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	<title>Tulpenbaum - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Tulpenbaum&amp;diff=12016&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Submeir: Namensgebende Blüte, Indian Summer https://aelf-ds.bayern.de/forstwirtschaft/wald/277793/index.php</title>
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		<updated>2025-01-22T17:07:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Namensgebende Blüte, Indian Summer https://aelf-ds.bayern.de/forstwirtschaft/wald/277793/index.php&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Tulpenbaum&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Liriodendron tulipifera&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Tulpenbäume&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Liriodendron&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Magnoliengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Magnoliaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Magnolienartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Magnoliales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Magnoliids&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Bedecktsamer&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Magnoliopsida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Liriodendron tulipifera 2.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Tulpenbaum (&amp;#039;&amp;#039;Liriodendron tulipifera&amp;#039;&amp;#039;), Blüte&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tulpenbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Liriodendron tulipifera&amp;#039;&amp;#039;) ist eine der beiden Arten der Pflanzengattung [[Tulpenbäume]] (&amp;#039;&amp;#039;Liriodendron&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Magnoliengewächse]] (Magnoliaceae). Er ist vom östlichen bis zentralen Nordamerika verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tulpen-Magnolie]] (&amp;#039;&amp;#039;Magnolia ×soulangeana&amp;#039;&amp;#039;) wird in Deutschland nicht selten fälschlich Tulpenbaum genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:American medical botany, being a collection of the native medicinal plants of the United States, containing their botanical history and chemical analysis, and properties and uses in medicine, diet and (14577990658).jpg|mini|Illustration von 1818]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tulpenbaum im Alten Botanischen Garten Marburg (Elop).jpg|mini|Der 38 m hohe Tulpenbaum im [[Alter Botanischer Garten (Marburg)|Alten Botanischen Garten Marburg]] in Herbstfärbung;&amp;lt;br /&amp;gt;links zum Größenvergleich eine ebenfalls gut 200 Jahre alte [[Traubeneiche]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Tulpenbaum ist ein sommergrüner, [[laubwerfend]]er Baum. Er hat meist einen stattlichen Wuchs und erreicht Wuchshöhen von über 40 Metern im Wald- oder Plantagenverbund. Maximalwerte liegen bei knapp 60 Metern Höhe und einem [[Stammdurchmesser]] von über 300 Zentimetern. Bei jungen Exemplaren ist die [[Baumkrone]] schmal und kegelförmig, bei älteren wird sie gewölbt und hochragend, jedoch nie sehr breit, sie ist eher kräftig säulenförmig. In laublosem Zustand ist sie sehr licht und die Äste sind weit gestellt. Belaubt bildet der Tulpenbaum eine dichte, geschlossene Krone. Mit einer Höhe von 41 Metern einer der größten und mit einem geschätzten Alter von über 400 Jahren wahrscheinlich auch der älteste der Tulpenbäume Amerikas steht in [[New York City]] im Stadtteil [[Queens]]. Er trägt den Spitznamen &amp;#039;&amp;#039;Queens Giant&amp;#039;&amp;#039;. Ein weiteres bekanntes, in Europa befindliches Exemplar steht im botanischen Garten der Stadt [[Marburg]] und erreicht ebenfalls eine Wuchshöhe von knapp 40 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Alter dicke, braune bis grau-braune [[Borke]] ist furchig. Die jungen Zweige sind unbehaart, leicht bereift, die Blattnarben sind deutlich erkennbar. Die [[Knospe]]n sind etwa 1 Zentimeter lang, oval, leicht gebogen und leicht zusammengedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständig angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der schlanke, lange [[Blattstiel]] ist 6 bis 12 Zentimeter lang. Die [[Blattform]] ist eigenartig und unverwechselbar; sie ist symmetrisch zur Mittelader. Junge Laubblätter sind an dieser Achse noch zusammengefaltet. Die einfache, ganzrandige Blattspreite ist bei einer Länge von 10 bis 15 Zentimetern sowie einer Breite von 12 bis 20 Zentimetern im Umriss viereckig und ist in vier bis sechs spitze oder rundspitzige Lappen oder grobe Zähne geteilt. Die Längsseiten der Lappen verlaufen fast symmetrisch. An der Spitze sind die Blätter geteilt, gelappt bis ausgerandet, an der Basis gestutzt bis stumpf oder leicht spießförmig. Die Blattoberseite ist glänzend und kräftig grün. Die Unterseite ist heller und wachsig. Die Blätter sind unbehaart, kahl und färben sich im Herbst goldgelb bis orange. Es sind [[Nebenblatt|Nebenblätter]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Tulpenbaum ist [[Dichogamie|protogyn]], also vorweiblich. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die namensgebenden [[Blüte]]n stehen einzeln an den Zweigenden. Es sind abfallende [[Tragblatt|Deckblätter]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwittrigen Blüten sind beim Aufblühen zunächst becherförmig, später öffnen sie sich weiter und werden glockig. Die [[Blütenhülle]] ist einfach und kronblattartig. Die dachigen und spitzen, bis zu 9 Blütenhüllblätter ([[Perigonblatt|Tepalen]]) stehen in zwei Kreisen. Die 6 inneren sind bis 6 Zentimeter lang, aufrecht, an der Basis bläulich-grün, darüber gelb-orange, dann wieder grünlich und die 3 äußeren ausladenden, grünlichen sind bis 4 Zentimeter lang. Die vielen (bis 50) kurzen [[Staubblatt|Staubblätter]] mit flachen, länglichen Staubbeuteln und kurzen Staubfäden sind bis 5 Zentimeter lang. Die vielen (bis 100), oberständigen und freien [[Fruchtblatt|Fruchtblätter]] stehen dachig am schmal-kegeligen [[Blütenboden]] im Zentrum der Blüte. Die Perigonblätter sondern [[Nektarium|Nektar]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Liu, J. Ma, H. Li: &amp;#039;&amp;#039;Transcriptomic and microstructural analyses in Liriodendron tulipifera Linn. reveal candidate genes involved in nectary development and nectar secretion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BMC Plant Biol.&amp;#039;&amp;#039; 19, 2019, Artikel 531, [[doi:10.1186/s12870-019-2140-0]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bis zu 8,5 Zentimeter lange Fruchtstand ähnelt einem [[Zapfen (Botanik)|Koniferenzapfen]]. Die dachig angeordneten, bis 3,5–5 Zentimeter langen und schmalen Einzelfrüchte, [[Flügelnuss (Botanik)|Flügelfrüchte]] sind holzig – also nicht häutig – einseitig geflügelt und enthalten ein bis zwei kleine Samen. Sie stehen zu vielen am schmal-kegeligen Blütenboden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomensatz und Inhaltsstoffe ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 38.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Pflanzenteile, besonders Holz und Rinde, sind für den Menschen giftig. Im Holz ist das [[Alkaloid]] [[Glaucin]] enthalten, in der Rinde [[Herzglykoside|digitaloide]] Verbindungen, in den Laubblättern [[saponin]]artige und [[Cyanwasserstoff|cyanogene]] Stoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tulpenbaumstamm.jpg|Stamm und Borke&lt;br /&gt;
Tulip Tree Liriodendron tulipifera Leaf Topside 1890px.jpg|Laubblatt&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera folded new leaves.jpg|Junge Laubblätter, noch symmetrisch „conduplikat“ zusammengefaltet&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera Knospe und Blüte.JPG|Blütenknospe und Blüte&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera - Tulpenbaum - Rheinpark Koeln.jpg|Blüte&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera Blüte im Detail.JPG|Detailaufnahme einer Blüte&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera (arbre) - Laeken.JPG|Tulpenbaum im [[Schloss Laeken|Schlosspark Laeken]], Brüssel, Belgien&lt;br /&gt;
Tulpenbaum Harpstedt Juni 2015.JPG|Über 300 Jahre alter Tulpenbaum in [[Harpstedt]] &amp;lt;!-- wenn (2020) erst vor 353 Jahren nach Europa gekommen (s.o.), kann er hier nicht fast 400 Jahre alt sein --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera - La Hulpe (1).JPG|Tulpenbaum im Schlosspark [[La Hulpe]], Belgien&lt;br /&gt;
Tulpenbaum Wechselburg.jpg|Über 100 Jahre alter Tulpenbaum in Wechselburg&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera JPG5a.jpg|Tulpenbaum in [[Morlanwelz]]-Mariemont, Belgien&lt;br /&gt;
Tulpenbaum 4.jpg|Sockel aus Wurzelwerk&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera Tulipanowiec amerykański 2018-08-12 02.jpg|Fruchtstand&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera MHNT.BOT.2004.0.jpg|Geflügelte Früchte&lt;br /&gt;
Liriodendron seed.jpg|Fruchtkegel im Zerfall&lt;br /&gt;
Liriodendron tulipifera seed longitudinal section &amp;amp; germination.jpg|Samen in Fruchtquerschnitt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution ==&lt;br /&gt;
Viele Botaniker halten die seit mindestens 100 Millionen Jahren nachweisbaren magnolienähnlichen Gewächse (engl. Bezeichnung durch die &amp;#039;&amp;#039;Angiosperm Phylogeny Group&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;magnoliids&amp;#039;&amp;#039;) für die ursprünglichsten aller lebenden Blütenpflanzenarten. Dazu gehört der Tulpenbaum.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/der-tulpenbaum-ein-molekulares-fossil-mitochondriengeno-10029/ &amp;#039;&amp;#039;Der Tulpenbaum: Ein molekulares Fossil&amp;#039;&amp;#039;] auf pflanzenforschung.de, abgerufen am 15. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Liriodendron tulipifera range map 1.png|mini|Natürliches Verbreitungsgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Liriodendron tulipifera&amp;#039;&amp;#039; ist im östlichen bis zentralen Nordamerika verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt; Das natürliche [[Verbreitungsgebiet]] hat seine Nordgrenze in [[Rhode Island]], [[Massachusetts]] und [[Vermont]], nach Westen im äußersten Süden von [[Ontario]], weiter zum südlichen [[Michigan]], die Südküste des [[Lake Huron]], Nordküste des [[Eriesee]]s, [[Niagara-Halbinsel]]. Von hier geht die Arealgrenze nach Süden über das südliche [[Illinois]], südöstliche [[Missouri]], östliche [[Arkansas]] und nördliche [[Louisiana]]. Die Südgrenze geht durch den Norden [[Florida]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großteil der Bestände befindet sich in den [[Appalachen]] und auf den Piedmontflächen von Pennsylvania bis Georgia. Im Norden des Areals liegt die Höhengrenze bei etwa 300 Metern, im Süden bei 1380 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tulpenbaum benötigt tiefgründige und [[humos]]e [[Boden (Bodenkunde)|Böden]], auch mit hohem Lehm- oder Tonanteil. Standorte mit trockenen Schutt- oder Sandböden werden nicht besiedelt. Kurzzeitige Staunässe verträgt er ebenso gut wie extreme Fröste und sommerliche Hitze mit zeitweiliger Trockenheit. Aufgrund der tiefreichenden [[Pfahlwurzel]] ist er relativ unempfindlich gegen Windbruch und eignet sich als Windschutz für andere Gehölze in Mischbeständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tulpenbaum gliedert sich nahtlos in bereits bestehende [[Forst]]pflanzungen ein. Er vergesellschaftet mit anderen Baumarten, ohne diese zu verdrängen. An natürlichen Standorten kommt er immer in [[Mischwald|Mischwäldern]] vor. In der Jugendphase benötigt er lichte Standorte für eine nachhaltige Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird er mittlerweile versuchsweise angepflanzt, um das Baumartenspektrum aufgrund der Klimaerwärmung zu verbreitern. Größere Bestände sind zwischen Karlsruhe und Baden-Baden zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WaldwissenNet&amp;quot;&amp;gt;[https://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/waldbau/wuh_liriodendron/index_DE &amp;#039;&amp;#039;Kurzporträt Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)&amp;#039;&amp;#039;] auf waldwissen.net, abgerufen am 10. April 2019. &amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wird er mittlerweile vermehrt als Stadtbaum in Betracht gezogen und ersetzt dabei u.&amp;amp;nbsp;a. [[Rosskastanien]] und andere Arten, die durch Schädlinge dezimiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Landeshauptstadt Düsseldorf |url=https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht.html |titel=Pressedienst Einzelansicht |sprache=de |abruf=2022-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sdw.de/ueber-den-wald/waldwissen/baeume-in-der-stadt/ |titel=Bäume in der Stadt |sprache=de |abruf=2021-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem von Laubwäldern geprägten Mittleren Osten Amerikas prägt der Tulpenbaum, unter anderem mit der Roteiche und Ahornarten, die kraftvoll leuchtende Herbstfärbung, die den [[Indian Summer]] kennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung von &amp;#039;&amp;#039;Liriodendron tulipifera&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1753 durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]].&amp;#039;&amp;#039; Tomus I, S. 535.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Whitewood Holz.JPG|mini|Whitewood-Holz]]&lt;br /&gt;
Im nordöstlichen Nordamerika ist der Tulpenbaum eine der wichtigsten Laubbaumarten. Das [[Rundholz|Stammholz]] (Amerikanisches Whitewood, Tulipanero) wird vor allem zu Türen, Fenstern, Furnieren, Sperrholz, Verschalungen, Regalen und Gussformen verarbeitet. Darüber hinaus werden daraus Spielwaren, Körbe, Musikinstrumente und Särge gefertigt. Aus schwächerem Holz werden Bleistifte und Zündhölzer hergestellt. Das Holz ist stabil, rissfest, nagelfest und leicht bearbeitbar. Das [[Kernholz]] ist dauerhaft, das [[Splintholz]] nicht. In den Süd-Appalachen hat der Tulpenbaum eine wirtschaftliche Bedeutung als Rohstoff für die Zellstoff- und Papierherstellung. Der Zellstoff ist fester als Pappel-Zellstoff. Eine gewisse Rolle spielt der Tulpenbaum als [[Bienentrachtpflanze|Bienenweide]]. Junge Bäume liefern pro Saison bis zu 3,6&amp;amp;nbsp;kg [[Nektar (Botanik)|Nektar]], was rund 1,8&amp;amp;nbsp;kg Honig entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der großen, attraktiven Blüten und der Herbstfärbung wird der Tulpenbaum auch außerhalb seines natürlichen Areals als Park- und Zierbaum angepflanzt, in Europa seit 1663, wo er als absolut frosthart gilt. Ein ca.&amp;amp;nbsp;300 Jahre altes Exemplar befindet sich im Schlosspark [[Trebnitz (Müncheberg)|Trebnitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.reiseland-brandenburg.de/ |titel=Reiseland Brandenburg: Ihr Portal für Urlaub und Ausflüge, Informationstafel im Park |datum=2016-03-03 |abruf=2020-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tulpenbaum ist der offizielle Staatsbaum der US-Bundesstaaten [[Kentucky]], [[Indiana]] und [[Tennessee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurzeln werden zur Herstellung von Fichtenbier verwendet. Die Rinde und Wurzeln werden auch medizinisch genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PFAF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Toumeyella liriodendri.jpg|mini|Eine Marienkäferart, die Napfschildläuse der Art &amp;#039;&amp;#039;Toumeyella liriodendri&amp;#039;&amp;#039; auf einem Tulpenbaum abweidet]]&lt;br /&gt;
Viele Pilze oder Insekten nutzen Tulpenbäume. &amp;#039;&amp;#039;[[Toumeyella liriodendri]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Familie der [[Napfschildläuse]] ist auf Tulpenbäume spezialisiert. Sie bringt eine Generation pro Jahr hervor. Die Napfschildläuse werden beispielsweise durch den [[Zünsler]] &amp;#039;&amp;#039;[[Laetilia coccidivora]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Hyperaspis proba]] proba&amp;#039;&amp;#039; aus der Familie der [[Marienkäfer]] oder &amp;#039;&amp;#039;[[Baccha costata]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Familie der [[Schwebfliegen]] bejagt. [[Aphidophilie|Aphidophile]] Ameisen können die Schildläuse vor Nachstellungen durch andere Insekten teilweise schützen.&amp;lt;ref&amp;gt;Denver P. Burns, David E. Donley: &amp;#039;&amp;#039;Biology of the tuliptree scale, Toumeyella liriodendri (Homoptera: Coccidae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of the Entomological Society of America.&amp;#039;&amp;#039; Band 63, Nr. 1, 1970, S. 228–235, {{doi|10.1093/aesa/63.1.228}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher tragen Ameisen zur Verbreitung des Befalls durch Napfschildläuse in Nordamerika erheblich bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Denver P. Burns: &amp;#039;&amp;#039;The foraging and tending behavior of Dolichoderus taschenbergi (Hymenoptera: Formicidae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Canadian Entomologist.&amp;#039;&amp;#039; Band 105, Nr. 1, 1973, S. 97–104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch aphidophile Ameisen in Europa&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Kollar, Marek Barta: &amp;#039;&amp;#039;The first record of tulip tree aphid, Illinoia liriodendri (Hemiptera: Aphididae), from Slovakia-short communication&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Protection Science.&amp;#039;&amp;#039; Band 52, Nr. 2, 2016, S.&amp;amp;nbsp;142–146.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Korea&amp;lt;ref&amp;gt;Hyojoong Kim, Hwalran Choi, Jungyoun Ji, Yikweon Jang, Seunghwan Lee: &amp;#039;&amp;#039;New record of Illinoia liriodendri (Hemiptera: Aphididae) from Korea: North American exotic on tulip tree, Liriodendron tulipifera.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Asia-Pacific Entomology.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Nr. 3, 2011, S. 277–280, {{doi|10.1016/j.aspen.2011.02.002}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; pflegen und verbreiten &amp;#039;&amp;#039;Toumeyella liriodendri&amp;#039;&amp;#039; auf dem eurasischen Kontinent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Samaras (Flügelnüsse) des Tulpenbaums werden in Nordamerika gerne von [[Grauhörnchen]] und [[Fuchshörnchen]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles M. Nixon, D. Michael Worley, Milford W. McClain: &amp;#039;&amp;#039;Food habits of Squirrels in Southeast Ohio.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Wildlife Management.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, Nr. 2, 1968, S. 294–305, [https://www.jstor.org/stable/pdf/3798974.pdf?refreqid=excelsior%3Ae87bfb3febb1168ba88d6e61b00480f6 (PDF)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marilena Idžojtić]]: &amp;#039;&amp;#039;Dendrology.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, 2019, ISBN 978-0-444-64175-5, S. 383.&lt;br /&gt;
* Bruno P. Kremer: &amp;#039;&amp;#039;Bäume. Heimische und eingeführte Arten Europas.&amp;#039;&amp;#039; Steinbachs Naturführer, Mosaik Verlag, München 1984, ISBN 3-570-01188-7, S. 160.&lt;br /&gt;
* [[Peter Schütt (Forstwissenschaftler)|Peter Schütt]], Ulla M. Lang: &amp;#039;&amp;#039;Liriodendron tulipifera.&amp;#039;&amp;#039; In: Schütt, Weisgerber, Schuck, Lang, Stimm, Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Laubbäume.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 2006, ISBN 978-3-937872-39-1, S. 311–320.&lt;br /&gt;
* Frederick G. Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Magnoliaceae.&amp;#039;&amp;#039; In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flora of North America North of Mexico&amp;#039;&amp;#039;, Volume 3: &amp;#039;&amp;#039;Magnoliidae and Hamamelidae&amp;#039;&amp;#039;, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6. [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&amp;amp;taxon_id=200008463 &amp;#039;&amp;#039;Liriodendron tulipifera Linnaeus.&amp;#039;&amp;#039; - textgleich online bei &amp;#039;&amp;#039;eFlora&amp;#039;&amp;#039; wie gedrucktes Werk] ([http://dev.semanticfna.org/Liriodendron_tulipifera online-Version]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Liriodendron tulipifera|Tulpenbaum}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Tulpenbaum}}&lt;br /&gt;
* [http://temperate.theferns.info/plant/Liriodendron+tulipifera &amp;#039;&amp;#039;Liriodendron tulipifera&amp;#039;&amp;#039;] bei Useful Temperate Plants.&lt;br /&gt;
* [https://www.baumkunde.de/Liriodendron_tulipifera/ &amp;#039;&amp;#039;Tulpenbaum&amp;#039;&amp;#039;] bei Baumkunde.&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Hauptgruppen/liriodendron.htm#Amerikanischer%20Tulpenbaum Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2014.3&lt;br /&gt;
| ID             = 194015&lt;br /&gt;
| ScientificName = Liriodendron tulipifera&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2014&lt;br /&gt;
| Assessor       = M. C. Rivers&lt;br /&gt;
| Download       = 23. April 2021&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv| url=http://sda22649b13e21108.jimcontent.com/download/version/1323089118/module/5547887064/name/Whitewood.pdf| wayback=20161115195530| text= &amp;#039;&amp;#039;Merkblatt Whitewood&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=19300006|WissName=Liriodendron tulipifera|ProjektID=9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=19300006|WissName=Liriodendron tulipifera|Abruf=2021-07-17}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoNA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frederick G. Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Magnoliaceae.&amp;#039;&amp;#039; In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flora of North America North of Mexico&amp;#039;&amp;#039;, Volume 3: &amp;#039;&amp;#039;Magnoliidae and Hamamelidae&amp;#039;&amp;#039;, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6. [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&amp;amp;taxon_id=200008463 &amp;#039;&amp;#039;Liriodendron tulipifera Linnaeus.&amp;#039;&amp;#039; - textgleich online wie gedrucktes Werk] ([http://dev.semanticfna.org/Liriodendron_tulipifera online-Version]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PFAF&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{internetquelle |autor= |hrsg=www.pfaf.org |url={{PFAF|WissName=Liriodendron tulipifera|Linktext=nein}} |sprache=englisch |titel=Liriodendron tulipifera|werk=Plants For A Future |zugriff=25. Juli 2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4456632-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magnoliengewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Submeir</name></author>
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