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	<title>Wahrheitswert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-08T07:42:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Wahrheitswert&amp;diff=8796&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stueckl: Bei Einzelnachweis den Autorennamen Gottlob Frege hinzugefügt</title>
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		<updated>2024-02-22T18:24:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bei Einzelnachweis den Autorennamen Gottlob Frege hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|betrachtet den Begriff im Sinne der Logik. In der Programmierung steht er für die Werte des booleschen Datentyps, siehe [[Boolesche Variable#Programmierung]].}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahrheitswert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in [[Logik]] und [[Mathematische Logik|Mathematik]] ein &amp;#039;&amp;#039;logischer Wert&amp;#039;&amp;#039;, den eine [[Aussage (Logik)|Aussage]] in Bezug auf Wahrheit annehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiwertigen [[klassische Logik|klassischen Logik]] kann eine Aussage nur entweder &amp;#039;&amp;#039;wahr&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;falsch&amp;#039;&amp;#039; sein, die Menge der Wahrheitswerte {&amp;#039;&amp;#039;W&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;F&amp;#039;&amp;#039;} hat so zwei Elemente. In [[mehrwertige Logik|mehrwertigen Logiken]] enthält die &amp;#039;&amp;#039;Wahrheitswertemenge&amp;#039;&amp;#039; mehr als zwei Elemente, z.&amp;amp;nbsp;B. in einer [[Dreiwertige Logik|dreiwertigen Logik]] oder einer [[Fuzzy-Logik]], die damit zu den [[Nichtklassische Logik|nichtklassischen Logiken]] zählen. Hier wird dann auch neben Wahrheitswerten von &amp;#039;&amp;#039;Quasiwahrheitswerten&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pseudowahrheitswerten&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Geltungswerten&amp;#039;&amp;#039; gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abbildung der Menge von Aussagen einer (meist formalen) Sprache auf die Wahrheitswertemenge wird [[Wahrheitswertzuordnung]] genannt und ist eine aussagenlogisch spezifische [[Bewertungsfunktion (Formale Sprachen)|Bewertungsfunktion]]. In der klassischen Logik kann auch explizit die Klasse aller wahren Aussagen beziehungsweise die Klasse aller falschen Aussagen definiert werden.&lt;br /&gt;
Die Abbildung von Wahrheitswerten der ([[Atomare Aussage|atomaren]]) Teilaussagen einer zusammengesetzten Aussage auf die Wahrheitswertemenge heißt [[Wahrheitswertefunktion]] oder Wahrheitsfunktion. Die Wertetabelle dieser [[Funktion (Mathematik)|Funktion]] im mathematischen Sinn wird auch als [[Wahrheitstafel]] bezeichnet und häufig dazu verwendet, die Bedeutung wahrheitsfunktionaler [[Junktor]]en anzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbildung ==&lt;br /&gt;
Eingeführt wurde der Begriff „Wahrheitswert“ von [[Gottlob Frege]] als undefinierter Grundbegriff, unter den die beiden Gegenstände fallen, die nach seiner Sicht als Werte von Wahrheitswertefunktion auftreten können – das Wahre und das Falsche: „Ich verstehe unter dem Wahrheitswerthe&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; eines Satzes den Umstand, daß&amp;lt;!-- sic!--&amp;gt; er wahr oder daß&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; er falsch ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gottlob Frege: [[Über Sinn und Bedeutung]], Seite&amp;amp;nbsp;34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Basis der Unterscheidung zwischen [[Extension und Intension]] wird im Gefolge von Frege vielfach angenommen, dass der Wahrheitswert die [[Extension und Intension|Extension]] (das Designat, die Referenz, in Freges Terminologie die „Bedeutung“) einer Aussage ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem gängigen Verständnis haben nur [[Logische Aussage|Aussagesätze]] Wahrheitswerte, nicht aber zum Beispiel Fragesätze oder einzelne Wörter. Der Begriff des Wahrheitswertes ist nicht an eine bestimmte [[Wahrheitstheorie]] gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anzahl der Wahrheitswerte ==&lt;br /&gt;
In der zweiwertigen [[Klassische Logik|klassischen Logik]] kommt jedem Satz einer von genau zwei Wahrheitswerten zu. Seine Aussage ist entweder wahr oder falsch, was auch das [[Prinzip der Zweiwertigkeit]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Mehrwertige Logik|mehrwertigen Logiken]] gibt es mehr als zwei Wahrheitswerte, das heißt, das Prinzip der Zweiwertigkeit gilt hier nicht. Der [[Satz vom ausgeschlossenen Dritten]] wird dadurch allerdings nicht zugleich auch ungültig – vielmehr gibt es mehrwertige Logiken, in denen der Satz vom ausgeschlossenen Dritten gilt, und solche, in denen er nicht gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Logiken mit endlich vielen Wahrheitswerten, so zum Beispiel das als erste mehrwertige Logik [[1920]] von [[Jan Łukasiewicz]] formalisierte System Ł&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;, eine dreiwertige Logik. Und es gibt auch Logiken mit [[Unendlichkeit|unendlich]] vielen Wahrheitswerten, zum Beispiel solche der [[Fuzzylogik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Extensionalität und Wahrheitsfunktionalität ==&lt;br /&gt;
In extensionalen [[Logik]]en ist der Wahrheitswert eines zusammengesetzten Satzes eindeutig durch die Wahrheitswerte seiner Teilsätze bestimmt (Prinzip der Wahrheitsfunktionalität, allgemeiner auch [[Extensionalitätsprinzip]] oder Kompositionalitätsprinzip). Aus diesen und den für die Komposition jeweils verwendeten logischen Verknüpfungen (Konnektiven) lässt sich daher im Rahmen eines logischen [[Kalkül#Kalküle in der Logik|Kalküls]] der Wahrheitswert eines zusammengesetzten Ausdrucks berechnen. Dabei repräsentieren die verschiedenen Belegungen&lt;br /&gt;
von &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; [[Variable (Logik)#Aussagenvariable|Aussagenvariablen]] durch Wahrheitswerte jeweils eine &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-stellige Wahrheitswertefunktion; man nennt derart interpretierbare Konnektive oder [[Junktor]]en auch wahrheitsfunktional. Die [[klassische Logik]] verwendet ausschließlich wahrheitsfunktionale Konnektive, sie ist extensional. Zur Angabe des Wahrheitswerteverlaufs für ein extensionales (wahrheitsfunktionales) Konnektiv werden in endlichwertigen Logiken bevorzugt [[Wahrheitstabelle]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In intensionalen Logiken – das heißt in solchen, die außerdem oder auch nur Konnektive benutzen, die nicht wahrheitsfunktional definiert sind – ist es erheblich aufwendiger Formalismen anzugeben, mit denen man den Wahrheitswert eines komplexen Satzes berechnen kann. Für manche intensionale Logiken, vor allem für [[Modallogik]], hat sich die [[Kripke-Semantik]] zur Bewertung von Sätzen bewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbole für Wahrheitswerte ==&lt;br /&gt;
Die Wahrheitswerte werden unterschiedlich symbolisiert; gebräuchlich sind folgende Zeichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;wahr: „W“ &amp;#039;&amp;#039;(wahr)&amp;#039;&amp;#039;, „t“ (englisch &amp;#039;&amp;#039;true&amp;#039;&amp;#039;), „&amp;lt;math&amp;gt;\top&amp;lt;/math&amp;gt;“, „v“ (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;verum&amp;#039;&amp;#039;), „1“ oder „+“.&lt;br /&gt;
;falsch: „F“ &amp;#039;&amp;#039;(falsch)&amp;#039;&amp;#039;, „f“ (englisch &amp;#039;&amp;#039;false&amp;#039;&amp;#039; bzw. lateinisch &amp;#039;&amp;#039;falsum&amp;#039;&amp;#039;), „&amp;lt;math&amp;gt;\bot&amp;lt;/math&amp;gt;“, „0“ oder „−“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer [[Mehrwertige Logik|mehrwertigen Logik]] kann man auf Zahlen zurückgreifen, um einen abgestuften Wahrheitsgrad zu beschreiben, z.&amp;amp;nbsp;B. auf &amp;lt;math&amp;gt;{0; \tfrac{1}{2}; 1}&amp;lt;/math&amp;gt; in einer dreiwertigen Logik oder auf &amp;lt;math&amp;gt;{0; \tfrac{1}{3}; \tfrac{2}{3}; 1}&amp;lt;/math&amp;gt; in einer vierwertigen Logik oder auch auf alle [[Reelle Zahl|reellen Zahlen]] zwischen 0 und 1 (vergleiche [[Fuzzylogik]]). Andererseits sind auch Wahrheitswerte wie „undefiniert“, „indifferent“ oder „hochohmig“ gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Funktion und Begriff]]&lt;br /&gt;
* [[Über Sinn und Bedeutung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lothar Kreiser, [[Siegfried Gottwald]], Werner Stelzner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nichtklassische Logik. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 2., durchgesehene Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1990, ISBN 3-05-000274-3.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Tugendhat]], [[Ursula Wolf (Philosophin)|Ursula Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Logisch-semantische Propädeutik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Universal-Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; 8206). Reclam, Stuttgart 1983, ISBN 3-15-008206-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/truth-values/|Truth Values|[[Jaroslaw Schramko|Yaroslav Shramko]] und [[Heinrich Wansing]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrheit (Philosophie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stueckl</name></author>
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