter bis zur Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart und Wien 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; und&lt;br /&gt;
* das [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]]-Projekt &amp;#039;&amp;#039;Wasserzeichen-Informationssystem&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wasserzeichen-online.de Wasserzeichen-Informationssystem]&amp;lt;/ref&amp;gt; das die einschlägigen Datenbanken zusammenfasst.&lt;br /&gt;
Durch die Digitalisierung weiterer Sammlungen wird in zunehmendem Maße auch die Lücke bei der Kartierung der im [[Osteuropa|östlichen Europa]] verwendeten Papiere geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierung der Wasserzeichen erfolgt in erster Linie durch die Bestimmung des verwendeten Symbols gemäß der Systematik der Karteien und zusätzlich durch Höhe und Breite des Wasserzeichens sowie Abstand der Stegdrähte. Zur Datierung und Lokalisierung der Wasserzeichen ferner auch deren Sitz innerhalb des Schöpfsiebes von Bedeutung, da sich Wasserzeichen einerseits durch Abnutzung verziehen konnten, andererseits Wasserzeichen auch von einem Schöpfsieb abgenommen und auf ein anderes aufgebracht werden konnten; eine Feinbestimmung erfordert ferner auch die Berücksichtigung des Abstandes der Kett- und Schussfäden sowie der Befestigungspunkte des Wasserzeichengebildes auf dem Sieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Theo Gerardy]]: &amp;#039;&amp;#039;Sammeln, Ordnen und Katalogisieren von Wasserzeichen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Papier-Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 9, Roether, Darmstadt 1959, S.&amp;amp;nbsp;1–12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Unterscheidung erfolgt in echte, halbechte und unechte Wasserzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Echte Wasserzeichen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindebuch Schrebitz Wasserzeichen.jpg|mini|hochkant=0.75|Wasserzeichen des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts aus einer [[Dresden|Dresdner]] Papiermühle, das das [[Landeswappen Sachsens|Wappen Sachsens]] zeigt ([[Gemeindebuch Schrebitz]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Columnae De excidio Trojae (ms. 90), xiv secolo, filigrana nella foderatura moderna.jpg|mini|hochkant|Wasserzeichen (Biblioteca dell’Accademia della Crusca, [[Florenz]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserzeichen Thierhaupten Brief 1703.jpg|mini|hochkant=0.75|Wasserzeichen der Klosterpapiermühle [[Thierhaupten]] mit Wappen des Abtes Joseph Frantz (1701–1714), Brief vom 11. Juli 1703]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1907-01-12 Gmunden Danksagung Georg Karl Gebhard Freiherr von der Wense i.A. Herzog Cumberland an Friedrich Sahlfeld in Hannover, Wasserzeichen Victoria Myrtle Mill.jpg|mini|Wasserzeichen VICTORIA MYRTLE MILL in Trauerpost (1907)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Echte Wasserzeichen entstehen heutzutage meist in der [[Siebpartie]] der [[Papiermaschine]]. Die verfilzten Fasern sind noch sehr feucht, und eine fest positionierte rotierende Walze (Egoutteur) auf der Siebpartie verdünnt oder verdichtet partiell die Papierbahn an vorgegebener Stelle. Bei den echten Wasserzeichen wird unterschieden in &amp;#039;&amp;#039;Anlagerungswasserzeichen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Verdrängungswasserzeichen&amp;#039;&amp;#039;. Anlagerungswasserzeichen können ausschließlich auf der Rundsiebmaschine oder – so wie im Originalverfahren – auf dem Handsieb gefertigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Anlagerungswasserzeichen&amp;#039;&amp;#039; entsteht durch eine gestörte Ablagerung der Fasern während des Formierungsprozesses (Übergang der Faser vom Schwimmen zum Liegen). Je nach Drahtform und Faserlänge kann das Anlagerungswasserzeichen schärfer oder unschärfer ausfallen. Das typische Anlagerungswasserzeichen am &amp;#039;&amp;#039;Runddraht&amp;#039;&amp;#039; erkennt man leicht dadurch, dass beim Abgautschen ein Teil der unter den Draht geschwemmten Fasern abgerissen wird und somit der Rand immer etwas unscharf ist. Trapezdrähte oder Rechteckdrähte, die flach auf dem Sieb aufliegen, zeigen ein messerscharfes Abbild (kurzer [[Zellstoff]]). Es wird zwischen zwei Arten von Anlagerungswasserzeichen unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es gibt das &amp;#039;&amp;#039;Zweistufige-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Linien-Wasserzeichen&amp;#039;&amp;#039;, bei dem es nur einen Hell-Dunkel-Effekt gibt (z.&amp;amp;nbsp;B. die Zahl unter der Bilddarstellung im [[Eurobanknoten|50-Euro-Schein]]). Die Herstellung zweistufiger Wasserzeichen ist mit Lang-, Schräg- und Rundsiebanlagen möglich. Sie erfolgt auf dem Entwässerungssieb. Darauf werden Metalldrähte oder Metallformteile, die auch als &amp;#039;&amp;#039;Elektrotypen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden, gelötet, geklebt, genäht oder geschweißt. Das führt dazu, dass sich Teile des Siebs vollständig verschließen. Alternativ können Hoch- und Tiefprägungen im Sieb angebracht werden, wodurch die Faserdichte im Vlies verringert bzw. erhöht wird. Die Transparenz des Blattes wird dadurch gegenüber der Umgebung erhöht bzw. verringert. Als Material hierfür wird bevorzugt [[Bronze]] verwendet, sofern es sich um ein Bronzesieb handelt. Im Fall einer Siebkonstruktion aus Metall-Kunststoff-Kombinationen, bei denen Metall-Schussfäden für die [[Festigkeit]] und Kunststoff-Kettfäden für die [[Elastizität (Physik)|Elastizität]] verwebt werden, ist eine Prägung auch möglich. In reinen Kunststoffsieben können keine Wasserzeichen eingeprägt werden. Deshalb werden diese Siebe zusammen mit Wasserzeicheneinsätzen aus perforiertem [[Hartmetall]] wie &amp;#039;&amp;#039;Metallplättchen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;perforierten Kunststoffplättchen&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Mehrstufige-Wasserzeichen&amp;#039;&amp;#039;, das sich durch detailreiche Darstellung und weiche Übergänge zwischen den einzelnen Licht-Schatten-Wechseln auszeichnet (die durchscheinende Bilddarstellung des 50-Euro-Scheins). &amp;#039;&amp;#039;Licht- und Schatten-Wasserzeichen&amp;#039;&amp;#039; sind in der Anfertigung wesentlich komplizierter. Zunächst muss das Motiv in eine [[Wachs]]&amp;amp;shy;platte, die von hinten beleuchtet wird, geschnitten werden. Die Flächen, Linien, Licht- und Schattenpartien werden unterschiedlich tief aus dem Wachs gearbeitet. Von diesem Wachs[[relief]] wird ein Abguss hergestellt und von diesem wiederum werden durch [[Galvanisierung]] ein Negativ- und ein Positivrelief aus Bronze angefertigt. Zwischen diese beiden Bronzeplatten wird ein feines [[Kupfer]]&amp;amp;shy;sieb gelegt. Durch festes Zusammenpressen werden die Formen in das Sieb übertragen. Dieses Metallsieb wird auf einen Schöpfrahmen aufgenäht und bewirkt dann beim Schöpfen, dass an den erhabenen Stellen weniger, an den vertieften Stellen dafür mehr Papierbrei verbleibt. Mehrstufige Wasserzeichen sind nur in &amp;#039;&amp;#039;Rundsiebmaschinen&amp;#039;&amp;#039; möglich, da hier das Entwässerungssieb aus mehreren, meistens aus vier übereinander liegenden Bronzesieben aufgebaut ist. Das unterste Sieb ist grobmaschig und dient als Stützgewebe. Darüber liegt ein feineres Sieb, das in den Wasserzeichenbereichen ausgeschnitten ist. Das ist wichtig, um den Fasern Spielraum zu verschaffen. In die beiden noch feineren Siebe darüber, wird mit Hilfe eines Metallstempels ein Relief in gewünschter Form eingeprägt. Auf den erhöhten Stellen legen sich nun weniger Fasern ab und es entstehen dünne, durchscheinende Stellen im Papier. Auf den vertieften Stellen sammelt sich eine größere Anzahl an Fasern und es entstehen dunkle Stellen im Papier. So können weiche Übergänge und detailreiche Motive erstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Verdrängungswasserzeichen&amp;#039;&amp;#039; entsteht auf der Egoutteurpartie und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Faser im Moment der Formierung durch einen von oben einwirkenden Egoutteurdraht verdrängt wird. Das dabei entstehende Wasserzeichen ist dadurch gekennzeichnet, dass es immer etwas unscharf (der verwendeten Drahtform und Elastizität des Vlieses wegen) und oftmals mit leichten Quetschrändern versehen ist. Durch den Einlaufdruck dringt Stoffwasser durch das Sieb in das Innere des Egoutteurs ein. Die Strömung wird dadurch so orientiert, dass in der [[Suspension (Chemie)|Suspension]] frei schwimmende Fasern das Gewebe erreichen und dort entflockt werden. Anschließend können die Fein- und Füllstoffe noch leicht verfließen und so eine sehr feine, gleichmäßige Oberfläche bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um echte &amp;#039;&amp;#039;Schatten-Wasserzeichen&amp;#039;&amp;#039; zu erzeugen, werden nun bei der Herstellung des Egoutteursiebs Stellen erhitzt und eingedrückt. In diesen Aussparungen sammeln sich Papierfasern und eine partielle Verdickung findet statt. &amp;#039;&amp;#039;Helle Wasserzeichen&amp;#039;&amp;#039; entstehen durch erhabene Stellen auf der Siebwalze. Dazu werden rostfreie Drähte, genannt &amp;#039;&amp;#039;Elektrodrähte&amp;#039;&amp;#039;, auf die Oberseite des Drahtgitters gelötet. Diese verdrängen die feuchten Papierfasern und führen so zu einer geringeren Faserkonzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stärke des Wasserzeichens kann gesteuert werden, indem der Druck des Egoutteurs auf das Papiervlies erhöht wird oder indem der Egoutteur mit einer größeren Geschwindigkeit als das Papierflies angetrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anlagerungsverfahren lassen sich auch noch Zellstoffe markieren, die im Verdrängungsverfahren nicht mehr sauber markiert werden können (Langfaser). Für beide Wasserzeichenformen gilt: Die gewählte Drahtstärke ist abhängig von der späteren Grammatur und der Stärke des gewünschten Zeichens. Für die Handpapiermacherei mit einem Flächengewicht im Bereich von 40 bis 300&amp;amp;nbsp;g/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; eignen sich Drähte von ca. 0,4 bis 1,2&amp;amp;nbsp;mm.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu auch Publikationen von E.&amp;amp;nbsp;G. Loeber, [[Wisso Weiß]], [[Karl Theodor Weiß]] u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Halbechte Wasserzeichen ===&lt;br /&gt;
Halbechte Wasserzeichen (beispielsweise die &amp;#039;&amp;#039;Molette-Wasserzeichen&amp;#039;&amp;#039;) entstehen durch Einpressen in die bereits wesentlich trockenere Papierbahn nach dem Verlassen der Siebpartie (meist in oder nach der ersten Presse). Sie lassen sich nachträglich durch partielle Einwirkung von [[Natronlauge]] oder Wasser größtenteils wieder entfernen. Im Gegensatz zum echten Wasserzeichen wird hier die Papierfaserbahn vorrangig geprägt und nicht wesentlich in der Faserstruktur verändert. Es findet keine nennenswerte Reduzierung oder Vergrößerung der Faserbreidicke statt. Molette-Wasserzeichen werden meist mit auf die Molette aufgezogenen Hartgummiringen (ähnlich wie Stempel oder [[Letter|Buchdrucktypen]] beschaffen) gefertigt. Typische Anwendungen für Molette-Zeichen sind längs des Randes durchlaufende Schriftzüge parallel zur Laufrichtung des Papiers. Seltener werden Molette-Zeichen als &amp;#039;&amp;#039;Passwasserzeichen&amp;#039;&amp;#039; gefertigt. Die Verwendung von [[Ornament]]en beschränkt sich bei der Molette auf einfache Linienformen. Flächige oder Schattenwasserzeichen lassen sich auf diese Weise nicht erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Form der halbechten Wasserzeichen ist das &amp;#039;&amp;#039;Kalanderwasserzeichen&amp;#039;&amp;#039;. Diese werden beim [[Kalandrieren]] (Glätten durch Kombination von [[Reibung|Friktion]] und Druck im Walzenwerk [=&amp;amp;nbsp;Kalander], historisch auch ‚Kalender‘ oder ‚Calender‘) des Papiers in die vollständig trockene Papierbahn eingeprägt. Das Papier wird dabei hart verdichtet. Das Kalanderwasserzeichen kann durch Quellung mit Wasser aus dem Papier entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalanderwasserzeichen erkennt man an der extrem harten Randkontur und der schnittartigen Einkerbung des Papiers. Molette-Wasserzeichen und Kalanderwasserzeichen sind oftmals nicht genau voneinander abgrenzbar. Kalanderwasserzeichen eignen sich vorzugsweise für Linienformen. Es sind aber auch flächige Formen bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unechte Wasserzeichen ===&lt;br /&gt;
Unechte Wasserzeichen (chemische Wasserzeichen) sind keine Wasserzeichen im eigentlichen Sinne, da sie nicht bei der Papierherstellung (also nicht durch Wasser) entstehen. Meist werden sie nachträglich aufgedruckt. Sehr häufig wird hier Transparentmasse (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Glycerin]], Fettfarbträger oder Schwefelsäurepaste →&amp;amp;nbsp;[[Merzerisation]]) verdruckt, die durch Zusatz von Farbpigmenten ein echtes Wasserzeichen simulieren soll. Auch eine nachträgliche Prägung in das Papier (ähnlich dem Kalandrieren), entspricht dem eines unechten Wasserzeichens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine moderne Form der Wasserzeichenfälschung für die schwierig zu kopierenden Schattenwasserzeichen (Anlagerungswasserzeichen) besteht in der Blattfertigung aus zwei Blättern halber Enddicke. Dabei wird eines der Blätter vor dem Verkleben mit dem Motiv bedruckt (später innen liegend), das dann in der Durchsicht wie ein Schattenwasserzeichen erscheint. Derartige Blätter lassen sich einfach mit der Brennprobe oder einem Saugtest prüfen (siehe [[Karton (Werkstoff)|Karton]]-/[[Pappe]]n&amp;amp;shy;fertigung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unechte Wasserzeichen sind leicht an der fehlenden Verdünnung/Verdickung des Papiers oder am erkennbaren Farbauftrag erkennbar und lassen sich rückstandsfrei durch chemische Reagenzien (z.&amp;amp;nbsp;B. Alkohole) aus dem Papier entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden heutzutage Wasserzeichen auf der Basis von [[Ultraviolettstrahlung]] (UV) zunehmend als [[Sicherheitsmerkmal]] für schützenswerte Papiere eingesetzt. UV-Wasserzeichen sind im Gegenlicht hell sichtbar und erscheinen unter [[Schwarzlicht]] [[Fluoreszenz|fluoreszierend]]. Zur Erhöhung des Sicherheitslevels können diese UV-Wasserzeichen in [[Gestrichenes Papier|gestrichenen]] und farbigen Papieren eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitale Wasserzeichen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Digitales Wasserzeichen.png|mini|Digitales Wasserzeichen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Digitales Wasserzeichen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Wasserzeichen sind in [[Mediendatei]]en eingebrachte [[Information]]en. Wesentliches Ziel dabei ist meist (wie bei einem traditionellen Wasserzeichen), dass die eigentlichen Informationen und diejenigen, die das Wasserzeichen ausmachen, nicht mehr voneinander getrennt werden können. Es gibt für jeden Medientyp (Bilder, Audio, Video) ein eigenes Verfahren, das an die jeweilige Codierung und das [[Datenformat]] angepasst ist. Die angewandten Techniken sind eng verwandt mit der [[Steganographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analyse von Wasserzeichen ==&lt;br /&gt;
In Archiven wurden Wasserzeichen traditionell durch Licht von hinten sichtbar gemacht und von den Archivaren mit Pauspapier von Hand nachgezeichnet. Seit den 1950er Jahren setzte man dafür die [[Betatron|Beta-Radiografie]] ein, später kamen Multispekral-Aufnahmeverfahren ([[Multispektral|MSI]]) ins Spiel. Seit den 2010er Jahren setzen Archive zunehmend digitale Methoden ein, die typischerweise eine Durchlicht- und eine Auflichtaufnahme kombinieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=The National Archives |url=https://blog.nationalarchives.gov.uk/watermarks-new-ways-to-see-and-search-them/ |titel=The National Archives - Watermarks: New ways to see and search them |datum=2020-07-30 |abruf=2020-12-03 |sprache=en-GB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein prominentes Beispiel ist das 2015 gestartete WIRE-Projekt, bei dem Wasserzeichen in [[Rembrandt van Rijn|Rembrandts]] Bildern untersucht wurden. Diese Wasserzeichen weisen neben Vorskizzen auch ganz andere Motive auf und können Auskunft darüber geben, wie lange der Maler an einem Werk arbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ezine.codart.nl/17/issue/65/artikel/the-watermark-identification-in-rembrandt-s-etchings-wire-project/?id=417#!/page/2 |titel=The Watermark Identification in Rembrandt’s Etchings (WIRE) Project - eZine 10 Autumn 2018 - CODART eZine |abruf=2020-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Wasserzeichenforschern]]&lt;br /&gt;
* [[Bernstein – The Memory of Paper]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Sortierung? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wisso Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Papiermühlen und ihre Wasserzeichen.&amp;#039;&amp;#039; Thüringer Volksverlag, Weimar, 1953&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Piccard]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wasserzeichenforschung als historische Hilfswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archivalische Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Jg.&amp;amp;nbsp;52, 1956, S.&amp;amp;nbsp;62–115.&lt;br /&gt;
* [[Karl Theodor Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Wasserzeichenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet und herausgegeben von [[Wisso Weiß]]. Fachbuchverlag, Leipzig 1962, ISBN 978-3-598-07208-6.&lt;br /&gt;
* [[Theo Gerardy|Theodor Gerardy]]: &amp;#039;&amp;#039;Datieren mit Hilfe von Wasserzeichen, beispielhaft dargestellt an der Gesamtproduktion der schaumburgischen Papiermühle Arensburg von 1604–1650.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schaumburger Studien.&amp;#039;&amp;#039; Heft 4) Grimme, Bückeburg 1964.&lt;br /&gt;
* Ralph Günter Brachvogel: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Gedanken zur Wasserzeichenkunde als Datierungshilfe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Congressus Internationalis Historiae Pharmaziae Pragae MCMLXXI&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie e. V.&amp;#039;&amp;#039; Band 38), Stuttgart 1972.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Konrad]]: &amp;#039;&amp;#039;„… aus dem Notenpapier die Zeitperiode erkannt.“ Die Papier- und Wasserzeichenforschung in ihrer Bedeutung für die Musikwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gutenberg-Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 74, 1999, S. 20–34.&lt;br /&gt;
* [[Peter Rückert]] [[et al.]]: &amp;#039;&amp;#039;Ochsenkopf und Meerjungfrau – Papiergeschichte und Wasserzeichen vom Mittelalter bis zur Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Begleitbuch und Katalog zur Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters, Wien, Projekt Bernstein (Hrsg.), 3., nochmals erweiterte Auflage. Stuttgart/Wien 2009, ISBN 978-3-00-026752-9.&lt;br /&gt;
* [[Peter F. Tschudin]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Papiergeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2., ergänzte Auflage. Hiersemann, Stuttgart 2012, enthält S.&amp;amp;nbsp;275–365 als Anhang II: IPH-Normentwurf mit illustriertem Wasserzeichen-Typenkatalog (englisch, deutsch, französisch, spanisch), ISBN 978-3-7772-1212-8.&lt;br /&gt;
* Wisso Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Historische Wasserzeichen.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Leipzig 1986, ISBN 978-3-323-00001-8.&lt;br /&gt;
* Wisso Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklungsgeschichte der Wasserzeichen im europäischen Handbüttenpapier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gutenberg-Jahrbuch]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;62, 1987, S.&amp;amp;nbsp;109–124.&lt;br /&gt;
* Rolf Buscher: &amp;#039;&amp;#039;Vom Wasserzeichen zum Markenpapier [Elektronische Ressource] – die Papiermarkierung als Mittel der Absatzpolitik im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Trier, Univ., Diss., 2007, [http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2007/434/ &amp;#039;&amp;#039;Digitalisat&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Einige Literaturnachweise sind außerdem verzeichnet in: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Bibliographie zur Papiergeschichte (IBP)&amp;#039;&amp;#039;, De Gruyter Saur, München 2003, 4 Bände&lt;br /&gt;
* Erwin Frauenknecht, &amp;#039;&amp;#039;[https://www.leo-bw.de/themenmodul/sudwestdeutsche-archivalienkunde/archivalienelemente/wasserzeichen Wasserzeichen.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Südwestdeutsche Archivalienkunde&amp;#039;&amp;#039;, Stand: 18. Dezember 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Watermarks}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4064827-8|TYP=Literatur zum Schlagwort}}&lt;br /&gt;
* [http://www.piccard-online.de/start.php Piccard Online, Wasserzeichenkartei Piccard des Landesarchivs Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
* [http://www.ksbm.oeaw.ac.at/wz/wzma.php WZMA – Wasserzeichen des Mittelalters], [http://www.landesarchiv-bw.de/web/46272 Beschreibung]&lt;br /&gt;
* [http://watermark.kb.nl/ WILC – Watermarks in Incunabula printed in the Low Countries]&lt;br /&gt;
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* [http://www.memoryofpaper.eu Bernstein – the Memory of Paper]&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserzeichen-online.de/wzis/ Wasserzeichen-Informationssystem]&lt;br /&gt;
* [https://www.paperhistory.org/Watermark-catalogues/ Printed Watermark Repertories], abgerufen am 16. November 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Fri Sdt</name></author>
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