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	<title>Tatverdacht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Tatverdacht&amp;diff=12036&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Opihuck: Link auf neuen Artikel</title>
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		<updated>2025-07-10T18:41:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf neuen Artikel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tatverdacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in Deutschland ein juristischer Fachausdruck aus dem Bereich des [[Strafverfahrensrecht]]es und bezeichnet den Umstand, dass Organe der [[Strafverfolgungsbehörde]]n aufgrund bestimmter Anhaltspunkte (Indizien, Beweise) und Schlussfolgerungen annehmen, dass eine [[Straftat (Deutschland)|Straftat]] begangen wurde. Der Tatverdacht kann sich gegen Unbekannt oder gegen eine bestimmte Person richten. Je nach [[Beweis (Rechtswesen)|Beweislage]] ist der Verdacht unterschiedlich stark ausgeprägt und macht die betroffene Person entweder zum Tatverdächtigen oder zum Beschuldigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verdachtsgrade ==&lt;br /&gt;
Folgende Verdachtsgrade werden im deutschen Strafprozessrecht unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfangsverdacht ===&lt;br /&gt;
Der [[Anfangsverdacht]] beruht auf „zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkten“ ({{§|152|stpo|juris}} Absatz 2 [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]]). Liegt ein Anfangsverdacht vor, muss die [[Staatsanwaltschaft]] nach dem [[Legalitätsprinzip (Strafrecht)|Legalitätsprinzip]]  – ggf. nach Durchführung eines sog. [[Ermittlungserzwingungsverfahren]]s – gegen den Beschuldigten ein förmliches [[Ermittlungsverfahren]] einleiten. Personenbezogene Daten, die etwa im Zuge einer polizeilichen Kontrolle erhoben wurden, sind zu speichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinreichender Tatverdacht ===&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;hinreichender Tatverdacht&amp;#039;&amp;#039; ist eine Verdachtsverdichtung, die Voraussetzung für eine [[Anklage]] bei Gericht ist. Hinreichender Tatverdacht ist dann gegeben, wenn bei vorläufiger Beurteilung der Beweissituation eine spätere Verurteilung wahrscheinlich ist. Die Staatsanwaltschaft erhebt bei Vorliegen des hinreichenden Tatverdachts in der Regel öffentliche Klage in Form der Anklage oder des [[Strafbefehlsverfahren (Deutschland)|Strafbefehls]] ({{§|170|stpo|juris}} Absatz 1 StPO), andernfalls stellt sie das Verfahren ein (§ 170 Absatz 2 StPO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[In dubio mitius|In-dubio-mitius-Regelung]] findet bei der Ermittlung keine Anwendung. Zu berücksichtigen ist aber von der Anklagebehörde bei Erhebung der Anklage die In-dubio-Regelung bei der Entscheidung des Gerichts. Hierauf wird auf die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung abgestellt. Nach Anklageerhebung prüft auch das Gericht den hinreichenden Tatverdacht, wenn es über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet. Grundlage des [[Eröffnungsbeschluss]]es (§§ {{§|203|StPO|dejure|text=203}}, {{§|207|StPO|dejure|text=207}}  StPO) oder Nichteröffnungsbeschlusses ({{§|204|stpo|juris}} StPO) sind die vorangegangenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dringender Tatverdacht ===&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;dringender Tatverdacht&amp;#039;&amp;#039; ist Voraussetzung für den Erlass eines [[Haftbefehl]]s mit nachfolgenden freiheitsentziehenden Maßnahmen ({{§|127|stpo|juris}} Absatz 2 StPO&amp;amp;nbsp;– Vorläufige Festnahme, {{§|126a|stpo|juris}} StPO&amp;amp;nbsp;– Einstweilige Unterbringung). Dringender Tatverdacht wird ferner für die [[Untersuchungshaft]] ({{§|112|stpo|juris}} StPO) und die Ausschreibung zur Aufenthaltsermittlung ({{§|131a|stpo|juris}} StPO) vorausgesetzt. Er liegt nur dann vor, wenn nach dem derzeitigen Ermittlungsstand eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der [[Beschuldigter|Beschuldigte]] Täter oder Teilnehmer einer Straftat ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesverfassungsgericht]], Beschluss vom 12. September 1995, Aktenzeichen {{Rspr|2 BvR 2475/94}} = NJW 1996, 1049, beck-online&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Grade nach ist der dringende Tatverdacht stärker als der hinreichende. Jedoch kann der dringende Tatverdacht einer Ansicht nach ausnahmsweise bestehen, ohne dass der hinreichende Tatverdacht vorliegt. Denn eine Prognose, dass eine Verurteilung wahrscheinlich ist, verlangt der dringende Tatverdacht dieser Ansicht nach nicht; es genüge die Möglichkeit der Verurteilung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[OLG Karlsruhe]], Beschluss vom 14. Dezember 2016, Aktenzeichen {{Rspr|2 Ws 343/16}} = [[BeckRS]] 2016, 110810, beck-online&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer anderen Ansicht nach ist auch hinsichtlich der Möglichkeit der Verurteilung für den dringenden Tatverdacht eine hohe Wahrscheinlichkeit zu fordern.&amp;lt;ref&amp;gt;OLG Köln, Beschluss vom 5. März 1996, Aktenzeichen {{Rspr|2 Ws 87/96}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Lind in: [[Löwe-Rosenberg]], StPO, Band 4/1 §§ 112-136a, Berlin, Boston: De Gruyter, 2019, § 112 Rn. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach einer Entscheidung des [[Bundesgerichtshof]]es aus 1992 müssen für einen dringenden Tatverdacht „gerichtsverwertbare Beweise vorhanden sein, durch die der Beschuldigte mit großer Wahrscheinlichkeit überführt werden kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Beschluss vom 5. Mai 1992, Aktenzeichen 2 BJs 15/92-5, {{Rspr|StB 9/92}}, NJW 1992, 1975 = BGHSt 38, 276&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zustimmend zitiert von [[Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen|OLG Bremen]], Beschluss vom 18. Dezember 2020, Aktenzeichen {{Rspr|1 Ws 166/20}}, [[BeckRS]] 2020, 38311 Rn. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richterliche Überzeugung ===&lt;br /&gt;
Die höchste Stufe des Tatverdachts ist die &amp;#039;&amp;#039;[[richter]]liche Überzeugung&amp;#039;&amp;#039;. Nur wenn das Gericht nach Durchführung einer Hauptverhandlung keinen vernünftigen Zweifel mehr an der Schuld des Angeklagten hat, darf es ihn verurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderungen im Verlauf des Verfahrens ===&lt;br /&gt;
Der Verdachtsgrad kann sich im Verlauf eines Ermittlungs- oder Strafverfahrens mehrfach ändern, wenn beispielsweise das Ergebnis einer kriminaltechnischen Spurenauswertung oder neue Zeugenaussagen bekannt werden. Zu beachten ist, dass für die Zulässigkeit von [[Maßnahme (Recht)|Maßnahmen]] wie (Haus-) [[Durchsuchung (Recht)|Durchsuchung]] oder [[Beschlagnahme]] – Haftbefehl ausgenommen – ein Anfangsverdacht ausreichend sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst Herold, Waldemar Burghard et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kriminalistik-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;  Kriminalistik-Verlag, Heidelberg 1996, ISBN 978-3783209952.&lt;br /&gt;
* [[Lutz Meyer-Goßner]], [[Bertram Schmitt]]: &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zur Strafprozessordnung.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck Verlag, 61. Auflage 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4187605-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafprozessrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Opihuck</name></author>
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