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	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Thrombin</id>
	<title>Thrombin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-04T06:51:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Thrombin&amp;diff=8009&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-11T07:14:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Protein&lt;br /&gt;
| Name            = &lt;br /&gt;
| Bild            = &lt;br /&gt;
| Bild_legende    = Oberflächenmodell nach {{PDB|1PPB}}, bestehend aus leichter Kette (grau), schwerer Kette (gelb) und Substrat D-Phe-Pro-Arg (Mitte, weiß)&lt;br /&gt;
| PDB             = siehe {{UniProt|P00734}}&lt;br /&gt;
| Groesse         = 70 [[Atomare Masseneinheit|Kilodalton]] / 622 [[Aminosäure]]n&lt;br /&gt;
| Kofaktor        = Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Precursor       = Prothrombin; 579&amp;amp;nbsp;[[Aminosäuren|AS]]&lt;br /&gt;
| Struktur        = Heterodimer&lt;br /&gt;
| Isoformen       = &lt;br /&gt;
| HGNCid          = 3535&lt;br /&gt;
| Symbol          = F2&lt;br /&gt;
| AltSymbols = PT&lt;br /&gt;
| OMIM            = 176930&lt;br /&gt;
| UniProt         = P00734&lt;br /&gt;
| MGIid           = 88380&lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|9002-04-4|Q72509014}}&lt;br /&gt;
| CASergänzend    = &lt;br /&gt;
| ATC-Code        = {{ATC|B02|BC06}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{ATC|B02|BD30}}&lt;br /&gt;
| DrugBank        = &lt;br /&gt;
| Wirkstoffklasse = &lt;br /&gt;
| EC-Nummer       = 3.4.21.5&lt;br /&gt;
| Kategorie       = Serinprotease&lt;br /&gt;
| Peptidase_fam   = S01.217&lt;br /&gt;
| Reaktionsart    = [[Hydrolyse]]&lt;br /&gt;
| Substrat        = Fibrinogen&lt;br /&gt;
| Produkte        = Fibrinopeptid A + Fibrinopeptid B + Fibrinvorstufe&lt;br /&gt;
| Homolog_db      = HOVERGEN&lt;br /&gt;
| Homolog_fam     = Thrombin&lt;br /&gt;
| Taxon           = [[Euteleostomi]]&lt;br /&gt;
| Taxon_Ausnahme  = &lt;br /&gt;
| Orthologe       = {{Protein Orthologe&lt;br /&gt;
    | Spezies1 = Mensch&lt;br /&gt;
    | Spezies2 = Hausmaus&lt;br /&gt;
    | S1_EntrezGene = 2147&lt;br /&gt;
    | S1_Ensembl = ENSG00000180210&lt;br /&gt;
    | S1_RefseqmRNA = NM_000506&lt;br /&gt;
    | S1_RefseqProtein = NP_000497&lt;br /&gt;
    | S1_GenLoc_db =  hg38&lt;br /&gt;
    | S1_GenLoc_chr = 11&lt;br /&gt;
    | S1_GenLoc_start = 46719180&lt;br /&gt;
    | S1_GenLoc_end = 46739506&lt;br /&gt;
    | S1_Uniprot = P00734&lt;br /&gt;
    | S2_EntrezGene = 14061&lt;br /&gt;
    | S2_Ensembl =  ENSMUSG00000027249&lt;br /&gt;
    | S2_RefseqmRNA = NM_010168&lt;br /&gt;
    | S2_RefseqProtein = NP_034298&lt;br /&gt;
    | S2_GenLoc_db =  mm10&lt;br /&gt;
    | S2_GenLoc_chr =  2&lt;br /&gt;
    | S2_GenLoc_start =  91625320&lt;br /&gt;
    | S2_GenLoc_end = 91636414&lt;br /&gt;
    | S2_Uniprot = P19221&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thrombin (Faktor IIa)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das wichtigste [[Enzym]] der [[Blutgerinnung]] bei [[Wirbeltiere]]n und einer der Blut[[gerinnungsfaktor]]en. Thrombin gehört zu den [[Serinprotease]]n und spaltet [[Fibrinogen]] zu [[Fibrin]] und den Fibrinopeptiden. Außerdem aktiviert es die Blutgerinnungsfaktoren [[Faktor V|V]], [[Faktor VIII|VIII]], [[Faktor XIII|XIII]] und, zusammen mit [[Thrombomodulin]], das [[Protein C]]. Es hat Funktionen beim Entzündungsgeschehen und bei der Wundheilung. Der [[Präkursor|Verläufer]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prothrombin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Leber]] gebildet und findet sich kontinuierlich im [[Blutplasma]]. Defekte im F2-Gen sind die Ursache für [[Dysprothrombinämie]] und können die Anfälligkeit für [[Schlaganfall]] erhöhen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uni&amp;quot;&amp;gt;{{UniProt|P00734}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Thrombin wurde erstmals 1892 von [[Hermann Adolf Alexander Schmidt|Schmidt]] in seinem Werk zur Blutlehre beschrieben: {{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Die Faserstoffgerinnung hat eine Reihe von Umsetzungen im circulirenden Blute zu ihrer entfernteren Voraussetzung und besteht wesentlich (...) in drei aufeinander folgenden und voneinander abhängigen Akten und zwar:&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;in der mit erhöhter Stärke sich fortsetzenden Abspaltung des Thrombins vom Prothrombin durch die zytoplastischen Substanzen.&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;In der Wirkung des Thrombins, die in der Spaltung des Paraglobulins (fibrinoplastische Substanz) und der Überführung der aus dieser Spaltung hervor gehenden fibrinogenen Substanz in den flüssigen Faserstoff und&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;in der Fällung des letzteren durch die Plasmasalze in unlöslicher Modifikation.&amp;#039;&amp;#039;|H. A. A. Schmidt|&amp;#039;&amp;#039;Zur Blutlehre.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1892}}1946 berichtete [[K. Lenggenhager]] und 1956 auch [[K. E. A. Schmidt]], dass die Wunden bei Eingriffen nicht so stark bluten, wenn sie sich in Gegenwart von Thrombin befinden. [[H. Harnisch]] berichtete 1956 auch über die Verwendung in der [[Zahnmedizin|Zahnheilkunde]]. In der weiteren [[Chirurgie]] wurde es ab den 1950ern genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Wolf-Dieter Müller-Jahncke]], [[Christoph Friedrich (Pharmaziehistoriker)|Christoph Friedrich]], Ulrich Meyer|Titel=Arzneimittelgeschichte|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=2., überarbeitete und erweiterte Auflage|Verlag=Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH|Ort=Stuttgart|Datum=2005|Seiten=116f.|ISBN=978-3-8047-2113-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Prothrombin ist der Faktor II der Blutgerinnung. Es entsteht in der Leber und wird kontinuierlich ins Blut abgegeben. Prothrombin ist im [[Blutplasma]] nachweisbar. Im Blut finden sich nur geringe Spuren freien Thrombins, welches normalerweise erst bei [[Läsion|Verletzung]] von [[Gewebe (Biologie)|Gewebe]] aus dem Prothrombin an Ort und Stelle gebildet wird. Eine Thrombinämie, das Vorkommen von freiem Thrombin und damit die Gerinnung von Blut in unverletzten Gefäßen, wird durch körpereigenes [[Antithrombin]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biosynthese ==&lt;br /&gt;
Beim Menschen liegt das F2-[[Gen]] auf [[Chromosom 11 (Mensch)|Chromosom 11]] und erstreckt sich über 20.300 Basenpaare und 14 [[Exon]]s. Nach der [[Transkription (Biologie)|Transkription]] wird die 1.997 Basen lange [[mRNA]] in ein 622 [[Aminosäuren]] langes Protein [[Translation (Biologie)|translatiert]] und durch [[posttranslationale Modifikation]] entsteht Prothrombin mit 579 Aminosäuren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ensembl.org/Homo_sapiens/geneview?gene=ENSG00000180210 ENSEMBL-Eintrag]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Funktion ==&lt;br /&gt;
Die Wirkung von Thrombin beruht auf seiner Proteaseaktivität und betrifft zum einen die proteolytische Aktivierung von im [[Blutplasma]] gelösten Proteinen (Gerinnungsfaktoren und [[Fibrin]]) und zum anderen die Signalwirkung auf vaskuläre Zellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verletzung eines Blutgefäßes löst im Blutplasma eine proteolytische Reaktionskaskade aus, an deren Ende die Freisetzung von Thrombin aus Prothrombin steht. Die FIIa-Generierung erfolgt im [[Prothrombinasekomplex]] (Gerinnungsfaktoren II, Va und Xa, über [[Calcium]]-Ionen möglicherweise mit membranären [[Phospholipid]]en assoziiert). Das freigesetzte Thrombin spaltet das im Blutplasma gelöst vorliegende Fibrinogen in Fibrin, welches sich zu unlöslichen Fibrin-Polymeren zusammenlagert. Zugleich fördert Thrombin die Aktivierung der Gerinnungsfaktoren V, VIII und XI und somit – über eine positive Feedback-Schleife – seine eigene Freisetzung.&lt;br /&gt;
[[Datei:Coagulation full.svg|miniatur|Die Rolle der Serinprotease Thrombin (Faktor IIa) aus Prothrombin (Faktor II) entstanden, in der [[Hämostase|Gerinnungskaskade]] (schematische Darstellung)]]&lt;br /&gt;
Neben der Wirkung von Thrombin auf [[Plasmaprotein]]e steht seine Signalwirkung auf Zellen des vaskulären Systems. Die Mediation dieser Signalwirkung erfolgt über Protease-aktivierte Rezeptoren (PAR) auf der Oberfläche u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Thrombozyten]] und Glattmuskelzellen. Bei Thrombozyten löst Thrombin die Thrombozytenaktivierung aus, bei vaskulären Glattmuskelzellen Proliferations- und Migrationsprozesse, die auch für atherosklerotische Prozesse von Bedeutung sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Stouffer GA, Runge MS |title=The role of secondary growth factor production in thrombin-induced proliferation of vascular smooth muscle cells |journal=Semin. Thromb. Hemost. |volume=24 |issue=2 |pages=145–50 |year=1998 |pmid=9579635 |doi= |url=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologie, Diagnose ==&lt;br /&gt;
Thrombin kann durch zahlreiche Wirkstoffe gehemmt werden, z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
*[[Antithrombin]]&lt;br /&gt;
*[[Heparin]]&lt;br /&gt;
*[[Niedermolekulare Heparine]]&lt;br /&gt;
*Pentasaccharid&lt;br /&gt;
*[[Orgaran]]&lt;br /&gt;
*[[Argatroban]]&lt;br /&gt;
*[[Hirudin]]&lt;br /&gt;
*Rhodniin &lt;br /&gt;
*Ornithodorin&lt;br /&gt;
*[[Dabigatranetexilat]]&lt;br /&gt;
*[[BC 007]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion des Thrombins kann man mittels verschiedener Gerinnungstests abschätzen: Prothrombinspiegel, Thromboplastinzeit ([[Quickwert]]), [[Partielle Thromboplastinzeit]], Thrombingenerierungstest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen in der Nahrungsmittelindustrie ==&lt;br /&gt;
Thrombin vom [[Hausschwein]] (&amp;#039;&amp;#039;Sus scrofa&amp;#039;&amp;#039;) wird von der [[Nahrungsmittelindustrie]] bei der Herstellung von Lebensmitteln, etwa Wurstwaren, eingesetzt. Eine Anwendung als [[Fleischkleber]], um künstlich größere Fleischteile wie Schinken herzustellen, lehnte das [[Europaparlament|Europäische Parlament]] im Mai 2010 mit knapper Mehrheit ab.&amp;lt;ref&amp;gt;spiegel online: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,695736,00.html Industrie muss auf Klebefleisch verzichten]&amp;#039;&amp;#039; (abgerufen am 19. Mai 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Europaparlament stoppt Fleischkleister.&amp;#039;&amp;#039; In: Süddeutsche Zeitung, 20. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;European Parliament Press Release: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/067-74644-137-05-21-911-20100517IPR74643-17-05-2010-2010-false/default_en.htm MEPs veto &amp;quot;meat glue&amp;quot; authorisation]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* AXEL W. BAUER und KERSTIN MALL: {{Webarchiv | url= http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak5/igm/g47/bauermal.htm | wayback = 20080619093106 | text = HÄMOSTASE, THROMBOSE UND EMBOLIE - Historische Konzepte zur Physiologie und Pathologie der Blutgerinnung }} &lt;br /&gt;
* Schmidt: [http://www.archive.org/details/zurblutlehreschm00schmrich &amp;#039;&amp;#039;Zur Blutlehre.&amp;#039;&amp;#039;] Leipzig, 1892 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gerinnungsfaktor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peptidase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerinnungsfaktor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Codiert auf Chromosom 11 (Mensch)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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