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		<title>93.240.232.4: /* Allgemeines */</title>
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		<updated>2025-05-09T05:35:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeines&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für den Begriff aus der [[Produktionstheorie]] siehe [[Aktivitätsanalyse]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:BeeSat-FM Post-Acceptance-Test-Checkout 2008-09.JPG|mini|Picosatellit der [[Technische Universität Berlin|Technischen Universität Berlin]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im heutigen Sinne ist die [[Wissenschaft]] und Lehre von der [[Technik]] zur Planung und Herstellung von [[Industrieproduktion|Industrieprodukten]]. Sie erforscht und vermittelt im Wesentlichen technisches [[Know-how]] zur Gestaltung verfahrens- und anwendungstechnischer Prozesse in Industriebetrieben einschließlich der Planung und Bereitstellung der erforderlichen Betriebsmittel und technischen Dokumentationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039; leitet sich ab von {{grcS|τεχνολογία|technología}} „kunstgemäße Abhandlung über eine Kunst oder Wissenschaft“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Pape]], Max Sengebusch (Bearb.) |Titel=Handwörterbuch der griechischen Sprache |Auflage=3. Auflage, 6. Abdruck |Verlag=Vieweg &amp;amp; Sohn |Ort=Braunschweig |Datum=1914 |Online=Digitalisat: [http://www.zeno.org/Pape-1880/A/%CF%84%CE%B5%CF%87%CE%BD%CE%BF-%CE%BB%CE%BF%CE%B3%CE%AF%CE%B1 {{lang|grc|τεχνο-λογία}}] |Abruf=2020-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das seinerseits auf {{lang|grc|τέχνη|téchnē}} „Kunst, Handwerk“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Pape]], Max Sengebusch (Bearb.) |Titel=Handwörterbuch der griechischen Sprache |Auflage=3. Auflage, 6. Abdruck |Verlag=Vieweg &amp;amp; Sohn |Ort=Braunschweig |Datum=1914 |Online=Digitalisat: [http://www.zeno.org/Pape-1880/A/%CF%84%CE%AD%CF%87%CE%BD%CE%B7 {{lang|grc|τέχνη}}] |Abruf=2020-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie {{lang|grc|λόγος|lógos}} (hier wie {{laS|litterae}} in der Bedeutung „Wissenschaften“, vergleiche [[-logie]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Pape]], Max Sengebusch (Bearb.) |Titel=Handwörterbuch der griechischen Sprache |Auflage=3. Auflage, 6. Abdruck |Verlag=Vieweg &amp;amp; Sohn |Ort=Braunschweig |Datum=1914 |Online=Digitalisat: [http://www.zeno.org/Pape-1880/A/%CE%BB%CF%8C%CE%B3%CE%BF%CF%82 {{lang|grc|λόγος}}] |Abruf=2020-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zurückgeht. Im hellenistischen Griechisch ([[Koine]], ab ca.&amp;amp;nbsp;300 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) wurde damit gelegentlich die „systematische Behandlung der Grammatik und Rhetorik“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Henry George Liddell]], [[Robert Scott (Altphilologe)|Robert Scott]]: &amp;#039;&amp;#039;[[A Greek-English Lexicon]]&amp;#039;&amp;#039;. Oxford, 1940, S. 1785 (vergleiche Digitalisat [http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.04.0057%3Aalphabetic+letter%3D*t%3Aentry+group%3D33%3Aentry%3Dtexnologi%2Fa {{lang|grc|τεχνολογ-ία}}]; Abruf am 20. Juli 2020).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der [[Begriffsinhalt]] hat sich im Laufe der Zeit verschoben. Das Wort besaß früher die Bedeutung einer Kunstlehre zur Gewerbekunde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;. Band 5, Verlag Dr. Th. Gabler, 1984, Sp. 1580.&amp;lt;/ref&amp;gt; In neuerer Zeit überwiegen Bedeutungen wie „Lehre vom Handwerk“, „Wissenschaft von der Technik“ oder „technisches Know-how“, doch unterscheiden sich die verschiedenen Begriffsauffassungen teilweise beträchtlich. Technologie ist insgesamt betrachtet naturwissenschaftlich-technisches Wissen, welches die Grundlage für Produkte und [[Produktionsverfahren]] darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luitpold Uhlmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Innovationsprozess in westeuropäischen Industrieländern&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1978, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Technischer Fortschritt]] bringt [[Produktinnovation|Produkt-]] oder [[Finanzinnovation]]en hervor; wer einen Vorsprung in der Anwendung neuer Techniken gegenüber der Konkurrenz aufweist, heißt [[Technologieführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedene Bedeutungen in der Neuzeit ==&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Bis ins 18. Jahrhundert verstand man, vermutlich unter dem Einfluss des hellenistischen Wortgebrauchs, unter &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039; die {{&amp;quot; |Lehre von den Kunstwörtern oder [[Terminus technicus|terminis technicis]]}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Heinrich Zedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Großes vollständiges Universallexikon.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1732 ff., zit. n. A. Timm: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Technologie.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1964, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Bedeutung ist bloß von sprachgeschichtlichem Interesse und spielt längst keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Aufklärung]]sphilosoph [[Christian Wolff (Aufklärer)|Christian Wolff]] schrieb 1740 von einer {{&amp;quot; |möglichen Philosophie der Handwerke, auch wenn sie bislang vernachlässigt wird. […] So ist die Technologie die Wissenschaft von den Handwerken und von den Handwerkserzeugnissen}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Philosophia Rationalis sive Logica.&amp;#039;&amp;#039; übersetzt aus dem Lateinischen. Frankfurt/ Leipzig, 1740, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit &amp;#039;&amp;#039;[[Handwerk]]en&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Handwerkserzeugnissen&amp;#039;&amp;#039; ist aus damaliger Sicht offenkundig die gesamte „Technik“ gemeint (ein Wort, das es im heute geläufigen Sinn seinerzeit nicht gegeben hat). Ausdrücklich nennt Wolff auch die [[Architektur]] als einen Teil der Technologie. Interessant ist der Umstand, dass Wolff die Technologie als einen möglichen Zweig der Philosophie betrachtet. Das lässt sich damit erklären, dass die Ablösung der Einzelwissenschaften von der Philosophie großenteils noch nicht erfolgt war, aber man kann darin auch einen Vorgriff auf die [[Arbeit (Philosophie)|Philosophie der Arbeit]] oder die [[Technikphilosophie]] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Begründer des deutschsprachigen Konzepts der Technologie gilt der Staatswissenschaftler [[Johann Beckmann (Ökonom)|Johann Beckmann]]. Nach kurzen Erwähnungen des Wortes in den Jahren 1769 und 1772&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Franz Exner: &amp;#039;&amp;#039;Johann Beckmann, Begründer der technologischen Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1878, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat Beckmann 1777 das Buch &amp;#039;&amp;#039;Anleitung zur Technologie, oder zur Kenntniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen&amp;#039;&amp;#039; vorgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Anleitung zur Technologie, oder zur Kenntniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen,&amp;#039;&amp;#039; Göttingen, mehrere Auflagen und Nachdrucke, zuletzt 6. Aufl. Göttingen 1809; zitiert nach dem nicht autorisierten Nachdruck Wien 1789.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin sagt Beckmann: {{&amp;quot; |Technologie ist die Wissenschaft, welche die Verarbeitung der Naturalien, oder die Kenntniß der Handwerke, lehret}} (ebd., S. 17). An dieser Stelle nennt er nur die Handwerke und nicht auch, wie Wolff, deren Erzeugnisse; allerdings geht er an zahlreichen Stellen des Buches auch darauf ein und ergänzt seine &amp;#039;&amp;#039;Anleitung&amp;#039;&amp;#039; später durch eine eigene [[Warenkunde]].&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Beckmann: &amp;#039;&amp;#039;Vorbereitung zur Waarenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Göttingen 1793/1800.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichwohl ist Beckmanns Programm vielfach so aufgenommen worden, als handele es allein von der Theorie der [[Produktionsprozess]]e und nicht auch der technischen [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Diese Auffassung steht bei [[Karl Marx]] im Vordergrund, dem es vor allem um das Verhältnis von Industriearbeit und [[Kapital]] geht. {{&amp;quot; |Das Prinzip [der modernen Industrie], jeden Produktionsprozeß […] in seine konstituierenden Elemente aufzulösen, schuf die ganz moderne Wissenschaft der Technologie}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, In: &amp;#039;&amp;#039;Marx/Engels Werke (MEW).&amp;#039;&amp;#039; Band 23, Berlin 1959 u.&amp;amp;nbsp;ö, S. 510.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits entwickelt er aber auch eine sehr viel weitergehende, sozusagen gesellschaftstheoretische Vorstellung: {{&amp;quot; |Die Technologie enthüllt das aktive Verhalten des Menschen zur Natur, den unmittelbaren Produktionsprozeß seines Lebens, damit auch seiner gesellschaftlichen Lebensverhältnisse und der ihnen entquellenden geistigen Vorstellungen}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, S. 393, Fn. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 19. Jahrhundert wird &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039; zum Sondergebiet der [[Technikwissenschaft]]en, das sich mit den Ver- und Bearbeitungsverfahren befasst. Man spricht von &amp;#039;&amp;#039;mechanischer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;chemischer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lebensmitteltechnologie&amp;#039;&amp;#039; usw., schränkt den Begriff also ausdrücklich auf die Lehre von den Produktionsverfahren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] führte die Fachtradition im Zusammenhang mit einem diesbezüglichen Marx-Verständnis dazu, &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039; allein im Sinne von „Produktionslehre“ aufzufassen und sogar mittlere Fachkräfte in der Industrie (Fertigungsplaner, Arbeitsvorbereiter usw.) als &amp;#039;&amp;#039;Technologen&amp;#039;&amp;#039; zu bezeichnen. In einer Definition, die von der Fakultät für Technologie der Technischen Universität Dresden im Dezember 1960 ausgearbeitet wurde, lautet es: {{&amp;quot; |Technologie ist die Wissenschaft von den naturwissenschaftlich-technischen Gesetzmäßigkeiten der Produktionsprozesse.}}&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Perner: &amp;#039;&amp;#039;Technologie und Maschinen der Garnherstellung.&amp;#039;&amp;#039; Fachbuchverlag Leipzig, 1969, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem repräsentativen Fachlexikon heißt es: {{&amp;quot; |Technologie: Disziplin der technischen Wissenschaften, die die materiell-technische Seite des Produktionsprozesses, den technologischen Prozess, zum Gegenstand hat.}}&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Banse, Bernd Thiele: &amp;#039;&amp;#039;Technologie.&amp;#039;&amp;#039; In: Herbert Hörz, Rolf Löther, Siegfried Wollgast (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch Philosophie und Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (Ost) 1978, S. 911; ähnlich auch H. Wolffgramm: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Technologie.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt; Abteilungen zur &amp;#039;&amp;#039;Fertigungsplanung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsvorbereitung&amp;#039;&amp;#039; in [[Volkseigener Betrieb|Volkseigenen Betrieben]] wurden meist ebenfalls unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039; geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Westdeutschland]] verbreitete sich unter dem Einfluss der ungenauen Übersetzung und Adaption des Wortes „technology“ aus dem [[Englische Sprache|Englischen]] seit den 1960er Jahren in Politik, Wirtschaft und Medien eine weitgehend unspezifische Wortverwendung, die mehr oder weniger dasselbe bedeutet wie &amp;#039;&amp;#039;Technik&amp;#039;&amp;#039;. So wird z.&amp;amp;nbsp;B. in der Produktwerbung oft schönfärberisch von &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039; statt von &amp;#039;&amp;#039;Technik&amp;#039;&amp;#039; gesprochen, um ein technisches Produkt wertvoller erscheinen zu lassen. Spricht jemand zum Beispiel im Zusammenhang mit Fahrzeugen von „neuester Technologie“, ist eigentlich die Fahrzeug&amp;#039;&amp;#039;technik&amp;#039;&amp;#039; gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Englischen, besonders amerikanischer Prägung, ist das tatsächlich existierende Wort &amp;#039;&amp;#039;technique&amp;#039;&amp;#039; (seltener: &amp;#039;&amp;#039;technic&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;technics&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.collinsdictionary.com/dictionary/english/technique |titel=Collins COBUILD: &amp;quot;technique&amp;quot; |sprache=en |abruf=2023-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.collinsdictionary.com/dictionary/english/technic |titel=Collins COBUILD: &amp;quot;technic&amp;quot; |sprache=en |abruf=2023-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Pendant zum deutschen &amp;#039;&amp;#039;Technik&amp;#039;&amp;#039; völlig ungebräuchlich. Alles, was im Deutschen korrekt &amp;#039;&amp;#039;Technik&amp;#039;&amp;#039; heißt, wird im Englischen meist &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|technology}}&amp;#039;&amp;#039; genannt. Daher wird im Deutschen die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039; oft fälschlich für &amp;#039;&amp;#039;Technik&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Das Bedeutungsspektrum des englischen &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|technology}}&amp;#039;&amp;#039; ist jedoch viel breiter als das von &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039;: Es reicht von Technik über Gerät, Werkzeug, Methode, [[Computerprogramm]] bis hin zu technischen Systemen und [[Verfahrenstechnik|Verfahren]]. Entsprechend ist bei der Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche Vorsicht geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Tendenzen ===&lt;br /&gt;
Inzwischen findet die Auffassung eine gewisse Resonanz, die Wortbedeutung aus dem 18. Jahrhundert wieder aufzunehmen und &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039; zu definieren als „die Wissenschaft von der Technik“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Vorschlag von Johann Beckmann&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Beckmann: &amp;#039;&amp;#039;Entwurf der algemeinen &amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; Technologie.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1806.&amp;lt;/ref&amp;gt; umfasst der Begriff die &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Technologie]]&amp;#039;&amp;#039; (transdisziplinäre Technikforschung und Techniklehre) und die &amp;#039;&amp;#039;speziellen Technologien&amp;#039;&amp;#039; (die einzelnen technikwissenschaftlichen Disziplinen).&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel [[Günter Ropohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Technologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Karlsruhe 2009, S. 32, ferner G. Banse u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Erkennen und Gestalten. Eine Theorie der Technikwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2006, S. 337.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf den [[Produktlebenszyklus]] und das [[Marktpotenzial]] lassen sich drei Technologietypen unterscheiden, und zwar [[Basistechnologie]]n, [[Schlüsseltechnologie]]n und [[Schrittmachertechnologie]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Tom Sommerlatte, Jean-Philippe Deschamps: &amp;#039;&amp;#039;Der strategische Einsatz von Technologien&amp;#039;&amp;#039;. In: Arthur D. Little International (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Management im Zeitalter der Strategischen Führung.&amp;#039;&amp;#039; Gabler, Wiesbaden 1986, ISBN 3-409-23306-7, S. 50 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Basistechnologien befinden sich in der [[Technology Readiness Level|Reifephase]] ihres Lebenszyklus, Schlüsseltechnologien unterliegen einer Phase des [[Marktwachstum]]s, Schrittmachertechnologien sind Problemlösungen und befinden sich noch im frühen Stadium der [[Produktentwicklung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin K. Welge: &amp;#039;&amp;#039;Planung: Prozesse — Strategien — Maßnahmen&amp;#039;&amp;#039;. Gabler, Wiesbaden 1992, ISBN 3-322-86088-4, S. 270 ({{Google Buch |BuchID=EW7yBgAAQBAJ |Seite=270}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; „Killer-Technologien“ sind Technologien, die im Zeitpunkt der [[Marktreife]] die vorhandenen Technologien und Schlüsseltechnologien als [[Substitutionsgut]] ersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Horstmann: &amp;#039;&amp;#039;Operationalisierung der Unternehmensflexibilität&amp;#039;&amp;#039;. 2007, S. 147 FN 484 ({{Google Buch |BuchID=TFFc_YQFw3EC |Seite=147}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technologien können sich wechselseitig ergänzen (&amp;#039;&amp;#039;komplementäre Technologien&amp;#039;&amp;#039;) wie etwa die [[Computertechnik]] und das [[Internet]], ein Konkurrenzverhältnis untereinander aufweisen (&amp;#039;&amp;#039;konkurrierende Technologien&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Substitutionstechnologien&amp;#039;&amp;#039;) wie die [[Analogtechnik]] und [[Digitaltechnik]] oder in einer neutralen Beziehung zueinander stehen (hierzu gehören die so genannten &amp;#039;&amp;#039;Nachbartechnologien&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;René Perillieux: &amp;#039;&amp;#039;Der Zeitfaktor im strategischen Technologiemanagement&amp;#039;&amp;#039;. zugl. Darmstadt, Techn. Hochsch., Diss., 1987. Erich Schmidt, Berlin 1987, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem lässt sich zwischen &amp;#039;&amp;#039;spezifischen Technologien&amp;#039;&amp;#039; unterscheiden, die lediglich in einem eng umgrenzten Arbeitsgebiet einer Branche anwendbar sind und [[Querschnittstechnologie]]n mit branchenübergreifenden Auswirkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Gerd Servatius: &amp;#039;&amp;#039;Methodik des strategischen Technologie – Managements&amp;#039;&amp;#039;. Erich Schmidt, Berlin 1985, ISBN 3-503-02495-6, S. 273 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsgebiete ==&lt;br /&gt;
Heutige Anwendungsgebiete der Technologie sind Verpackungstechnologie, [[Fertigungstechnik]], [[Biotechnologie]], [[Bionik]], [[Elektromobilität]], [[Energietechnik]], [[Gentechnologie]], [[Getränketechnologie]], [[Informationstechnologie|Informations-]] und [[Kommunikationstechnologie]], [[Softwaretechnik]], [[künstliche Intelligenz]], [[Lebensmitteltechnologie]], [[Mikroelektronik]], [[Nanotechnologie]], [[Robotertechnik]], Wasser- und [[Abwassertechnik]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Hinsch, Jens Olthoff: &amp;#039;&amp;#039;Impulsgeber Luftfahrt&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 2013, ISBN 978-3-642-32669-1, S. VI ({{Google Buch |BuchID=0n-eP-u__fAC |Seite=PR7}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Technologie|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [[Jean Baudrillard]], [[Hannes Böhringer]], [[Vilém Flusser]]: &amp;#039;&amp;#039;Philosophien der neuen Technologie.&amp;#039;&amp;#039; [[Merve Verlag|Merve]], Berlin 1989, ISBN 3-88396-066-7.&lt;br /&gt;
* Peter Brödner: &amp;#039;&amp;#039;Der überlistete Odysseus.&amp;#039;&amp;#039; Edition Sigma, Berlin 1997, ISBN 3-89404-611-2.&lt;br /&gt;
* Susanne Fohler: &amp;#039;&amp;#039;Techniktheorien. Der Platz der Dinge in der Welt des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Fink, München 2003, ISBN 3-7705-3759-9.&lt;br /&gt;
* Georg H. Knutzen: &amp;#039;&amp;#039;Technologie in den [[Corpus Hippocraticum|hippokratischen Schriften]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1963, Nr. 14).&lt;br /&gt;
* [[Günter Ropohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Technologie. Eine Systemtheorie der Technik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Universitätsverlag Karlsruhe, Karlsruhe 2009, ISBN 978-3-86644-374-7.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Seiffert]], Gerard Radnitzky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handlexikon zur Wissenschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. dtv, München 1992, ISBN 3-423-04586-8, S. 362–365 (Stichwort Technologie und deren Abgrenzung zu anderen Wissenschaften).&lt;br /&gt;
* Hans-Jörg Bullinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Technologieführer Grundlagen-Anwendungen-Trends.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-33788-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technologiekritik:&lt;br /&gt;
* [[Kathrin Passig]]: &amp;#039;&amp;#039;Standardsituationen der Technologiekritik.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Edition Unseld&amp;#039;&amp;#039;). Suhrkamp, Berlin 2013, ISBN 978-3-518-26048-7 (Sammlung von Essays zu gängigen Irrtümern von Technologiegegnern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4059276-5|LCCN=sh85133147}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technologie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technikfolgenabschätzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innovationsmanagement| Technologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrielle Revolution]]&lt;/div&gt;</summary>
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