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	<title>Türken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Diopuld: /* Anzahl und Siedlungsgebiet */</title>
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		<updated>2025-07-25T23:32:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anzahl und Siedlungsgebiet&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Weitere Bedeutungen zu &amp;#039;&amp;#039;Türken&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Türke&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Türkin&amp;#039;&amp;#039; sind unter [[Türken (Begriffsklärung)]] aufgeführt.}}[[Datei:Turks collage.png|mini|Einige der berühmtesten Türken der Welt]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Türken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{TrS}} &amp;#039;&amp;#039;Türkler&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Ethnie]], deren Hauptsiedlungsgebiete in [[Anatolien]], [[Zypern]] und [[Südosteuropa]] liegen. In vielen Ländern der Welt existiert eine große [[türkische Diaspora]], überwiegend in europäischen Ländern und innerhalb dieser vor allem in [[Türkeistämmige in Deutschland|Deutschland]]. Der Großteil der Türken lebt in der seit Gründung 1923 durch [[Mustafa Kemal Atatürk|Kemal Atatürk]] nach ihnen benannten Republik [[Türkei]], dem Nachfolger des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]], in der sie die Mehrheit der Bevölkerung bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Volksbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Türk&amp;#039;&amp;#039; wird erstmals in chinesischen Chroniken des 6. Jahrhunderts als &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;u-küe&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tujue&amp;#039;&amp;#039; erwähnt und war der Name eines Clans innerhalb einer größeren nomadischen Stammeskonföderation, der die Eigenbezeichnung „Türk“ trug und deren Herkunft nicht eindeutig zu belegen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Carter Vaughn Findley, „The Turks in World History“, Oxford University Press, 2005, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Aufstieg der „Türk“ wurde der Name als politische Bezeichnung auf eine ganze Reihe anderer Nomaden und Völker übertragen und schließlich, durch einen bis heute nicht vollständig nachvollzogenen Prozess, als generelle Bezeichnung für eine ganze [[Turksprachen|Sprach-]] und [[Turkvölker|Völkerfamilie]] übernommen – zuerst von muslimischen Gelehrten, später auch in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Benjamin Golden]]: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Turks, Abschnitt I: History, Unterabschnitt 2: The tribal history of the Central Asian Turks.&amp;#039;&amp;#039; In [[Encyclopaedia of Islam]], Volume X, S. 689: &amp;#039;&amp;#039;The name Türk spread as a political designation during the period of Göktürk imperial hegemony to their subject Turkic and non-Turkic peoples. Subsequently, it was adopted as a generic ethnonym designating most if not all of the Turkic-speaking tribes in Central Asia by the Muslim peoples with whom they came into contact.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ist auch die Bezeichnung für die türkische Bevölkerung [[Anatolien]]s abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{lückenhaft|Aufkommen eines türkischen Nationalismus im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] des späten 19. Jahrhunderts und die [[Säkularisierung]] nach [[Atatürk]]}}&lt;br /&gt;
Die heutigen Türken lassen sich in den sprachlichen und ethnischen Kontext der [[Turkvölker]] stellen. Das Siedlungsgebiet des ältesten unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Türken&amp;#039;&amp;#039; bekannten Volkes befand sich im östlichen [[Zentralasien]], auf einem Gebiet, das sich vom [[Altai]]-Gebirge bis zum [[Tienschan]] im Westen und vom [[Baikalsee]] im Norden bis zum [[Altun]] im Süden erstreckte. Bereits in der ausgehenden [[Spätantike]] entstand dort ein erstes türkisches Reich, das der [[Göktürken]], die ab der Mitte des [[6. Jahrhundert]]s für etwa zwei Jahrhunderte eine bedeutende Rolle in der Geschichte Zentralasiens spielten. Hier nahmen später Migrationen ihren Anfang, die zur Gründung verschiedener Reiche wie die der [[Karachaniden]], [[Seldschuken]] oder [[Osmanisches Reich|Osmanen]] führten. Sie führten ferner turksprachige Gruppen in den [[Mittlerer Osten|Mittleren Osten]] und nach [[Anatolien]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Udo Steinbach]]: Geschichte der Türkei, S. 8 ({{Google Buch|BuchID=DMQZWvzG0TsC|Hervorhebung=steinbach udo|Linktext=Online}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinbach17&amp;quot;&amp;gt;[[Udo Steinbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Türkei im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Bergisch Gladbach 1996, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwanderung nach Anatolien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:OttomanEmpireIn1683.png|miniatur|Das Osmanische Reich im Jahre 1683]]&lt;br /&gt;
Der Aufstieg der Türken zu einer islamischen Großmacht begann bereits im 11. Jahrhundert, als die [[Großseldschuken]], ein Familienclan [[Oghusen|oghusischer]] Herkunft, ein riesiges Gebiet eroberten, das vom [[Mittelmeer]] bis nach [[Zentralasien]] reichte. Die Seldschuken ermöglichten mit der siegreichen [[Schlacht von Manzikert]] im Jahre 1071, in deren Folge die byzantinische Verwaltung und Verteidigung Kleinasiens zusammenbrach, die [[Türkisierung der Türkei|türkische Landnahme Anatoliens]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinbach22&amp;quot;&amp;gt;Steinbach (1996), S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung weiter Teile Anatoliens durch die türkischen Stammeskrieger unter der Führung von [[Suleiman ibn Kutalmiş]], einem seldschukischen Prinzen, machte sich dieser von den Großseldschuken unabhängig. Sowohl er als auch sein Sohn und Nachfolger [[Kılıç Arslan I.]] wurden bei Auseinandersetzungen mit den Großseldschuken getötet, was in Kleinasien zu verworrenen Zuständen führte. Im Gefolge der Kreuzzüge konnten die Byzantiner große Teile der Halbinsel zurückerobern. Die Abkömmlinge Kılıç Arslans konnten schließlich das von Suleiman begründete [[Sultanat der Rum-Seldschuken|Sultanat &amp;#039;&amp;#039;Rum&amp;#039;&amp;#039;]] stabilisieren, sich gegen andere türkische Konkurrenten durchsetzen und auch die byzantinische Herrschaft wieder zurückdrängen. Das Sultanat von &amp;#039;&amp;#039;Rum&amp;#039;&amp;#039; stellte den ersten kulturellen und politischen Höhepunkt der Türkenherrschaft in Anatolien dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Steinbach (1996), S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Niederlage in der [[Schlacht vom Köse Dağ]] (1243) geriet das Sultanat unter die Oberhoheit der Mongolen und löste sich gegen Ende des 13. Jahrhunderts schließlich auf. Während der Osten des Reiches unter direkte mongolische Herrschaft fiel, machten sich im Westen kleine türkische Fürstentümer (→ [[Uc]]) unabhängig, die den Grenzkrieg gegen das byzantinische Reich fortsetzten und bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts die byzantinische Herrschaft in Kleinasien mit wenigen Ausnahmen beseitigten. Eines dieser Fürstentümer war das der Osmanen, die vor den Mongolen in das Land der Rum-Seldschuken geflüchtet waren. Diese Entwicklung und die politischen Ereignisse in Zentralasien (Niederlage der Seldschuken gegen die [[Kara-Kitai]], Eroberungen der [[Choresm-Schahs]] und der Eroberungszug der [[Mongolisches Reich|Mongolen]]) prägten die Einwanderung der Türken. Die Einwanderung der ogusischen Stämme, anderer türkischen Ethnien und mongolischer Elemente verlief wellenförmig von der Mitte des 11. Jahrhunderts bis in das 15. Jahrhundert hinein. Diese Gemeinschaften waren stets polyethnisch und politischen Charakters. Ihre Mitglieder waren entweder in die Gemeinschaft hineingeboren worden oder hatten sich ihr angeschlossen. Schätzungsweise trafen bis zum 12. Jahrhundert 100.000 bis 300.000 „Türken“ in Anatolien ein und trafen dort auf zwei bis drei Millionen Alteingesessene. Vermutlich stellten diese im 13. Jahrhundert in Anatolien die relative und spätestens im 15. Jahrhundert die absolute Bevölkerungsmehrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Kreiser]]: Der Osmanische Staat 1300–1922. München 2001, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Bericht über den Kreuzzug von [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossa]] im Jahre 1190 &amp;#039;&amp;#039;(Historia Peregrinorum)&amp;#039;&amp;#039; erscheint erstmals der Begriff „Türkei“ in abendländischen Quellen. Im 13. Jahrhundert wird er in vielen europäischen Quellen verwendet. Im Arabischen ist die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;barr al-turkiyya&amp;#039;&amp;#039; (türkisches Land, Türkei) seit Anfang des 14. Jahrhunderts belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Kreiser in: Kreiser und Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Türkei.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2003, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einzelheiten der religiösen, sozialen und ethnischen Umformung Kleinasiens von einem christlichen und im Wesentlichen griechischsprachigen Land in ein muslimisch und türkisch geprägtes Land sind schwer erkennbar; es handelte sich um einen über Jahrhunderte andauernden und vielschichtigen Prozess. Dieser blieb in den Jahrzehnte nach der Eroberung zunächst noch gering; noch 1255 waren nach dem Reisebericht Wilhelm von Rubrucks 90 % der Bevölkerung im östlichen Anatolien Christen, während dann 1520 die türkischen Steuerregister in Anatolien 400 000 Christen bei 4,5 Millionen Muslimen zählten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Mirow: &amp;#039;&amp;#039;Imperien Im Kopf. Wie große Reiche Kulturen und Identitäten formten&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2025, ISBN 978-3-86408-348-8, S. 94, 98f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei diesem Akkulturationsprozess kam es auch zu vielfältigen religiösen und ethnischen Durchdringungen. Personen türkischer Herkunft machten im byzantinischen Militärdienst Karriere und stiegen (nach Konversion zum Christentum), wie die &amp;#039;&amp;#039;Axuchoi&amp;#039;&amp;#039;, bis in den byzantinischen Hochadel auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Hecht, &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter der Komnenen&amp;#039;&amp;#039; in: Franz Georg Maier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Byzanz&amp;#039;&amp;#039; (Fischer Weltgeschichte Band 13), S. 234–301, S. 260, 270&amp;lt;/ref&amp;gt; Umgekehrt finden sich unter den Vertrauten der ersten Osmanenherrscher Personen wie [[Köse Mihal]] und [[Ewrenos|Evrenoz Bey]], die bereits ausweislich ihrer Namen und auch der Überlieferung nach byzantinischer und christlicher Herkunft waren und die bereits vor ihrem Übertritt zum Islam Parteigänger der Osmanen waren. Zudem lebten bereits vor der osmanischen Eroberung Südosteuropas dort Angehörige turkvölkischer Herkunft, die teils enge, teils entferntere ethnische Verwandte der anatolischen Türken waren. Nach dem Übertritt zum Islam verschmolzen sie mit den osmanischen Eroberern; soweit sie Christen blieben, sehen einige Autoren in ihnen die Vorfahren der [[Gagausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Türkische setzte sich in der Folge rasch als Umgangssprache zwischen den einzelnen Bevölkerungsteilen durch. Das Persische war neben dem Arabischen die wichtigste Bildungs- und Literatursprache. Sämtliche Chroniken der Rumseldschuken wurden auf Persisch verfasst. Nach dem Untergang des Reichs der Rumseldschuken begann auch im offiziellen Gebrauch und in der Literatur das Türkische hervorzutreten. Als im Jahre 1277 der Herrscher der [[Karaman (Beylik)|Karaman Oğulları]] Mehmed Bey von Konya Besitz ergriffen hatte, gab er den Befehl, dass in der Staatskanzlei nur das Türkische gebraucht werden dürfe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mehmet Fuat Köprülü|Köprülüzāde Meḥmed Fuʾād]], Art. &amp;#039;&amp;#039;Türken&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt B III &amp;#039;&amp;#039;Die osmanisch-türkische Literatur&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopaedie des Islam]]&amp;#039;&amp;#039;, Band IV, S-Z, Leiden/Leipzig 1934, S. 1011&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 13. Jahrhundert sind anatolische Literaturerzeugnisse in türkischer Sprache erhalten, ab dem Ende des 13. Jahrhunderts gewann das Türkische auch in staatlichen Urkunden an Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Köprülüzāde Meḥmed Fuʾād, Art. &amp;#039;&amp;#039;Türken&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt B III &amp;#039;&amp;#039;Die osmanisch-türkische Literatur&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopaedie des Islam&amp;#039;&amp;#039;, Band IV, S-Z, Leiden/Leipzig 1934, S. 1012&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter der christlichen Bevölkerung waren Syrisch-Aramäisch, Armenisch und Arabisch die wichtigsten Bildungssprachen. Das Arabische wurde im Osmanischen Reich in Kadiregistern, Stiftungsurkunden und Inschriften bis zum Ende des 16. Jahrhunderts durch das Osmanische ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Kreiser in: Kreiser und Neumann: Kleine Geschichte der Türkei. Stuttgart 2003, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Türk&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Türki&amp;#039;&amp;#039; als Volks- oder Sprachbezeichnung war trotz der verschiedentlich pejorativen Verwendungen in historischen und literarischen Texten des Osmanischen Reiches nicht auf nomadisierende oder bäuerliche Bevölkerungsgruppen beschränkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Kreiser: Der Osmanische Staat 1300–1922. München 2001, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Osmanische Reich ===&lt;br /&gt;
Auf die anatolischen Seldschuken folgten die türkischen Osmanen, die bald darauf große Teile Anatoliens unter ihre Herrschaft brachten und im Jahr 1453 [[Konstantinopel]] eroberten. Mit gewaltigen Kriegszügen eroberten die Osmanen ein Reich, das von [[Armenien]] bis nach [[Ungarn]], von der südrussischen Steppe bis nach Nordafrika reichte. Auch große Teile der arabischen Halbinsel und des Mittelmeerraums gehörten zum türkischen Imperium. Ungeachtet der am Hofe und im Militär und der Verwaltung herrschenden türkischen Sprache beruhte der osmanische Staat nicht auf einer ethnischen Grundlage, sondern war eine rein dynastische Herrschaft, die der Sultan vor allem mit den Angehörigen seines Haushalts (&amp;#039;&amp;#039;kul:&amp;#039;&amp;#039; rechtlich in etwa Sklaven und Freigelassene) ausübte. Die ethnische Zugehörigkeit zum Türkentum verschaffte keinen Zugang zu Macht und Reichtum, vielmehr rekrutierte sich die Schicht der leitenden Funktionäre im Wesentlichen aus zwangsverpflichteten islamisierten (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Knabenlese]]&amp;#039;&amp;#039;) Angehörigen der nichtmuslimischen unterworfenen Völker. Nur von Außen, etwa von den Europäern, wurde der Staat als &amp;#039;&amp;#039;Türkisches Reich&amp;#039;&amp;#039;, seine muslimischen Bewohner als &amp;#039;&amp;#039;Türken&amp;#039;&amp;#039; und sein Sultan als &amp;#039;&amp;#039;Großtürke&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Vergleichbar bezeichneten die arabischen Muslime ihre nichtarabischen Glaubensgenossen in Anatolien und in Südosteuropa als &amp;#039;&amp;#039;Türken&amp;#039;&amp;#039;. Ebenso hielten es die nichtmuslimischen Untertanen des Sultans. Erst in den Umbrüchen und Staatskrisen des 17. und 18. Jahrhunderts wurde das hergebrachte Rekrutierungssystem aufgegeben. Auch gebürtige Muslime konnten jetzt als &amp;#039;&amp;#039;kul&amp;#039;&amp;#039; in ein Verpflichtungsverhältnis zum Sultan treten, etwa ins [[Janitscharen]]korps eintreten, im Gegensatz zu den früher zwangsausgehobenen Angehörigen auch heiraten und ihren Status an ihre Nachkommen vererben. Am Ende der hierdurch angestoßenen, vielfach gebrochenen Entwicklung stand die Herausbildung des modernen türkischen Staates und der türkischen Nation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anzahl und Siedlungsgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Turkoj en Bulgario.png|mini|Anteil der [[Türken in Bulgarien]] laut der Volkszählung 2001 in den [[Liste der Bezirke in Bulgarien|Oblasten]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FFDEAD&amp;quot;&amp;gt;10 % und höher&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#CDB79E&amp;quot;&amp;gt;20 % und höher&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#8B7D6B&amp;quot;&amp;gt;50 % und höher&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Map of the Turkish Diaspora in the World.svg|mini|Türkische Diaspora]]&lt;br /&gt;
Zu den Türken rechnen sich weltweit rund 65 Millionen Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut König, Manfred Sicking: &amp;#039;&amp;#039;Gehört die Türkei zu Europa?&amp;#039;&amp;#039; Bielefeld 2005, S. 137&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 58 Millionen Türken&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/tu.html |wayback=20170702111626 |text=Central Intelligence Agency. The World Factbook: Turkey }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://countrystudies.us/turkey/27.htm Turkey: A Country Study]&amp;lt;/ref&amp;gt; leben vor allem in der nach ihnen benannten Republik Türkei. Als [[Autochthones Volk|autochthone]] Minderheiten sind sie auch in [[Zypern]] (265.000&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nufussayimi.devplan.org/population%20%20and%20housing%20%20census.pdf &amp;#039;&amp;#039;The press statement of Prime Minister Ferdi Sabit Soyer on the tentative results of 2006 population and housing census&amp;#039;&amp;#039;, 5. Mai 2006] (PDF; 54&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;) und in Südosteuropa als [[Balkantürken]] in [[Bulgarien]] (746.664,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nsi.bg/Census/Ethnos.htm Zensus in Bulgarien am 1. März 2001]&amp;lt;/ref&amp;gt; vor allem in den Oblasten [[Oblast Kardschali|Kardschali]], [[Oblast Rasgrad|Rasgrad]], [[Oblast Schumen|Schumen]], [[Oblast Targowischte|Targowischte]] und [[Oblast Silistra|Silistra]]), [[Griechenland]] (157.000, vor allem in den Regionalbezirken [[Rodopi (Regionalbezirk)|Rodopi]] und [[Xanthi (Regionalbezirk)|Xanthi]]), [[Nordmazedonien]] (79.000, vor allem in [[Skopje]] und [[Gostivar]]), [[Rumänien]] (44.500,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/ro.html |wayback=20140924094539 |text=Central Intelligence Agency }}&amp;lt;/ref&amp;gt; vor allem im [[Kreis Constanța]]) und im [[Kosovo]] (22.500,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ks-gov.net/esk/esk/pdf/english/general/kosovo_figures_05.pdf |wayback=20081217230813 |text=Kosovo in figures 2005 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; vor allem in [[Prizren]] und [[Mamuša]]) beheimatet. Als klassische [[Einwanderung|Einwanderer]] oder [[Arbeitsmigration|Arbeitsemigranten]] und deren Abkömmlinge leben sie vorwiegend in vielen europäischen Ländern, dort überwiegend in Deutschland (2.196.000), in den [[Niederlande]]n (400.000,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nisnews.nl/public/010307_2.htm |wayback=20090113011501 |text=Netherlands Info Services }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dutchnews.nl/news/archives/2007/03/dutch_turks_swindled_afm_to_in.php Dutch News]&amp;lt;/ref&amp;gt;) in [[Frankreich]] (224.000), aber z.&amp;amp;nbsp;B. auch in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] (171.818&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |author=U.S. Census Bureau; American FactFinder |title=U.S. Census Tables |url=http://factfinder.census.gov/servlet/DTTable?_bm=y&amp;amp;-geo_id=D&amp;amp;-ds_name=D&amp;amp;-_lang=en&amp;amp;-redoLog=false&amp;amp;-mt_name=ACS_2002_EST_G2000_PCT026 |accessdate=2008-07-09 |archiveurl=https://archive.today/20200212052112/http://factfinder.census.gov/servlet/DTTable?_bm=y&amp;amp;-geo_id=D&amp;amp;-ds_name=D&amp;amp;-_lang=en&amp;amp;-redoLog=false&amp;amp;-mt_name=ACS_2002_EST_G2000_PCT026 |archivedate=2020-02-12 |offline=yes }}&amp;lt;/ref&amp;gt;) und in [[Australien]] (150.000&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.smh.com.au/news/World/Old-foes-new-friends/2005/04/22/1114152326767.html Sydney Morning Herald]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.turkishembassy.org.au/assets/docs/National_day.pdf |wayback=20090225081535 |text=Turkish Embassy AU }}&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Die überwiegende Mehrheit der Türken sind sunnitische Muslime, die der [[Hanafiten|hanafitischen Rechtsschule]] folgen. Ein kleiner Teil der Türken sind sunnitische Muslime, die der [[Schāfiʿiten|schafiitischen]] oder [[Hanbaliten|hanbalitischen Rechtsschule]] folgen oder [[Madhhab|rechtsschulunabhängig]] sind. Des Weiteren gibt es [[Sufismus|Sufis]] des [[Halveti|Khalwatīya]]-, [[Mevlevi|Mawlawīya]]-, [[Naqschbandīya]]-, [[Qādirīya]]- und [[Rifāʿīya]]-Ordens. Außerdem sind unter Türken in geringem Maße [[Zwölfer-Schia|Zwölfer-Schiiten]], die hauptsächlich in den Distrikten [[al-Muqdadiyya]], [[Chanaqin]] und [[Kifri]] in der irakischen Provinz [[Diyala]], in den Distrikten [[Daquq]], [[al-Hawidscha]] und [[Kirkuk]] in der Provinz [[Kirkuk (Gouvernement)|Kirkuk]], im Distrikt [[Tal Afar]] in der Provinz [[Ninawa]], im Distrikt [[Tuz (Distrikt)|Tuz]] in der Provinz [[Salah ad-Din (Gouvernement)|Salah ad-Din]] sowie in der türkischen Provinz [[Çorum (Provinz)|Çorum]] leben, anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus bekennen sich viele Türken zum [[Aleviten]]tum, insbesondere in den türkischen Provinzen [[Amasya (Provinz)|Amasya]], [[Çorum (Provinz)|Çorum]], [[Erzincan (Provinz)|Erzincan]] und [[Tokat (Provinz)|Tokat]] sowie im Landkreis [[Adıyaman|Merkez]] in der Provinz [[Adıyaman (Provinz)|Adıyaman]], im Landkreis [[Çubuk (Ankara)|Çubuk]] in der türkischen Provinz [[Ankara (Provinz)|Ankara]], in den Landkreisen [[Damal]] und [[Hanak (Türkei)|Hanak]] in der Provinz [[Ardahan (Provinz)|Ardahan]], in den Landkreisen [[Edremit (Balıkesir)|Edremit]] und [[Balıkesir|Merkez]] in der Provinz [[Balıkesir (Provinz)|Balıkesir]], im Landkreis [[Şenkaya]] in der Provinz [[Erzurum (Provinz)|Erzurum]], in den Landkreisen [[Eskişehir|Merkez]] und [[Seyitgazi]] in der Provinz [[Eskişehir (Provinz)|Eskişehir]], im Landkreis [[Yavuzeli]] in der Provinz [[Gaziantep (Provinz)|Gaziantep]], im Landkreis [[Selim (Türkei)|Selim]] in der Provinz [[Kars (Provinz)|Kars]], in den Landkreisen [[Delice]] und [[Sulakyurt]] in der Provinz [[Kırıkkale (Provinz)|Kırıkkale]], im Landkreis [[Kofçaz]] in der Provinz [[Kırklareli (Provinz)|Kırklareli]], im Landkreis [[Kütahya|Merkez]] in der Provinz [[Kütahya (Provinz)|Kütahya]], in den Landkreisen [[Arguvan]], [[Doğanşehir]], [[Hekimhan]] und [[Kuluncak]] in der Provinz [[Malatya (Provinz)|Malatya]], im Landkreis [[Salihli]] in der Provinz [[Manisa (Provinz)|Manisa]], im Landkreis [[Hacıbektaş]] in der Provinz [[Nevşehir (Provinz)|Nevşehir]], im Landkreis [[Ladik (Samsun)|Ladik]] in der Provinz [[Samsun (Provinz)|Samsun]], in den Landkreisen [[Gürün]], [[Hafik]], [[Kangal (Sivas)|Kangal]], [[Sivas|Merkez]], [[Şarkışla]], [[Ulaş]], [[Yıldızeli]] und [[Zara (Sivas)|Zara]] in der Provinz [[Sivas (Provinz)|Sivas]], in den Landkreisen [[Akdağmadeni]], [[Aydıncık (Yozgat)|Aydıncık]], [[Çekerek]], [[Yozgat|Merkez]] und [[Sorgun]] in der Provinz [[Yozgat (Provinz)|Yozgat]] sowie in den Gemeinden [[Chaskowo]] und [[Mineralni bani]] in der bulgarischen Provinz [[Oblast Chaskowo]], in der Gemeinde [[Momtschilgrad]] in der [[Oblast Kardschali]], in den Gemeinden [[Kubrat (Stadt)|Kubrat]] und [[Isperich]] in der [[Oblast Rasgrad]], in der Gemeinde [[Dulowo]] in der [[Oblast Silistra]] und in der Gemeinde [[Kotel]] in der [[Oblast Sliwen]]. Die alevitischen [[Türken in Bulgarien|Türken Bulgariens]] werden auch [[Alianen]] genannt. Gemäß dem Zensus von 2011 gab es 27.407 Aleviten und Schiiten in Bulgarien.&amp;lt;ref name=2011census&amp;gt;{{cite web|title=Население по местоживеене, възраст и вероизповедание|url=http://censusresults.nsi.bg/Census/Reports/2/2/R10.aspx|publisher=National Statistical Institute of Bulgaria|archive-url=https://web.archive.org/web/20180303153448/http://censusresults.nsi.bg/Census/Reports/2/2/R10.aspx|archive-date=2018-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner gibt es einige wenige [[Bahaitum|Bahais]], [[Christ]]en, [[Türkische Juden|Juden]], [[Tengrismus|Neo(gök)tengristen]] und [[Konfessionslosigkeit|Konfessionslose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste türkischer Bevölkerungsanteile nach Staat]]&lt;br /&gt;
* [[Türken in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Türken in Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Benjamin Golden]]: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to the History of the Turkic Peoples: Ethnogenesis and State-Formation in Medieval and Early Modern Eurasia and the Middle East.&amp;#039;&amp;#039; Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1992, ISBN 978-3-447-03274-2.&lt;br /&gt;
* [[Bodo Guthmüller]], [[Wilhelm Kühlmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Europa und die Türken in der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 978-3-484-36554-4.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Kreiser]], [[Christoph K. Neumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Türkei.&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte und erweiterte Ausgabe. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-010678-5.&lt;br /&gt;
* [[Udo Steinbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Türkei.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-44743-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4061165-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4061165-6|LCCN=sh85138915|NDL=00576636}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Turken}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turksprachige Ethnie| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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