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	<title>Tensid - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Tensid&amp;diff=12602&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Docosanus: Korr. kein Bindestrich</title>
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		<updated>2025-09-05T14:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korr. kein Bindestrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt bestimmte Substanzen. Zur Metal-Band siehe [[Tenside (Band)]].}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tensid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|tensus|de=gespannt}}) ist eine Substanz, welche die [[Oberflächenspannung]] einer Flüssigkeit oder die [[Grenzflächenspannung]] zwischen zwei [[Phase (Materie)|Phasen]] herabsetzt und die Bildung von [[Dispersion (Chemie)|Dispersionen]] ermöglicht oder unterstützt bzw. als [[Lösungsvermittler]] wirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tenside bewirken, dass zwei eigentlich nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öl und Wasser, fein vermengt werden können. Unter Tensiden versteht man auch waschaktive Substanzen ([[Detergentien]]), die in [[Waschmittel]]n, [[Spülmittel]]n und [[Haarwaschmittel]]n enthalten sind. In [[Reinigungsmittel]]formulierungen liegt der Tensidgehalt meist bei 1–40 %. Moderne Tenside wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt und haben das traditionell verwendete Tensid [[Seife]] (Natrium- und Kaliumsalze von Fettsäuren) ergänzt und in einigen Anwendungsbereichen  weitgehend verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein spezieller Typ von Tensiden, der Emulsionen stabilisiert, wird als [[Emulgator]]en bezeichnet. Emulgatoren werden in der [[Lebensmitteltechnologie|Lebensmitteltechnik]] oder [[Kosmetik]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aocs.org/resource/emulsions-making-oil-and-water-mix/ |titel=Emulsions: making oil and water mix – AOCS |sprache=en-US |abruf=2025-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt vier Klassen von Tensiden: anionische, kationische, nichtionische und amphotere Tenside.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.chemie-biologie.uni-siegen.de/pc/lehre/pcprak/v12cmc.pdf |titel=Oberflächenspannung &amp;amp; Kritische Mizellbildungskonzentration |hrsg=Uni Siegen |abruf=03.03.2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MicelleV2.svg|mini|hochkant=1|Aggregat von [[Anionische Tenside|anionischen Tensiden]] in Wasser ([[Mizellen|Kugelmizelle]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TensidOelV2.svg|mini|hochkant=1|Tensid-Öl-Tröpfchen in Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberflächenschicht Tensidlösung.svg|mini|hochkant=1|Tenside an der Wasseroberfläche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TensidUndFeststoffe.svg|mini|hochkant=1|Suspension: Tenside und Feststoffe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schaumbläschen.svg|mini|hochkant=1|Schaumbläschen: eine „[[Seifenblase]]“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion der Tenside lässt sich durch ihren molekularen Aufbau erklären. Tenside bestehen allgemein aus einem [[hydrophob]]en („wasserabweisenden“) [[Kohlenwasserstoffe|Kohlenwasserstoffrest]] und einem [[hydrophil]]en („wasserliebenden“) Molekülteil; man sagt, sie sind [[Amphiphilie|amphiphil]] („beides liebend“). In den folgenden Abbildungen sind die „wasserliebenden“ Molekülteile durch die Farbe Rot markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt man Tenside in Wasser, ordnen sie sich zunächst an der Wasseroberfläche an. Ab einer [[Kritische Mizellbildungskonzentration|kritischen Konzentration]] bilden Tenside innerhalb des Wassers meist kleine, kugelförmige [[Aggregation (Chemie)|Aggregate]], die [[Mizellen]] genannt werden. Dabei richten sich die Tensidmoleküle so aus, dass die hydrophoben Enden sich im Inneren der Mizellen sammeln und die hydrophilen Enden sich in Richtung des Wassers orientieren. Bei hoher Konzentration an Tensiden können sich auch stäbchenförmige Mizellen (wurmartige, {{enS|worm-like}}) bilden. Bei noch höherer Konzentration bilden sich lamellare Tensiddoppelschichten oder auch [[Liposom]]e die Wasser einkapseln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=R. Beck  |url=https://epub.uni-bayreuth.de/930/1/Diss.pdf |titel=Physikalische Eigenschaften anionischer Tensidsysteme mit zweiwertigen Gegenionen und ihre Mischungen mit zwitter-ionischen Tensiden und Cotensiden |werk=uni-bayreuth.de |kommentar=Dissertation |datum=2004 |format=PDF |abruf=2019-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aggregation kommt dadurch zustande, dass sie energetisch günstiger ist. Insbesondere Lösungen aus wurmartigen Mizellen zeigen ein sehr komplexes Fließverhalten, das immer noch Gegenstand aktueller Forschung ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://strey.pc.uni-koeln.de/fileadmin/user_upload/Download/Rheologie_Oktober2010_Koeln_end.pdf |text=Rheologie: Viskoelastisches Verhalten wurmartiger mizellarer Tensidlösungen. |format=PDF |wayback=20171231213632}} strey.pc.uni-koeln.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Wasseroberfläche bilden die Tenside eine dünne Schicht und senken damit die [[Oberflächenspannung]] des Wassers. Auch hier ordnen sich die Tensidmoleküle an. Die hydrophilen Enden zeigen in Richtung des Wassers, die hydrophoben Enden ragen in Richtung der Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Einfluss von Tensiden auf die Oberflächenspannung kann einfach demonstriert werden: Man bringt auf eine Wasseroberfläche (tensidfreies Wasser) einen leichten Gegenstand (zum Beispiel eine Stecknadel) auf. Dieser wird im Normalfall nicht untergehen, sondern infolge der hohen Oberflächenspannung vom Wasser getragen. Gibt man sodann kleine Mengen eines Tensids (zum Beispiel Spülmittel) hinzu, so verringert sich die Oberflächenspannung. Diese kann der [[Gewichtskraft]] nicht mehr entgegenwirken, die durch die höhere [[Dichte]] des aufgebrachten Gegenstandes auf die Wasseroberfläche wirkt: Der Gegenstand versinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tenside bewirken als Emulgatoren, dass zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten (zum Beispiel Öl in Wasser) sich zu einer [[Emulsion]] vermengen können. Aufgrund des amphiphilen Charakters des Tensidmoleküls dringt es mit seinem fettlöslichen Teil in das Öl ein. Durch den hydrophilen Teil bleibt das Öltröpfchen nach Umrühren im Wasser [[Dispersion (Chemie)|dispergiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Netzmitteln spricht man, wenn das Ziel des Einsatzes der Tenside nicht die Vermischung zweier Phasen ist, sondern die Herabsetzung der [[Grenzflächenspannung]] zwischen einer festen Oberfläche und einer Flüssigkeit. Wasser fließt, statt Tropfen zu bilden, leichter von einer Oberfläche ab. Im [[Fotolabor]] werden etwa Tenside als Netzmittel eingesetzt, um Trockenflecken auf Fotomaterialien nach der Schlusswässerung zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tenside unterstützen das Ablösen kleiner Feststoffteilchen von festen Oberflächen, also etwa die Entfernung der Schmutzpartikel an Kleidungsstücken. Die Feststoffteilchen werden im Wasser „in der Schwebe gehalten“. Ihr Einsatz unterstützt die Bildung und den Erhalt einer sogenannten [[Suspension (Chemie)|Suspension]]. Die Tenside lagern sich emulsionsähnlich um die Feststoffteilchen an und hemmen das Zusammenklumpen, Absinken (= [[Sedimentieren]]) und erneute Anhaften an anderen festen Oberflächen, die selbst mit einer „Tensidschicht“ belegt sind. Die mit dem Tensid ummantelten Feststoffteilchen bilden mit dem Wasser ein sogenanntes [[Kolloid]]. Als [[Dispergiermittel]] werden Tenside bezeichnet, die die festen [[Pigment]]e in einem (noch) flüssigen [[Lack]] in der Schwebe halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung von [[Schaum]] ist auf die Eigenschaften von Tensiden zurückzuführen. Die Tensidmoleküle bilden einen aus zwei Schichten bestehenden Film, bei dem die [[hydrophob]]en Enden der Tenside die beiden Oberflächen bilden. Die [[hydrophil]]en Enden weisen in den Film hinein. Eine starke Schaumentwicklung kann beim Einsatz oder bei Anwesenheit von Tensiden störend sein, weshalb [[Entschäumer]] Einsatz finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anionische Tenside]] bilden mit Kationen der [[Erdalkalimetalle]] unlösliche Niederschläge, die im Allgemeinen als [[Kalkseife]]n bezeichnet werden. Kalkseifen haben nicht mehr die oben dargestellten Eigenschaften der „löslichen“ Tenside. Die Bildung der Kalkseifen ist auf die [[Wasserhärte]] zurückzuführen. Werden Tenside als [[Detergentien]] verwendet, ist dem Waschmittel ein [[Wasserenthärtung|Enthärter]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einteilung nach chemischer Struktur ===&lt;br /&gt;
Alle Tenside sind aus einem unpolaren und einem polaren Teil ([[funktionelle Gruppe]]n) aufgebaut (siehe [[Polarität (Chemie)|Polarität]]). Als unpolarer Teil dient meist eine [[Alkylgruppe]] oder eine [[Alkylbenzole|Alkylbenzolgruppe]]. Der polare Teil kann verschieden aufgebaut sein (siehe Tabelle):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Tenside !! hydrophile Gruppe(n)&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; rules=&amp;quot;all&amp;quot; | [[Datei:TensideHyrophilHydrophob.png|300px]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[nichtionische Tenside]] || –OH (mehrfache [[Alkohole]]), –O– ([[Ether]]) oder die Kombination –O–CH&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;–CH&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;–OH (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Ethoxylate]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[anionische Tenside]] || –COO&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; ([[Carbonsäuren|Carboxylate]]), –SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; ([[Sulfonate]]) oder –OSO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; ([[Sulfate#Ester der Schwefelsäure|Sulfate]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[kationische Tenside]] || R&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;N&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; ([[Quartäre Ammoniumverbindungen|quartäre Ammonium-Gruppe]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[amphotere Tenside]]&amp;lt;br /&amp;gt;(zwitterionische Tenside) || meist –COO&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; ([[Carbonsäuren|Carboxylate]]) und R&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;N&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; ([[Quartäre Ammoniumverbindungen|quartäre Ammonium-Gruppe]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einteilung nach Ursprung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Synthesewege-tenside.png|mini|350px|Petrochemische und oleochemische Synthesewege für Tenside]]&lt;br /&gt;
Häufig wird versucht, zwischen natürlichen und synthetischen Tensiden zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist nicht einfach und nicht immer eindeutig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich vorkommende Tenside sind beispielsweise [[Saponine]] oder [[Phospholipide]] wie [[Lecithin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tenside aus natürlicher Basis sind zum Beispiel [[Seife]]n, die aus [[Nachwachsender Rohstoff|natürlichen Rohstoffen]] ([[Fettsäuren|langkettige Fettsäuren]] aus [[Pflanzenöle|pflanzlichen]] oder [[Tierfett|tierischen Fetten]]) durch [[Verseifung]] hergestellt werden. Die Fettsäuren lassen sich zu [[Fettalkohole]]n weiterverarbeiten, und aus den Fettalkoholen können weitere Tenside wie [[Polyalkylenglycolether|Fettalkoholpolyglycolether]] (FAE), [[Fettalkoholsulfate]] (FAS), Fettalkoholethersulfate (FAES, sulfierte Fettalkoholpolyglycolether) und Methylestersulfonate (MES, [[Sulfonierung|sulfonierte]] [[Fettsäuremethylester]]) hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls aus nachwachsenden Rohstoffen gelangt man zu [[Zuckertenside]]n, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Alkylglycoside aus [[Hexose]]n bzw. [[Pentose]]n und Fettalkoholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synthetische Tenside werden aus Erdöl-Rohstoffen ([[Petrochemie|Petrochemikalien]]) bzw. daraus [[Synthese (Chemie)|synthetisierten]] Folgeprodukten, wie [[Alkane]], [[Benzol]], [[Alkylbenzole]], [[Olefine]], [[Ethylenoxid]] und [[Fettalkohole]], beispielsweise zu [[Alkylbenzolsulfonate]]n (ABS), sekundären [[Alkansulfonate]]n (SAS) und zu entsprechenden Tensiden wie auf Basis von aus Fetten gewonnenen Fettalkoholen umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Eigenschaft eines Tensides ist seine [[biologische Abbaubarkeit]].&lt;br /&gt;
Durch das [[Wasch- und Reinigungsmittelgesetz]] (WRMG) wird von jedem Tensidhersteller gefordert, dass die Rate der primären [[Bioabbaubarkeit von anionischen und nichtionischen Tensiden]] mindestens 80 % entsprechen muss. Häufig werden dazu Tests zur Bestimmung des [[Biologischer Sauerstoffbedarf|Biologischen]] (BSB) und des [[Chemischer Sauerstoffbedarf|Chemischen Sauerstoffbedarfs]] (CSB) durchgeführt.&lt;br /&gt;
Von einigen Tensiden (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Alkylbenzolsulfonat]]) ist die Art des biologischen Abbaus sehr genau bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fabry&amp;quot; /&amp;gt; Als ein Verdacht auf Fischtoxizität bei Alkylphenolpolyglycolethern bekannt wurde, nahmen die Hersteller das Produkt sofort vom Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Über seifenähnliche Verbindungen wurde bereits um 2500 v. Chr. in [[sumer]]ischen [[Keilschrift]]urkunden berichtet. Durch Verkochen von [[Olivenöl]] mit [[Holzasche]] ([[Pottasche]]) konnten seifenähnliche Verbindungen gewonnen werden. Auch bei Ägyptern, Griechen, Römern, Germanen und Galliern waren tensidartige Produkte aus Fetten bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fabry&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Fabry |Titel=Tenside, Eigenschaften, Rohstoffe, Produktion, Anwendungen |Sammelwerk=Chemie in unserer Zeit |Band=25 |Nummer=4 |Datum=1991 |Seiten=214–222 |DOI=10.1002/ciuz.19910250407}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Mittelalter]] und in der [[Renaissance]] wurden seifenartige Produkte aus Holzasche und Fetten gewonnen.&lt;br /&gt;
Erst durch die synthetische [[Natriumcarbonat|Sodaherstellung]] aus [[Natriumchlorid|Kochsalz]], [[Schwefelsäure]] und [[Kalkstein|Kalk]] nach dem [[Leblanc-Verfahren]] konnte Seife preisgünstig hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurden Reinigungsmittel auch verstärkt zur Reinigung von Textilien in [[Waschmaschine]]n benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normann K. Adam entwickelte ein gut zugängliches Tensid, das [[Tetrapropylenbenzolsulfonat]] (TPS). Dieses Tensid deckte zu Beginn der 1960er Jahre 65 % des Tensidbedarfes der [[Westliche Welt|westlichen Welt]]. Aufgrund der schlechten biologischen Abbaubarkeit entstanden jedoch Schaumberge in Flussläufen. Ab 1964 wurden dann biologisch besser abbaubare, lineare Alkylbenzolsulfonate (LAS) entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der 1980er Jahre konzentriert sich die Forschung auch auf die Suche von nachwachsenden Tensidrohstoffen, wie beispielsweise Zucker als hydrophiler Molekülteil ([[Zuckertenside]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute eingesetzte Tenside erfüllen den gesetzlich geforderten Primärabbaugrad, wenngleich es erhebliche Unterschiede beim letztlich erreichten [[Zersetzung (Chemie)|Abbau]] gibt. Der Primärabbaugrad bezieht sich auf den Verlust der [[Grenzflächenspannung|Grenzflächenaktivität]]. Der Endabbau ist jedoch erst mit der vollständigen Umsetzung der [[Organische Chemie|organischen Verbindung]] abgeschlossen. Dieser Endabbau ist von Gesetzen nicht umfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltlexikon-online.de/RUBwerkstoffmaterialsubstanz/Tenside.php &amp;#039;&amp;#039;Tenside&amp;#039;&amp;#039;.] umweltlexikon-online.de; abgerufen am 27. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensmittelindustrie ===&lt;br /&gt;
Bestimmte Tenside werden als [[Emulgator]]en oder Schaummittel in Lebensmitteln eingesetzt. Die zugelassenen [[Lebensmittelzusatzstoff]]e sind im Artikel [[Liste der in der Europäischen Union zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alkalisierung bzw. [[Verseifung]] von [[Kakaobutter|Kakaofett]] in [[Kakao|Trinkkakaopulver]] dient dazu, die Oberflächenspannung der Milch herabzusetzen und eine schnellere [[Benetzung]] bzw. [[Suspension (Chemie)|Suspension]] des halbfetten Kakaopulvers zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasch- und Spülmittel ===&lt;br /&gt;
In [[Waschmittel]]n, [[Spülmittel]]n, [[Shampoo]]s, [[Duschgel]]s usw. finden Tenside Verwendung, um die „Löslichkeit“ von Fett- und Schmutzpartikeln, die in der Wäsche oder am Körper haften, in Wasser zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendete Tenside sind unter anderem [[Sulfonsäuren|lineare Alkylbenzolsulfonate]] (LAS), [[Alkylpolyglycoside]] (APG), [[Esterquats]] (EQ), [[Polyalkylenglycolether|Fettalkoholethoxylate]] (FAEO), [[Fettalkoholsulfate]] (FAS) und Fettalkoholethersulfate (FES). Nicht mehr verwendet werden hingegen [[Alkylphenolpolyglycolether]], [[Alkylphenolethoxylate]] (APEO) und [[Tetrapropylenbenzolsulfonat]] (TPS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weichspüler]] besteht aus kationischen Tensiden, die die Trockensteifigkeit der Wäsche vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pharmazie und Kosmetik ===&lt;br /&gt;
[[Emulgator]]en sind die Voraussetzung, um Wasser-in-Öl-Emulsionen u.&amp;amp;nbsp;a. für [[Hautcreme]]s herzustellen. Weiterhin sind sie für eine Vielzahl von [[Suspension (Chemie)|Suspensionen]] notwendig, um Arzneistoffe flüssig zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzenschutzmittel ===&lt;br /&gt;
Pflanzenschutzmittel enthalten Tenside zur besseren Benetzung ([[Spreitung]]) der Pflanze. Häufigstes Netzmittel ist [[ethoxyliertes Talgamin]]. Es werden auch [[Trisiloxan]]e oder polyoxyethylierte Fettalkohole verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tstip.de/downs/Syngenta/ApplikationGrundlagen-Syngenta.pdf Syngenta: Applikationstechnik Ackerbau – Additive – Wichtige Additive.] (PDF; 0,9&amp;amp;nbsp;MB) tstip.de, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biochemie ===&lt;br /&gt;
In der Biochemie werden Tenside unter anderem zur [[Denaturierung (Biochemie)|Denaturierung]] von Proteinen und zur [[Solubilisierung]] von [[Membranprotein]]en genutzt:&amp;lt;ref&amp;gt;Calbiochem Booklet: [http://www.antibodybeyond.com/books/Calbiochem_Detergents_Booklet.pdf Detergents] (PDF; 619&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Natriumlaurylsulfat]] (SLS oder SDS)&lt;br /&gt;
* [[Cetyltrimethylammoniumbromid]] (CTAB)&lt;br /&gt;
* [[Octoxinol 9]]&lt;br /&gt;
* [[Polysorbat 20]]&lt;br /&gt;
* [[Polyalkylenglycolether]]sche Forschung&lt;br /&gt;
* Salze von [[Gallensäuren]], wie [[Cholsäure|Cholat]] oder [[Desoxycholsäure|Desoxycholat]]&lt;br /&gt;
* [[Digitonin]]&lt;br /&gt;
* [[Dodecylmaltosid]]&lt;br /&gt;
* [[Octylglucosid]]&lt;br /&gt;
* [[Spaltbares Tensid|Spaltbare Tenside]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geowissenschaften ===&lt;br /&gt;
In Geologie und Paläontologie werden Tenside oft zum schonenden Aufbereiten von [[Sedimentation|Sedimentproben]] benutzt. Mithilfe dieser Methode kann beispielsweise verhindert werden, dass es in [[pyrit]]haltigen Proben zur Bildung von [[Schweflige Säure|Schwefliger Säure]] kommt, was der Fall wäre, wenn sie mit dem sonst zur Probenaufbereitung verwendeten [[Wasserstoffperoxid]] aufbereitet würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technik ===&lt;br /&gt;
==== Kunststofftest ====&lt;br /&gt;
Eine spezielle Anwendung finden Tenside in der [[Kunststofftechnik]]. Hier werden wässrige Tensidlösungen eingesetzt, um die Anfälligkeit von [[Polymer|polymeren]] [[Werkstoff]]en auf [[Spannungsriss]]bildung zu prüfen. Weiterhin werden Tenside eingesetzt, um die Versagenszeit von Langzeitversuchen zu verkürzen; insbesondere bei Risswachstumsversuchen an [[Polyethylen]] findet dies Anwendung. Beim [[Full Notch Creep Test]] zur Prüfung von [[Polyethylenrohr|Polyethylen-Rohrleitungen]] werden Netzmittel eingesetzt.&lt;br /&gt;
==== Antistatika ====&lt;br /&gt;
Ionische Tenside fungieren auch als externe [[Antistatika]], um die [[Elektrostatik|elektrostatische Aufladung]] von Kunststoffoberflächen zu verhindern ([[Elektrostatische Entladung#ESD im Bereich der Elektronik|ESD-Schutz]]). Dafür werden sowohl anionische als auch kationische Tenside verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.solvay.com/en/binaries/EMEA-Catafor%20Formulation-BROCHURE_2015%20-%20Copie-270934.pdf |titel=Wayback Machine |datum=2018-01-16 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180116004231/https://www.solvay.com/en/binaries/EMEA-Catafor%20Formulation-BROCHURE_2015%20-%20Copie-270934.pdf |archiv-datum=2018-01-16 |abruf=2020-09-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Textilausrüstung ====&lt;br /&gt;
Der Einsatz von [[Perfluorierte Tenside|perfluorierten Tensiden]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fluortelomeralkohole]] (FTOH), als Beschichtungsstoffe für Textilien, Teppiche und Bauprodukte verleiht oder verbessert wasser- und fettabweisende Eigenschaften dieser Produkte. Als Vertreter der Gruppe der [[Polyfluorierte Verbindungen|PFC]] stehen sie allerdings unter Kritik, da sie [[Persistenz (Chemie)|persistent]] sind und auf natürlichem Wege praktisch nicht abgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kühlschmiermittel ====&lt;br /&gt;
Tenside dienen in wassergemischten [[Kühlschmiermittel]]n ([[Emulsion|Wasser-in-Öl-Emulsionen]]) dazu, bei der spanenden Metallbearbeitung zu kühlen und zu schmieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Druckertinte ====&lt;br /&gt;
Tenside kontrollieren die Konsistenz der Tinte bei [[Tintenstrahldrucker]]n. Zu wenige Tenside führen zum Verklumpen der [[Pigment|Farbpigmente]], zu viele machen die Tinte zu flüssig beim Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Papierrecycling ====&lt;br /&gt;
Tenside helfen beim [[Papierrecycling]] zur Ablösung der [[Druckfarbe]]nteilchen von den Papierfasern und beim Transport der Druckfarbe an die Oberfläche beim [[Deinking]] (Druckfarbenentfernung).&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--welche? - nicht bereits oben beschrieben?--==== Werkzeugreinigung ====&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle spielen sie auch bei der Werkzeugreinigung.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brandbekämpfung ===&lt;br /&gt;
Eine Methode zur [[Brandbekämpfung]] ist das Löschen mit „entspanntem [[Wasser]]“, auch bekannt als [[Löschmittel#Netzmittel / Netzwasser|„Netzwasser“]], das heißt Wasser mit einer stark verringerten Oberflächenspannung. Dies bringt zum einen den Vorteil mit sich, dass das [[Löschwasser]] besser in [[Brand|brennende]] Materialien wie Holz oder Stoff eindringen kann und somit einen noch besseren Kühleffekt nach sich zieht.&lt;br /&gt;
Zum anderen kann mit oberflächenaktiven Substanzen versetztes Löschwasser wegen ihrer Wirkung als Fließverbesserer bei gleicher Pumpleistung über eine größere Distanz gespritzt werden.&lt;br /&gt;
Spezielle [[Löschschaum#Schaummittel|Schaummittel]] ([[AFFF]]) zur Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden enthalten [[perfluorierte Tenside]], die zwischen Brandgut und Schaum einen gasdichten Flüssigkeitsfilm ausbilden, der dem Schaumteppich gleichzeitig bessere Gleiteigenschaften verleiht und so ein Löschen von größeren Flüssigkeitsbränden überhaupt erst ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizin ===&lt;br /&gt;
In der Medizin werden Netzmittel als Zusatzstoff in Salben und in der [[Secretolyse]] (zum Beispiel [[Tyloxapol]], [[Polysorbat 80]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Franz v. Bruchhausen, G. Dannhardt, Siegfried Ebel, August-Wilhelm Frahm, Eberhard Hackenthal, Ulrike Holzgrabe&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz v. Bruchhausen, G. Dannhardt, Siegfried Ebel, August Wilhelm Frahm, Eberhard Hackenthal, Ulrike Holzgrabe |Titel=Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-57880-9 |Seiten=292 |Online={{Google Buch |BuchID=OrPPBgAAQBAJ |Seite=292}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;F.H. Meyers, E. Jawetz, A. Goldfien&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=F.H. Meyers, E. Jawetz, A. Goldfien |Titel=Lehrbuch der Pharmakologie Für Studenten der Medizin aller Studienabschnitte und für Ärzte |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-66183-9 |Seiten=350 |Online={{Google Buch |BuchID=OqemBgAAQBAJ |Seite=350}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie vermindern die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten und lösen durch intensive Benetzung der Schleimballen und -pfröpfe eingetrocknete Sekrete von der Epithelschicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;F. Kauffmann&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=F. Kauffmann |Titel=Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Zweiundsechzigster Kongress |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013 |ISBN=978-3-662-40971-8 |Seiten=88 |Online={{Google Buch |BuchID=7fLxBgAAQBAJ |Seite=88}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beurteilung ihres therapeutischen Wertes ist jedoch uneinheitlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;F.H. Meyers, E. Jawetz, A. Goldfien&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natürliches Vorkommen ===&lt;br /&gt;
Bestimmte [[Raupe (Schmetterling)|Raupen]] (der aus [[Südostasien]] stammenden [[Eulenfalter|Mottenart]] [[Spodoptera exigua]]) bespucken Fressfeinde mit einem Tensid-haltigen [[Sekret]]. Dies wirkt abschreckend auf die angreifenden [[Ameisen]] und ermöglicht den Raupen die Flucht. Die im Mundsekret der Raupen enthaltenen Tenside verringern dessen [[Oberflächenspannung]]. Das  Raupensekret perlt daher nicht wie gewöhnliches Wasser von der [[Hydrophobie|wasserabweisenden]] Oberhaut der Ameisen ab, sondern durchnässt die Angreifer. Das Sekret ist nicht tödlich, verklebt aber die Antennen der Angreifer. Die getroffenen Ameisen reinigen sich, was der Raupe ausreichend Zeit zur Flucht gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Rostás, Katrin Blassmann |Titel=Insects had it first: surfactants as a defence against predators |Sammelwerk=Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences |Band=276 |Nummer=1657 |Datum=2009-02-22 |ISSN=0962-8452 |DOI=10.1098/rspb.2008.1281 |PMC=2660939 |PMID=18986976 |Seiten=633–638 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftlicher Stellenwert ==&lt;br /&gt;
Die Weltproduktion an Tensiden lag im Jahr 2000 bei 10,5 Millionen Tonnen. Anionische Tenside (56 % der Weltproduktion an Tensiden) und nichtionische Tenside (35 % der Weltproduktion an Tensiden) sind die ökonomisch wichtigsten Tensidklassen. Im Jahr 2010 wurden weltweit ca. 6,5 Mio. Tonnen anionische Tenside nachgefragt. Zusammen mit den nichtionischen Tensiden machen diese beiden Gruppen ca. 85 % der weltweiten Tensid-Nachfrage aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ceresana.com/de/marktstudien/chemikalien/tenside &amp;#039;&amp;#039;Tenside&amp;#039;&amp;#039;.] Marktstudie von Ceresana Research, Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Westeuropa wurden im Jahr 2008 etwa 3,0 Mio. Tonnen Tenside erzeugt, in den USA 1,6 Mio. Tonnen, in China 1,4 Mio. Tonnen, in Japan 0,98 Mio. Tonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;H.G. Hauthal: &amp;#039;&amp;#039;Tenside, Nachhaltigkeit: Rohstoffe, Produkte, Prozesse&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;SÖFW-Journal&amp;#039;&amp;#039;, 6-2008, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Westeuropa wurden 2008 1,22 Mio. Tonnen anionische Tenside, 1,41 Mio. nichtionische Tenside, 0,28 Mio. Tonnen kationische Tenside und 80.000 Tonnen amphotere Tenside hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weltweit wichtigste Tensid ist das lineare [[Alkylbenzolsulfonat]] (LAS) mit einer Jahresproduktion von 4 Mio. Tonnen. Ein weiteres wichtiges Tensid mit stetig wachsender Bedeutung (gegenwärtige Herstellungsmenge: 90.000 Tonnen) ist das Methylestersulfonat (MES, Natrium-alpha-sulfoalkancarbonsäuremethylester). Bis zum Jahr 2020 wird die Jahresproduktion auf 1 Mio. Tonnen geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;H.G. Hauthal:  &amp;#039;&amp;#039;Tenside, Nachhaltigkeit: Rohstoffe, Produkte, Prozesse&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;SÖFW-Journal&amp;#039;&amp;#039;, 6-2008, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Grüne Tenside“ wie &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Acylglutamate, &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Acylsarcosinate, [[Sorbitanfettsäureester|Sorbitansäureester]] finden aufgrund des höheren Preises besonders in der kosmetischen Industrie wichtige Anwendungsfelder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sehr großer internationaler Hersteller für Tenside (besonders für LAS) ist die Firma [[Sasol]]. Weitere wichtige Firmen im Tensidmarkt sind [[BASF]], [[Clariant]], [[Cognis]], Huntsman, [[Royal Dutch Shell|Shell]], in Russland Nizhnekamskneftekhim ([[Russische Sprache|Russisch]]: Нижнекамскнефтехим) und Kirishinefteorgsintez (Russisch: Киришинефтеоргсинтез; kurz: KINEF, russ.: КИНЕФ), in China Jilin United Petrochemical Co., in Indien Indian Petrochemicals Corp. Ltd.&lt;br /&gt;
Insbesondere im asiatischen Raum wird mit einem weiter wachsenden Tensidmarkt gerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Winnacker, Leopold Küchler, Roland Dittmeyer |Titel=Ernährung, Gesundheit, Konsumgüter |Sammelwerk=Technische Chemie |Band=8 |Verlag=Wiley-VCH |Datum=2005 |ISBN=3-527-30773-7 |Seiten=795 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernd Fabry: &amp;#039;&amp;#039;Tenside – Eigenschaften, Rohstoffe, Produktion, Anwendungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemie in unserer Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 1991, 25(4), S. 214–222; [[doi:10.1002/ciuz.19910250407]]&lt;br /&gt;
* Fredric M. Menger, Jason S. Keiper: &amp;#039;&amp;#039;Gemini-Tenside.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Angewandte Chemie (Zeitschrift)|Angewandte Chemie]]&amp;#039;&amp;#039;, 2000, 112, S. 1980–1996; {{DOI|10.1002/1521-3757(20000602)112:11&amp;lt;1980::AID-ANGE1980&amp;gt;3.0.CO;2-D}}&lt;br /&gt;
* Günter Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Waschmittel&amp;#039;&amp;#039;. Naturwissenschaftliche Reihe, Chemie und Ökologie. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-12-993663-7&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Tilo Kaiser, Winfried Schwarz, Matthias Frost&lt;br /&gt;
   |Titel=Einträge von Stoffen in Böden – eine Abschätzung des Gefährdungspotentials Platingruppenelemente, Lanthanoide, Organozinnverbindungen, Phthalate, Nonylphenol, Tenside, Polycarbonsäuren, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Tierarzneimittel und Futtermittelzusatzstoffe&lt;br /&gt;
   |Verlag=Logos-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89722-089-X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Surfactants|Tenside}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Tensid}}&lt;br /&gt;
* [http://wolfson.huji.ac.il/purification/PDF/detergents/calbiochem_detergents.pdf A Guide To The Properties And Uses Of Detergents.] (PDF; 597&amp;amp;nbsp;kB)  Calbiochem Booklet, 2001.&lt;br /&gt;
* [http://www.klassenarbeiten.de/oberstufe/leistungskurs/chemie/waschmitteltenside/waschmittelseifen.htm Lernhilfen zum Thema Waschmittel und Tenside.] klassenarbeiten.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dispersion (Chemie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weiche Materie (Stoff)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tensid| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reinigungsmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberflächenchemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Docosanus</name></author>
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