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	<title>Symbolismus (Literatur) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Rosenfalter: /* Skandinavischer Symbolismus */ Formatierung</title>
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		<updated>2025-04-24T16:57:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Skandinavischer Symbolismus: &lt;/span&gt; Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Quelle}}&lt;br /&gt;
{{Allgemeinverständlichkeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Symbolismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine im späten 19. Jahrhundert in Frankreich entstandene literarische Richtung, die im Gegensatz zum [[Realismus (Literatur)|Realismus]] und [[Naturalismus (Literatur)|Naturalismus]] durch [[Idealismus (Philosophie)|idealistische]] Züge gekennzeichnet ist, sich gegen den [[Positivismus]] richtet und neue Entfaltungsmöglichkeiten anstrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Die literarische [[Epoche (Literatur)|Epoche]] des Symbolismus begann etwa 1890. Ihre Wurzeln sind in den gesellschaftlichen Umwälzungen und historischen Ereignissen des 19. Jahrhunderts zu suchen, z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Industrialisierung]], dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt und der Entstehung des [[Materialismus]] und philosophischen [[Positivismus]]. Mit der Zeit machte sich der Verzicht auf abstrakte Werte und idealistisch-ästhetische Empfindungen auch in der Literatur bemerkbar, hauptsächlich im [[Realismus (Literatur)|Realismus]] und im [[Naturalismus (Literatur)|Naturalismus]]. Doch das neu entstandene rationalistische Weltbild war kein einheitliches und wurde durch zahlreiche Entdeckungen in den Bereichen der [[Mathematik]] und [[Physik]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[Röntgenstrahlung|Röntgenstrahlen]], [[Radioaktivität]] und wenig später der [[Relativitätstheorie]], immer wieder in Frage gestellt. Diese Krise des positivistischen Weltbilds und der herkömmlichen Religion und Moral sowie die Auffassung der Welt als etwas unzulänglich Erfasstes führte zusammen mit der Aufbruchsstimmung der [[Fin de siècle|Fin-de-Siècle]]-Kultur zu der Suche nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten. Eine dieser neuen Entfaltungen war der Symbolismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stilmittel und Kennzeichen ==&lt;br /&gt;
Für die französischen Symbolisten erwies sich einzig das [[Symbol]] als ein Ganzes, als ein stil-technisches Element, welches die Ganzheit der künstlerischen Abbildung der Welt gemäß den ästhetischen Idealen ermöglicht. Daher ist das Symbol, obwohl es als subjektiver Eindruck erscheint, als einheitlich bedeutsames [[Rhetorische Figur|Stilmittel]] anzusehen. Der symbolistische Dichter schafft aus Bruchstücken der realen Welt Symbole, die, neu zusammengesetzt, eine Welt der [[Schönheit]] beziehungsweise der ideellen, ästhetischen und oft auch spirituellen Vollkommenheit ergeben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig dabei ist, dass ästhetische [[Wahrheit]]en nicht direkt beschrieben werden, sondern durch indirekte Stilmittel zu evozieren sind. Der Symbolist verbindet die Elemente seines Werkes nicht auf herkömmliche Art und Weise, indem er Verbindungen zwischen den Worten nur mit Hilfe von [[Metapher]]n, Vergleichen und anderen Stilmitteln schafft, sondern indem er eine Art [[Affinität (Philosophie)|Affinität]] oder tiefere Verwandtschaft zwischen Dingen und Worten ergründet und sich dadurch seinem [[Ideal (Philosophie)|Ideal]] annähern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Zweck werden jedoch auch Stilmittel wie [[Synästhesie]] und [[Onomatopoesie]] eingesetzt, mit deren Hilfe sämtliche Zusammenhänge zwischen Geruch, Klang, Farbe sowie dem [[Sinn (Semantik)|Sinn]] eines Wortes und seiner näheren Bedeutung erarbeitet werden. Dabei spielt oft die gesteigerte [[Musikpsychologie#Musikalische Begabung|Musikalität]] des Gedichts eine große Rolle in der symbolistischen Poesie, wobei eine experimentelle, also erfahrungsgemäße, Einheit angestrebt wird, die nicht [[Rationalisierung (Psychologie)|rationalisierbar]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stets ist der Sinnhorizont der Sache wichtig, der viele andere Sachen mit einschließt und auf ein Gesetz im Weltganzen hindeuten soll, das immer-gegenwärtige Wesen der Sache, das Gültige, Zeitlose, Erlesene. Ein symbolistisches Gedicht beispielsweise beschreibt die Sache beziehungsweise den höheren Sinn nicht direkt, sondern umschreibt es immer wieder von allen Seiten, bis der Mittelpunkt beziehungsweise der höhere Sinn unmissverständlich daliegt. Eine Vereinigung der inneren und äußeren Welt wird angestrebt. In diesem metaphysischen Sinne des Symbols besteht auch ein Zusammenhang zwischen der idealistischen Philosophie [[Immanuel Kant]]s, dessen Unterscheidung zwischen [[Phänomen]] und [[Noumenon]] sich deutlich auf den Symbolismus auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Symbolismus möchte weder die gesellschaftliche Wirklichkeit, wie z.&amp;amp;nbsp;B. der Realismus, noch persönliche Empfindungen oder subjektive Reaktionen auf äußere Ereignisse darstellen, wie dies [[Romantik]] und [[Impressionismus]] taten. Er schafft eine ästhetische oder mystische Kunstwelt, die für ihn ebenso der „Realität“ entspricht; die symbolistische Dichtung bildet im gleichen Maße ab, wie sie bilden und zur Schaffung einer neuen Lebensphilosophie beitragen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Teil erhoffen sich die Symbolisten gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen, vor allem während der späteren, weniger dekadenten Phase der Strömung, zum Beispiel in [[Russland]]. Manche Dichter erwarteten einen neuen Menschen (siehe [[Friedrich Nietzsche|Nietzsches]] „[[Übermensch]]“) für ihre Gedichte. Teilweise besteht auch eine kritische Distanz zum Alltagsleben und den selbstzufriedenen Bürgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolismus als Gegenströmung ==&lt;br /&gt;
Zu viel Alltägliches wie im Naturalismus missfiel manchen Dichtern, weswegen es zu einer Gegenbewegung kam. Diese Dichter wollten lediglich Dichter sein, nicht etwa Weltveränderer. Sie versuchten, das Schöne mithilfe der Sprache wiederzufinden. Außerdem sollte die Literatur nicht die Natur nachahmen, wie es im Naturalismus der Fall war, und auch nicht nur subjektive Wahrnehmung wie im Impressionismus, sondern reine Wortkunst sein. Die Kunst galt als autonome Welt mit eigenen Gesetzen. Ein berühmtes Zitat, welches diese Einstellung unterstreicht, ist „[[L’art pour l’art]]“ („Die Kunst für die Kunst“, „Die Kunst um der Kunst willen“, oder „Die Kunst nur der Kunst wegen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Symbolismus auf internationaler Ebene ==&lt;br /&gt;
Neben dem französischen Symbolismus spielen auch der russische und der deutsche Symbolismus eine größere literaturhistorische Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französischer Symbolismus ===&lt;br /&gt;
[[Paul Verlaine]]s in seinem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Art poétique&amp;#039;&amp;#039; gegebener Rat, „das Unklare mit dem Klaren zu vereinigen“, wurde von den ‚Dekadenten‘ gehorsam befolgt. In diesem Gedicht der Gedichtsammlung &amp;#039;&amp;#039;Jadis et naguère&amp;#039;&amp;#039; (1884) heißt es an der genannten Stelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rien de plus cher que la chanson grise&lt;br /&gt;
:Où l&amp;#039;Indécis au Précis se joint. –&lt;br /&gt;
::(&amp;#039;&amp;#039;Nichts teurer als das graue Lied&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Wo die Unentschlossenheit sich mit dem Präzisen verbindet.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Diejenigen, die das am besten vermochten, nannten sich Symbolisten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Engel|Engel, Eduard]]: Geschichte der französischen Literatur. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. 10. Auflage, Friedrich Brandstetter Verlag, Leipzig 1927, Seite 502–505.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. September 1886 veröffentlichte [[Jean Moréas]] das [[Manifest]] &amp;#039;&amp;#039;Le symbolisme&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.lyriktheorie.uni-wuppertal.de/texte/1886_moreas.html |titel=1886 Jean Moréas: Le Symbolisme |werk=lyriktheorie.uni-wuppertal |sprache=fr |abruf=2024-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, in dem er die Abneigung der Symbolisten gegenüber einem „klaren Sinn, Deklamationen, falscher Sentimentalität, und sachlicher Beschreibung“ bekundete und als ihr Ziel angab, „das Ideal in erkennbare Form zu kleiden“, deren „Ziel nicht in sich selbst liegt, sondern darin, das Ideal auszudrücken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich war die Entstehung des Symbolismus mit der Strömung der [[Dekadenz]] und der Kultur des [[Fin de siècle]] verbunden. Sie sollte aber nicht ausschließlich damit identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Charles Baudelaire]] waren [[Stéphane Mallarmé]], [[Paul Verlaine]], [[Albert Samain]], [[Arthur Rimbaud]], [[Maurice Maeterlinck]], [[Jean Lorrain]], [[Lautréamont]] und der frühe [[Paul Valéry]] wichtige Vertreter des französischen Symbolismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spanischer und lateinamerikanischer Symbolismus ===&lt;br /&gt;
Vom französischen Symbolismus beeinflusst war der spanische &amp;#039;&amp;#039;simbolismo&amp;#039;&amp;#039;, zu dessen wichtigsten Vertretern [[Federico García Lorca]] sowie [[Juan Ramon Jiménez]], der Träger des [[Nobelpreis für Literatur|Literaturnobelpreises]] von 1956, gehören. In Lateinamerika entwickelte er sich seit 1880 – auch unter dem Einfluss der französischen [[Parnassiens]] – zum &amp;#039;&amp;#039;[[modernismo]]&amp;#039;&amp;#039; weiter, als dessen Begründer [[Rubén Darío]] aus [[Nicaragua]] gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russischer Symbolismus ===&lt;br /&gt;
In Russland fand der Einfluss des französischen Symbolismus großen Anklang während des [[Silbernes Zeitalter (russische Literatur)|silbernen Zeitalters der russischen Literatur]], eine Epoche, die durch enorme kulturelle und künstlerische Tätigkeit gekennzeichnet war. Nach dem französischen gilt der russische Symbolismus mithin als wichtigster Auswuchs der Strömung und währte dort von circa 1892 bis 1920. Wie auch in Frankreich war der Symbolismus in Russland eine relativ einheitliche Bewegung, die ihre zentralen Ansichten oft in Manifesten vertrat. Darin besteht auch ein wesentlicher Unterschied zu späteren Strömungen wie der des [[Akmeismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung entsteht 1892 mit [[Dmitri Mereschkowski]]s Vorlesung über neue Strömungen in der zeitgenössischen Literatur. 1893 veröffentlicht [[Waleri Brjussow]] die Anthologie &amp;#039;&amp;#039;Russische Symbolisten&amp;#039;&amp;#039;. Er gilt als Führer der frühen Symbolisten, während Dmitri Mereschkowski als deren Ideologe gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Russland war der Symbolismus eine Reaktion auf den Materialismus und seine Auswirkungen in der Literatur des [[Naturalismus (Literatur)|Naturalismus]]. In seinen theoretischen Schriften spaltet auch Balmont die Literatur in realistische und symbolistische Tendenzen und verwirft den Realismus als ausgedient. Der Symbolismus ist für ihn eine neue gewaltige Form der Kunst, die er mit dem Typ der dionysischen Poesie verband und die für ihn die Unabhängigkeit des Individuums und die Bedeutung der Personalität bedeutete. Darüber hinaus war der Symbolismus, z.&amp;amp;nbsp;B. für Brjusow, in der Lage, die Realität in Form einer anderen, ideellen Welt zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Russland lässt sich die Bewegung mit großer Genauigkeit in zwei Gruppen, die sogenannten jüngeren und älteren Symbolisten teilen, die jedoch nicht nur zeitlich, sondern hauptsächlich inhaltlich differenziert werden müssen. Zu den älteren ([[Russische Sprache|russisch]]: &amp;#039;&amp;#039;старшие символисты&amp;#039;&amp;#039;) zählen [[Innokenti Annenski]], Waleri Brjussow, [[Konstantin Dmitrijewitsch Balmont|Konstantin Balmont]], [[Sinaida Hippius]], Dmitri Mereschkowski, [[Fjodor Sologub]], zu den jüngeren ([[Russische Sprache|russisch]]: &amp;#039;&amp;#039;младосимволисты&amp;#039;&amp;#039;), [[Andrei Bely]], [[Alexander Alexandrowitsch Blok]], [[Fedor Stepun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteren Symbolisten standen dem französischen, dekadenten Symbolismus näher, der den ästhetisierenden Aspekt betonte. Sie legten Wert auf geistig-ideelle Werte, sahen in der Kunst einen Weg zur Erschließung der Welt, legten jedoch auch großen Wert auf die Person des Dichters und sahen sich selbst als eine Art [[Medium (Person)|Medium]].&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war die Poesie der älteren Symbolisten von philosophischer, spiritueller und fast mystischer Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philosophie der jüngeren Symbolisten wird von religiösen Ideen geprägt. Vorbild dieser Literatur sind die Arbeiten des russischen Philosophen, Schriftstellers und Publizisten [[Wladimir Sergejewitsch Solowjow|Wladimir Solowjow]], dessen Sophiologie (Lehre von der schöpferischen Weisheit Gottes) u.&amp;amp;nbsp;a. Einfluss auf die poetisch-mystischen Werke Alexander Alexandrowitsch Bloks hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl ältere Symbolisten wie Brjussow und [[Wjatscheslaw Iwanowitsch Iwanow|Wjatscheslaw I. Iwanow]] als auch jüngere wie Bely – vor allem in seinem Aufsatz „Magie der Worte“ – ließen sich nach der Jahrhundertwende von der Literaturtheorie des bereits 1891 verstorbenen Philologen [[Alexander Afanassjewitsch Potebnja|Alexander Potebnja]] inspirieren. Dies hatte zur Folge, dass die russischen Symbolisten zu dem geistigen Potential der Sprache (Sprache als Ausdrucksmittel von geistig erfassten Gewissheiten) mehr und mehr auch ihr ideengenerierendes Potential (Sprache als selbsttätige kreative Größe) in den Blick nahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Aumüller: Innere Form und Poetizität. Die Theorie Aleksandr Potebnjas in ihrem begriffsgeschichtlichen Kontext. Frankfurt/M.: Peter Lang, 2005, S. 165–218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutscher Symbolismus ===&lt;br /&gt;
Auch in Deutschland hatten die Symbolisten Nachahmer gefunden. Die wichtigsten Vertreter des Symbolismus in Deutschland sind [[Karl Gustav Vollmoeller]], [[Stefan George]] und [[Richard Dehmel]], in Österreich [[Hugo von Hofmannsthal]] und [[Rainer Maria Rilke]]. Auch eine Traumdichtung, wie [[Hanneles Himmelfahrt]] von [[Gerhart Hauptmann]], und die späten Werke von [[Karl May]] knüpfen an die symbolistischen Bestrebungen an. Karl Gustav Vollmoeller galt den Zeitgenossen als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Symbolismus. Edward Jaime schrieb: „Seine Dramen sind fast die einzigen Beispiele symbolistischen Theaters in Deutschland geblieben. George hat Vollmoellers Szenenaufbau sehr gelobt.“ Gemeint mit Vollmoellers Dramen sind die Werke &amp;#039;&amp;#039;Catherina – Gräfin von Armagnac&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Giulia – Die Amerikanerin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Assüs, Fitne und Sumurud&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Graf&amp;#039;&amp;#039;. Ein deutscher Spätsymbolist ist der Dramatiker und Lyriker [[Kurt Zotz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland geht der Symbolismus um 1910 in eine heroisch-monumentale Stilkunst über. Das zeigt sich vor allem in den späteren Werken des George-Kreises. So verdammt der einflussreiche [[Friedrich Gundolf]] in seinem Aufsatz „Vorbilder“ im [[Jahrbuch für die geistige Bewegung]] 1912 den Impressionismus in Literatur und bildender Kunst, aber auch den raffinierten [[Sensualismus]] des französischen Symbolismus: Nicht das Erforschen, „schauen und hinnehmen“, also das Verstehenkönnen, sondern das „wählerische umschaffen“, das „kräfte weckt, das lebensgefühl steigert“, sei angesagt. Im Gegensatz zur impressionistischen Verheutigung des Großen, zum „glitzernd skizzenhaften“ der Oberflächenbeschreibung solle man nach Darstellung des Unerreichbaren streben, die reine Ästhetik durch Ethik überwinden: Das Tun und Wirken der großen Vorbilder ist „kult, ihr leben und wesen ist mythos“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. nach [[Richard Hamann (Kunsthistoriker)|Richard Hamann]], [[Jost Hermand]]: &amp;#039;&amp;#039;Stilkunst um 1900.&amp;#039;&amp;#039; München 1973, S. 98 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht erst unter dem Einfluss des Ersten Weltkriegs distanzierten sich die meisten Literaten von dem, was sie nun als dekadent, exotisch und fremd empfanden, und wandten sich dem Heimatlichen zu, um mit Emphase einen neuen Lebensstil zu fordern. Das zeigt exemplarisch Georges Gedicht „[[Der Teppich des Lebens und die Lieder von Traum und Tod. Mit einem Vorspiel|Teppich des Lebens]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamann, Hermand 1973, S. 106 f. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skandinavischer Symbolismus ===&lt;br /&gt;
In der skandinavischen Literatur kennzeichnet der Symbolismus, auch in der Spielart der [[Nationale Neuromantik|nationalen Neuromantik]], eine markante Gegenbewegung zu Realismus und Naturalismus. In [[Finnland]] stehen Lyriker wie [[Otto Manninen]] (1872–1950) und [[Veikko Antero Koskenniemi]] (1885–1962) sowie Lyrik und Prosa von [[Eino Leino]] (1878–1926) für eine reiche symbolistische Literatur.&amp;lt;ref&amp;gt; Universität Wien, Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft, Abteilung Finno-Ugristik: Skriptum Finnische Literaturgeschichte, Nationale Neuromantik und Symbolismus, https://finno-ugristik.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/a_finno_ugristik/Studium/skriptum_finn_lit.pdf, ausgelesen am 12. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Schweden]] wandte sich [[August Strindberg]] (1849–1912) ab 1897 vom Naturalismus ab und schrieb eine Reihe symbolistischer Dramen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verlagderautoren.de/autorinnensuche/portrait/autor/august-strindberg/ |titel=Portrait. August Strindberg |werk=Verlag der Autoren |sprache=de |abruf=2024-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der führende Lyriker des Symbolismus war [[Vilhelm Ekelund]] (1880–1949)&amp;lt;ref&amp;gt; Anneli Jordahl, Die schwedische Literatur des 20. Jahrhunderts, in: [[Svenska institutet]], Kultur in Schweden, TS114 b (Oktober 2001), https://treffpunkt-schweden.com/assets/files/2009/Die_schwedische_Literatur_des_20_Jahrhundert.pdf, ausgelesen am 3. November 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in der [[Dänische Literatur|dänischen Literatur]] veröffentlichten Dichter als Gegenreaktion zum Naturalismus vom Symbolismus geprägte Gedichte in der Zeitschrift [[Taarnet]], so z.&amp;amp;nbsp;B. [[Johannes Jørgensen]] (1866–1956) und [[Viggo Stuckenberg]] (1863–1905).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Deutscher Symbolismus ===&lt;br /&gt;
* Paul Hoffmann, Symbolismus, München 1987, ISBN 978-3-77-051335-2&lt;br /&gt;
* Edward Jaime: &amp;#039;&amp;#039;Stefan George und die Weltliteratur.&amp;#039;&amp;#039; Aegis, Ulm 1949.&lt;br /&gt;
* Frederik D. Tunnat: &amp;#039;&amp;#039;Karl Vollmoeller – Dichter und Kulturmanager. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Tredition Verlag, Hamburg, ISBN 978-3-86850-000-4.&lt;br /&gt;
* Gregor Streim: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben in der Kunst: Untersuchungen zur Ästhetik des frühen Hofmannsthal.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, 1996.&lt;br /&gt;
* Walther Killy, Hans Fromm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Autoren und Werke deutscher Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Literatur Lexikon Bd. 4. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh 1988.&lt;br /&gt;
* Mario Zanucchi: &amp;#039;&amp;#039;Transfer und Modifikation – Die französischen Symbolisten in der deutschsprachigen Lyrik der Moderne (1890-1923)&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter 2016, ISBN 978-3-11-042012-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Symbolismus| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rosenfalter</name></author>
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