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	<title>Verdauung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Verdauung&amp;diff=9372&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: Änderungen von 83.222.141.18 (Diskussion) auf die letzte Version von Mutter5 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-04-14T06:18:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/83.222.141.18&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/83.222.141.18&quot;&gt;83.222.141.18&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:83.222.141.18&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:83.222.141.18 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Mutter5&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Mutter5 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Mutter5&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Verdauung im Verdauungstrakt. Zur Verdauung innerhalb von Körperzellen siehe [[Nahrungsvakuole]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Digestive system diagram de.svg|mini|Verdauungsapparat des Menschen]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verdauung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verdauen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;firdouwen&amp;#039;&amp;#039; „schmelzen, verflüssigen“, verwandt mit mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;döuwen&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;douwen&amp;#039;&amp;#039;, „verdauen“, und neuhochdeutsch „tauen“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 773 und 812.&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Digestion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;digestio&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man den Aufschluss der [[Nahrung]] im [[Verdauungstrakt]] mit Hilfe von [[Verdauungsenzym]]en. Dabei entstehen durch chemische Spaltung (genauer: [[Hydrolyse]]) aus hochmolekularen [[Kohlenhydrate]]n, [[Fette]]n und [[Protein]]en niedermolekulare Verbindungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Monosaccharide|Mono-]] und [[Disaccharide]], [[Fettsäuren]], [[Aminosäuren]], [[Dipeptide|Di-]] und [[Tripeptide]]), die zum Teil in [[Energie]] umgewandelt bzw. ansonsten bei der Produktion von neuer Körpersubstanz eingesetzt werden, indem der lebende Organismus sie nach einem chemischen Umbau in die verschiedensten Zellstrukturen einbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Nährstoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden, sind nicht wasserlöslich. Sie können deshalb nicht aus dem Dünndarm in das Blut und in die [[Lymphe]] aufgenommen werden. Wasserlöslich werden die [[Nährstoff]]e, wenn sie in kleinere Grundbausteine zerlegt werden. [[Enzym]]e, die in Verdauungssäften enthalten sind, [[katalysieren]] unterschiedliche Spaltungsreaktionen um ein Vielfaches. So kann die aufgenommene Nahrung in relativ kurzer Zeit verdaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein die Verdauung förderndes Mittel wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Digestivum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verdauung beim Menschen ==&lt;br /&gt;
Beim Menschen findet die Verdauung hauptsächlich im [[Mund]], [[Magen]] (Gaster), [[Zwölffingerdarm]] (Duodenum) und im restlichen [[Dünndarm]] (Jejunum und Ileum) statt. Zur Aufnahme von Nährstoffen kommt es jedoch fast nur im Zwölffingerdarm und im Dünndarm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sein Essen gründlich kaut, bevor er es runterschluckt, leistet wichtige Vorarbeit für den Magen-Darm-Trakt. Denn durch die aufspaltenden Enzyme im Speichel wird die Nahrung schon mal in Einzelteile zerlegt – so beginnt die Verdauung bereits im Mund.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vital.de/ |titel=Magazin für Wellness, Fitness und Gesundheit {{!}} vital.de |sprache=de |abruf=2023-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufschluss und Aufnahme der Nahrung ===&lt;br /&gt;
==== Mund ====&lt;br /&gt;
Durch das Kauen im Mund wird die Nahrung mechanisch zerkleinert und mit dem Zusatz von [[Speichel]] gleitfähig gemacht, damit sie anschließend über die [[Speiseröhre]] in den Magen befördert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Speichel wird von drei [[Speicheldrüse]]n produziert:&lt;br /&gt;
* [[Ohrspeicheldrüse]] (Glandula parotidea),&lt;br /&gt;
* [[Glandula sublingualis|Unterzungenspeicheldrüse]] (Glandula sublingualis) und&lt;br /&gt;
* [[Glandula submandibularis|Unterkieferspeicheldrüse]] (Glandula submandibularis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wässrige Speichel enthält das Enzym [[Ptyalin]], eine α-[[Amylase]]. Dieses spaltet die [[Stärke]] (Polysaccharide) in der Nahrung zu Malzzucker ([[Maltose]]), [[Maltotriose]] und [[Oligosaccharide]]n – deswegen schmeckt Brot nach längerer Verweilzeit im Mund süßlich. Dies spielt aber physiologisch nicht immer eine Rolle, da die Zeit von der Nahrungsaufnahme bis zur Inaktivierung der Amylase durch den niedrigen [[pH-Wert]] des Magens zu kurz für tatsächliche „Verdauung“ ist. Die weitere Zerlegung von Stärke erfolgt später im Dünndarm. Des Weiteren wird „tierische Stärke“ ([[Glykogen]]) ebenfalls zu Maltose zerlegt. Während des Kauvorganges durchmischt die [[Zunge]] den Speisebrei, dieser wird anschließend von ihr gegen den [[Gaumen]] gepresst und der [[Schluckreflex]] ausgelöst. Dabei wird kurzzeitig der [[Epiglottis|Kehldeckel]] abgesenkt, die [[Luftröhre]] geschlossen, so dass keine Nahrung in sie gelangen kann, die Atmung angehalten und der Zugang zur Nase abgeriegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Mundhöhle gelangt die Nahrung in die Speiseröhre. Die Speiseröhre ist ein muskulöser Schlauch, der hinter der Luftröhre liegt und die Nahrung in den Magen transportiert. Gelangen Nahrungsreste in die Luftröhre, führt dies zu starkem Husten und im schlimmsten Fall zum Ersticken. Die Nahrung wird durch Muskelbewegungen ([[Peristaltik]]), die wellenförmig vom [[Pharynx|Rachen]] zum Magen verlaufen, in wenigen Sekunden in den Magen gepresst. Dies ist ein aktiver Transportvorgang innerhalb des Verdauungssystems. Aufgrund dieses Vorganges ist das Schlucken im Liegen ebenso wie im Handstand möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Magen ====&lt;br /&gt;
Der Speisebrei wird  über längere Zeit im [[Magen]] gesammelt, der ein Fassungsvermögen von ca. 1,5 bis 2 Liter hat. Zunächst läuft die Stärkeverdauung durch die Amylase auch im Magen weiter. Am Eingang befindet sich der Magenmund ([[Cardia]]). Die [[Magenschleimhaut]], welche die Innenwand des Magens auskleidet, ist stark gefaltet und von zahlreichen Drüsenzellen durchsetzt. Diese Zellen kann man in drei Typen unterteilen: [[Nebenzelle]]n, [[Hauptzelle]]n und [[Belegzelle]]n. Durch die Belegzellen wird [[Salzsäure]] produziert. Diese hat nach einer halben bis einer Stunde den gesamten Mageninhalt durchsäuert. Die Hauptzellen sondern das inaktive Enzym [[Pepsinogen]] ab, das durch die Salzsäure zu [[Pepsin]] aktiviert wird. Das Pepsin spaltet Proteine in kleinere [[Peptid]]e, die später weiter zerlegt werden. Da das Pepsin auch [[Kollagen]] – den Hauptbestandteil des [[Bindegewebe]]s – umwandeln kann und der [[pH-Wert]] im Magen durch die Salzsäure bei etwa 0,9 liegt, ist es nötig, die Magenschleimhaut besonders zu schützen. In den Nebenzellen wird deswegen ständig ein [[hydrogencarbonat]]reicher, zäher Schleim abgesondert, der sich schützend über die Magenschleimhaut legt und einen [[Pufferlösung|Puffer]] zur lokalen Neutralisation der Magensäure bildet. Eine weitere proteinspaltende Substanz ist [[Kathepsin]]. Diese Enzyme und weitere Stoffe sind im Magensaft enthalten, von dem täglich 1,5–2 Liter gebildet werden. Außerdem wird in den Belegzellen des Magens der [[Intrinsic-Faktor]] gebildet, welcher für die [[Cobalamine|Vitamin-B&amp;lt;sub&amp;gt;12&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Resorption im [[Ileum]] wichtig ist. Die im Magen herrschende [[Peristaltik]] durchmischt den Speisebrei ([[Chymus]]) und drückt ihn durch den [[Pylorus|Pförtner]] (M. sphincter pylori), falls dieser entspannt ist, in den Zwölffingerdarm ([[Duodenum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dünndarm ====&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Verdauungs- und Aufnahmestadien sind im [[Dünndarm]] sehr schwer zu unterscheiden, sie beginnen im [[Duodenum]] (Zwölffingerdarm) und enden im [[Ileum]] (Krummdarm).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zwölffingerdarm wird die Magensäure durch [[Hydrogencarbonat]]-[[Pufferlösung|Puffer]] neutralisiert und mit [[Galle]] und [[Sekret]] aus der [[Bauchspeicheldrüse]] versetzt. Die Verdauung, also der Aufschluss von Nahrungsbestandteilen, wird hier abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der [[Kohlenhydrate]] schließt diese direkt an die Verdauung durch den [[Speichel]] im Mundraum an. Durch [[Amylasen|Ptyalin]] wird [[Stärke]] zu [[Oligosaccharide]]n und [[Maltose]] verarbeitet. Diese werden durch die Enzyme [[Lactase]], [[Sucrase]] und [[Maltase-Glucoamylase|Maltase]] in ihre einzelnen Bestandteile ([[Glucose]], [[Fructose]], [[Galactose]] und [[Mannose]]) zerlegt, welche dann durch einen [[Natrium|Na&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;]]-Glucose-[[Membrantransport|Symport]] in die Zellen der Darmschleimhaut aufgenommen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ebenfalls vorverdauten Proteine, die nun ausschließlich als Peptide (Poly-, Di- und Tripeptide) vorliegen, werden durch [[Peptidase]]n (hauptsächlich [[Trypsin]], [[Chymotrypsin]] und [[Carboxypeptidasen]]) zu Aminosäuren zerlegt. Sie werden durch einen Na&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Aminosäure-Symport in die Zelle aufgenommen. 90 % der Di- und Tripeptide werden über spezielle Transportmechanismen direkt in die Zelle geschleust und dort durch eine [[cytoplasma]]tische Peptidase zu Aminosäuren zerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die noch nicht verdauten [[Fette]] (Lipide) liegen als Fetttröpfchen vor. Diese werden zuerst durch [[Lecithin]] und [[Gallensäure]] zu einer Fett[[emulsion]] verkleinert (primäre [[Mizellen]]). Dann werden sie durch die Enzyme [[Pankreaslipase]] und [[Gallensalz-aktivierte Lipase]] zu freien [[Fettsäure]]n und 2-Monoglycerid zerlegt. Die Salze der Gallensäure bilden nun mit den Fettsäuren sogenannte sekundäre Mizellen, in denen das 2-Monoglycerid eingeschlossen ist. Diese diffundieren passiv in die Darmschleimhaut, da die [[Zellmembran]]en der Darmschleimhaut [[lipophil]] sind. Die Salze der Gallensäure bleiben zurück, 90 % davon werden später im Ileum wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wird dem Speisebrei auch etwa 80 % des mit der Nahrung aufgenommenen und vom Körper durch [[Sekretion]] abgegebenen Wassers entzogen. Das sind täglich etwa 9 Liter Wasser, 2 Liter aus der Nahrung und 7 Liter aus den Verdauungssekreten. Das geschieht im Zusammenhang mit der Aufnahme von Salzen aus dem Speisebrei. Diese diffundieren passiv, dem Konzentrationsgefälle folgend, in die Zellzwischenräume. [[Kaliumkanal|Kaliumkanäle]] und [[Natrium-Kalium-Pumpe]]n in der Zellmembran sorgen für eine gleichmäßige Konzentration von [[Natrium]]- und [[Kalium]]-[[Ion]]en in der Zelle. Das Wasser folgt dem durch die Salze erzeugten [[Osmose|osmotischen Druck]] und diffundiert von dort in den Blutstrom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dünndarm findet demzufolge die Resorption der Nährstoffbausteine statt. Nachdem die Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette und Proteine) in ihre Einzelbestandteile zerlegt worden sind, werden diese über die Dünndarmzotten ins Blut und in die Lymphe resorbiert (übergeleitet). Durch diesen Vorgang wird der größte Teil der energiereichen Stoffe für unseren Organismus bereitgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dickdarm ====&lt;br /&gt;
Im [[Dickdarm]] (Intestinum crassum) werden weitere 19 % des noch im Speisebrei vorhandenen Wassers resorbiert (entzogen). Stoffe, die weder durch Verdauungsenzyme des Dünndarmes noch durch die im Dickdarm befindlichen [[Mikroorganismen]] [[Fermentation|fermentiert]] werden können, werden durch das Rektum unverändert ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mastdarm ====&lt;br /&gt;
Im [[Mastdarm]] findet keine Verdauung mehr statt, es wird jedoch dem Stuhl ([[Kot]], med. Fäzes) Flüssigkeit entzogen, bevor er über den [[Anus]] ausgeschieden wird.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Bristol-Stuhlformen-Skala}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausscheidung ====&lt;br /&gt;
Der Druck in einem menschlichen [[Enddarm]] beträgt zwischen 67 [[Pascal (Einheit)|hPa]] (in Ruhe) und über 133&amp;amp;nbsp;hPa (extremes Pressen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich höhere Drücke wurden bei [[Pinguine]]n ermittelt; für einen beschleunigten Stuhlgang unter den polaren Tiefsttemperaturen sorgen Drücke von bis zu einer halben [[Physikalische Atmosphäre|Atmosphäre]] (600&amp;amp;nbsp;hPa).&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer-Rochow/Gal: [http://www.meyer-rochow.com/penguin.pdf &amp;#039;&amp;#039;Pressures produced when penguins pooh&amp;#039;&amp;#039;] Studie publiziert am 31. Oktober 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Der Spiegel]]: [http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/spass-nobelpreis-auch-pinguine-stehen-unter-druck-a-378609.html &amp;#039;&amp;#039;Auch Pinguine stehen unter Druck&amp;#039;&amp;#039;], vom 7. Oktober 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dauer ===&lt;br /&gt;
Der gesamte Verdauungsvorgang dauert je nach Art der aufgenommenen Nahrung unterschiedlich lang, die Zeiten variieren aufgrund der Zusammensetzung der Nahrung (z.&amp;amp;nbsp;B. Anteil der Kohlenhydrate und der Fette).&amp;lt;ref name=&amp;quot;toplife181&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Organ&lt;br /&gt;
! Entleerungszeit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bkk-deutsche-bank.de/content/ernaehrung__die_nahrung_auf_dem_weg_durch_unseren_koerper.html &amp;#039;&amp;#039;Ernährung: Die Nahrung auf dem Weg durch unseren Körper&amp;#039;&amp;#039;], BKK Deutsche Bank, abgerufen am 6. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;toplife181&amp;quot;&amp;gt;[http://www.toplife.at/gesundheit/artikel181.html Unsere Verdauung – ein chemisch-physikalisches Labor], toplife.at, abgerufen am 14. Mai 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;nach&amp;lt;br&amp;gt;Nahrungsaufnahme&lt;br /&gt;
! Verweildauer&amp;lt;ref&amp;gt; Broschüre zum [http://www.gida.de/downloads/begleithefte/biologie/GIDA_Begleitheft_BIO-DVD001.pdf Schulvideo „Ernährung und Verdauung des Menschen“].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mund]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 10–15 Sekunden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Speiseröhre]]&lt;br /&gt;
| 1–10 Sekunden&lt;br /&gt;
| ca. 10 Sekunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Magen]]&lt;br /&gt;
| 0,5–6 Stunden&lt;br /&gt;
| 4–6 Stunden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dünndarm]]&lt;br /&gt;
| 7–9 Stunden&lt;br /&gt;
| ca. 6 Stunden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dickdarm]]&lt;br /&gt;
| 25–30 Stunden&lt;br /&gt;
| 6–8 Stunden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mastdarm]]&lt;br /&gt;
| 30–120 Stunden&lt;br /&gt;
| ca. 6 Stunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Schlafs wird die Verdauung besonders durch das Hormonsystem [[Somatotropin]] unterstützt, was zu einer schnelleren Aufnahme an Nährstoffen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Verdauung“ in der Humoralphysiologie ==&lt;br /&gt;
In der mittelalterlichen Physiologie, auf Grundlage der antiken [[Humoralpathologie]], stellte man sich den Magen als eine Art Kochtopf über der heißen Leber vor. Durch die aus der Leber entstehende Hitze, ergänzt durch die Wärme des Herzens, sollten demgemäß die festen Nahrungsbestandteile durch die &amp;#039;&amp;#039;digestio&amp;#039;&amp;#039; (Verdauung) in einen bierähnlichen&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Peine (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Harnschrift des Isaac Judaeus.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation Leipzig 1919, S. 11–13 („In stomacho digeritur cibus [...] et excoquitur et in succum, quasi in ptisanum convertitur“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Saft überführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;„blutken – bloedekijn“. Anmerkungen zur Ätiologie der Hyposphagma-Genese im ‚Pommersfelder schlesischen Augenbüchlein‘ (1. Drittel des 15. Jahrhunderts). Mit einer Übersicht über die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 8/9, 2012/2013, S. 7–175, hier: S. 56, 68 f. und 75–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Unterteilung dieser Verdauungsleistung im Sinne eines Drei-Stufen-Schemas (mit den drei Digestionen &amp;#039;&amp;#039;digestio prima&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;digestio secunda&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;digestio tertia&amp;#039;&amp;#039;) findet sich bei [[Isaak ben Salomon Israeli]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Goehl]]: &amp;#039;&amp;#039;Guido d’Arezzo der Jüngere und sein ‚Liber mitis‘.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Horst Wellm, Pattensen/Han. 1984, jetzt bei Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 32), ISBN 3-921456-61-4, hier: Band 1, S. 109 f. (Abbildung 5).&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der [[Digestionslehre]] des [[Galenos]]: Bei der ersten Digestion (&amp;#039;&amp;#039;digestio prima&amp;#039;&amp;#039;) entsteht im Magendarmkanal der &amp;#039;&amp;#039;Chymus&amp;#039;&amp;#039;  (griechisch &amp;#039;&amp;#039;chymos&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michael Stolberg: &amp;#039;&amp;#039;Learned Physicians and Everyday Medical Practice in the Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston 2022, (https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110733549/html) S. 36 und 123. Vgl. auch https://lsj.gr/wiki/chymus und https://lsj.gr/wiki/χυμός ; laut letzterem meist synonym zum Folgenden.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;Chylus&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;chylos&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;So auch Michael Stolberg: &amp;#039;&amp;#039;Homo patiens. Krankheits- und Körpererfahrung in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2003, 168. Vgl. auch https://lsj.gr/wiki/chylus und https://lsj.gr/wiki/χυλός.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannte Speisebrei, der über das Pfortadersystem zur Leber gelangt und, nachdem die Milz Verunreinigung absorbiert hat, zur Schwarzen Galle wird. Bei der zweiten Digestion (&amp;#039;&amp;#039;digestio secunda&amp;#039;&amp;#039;) wird, unter Einfluss des Pneumas der Chylus umgewandelt in ein Gemisch der Kardinalsäfte „Schwarze Galle“ (&amp;#039;&amp;#039;melancholica&amp;#039;&amp;#039;), „Gelbe Galle“ (&amp;#039;&amp;#039;cholera&amp;#039;&amp;#039;), „Schleim“ (&amp;#039;&amp;#039;phlegma&amp;#039;&amp;#039;) und „Blut“ (&amp;#039;&amp;#039;sanguis&amp;#039;&amp;#039;). Dieses Gemisch (das [[Blut]]) gelangt dann in den Körper. Der dabei in das rechte Herz gelangte Teil wird dort unter Einfluss der (eingepflanzten) Wärme (&amp;#039;&amp;#039;calor innatus&amp;#039;&amp;#039;) gereinigt. Die Rückstände („Ruß“) werden durch die Lungenschlagader an die Lungen abgegeben und von dort ausgeatmet. Die dritte Digestion (&amp;#039;&amp;#039;digestio tertia&amp;#039;&amp;#039;) in den Organen und Geweben lässt aus Blut die geformten Gebilde des Körpers entstehen. Abfallprodukte der Digestionen sind Kot, Harn und Schweiß.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Verdauung“ in der Alchemie ==&lt;br /&gt;
In Anlehnung an die Verdauungslehre ([[Digestionenlehre]]) der mittelalterlichen Medizin wurde der Begriff der Verdauung (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;digestio&amp;#039;&amp;#039;) auch in der Alchemie angewandt. Unter Digestion verstand man bei der Zubereitung pharmazeutischer und alchemischer Präparate eine langsame, beim Stehenlassen in mäßiger Wärme erfolgende Umwandlung und gegenseitige Durchdringung der entsprechenden Zutaten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Elixir. Die köstlichste der Arzneien.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Boehringer Sohn, Ingelheim am Rhein 1951, S. 16 und 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Willem Frans Daems]]: &amp;#039;&amp;#039;Digestio: Sinn oder Unsinn.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans-Rudolf Fehlmann, [[François Ledermann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Alfons Lutz und Jakob Büchi.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1983 (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Schweiz. Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2), S. 151–179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Verdauung“ von Gefühlen und Problemen ==&lt;br /&gt;
Viele [[Redensart]]en bringen die „Verarbeitung“ von Gefühlen, Stress und Problemen mit dem Verdauungsapparat in Verbindung, zum Beispiel: „daran habe ich noch lange herumgekaut“, „das muss ich erst hinunterschlucken“, „der frisst alles in sich hinein“, „das liegt mir (schwer) im Magen“, „da dreht sich mir der Magen um“, ein Problem „schlägt auf den Magen“, „das stößt mir sauer auf“, „das habe ich gründlich satt“. Oder auch: „mir kommt die Galle hoch“, „ihm ist etwas über die Leber gelaufen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass seelische Belastungen sich störend auf die Verdauung auswirken können, ist in der Medizin weitgehend anerkannt (siehe [[Psychosomatik]]). Zusammen mit dem [[Reizdarmsyndrom]] stellt der [[Reizmagen]] eine der häufigsten Verdauungsstörungen in den industrialisierten Ländern dar. Rund 25 Prozent der Bevölkerung haben damit mindestens einmal im Leben zu tun. Meist wird diese [[Diagnose]] dann gestellt, wenn keine organische Störung gefunden werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Adler: [http://www.ugb.de/funktionelle-dyspepsie-druck-im-oberbauch/ &amp;#039;&amp;#039;Funktionelle Dyspepsie: Ein reizendes Syndrom&amp;#039;&amp;#039;] bei ugb.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Vielen Menschen schlägt Stress auf den Magen, Übelkeit, [[Sodbrennen]], [[Durchfall]] oder [[Verstopfung]] sind die Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Vollmuth: [http://psychologienachrichten.de/?p=2335 &amp;#039;&amp;#039;Wenn die Psyche auf den Magen schlägt&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Extraintestinale Verdauung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Eberle (Mediziner)|Johann N. Eberle]]: &amp;#039;&amp;#039;Physiologie der Verdauung nach Versuchen auf natürlichem und künstlichem Wege.&amp;#039;&amp;#039; Etlinger, Würzburg 1834.&lt;br /&gt;
* Christian Hick, Astrid Hick: &amp;#039;&amp;#039;Intensivkurs Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; Urban &amp;amp; Fischer, München / Jena 2005, ISBN 3-437-41892-0, S. 154–167.&lt;br /&gt;
* [[Giulia Enders]]; Jill Enders (Illustrationen): &amp;#039;&amp;#039;Darm mit Charme. Alles über ein unterschätztes Organ.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Berlin 2014, ISBN 978-3-550-08041-8 (Taschenbuch) / ISBN 978-3-550-08108-8 (gebunden).&lt;br /&gt;
* [[Mary Roach]]: &amp;#039;&amp;#039;Schluck. Auf Entdeckungsreise durch unseren Verdauungstrakt.&amp;#039;&amp;#039; DVA, München 2014 (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Gulp&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Katrin Behringer), ISBN 978-3-421-04640-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.kindergesundheit-info.de/index.php?id=7832 Die Verdauung bei Säuglingen] Informationen der [[Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung|BZgA]] auf kindergesundheit-info.de&lt;br /&gt;
* [http://www.ernaehrung.de/tipps/MD_Erkrankungen/md10.php Deutsches Ernährungsberatungs- und Informationsnetz – Verdauung]&lt;br /&gt;
* [http://www.g-netz.de/Der_Mensch/verdauungssystem/index.shtml Das Gesundheitsnetzwerk – Verdauungssystem]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4062676-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdauungsphysiologie|!Verdauung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologischer Prozess]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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