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	<title>Tunika - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß: kein deutsch</title>
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		<updated>2025-04-23T14:08:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kein deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Tunika als römisches und als mittelalterliches Kleidungsstück; zu der Tunika als Gewebe in der Botanik siehe [[Sprossachse]]; zu weiteren Bedeutungen siehe [[Tunica]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Thorsberg Tunic.jpg|mini|Germanische Tunika aus dem [[Thorsberger Moor]], etwa 4. Jahrhundert n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tunika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;tunica&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Kleidung]]sstück, das von der [[Römisches Reich|römischen]] [[Antike]] bis ins [[Mittelalter]] von Männern und Frauen unmittelbar auf dem Körper getragen wurde. Heutzutage bezeichnet es einen bestimmten Modeschnitt in der Damenmode sowie seit dem 9. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Jarnut]]: &amp;#039;&amp;#039;Konsumvorschriften im Früh- und Hochmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Trude Ehlert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mit einem Register von Ralf Nelles.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 119–128, hier: S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; das unter der [[Kukulle]] getragene Gewand von Mönchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Tunika in der Antike ==&lt;br /&gt;
Die Tunika bestand ursprünglich, wie der griechische [[Chiton]], aus zwei rechteckigen Stoffstücken, die nur auf den Schultern mit Hilfe von [[Fibel (Schließe)|Fibeln]] zusammengehalten wurden und von denen das hintere etwas länger war als das vordere. Verbreiteter war die an den Schultern und den Seiten zusammengenähte Tunika. Sie war aus [[Wolle]] gefertigt und anfangs ohne Ärmel. Später wurden kurze, nicht bis an die Ellbogen reichende Ärmel üblich. Sie wurde über den Hüften durch einen [[Gürtel]] zusammengehalten und reichte bei Männern bis unter die Knie herab, bei Frauen bis zu den Knöcheln. [[Römisches Bürgerrecht|Römische Bürger]] trugen bei besonderen Anlässen über der Tunika die [[Toga]], [[Matrona|Matronen]] die [[Stola (Römische Tracht)|Stola]]. Ansonsten trug man gegen Kälte oder aus Modegründen mehrere Tuniken übereinander, wobei die unterste [[Subucula]] oder &amp;#039;&amp;#039;tunica intima&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sanvitale03.jpg|mini|Spätantikes Mosaik aus [[Ravenna]] mit der Palastwache links in roter und grüner Tunika]]&lt;br /&gt;
Die [[Färberei in der Antike|Färbung]] militärischer Tuniken lässt sich im [[Befund (Archäologie)|archäologischen Befund]] durch Stoffreste bisher nicht deutlich fassen. Farbreste auf Skulpturen sowie Wandfresken belegen jedoch für die [[Severer|severische]] Zeitstellung weiße Tuniken bei hohen [[Liste der Dienstgrade und Truppengattungen in der römischen Armee|Offizieren]] und Standartenträgern. Dazu gehört die Darstellung eines opfernden Tribuns aus [[Dura-Europos]], das in die Zeit vor 239 n.&amp;amp;nbsp;Chr. verweist. Der hohe Offizier trägt eine weiße Tunika ohne Purpurstreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan F. Pfahl|Stefan Franz Pfahl]]: &amp;#039;&amp;#039;Rangabzeichen im römischen Heer der Kaiserzeit&amp;#039;&amp;#039;. Wellem, Düsseldorf 2012, ISBN 978-3-941820-12-8 (= Antrittsvorlesung Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), S.&amp;amp;nbsp;9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein &amp;#039;&amp;#039;Aquilifer&amp;#039;&amp;#039; und ein &amp;#039;&amp;#039;Vexillarius&amp;#039;&amp;#039;, die auf einem Sarkophag in Ungarn dargestellt sind, tragen weiße langärmelige Tuniken.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Zsolt Mráv]], [[Katalin Ottományi]]: &amp;#039;&amp;#039;DE{I}FU(N)C(TUS) EXP(EDITIONE) GERM(ANICA) LAU-RI(ACO) MORT(E) SUA. Sarkophag eines während der alamannischen Expedition Caracallas verstorbenen Soldaten aus Budaörs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae.&amp;#039;&amp;#039; 56(1-3), S.&amp;amp;nbsp;177–212, S. 177, 183, 185.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die in ihren Angaben höchst zweifelhafte spätantike &amp;#039;&amp;#039;[[Historia Augusta]]&amp;#039;&amp;#039; gibt als besondere Militärauszeichnungen für Kaiser [[Aurelian]] (270–275) unter anderem eine &amp;#039;&amp;#039;tunica palmata&amp;#039;&amp;#039; und vier &amp;#039;&amp;#039;tunicae russae ducales&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Péter Kovács (Historiker)|Péter Kovács]]: &amp;#039;&amp;#039;Hasta pura.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae.&amp;#039;&amp;#039; 55, (1–2), S.&amp;amp;nbsp;81–92; hier: S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies gibt einen Hinweis darauf, dass hohe Offiziere (= &amp;#039;&amp;#039;[[Dux (Titel)|dux]]&amp;#039;&amp;#039;) eine besondere rote Tunika tragen konnten. Der Schweizer Althistoriker [[Michael Alexander Speidel]] ging davon aus, dass Soldaten der hohen Kaiserzeit möglicherweise eine spezielle rote Kampftunika &amp;#039;&amp;#039;(tunica russa militaris)&amp;#039;&amp;#039; im Gepäck hatten. Unzweifelhaft sei jedoch, dass zu dieser Zeit jeder Soldat und Offizier eine weiße Tunika &amp;#039;&amp;#039;(tunica alba)&amp;#039;&amp;#039; sein eigen nannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Alexander Speidel]]: &amp;#039;&amp;#039;Heer und Herrschaft im römischen Reich der hohen Kaiserzeit&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Mavors Roman Army Researches&amp;#039;&amp;#039; 16), Steiner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-09364-4, S.&amp;amp;nbsp;245.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Tunika der [[Römischer Senat|Senatoren]] war auf beiden Seiten bis zum unteren Saum ein breiter [[Purpur (Farbe)|Purpurstreifen]] &amp;#039;&amp;#039;(clavus)&amp;#039;&amp;#039; eingewebt &amp;#039;&amp;#039;(tunica laticlavia)&amp;#039;&amp;#039;; die der [[Eques|Ritter]] war durch zwei schmalere Purpurstreifen ausgezeichnet &amp;#039;&amp;#039;(tunica angusticlavia)&amp;#039;&amp;#039;, doch trugen sie zur Kaiserzeit auch die &amp;#039;&amp;#039;tunica laticlavia&amp;#039;&amp;#039;. Die [[Römischer Triumph|Triumphatoren]] trugen Purpurtuniken, auf deren Saum Palmen in Gold gestickt waren &amp;#039;&amp;#039;(tunica palmata)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einfarbige, unverzierte Tunika &amp;#039;&amp;#039;(tunica recta)&amp;#039;&amp;#039; erhielten die Jünglinge zugleich mit der &amp;#039;&amp;#039;toga virilis&amp;#039;&amp;#039; und Frauen, wenn sie heirateten, als Brautkleid von ihren Eltern. Dieses Brautkleid sollte nach alter Sitte von der Braut selbst gewoben sein, dieser Brauch wurde aber gegen Ende der Republik nur noch selten geübt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= [[Ingemar König]] |Titel=Vita Romana – Vom täglichen Leben im alten Rom |Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft |Ort=Darmstadt |Datum=2004 |ISBN=3-534-17950-1 |Seiten=35}}&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass [[Sueton]] es als außergewöhnlich hervorhebt, dass [[Augustus]] seine Tochter und Enkelinnen zum Weben anhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Sueton, &amp;#039;&amp;#039;Augustus&amp;#039;&amp;#039; 64.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Relief Tunika Pula 2011.JPG|Zwei in Tuniken gekleidete Männer, römisches Relief aus [[Pula]] (1.&amp;amp;nbsp;Jh. n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&lt;br /&gt;
Nederfrederikmose Tunic.jpg|Germanische Tunika des Mannes von Niederfrederiksmose um 1099 n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
Coptic - Tunic - Walters 83484.jpg|[[Kopten|Koptische]] Tunika des 7.&amp;amp;nbsp;Jh. mit eingewebten, typisch spätrömischen Verzierungen wie Clavi (vertikale Streifen), Orbikuli (runde Muster) bzw. Tessera&lt;br /&gt;
Tunic from Egypt, 7th century.JPG|Detail einer koptischen Tunika des 7.&amp;amp;nbsp;Jhs. mit mustergewebten Clavi&lt;br /&gt;
Villa Romana del Casale-Ambulacre de la Grande Chasse- Capture et transport d&amp;#039;une autruche.jpg|Mosaik aus der [[Villa Romana del Casale]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Tunika im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Medieval-farming.jpg|mini|Gilles de Rome, &amp;#039;&amp;#039;Le Régime des princes&amp;#039;&amp;#039; („Das Fürstenregime“), Fürsten als Bauern bei der Arbeit, 1279]]&lt;br /&gt;
Dieses Kleidungsstück wurde nicht nur von den Römern in der Antike getragen. Sie war, angefangen vom [[Frühmittelalter]] bis zum [[Spätmittelalter]] (in dieser [[Zeitalter|Epoche]] etwa bis zum 16. Jahrhundert), in ganz Europa beliebt. Doch änderte sich die Mode schon ab dem 12. Jahrhundert. Die Tunika war nicht mehr das Grundkleidungsstück für Männer und Frauen, sondern wurde durch neue Schnitte verändert und variiert.&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Römischen Reich, wo die Tunika in erster Linie ein [[Untergewand]] war, wurde sie im Mittelalter als [[Oberbekleidung|Obergewand]] getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stand des Trägers bzw. der Trägerin drückte sich in Art und Aufwendigkeit der Verzierungen aus: Während Bauern eher einfache kurze Tuniken trugen, die sie bei der Feldarbeit nicht behinderten, waren die der Edelmänner eher reichhaltig verziert und oft mit aufwendigen breiten [[Borte]]n an den Säumen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft hatte die Tunika am Halsausschnitt vorne in der Mitte einen Schlitz, der das Hineinschlüpfen erleichterte. Dieser konnte durch eine Fibel geschlossen werden. Auch im Mittelalter wurde die Tunika stets gegürtet getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stoffe ===&lt;br /&gt;
Als Material wurde meistens [[Flachsfaser|Leinen]] oder Wolle verwendet, bei wohlhabenden Leuten auch [[Seide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Farben ===&lt;br /&gt;
Während für deutsche Bauern des Mittelalters laut der [[Kaiserchronik]] ab dem 12. Jahrhundert und zum Beispiel der im Rahmen des bayerischen [[Landfrieden]]s von 1244 erlassenen [[Kleiderordnung]] ungefärbte, graublaue oder graue [[Kleidung]] vorgeschrieben war, waren die Tuniken der Adligen und auch der [[Liste religiöser Amts- und Funktionsbezeichnungen#Geistlicher|Geistlichen]] häufig sehr farbenfroh. Den Geistlichen wurden ab dem 13. Jahrhundert in Bezug auf Schmuck und Farbenpracht weitreichende Regeln auferlegt (so durften beispielsweise grüne und rote Stoffe nicht verwendet werden), an die sich aber gerade die hohen Geistlichen häufig nicht hielten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Rösener]]: &amp;#039;&amp;#039;Bauern im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. C. H. Beck, München 1991, S. 99–104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Tunicella}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Tunika in der Moderne ==&lt;br /&gt;
Das eigentliche Gewand eines [[Habit|Ordenshabits]] wird in den meisten [[monastisch]]en Orden Tunika genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 20. Jahrhundert wird mit Tunika auch ein längeres, meist locker geschnittenes Oberteil bezeichnet, das kürzer als ein Minikleid ist. Diese Tuniken werden zu einer Hose getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tunic-viol-01.jpg|[[Tunicella]] der römisch-katholischen Kirche&lt;br /&gt;
Cardin.jpg|Tunika-Kleid von [[Pierre Cardin]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martha Bringemeier: &amp;#039;&amp;#039;Priester- und Gelehrtenkleidung. Tunika – Sutane, Schaube – Talar. Ein Beitrag zu einer geistesgeschichtlichen Kostümforschung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Rheinisch-Westfälische Zeitschrift für Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 1). Münster/Westfalen 1974, ISSN 0556-8218 ([http://www.lwl.org/voko-download/BilderNEU/422_Bringemeier.pdf online] [PDF; abgerufen am 1. August 2023]).&lt;br /&gt;
* {{DNP|12/1|920|921|Tunica|[[Rolf Hurschmann]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Matthias Pausch |Titel=Die römische Tunika – Ein Beitrag zur Peregrinisierung der antiken Kleidung |Verlag=Wißner |Ort=Augsburg |Datum=2003 |ISBN=3-89639-370-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tunics|Tunika}}&lt;br /&gt;
* [http://www.die-roemer-online.de/militaer/ausruestung/ausruestung.html Die-Roemer-online.de – Mehr zur römischen Bewaffnung und Ausrüstung]&lt;br /&gt;
* [https://wwwg.uni-klu.ac.at/archeo/alltag/15kleid.htm Universität Klagenfurt – Kleidung im Alten Rom]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4186437-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde der römischen Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hemd]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß</name></author>
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