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	<title>Videokunst - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Videokunst&amp;diff=8450&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Urmelbeauftragter: /* Themen und Bezüge */ doppelten Link entfernt</title>
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		<updated>2025-08-09T16:53:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Themen und Bezüge: &lt;/span&gt; doppelten Link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Videokunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form der [[Medienkunst]], die sich der [[Projektion (Optik)|Projektion]] als [[Medium (Kommunikation)|Medium]] der künstlerischen Aussage bedient. Die Videokunst entstand in den frühen 1960er-Jahren in Deutschland und Amerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff bezieht sich darauf, dass die Künstler mit [[Videotechnik]] arbeiten, also Videos im Rahmen einer [[Installation (Kunst)|Videoinstallation]] oder in Form einer Videoskulptur präsentieren. Dabei wird entweder die [[Technik]] selbst thematisiert und die Möglichkeiten des [[Medium (Kommunikation)|Mediums]] ausgelotet, oder der Bildschirm wird als neue &amp;#039;&amp;#039;Leinwand&amp;#039;&amp;#039; betrachtet, die neue Möglichkeiten und Formen einer [[Malerei]] mit bewegten Bildern eröffnet. Verwandtschaften bestehen aber auch zum [[Avantgardefilm|Experimentalfilm]]. Videokunst kann in Form einer raumgebundenen Videoinstallation auftreten, das Video kann Teil einer [[Rauminstallation]] sein, oder nicht raumgebunden, auf Unterhaltungsgeräten konsumierbar wie andere Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 veränderte [[Nam June Paik]] in der [[Wuppertal]]er [[Rolf Jährling#Exposition of Music – Electronic Television 1963|Galerie Parnass]] echte Fernsehbilder mit Hilfe starker Magneten so sehr, dass die Fernsehbilder zu gegenstandslosen Formen mutierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Wulf Herzogenrath: &amp;#039;&amp;#039;Videokunst der 60er Jahre in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Kunsthalle Bremen, 2006, Seite 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.medienkunstnetz.de/ausstellungen/exposition-of-music/ Nam June Paik, Galerie Parnass, 1963]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr entstand [[Wolf Vostell]]s &amp;#039;&amp;#039;Sun in your head&amp;#039;&amp;#039; und die [[Smolin Gallery]] in [[New York City|New York]] zeigte Wolf Vostells Installation &amp;#039;&amp;#039;6 TV-Dé-coll/agen&amp;#039;&amp;#039;, das heute zur Kunstsammlung des [[Museo Reina Sofía]] in [[Madrid]] gehört, und weitere TV-Dé-coll/agen von Wolf Vostell, bei denen der Empfang gestört, die Geräte zerstört oder mit Stacheldraht umwickelt und vergraben wurden. Ursprünglich wurde &amp;#039;&amp;#039;Sun in your head&amp;#039;&amp;#039; auf [[16-mm-Film]] gedreht und 1967 auf [[Film|Videofilm]] überspielt.&amp;lt;ref&amp;gt;NBK Band 4. Time Pieces. Videokunst seit 1963. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2013, ISBN 978-3-86335-074-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.medienkunstnetz.de/werke/sun-in-your-head/ Wolf Vostell, Galerie Parnass, 1963]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.medienkunstnetz.de/werke/television-decollage/ Smolin Gallery, 1963]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wulf Herzogenrath: &amp;#039;&amp;#039;Videokunst der 60er Jahre in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Kunsthalle Bremen, 2006, Seite 9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Sony AV-3400 Porta Pak Camera.jpg|mini|Sony Portapak]]&lt;br /&gt;
Die eigentliche Videokunst begann etwas später, als es tragbare Videoausrüstungen gab. Oft wird das Jahr 1965 als das Geburtsjahr der Videokunst angesehen. Im Oktober dieses Jahr erwarb Nam June Paik seine erste tragbare [[Videokamera]], eine 18 kg schwere [[Sony]] [[Portapak]], mit der er noch am Tag des Erhalts sein erstes Video gemacht haben soll. Er filmte den Verkehrsstau in New York City, der durch die Autokolonne von Papst [[Paul VI.]] verursacht wurde. Diese legendäre Darstellung gilt inzwischen als inkorrekt, da es auch andere, weniger bekannte Videokünstler gab, die schon vor ihm Videos machten, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Juan Downey]], [[Frank Gillette]], [[Les Levine]], [[Ira Schneider]], aber auch [[Andy Warhol]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.guggenheim.org/blogs/the-take/the-year-video-art-was-born |titel=The Year Video Art Was Born |werk=Guggengeim Museum New York |hrsg=guggenheim.org |datum=2010-07-15 |sprache=en-US |abruf=2022-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1969 fand in der &amp;#039;&amp;#039;Howard Wise Gallery&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eai.org/webpages/1003 Homepage]&amp;lt;/ref&amp;gt; in New York die erste zusammenfassende Ausstellung unter dem Titel „{{lang|en|TV as a Creative Medium}}“ statt. In der Frühphase der Videokunst wurde meist ein mit der [[Videokamera]] aufgenommenes Bild dem Zuschauer direkt auf einem angeschlossenen [[Bildschirm|Monitor]] präsentiert. Später fertigten die Künstler längere Videoproduktionen unter künstlerischen Aspekten an, um sie in Form von [[Installation (Kunst)|Installationen]] vorzuführen, bei denen die bewegten Bilder auf einer Vielzahl von Monitoren gezeigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa gilt [[Valie Export|Valie Exports]] Video „Facing a Family“ (1971) als eines der ersten Videokunstwerke, das im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Das Kunstwerk, das ursprünglich in der österreichischen Sendung „Kontakte“ am 2. Februar 1971 gezeigt wurde, zeigt eine bürgerliche österreichische Familie, die abends fernsieht und sich dabei selbst auf dem TV-Bildschirm beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.eai.org/titles/6472 |titel=Electronic Arts Intermix: Facing a Family, Valie Export |abruf=2022-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sophie Cavoulacos |url=https://www.moma.org/magazine/articles/676 |titel=VALIE EXPORT’s Facing a Family |werk=Museum of Modern Art New York (MoMA) |hrsg=Museum of Modern Art New York (MoMA) |datum=2021-12-21 |sprache=en |abruf=2022-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich erste museale Sammlung von Videokunst wurde ab 1974 durch Barbara London, eine junge Kuratorin am [[Museum of Modern Art]] in New York angelegt. Sie begann, Werke von [[Bruce Nauman]], Nam June Paik und [[Joan Jonas]] zu Preisen um 250 US-Dollar zu kaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=James Tarmy |url=https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-01-30/video-art-book-50-years-later-it-still-has-catching-up-to-do |titel=Video Is Still a Bit Player in the Art World. Here’s Why |werk=Bloomberg |hrsg=Bloomberg L.P., New York City |datum=2020-01-30 |sprache=EN |abruf=2021-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Entwicklungsort für die Videokunst war außerdem die von [[Mike Steiner]] 1974 eröffnete Berliner &amp;#039;&amp;#039;Studiogalerie.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stöckmann, Birgit: „Biografie.“, In: Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof. Museum für Gegenwart – Berlin (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Mike Steiner. Color Works 1995 -98.&amp;#039;&amp;#039; Steidl: Göttingen 1999. S. 228–245, S.&amp;amp;nbsp;232f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Vorbild des &amp;#039;&amp;#039;Studios Art/Tapes/22&amp;#039;&amp;#039; in Florenz gegründet, war die &amp;#039;&amp;#039;Studiogalerie&amp;#039;&amp;#039; ein unabhängiges internationales Forum für Video und Performance,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stöckmann, Birgit: „Biografie.“, S.&amp;amp;nbsp;232f.&amp;lt;/ref&amp;gt; diente u.&amp;amp;nbsp;a. als Produktionsstätte für Videokunst und unabhängiger Ausstellungsort in Berlin. Ursprünglich als „Künstler-Selbsthilfe-Projekt“ ins Leben gerufen, wollte Steiner besonders die Videokunst in Berlin fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Anja Oßwald: &amp;#039;&amp;#039;Steiner Art Tapes.&amp;#039;&amp;#039; Ausst.-Kat. Berlin, Neue Gesellschaft für bildende Kunst, 9. April – 7. Mai 1994. Berlin: Ars Nicolai 1994, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 war Nam June Paik mit einer Videoinstallation auf der [[documenta 6]] ebenso wie Wolf Vostell vertreten. Deutsche Videokünstler sind etwa [[Marcel Odenbach]], [[Mike Steiner]], [[Klaus vom Bruch]], [[Ulrike Rosenbach]], oder [[Julian Rosefeldt]]. Weitere Videokünstler sind die Amerikaner [[Bill Viola]], Gary Hillmund und die Niederländerin [[Nan Hoover]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Themen und Bezüge ==&lt;br /&gt;
=== Performance ===&lt;br /&gt;
[[Performance (Kunst)|Performance]]- und [[Land Art|Land-Art]]-Künstler nutzen das Medium Video oft, um ihre (eigentlichen) Arbeiten zu dokumentieren. Diese gehören strenggenommen nicht zur Videokunst; allerdings haben sich die Entwicklungen der verschiedenen Richtungen stark untereinander beeinflusst. [[Gerry Schum]] entwickelte ab 1968 verschiedene Formate, die unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Fernsehgalerie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Videogalerie&amp;#039;&amp;#039; Filme von Künstlern versammelten und diese außerhalb der herkömmlichen Ausstellungssituationen präsentieren sollten, die für die neuen Kunstrichtungen unzureichend schienen. Schum zeigte vor allem Künstler der Land Art wie [[Robert Smithson]] oder [[Richard Long]], aber auch [[Joseph Beuys]] und erste Filme von [[Gilbert and George]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Künstler wie [[Vito Acconci]], [[Chris Burden]] oder [[Joan Jonas]] Video vorerst zur Dokumentation benutzten, wurden Themen und Techniken der Performancekunst – wie die Akzentuierung einzelner Handlungsabläufe oder des menschlichen Körpers selbst – durch [[Bruce Nauman]], [[Gary Hill]] oder [[Nan Hoover]] explizit zur Grundlage von Videoarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fliegende Bilder Dortmunder U.jpg|mini|Videoinstallation Fliegende Bilder, [[Adolf Winkelmann (Regisseur)|Adolf Winkelmann]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übergänge zwischen Videokunst und experimentellem oder traditionellem Film sind fließend. Viele Videokünstler beschäftigen sich mit dem Medium und seinen Strukturen selbst; die erzählerischen Möglichkeiten oder Konventionen des Kinos werden dabei zum eigentlichen Thema. Exemplarisch dafür sind Arbeiten von [[Douglas Gordon]] – wie &amp;#039;&amp;#039;24 Hour Psycho&amp;#039;&amp;#039; (1993), in der Alfred Hitchcocks Filmklassiker [[Psycho (1960)|Psycho]] auf eine Laufzeit von 24 Stunden verlangsamt wird – oder von Künstlern wie [[Rodney Graham]] oder [[Isaac Julien]], die typische Erzählmuster und Mythen des Hollywood-Kinos analysieren und mitunter persiflieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frankreich der 60er Jahre kreiert [[Jean-Christophe Averty]] neben zahlreichen Musikvideos (u.&amp;amp;nbsp;a. für [[Gilbert Bécaud]], [[Serge Gainsbourg]] und [[France Gall]]) auch Fernsehfilme, die als Experimente für Aufsehen sorgen (u.&amp;amp;nbsp;a. 1969 sein [[Ein Sommernachtstraum (1969)|Sommernachtstraum]]). Für sein Videoschaffen erhält Videopionier Averty 1965 einen [[Emmy Award]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die dokumentarischen Möglichkeiten des Films werden in der Videokunst weiterverfolgt, beispielsweise durch [[Steve McQueen (Regisseur)|Steve McQueen]], [[Tacita Dean]], [[Diego Fiori]] und Olga Pohankova, oder [[Zarina Bhimji]]. Im Gegensatz zum traditionellen [[Dokumentarfilm]] wird in der Videokunst die ästhetische Wirkung oft hervorgehoben und durch Wiederholungen oder andere Manipulationen des Materials verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Videokunst und [[Musikvideo]] kann es ebenfalls zu Überschneidungen kommen; manche Künstler wie [[Pipilotti Rist]] inszenieren Videoarbeiten zu Musikstücken oder beziehen sich wie [[Candice Breitz]] auf die aus Musikvideos bekannten Bilder und Rollenmodelle. Der Regisseur [[Chris Cunningham]] hingegen, ursprünglich erfolgreicher Musikvideoregisseur, stellt seine Arbeiten wie &amp;#039;&amp;#039;Flex&amp;#039;&amp;#039; (2000) mittlerweile im Kunstkontext aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft werden die Zeitläufe oder auch das Bildformat in der Videokunst so weit verändert, dass das Kunstwerk in die Nähe des [[Tafelbild (Malerei)|Tafelbilds]] gerückt wird. [[Bill Viola]] ordnete beispielsweise seine Projektionen &amp;#039;&amp;#039;Nantes Triptych&amp;#039;&amp;#039; (1992) und &amp;#039;&amp;#039;The City of Man&amp;#039;&amp;#039; (1997) als [[Triptychon]] an und stellt sie auch inhaltlich in den Kontext des religiösen Bilds. In &amp;#039;&amp;#039;[[The Greeting]]&amp;#039;&amp;#039; (1995) stellt er ein Gemälde des florentinischen Malers [[Jacopo Pontormo]] als in Zeitlupe verlangsamte Filmszene nach. Der belgische Künstler [[David Claerbout]] benutzt ähnliche Mittel, um das photographische Bild ins bewegte Bild zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technik, digitale Medien und künstliche Intelligenz ===&lt;br /&gt;
In der zeitgenössischen Kunst, die ihre Wurzeln in der Videokunst hat, aber korrekterweise der [[Computerkunst]] zuzuordnen ist, entstehen sowohl [[Konzeptkunst|konzeptuelle Arbeiten]], als auch Arbeiten mit Referenzen an die [[Popkultur]] ([[Musikvideo]], [[Spielfilm]]), Video-[[Performance (Kunst)|Performances]] und Experimente mit visueller [[Wahrnehmung]]. Wenige Kultursender wie [[3sat]] oder [[ARTE]] senden vereinzelt Videokunst-Nächte, ansonsten findet diese Kunstform – obwohl für das Medium [[Fernsehen]] prädestiniert – weiterhin eher im [[White Cube]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es seit 2001 den ersten Videokunst-TV-Sender, „[[Souvenirs from earth]]“ (SFE) gegründet von dem französischen TV-Journalisten Laurent Krivine und Videokünstler Marcus Kreiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erhöhte Verfügbarkeit preiswerter Rechnerleistung führt dazu, dass sich das Spektrum der für Künstler verfügbaren digitalen Techniken deutlich erweitert. Neben Techniken wie [[Glitch (Media)|Glitch]], bei der Artefakte aus digitalen Zerstörungen als künstlerisches Gestaltungswerkzeug benutzt werden, kommt es bei der Erstellung von Videokunst nun auch zum Einsatz von Hochtechnologie, wie der KI ([[künstliche Intelligenz]]) und [[künstliches neuronales Netz|künstlichen neuronalen Netzen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.belvedere.at/das-kunstmuseum-im-digitalen-zeitalter-2020 |titel=Das Kunstmuseum im digitalen Zeitalter – 2020 {{!}} Belvedere |abruf=2020-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Pioniere können dabei die Franzosen Français Michel Bret&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://inrev.univ-paris8.fr/spip.php?article1346 |titel=Inrev - Université Paris 8 |abruf=2020-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Edmond Couchot und die Französin Marie-Hélène Tramus&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://inrev.univ-paris8.fr/spip.php?article1370 |titel=Inrev - Université Paris 8 |abruf=2020-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gelten, die bei der Erschaffung ihrer Videokunstwerke La Plume, Le Pissenlit (1988) und La Funambule (2000), mit KI arbeiteten, sowie der Amerikaner [[Karl Sims]], dessen Werke weniger als Videokunst zu verstehen sind, als Abbilder oftmals interaktiver und generativer Computersimulationen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://archive.nytimes.com/www.nytimes.com/library/tech/99/04/biztech/articles/25computer-art.html |titel=Taking Over The Joystick of Natural Selection |abruf=2023-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Künstler Joseph Ayerle setzte für sein Videokunstwerk „Un&amp;#039;emozione per sempre 2.0“ 2018 ein künstliches neuronalen Netz ein, um Filmsequenzen des italienischen Filmstars [[Ornella Muti]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katerina Cizek, William Uricchio, Sarah Wolozin |Titel=PART 6: MEDIA CO-CREATION WITH NON-HUMAN SYSTEMS |Sammelwerk=Collective Wisdom |Verlag=PubPub |Datum=2019-06-03 |Online=https://wip.mitpress.mit.edu/pub/collective-wisdom-part-6/release/1 |Abruf=2020-09-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu errechnen, die die echte Schauspielerin nie gespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Januar 2025 wurde von dem [[Vereinigtes Königreich|britischen]] [[Musiker]], [[Singer-Songwriter]] und Videokünstler [[Peter Gabriel]] am 1. Dezember 2023 veröffentlichtes [[Musikalbum#Studioalbum/Livealbum|Studioalbum]] &amp;#039;&amp;#039;[[i/o (Peter-Gabriel-Album)|i/o]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PG-i/o-Released-Peter Gabriel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Gabriel Ltd. |url=https://petergabriel.com/news/i-o-released-today/ |titel=i/o released today! - 1st December, 2023 |hrsg=petergabriel.com |datum=2023-12-01 |sprache=en-GB |abruf=2025-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PG-50:50-Hit Channel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hit Channel |url=https://hit-channel.com/peter-gabriel-50-50-platform/ |titel=Peter Gabriel Launches 50:50: Empowering Visual Artists Through Music Collaboration |titelerg=Discover Peter Gabriel’s Innovative 50:50 Platform Connecting Music and Visual Art |hrsg=Hit Channel |datum=2025-01-24 |sprache=en |abruf=2025-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das Projekt &amp;#039;&amp;#039;50:50&amp;#039;&amp;#039; für Videokunst&amp;lt;ref name=&amp;quot;PG-50:50&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Gabriel Ltd. |url=https://www.5050.dev/ |titel=Welcome to 50:50 |hrsg=PeterGabriel.com |datum=2025-01-23 |sprache=en-GB |abruf=2025-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gestartet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;PG-50:50-PM Studio&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Toshio Maeoka  |url=https://www.pmstudio.com/music/20250124-24836 |titel=Peter Gabriel Announces New Platform “50:50”, Shares New Music Video for “OliveTree (Bright-Side Mix)” |hrsg=pm studio co. ltd. |datum=2025-01-24 |sprache=en |abruf=2025-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PG-50:50-Rockol&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redazione  |url=https://www.rockol.it/news-749571/peter-gabriel-progetto-50-50-artisti-visivi-video-stability-ai |titel=Peter Gabriel presenta il nuovo progetto &amp;#039;50:50&amp;#039; |titelerg=Il musicista inglese chiama a raccolta gli artisti visivi... per fare 50 e 50 e dividere equamente |hrsg=Rock Online Italia |werk=rockol.it |datum=2025-01-24 |sprache=it |abruf=2025-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das eine fairere Aufteilung der Aufmerksamkeit und der Einnahmen zwischen dem Urheber der Musik (in diesem Fall Peter Gabriel) und denen der visuellen Elemente (also den Videokünstlern- oder Künstlergruppen) erreichen soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PG-50:50-Video-Peter Gabriel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Gabriel Ltd. |url=https://petergabriel.com/news/5050/ |titel=50:50 - 23rd January, 2025 |hrsg=PeterGabriel.com |datum=2025-01-23 |sprache=en-GB |abruf=2025-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PG-50:50-Ondarock&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claudio Fabretti, Cristiano Orlando  |url=https://www.ondarock.it/news/peter-gabriel-50-50-nuovo-progetto-genesis.htm |titel=Peter Gabriel: ecco il suo nuovo progetto &amp;quot;50:50&amp;quot; presentato nella sua newsletter |hrsg=Ondarock |datum=2025-01-24 |sprache=it |abruf=2025-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gabriel erschien es unfair, dass [[Musikproduzent]]en auf Plattformen wie [[YouTube]] den gesamten Gewinn einstreichen. Er gründete das Projekt &amp;#039;&amp;#039;50:50&amp;#039;&amp;#039; um eine gerechtere Verteilung zwischen Videoproduzenten und Musikproduzenten zu erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PG-50:50-amass&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://amass.jp/181420/ |titel=ピーター・ガブリエル、ビジュアルアーティストとのコラボ・プロジェクト「5050」の新MV公開 |hrsg=amass |datum=2025-03-14 |sprache=ja |abruf=2025-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Filmkunst]]&lt;br /&gt;
* [[Visual Jockey]]&lt;br /&gt;
* [[Klangkunst]]&lt;br /&gt;
* [[Infermental]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen, Festivals ==&lt;br /&gt;
* [[Arsenal (Filminstitut)]]&lt;br /&gt;
* [[Neuer Berliner Kunstverein]], [[Video-Forum]]&lt;br /&gt;
* [[Transmediale]]&lt;br /&gt;
* [[Videoart at Midnight]]&lt;br /&gt;
* [[Videonale]]&lt;br /&gt;
* [[Ars Electronica|ars electronica]]&lt;br /&gt;
* [[50:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ursula Frohne]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;video cult/ures – multimediale Installationen der 90er Jahre.&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog), Karlsruhe und Köln 1999.&lt;br /&gt;
* Lydia Haustein: &amp;#039;&amp;#039;Videokunst.&amp;#039;&amp;#039; München 2003.&lt;br /&gt;
* Yvonne Spielmann: &amp;#039;&amp;#039;Video. Das reflexive Medium.&amp;#039;&amp;#039; suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1739, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-518-29339-3.&lt;br /&gt;
* Willi Bucher, Ralf Kopp: &amp;#039;&amp;#039;beboxx Dokumentation eines künstlerischen Geniestreichs.&amp;#039;&amp;#039; Justus Liebig Verlag, Darmstadt 2007, ISBN 978-3-87390-241-1.&lt;br /&gt;
* [[Wulf Herzogenrath]]: &amp;#039;&amp;#039;Videokunst der 60er Jahre in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Kunsthalle Bremen, 2006, (ohne ISBN).&lt;br /&gt;
* Rudolf Frieling und [[Wulf Herzogenrath]]: &amp;#039;&amp;#039;40jahrevideokunst.de: Digitales Erbe: Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute&amp;#039;&amp;#039;. Hatje Cantz Verlag, 2006, ISBN 978-3-7757-1717-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Changing Channels. Kunst und Fernsehen 1963 – 1987&amp;#039;&amp;#039;. [[Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien]], Walther König, Köln 2010, ISBN 978-3-902490-59-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;NBK Band 4. Time Pieces. Videokunst seit 1963&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2013, ISBN 978-3-86335-074-1.&lt;br /&gt;
* Stephan Berg, Dieter Daniels (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;TELE GEN Kunst und Fernsehen&amp;#039;&amp;#039;, [[Kunstmuseum Bonn]], Hirmer Verlag, 2015, ISBN 978-3-7774-2444-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Video art}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4188229-5}}&lt;br /&gt;
* {{dmoz|World/Deutsch/Kultur/Videokunst/|Videokunst}}&lt;br /&gt;
* [[:en:List of video artists|Liste bedeutender Videokünstler]] (engl.)&lt;br /&gt;
* [http://iasl.uni-muenchen.de/links/GCA-IV.1.html Thomas Dreher: Geschichte der Computerkunst, Kap. IV.1: Video Tools]&lt;br /&gt;
* [http://www.40jahrevideokunst.de/main.php?p=3 40 Jahre Videokunst]&lt;br /&gt;
* [http://www.medienkunstnetz.de Fotos, Daten und Fakten zu Medienkunst]&lt;br /&gt;
* [https://www.ff1971.ch/showcase/was/videokunst Videokunst] bei [https://ff1971.ch F+F 1971], online Archiv-Ausstellung zur Geschichte der F+F Schule Zürich&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4188229-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Videokunst| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstlerische Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienkunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Urmelbeauftragter</name></author>
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