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	<title>Tiefdruckverfahren - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-10T00:16:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Tiefdruckverfahren&amp;diff=14482&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Einzelnachweise */ NDL</title>
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		<updated>2025-03-23T01:44:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; NDL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tiefdruckverfahren.svg|mini|A: Papier, B: Farbe, C: Druckform;&amp;lt;br /&amp;gt;1: Farbbehälter, 2: Druckformzylinder,&amp;lt;br /&amp;gt;3: [[Rakel]], 4: [[Presseur]], 5: Papier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tiefdruckverfahren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Drucktechnik]], bei der die abzubildenden Elemente als Vertiefungen in der Druckform vorliegen. Die gesamte Druckform wird vor dem Druck eingefärbt und die überschüssige Farbe danach mit einer [[Rakel]] oder einem Wischer entfernt, so dass sich die Druckfarbe nur noch in den Vertiefungen befindet. Ein hoher Anpressdruck und die [[Adhäsion]]s&amp;amp;shy;kräfte zwischen Papier und Farbe bewirken die Farbübertragung. Das Verfahren wird sowohl im gewerblichen Tiefdruck als auch im künstlerischen Bereich eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot;&amp;gt;Helmut Kipphan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Printmedien&amp;#039;&amp;#039;, Seite 49ff. [[Springer Science+Business Media|Springer-Verlag]], November 2000. ISBN 3-540-66941-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiefdruckform wird vor allem im Verpackungs-, Etiketten-, Dekor- und im Zeitschriftendruck eingesetzt. Die Lasergravur in Kombination mit dem [[Ätzen|Ätzprozess]] findet im Verpackungsdruck Anwendung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rakeltiefdruck ==&lt;br /&gt;
Im industriellen Bereich wird ausschließlich der [[Rakel]]&amp;amp;shy;tiefdruck eingesetzt. Die Druckformen im Rakeltiefdruck bestehen nicht aus Druckplatten, sondern aus Stahlzylindern. Bei einem [[Vierfarbendruck]] werden vier separate Druckzylinder pro Auftrag eingesetzt. Diese [[Tiefdruckzylinder]] besitzen formatbedingt ein beträchtliches Gewicht und müssen mit speziellen Transportsystemen ausgewechselt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Druckformherstellung ===&lt;br /&gt;
Die Druckformherstellung im Rakeltiefdruck unterlag im Verlauf der technischen Entwicklung erheblichen Veränderungen. Es gibt vorwiegend zwei Arten des Zylinderaufbaus. Den Stahlzylinder ummantelt eine rund 2&amp;amp;nbsp;mm starke [[Kupfer]]&amp;amp;shy;schicht, die &amp;#039;&amp;#039;Grundkupfer&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Auf diese innere Kupferschicht wird entweder [[Gravieren|gravierfähiges]] Kupfer in einer Schichtstärke von etwa 100&amp;amp;nbsp;μm [[Galvanisieren|galvanisiert]] oder eine so genannte &amp;#039;&amp;#039;abziehbare [[Ballardhaut]]&amp;#039;&amp;#039; wird auf das Grundkupfer galvanisch aufgebracht. Zwischen dieser 100&amp;amp;nbsp;μm dünnen Ballardhaut und dem Grundkupfer liegt eine Trennschicht. Dadurch lässt sich die Ballardhaut nach dem Druck einfach entfernen und durch eine neue ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Druckraster|Rasterung]] im Tiefdruck zerlegt das Druckbild in winzige druckende Formelemente, die &amp;#039;&amp;#039;[[Näpfchen]]&amp;#039;&amp;#039; genannt werden, während die nichtdruckenden Elemente &amp;#039;&amp;#039;Stege&amp;#039;&amp;#039; heißen. Die Stege sind erforderlich, damit die Rakel die überschüssige Farbe vom Zylinder abstreifen kann. Die Rakel besteht aus einem der Länge des Druckzylinders entsprechenden Stahllineal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventionelle Ätzung oder Heliogravüre ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dancer with tambourine.jpg|mini|Tänzerin mit [[Tamburin]] in Ägypten, [[Heliogravüre]] von [[Jean-Léon Gérôme]] (1824–1904)]]&lt;br /&gt;
Als Erfinder der [[Heliogravüre]] gilt der Österreicher [[Karl Klietsch]], der 1879 den Einsatz des [[Pigmentpapier]]s mit dem fotografischen Übertragungsprozess verband. Zunächst wurde von Kupferplatten gedruckt, bis die Verwendung von [[Schnellpresse]]n im gewerblichen Bereich die Herstellung von Druckformzylindern erforderlich machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Photogravure&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Photogravure |url=http://www.druckstelle.info/de/photogravure.htm |zugriff=2009-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konventionelle [[Ätzen|Ätzung]] des Druckzylinders, die bis Ende der 1970er Jahre praktiziert wurde, erfolgte über das [[Pigmentpapier]]. Auf das von einer lichtempfindlichen Chromgelatineschicht bedeckte Papier wird zunächst ein gleichmäßiger [[Druckraster|Raster]] kopiert. In einem zweiten Kopiervorgang belichtet man danach einen fotografischen [[Halbtonbild|Halbtonpositivfilm]] über den Raster. Danach wird das Pigmentpapier mit der Gelatineschicht auf den Druckzylinder geklebt. Mittels warmen Wassers wird das Papier vorsichtig gelöst und dann die unbelichtete [[Gelatine]] entfernt, bis auf dem Zylinder ein negatives, gerastertes Gelatinerelief zurückbleibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Photogravure&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wird der Druckzylinder nacheinander in mehreren Säurebädern aus [[Eisen(III)-chlorid|Eisenchlorid]] und Wasser geätzt, wobei mit dem Bad mit der höchsten Konzentration begonnen wird. In der äußeren Kupferschicht entstehen unterschiedlich tiefe, jedoch gleich große Näpfchen. Je tiefer das Näpfchen ist, umso mehr Farbe kann es aufnehmen und beim Druck entsteht ein entsprechend dunkler Ton. Man spricht hier vom „tiefenvariablen Tiefdruck“. Schließlich wird die restliche Gelatineschicht vom Zylinder abgewaschen und der Andruck kann erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Photogravure&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Elektromechanische Gravur ====&lt;br /&gt;
Die elektromechanische [[Gravur]] zählt zu den konventionellen Verfahren und wird seit etwa 1960 bis heute vereinzelt eingesetzt. Die Firma &amp;#039;&amp;#039;[[Rudolf Hell|Hell]]&amp;#039;&amp;#039; in Kiel brachte 1966 die erste elektronisch gesteuerte Graviermaschine auf den Markt, den „[[Helio-Klischograph]]“. Der Abtastzylinder und der zu gravierende Druckformzylinder sind über eine [[Welle (Mechanik)|Welle]] miteinander verbunden. Auf dem Abtastzylinder befindet sich ein so genannter [[Opalfilm]] mit allen Bildinformationen, Texten und Strichzeichnungen. Entsprechend der Helligkeit des abgetasteten Bildpunktes auf dem Opalfilm wird eine adäquate Lichtmenge reflektiert und in ein elektrisches Signal umgewandelt. Dieses Ausgangssignal des Abtastkopfes der Graviermaschine wird im Rechner aufbereitet und dient zur Steuerung des Gravierkopfes, der zwei Informationen erhält: Erstens das eigentliche Bildsignal nebst Position sowie zweitens das Signal zur Definition der Rasterfeinheit und des Rasterwinkels. Ein Diamantstichel schneidet daraufhin ein entsprechend großes und tiefes Näpfchen physisch in die Kupferschicht des Druckzylinders.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gravur&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Elektronische Zylindergravur |url=http://www.studentshelp.de/p/referate/02/3367.htm |zugriff=2009-08-25 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20091107175123/http://www.studentshelp.de/p/referate/02/3367.htm |archiv-datum=2009-11-07 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle eines Halbtondiapositivs als Opalfilm werden auch gerasterte Opalfilme als Graviervorlage eingesetzt. Eine wirtschaftliche Methode ist die Übernahme von Offsetfilmen, also Druckvorlagen, die zuvor aus Kostengründen im Offset[[andruck]] eingesetzt wurden. Dieses Verfahren wird &amp;#039;&amp;#039;Offset-Tiefdruck-Konversion&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[OT-Konversion]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Der Abtastkopf wird so eingestellt, dass die gerasterten Offsetfilme [[Integralrechnung|integral]] abgetastet und in entsprechende Halbtonwerte umgewandelt werden. Wichtigste Voraussetzung bei der OT-Konversion ist die Entrasterung der Vorlagen, da sonst auf dem gravierten Tiefdruckzylinder ein [[Moiré-Effekt|Moiré]] entstehen würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gravur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Elektronische Gravur ====&lt;br /&gt;
Ab 1995 wird der Tiefdruckzylinder überwiegend direkt, ohne Umweg über einen Opalfilm, graviert. Die Signale für den Gravierkopf kommen aus dem digitalen Datenbestand zur Druckformbeschreibung. Heute wird zunehmend mit dem [[Laser]]&amp;amp;shy;strahl graviert, der höhere Gravurgeschwindigkeiten ermöglicht. Je nach Verfahren wird eine Zinkoberfläche oder eine dickere Chromschicht statt des Kupfers graviert. Versuche mit einer Kunststoffbeschichtung hatten keinen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich werden auch bei der Lasergravur Näpfchen in die Zylinderoberfläche &amp;#039;&amp;#039;gebrannt&amp;#039;&amp;#039;, die abhängig von der Stärke des elektronischen Signals ein entsprechend größeres oder kleineres Volumen aufweisen. Die hohe Schreibauflösung von bis zu 2540&amp;amp;nbsp;[[Punktdichte|dpi]] (= 100&amp;amp;nbsp;Punkte pro Millimeter) ermöglicht eine sehr hohe Konturenschärfe. Darum ist die Laserdirektgravur besonders für den Druck von [[Etikett]]en und Verpackungen geeignet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres elektronisches Verfahren zur Druckformherstellung ist der moderne Ätzprozess. Hier wird der Zylinder zuerst mit einer Lack- oder säurefesten Schicht überzogen, die anschließend mit einem Laser weggebrannt wird. Dadurch wird die Schicht an den Stellen entfernt, an denen die Näpfchen später erscheinen sollen. Die anschließende computerüberwachte Ätzung oder [[elektrolyt]]ische Kupferabtragung generiert die endgültigen Näpfchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gravierte Tiefdruckformen neigen zu so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Missing Dots]]&amp;#039;&amp;#039;, das bedeutet &amp;#039;&amp;#039;fehlende Rasterpunkte&amp;#039;&amp;#039;, da einige Näpfchen wegen ihrer Formgebung zu wenig Farbe aufs Papier übertragen. Anhand der Zahl der &amp;#039;&amp;#039;Missing dots&amp;#039;&amp;#039; wird von Fachleuten die Qualität der Tiefdruckprodukte beurteilt. Diesem Problem wird mit [[Elektrostatik|elektrostatischen]] Druckhilfen begegnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiefdruckmaschinen ===&lt;br /&gt;
Das Druckwerk einer Tiefdruckmaschine besteht im Wesentlichen aus dem Druckzylinder, der Farbwanne, der [[Rakel]], dem [[Presseur]] und dem Trocknungssystem und arbeitet wie folgt:&lt;br /&gt;
Der Druckzylinder taucht in die dünnflüssige Druckfarbe in der Farbwanne ein. Die Näpfchen im Druckformzylinder werden völlig mit Farbe überflutet. Die Rakel entfernt die überschüssige Farbe, so dass sich nur in den Näpfchen Druckfarbe befindet, die Stege zwischen den Näpfchen jedoch farbfrei sind. Die überschüssige Farbe fließt in die Farbwanne zurück. Dann erfolgt der Druckvorgang. Der Presseur sorgt für einen hohen Anpressdruck, um die Farbe aus den Näpfchen fast vollständig auf den Bedruckstoff zu übertragen. Der Presseur wird im Tiefdruck eingesetzt, um den notwendigen mechanischen Druck für das Heraussaugen der Druckfarbe aus den Näpfchen des Druckformzylinders durch das Papier zu erzeugen. Dazu drückt der Presseur die Bedruckstoffbahn gegen den Formzylinder und sorgt für den Transport des Papiers durch das gesamte Druckwerk. Im Mehrfarbentiefdruck muss nach jedem Druckvorgang getrocknet werden, weil ein &amp;#039;&amp;#039;[[Nass-in-Nass-Druck]]&amp;#039;&amp;#039; bei den dünnflüssigen oder niedrig[[viskose]]n Tiefdruckfarben nicht möglich ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt im Tiefdruck sowohl Rotationsmaschinen als auch Bogendruckmaschinen. Im [[Rotationsdruck]] werden vor allem auflagenstarke Produkte hergestellt. Ihre Druckleistung liegt aktuell bei 60.000 Drucken pro Stunde, das entspricht einer Papierbahngeschwindigkeit von rund 16&amp;amp;nbsp;m/s. Der weniger verbreitete Bogentiefdruck wird vor allem beim Druck von Leuchtstofffarben, Metallfarben und Lacken (zum Beispiel Metallic-, UV-aktivierbare, grobpigmentöse Farben) als Sonderfarbe auf fertige Druckbögen aus dem Offsetdruck genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kombination mit dem Offsetdruck sind im Bogentiefdruck hochqualitative und optisch sehr ansprechende Druckergebnisse möglich. Anwendungen sind vor allem in der Zigarettenindustrie, aber auch bei Parfüm-, Kosmetikverpackungen, Displays sowie im Sicherheits- und Wertpapierdruck zu finden. Im Rotationstiefdruck werden ausgezeichnete Ergebnisse beim Illustrationsdruck erzielt. Ein im Tiefdruck reproduziertes Bild kommt der Originalvorlage sehr nahe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Merkmale des Tiefdrucks ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Typical Gravure Printing Example.jpg|mini|hochkant|Sägezahneffekt]]&lt;br /&gt;
Wichtigstes Merkmal beim Tiefdrucken ist der Zackenrand oder [[Sägezahneffekt]] an Buchstaben und Strichzeichnungen, da nicht nur Bilder, sondern auch Texte und Strichzeichnungen gerastert werden. Beim tiefenvariablen Tiefdruck fallen unter der Lupe die gleich großen, quadratischen Rasterpunkte auf, die in den helleren Tonwerten häufig ausgehöhlt aussehen. Beim tiefen- und flächenvariablen Tiefdruck nach einer gravierten Druckform weisen die Rasterpunkte eine unterschiedliche Größe und Farbsättigung auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle manuell hergestellten künstlerischen Tiefdrucke – üblicherweise im Bogendruckverfahren – haben als Erkennungszeichen einen durch den Druck in das gefeuchtete Papier entstandenen Plattenrand, die so genannte &amp;#039;&amp;#039;[[Facette (Drucktechnik)|Facette]]&amp;#039;&amp;#039;, die sich in das Papier einprägt und auch auf der Rückseite des bedruckten Papiers eine Erhöhung bewirkt. Ein weiteres Merkmal ist, dass verschiedene Abzüge von einer Platte geringe Maßdifferenzen aufweisen. Grund ist die Feuchtigkeit fertiger Drucke, die bei anschließender Trocknung eine minimal unterschiedliche Schrumpfung der Bögen bewirkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Handbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Anwendung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Getränkekarton SIG Combibloc Klein Retusche 2.Dateiendung.jpg|mini|hochkant|Anwendungsbeispiel des Tiefdruckverfahrens anhand eines [[Getränkekarton]]s]]&lt;br /&gt;
Das Tiefdruckverfahren wird heute für Druckaufträge mit hohen Auflagen von mehr als 300.000&amp;amp;nbsp;Exemplaren wirtschaftlich eingesetzt. Die Wahl des Druckverfahrens ist abhängig von verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel dem Format oder der Anzahl der Druckformenwechsel. Im Illustrations&amp;amp;shy;tiefdruck werden in diesem Druckverfahren [[Zeitschrift]]en wie &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|stern]]&amp;#039;&amp;#039;, TV-Zeitschriften, Zeitungs- und Zeitschriftenbeilagen sowie [[Prospekt (Werbung)|Kataloge]] (früher zum Beispiel von [[IKEA]]) hergestellt. Ein anderes großes Marktsegment ist der [[Verpackung]]s&amp;amp;shy;tiefdruck, zum Beispiel die Herstellung von [[Faltschachtel]]n, &amp;#039;&amp;#039;[[Tetra Pak]]s&amp;#039;&amp;#039; oder [[Folie]]nverpackungen. Weitere Einsatzgebiete sind der Dekor-, Textil-, [[Banknote]]n- und [[Wertpapier]]druck. Gedruckt wird vor allem auf saugfähigem [[Papier]] mit glatter, [[Satinieren (Papierherstellung)|satinierter]] Oberfläche. Der Illustrations&amp;amp;shy;tiefdruck steht dabei in Konkurrenz zum Rollen[[offsetdruck]], während Verpackungen häufiger auch im etwas günstigeren [[Flexodruck]]-Verfahren hergestellt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerischer Tiefdruck ==&lt;br /&gt;
Als künstlerisches Medium verleiht der Tiefdruck dem [[Künstler]] große Souveränität, mit der sich sein Einfallsreichtum ungehindert verwirklichen kann. Insbesondere die [[Radierung]] ist seit [[Rembrandt van Rijn|Rembrandt]] immer wieder ein bevorzugtes Arbeitsgebiet bildender Künstler gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Knight-Death-and-the-Devil.jpg|mini|hochkant|Kupferstich [[Albrecht Dürer]]s&amp;lt;br /&amp;gt;»[[Ritter, Tod und Teufel]]« (1513)]]&lt;br /&gt;
Die künstlerischen Tiefdruckverfahren werden in zwei Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
Einmal die &amp;#039;&amp;#039;manuellen, trockenen Verfahren&amp;#039;&amp;#039;, die auf physikalischer [[Kaltverformung]] der Druckplatte beruhen, wie [[Kaltnadelradierung]], [[Kupferstich]], [[Mezzotinto]] (Schabtechnik), [[Steinradierung]], und zum anderen die &amp;#039;&amp;#039;nassen Ätzverfahren&amp;#039;&amp;#039;, bei denen mit chemischen oder [[Galvanik|galvanischen]] Methoden Material entfernt wird, wie [[Ätzradierung]], [[Aquatinta]], [[Vernis Mou]] (Weichgrundätzung) und teilweise auch beim [[Stahlstich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kunst&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.unterricht.kunstbrowser.de/technischemittel/drucktechniken/tiefdruck/index.html |titel=Tiefdruckverfahren in der Kunst |abruf=2009-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem werden viele Mischtechniken verwendet, so dass die strikte Trennung zwischen trockenen und nassen Verfahren nicht mehr so eng begrenzt werden kann. Beim &amp;#039;&amp;#039;[[Prägedruck]]&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;[[Reliefdruck]]&amp;#039;&amp;#039; und ohne Farbe &amp;#039;&amp;#039;[[Gaufrieren|Blinddruck]]&amp;#039;&amp;#039; genannt, werden Metallplatten in Form geschnitten, zum Teil werden Bleche oder Drähte aufgelötet oder Teile der Platte ausgestanzt oder herausgesägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Radierer prägen unterhalb der eigentlichen farbigen Darstellung ihr Künstlerzeichen als farblosen Blinddruck in das Kupferdruck[[büttenpapier]]. Das &amp;#039;&amp;#039;[[Aquatinta#Carborundum|Carborundum]]&amp;#039;&amp;#039; ist eine Kombination aus Radierung und Prägedruck, bei der (auch zusätzlich zur Radierung) auf Teile der Druckplatte eine Mischung aus Carborundum (Schleifmittel) oder Marmormehl mit [[Acrylharz]] aufgetragen wird. Die Druckfarbe haftet in den Kornzwischenräumen und ergibt beim Abdruck Farbflächen hoher Intensität. [[Joan Miró]] hat solche Arbeiten geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Heliogravüre]]&amp;#039;&amp;#039; entstand Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts als mit den [[Edeldruckverfahren]] lichtempfindliche Beschichtungen aufkamen. Sie erlaubt fotografische Wiedergaben. Ende des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts kamen neue Verfahren hinzu, die mit einer auf einer glatten Oberfläche [[Kaschierung (Fertigungstechnik)|kaschierten]] (meist lichtempfindlichen) [[Polymer]]&amp;amp;shy;folie hergestellt werden. [[Cerataryt]] ist ein Druck mittels Wachsplatten oder gewachsten Stoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stahlstich]]&lt;br /&gt;
* [[Hochdruckverfahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Autenrieth: &amp;#039;&amp;#039;Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren – Ein alchemistisches Werkstattbuch für Radierer: Vom &amp;#039;Hexenmehl und Drachenblut&amp;#039; zur Fotopolymerschicht. Tipps, Tricks, Anleitungen und Rezepte aus fünf Jahrhunderten. Ein alchemistisches Werkstattbuch für Radierer.&amp;#039;&amp;#039; 232 Seiten, 7. Auflage, Krauchenwies 2020, ISBN 978-3-9821765-0-5 ([https://wp.radiertechniken.de/ → Auszüge und Inhaltsverzeichnis online])&lt;br /&gt;
* Eckhard Bremenfeld, Ralf Kapalla, Holger Knapp: &amp;#039;&amp;#039;Fachwissen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage&amp;#039;&amp;#039;. Leitfaden für Verlagsberufe und Quereinsteiger. 4.&amp;amp;nbsp;Auflage. Springer-VDI, Düsseldorf 2001, ISBN 3-935065-03-5.&lt;br /&gt;
* [[Walter Koschatzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Graphik&amp;#039;&amp;#039;. DTV, München 1985, ISBN 3-423-02868-8.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Tiefdruck&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Graphikensammler&amp;#039;&amp;#039;. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1979, S. 93 ff.&lt;br /&gt;
* Bernd Ollech: &amp;#039;&amp;#039;Tiefdruck, Grundlagen und Verfahrensschritte der modernen Tiefdrucktechnik&amp;#039;&amp;#039;. Polygraph, Bielefeld 1999.&lt;br /&gt;
* Hans Jürgen Scheper: &amp;#039;&amp;#039;Prüfungswissen Drucktechnik&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Beruf und Schule, Itzehoe 2005, ISBN 3-88013-623-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fachzeitschriften ==&lt;br /&gt;
* [http://www.print.de/Verlag/DD &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Drucker&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Drucker Verlagsgesellschaft, Ostfildern 1894ff.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Tiefdruck}}&lt;br /&gt;
* [https://www.autenrieths.de/radiertechniken.html Umfangreiche Linksammlung] zu Tiefdruckverfahren / Radiertechniken&lt;br /&gt;
* [https://wp.radiertechniken.de/ Online - Werkstattbuch über Tiefdruck / Radierung]&lt;br /&gt;
* [http://www.unterricht.kunstbrowser.de/technischemittel/drucktechniken/tiefdruck/index.html Künstlerische Tiefdrucktechniken]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4060053-1|TEXT=Literatur zu}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4060053-1|LCCN=sh85067076|NDL=00562639}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Druckverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drucktechnik (Kunst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reproduktionstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiefdruck| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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