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	<title>Vierzig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Vierzig&amp;diff=10991&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marko Kafé: /* Literatur */ + Überschrift abgestuft</title>
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		<updated>2025-09-27T14:25:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + Überschrift abgestuft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der Zahl 40. Zum Jahr 40 siehe [[40]]; zum Theologen und Religionspädagogen siehe [[Siegfried Vierzig]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ganze Zahl&lt;br /&gt;
| Zahl            = 40&lt;br /&gt;
| Arabisch        = &lt;br /&gt;
| Chinesisch      = &lt;br /&gt;
| Griechisch      = &lt;br /&gt;
| Indisch         = &lt;br /&gt;
| Teiler          = 1, 2, 4, 5, 8, 10, 20, 40&lt;br /&gt;
| Faktorisierung  = &amp;lt;math&amp;gt;2^3 \cdot 5&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zahl 40.png|mini|300px|Multiplikationstabelle des [[Ring (Algebra)|unitären Rings]] &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb{Z}/40\mathbb{Z}&amp;lt;/math&amp;gt; graphisch dargestellt. Nähere Erläuterung bei Klick auf das Bild in dessen Beschreibung.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vierzig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (40) ist die [[natürliche Zahl]] zwischen [[Neununddreißig]] und [[Einundvierzig (Zahl)|Einundvierzig]]. Sie ist [[Parität (Mathematik)|gerade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Milesisches System|Buchstabendarstellung]] der Zahl 40 ist {{grcS|μ}} (my) und {{HebrS|מ&amp;amp;lrm;}} (mem).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliches ==&lt;br /&gt;
Vom französischen Wort &amp;#039;&amp;#039;quarante&amp;#039;&amp;#039; (vierzig) stammt der Ausdruck [[Quarantäne]]. Im 14. Jahrhundert wurden erstmals vierzigtägige Isolationsperioden zur Vermeidung von Pestepidemien verhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie und Religion ==&lt;br /&gt;
Vierzig ist die [[Symbolzahl]] der Prüfung, Bewährung, [[Initiation]] bzw. für den [[Tod]]. Als die verzehnfachte Vier repräsentierte sie Vollkommenheit. Der Ursprung des Vierzig-Tage-Rhythmus lässt sich in [[Babylonien]] suchen, wo eine Verbindung des vierzigtägigen Verschwindens des [[Sternbild]]es der Plejaden hinter der Sonne mit Regen, Unwetter und Gefahren beobachtet wurde. Bei der Wiederkehr der [[Plejaden]] wurde als Zeichen der Freude ein Bündel aus vierzig Schilfrohren verbrannt.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Wenn das Gestirn der Pleiaden, der [[Atlas (Mythologie)|Atlas]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;töchter, emporsteigt,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Dann beginne die Ernte, doch pflüge, wenn sie hinabgehen;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Sie sind vierzig Nächte und vierzig Tage beisammen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Eingehüllt, doch wenn sie wieder im kreisenden Jahre&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Leuchtend erscheinen, erst dann beginne die Sichel zu wetzen.&amp;#039;&amp;#039; ([[Hesiod]], Werke und Tage)&lt;br /&gt;
Viele [[Tempel]] der Antike hatten vierzig [[Säule]]n, so z.&amp;amp;thinsp;B. in [[Perserreich|Persien]], [[Baalbek]], bei [[Tempel Ezechiels|Ezechiel]] oder den [[Kelten]]. Die ausführlichsten Untersuchungen zur Bedeutung der Vierzig in der Kultur- und Religionsgeschichte stammen von [[Wilhelm Heinrich Roscher]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Heinrich Droscher: &amp;#039;&amp;#039;Die Zahl 40 im Glauben, Brauch und Schrifttum der Semiten.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Philologisch-Historischen Klasse der Königlich-Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 27. Heft 4). Teubner, Leipzig 1909. [https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/17775/11/0/ (digital.slub-dresden.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mesopotamien ===&lt;br /&gt;
Ea ([[Enki]]), die Gottheit des Lebens, des Wassers und der Flut trug die Symbolzahl vierzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ägypten ===&lt;br /&gt;
In [[Ägypten]] plante man nach diesem astrologischen Vierzigerschema das Erntekalendarium, ebenso wie im antiken Griechenland ([[Hesiod]]). In Ägypten deutete man diese Zeit als vierzig Tage des Todes und Fernbleibens von [[Osiris]], für die [[Fasten]] vorgeschrieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altes Testament ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Vierzig Tage&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Altes Testament|Alten Testament]] die Zeit des Regens der [[Sintflut]] ({{B|Gen|7|4}}, {{B|Gen|7|17}}) des Aufenthaltes des [[Mose]] auf dem [[Sinai (Berg)|Sinai]] {{Bibel|Ex|24|18}}, die Zeit, in der Ezechiel die Schuld Judas auf sich nimmt {{Bibel|Ez|4|6}}, die Dauer der Wanderung des [[Elija]] zum Berg Horeb {{Bibel|1 Kön|19|8}}, sowie der Prüfung für [[Ninive]] unter [[Jona]] {{Bibel|Jona|3|4}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Vierzig Jahre&amp;#039;&amp;#039; wanderten die Hebräer durch die Wüste {{Bibel|Num|14|33}}, war Gott bei ihnen {{Bibel|Dtn|2|7}} und nährte sie mit Manna {{Bibel|Ex|16|35}}. Vierzig Jahre lebten sie unter der Herrschaft der [[Philister]] {{Bibel|Ri|13|1}}, währte jeweils die Herrschaft der Könige [[David]] {{Bibel|2 Sam|5|4}} und [[Salomo]] {{Bibel|1 Kön|11|42}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin enthält das  [[2. Buch Mose]] &amp;#039;&amp;#039;vierzig Kapitel&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Levitikus]] gilt eine Frau bei Geburt eines Knaben 40 Tage (7 Tage und 33 Tage „Reinigungsblutung“) und nach der Geburt eines Mädchens 80 Tage (14 Tage und 66 Tage „Reinigungsblutung“) als [[Rituelle Reinheit|unrein]] {{Bibel|Lev|12|1–8}}. Danach hat sie sich rituell zu reinigen und zu Zeiten des zweiten Tempels dem [[Kohanim|Priester]] als [[Opfer (Religion)|Reinigungsopfer]] ein Schaf und eine Taube zu übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neues Testament ===&lt;br /&gt;
Im [[Neues Testament|Neuen Testament]] lehrte der [[Auferstehung Jesu Christi|auferstandene Christus]] vierzig Tage lang seine Jünger über das Reich Gottes {{Bibel|Apg|1|3}} und wurde dann in den Himmel auf den Platz „zur Rechten Gottes“ erhoben ([[Christi Himmelfahrt]]). Im [[Christentum]] währt daher die Freudenzeit von Ostern bis [[Himmelfahrt]] vierzig Tage. Das vierzigtägige Fasten [[Jesus von Nazaret|Jesu]] in der Wüste ({{B|Lk|4|2}}, {{B|Mt|4|2}}) wiederum hat Bedeutung für die Spanne der [[Fastenzeit]] vor [[Ostern]] bzw. [[Weihnachten]] ([[Advent]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
Am vierzigsten Tag der Geburt Christi gingen Josef und Maria mit ihrem Kind, wie vorgeschrieben {{Bibel|Lev|12|1–8}}, zum Tempel, wo es von [[Simeon (Prophet)|Simeon]] und [[Hanna]] als Erlöser erkannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.domradio.de/themen/fastenzeit/2014-03-04/die-zahl-40-hat-im-christentum-eine-hohe-symbolkraft &amp;#039;&amp;#039;Die Zahl Vierzig hat im Christentum eine hohe Symbolkraft.&amp;#039;&amp;#039;] [[Domradio]].de, 14. März 2014, abgerufen am 24. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus leitet sich das Fest &amp;#039;&amp;#039;Mariä Lichtmess&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;[[Darstellung des Herrn]]&amp;#039;&amp;#039; am [[2.&amp;amp;nbsp;Februar]] ab, welches vor allem früher als Ende der Weihnachtszeit galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der katholischen Tradition fasten die Christen 40 Tage hindurch. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet an Ostern. Da die Fastensonntage vom Fasten ausgenommen sind kommt man auf 40 Tage. Die Dauer von „vierzig Tagen“ ist  symbolisch zu verstehen und ahmt das vierzigtägige Fasten Jesu nach. Ab dem 5. Jahrhundert wurden die [[Fastensonntag|Sonntage]] (als „kleine“ Auferstehungstage) vom Fasten ausgenommen. Um auf eine vierzigtägige Fastenzeit zu kommen, wurde daher der Beginn des Fastens &amp;#039;&amp;#039;(caput ieiunii)&amp;#039;&amp;#039; auf den [[Aschermittwoch]] vorgezogen und auch die beiden Tage des Trauerfastens (Karfreitag und Karsamstag) noch mitgerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer anderen Zählweise, welche die Sonntage einschließt, beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und geht bis [[Palmsonntag]]. Mit dem Palmsonntag beginnt die [[Heilige Woche]], die dann als gesonderter Abschnitt gerechnet wird. Auch die adventliche Fastenzeit umfasste ursprünglich 40 Tage und begann nach dem 11. November, dem [[Martinstag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martyrologie ====&lt;br /&gt;
In der katholischen Kirche werden Gruppen von Menschen als [[Märtyrer]] verehrt, die zusammen bei [[Christenverfolgung|Verfolgungen]], [[Kirchenspaltung]]en oder [[Religionskrieg]]en ihres Glaubens wegen hingerichtet oder ermordet wurden, wie&lt;br /&gt;
* die [[Vierzig Märtyrer von Sebaste]],&amp;lt;ref&amp;gt;Ihnen ist die armenisch-apostolische „[[Vierzig-Märtyrer-Kathedrale]]“ in [[Aleppo]] geweiht&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die [[Vierzig Märtyrer von England und Wales]],&lt;br /&gt;
* die [[Vierzig Märtyrer von Brasilien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islam ===&lt;br /&gt;
Auch im [[Islam]] spielt die Vierzig eine wichtige Rolle. In {{Koran|Sure=46|Vers=15|Ausgabe=ok}} wird das Alter von vierzig Jahren als das Alter beschrieben, in dem der Mensch seine Vollkraft (&amp;#039;&amp;#039;ašuddahū&amp;#039;&amp;#039;) erlangt und dankbar und reuevoll zu Gott [[Tauba|umkehrt]]. Hieraus erklärt sich auch die Tradition, dass [[Mohammed]] im Alter von vierzig Jahren zum Propheten berufen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;E. König: &amp;#039;&amp;#039;Die Zahl vierzig und Verwandtes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 61, Nr. 4, 1907, S. 913.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im sunnitischen Islam die Tradition, vierzig [[Hadith]]e in Büchern zusammenzustellen. Sie stützt sich auf das in zahlreichen Varianten überlieferte Prophetenwort: „Wer meiner Gemeinde vierzig Hadithe über die Religion bewahrt, den wird Gott am Tage der Auferstehung im Kreise  der Gelehrten und Wissenden auferwecken.“&amp;lt;ref&amp;gt;Swantje Bartschat: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wer meiner Gemeinde vierzig Hadithe bewahrt...&amp;quot;. Entstehung und Entwicklung eines Sammlungstyps &amp;#039;&amp;#039;. Ergon-Verlag, Baden-Baden, 2019, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bekannteste Sammlung dieser Art ist die [[Vierzig Hadithe (an-Nawawī)|Arbaʿūn-Sammlung]] von [[an-Nawawī]] (gest. 1277), die allerdings in Wirklichkeit 42 Hadithe enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vierzigtägige Fristen ====&lt;br /&gt;
An zwei Stellen des [[Koran]]s (Sure 2:51, 7:142) werden die vierzig Nächte, die Mose auf dem Berg Sinai zugebracht haben soll, als eine „Verabredung“ (&amp;#039;&amp;#039;mīqāt&amp;#039;&amp;#039;) mit Gott beschrieben. Hierauf stützt sich das [[Sufismus|sufische]] Konzept der vierzigtägigen Einkehr (&amp;#039;&amp;#039;arbaʿīnīya&amp;#039;&amp;#039;), das zum ersten Mal in dem sufischen Handbuch [[ʿAwārif al-maʿārif]] von [[ʿUmar as-Suhrawardī|Schihāb ad-Dīn Abū Hafs ʿUmar as-Suhrawardī]] (1145–1234) ausgearbeitet worden ist. Da Moses Vigilien den ganzen Monat [[Dhū l-Qaʿda]] und die ersten zehn Tage des [[Dhū l-Hiddscha]] eingenommen haben sollen,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Gramlich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gaben der Erkenntnisse des ʿUmar as-Suhrawardī&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Wiesbaden 1978, S. 193. [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/ssg/content/pageview/234122 (Digitalisat)]&amp;lt;/ref&amp;gt; sah man es als wünschenswert an, die vierzigtägige Einkehr genau während dieses Zeitraums abzuhalten und sie am Tag des [[Islamisches Opferfest|Opferfestes]] zu beenden. Auf Persisch wird die vierzigtägige Einkehr Tschilla (&amp;#039;&amp;#039;čilla&amp;#039;&amp;#039;) genannt, auf Türkisch &amp;#039;&amp;#039;çile&amp;#039;&amp;#039;. Sufi-Orden, die dieser vierzigtägigen Einkehr besondere Bedeutung beigemessen haben bzw. bis heute beimessen, sind die [[Qādirīya]], die [[Kubrawiyya|Kubrawīya]] und die [[Halveti|Chalwatīya]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hamid Algar: [https://iranicaonline.org/articles/cella-term-referring-to-any-forty-day-period ČELLA 2. In Sufism] in [[Encyclopaedia Iranica]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vierzig-Tage-Zyklus spielt auch eine wichtige Rolle in den islamischen Vorstellungen von der [[Embryogenese]]. Ein [[Hadith]], der von [[ʿAbd Allāh ibn Masʿūd]] überliefert wird und von an-Nawawī als vierter Hadith in seine Sammlung aufgenommen wurde, besagt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Schöpfung eines jeden von euch wird im Bauch seiner Mutter für vierzig Tage als [[Nutfa|Tropfen]] gesammelt. Dann wird er zu einem Blutklumpen ebenso lange und danach zu einer gestalthaften Masse für ebenso lange. Dann wird zu ihm der Engel entsandt, der ihm die Seele einhaucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Yaḥyā ibn Sharaf al-Nawawī: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der vierzig Hadithe, Kitāb al-Arbaʿīn, mit dem Kommentar von Ibn Daqīq al-ʿĪd.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Arabischen übers. u. hg. von Marco Schöller. Frankfurt am Main 2007, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Allgemein wird dieser Hadith so gedeutet, dass die drei Phasen der pränatalen Entwicklung („Tropfen, Blutklumpen, gestalthafte Masse“) jeweils in 40 Tagen ablaufen und danach, am 120. Tag der Schwangerschaft, die Beseelung des Menschen stattfindet. Allerdings gibt es heute auch eine Minderheit von muslimischen Gelehrten, die den Hadith anders deutet und die Beseelung des Embryos schon nach dem 40. Tag annimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Eich: &amp;#039;&amp;#039;Islam und Bioethik. Eine kritische Analyse der modernen Diskussion im islamischen Recht.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2005, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zwölfer-Schia|zwölfer-schiitischen]] Islam hat das [[Arba&amp;#039;in|al-Arbaʿīn]] genannte Gedenkfest eine sehr große Bedeutung, das vierzig Tage nach [[Aschura]], dem Fest zum [[Märtyrer]]tod des Enkels des Propheten [[Mohammed (Prophet)|Mohammed]], [[Husain ibn ʿAlī|Husains]] gefeiert wird und Anlass für eine spezielle Wallfahrt nach [[Kerbela]] ist. In Ägypten unterwerfen sich Trauernde nach dem Tod einer Person 40 Tage lang bestimmten sozialen Einschränkungen. Sie nehmen nicht an Hochzeiten und anderen fröhlichen Festivitäten teil, Frauen tragen schwarze Kleidung.&amp;lt;ref&amp;gt;El-Sayed El-Aswad: &amp;#039;&amp;#039;Death Rituals In Rural Egyptian Society: A Symbolic Study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Urban Anthropology and Studies of Cultural Systems and World Economic Development.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, Nr. 2, 1987, S. 205–241, hier: S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 40. Tag nach dem Tod werden am Grab des Verstorbenen bestimmte Trauerzeremonien vollzogen, wenn dieser ein Donnerstag oder Freitag ist. Fällt der 40. Tag dagegen auf einen anderen Wochentag, werden die Zeremonien auf den nächsten Donnerstag oder Freitag verschoben. Der Tag, an dem die Zeremonien stattfinden, wird ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;al-Arbaʿīn&amp;#039;&amp;#039; genannt. Ähnliche Trauerbräuche, die nicht mit islamisch-religiösen Texten begründet werden, finden in der Türkei, bei den Muslimen in Bosnien-Herzegowina und bei den [[Malaien]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;W. H. Roscher: &amp;#039;&amp;#039;Die Zahl 40 im Glauben, Brauch und Schrifttum der Semiten.&amp;#039;&amp;#039; 1909, S. 121–123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die vierzig verborgenen Heiligen ====&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es im islamischen Volksglauben die Vorstellung von vierzig verborgenen Heiligen, die in der Welt umherwandern, aber sich regelmäßig an bestimmten Orten einstellen sollen, um dort zu beten. Sie werden auf Arabisch als &amp;#039;&amp;#039;al-Arbaʿūn&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, auf Persisch &amp;#039;&amp;#039;Čihil Tan&amp;#039;&amp;#039; und auf Türkisch &amp;#039;&amp;#039;Kırklar&amp;#039;&amp;#039;. Ein Ort, der besonders dafür bekannt ist, dass sich die vierzig Heiligen bei ihm einfinden sollen, ist der Maqām al-Arbaʿīn („Standplatz der Vierzig“) am [[Dschabal Qāsiyūn]] bei [[Damaskus]]. Nach der lokalen Legende sollen hier die vierzig Heiligen regelmäßig zusammen mit [[al-Chidr]] beten.&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick Franke: &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit Khidr. Quellenstudien zum Imaginären im traditionellen Islam.&amp;#039;&amp;#039; Beirut/ Stuttgart 2000, S. 208. [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/inhouse/content/pageview/2369480 (Digitalisat)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vorstellung von den verborgenen vierzig Heiligen ist auch die Grundlage des [[Kırklar Cemi]] genannten Gottesdienstes bei den [[Aleviten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ignaz Goldziher]] meinte, dass es sich bei den vierzig Heiligen um eine muslimische „Umbildung“ oder „Nachwirkung“ der [[Vierzig Märtyrer von Sebaste]] handeln könne, deren Verehrung im Vorderen Orient sehr verbreitet ist und denen in den orientalischen Kirchen viele Klöster und Kirchen gewidmet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ignaz Goldziher: &amp;#039;&amp;#039;Aus dem mohammedanischen Heiligenkultus in Ägypten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Globus. Illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 71, 1897, S. 233–240, hier: S. 239b. [https://archive.org/details/globusillustrier7172unse/page/n257/mode/1up (Digitalisat)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recht ==&lt;br /&gt;
Das Mindestalter für den [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsidenten]] Deutschlands ist im [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] auf vierzig Jahre festgelegt. Es ist damit rechtlich gesehen ein Alter, das eine gewisse Reife erwarten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturwissenschaft ==&lt;br /&gt;
Die [[Schwangerschaft]] dauert beim [[Mensch]]en vierzig [[Woche]]n. 40 ist außerdem in der [[Chemie]] die [[Ordnungszahl]] von [[Zirconium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst und Kultur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ali Baba]] und die vierzig Räuber&amp;#039;&amp;#039; ist ein bekanntes Märchen aus der Geschichtensammlung [[Tausendundeine Nacht]].&lt;br /&gt;
* [[Die vierzig Tage des Musa Dagh]] ist ein historischer Roman des österreichisch-jüdischen Schriftstellers [[Franz Werfel]], der den Völkermord an den Armeniern literarisch verarbeitet.&lt;br /&gt;
* [[Room 40]], Nachrichtendienstliche Organisation im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
Im Titel deutscher und besonders deutsch [[Synchronisation (Film)|synchronisierter]] Filme ist „vierzig“/„40“ eine beliebte Zahl:&lt;br /&gt;
*  [[Vierzig Draufgänger]] (Follow Me, Boys!), USA 1966&lt;br /&gt;
*  [[Vierzig Gewehre]] (Forty Guns), USA 1957&lt;br /&gt;
*  [[Bush Christmas – 40 Grad im Schatten]] (Bush Christmas), Australien 1982&lt;br /&gt;
*  Vierzig Jahre nach Granada (A un dios desconocido), Spanien 1977&lt;br /&gt;
*  40 Millionen Dollar/Schatz in der Tiefe (Jamaican gold/The treasure seekers), USA 1971&lt;br /&gt;
*  [[40 Millionen suchen einen Mann]] (Love Is a Ball), USA 1962&lt;br /&gt;
*  Vierzig Nächte voll Tücke und Sex (La Cigarra no es un bicho), Argentinien 1963&lt;br /&gt;
*  [[40 qm Deutschland]], BR Deutschland 1985&lt;br /&gt;
*  [[Vierzig Wagen westwärts]] (The Halleluja Trail), USA 1964&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Literatur ===&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Hirzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Rundzahlen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte über die Verhandlungen der Königlich-Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Band 37, 1885, S. 1–74, hier: S. 16–63 [http://archive.org/stream/berichteberdie3637berluoft#page/6/mode/2up (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* [[Eduard König]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zahl vierzig und Verwandtes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 61, 1907, S. 913–917. [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/titleinfo/63806 (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Heinrich Roscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zahl 40 im Glauben, Brauch und Schrifttum der Semiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Philologisch-Historischen Klasse der Königlich-Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 27, Nr. 4, 1909, S. 94–138. [https://archive.org/details/b24875181/page/n5/mode/2up (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* Wilhelm Heinrich Roscher: &amp;#039;&amp;#039;Die Tessarakontaden und Tessarakontadenlehren der Griechen und anderer Völker. Ein Beitrag zur Vergleichenden Religionswissenschaft, Volkskunde und Zahlenmystik, sowie zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte über die Verhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaft zu Leipzig, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Band 61, Nr. 2, 1909, S.&amp;amp;nbsp;19–206. [https://archive.org/details/berichteberdie6162berluoft/page/n25/mode/2up Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste besonderer Zahlen]]&lt;br /&gt;
* [[Schwabenalter]]&lt;br /&gt;
* [[Vierzigeck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|vierzig}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Vierzig}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Christian Röther |url=https://www.deutschlandfunk.de/sintflut-fastenzeit-und-quarantaene-die-40-als-100.html |titel=Sintflut, Fastenzeit und Quarantäne – Die 40 als kulturprägende Kraft |werk=[[Deutschlandfunk]] – „Aus Religion und Gesellschaft“ |datum=2021-02-24 |kommentar=mp3-Audio 18,2&amp;amp;nbsp;MB; 19:50&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2023-03-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ganze Zahl|#0040]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marko Kafé</name></author>
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