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	<title>Wasserfalle - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2025-09-19T15:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Wasserfalle&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Aldrovanda vesiculosa&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Wasserfalle&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Aldrovanda&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Sonnentaugewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Droseraceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Nelkenartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Caryophyllales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Kerneudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Eudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Aldrovanda vesiculosa kz05 (cropped).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasserfalle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda vesiculosa&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasserhade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blasige Aldrovandie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[fleischfressende Pflanze]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Sonnentaugewächse]] (Droseraceae). Sie ist die einzige [[rezent]]e [[Art (Biologie)|Art]] der [[monotypisch]]en [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda,&amp;#039;&amp;#039; es sind jedoch zahlreiche [[fossil]]e Arten bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserfalle ist eine frei flutende [[Wasserpflanze]], ihre Beute fängt sie mit einer Klappfalle, ähnlich jener der [[Venusfliegenfalle]], mit der die Wasserfalle eng verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art ist von Europa über Asien und Afrika bis nach Australien heimisch, war jedoch immer schon sehr selten. Da sie auf ausgesprochen nährstoffarme Gewässer angewiesen ist, die heute durch Landwirtschaft meist überdüngt werden, starb sie im 20. Jahrhundert in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes aus, darunter auch in Deutschland und Österreich. Weltweit sind nur noch 50 natürliche Standorte bekannt, die Mehrheit in Polen, der Ukraine und Belarus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aldrovanda vesiculosa sl30.jpg|mini|Fallen der Wasserfalle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AldrovandaVesiculosaSeedsGermination (cropped).jpg|mini|Keimender Samen der Wasserfalle]]&lt;br /&gt;
Die Wasserfalle ist eine [[ausdauernde Pflanze|ausdauernde]], [[krautige Pflanze|krautige]] [[Süßwasser]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;pflanze&amp;lt;/nowiki&amp;gt;. Sie ist wurzellos, nur der [[Embryo (Botanik)|Keimling]] besitzt eine rudimentäre [[Wurzel (Pflanze)|Wurzel]], die aber früh abstirbt. Die Pflanze wächst an der einen Seite und stirbt am anderen Ende ab; unter guten Bedingungen werden so ein bis zwei Wirtel pro Tag gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Habitus ===&lt;br /&gt;
Die Pflanze wird etwa 10 bis 30&amp;amp;nbsp;cm lang. Entlang der [[Sprossachse]] stehen in kurzen Abständen in [[wirtel]]förmiger Anordnung fünf bis neun 2 bis 3&amp;amp;nbsp;mm lange Fangblätter an einem Blattstiel, den allerdings [[Ludwig Diels|Diels]] als einen „verlängerten [[Blattgrund]]“ charakterisiert. Der Blattgrund enthält mehrere luftgefüllte Hohlräume, die für den größten Teil des Auftriebs der Pflanze sorgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fallen ===&lt;br /&gt;
Mit ihren Fangblättern, einer Klappfalle ähnlich einer kleineren Ausgabe der [[Venusfliegenfalle]], fängt die Wasserfalle kleine [[Tiere]], vorzugsweise [[Wasserflöhe]], aber auch beispielsweise junge [[Mücken]]larven. Am Rand der Fallen stehen vier bis sechs auffällig steife Borsten; auch im Inneren ist die Falle fein behaart mit sensiblen Härchen. Dabei handelt es sich um Fühlhärchen, die das Schließen der beiden Hälften der [[Blattspreite]] in maximal 1/50 Sekunde veranlassen, wobei der Fang nur bei warmen Wassertemperaturen möglich ist (ab etwa 20&amp;amp;nbsp;°C). Hat die Falle eine Beute gefangen, so wird diese mit Hilfe von Verdauungssäften zersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte und Frucht ===&lt;br /&gt;
Die kleine, weiße [[Blüte]] der Wasserfalle erhebt sich an kurzen Stielen über die Wasseroberfläche; sie bleibt nur wenige Stunden geöffnet. Die nachfolgende Bildung der Samenkapsel hingegen erfolgt wieder unter Wasser. Die Samen [[Keimung|keimen kryptokotylar]], das heißt, die Keimblätter verbleiben innerhalb des Samenkorns und nehmen dessen Reserven, das so genannte [[Endosperm]], auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 48.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Wasserfalle ist zwar von [[Europa]] über [[Asien]] und [[Afrika]] bis nach [[Australien]] heimisch, ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt jedoch in Osteuropa, im Areal zwischen Ostpolen, Russland, Belarus und der Ukraine. Historisch sind 379 Standorte der Art bekannt, davon rund 300 in Europa, 32 in Afrika, 27 in Asien und 6 in Australien (daneben rund 20 künstliche Vorkommen in den USA). 2018 konnten davon nur noch rund 50 existierende natürliche Vorkommen bestätigt werden, davon 38 in Europa, überwiegend in der Ukraine und Ostpolen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lubomír Adamec |Titel=Biological flora of Central Europe: Aldrovanda vesiculosa L |Sammelwerk=Perspectives in Plant Ecology, Evolution and Systematics |Band=35 |Datum=2018-12 |DOI=10.1016/j.ppees.2018.10.001 |Seiten=8–21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa reichte ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet vom Baltikum bis nach Südfrankreich und Italien, über Griechenland, den Balkan und Osteuropa bis ins nordwestliche Russland und den Kaukasus. In West- und Mitteleuropa sind im Laufe des 20. und frühen 21. Jahrhunderts alle natürlichen Populationen ausgestorben. In Asien reichte ihr Verbreitungsgebiet von Kasachstan und Usbekistan bis in den äußersten Osten Russlands, nach China, Japan über die Koreanische Halbinsel bis nach Indien und Bangladesch. In allen Ländern bis auf Russland und China ist sie jedoch inzwischen entweder ausgestorben oder konnte seit Jahrzehnten nicht mehr beobachtet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In Afrika fand sie sich zerstreut über weite Teile des subsaharischen Afrikas einschließlich Madagaskars. Funde wurden aus 14 Ländern berichtet, von diesen konnten 2018 nur noch zwei bestätigt werden. Die Aussagekraft der Daten zu Afrika ist aber begrenzt, da nur wenige Untersuchungen vorliegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In all ihren Arealen ist sie selten, Vorkommen können teils hunderte oder tausende Kilometer auseinanderliegen. Ihre Ausbreitung erfolgt über [[Epichorie]], sie haftet am Gefieder von Wasservögeln, die sie in andere Gewässer verschleppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Die Wasserfalle im deutschsprachigen Raum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:AldrovandaSitesGermany.png|mini|Vorkommen von &amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda vesiculosa&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland und angrenzenden Ländern (Fleischmann 2021)]]In Deutschland wurden im Lauf des 19. und frühen 20. Jahrhunderts elf Standorte in vier Regionen aufgezeichnet, drei in Brandenburg und eine in Bayern. Die Brandenburger Bestände, Westrand des osteuropäischen Verbreitungsschwerpunkts, lagen im [[Rheinsberger Seengebiet]] um [[Zeutensee]], [[Großer Törnsee|Großen]] und [[Kleiner Törnsee|Kleinen Törnsee]] und [[Nehmitzsee]], in der Uckermark rund um [[Parsteinsee|Parstein]], [[Chorin]] und [[Brodowin]] sowie im [[Heegesee (Am Mellensee)|Heegesee]] bei [[Sperenberg]]. Viele dieser Standorte erloschen bereits um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, weitere in den 1930er Jahren. Die letzten Standorte [[Parsteiner See]], [[Großer Plagesee]] und Heegesee erloschen spätestens 1980 aufgrund massiver Eutrophierung durch die Agrarwirtschaft ebenfalls. Trotz intensiver Suchen konnte die Wasserfalle seither in Brandenburg nicht mehr gefunden werden, sie ist heute als verschollen bzw. ausgestorben anzusehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Fleischmann |Titel=Aldrovanda vesiculosa L. neu in der Oberpfalz, und eine Übersicht zur natürlichen und neophytischen Verbreitung der Art in Deutschland |Sammelwerk=Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft |Band=91 |Datum=2021 |Seiten=267 – 285. |Online=https://www.researchgate.net/publication/357167899_Aldrovanda_vesiculosa_L_neu_in_der_Oberpfalz_und_eine_Ubersicht_zur_naturlichen_und_neophytischen_Verbreitung_der_Art_in_Deutschland}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bayern wurde die einzig bekannte natürliche Population 1879 im [[Bichelweiher]] zwischen [[Enzisweiler (Bodolz)|Enzisweiler]] und [[Reutenen (Wasserburg)|Reutenen]] nah des Bodensees entdeckt. Um 1926 erlosch der Bestand, Wiederansiedelungsversuche scheiterten 1967, da der Bichelweiher durch angrenzende Landwirtschaft eutrophiert war und bis heute ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bayrischer Bestand war bereits 1847 vermutet worden, als ein Vorkommen in Österreich bei [[Fußach]] am gegenüberliegenden Ufer des Bodensees dokumentiert worden war. Der dortige Bestand erlosch 1880, 1890 wurde auch der Fundort im Zuge eines Hochwassers zerstört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Wasserfalle in Österreich ausgestorben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schweiz gibt es keine Aufzeichnungen natürlicher Vorkommen, die Wasserfalle gilt hier als nicht einheimisch. 1908 entnahm jedoch der Schweizer Botaniker [[Gerold Stahel]] Pflanzen aus dem bayrischen Bichelweiher und setzte sie im [[Mettmenhaslisee]] und einem weiteren Weiher bei [[Herisau]] aus. Während sie in letzterem wieder verschwanden, etablierte sich der Bestand im Mettmenhaslisee. Ab 1977 wurden von dort aus im Zuge naturschützerischer Maßnahmen weitere Seen im [[Kanton Zürich]] besetzt, erfolgreich im [[Mädestlenweiher]], im [[Katzensee]] und in zwei Teichen im [[Zürcher Weinland|Weinland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die Bestände sind streng geschützt, insbesondere weil sie auf die in Deutschland selbst erloschenen Bestände aus dem Bichelweiher zurückgeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Käsermann: &amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda vesiculosa L. – Aldrovande – Droseraceae.&amp;#039;&amp;#039; In: Christoph Käsermann, Daniel M. Moser: &amp;#039;&amp;#039;Merkblätter Artenschutz. Blütenpflanzen und Farne.&amp;#039;&amp;#039; (Stand Oktober 1999). Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), Bern 1999, [https://www.infoflora.ch/assets/content/documents/merkblaetter_artenschutz_de/aldr_vesi_d.pdf S. 38], (zu den Schweizer Vorkommen).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ansalbungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Aldrovanda vesiculosa sl2.jpg|mini|Wasserfalle, angesalbter Bestand zwecks [[Erhaltungskultur]] in Tschechien nahe [[Suchdol nad Lužnicí]]. Die Rotfärbung ist ein charakteristisches Merkmal der tropisch-subtropischen Wuchsform, die in Europa nur in Ungarn vorkommt, wo das Ausgangsmaterial der Ansalbung herstammt.]]&lt;br /&gt;
Als [[Ansalbung]] bezeichnet man das Ausbringen von Pflanzen in die freie Natur mit dem Vorsatz, sie zu einem dauerhaften Bestandteil der dortigen [[Flora]] zu machen. Ansalbungen können zu [[Florenverfälschung|Florenverfälschungen]] führen und dürfen daher nur mit behördlicher Genehmigung vorgenommen werden. Solche offiziellen Wiederansiedlungen wurden in Europa neben der Schweiz mittels ostpolnischen bzw. ungarischen Materials in Westpolen und Tschechien durchgeführt, insbesondere in Tschechien mit Erfolg, dort etablierten sich vier stabile Populationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Auch in Japan wurde die Art nach dem Aussterben der letzten Bestände anhand zuvor entnommenen Materials an zwei Standorten neu angesiedelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dessen ungeachtet kommen auch ungenehmigte Ansalbungen der Wasserfalle regelmäßig vor, aufgrund ihrer speziellen Lebensansprüche üblicherweise in Naturschutzgebieten, die dadurch gestört werden können. In Deutschland kam es zu solchen Ansalbungen in Nordrhein-Westfalen im [[Wahner Heide|NSG Wahner Heide]] und im [[Stallberger Teichkette|NSG Stallberger Teichkette]] sowie in Bayern im [[Tennenloher Forst|NSG Tennenloher Forst]] und im [[Charlottenhofer Weihergebiet|NSG Charlottenhofer Weihergebiet]]. Diese Ansalbungen erloschen allerdings nach wenigen Jahren wieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Ungenehmigte Ansalbungen wurden seit den 1980er Jahren auch in den USA vorgenommen, wo die Wasserfalle ein [[Neophyt]] ist. Hier kommt sie heute in großen Mengen und stabilen Populationen an mehreren Standorten vor allem in [[Virginia]], aber auch in [[New York (Bundesstaat)|New York]] und [[New Jersey]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Habitat ===&lt;br /&gt;
Die Wasserfalle bedarf äußerst sauberer, seichter, heller und warmer stehender Gewässer, die zugleich nährstoffarm und schwach sauer ([[pH-Wert]] um 6) sind. Sie ist zwischen [[Binsen]] oder [[Schilfrohr|Schilf]], aber auch [[Reis]] frei schwimmend zu finden. Mit zunehmender Verdichtung des Bewuchses ihres Areals geht die Wasserfalle dann wieder zurück und taucht an anderen Stellen wieder auf. Sie reagiert empfindlich auf den Befall durch [[Algen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wasserfalle gedeiht in [[Pflanzengesellschaft|Gesellschaften]] des Verbands [[Hydrocharition]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermehrung ===&lt;br /&gt;
Die Wasserfalle blüht – zumindest in temperierten Bedingungen – eher selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie vermehrt sich meist [[Vegetative Vermehrung|vegetativ]]. Dazu verzweigt sich die Pflanze während ihrer Wachstumsphase stark. Durch das nachfolgende Absterben des Hauptsprosses entstehen voneinander unabhängige Individuen. Da die Pflanze starkwüchsig ist, können so schnell zahlreiche, genetisch identische Individuen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite Methode vegetativer Vermehrung winterharter Formen, ist die durch so genannte [[Turio]]nen im Rahmen einer Überwinterungsstrategie der Pflanze. Dabei lösen sich zum Ende der Wachstumsperiode Blattwirtel von der Sprossspitze und sinken wegen ihres Gewichts und dem Verlust des Auftriebs nach dem Ausstoß von Gasen auf den Grund des Gewässers. Turionen sind frosthart bis zu −15&amp;amp;nbsp;°C. Im Frühjahr steigen die Turionen dann wieder auf und beginnen erneut mit dem Wachstum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;turio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Erstmals erwähnt wurde die Wasserfalle 1699 von [[Leonard Plukenet]] in [[Indien]], der sie &amp;#039;&amp;#039;Lenticula palustris Indica&amp;#039;&amp;#039; nannte. Ihren heutigen wissenschaftlichen Namen erhielt sie 1747 durch [[Giuseppe Monti]], der italienische Exemplare beschrieb und zu Ehren des italienischen Gelehrten [[Ulisse Aldrovandi]] &amp;#039;&amp;#039;Aldrovand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a vesiculosa&amp;#039;&amp;#039; nannte. Bei der Übernahme des Namens durch [[Carl von Linné]] im Jahre 1753 ging allerdings das erste „i“ des Namens verloren. Ihr erster Nachweis in Deutschland erfolgte 1846 in einem Teich in [[Pszczyna|Pleß]] (Pszczyna) in [[Oberschlesien]] durch [[Emanuel Friedrich Hausleutner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Charles Darwin]] führte noch eine Unterscheidung der tropischen und subtropischen Formen der Wasserfalle von der temperierten Form unter den Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda vesiculosa&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;australis&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda vesiculosa&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;verticillata&amp;#039;&amp;#039; an. Von dieser Systematik ist man abgekommen; heutzutage werden trotz unterschiedlicher Wuchsformen alle Wasserfallen als ein Taxon geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;darw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächstverwandte Art der Wasserfalle ist die morphologisch ähnliche [[Venusfliegenfalle]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;phylo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläobotanik ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung der Gattung lässt sich bis in den [[Paläozän]] vor rund 60 Millionen Jahren zurückdatieren. Anhand vor allem fossiler Samen- und Pollenfunde sind neunzehn fossile Arten beschrieben worden, sie dokumentieren, wie Vertreter der Gattung im Zuge klimatischer Veränderungen immer wieder ausstarben und neue Arten entstanden. Dabei war die Gattung zugleich außergewöhnlich weit verbreitet, Nachweise existieren von allen Kontinenten außer Südamerika und der Antarktis sowie aus allen nicht-polaren [[Köppen-Geiger-Klassifikation|Klimatypen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Fleischmann, Adam T. Cross, Robert Gibson, Paulo M. Gonella, Kingsley W. Dixon |Titel=Systematics and evolution of Droseraceae |Band=1 |Verlag=Oxford University Press |Datum=2018-02-15 |DOI=10.1093/oso/9780198779841.003.0004 |Seiten=49}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im [[Pleistozän]] lassen sich sechs Arten der Gattung nachweisen, von denen jedoch nur &amp;#039;&amp;#039;A. vesiculosa&amp;#039;&amp;#039; bis in die Gegenwart überlebte.&amp;lt;ref&amp;gt;John D. Degreef: &amp;#039;&amp;#039;Fossil Aldrovanda.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Carnivorous plant newsletter.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 26, Nr. 3, 1997, S. 93–97, ([http://bestcarnivorousplants.com/aldrovanda/papers_online/Fossil.htm Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da auf Grund der geringen Masse der Pflanzen stets nur Samen oder Pollen [[fossil]] erhalten sind, lässt sich kaum eine Aussage über die frühere Gestalt der Pflanzen treffen. Umso bedeutender war der bisher einzigartige Fund eines fossilen Blattes einer ca. 6 Millionen Jahre alten &amp;#039;&amp;#039;[[Aldrovanda inopinata]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Miozän]]. Dieser Fund wurde [[1963]] in [[Wackersdorf]] gemacht. Das Blatt ist dem der heutigen Art sehr ähnlich; ein wichtiger Unterschied liegt jedoch im Fehlen der sensiblen Härchen im Zentrum der Blattspreite.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ilse&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre im heutigen [[Tschechien]] gefundene Samenfragmente vom Ende der [[Kreidezeit]] wurden zeitweise als der älteste bekannte Vorgänger der Gattung gedeutet und als &amp;#039;&amp;#039;Palaeoaldrovanda splendens&amp;#039;&amp;#039; beschrieben. Spätere Untersuchungen zeigten jedoch, dass der Fund fehlgedeutet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hermanova2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Status ==&lt;br /&gt;
Der weltweit zu beobachtende Rückgang der Wasserfalle ist menschengemacht und vor allem auf zivilisationsbedingte [[Eutrophierung]] (Erhöhung der Nährstoffzufuhr) ihrer Gewässer zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lubomír Adamec |Titel=Biological flora of Central Europe: Aldrovanda vesiculosa L |Sammelwerk=Perspectives in Plant Ecology, Evolution and Systematics |Band=35 |Datum=2018-12 |DOI=10.1016/j.ppees.2018.10.001 |Seiten=8–21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Australien und allen europäischen Ländern, in denen sie noch existiert, ist die Art streng geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Wie alle fleischfressenden Pflanzen ist auch die Wasserfalle Gegenstand des Interesses von Sammlern. In den 1990er Jahren wurde die Art verstärkt in Sammlungen aufgenommen, nachdem australische Typen importiert wurden, deren tropische bzw. subtropische Wuchsform ein Durchkultivieren unter gleichmäßigen Bedingungen ohne Winterruhe ermöglichte. Ihre Kultur gilt wegen der aquatischen Haltung und ihrer speziellen Ansprüche als schwierig.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Breckpot: &amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda vesiculosa. Description, Distribution, Ecology and Cultivation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Carnivorous plant newsletter.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 26, Nr. 3, 1997, {{ISSN|0190-9215}}, S. 73–82, ([http://www.carnivorousplants.org/cpn/samples/NatHist263Aldro.htm Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine stilisierte Wasserfalle ist das Symbol der deutschen [[Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Diels]]: &amp;#039;&amp;#039;Droseraceae&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Das Pflanzenreich.&amp;#039;&amp;#039; 26 = 4, 112, {{ZDB|846151-x}}). Engelmann, Leipzig 1906.&lt;br /&gt;
* Christian Breckpot: &amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda vesiculosa. Description, Distribution, Ecology and Cultivation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Carnivorous plant newsletter.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 26, Nr. 3, 1997, {{ISSN|0190-9215}}, S. 73–82, ([http://www.carnivorousplants.org/cpn/samples/NatHist263Aldro.htm Online]).&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Barthlott]], Stefan Porembski, Rüdiger Seine, Inge Theisen: &amp;#039;&amp;#039;Karnivoren. Biologie und Kultur fleischfressender Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-4144-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aldrovanda vesiculosa|Wasserfalle (&amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda vesiculosa&amp;#039;&amp;#039;)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|274}}&lt;br /&gt;
* {{InfoFlora|ID=545|WissName=Aldrovanda vesiculosa L.|Abruf=2015-10-30}}&lt;br /&gt;
* [http://bestcarnivorousplants.com/aldrovanda/ Das &amp;#039;&amp;#039;Aldrovanda Project&amp;#039;&amp;#039; – Englischsprachige Forschungsseite mit zahlreichen weiterführenden Hinweisen]&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2013.1&lt;br /&gt;
|ID=162346&lt;br /&gt;
|ScientificName=Aldrovanda vesiculosa&lt;br /&gt;
|YearAssessed=2012&lt;br /&gt;
|Assessor=Cross, A.&lt;br /&gt;
|Download= 7. September 2013&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;darw&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 479.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fleischfressende Pflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonnentaugewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang II)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang IV)]]&lt;br /&gt;
{{Exzellent|27. August 2005|8831312}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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