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	<title>Tonika - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;#article-section-source-editor&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;tonique&amp;#039;&amp;#039;}}, &amp;#039;&amp;#039;tonisch&amp;#039;&amp;#039; zu {{elS}} τόνος &amp;#039;&amp;#039;tonos&amp;#039;&amp;#039; ‚Spannung‘).&lt;br /&gt;
„Tonika heißt in der dur-moll-tonalen Musik der [[Grundton]] der [[Tonart]], die nach ihm benannt wird, z.&amp;amp;nbsp;B. C-Dur nach c, a-Moll nach a. Die funktionale [[Harmonielehre]] versteht unter Tonika zudem den darauf errichteten [[Dreiklang]], den Hauptklang der Tonart (in C-Dur c-e-g, in a-Moll a-c-e).“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tonika.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Willibald Gurlitt]], [[Hans Heinrich Eggebrecht]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Riemann Musik Lexikon. Sachteil.&amp;#039;&amp;#039; 12., völlig neubearbeitete Auflage. B. Schott&amp;#039;s Söhne, Mainz 1967, S. 967.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;Sie ist die Bezeichnung für die erste Stufe einer Tonart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Tonika&amp;#039;&amp;#039; geht auf den von [[Jean-Philippe Rameau]] (1683–1764) erdachten Begriff „l’accord tonique“ („der Akkord des Grundtones od. der Akkord mit der besonderen Betonung“) zurück. Rameau wollte mit diesem Begriff das wesentliche Merkmal der Tonika umschreiben, nämlich ihre Fähigkeit, wie ein Magnet im Zentrum &amp;#039;&amp;#039;aller harmonischen Spannungsfelder&amp;#039;&amp;#039; zu stehen. Die Tonika wird deshalb auch häufig „tonales Zentrum“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit Einführung der [[Funktionstheorie]] ist der Begriff Tonika eine fest umrissene Größe, auch und gerade unter dem Aspekt, im Rahmen einer [[Kadenz (Harmonielehre)|Kadenz]] einen Bezugspunkt zu den beiden Dominanten ([[Dominante]], [[Subdominante]]) und zu anderen [[leitereigen]]en Akkorden zu bilden. Die Tonika steht nach der klassischen [[Harmonielehre]] gewöhnlich am Anfang und am Schluss eines Musikstückes. Fast alle Musikstücke der [[Klassische Musik|klassischen europäischen Musik]] haben eine Grundtonart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung in der klassischen Harmonielehre ==&lt;br /&gt;
Die klassische Harmonielehre, in der nur Oktaven, Quinten, Terzen und Sexten als [[Konsonanz und Dissonanz|Konsonanzen]] gelten, lässt als Tonikaklänge nur [[Dreiklang|Dreiklänge]] zu. Unverzichtbar ist dabei der Grundton; fehlen die Quinte, die Terz oder beides, wird der entstehende Klang als Vertreter des eigentlichen Tonika-Dreiklangs aufgefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung in der modernen Harmonielehre ==&lt;br /&gt;
Nach der modernen Harmonielehre kann der Tonikadreiklang durchaus zu einem Vierklang erweitert werden. So wird in der [[Popmusik]] die Dominante häufig in eine um das [[Intervall (Musik)|Intervall]] einer großen [[Sexte]] erweiterte Dur-Tonika aufgelöst. Trotzdem behält die Tonika auch in diesem Fall ihre Funktion als konsonant klingendes, tonales Zentrum. Der Grund hierfür sind veränderte Hörgewohnheiten: &amp;lt;br/&amp;gt;Die &amp;#039;&amp;#039;[[Sixte ajoutée]]&amp;#039;&amp;#039; wurde in der späten [[Barockmusik]] von [[Jean-Philippe Rameau]] theoretisch formuliert und galt damals noch als ein sehr [[Dissonanz|dissonantes]] Intervall; heutige Musikhörer empfinden dieses Intervall dagegen als [[Konsonanz|konsonant]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abhängig vom [[Tongeschlecht]] oder dem [[Genre#Musik|Musikgenre]] kann die Tonika um weitere leitereigene Töne ergänzt werden. Im Jazz ist zum Beispiel die Erweiterung einer [[Dur]]-Tonika um eine große [[Septime]] üblich. Auch hier sorgen veränderte Hörgewohnheiten dafür, dass dieses eigentlich sehr dissonante Intervall die Funktion der Tonika als tonales Zentrum nicht beeinträchtigt. Auch die Erweiterung der Tonika um das Intervall einer [[None]] wird gelegentlich praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sonderfall ist die Erweiterung der Dur-Tonika im [[Blues]]. Hier wird sehr häufig eine kleine Septime ergänzt, die in diesem speziellen Fall nicht Bestandteil der zu Grunde liegenden [[Dur]]tonleiter ist, sondern der auf dem Grundton der Tonika aufbauenden [[Molltonleiter#Reines Moll|natürlichen Molltonleiter]] entnommen ist. Dadurch wird in diesem Tonika-Akkord praktisch Dur mit Moll vermischt. Diese kleine Septime ist nicht die [[Blue Note]] (siehe auch [[Bluestonleiter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tonikalisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7678110-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harmonielehre]]&lt;/div&gt;</summary>
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