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	<title>Versteckte Datei - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Versteckte_Datei&amp;diff=11751&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Prüm: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-06-17T18:18:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;versteckte Datei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Datei]], die in einem [[Betriebssystem]] bei bestimmten Anwendungen ausgeblendet wird. Dies dient im Allgemeinen der Erhöhung der Übersichtlichkeit oder dem Schutz vor versehentlichem Löschen betriebssystemeigener Komponenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf [[Verzeichnis]]se trifft dies analog zu. Je nach [[Terminus]] heißt es &amp;#039;&amp;#039;verstecktes Verzeichnis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;verstecktes Unterverzeichnis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;versteckter Ordner&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;versteckter Unterordner&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Unter [[Unix]] sind versteckte Dateien eher zufällig aus einem [[Hack#Programmierung|Hack]] heraus entstanden. Bei der Entwicklung des Unix-Dateisystems wurden zur Navigation innerhalb des [[Verzeichnisbaum]]s die reservierten [[Dateiname]]n &amp;lt;code&amp;gt;.&amp;lt;/code&amp;gt; als [[Verknüpfung (Computer)|Referenz]] auf das aktuelle Verzeichnis und &amp;lt;code&amp;gt;..&amp;lt;/code&amp;gt; auf das übergeordnete Verzeichnis geschaffen. Da Unix der Philosophie &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|[[Everything is a file]]}}&amp;#039;&amp;#039; („Alles ist eine Datei“) folgt, ist auch &amp;lt;code&amp;gt;.&amp;lt;/code&amp;gt; und &amp;lt;code&amp;gt;..&amp;lt;/code&amp;gt; für das System und alle Programme gleich wie jede andere reguläre Datei, denn auch Verzeichnisse sind unter Unix im Regelfall Dateien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mark Thomas |url=https://homepages.uc.edu/~thomam/Intro_Unix_Text/File_System.html |titel=Introduction to the Unix File System |werk=Introduction to UNIX |abruf=2020-05-29 |sprache=en |zitat=From the beginners perspective, the Unix file system is essentially composed of files and directories. Directories are special files that may contain other files.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit funktioniert beispielsweise ein &amp;lt;code&amp;gt;[[cd (Kommandozeilenbefehl)|cd]] .&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;[[cd (Kommandozeilenbefehl)|cd]] ..&amp;lt;/code&amp;gt; wie bei jedem anderen (Unter-)Verzeichnis auch. Allerdings, und das war das Problem, würde es somit auch von allen anderen Unix-Kommandos als Verzeichnis behandelt, u.&amp;amp;nbsp;a. bei der Auflistung des Verzeichnisinhaltes mit &amp;lt;samp&amp;gt;[[ls (Unix)|ls]]&amp;lt;/samp&amp;gt; gelistet. Auch bei allen anderen Kommandos, etwa &amp;lt;samp&amp;gt;[[cp (Unix)|cp]]&amp;lt;/samp&amp;gt; oder &amp;lt;samp&amp;gt;[[rm (Unix)|rm]]&amp;lt;/samp&amp;gt;, würden diese scheinbaren Verzeichnisse von der Angabe des [[Wildcard (Informatik)|Wildcards]] &amp;lt;code&amp;gt;*&amp;lt;/code&amp;gt; erfasst. Um also &amp;lt;code&amp;gt;.&amp;lt;/code&amp;gt; und &amp;lt;code&amp;gt;..&amp;lt;/code&amp;gt; dort, wo es nicht sinnvoll war, wieder zu entfernen, wurde es in allen Kommandos und in den Wildcards kurzerhand herausgefiltert – also ausgeblendet. Um dies ressourcenschonend umzusetzen, wurde dies als [[Programmiertrick]] („Hack“) mit der einfachen Prüfung, ob der Dateiname mit einem [[Punkt (Satzzeichen)|Punkt]] beginnt, ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese vereinfachte Programmierung ermöglichte nun jedoch auch, andere Dateien vor allen Unix-Kommandos zu „verstecken“. Dazu ist es lediglich notwendig, die vereinfachte Prüfung zu bestehen, was auf jeden Dateinamen zutrifft, der mit einem Punkt beginnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Boelen |url=https://linux-audit.com/linux-history-how-dot-files-became-hidden-files/ |titel=Linux History: How Dot Files Became Hidden Files |werk=Linux Audit |datum=2017-04-30 |abruf=2020-05-07 |format=[[Blog]] |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Betriebssysteme, beispielsweise [[MS-DOS]] und [[Mac OS (Classic)|klassisches Mac&amp;amp;nbsp;OS]], fügten Dateien Attribute hinzu, wovon eines eine Datei oder ein Verzeichnis in gleicher Art und Weise wie unter Unix „versteckt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Umsetzung ==&lt;br /&gt;
Es gibt unterschiedliche Konzepte, wie versteckte Dateien vom Betriebssystem gekennzeichnet werden. Die von Unix und [[Unixoides System|Unix-artigen]] Betriebssystemen verwendete ist, geschichtlich vorgegeben, die Kennzeichnung durch den [[Dateiname]]n selbst. Durch sogenannte „Punkt-Dateien“ ({{enS|dot-files}}) wird dabei angezeigt, dass es sich um eine versteckte Datei handelt. Im [[Kontraposition|Umkehrschluss]] ist damit aber auch eine versteckte Datei unmöglich, deren Name nicht mit einem Punkt beginnt. Da diese Logik in wichtige Teile des Betriebssystems selbst integriert ist, funktioniert sie auf allen [[Mounten|eingebundenen]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|[[Volume (Datenspeicher)|Volumes]]}}&amp;#039;&amp;#039;, unabhängig von deren Format (wie etwa deren Dateisystem).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sind [[Metadaten]] im Dateisystem, die vom Betriebssystem (oder vom Dateisystemtreiber) ausgewertet werden. Dabei werden jeder Datei [[Dateiattribut|Attribute]] zugeordnet und zusätzlich zum Dateinamen abgespeichert. Dies bedingt jedoch einerseits, dass für das jeweilige Betriebssystem entsprechend erweiterte Schnittstellen und somit Anforderungen an entsprechende Dateisysteme gestellt sind, zum anderen müssen zwingend Betriebssystem-seitige [[Dienstprogramm]]e und Funktionen vorhanden sein, die diese Metadaten verwalten können. Da fast jedes Betriebssystem sein eigenes Dateisystem hervorgebracht hat, sind diese zur Verwaltung der Metadaten ineinander verwoben und voneinander abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Macintosh]] von [[Apple]] beispielsweise gab es unter dem [[Mac OS (Classic)|klassischen Mac&amp;amp;nbsp;OS]] die Dateisysteme [[HFS (Dateisystem)|HFS]] und [[HFS Plus|HFS+]]. In beiden Dateisystemen besteht jede Datei aus einer &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|data fork}}&amp;#039;&amp;#039; und einer &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|[[resource fork]]}}&amp;#039;&amp;#039;. Während in der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|data fork}}&amp;#039;&amp;#039; der eigentliche Inhalt der Datei gespeichert wird, finden sich in der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|resource fork}}&amp;#039;&amp;#039; Metadaten, aber auch Ressourcen, die von einem Programm in der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|data fork}}&amp;#039;&amp;#039; verwendet werden können (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Icon (Computer)|Icons]], Bilder oder andere Daten). Zusätzlich verwaltet aber auch das Betriebssystem selbst Metadaten in der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|[[resource fork]]}}&amp;#039;&amp;#039;, wie etwa das &amp;lt;code&amp;gt;invisible&amp;lt;/code&amp;gt;-[[Flag (Informatik)|Flag]] der Datei. Diese Information wird dann von geeigneten Programmen, vorrangig dem [[Finder (Mac)|Finder]] und systemnahen Dienstprogrammen, verwaltet. Eine mit diesem Flag versehene Datei wird von nahezu allen Anwendungsprogrammen als „unsichtbar“ ({{enS|invisible}}) behandelt und standardmäßig nicht dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[PC-kompatibles DOS]] wie [[MS-DOS]] verwendet das von [[Microsoft]] entwickelte [[File Allocation Table|FAT]]-Dateisystem, das zum Dateinamen zusätzlich eine Reihe von einfachen [[Dateiattribut|Attributen]] speichert. Eines davon ist das &amp;lt;code&amp;gt;hidden&amp;lt;/code&amp;gt;-Attribut, das in gleicher Weise dem Betriebssystem zu erkennen gibt, dass die Datei „versteckt“ ({{enS|hidden}}) sein soll. Die meisten Programme zeigen als versteckt gekennzeichnete Dateien generell nicht an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die designierten Nachfolger von PC DOS und MS-DOS waren in den 1990er Jahren [[OS/2]] von [[IBM]] (und anfangs auch Microsoft) sowie [[Microsoft Windows|Windows]] von Microsoft. Beide Systeme verwendeten anfangs zwar auch FAT, brachten aufgrund diverser Limitierungen von FAT aber auch eigene Dateisysteme hervor: [[HPFS]] von OS/2 und [[NTFS]] von [[Microsoft Windows NT|Windows&amp;amp;nbsp;NT]]. Die Dateiattribute von FAT wurden dabei übernommen und erweitert, sodass es das „Versteckt“-Attribut auch in diesen Dateisystemen weiterhin gibt. In NTFS ist mit &amp;#039;&amp;#039;ADS&amp;#039;&amp;#039; (für {{enS|Alternate Data Streams}}) die Funktion eines alternativen Datenstroms enthalten, die den [[Fork (Dateisystem)|Forks]] des Macintosh entspricht. Für versteckte Dateien werden {{lang|en|Streams}} jedoch nicht verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dolphin-19.12.3-German-hidden_files_and_directories.png|mini|Beispiel für Ansicht mit versteckten Dateien.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dolphin-19.12.3-German-Menu.png|mini|Beispiel für die Option zum Anzeigen von versteckten Dateien in einem Menü.]]&lt;br /&gt;
Aus der jeweiligen technischen Umsetzung ergeben sich die Konventionen, wie in einem Betriebssystem mit versteckten Dateien umgegangen wird. Diese werden mitunter von den [[Anwendungssoftware|Anwendungsprogrammen]] übernommen, jedoch nicht zwingend. Bei [[Systemsoftware|Systemprogrammen]], in erster Linie jenen, die vom Betriebssystem mitgeliefert werden, sind diese Konventionen jedoch die [[Standardannahme|Standardeinstellung]]. Ein Beispiel dafür sind [[Dateimanager]], die in der [[Voreinstellung]] versteckte Dateien und Verzeichnisse ausblenden. Meist existiert jedoch eine Option in den Einstellungen, die es dem Benutzer erlaubt, versteckte Dateien dennoch anzuzeigen. Bei der Darstellung werden versteckte Dateien meist gekennzeichnet, etwa durch erhöhte Transparenz des [[Icon (Computer)|Symbols]], oder farblich anders dargestellt, etwa den Dateinamen in grau statt in schwarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter einem [[Kommandozeileninterpreter]] werden bei dem Kommando zur Auflistung der Dateien ebenfalls standardmäßig versteckte Dateien und Verzeichnisse nicht gelistet. Dies ist z.&amp;amp;nbsp;B. bei &amp;lt;code&amp;gt;[[ls (Unix)|ls]]&amp;lt;/code&amp;gt; von Unix und Unix-artigen Betriebssystemen der Fall. Auch das Kommando &amp;lt;code&amp;gt;[[dir (Kommandozeilenbefehl)|dir]]&amp;lt;/code&amp;gt; unter DOS verhält sich so. Durch die Angabe eines [[Kommandozeilenparameter]]s ist es möglich, versteckte Dateien und Verzeichnisse in die Auflistung mit aufzunehmen, beispielsweise mit &amp;lt;code&amp;gt;ls -a&amp;lt;/code&amp;gt; oder &amp;lt;code&amp;gt;dir /a&amp;lt;/code&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Bei diversen Funktionen im Betriebssystem werden versteckte Dateien normalerweise nicht erfasst, wie beispielsweise bei Kopier- und Verschiebeaktionen. Dies betrifft die Kommandozeile ebenso (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;lt;code&amp;gt;[[cp (Unix)|cp]]&amp;lt;/code&amp;gt;, &amp;lt;code&amp;gt;[[mv (Unix)|mv]]&amp;lt;/code&amp;gt;, &amp;lt;code&amp;gt;[[rsync]]&amp;lt;/code&amp;gt; etc. unter Unix-Betriebssystemen), wo eine Verwendung von &amp;lt;code&amp;gt;*&amp;lt;/code&amp;gt; als [[Wildcard (Informatik)|Wildcard]] für alle Dateien und Verzeichnisse in einem Quellverzeichnis die mit einem Punkt beginnenden versteckten Dateien und Verzeichnisse nicht umfasst, wie auch die [[grafische Benutzeroberfläche]], wo nur sichtbare Elemente [[Markierung (Informatik)|markiert]] werden können. Versteckte Dateien werden somit (in der Standardeinstellung) nicht erfasst und daher, z.&amp;amp;nbsp;B. beim [[Drag and Drop|Ziehen und Ablegen]], nicht mitkopiert oder verschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Auswahl eines Verzeichnisses, das rekursiv kopiert oder verschoben wird, werden hingegen auch die versteckten Dateien darin mit übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versteckte Dateien werden für unterschiedliche Zwecke verwendet und dies ist im Allgemeinen eine Entscheidung des Entwicklers von Software. So finden sich zahlreiche unterschiedliche Beispiele:&lt;br /&gt;
* Systemdateien: Bei manchen Betriebssystemen werden Dateien, die vom System verwaltet werden und die vom Anwender nicht direkt genutzt werden sollen, versteckt. Ein Beispiel sind die Startdateien von [[PC DOS]] oder [[MS-DOS]], [[IBMBIO.COM]] bzw. [[IO.SYS]] sowie IBMDOS.COM/[[MSDOS.SYS]] und [[COMMAND.COM]]. Auf Startdisketten finden sich jeweils diese drei Startdateien, die normalerweise jedoch nicht mitkopiert werden. Will man hingegen eine Diskette startfähig machen, so gibt es dafür das Kommando &amp;lt;code&amp;gt;[[SYS (Kommandozeilenbefehl)|SYS]]&amp;lt;/code&amp;gt;, das dann nicht nur diese drei Dateien kopiert und die entsprechenden Dateiattribute setzt, sondern auch den [[Bootsektor]] (bei FAT: [[Volume Boot Record|VBR]]) schreibt.&lt;br /&gt;
* [[Temporäre Datei]]en und Verzeichnisse: Einige Programme und Betriebssysteme generieren Daten aus vorhandenen Dateien und erstellen daraus Dateien für eine Art Zwischenspeicher, was u.&amp;amp;nbsp;a. der Beschleunigung dient. Damit diese temporären Dateien nicht im Dateimanager auftauchen, werden sie oft versteckt. Man kann sie in vielen Fällen gefahrlos löschen, da die Daten jederzeit wieder generiert werden können, jedoch verwalten viele Programme temporäre Dateien selbständig und bieten oft Konfigurationsoptionen zum Löschen oder Begrenzen dieser Dateien an.&lt;br /&gt;
* Im Betriebssystem integrierte Systemfunktionen nutzen oft versteckte (und geschützte) Dateien und Verzeichnisse. Ein Beispiel ist der [[Papierkorb#Informationstechnik|Papierkorb]] von Windows, dessen Dateien im versteckten (und geschützten) Ordner &amp;lt;code&amp;gt;$RECYCLE.BIN&amp;lt;/code&amp;gt; vorgehalten werden. Bei [[macOS]] heißt der Ordner für den Papierkorb &amp;lt;code&amp;gt;.Trashes&amp;lt;/code&amp;gt;, während etwa die [[Indexstruktur|Indizes]] für die [[Spotlight (Software)|Spotlight]]-Suchfunktion im versteckten Ordner &amp;lt;code&amp;gt;.Spotlight&amp;lt;/code&amp;gt; zwischengespeichert werden (temporäre Dateien).&lt;br /&gt;
* [[Konfigurationsdatei]]en: Unter Unix und Unix-artigen Betriebssystemen sind Konfigurationsdateien des lokalen Benutzers fast immer Punkt-Dateien. Dadurch wirkt das [[Benutzerverzeichnis]], &amp;lt;code&amp;gt;$HOME&amp;lt;/code&amp;gt; bzw. &amp;lt;code&amp;gt;~&amp;lt;/code&amp;gt; und meist &amp;lt;code&amp;gt;/home/&amp;#039;&amp;#039;Benutzername&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/code&amp;gt;, aufgeräumter. Wer jedoch diese Dateien löscht, verliert wichtige Einstellungen der entsprechenden Programme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele ===&lt;br /&gt;
Unter Unix-Systemen wird eine Datei durch einfaches Umbenennen versteckt. Um eine versteckte Datei zu erstellen, kann z.&amp;amp;nbsp;B. folgendes Kommando herangezogen werden:&lt;br /&gt;
 [[Prompt|%]] [[touch (Unix)|touch]] .versteckte_Datei.txt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datei &amp;lt;code&amp;gt;.versteckte_Datei.txt&amp;lt;/code&amp;gt; kann wie jede andere Datei verwendet, so etwa auch in einem [[Texteditor]] bearbeitet werden:&lt;br /&gt;
 [[Prompt|%]] [[Nano (Texteditor)|nano]] .versteckte_Datei.txt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Auflistung wird die Datei normalerweise jedoch nicht angezeigt, außer mit dem Parameter &amp;lt;code&amp;gt;-a&amp;lt;/code&amp;gt; (kleines a).&lt;br /&gt;
 [[Prompt|%]] [[ls (Unix)|ls]] -a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mit &amp;lt;code&amp;gt;ls&amp;lt;/code&amp;gt; alle versteckten Dateien anzuzeigen, jedoch weiterhin die reservierten Dateinamen &amp;lt;code&amp;gt;.&amp;lt;/code&amp;gt; und &amp;lt;code&amp;gt;..&amp;lt;/code&amp;gt; auszublenden, gibt es bei modernen ls-Implementierungen den Parameter &amp;lt;code&amp;gt;-A&amp;lt;/code&amp;gt; (großgeschriebenes A).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden nun alle Dateien aus dem aktuellen Verzeichnis mit dem Wildcard &amp;lt;code&amp;gt;*.*&amp;lt;/code&amp;gt; kopiert, so wird die Datei &amp;lt;code&amp;gt;.versteckte_Datei.txt&amp;lt;/code&amp;gt; und alle anderen versteckten Dateien (und Verzeichnisse) nicht mitkopiert:&lt;br /&gt;
 [[Prompt|%]] [[cp (Unix)|cp]] *.* /Pfad/zum/Ziel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies betrifft auch die Einschränkung auf [[Dateinamenserweiterung]]en, etwa nur [[Textdatei]]en mit dem Wildcard &amp;lt;code&amp;gt;*.txt&amp;lt;/code&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[PC-kompatibles DOS|PC-kompatiblem DOS]] wie [[MS-DOS]] kann das Kommando [[ATTRIB]] die Dateiattribute, darunter „versteckt“, anzeigen, setzen oder löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Prompt|C:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[ATTRIB|attrib]] Datei.Ext&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch unter DOS sind versteckte Dateien nicht im Wildcard &amp;lt;code&amp;gt;*.*&amp;lt;/code&amp;gt; enthalten. Um versteckte Dateien dennoch kopieren zu können, kann es daher nötig sein, das entsprechende [[Flag (Informatik)|Flag]] vor dem Kopiervorgang zu löschen:&lt;br /&gt;
 [[Prompt|C:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[ATTRIB|attrib]] -h Datei.Ext&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kopiervorgang sollte das {{enS|hidden flag}}, je nach Vorhaben auch bei der Zieldatei, wieder gesetzt werden:&lt;br /&gt;
 [[Prompt|C:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[ATTRIB|attrib]] +h Datei.Ext&lt;br /&gt;
 [[Prompt|C:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[cd (Kommandozeilenbefehl)|cd]] \Pfad\zum\Ziel\des\Kopierens\&lt;br /&gt;
 [[Prompt|C:\Pfad\zum\Ziel\des\Kopierens&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[ATTRIB|attrib]] +h Datei.Ext&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ gibt es Kommandos bzw. Kommandozeilenparameter oder Programme, die auch versteckte Dateien inkludieren können. Dies ist vor allem bei der [[Datensicherung]] essentiell. Ein Beispiel dafür ist das Backup-Dienstprogramm [[rsync]], oder unter DOS beispielsweise [[xcopy]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In grafischen Dateimanagern – wie beispielsweise dem [[Windows-Explorer|Explorer]] von [[Microsoft Windows|Windows]], dem [[Finder (Mac)|Finder]] von [[macOS]], [[Dolphin (KDE)|Dolphin]] von [[KDE Plasma 5|Plasma]] ([[KDE]], bis Version&amp;amp;nbsp;3 noch [[Konqueror]]) oder [[Nautilus (Dateimanager)|Nautilus]] von [[Gnome]] – gibt es hierfür eine Ansichtsoption, die die Anzeige von versteckten Dateien allgemein (global) aktiviert. Je nach spezieller Umgebung, beispielsweise in Nautilus, kann auch eine bestimmte [[Tastenkombination]] die Anzeige freischalten, welche nur das aktuelle Fenster betrifft, es gibt jedoch auch Einstellungen, die die Anzeige versteckter Dateien Betriebssystem-weit umschalten, beispielsweise beim Windows-Explorer oder beim Finder von macOS. Damit werden dann auch auf dem [[Desktop (grafische Benutzeroberfläche)|Desktop]] versteckte Dateien angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Finder wird unter klassischem Mac&amp;amp;nbsp;OS, das ist Mac&amp;amp;nbsp;OS bis [[Mac OS 9|Version&amp;amp;nbsp;9]], das in der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|resource fork}}&amp;#039;&amp;#039; gespeicherte Attribut ausgewertet. Da dieses im Dateisystem gespeichert ist, wird dieser alternative [[Datenstrom]] auch unter Mac OS&amp;amp;nbsp;X, das eigentlich ein auf [[Berkeley Software Distribution|BSD]] basierendes Unix-Betriebssystem ist, berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kompatibilität ===&lt;br /&gt;
Im Grundsatz sind die verschiedenen technischen Umsetzungen der jeweiligen Betriebssysteme nicht zueinander kompatibel. Das zeigt sich in der Praxis immer dann, wenn Daten zwischen unterschiedlichen Systemen ausgetauscht werden sollen bzw. wenn System-fremde Dateisysteme verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist z.&amp;amp;nbsp;B. auf FAT-Dateisystemen, die keine langen Dateinamen unterstützen, unmöglich, dass eine Datei mit einem Punkt beginnt: Im ursprünglichen &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|File Allocation Table}}&amp;#039;&amp;#039; (FAT) müssen alle Dateien der [[8.3]]-Konvention folgen ([[retronym]] auch [[8.3#Kurze Dateinamen|kurze Dateinamen]] genannt), die den Punkt automatisch nach den maximal 8&amp;amp;nbsp;Zeichen des Dateinamens vorsieht, gefolgt von der Dateinamenserweiterung, die nur 3&amp;amp;nbsp;Zeichen lang sein kann (daher 8.3). Der Punkt zur Trennung ist daher nicht Teil des Dateinamens, sondern Teil der Konvention selbst; Dateinamen werden im &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|File Allocation Table}}&amp;#039;&amp;#039; folglich ohne Punkt gespeichert und im Dateinamens selbst werden keine (weiteren) Punkte unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn also Unix auf einem FAT-Dateisystem eine versteckte Datei anlegen will, scheitert es, weil dieses nicht kompatibel ist. Kompatibilitätsschichten wie [[UMSDOS]] konnten zwar Abhilfe schaffen, waren jedoch vom Betriebssystem abhängig, das UMSDOS implementierte (nur [[Linux]], nicht jedes Unix).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf moderneren Dateisystemen, aber auch FAT mit der Erweiterung [[VFAT]] sowie auf dem Nachfolger [[exFAT]], können Punkt-Dateien jedoch ohne Probleme erstellt werden und sind daraufhin auf allen Unix-artigen Betriebssystem automatisch versteckt. Wird allerdings vom Dateisystemtreiber nicht gleichzeitig das Attribut „versteckt“ oder „unsichtbar“ gesetzt, so ist dieselbe Datei auf Betriebssystemen ohne die Unix-Konvention dann plötzlich sichtbar, was folgendes Beispiel veranschaulicht: Erstellt man auf einer FAT12-[[Diskette]] mit VFAT-Erweiterung (lange Dateinamen) unter MS-DOS die Datei &amp;lt;code&amp;gt;HIDDEN.TXT&amp;lt;/code&amp;gt; und versteckt diese, so wird sie dennoch unter Linux gelistet (ist also nicht versteckt):&lt;br /&gt;
 MS-DOS:&lt;br /&gt;
 [[Prompt|A:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;copy [[Nullgerät|NUL:]] HIDDEN.TXT&lt;br /&gt;
 [[Prompt|A:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[dir (Kommandozeilenbefehl)|dir]]&lt;br /&gt;
 HIDDEN.TXT&lt;br /&gt;
 1 Dateien&lt;br /&gt;
 [[Prompt|A:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[ATTRIB|attrib]] +h HIDDEN.TXT&lt;br /&gt;
 [[Prompt|A:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;dir&lt;br /&gt;
 0 Dateien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Linux:&lt;br /&gt;
 [[Prompt|%]] touch .hidden.txt&lt;br /&gt;
 [[Prompt|%]] ls&lt;br /&gt;
 HIDDEN.TXT&lt;br /&gt;
 [[Prompt|%]] ls -a&lt;br /&gt;
 .  ..  .hidden.txt  HIDDEN.TXT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentlich versteckte Datei mit dem FAT-Attrib „{{lang|en|hidden}}“, &amp;lt;code&amp;gt;HIDDEN.TXT&amp;lt;/code&amp;gt;, wird unter Linux angezeigt, weil sie keine Punkt-Datei ist. Die Punkt-Datei hingegen ist versteckt, obwohl ihr das FAT-Attribut fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 MS-DOS:&lt;br /&gt;
 [[Prompt|A:\&amp;amp;gt;]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;dir&lt;br /&gt;
 .hidden.txt&lt;br /&gt;
 1 Dateien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter DOS mit [[File Allocation Table#LFN|LFN]] wird die Datei &amp;lt;code&amp;gt;.hidden.txt&amp;lt;/code&amp;gt; als sichtbar gelistet, weil Punkt-Dateien in DOS nicht automatisch versteckt sind; Nur das „{{lang|en|hidden}}“-Attribut ist ausschlaggebend, nicht der Dateiname.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Schwierigkeiten gibt es zumeist auf Netzlaufwerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dateiverwaltung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Prüm</name></author>
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