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	<title>Wüste - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Bitte WP:LIT beachten</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bitte &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:LIT&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:LIT (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:LIT&lt;/a&gt; beachten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Landschaftsform Wüste. Für weitere Bedeutungen siehe [[Wüste (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Trockenklimate.png|mini|hochkant=2|Trockenklimate der Erde&amp;lt;br /&amp;gt;(nach [[Köppen-Geiger-Klassifikation|Köppen &amp;amp; Geiger]]): {{Farblegende|#ffcc00|[[BW-Klimate|Wüstenklima]]}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#c69e00|[[BS-Klimate|Savannen- und Steppenklimate]]}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#65ffff|[[Tundrenklima]]}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#eaeaff|[[Eisklima]]|border=1pt solid #000000}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wüste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden die vegetationslosen oder vegetationsarmen Gebiete der Erde bezeichnet. Nach [[Jürgen Schultz (Geograph) |Jürgen Schultz]] beträgt die Flächenbedeckung mit [[Ausdauernde Pflanze|ausdauernden Pflanzen]] meistens weniger als 10 % bei &amp;#039;&amp;#039;Vollwüsten&amp;#039;&amp;#039; – in der Regel ungleichmäßig auf sehr große vegetationsfreie Flächen mit vereinzelten „Vegetationsinseln“ verteilt – und 10 bis 50 % bei &amp;#039;&amp;#039;Halbwüsten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schultz&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Schultz: &amp;#039;&amp;#039;Die Ökozonen der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 4., völlig neu bearbeitete Auflage, Ulmer UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-1514-9. S. 210–212, 270–271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursache für Wüsten sind entweder fehlende Wärme (&amp;#039;&amp;#039;[[Kältewüste]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Eiswüste&amp;#039;&amp;#039;) der [[Polargebiet|polaren]] und [[Nivalität|subnivalen]] Regionen, Überweidung oder Wassermangel (&amp;#039;&amp;#039;Trockenwüste&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hitzewüste&amp;#039;&amp;#039;). Wüsten zählen zur [[Anökumene]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologische Einteilung der Wüstenarten ==&lt;br /&gt;
=== Sandwüste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Libyen-sandwueste1.jpg|mini|Sandwüste in der [[Sahara]] Libyens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sahara Grand Erg Occidental.jpg|mini|Geländewagen (vorne mittig) vor einer großen Düne in der Sandwüste des [[Westlicher Großer Erg|westlichen großen Erg]] in Algerien]]&lt;br /&gt;
Die Sandwüste wird im Arabischen [[Erg (Wüste)|Erg]] genannt, in der westlichen [[Sahara]] und in der [[Libysche Wüste|Libyschen Wüste]] auch &amp;#039;&amp;#039;Edeyen&amp;#039;&amp;#039;. Eine Sandwüste ist eine Wüste mit einer Oberfläche, die überwiegend aus [[Quarzsand]] besteht, der durch die [[Bodenerosion]] einer [[Gestein|Kieswüste]] entstand oder aus anderen Regionen eingeweht wurde. Sandwüsten nehmen, obwohl sie weithin fälschlich als Synonym für das Phänomen &amp;#039;&amp;#039;Wüste&amp;#039;&amp;#039; angesehen werden, nur etwa 20 % der Wüstenflächen der Erde und auch der Sahara ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lebensbedingungen in den Sandwüsten sind härter als in anderen. Es gibt sie mit und ohne [[Düne]]n, die relativ stabil und in ihrem unteren Teil verfestigt sein können wie im südlichen Sandmeer und dort sog. &amp;#039;&amp;#039;Gassis&amp;#039;&amp;#039; bilden, oder die wie im nördlichen Sandmeer [[Ägypten]]s – etwa um [[Farafra]] – als [[Wanderdüne]]n vorkommen in Gestalt von (je nach vorherrschender Windrichtung) Quer-, Längs-, Stern- oder Sicheldünen. Die höchsten Sanddünen findet man in [[Algerien]], die längste ist der Abu Muharek mit ca. 600&amp;amp;nbsp;km. Gut befahrbar sind nur verfestigte Sandebenen, ansonsten sind insbesondere Dünenfelder wie der [[Große Sandwüste von Bilma|Erg von Bilma]] auch mit [[Geländewagen]] nur mühsam passierbar. Die weltweit größte Sandwüste ist die [[Rub al-Chali]] in [[Arabische Halbinsel|Arabien]], und die zweitgrößte ist die [[Taklamakan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kieswüste ===&lt;br /&gt;
[[Kieswüste]]n heißen in der Westsahara &amp;#039;&amp;#039;[[Reg (Sahara)|Reg]]&amp;#039;&amp;#039;, in der Zentralsahara nennt man sie &amp;#039;&amp;#039;[[Serir]]&amp;#039;&amp;#039;. Kieswüsten entstehen nach Erosion von Stein- oder Felswüsten ([[Akkumulation (Geowissenschaften)|Akkumulation]] von gröberen [[Korngröße]]n durch Ausblasung der feineren Korngrößen) oder durch die Ablagerung von [[Kies]] im Vorfeld von [[Gletscher]]n. Wagenspuren halten sich hier besonders lange. Kieswüsten sind gut passierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stein- oder Felswüste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Moon desert in ladakh 001.jpg|mini|Steinwüste in [[Ladakh]]]]&lt;br /&gt;
Stein- oder Felswüsten nennt man auch [[Hammada]]. Die Oberfläche dieses Wüstentyps ist übersät mit dicht blockigem, kantigem Schutt- oder Felsmaterial, angesammelt als Ergebnis der physikalischen Verwitterung und der Auswehung des Feinmaterials. Meist sind es mit Geröll bedeckte Hochflächen. Mit dem Auto kaum passierbar, außer auf alten Karawanenstraßen, die man gewöhnlich wie in anderen Wüstenformen an den &amp;#039;&amp;#039;Alamat&amp;#039;&amp;#039; erkennt (kleine Steinpyramiden als Wegzeichen) sowie an den Kamelgerippen, die sie säumen. Auf der Oberfläche der Gesteine findet sich vermehrt [[Wüstenlack]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salzwüste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Salar de Uyuni 14.jpg|mini|Salzwüste [[Salar de Uyuni]]]]&lt;br /&gt;
[[Salztonebene|Salzwüsten]] nennt man in Algerien und Tunesien &amp;#039;&amp;#039;Schott&amp;#039;&amp;#039;, in der zentralen und Ostsahara &amp;#039;&amp;#039;[[Sabcha|Sebkha]]&amp;#039;&amp;#039;, in Libyen &amp;#039;&amp;#039;Grara&amp;#039;&amp;#039;. Salzwüsten entstehen meist in [[Arides Klima|ariden]], abflusslosen [[Sedimentbecken]] durch starke [[Verdunstung]]. Sehr viele Wüsten des Typs liegen in [[Iran]] und [[Zentralasien]]. Sie sind schwer passierbar und wegen der Tümpel und Sumpffelder unter der Salzkruste möglichst zu meiden. Das Salz dieser Schotts repräsentiert allerdings nicht die Überreste eines alten Meeres, sondern es entstammt den Auswaschungen von aus umgebenden Bergländern herunter&amp;amp;shy;geschwemmten Ablagerungen, die oft reichlich Salz enthalten, wobei es sich in abflusslosen Senken wie z.&amp;amp;nbsp;B. der Qattara-Senke naturgemäß ansammelte und dicke, stark salzangereicherte Ton- und Lehmflächen entstehen ließ, sog. [[Salztonebene]]n bzw. &amp;#039;&amp;#039;Alkaliflats&amp;#039;&amp;#039;. Nach Niederschlägen wandelten diese sich zu Salzseen oder Salzsümpfen, die aus einem schlammigen Gemisch aus Ton, Salz und Sand bestehen. Die Namen des parallel zur Straße Kairo – Alexandria verlaufenden nordägyptischen [[Wadi]] El-Natrun, des libyschen Ortes El Atrun auf der Cyrenaika und der nordwestsudanesischen Oase El-Atrun sind Zeichen dieser Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiswüste ===&lt;br /&gt;
Dem geomorphologischen Typ der Eiswüste entspricht der klimatische Begriff der [[Kältewüste]] (siehe unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Einteilung nach klimatischer Entstehungsweise ==&lt;br /&gt;
Die Wüsten der Erde können klimatisch in fünf Typen eingeteilt werden, je nach der Ursache für ihre Trockenheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kalahari E02 00.jpg|1. Subtropische Wüste:&amp;lt;br /&amp;gt;Luftfeuchtigkeit wird vom Wind davongetragen, wie hier in der [[Kalahari]] in [[Namibia]].&lt;br /&gt;
Cobija 2014.JPG|2. Kalte Küstenwüste:&amp;lt;br /&amp;gt;An kaltem Wasser gelegen und dadurch sehr trocken und meist steril ist die [[Atacamawüste]] wie hier in [[Cobija (Chile)]].&lt;br /&gt;
Kingston Range from Emigrant Pass.jpg|3. Regenschattenwüste:&amp;lt;br /&amp;gt;Abgeschirmt durch Gebirge gibt es kaum Niederschläge in der [[Mojave-Wüste]] in den USA.&lt;br /&gt;
Taklamakan-d12.jpg|4. Binnenwüste:&amp;lt;br /&amp;gt;Weiter entfernt vom Meer als alles andere, fast im Zentrum des eurasischen Kontinents liegt die [[Taklamakan]]-Wüste in China.&lt;br /&gt;
Blood Falls 1834170 166fdf53a6 o.jpg|5. Polarwüste:&amp;lt;br /&amp;gt;In den [[Antarktische Trockentäler|McMurdo Dry Valleys]] in der Antarktis ist es so trocken, dass es auf Permafrostboden über weite Bereiche nicht einmal Eis gibt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Subtropische Wüste ===&lt;br /&gt;
[[Subtropen|Subtropische]] Wüsten, auch Passatwüsten oder [[Wendekreiswüste]]n genannt, liegen in zwei breiten Bändern, die fast die ganze Erde umspannen, bei einer [[Geographische Breite|geographischen Breite]] bis zu etwa 30° beidseits des Erd[[äquator]]s. Beispiele sind die größten Teile der [[Sahara]] und die [[Kalahari]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl auf der nördlichen als auch auf der südlichen Halbkugel werden die Luftmassen vom [[Antipassat]] kommend von den dort häufig auftretenden Hochdruckgebieten zum Absteigen gezwungen ([[Passat (Windsystem)|Urpassat]]). Das erwärmt sie, wodurch die relative [[Luftfeuchtigkeit]] abnimmt und trockene, [[wolkenlos]]e Klimaverhältnisse aufkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochdruckgebiete kommen durch die innertropische Konvergenzzone, kurz [[Innertropische Konvergenzzone|ITC]], zustande. Durch die starke Sonneneinstrahlung über einen großen Winkel wird in der Äquatorregion die Erde besonders stark erwärmt. Ebenso verdunstet viel Wasser. Da es in der Tropopause eine Inversionsschicht gibt, können die Luftmassen nicht weiter aufsteigen. Sie werden nach Norden und Süden abgelenkt. Durch die Kondensation des Wasserdampfes beginnt es zu regnen. In der Wendekreisregion beginnt die abgekühlte Luft, in der keine Feuchtigkeit mehr enthalten ist, abzusinken. Absteigende Luftmassen bewirken stets eine Auflösung der Wolken. In Bodennähe strömt die Luft wieder in die Äquatorregion zurück. Durch die [[Corioliskraft#Einfluss der Corioliskraft auf die atmosphärische Zirkulation|Coriolisablenkung]] entstehen die Passatwinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalte Küstenwüste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nebelbank in der Wüste Namib bei Aus (2018).jpg|mini|Nebelbank in der Wüste [[Namib]] bei [[Aus (Namibia)|Aus]] (2018) {{Coordinate|NS=-26.644760|EW= 16.222939|type=landmark|region=NA-KA|text=ICON2|name=Nebelbank}}]]&lt;br /&gt;
Die Kalte [[Küstenwüste]] ist in vielfacher Hinsicht eine besondere Form der Subtropischen Wüste. Passate und spezielle [[Meeresströmung]]en verstärken ihre Trockenheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot; /&amp;gt; Das kalte aufsteigende Wasser des Meeres kühlt die über ihr lagernden Luftmassen ab. Die in diesen Luftmassen enthaltene Luftfeuchtigkeit [[Kondensation|kondensiert]], die relative Luftfeuchtigkeit steigt also und es bilden sich Wolken. Die Wolken haben allerdings so viel an Temperatur verloren, dass sie nicht mehr aufsteigen können – es entsteht eine stabile Schichtung und daher Nebel. Kommen diese Luftmassen nun in die Wüste, so werden sie erhitzt und verlieren stark an relativer Luftfeuchtigkeit, die Wolken lösen sich auf. „So nah am Wasser und doch so arm an Wasser“, hat [[Alexander von Humboldt]] einmal die Küstenwüste der [[Atacamawüste|Atacama]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit gibt es drei gut entwickelte Fälle dieses Wüstentyps.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Namib]] an der Küste von Südwestafrika, die Atacama an der chilenischen und peruanischen Küste und die Wüste an der Pazifikküste von [[Niederkalifornien]] in Mexiko.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot; /&amp;gt; Einige Grenzfälle existieren an der Nordwestküste von [[Afrika]], auf der östlichsten der [[Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln]], an der Nordwestküste [[Australien]]s und möglicherweise an der Küste von [[Somalia]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenschattenwüste ===&lt;br /&gt;
Regenschattenwüsten sind durch die Gestalt der Erdoberfläche bedingt und werden daher auch Reliefwüsten genannt. Sie treten im Inneren der Kontinente auf, vor allem an hohen Gebirgsketten oder in Beckenlagen. In solchen Regionen fällt nur geringer Niederschlag, weil sie im [[Regenschatten]] auf der [[Luv und Lee|windabgewandten]] Seite von Randgebirgen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feuchten Luftmassen werden vor den Gebirgen zum Aufsteigen gezwungen. Oben auf der Gebirgskette ist die Luft kühler und kann daher weniger Wasser speichern: Die feuchten, kalten Luftmassen sind zum Abregnen gezwungen. Auf der anderen Seite der Gebirgskette erwärmt sich die Luft insgesamt (aufgrund der feucht[[adiabatisch]]en Abkühlung und der trockenadiabatischen Erwärmung) und die warmen, trockenen Luftmassen sinken. Unten bilden sich aufgrund der Wärme und Trockenheit Wüsten. Eine typische Regenschattenwüste ist die [[Wüste Juda]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Binnenwüste ===&lt;br /&gt;
Binnenwüsten befinden sich südlich der südlichen oder nördlich der nördlichen Wendekreise. Am bekanntesten sind die [[Wüste Gobi]], die [[Taklamakan]] und der [[Großes Becken|Great Basin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontinentale Binnenwüsten und Regenschattenwüsten werden von manchen Forschern als &amp;#039;&amp;#039;außertropische Wüsten&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarwüste ===&lt;br /&gt;
Die [[Pol (Geographie)|Polargebiete]] sind Wüsten. Sie erhalten nur sehr geringe Niederschläge und die Feuchtigkeit liegt meist in gefrorener Form vor, wodurch das Wasser für Pflanzen nicht zur Verfügung steht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot; /&amp;gt; Durch die herrschenden extrem niedrigen Temperaturen ist der Boden gefroren und die Luft sehr trocken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot; /&amp;gt; Ein bekanntes Beispiel sind die [[Arides Klima|hyperariden]] [[Antarktische Trockentäler|McMurdo-Trockentäler]] in der Antarktis, die zu den trockensten Gebieten der Erde zählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Wüsten kommen auf den subantarktischen Inseln wie den [[Prinz-Edward-Inseln]], insbesondere der [[Marion-Insel]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mucina&amp;quot; /&amp;gt; Diese werden of als fellfield (Fjaeldmark, Felsenfluren, Felsentundra) oder auch als „Windwüste“ (wind desert) bezeichnet. Sie kommen auf den höheren Bergen der Inseln, oberhalb ca. 500 bis 550 m, vor, insgesamt 120 km² der 290 km² Fläche der Marion-Insel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith&amp;quot; /&amp;gt; Typisch ist eine nackte Felsoberfläche ganz ohne Böden, mit wenigen Moospolstern und Flechten in kleinen Mulden mit Schmelzwassereinfluss als einziger Vegetation. Trotz der Bezeichnung als „Windwüste“ ist Wind vermutlich nicht der entscheidende ökologische Faktor, vermutlich sind sie vor allem durch permanenten, möglicherweise täglichen [[Frostwechsel]] für Gefäßpflanzen besiedlungsfeindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Wüstentypen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:JUBBAH 12.jpg|mini|Sandwüste mit Sandsteinfelsen bei UNESCO-Weltnaturerbe [[Jubbah]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pachycereus pringlei forest.jpg|mini|Halbwüste mit Kakteen in der [[Sonora-Wüste]], Mexiko]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Halbwüste}}Halbwüste (und Wüstensteppe) ===&lt;br /&gt;
Die Halbwüste stellt eine [[Landschaftszone]] dar, die mit 125 bis 250 mm Jahresniederschlag geringfügig feuchter als die echte (Trocken-)Wüste ist. Sie befindet sich mit einem Pflanzenkleid von weniger als 50 % meist am Rand (in der Übergangszone) einer „Vollwüste“. Entscheidend für die Differenzierung von Voll- und Halbwüste ist die Verteilung der „Pflanzeninseln“: Während in der Vollwüste nur begünstigte [[Standort (Ökologie)|Standorte]] bewachsen sind, die durch ihre Lage im Schatten oder auf besser wasserspeichernden Böden gekennzeichnet sind; zeigt die Halbwüste ein relativ flächenhaftes Mosaik aus Bewuchs und Lücken, der sich nicht direkt aus den Standortverhältnissen ableiten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Nolzen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Geographieunterrichts.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12/I, Geozonen, Aulis Verlag Deubner &amp;amp; Co. KG, Köln 1995, ISBN 3-7614-1618-0. S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halbwüste leitet zu [[Offenland|offenen Vegetationstypen]] über: den [[Dornstrauchsavanne|Dornsavannen]] und [[Strauchsteppe]]n in den [[Tropisch / subtropische Trockengebiete|tropisch / subtropischen Trockengebieten]] (siehe etwa [[Sahelzone]]) sowie [[Trockensteppe|Trocken-]] und Wüstensteppen in den [[Trockene Mittelbreiten|trockenen Mittelbreiten]], die eine lückige und meist niedrige, jedoch insgesamt über 50 % Pflanzenbedeckung aufweisen. In der Literatur werden &amp;#039;&amp;#039;Wüstensteppen&amp;#039;&amp;#039; und Halbwüsten häufig nicht differenziert, obwohl die Vegetationsdecke bei Steppen nach einer häufigen Definition über 50 % liegt; Wüstensteppen jedoch geringer bewachsen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geohilfe.de/oekozonen-nach-schultz/die-trockenen-mittelbreiten/ geohilfe.de] Ökozonen nach Schultz: Trockene Mittelbreiten, abgerufen am 2. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Klimabedingungen sind sehr ähnlich, jedoch dominieren in den Halbwüsten [[Verholzung|holzige Pflanzen]] und in den Wüstensteppen [[Gras|Gräser]] und/oder [[Krautige Pflanze|Kräuter]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schultz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HighlandSprengisandur.jpg|mini|Isländisches Hochland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Edaphische Wüste ===&lt;br /&gt;
Ausgedehnte, aus bodenkundlichen ([[edaphisch]]en) Gründen oder aufgrund von [[Bodenerosion]] vegetationslose Gebiete werden oft im allgemeinen Sprachgebrauch „Wüsten“ genannt. In [[Edaphon|edaphischen]] (bodenbedingten) Wüsten werden zugeführte [[Niederschlag|Niederschläge]] im stark wasser&amp;amp;shy;durch&amp;amp;shy;lässigen [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] sehr schnell abgeführt. Wasser kann sich nicht oder nur sehr schlecht im Boden speichern, es fehlt für pflanzliches Wachstum. So bilden die riesigen [[Schotterflur]]en im [[Isländisches Hochland|Isländischen Hochland]] trotz erheblicher Niederschlags- und Schmelzwassermengen eine Wüstenlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anmutung als Wüsten gilt insbesondere für sandgeprägte Lebensräume wie [[Küstendüne]]n. So wird die Dünenlandschaft der brasilianischen [[Lençóis Maranhenses]] oft als Wüste angesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph D. Lorenz, James R. Zimbelman: Dune Worlds: How Windblown Sand Shapes Planetary Landscapes. Springer, Berlin, Heidelberg etc. 2014. ISBN 978-3-540-89725-5. darin Kap. 11.3.8 Lençóis Maranhenses auf Seite 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den meisten Definitionen von Wüste sind diese Regionen allerdings nicht eingeschlossen, da die Vegetationsarmut hier nicht auf Wassermangel zurückgeht (die Lençóis Maranhenses erhalten zum Beispiel etwa 2000 [[Niederschlag#Niederschlagshöhe|Millimeter]] Jahresniederschlag).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Das Überleben in Wüstengebieten, mit ihren von [[Wasserkrise|Wassermangel]] geprägten besonderen [[Umweltbedingung]]en, zwingt [[Pflanzen]] und [[Tiere]], aber auch den Menschen zu jeweils ganz spezifischen [[Evolutionäre Anpassung|Anpassungen]]. Regenschauer sind selten, doch wenn es einmal regnet, dann meist sehr heftig. Danach &amp;#039;&amp;#039;blüht die Wüste auf&amp;#039;&amp;#039;: Es wachsen farbenprächtige Wüstenpflanzen, die aber wegen des fehlenden Wassers einen kurzen Lebenszyklus haben. Dennoch gewährleisten u.&amp;amp;nbsp;a. auch diese kurzen [[Vegetationsperiode]]n ein häufig erstaunlich reiches Tierleben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Wenn Regen fällt, dann ca. 250&amp;amp;nbsp;mm pro Quadratmeter, durch die Hitze tagsüber verdunstet das Wasser, bevor es den Boden berührt. (diese Behauptung ist m. E. viel zu allgemein/pauschal! -- Bertonymus --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Abschnitt Ökologie ist sicher noch ausbaufähig! Bitte weiterarbeiten/verbessern (ich versuche auch noch mehr „gute“ Daten zusammenzutragen; Die Formulierungen mit dem Regen (und andere) gefallen mir ehrlich gesagt auch noch nicht – klingt noch nicht sehr enzyklopädisch/seriös! -- Bertonymus --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora und Vegetation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Water in Diamond Restricted Area (2018).jpg|mini|Wasseransammlung in einer Senke (hier auch &amp;#039;&amp;#039;[[Vlei]]&amp;#039;&amp;#039; genannt) nach seltenem Regen in der Wüste [[Namib]] (Okt.2018)]]&lt;br /&gt;
Wüsten sind durch Vegetationsarmut oder gar Vegetationslosigkeit gekennzeichnet, nur etwa ein Viertel aller Wüstenflächen sind überhaupt bewachsen. Die vorhandene Vegetation ([[Xerophyten]], [[Halophyten]]) wird durch an Trockenheit oder verstärkte Salzverträglichkeit angepasste Sträucher, Gräser und bestimmte tiefwurzelnde Bäume (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Akazien]] in der Kalahari) bestimmt. Sie unterscheiden sich in wassersparenden, wasserspeichernden, unterirdisch überdauernden Pflanzen und in Pflanzen mit kurzer Vegetationszeit. So ist zum Beispiel in der [[Nebelzone]] der Namib-Wüste der Strauch &amp;#039;&amp;#039;[[Arthraerua leubnitziae]]&amp;#039;&amp;#039; (ein [[Fuchsschwanzgewächse|Fuchsschwanzgewächs]]) als häufigster Vertreter der ständigen Vegetation heimisch, er kann die hohe Luftfeuchtigkeit der Nebelschwaden nutzen. Pflanzen wie dieser gelingt es auch während der extremen und lange anhaltenden [[Dürre]]perioden (am Beispiel der Arthraerua leubnitziae mehrere Tausend Jahre) ihren [[Wasserhaushalt (Hydrologie)|Wasserhaushalt]] aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
In vielen Wüsten der Welt sind trotz der vermeintlich lebensfeindlichen Bedingungen zahlreiche Tierarten anzutreffen. So sind zum Beispiel in der [[Gobi]] neben anderen Großtieren die [[Gazellen|Kropfgazelle]] und der [[Steppeniltis]] heimisch, zuweilen findet man auch [[Schneeleopard]]en und [[Wolf|Wölfe]]. Noch wesentlich zahlreicher als [[Säugetier]]e sind in den [[Arides Klima|ariden]] Gebieten [[Reptilien]] und vor allem die außerordentlich anpassungsfähigen [[Gliederfüßer]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Insekt]]en und [[Skorpion]]e) anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die in heißen Sandwüsten lebenden Tiere weisen häufig sehr augenfällige Anpassungen an die hohen Oberflächen&amp;amp;shy;temperaturen des Sandes auf: so haben Insekten, die tagsüber auf dem Sand laufen, meist außergewöhnlich lange Stelzbeine, da die Temperatur schon wenige Zentimeter über dem Sand deutlich abnimmt. Hierdurch und durch eine schnelle Fortbewegung, sind die Tiere in der Lage, sich vor tödlicher Überhitzung zu schützen. Auch die langen Beine der [[Kamele]] könnten sich als Schutz vor der Abstrahlungshitze entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DesertSinai.jpg|mini|Sanddünen in der Wüste Sinai]]&lt;br /&gt;
In kulturhistorischer Hinsicht spielte die Wüste seit der [[Antike]] eine wichtige Rolle in der europäischen Historiographie und Literatur. Einerseits symbolisierte die Wüste seit [[Herodot]] das Fremde und Andersartige, das sich dem europäischen Zugriff entzog. Andererseits bot die Wüste aber auch Rückzugsmöglichkeiten. Insbesondere durch die [[Bibel]] ([[Auszug aus Ägypten]] der Israeliten, Versuchungen [[Jesus von Nazareth|Christi]]) und die spätere [[Hagiographie|hagiographische]] Literatur ([[Eremit]]en) wurde ein Bild der Wüste nach Europa transportiert, das im Kern bis heute fortwirkt. Durch die [[Domestizierung]] des [[Dromedar]]s gelang es dem Menschen, tiefer in die großen Wüsten vorzudringen oder sie zu durchqueren. Dadurch konnte die Wüste zum Lebensraum des Menschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwüstung ==&lt;br /&gt;
Das Entstehen neuer und die Ausbreitung bestehender Wüsten ist meist vom Menschen verursacht ([[Desertifikation]]). Dazu zählen [[Überweidung]], unangepasster Ackerbau und [[Entwaldung]]. Natürliche Ursachen für Verwüstung sind [[Dürre]]perioden, Ausbreiten von Sanddünen oder Ausfransen von Wüstenrändern. Verwüstung wird durch Ausblasung (Wind), Abschwemmung (Wasser), Versalzung und Skelettierung gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Vereinte Nationen|UN]]-Organisation [[UNCCD]] kämpft gegen die weitere Ausbreitung der Wüsten. Das Jahr 2006 wurde zum [[Internationales Jahr der Wüsten und Wüstenbildung|Internationalen Jahr der Wüsten und Wüstenbildung]] erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einige große Wüsten ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Fläche (km²)&lt;br /&gt;
! Name&lt;br /&gt;
! Kontinent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 13.200.000&lt;br /&gt;
| [[Antarktis]]&lt;br /&gt;
| [[Antarktika]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 2.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 8.700.000&lt;br /&gt;
| [[Sahara]]&lt;br /&gt;
| [[Afrika]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 3.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 2.300.000&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sternberg_2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Gobi]]&lt;br /&gt;
| [[Asien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 4.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 2.160.000&lt;br /&gt;
| [[Grönland]]&lt;br /&gt;
| [[Nordamerika]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 5.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1.855.000&lt;br /&gt;
| [[Arabische Wüsten]]&lt;br /&gt;
| [[Asien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 6.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 1.371.000 &lt;br /&gt;
| [[Australische Wüsten]]&lt;br /&gt;
| [[Australien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 7.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 900.000&lt;br /&gt;
| [[Kalahari]]&lt;br /&gt;
| [[Afrika]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 8.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 330.000&lt;br /&gt;
| [[Taklamakan]]&lt;br /&gt;
| [[Asien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 9.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 320.000&lt;br /&gt;
| [[Sonora (Wüste)|Sonora]]&lt;br /&gt;
| [[Nordamerika]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 10.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 273.000&lt;br /&gt;
| [[Karakum]]&lt;br /&gt;
| [[Asien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 11.&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot;| 273.000&lt;br /&gt;
| [[Tharr]] und [[Cholistan]]&lt;br /&gt;
| [[Asien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit Abstand größten Wüsten sind die Antarktis, Sahara, Gobi und Grönland. Alle Wüsten der Erde zusammengenommen bedecken etwa ein Fünftel der gesamten [[Erdoberfläche|Landfläche der Erde]], das sind fast 30&amp;amp;nbsp;Millionen Quadratkilometer. Werden auch die [[Halbwüste]]n mit hinzugerechnet, so ergibt sich etwa ein Drittel der Landfläche, also etwas weniger als 50&amp;amp;nbsp;Millionen Quadratkilometer. Insgesamt bedecken sie knapp 10 % der gesamten Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste von Wüsten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wüstenklimate ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| align       = right&lt;br /&gt;
| Richtung    = horizontal&lt;br /&gt;
| Kopfzeile   = Idealisierte Wüstenklimate im Vergleich&lt;br /&gt;
| Breite      = 250&lt;br /&gt;
| center      = 1&lt;br /&gt;
| Bild1       = Kältewüstenklimate.png&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Polargebiete&lt;br /&gt;
| Bild2       = Winterkalte-Trockenklimate.png&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Mittelbreiten&lt;br /&gt;
| Bild3       = Heiße-Wüstenklimate.png&lt;br /&gt;
| Untertitel3 = Subtropen/Tropen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Temperaturen in der Wüste.webm|mini|Video: Temperaturen in der heißen Trockenwüste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trockenwüsten in allen Breiten können starken Temperaturschwankungen unterliegen, abhängig von Meeresentfernung und Jahreszeit. Tagsüber erhitzt sich der Boden aufgrund der schlechten Wärmeleitung des quarzhaltigen und luftdurchsetzten Wüstenbodens nur oberflächlich. Zudem kann dieser im Vergleich zu feuchten Böden nur wenig [[Wärmeenergie]] speichern (Wasser kann etwa sechsmal so viel Energie speichern wie Sand). Durch die [[Wolkenlos|geringe Wolkenbildung]] dringt tagsüber [[Wärmestrahlung]] zwar ungedämpft zu Boden und erhitzt ihn sehr stark (bis zu etwa 70&amp;amp;nbsp;°C), allerdings strahlt nachts Wärme wieder ungehindert ins [[Weltall]] ab ([[Wolke]]n wirken als Isolierungsschicht, sowohl vom Weltall zur Erde als auch umgekehrt). Das führt zu Temperaturunterschieden von 50&amp;amp;nbsp;[[Kelvin|K]] und mehr in tropisch/subtropischen Wüsten, insbesondere im „Winter“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Effekt ermöglicht auch in den trockensten Wüsten ein bescheidenes [[Leben]]. Wegen der starken Abkühlung wird ein bodennaher [[Taupunkt]] erreicht. Pflanzen und andere Lebewesen können dann von den gebildeten Tautropfen leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der starken Temperaturschwankungen wird die physikalische [[Verwitterung]] in der Wüste enorm gefördert. Die chemische Verwitterung erfolgt hingegen wegen des Wassermangels nur sehr langsam (vgl. [[Wüstenlack]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Wolf Dieter Blümel&lt;br /&gt;
   |Titel=Wüsten. Entstehung, Kennzeichen, Lebensraum&lt;br /&gt;
   |Verlag=UTB&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8252-3882-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Uwe Lindemann&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Wüste. Terra incognita – Erlebnis – Symbol. Eine Genealogie der abendländischen Wüstenvorstellungen in der Literatur von der Antike bis zur Gegenwart&lt;br /&gt;
   |Ort=Heidelberg&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8253-1006-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Michael Martin (Fotograf)]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Wüsten der Erde&lt;br /&gt;
   |Verlag=Frederking &amp;amp; Thaler&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89405-435-2&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Dieses Buch bietet einen Überblick über sämtliche Wüsten der Erde}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dieter Jäkel&lt;br /&gt;
   |Titel=Dünenwüsten und Löss in China&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Naturwissenschaftliche Rundschau&lt;br /&gt;
   |Band=59&lt;br /&gt;
   |Nummer=11&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISSN=0028-1050&lt;br /&gt;
   |Seiten=594–601}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Detlef Busche]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Landschaftsformen der Erde&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft&lt;br /&gt;
   |Ort=Darmstadt&lt;br /&gt;
   |Datum=2005}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Berthold Hornetz&lt;br /&gt;
   |Titel=Savannen-, Steppen- und Wüstenzonen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Westermann&lt;br /&gt;
   |Ort=Braunschweig&lt;br /&gt;
   |Datum=2003}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Horst Mensching]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Physische Geographie der Trockengebiete&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft&lt;br /&gt;
   |Ort=Darmstadt&lt;br /&gt;
   |Datum=1982}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=David Thomas&lt;br /&gt;
   |Titel=Arid zone geomorphology&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wiley&lt;br /&gt;
   |Ort=Chichester&lt;br /&gt;
   |Datum=1997}}&lt;br /&gt;
* Besler, Helga (1983) &amp;#039;&amp;#039;Der Wind als Erzeuger von Wüsten.&amp;#039;&amp;#039; Geowissenschaften in unserer Zeit; 1, 4; 109–114; [[doi:10.2312/geowissenschaften.1983.1.109]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wüste lebt]]&amp;#039;&amp;#039; Vereinigte Staaten,  Dokumentation, 67 Min von [[James Algar]], Produktion: [[The Walt Disney Studios]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Planet Erde]]. Wüstenwelten.&amp;#039;&amp;#039; Großbritannien, Dokumentation, 45 Min. Ein Film von [[Alastair Fothergill]], Produktion: [[BBC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Deserts|Wüste}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4067043-0}}&lt;br /&gt;
* [https://cadi.uni-greifswald.de/de/start/ Central Asian Desert Initiative (CADI)] über die winterkalten Wüsten vom Nordiran über Zentralasien bis in die Mongolei. (deutsch und englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Logan_1968&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Logan, Richard F. „Causes, climates and distribution of deserts.“ Desert biology: special topics on the physical and biological aspects of arid regions 1 (1968): 21-50.&lt;br /&gt;
[https://books.google.cl/books?id=cSvLBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA21&amp;amp;dq=Logan+1968+atacama&amp;amp;lr=&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_toc_r&amp;amp;cad=3#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online] S. 23 ff&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sternberg_2015&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sternberg, Troy, Henri Rueff, and Nick Middleton. „Contraction of the Gobi Desert, 2000–2012.“ Remote Sensing 7.2 (2015): 1346–1358.&lt;br /&gt;
([https://res.mdpi.com/d_attachment/remotesensing/remotesensing-07-01346/article_deploy/remotesensing-07-01346.pdf PDF])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mucina&amp;quot;&amp;gt;Valdon R. Smith and Ladislav Mucina: Vegetation of Subantarctic Marion and Prince Edward Islands. Chapter 15 in: L. Mucina and M. C. Rutherford (editors): The Vegetation of South Africa, Lesotho and Swaziland. Strelitzia 19: 698-723. South African National Biodiversity Institute, Pretoria, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith&amp;quot;&amp;gt;V.R. Smith, M. Steenkamp, N.J.M. Gremmen (2001): Terrestrial habitats on sub-Antarctic Marion Island: their vegetation, edaphic attributes, distribution and response to climate change. South African Journal of Botany 67: 641-654.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vegetationszonen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4067043-0|LCCN=sh85037166|NDL=00569919}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wuste}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftstyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimageographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüste| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
	</entry>
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