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	<title>Sueben - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Sueben&amp;diff=3355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Quint. Fabius Maximus: /* Allgemeines */</title>
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		<updated>2025-07-31T06:10:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeines&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Osterby Man.jpg|mini|[[Suebenknoten]] am Kopf der [[Mann von Osterby|Moorleiche von Osterby]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sueben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sweben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sueven&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Suawen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{laS|Suebi}} oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Suevi}}&amp;#039;&amp;#039;, {{grcS|Σούηβοι/Σόηβοι|So(u)ēboi}}) waren eine [[Germanen#Die germanischen Stämme|Stammesgruppe germanischer Völker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman Empire 125 de.svg|mini|hochkant=1.6|Das Römische Reich unter [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] (Regierungszeit 117–138 n.&amp;amp;nbsp;Chr.). Der Siedlungsraum der &amp;#039;&amp;#039;Suebi&amp;#039;&amp;#039; ist von Elbe und Oder sowie von der südlichen Ostseeküste und dem Erzgebirge begrenzt.]]&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Sueben&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch: &amp;#039;&amp;#039;Suebi&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Suabi&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Suevi&amp;#039;&amp;#039;) bezieht sich auf eine germanische Stammesgruppe, die einst im Nordosten der [[Germania magna]] an der [[Ostsee]] bis zu den deutschen [[Mittelgebirge]]n lebte. Es handelt sich (anders als zum Beispiel bei der Bezeichnung &amp;quot;Germanen&amp;quot;) um eine [[Xenonym|Eigenbezeichnung]] der Angehörigen dieser Stammesgruppe; sie bedeutet &amp;quot;Wir selbst&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander Demandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Marc Aurel. Der Kaiser und seine Welt.&amp;#039;&amp;#039; 3.&amp;amp;nbsp;Auflage. C.&amp;amp;nbsp;H.&amp;amp;nbsp;Beck, München 2020, S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In römischen Quellen wurde nach den Sueben die Ostsee als [[Ostsee|&amp;#039;&amp;#039;Mare Suebicum&amp;#039;&amp;#039;]] benannt. Der antike Geograf [[Claudius Ptolemäus]] (* um 100; † um 175) lokalisierte in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Geographike Hyphegesis]]&amp;#039;&amp;#039; an der Stelle der heutigen [[Świna]] und [[Oder]] den Fluss &amp;#039;&amp;#039;Συήβος&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Syebos&amp;#039;&amp;#039;, lat.: &amp;#039;&amp;#039;Suevus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Claudius Ptolemaios: [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/Periods/Roman/_Texts/Ptolemy/2/10.html &amp;#039;&amp;#039;Geographike Hyphegesis.&amp;#039;&amp;#039; Kap. 11: &amp;#039;&amp;#039;Germania Magna&amp;#039;&amp;#039;] (altgriechisch, lateinisch, englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Stückelberger]], Gerd Graßhoff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ptolemaios – Handbuch der Geographie.&amp;#039;&amp;#039; Schwabe, Basel 2006, ISBN 3-7965-2148-7, S.&amp;amp;nbsp;223.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit lässt sich der Stammesname &amp;#039;&amp;#039;Suebi&amp;#039;&amp;#039; passend zum ursprünglichen Siedlungsgebiet als „Oderleute“ deuten oder der Flussname &amp;#039;&amp;#039;Suevus&amp;#039;&amp;#039; als „Suebenfluss“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der Historiker [[Reinhard Wenskus]] dargelegt hat, prägten anfänglich Tradition und Erscheinung der Sueben die ethnografische Wahrnehmung und Beschreibung zahlreicher germanischer Stämme in der antiken Welt, bevor diese Dominanz auf die [[Goten|gotischen Stämme]] überging. Viele germanische Stämme legten Wert darauf, als suebisch betrachtet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als suebisch bezeichnete Stämme waren zur Zeit [[Tacitus]]’ die [[Semnonen]], [[Markomannen]], [[Hermunduren]], [[Quaden]] und [[Langobarden]]; manchmal werden auch die [[Angeln (Volk)|Angeln]] dazugezählt. Archäologisch lassen sie sich am ehesten in den [[Elbgermanen]] wiederfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 60 v. Chr. drangen die Sueben und andere Germanen in das Gebiet zwischen [[Main]] und [[Alpen]] ein und zerstörten und plünderten alle Siedlungen der dortigen [[Kelten]]. Der Großteil der Überlebenden wanderte ab. Nachdem die Invasoren wieder nach Westen abgezogen waren, lebten nur noch kleine Dorfgemeinschaften in der Region.&amp;lt;ref&amp;gt;Irmgard Köhler, Josef Blasi: &amp;#039;&amp;#039;Markt Schwaben – Ortsgeschichte eingebunden in die bayerische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, S. 15, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quellen verliert sich die Spur der Sueben im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, bevor ihr Name in späteren Quellen wieder auftaucht. Sie nahmen an der sogenannten [[Völkerwanderung]] teil und Teile von ihnen gelangten bis auf die [[Iberische Halbinsel]]. Der Stammesname lebt im [[Neuhochdeutsche Sprache|Neuhochdeutschen]] als [[Schwaben]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tacitus bezeugt in [[Germania (Tacitus)|Germania]], dass die Semnonen als das Stammvolk der Sueben, &amp;#039;&amp;#039;vetustissimi Sueborum&amp;#039;&amp;#039;, galten.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; 39. Siehe Rudolf Much: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Stammsitze: Ein Beitrag zur ältesten Geschichte Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; 1892, S.&amp;amp;nbsp;25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sueben bei Caesar ==&lt;br /&gt;
[[Gaius Iulius Caesar]] besiegte die unter Führung von [[Ariovist]] nach Gallien eingedrungenen Sueben im Jahr 58 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in einer [[Schlacht im Elsass|Schlacht am Rhein]]. In seinen Berichten begreift er als &amp;#039;&amp;#039;Sueben&amp;#039;&amp;#039; die östlich der [[Ubier]] und [[Sugambrer|Sigambrer]] wohnenden Germanen und berichtet, dass sie 100 [[Gau]]e mit je 1000 streitbaren Männern gezählt,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bellum Gallicum&amp;#039;&amp;#039; 4,1,3.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber sich bei seinem Rheinübergang weit nach dem Wald [[Buchonia|Bacenis]] (die deutschen Mittelgebirge, die nach Caesar die Sueben von den [[Cherusker]]n trennten), zurückgezogen hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bellum Gallicum&amp;#039;&amp;#039; 6,10,5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Lokalisierung gilt aber als unsicher.&amp;lt;ref&amp;gt;Timpe S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollen keine festen Wohnsitze gehabt haben, sondern alljährlich zum Teil auf kriegerische Unternehmungen ausgezogen sein. Die Größe des suebischen Stammesverbandes ist wahrscheinlich in der Mehrzahl auf eine Selbstzuordnung anderer Stämme aufgrund des Kriegsruhmes der Sueben&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bellum Gallicum&amp;#039;&amp;#039; 4,7,5.&amp;lt;/ref&amp;gt; zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wenskus S. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Cassius Dio]] berichtet jedenfalls, dass auch „viele andere Anspruch auf die Bezeichnung ‚Sueben‘ erheben“.&amp;lt;ref&amp;gt;Cassius Dio 51,22,6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings gab es nach Ausweis der archäologischen Quellen am Main und nördlich davon durchaus feste Siedlungen, sogar keltische [[Oppidum (Kelten)|Oppida]] waren in diesem Gebiet noch kurz nach der germanischen Einwanderung besiedelt. Diese sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Mainsueben&amp;#039;&amp;#039;, die 10/9 v.&amp;amp;nbsp;Chr. von [[Drusus]] unterworfen wurden, gehörten nach dem Fundgut zu einer Mischung des [[Elbgermanen|elbgermanischen]] und des [[Rhein-Weser-Germanen|rheinwesergermanischen]] Kulturkreises.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neckarsueben ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Neckarsueben}}&lt;br /&gt;
Nach Inschriftenfunden lebten in der Gegend von [[Lopodunum]] (heute [[Ladenburg]]) im 1. und 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. unter römischer Herrschaft die Suebi Nicrenses, die Neckarsueben. Nach ihnen wurde die [[Civitas Ulpia Sueborum Nicretum]] in der Gegend von Ladenburg benannt. Es handelt sich wahrscheinlich um Reste, die nach der Vertreibung oder auch freiwilliger&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon 7,1,3.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder zwangsweiser&amp;lt;ref&amp;gt;Sueton, Augustus 21,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Umsiedlung hier und in [[Diersheim]] zurückgeblieben waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sueben bei Tacitus ==&lt;br /&gt;
Laut 38.&amp;amp;nbsp;Kapitel der [[Germania (Tacitus)|&amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039;]] von [[Tacitus]] aus den Jahren nach 98 n.&amp;amp;nbsp;Chr. zählten alle [[Elbgermanen|elb]]- und [[Ostgermanische Sprachen|ostgermanischen]] Stämme südlich des &amp;#039;&amp;#039;Mare Suebicum&amp;#039;&amp;#039; ([[Ostsee]]) zwischen [[Elbe]] und [[Weichsel]] (von der Donau bis zur Ostsee) zu dem Stammesbund der &amp;#039;&amp;#039;Suebi&amp;#039;&amp;#039;. Er zählte die [[Semnonen]], [[Langobarden]], [[Reudigner]], [[Avionen]], [[Angeln (Volk)|Anglier]], [[Warnen|Variner]], [[Suardonen]], [[Nuitonen]], [[Hermunduren]], [[Narisker|Naristen]], [[Markomannen]], [[Quaden]], [[Marser (Germanien)|Marsigner]], [[Buren (Germanen)|Burer]] und die [[Lugier]] zu ihnen. Die Hermunduren galten ihm als das „vorderste“, die Semnonen als das „edelste, angesehenste und älteste“&amp;lt;ref&amp;gt;Germania 39,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Langobarden als das kühnste unter den suebischen Völkern. In der Einleitung seiner Schrift erwähnt Tacitus, dass die Sueben möglicherweise direkt von [[Mannus (Gott)|Mannus]] abstammen, dem Stammvater aller Germanen und Sohn des der Erde entsprossenen Gottes [[Tuisto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sueben bei Ptolemäus ==&lt;br /&gt;
[[Claudius Ptolemäus]] beschreibt um 150 n.&amp;amp;nbsp;Chr. die Sueben ebenfalls als ein Sammelbegriff für viele Stämme in der &amp;#039;&amp;#039;Germania magna&amp;#039;&amp;#039;. Zu den &amp;#039;&amp;#039;Sueboi&amp;#039;&amp;#039; zählt er [[Angeln (Volk)|Angiler]], [[Semnonen]], große [[Brukterer]], [[Angrivarier]] und [[Teutonoaren]] (an der [[Elbe|Unterelbe]]). Außerdem nannte er zwischen Oder und jütischer Halbinsel einen Fluss &amp;#039;&amp;#039;Syebos&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sueben im Nordwesten der Iberischen Halbinsel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:rechila.gif|mini|Karte der Eroberungen von Ermenrich und Rechila (411–448).]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Königreich der Sueben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 406 überquerte ein Stamm bzw. Kriegerverband mit Namen &amp;#039;&amp;#039;Suebi&amp;#039;&amp;#039;, begleitet unter anderem von [[Vandalen]] und [[Alanen]], den [[Rhein]] bei [[Mogontiacum]] (Mainz) ([[Rheinübergang von 406]]). Die Krieger plünderten zunächst Gallien und drangen dann 409 nach [[Hispanien]] vor. Hier wurde ihnen angeblich durch das Los die Provinz [[Gallaecia]] zugeteilt. In [[Braga]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Bracara&amp;#039;&amp;#039;) errichteten sie ihre erste Residenz. Nachdem sie auch den nördlich gelegenen Siedlungsbereich der [[Vandalen|vandalischen]] [[Asdingen|Hasdingen]] in Galicien übernommen hatten, wurde in [[A Coruña]] (lat. Corunium) mit dem Flavium Brigantium eine zweite Residenz eingerichtet. Über die genaue Herkunft dieser suebischen Gruppe, die 585 von den [[Westgotenreich|Westgoten]] endgültig unterworfen wurde, kann nur spekuliert werden. Am ehesten kommen die [[#Donausueben|Donausueben]] bzw. [[Quaden]] in Betracht. Das [[Königreich der Sueben|Suebenreich]] in Galicien kooperierte geschickt abwechselnd mit Westgoten und dem [[Weströmisches Reich|Weströmischen Reich]], wobei es sich jeweils an den aktuell Stärkeren hielt und die Unabhängigkeit oft durch Heiratspolitik erhielt. Es als gotischen Vasallen zu betrachten, wäre daher zu kurz gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste suebische König bzw. &amp;#039;&amp;#039;rex&amp;#039;&amp;#039; auf der Iberischen Halbinsel war [[Ermenrich]] († 440), der um 430 die Vandalen im Norden besiegte und damit sein Herrschaftsgebiet auf den Nordwesten Galiciens ausweiten konnte. Sein Sohn [[Rechila]] (440–448) eroberte die von Vandalen gegen Westgoten lose kontrollierte Baetica mit Sevilla im Süden Iberiens. Auch die westlichen Gebiete der [[Alanen]] wurden dabei Teil des Suebenreiches. Sein katholischer Sohn und Nachfolger [[Rechiar]] expandierte weiter, wobei er langjährige Freundschaftsbande zu den [[Bagauden]] knüpfte, wodurch er zeitweilig neue Gebietsgewinne im Westen erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch 456 verlor er gegen den westgotischen &amp;#039;&amp;#039;rex&amp;#039;&amp;#039; [[Theoderich II.]] am Fluss [[Órbigo]] in der Nähe des heutigen [[Astorga]] Schlacht und Leben. Damit gingen die meisten suebischen Eroberungen außerhalb der Gallaecia verloren. Die nordwestlichen Sueben ernannten daraufhin [[Maldras]] (456–460), vermutlich aus alanischem Adel stammend, zu ihrem Anführer, während in der Hauptstadt [[Braga]] nacheinander [[Agiulf (Warne)|Aiulf]] (456–457) und Framta (457–458), vermutlich ein westgotischer Neffe des [[Theoderich I.]], in westgotischer Abhängigkeit regierten. Nach Framtas Tod übernahm der Suebe [[Rechimund]] oder [[Remismund]] (laut Überlieferung Maldras’ Sohn, wahrscheinlich eher sein Schwiegersohn) die Herrschaft über die Sueben, wobei er sich der Unterstützung des weströmischen [[Magister militum|Heermeisters]] [[Ricimer]] erfreute. Remismund expandierte mehr oder weniger gebilligt von den Westgoten und eroberte Conimbriga und gründete [[Coimbra]]. Auch Lissabon ergab sich lieber den Sueben als den Westgoten. Remismund, der inzwischen wieder den Westen Iberiens beherrschte, musste jedoch auf Wunsch von [[Eurich]] wieder das arianische Christentum annehmen. Grund dafür waren politische Absprachen zwischen Eurich und dem Heermeister Ricimer, die zum Tode von [[Anthemius]] und seinem Sohn [[Anthemiolus]], aber auch zur formalen Anerkennung der Suebenherrschaft in Galicien durch die Westgoten führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die folgenden rund 100 Jahre sind keine Quellen erhalten. Erst ab 550 werden einige ostgotisch klingende Namen wie [[Veremund]], [[Theodemund]], [[Chararic]] und [[Ariamir]] genannt, deren Herrschaft sich jedoch nicht verifizieren lässt. Um 560 trat [[Theodemir (Sueben)|Theodemir]] aufgrund des Zusammenbruchs des Ostgotenreiches erneut vom [[Arianismus]] zum Katholizismus über. Zwischen 570 und 585 sollen weitere vier Könige mit Namen [[Miro (Suebenkönig)|Miro]], [[Eboric]], [[Audeca]] und [[Malarich (König)|Malaric]] über die Sueben geherrscht haben, über die ebenfalls nur wenig bekannt ist. 585 wurde das suebische Reich, das sich durch Unterstützung der Rebellion des [[Hermenegild]] befreien wollte, schließlich vom siegreichen [[Leovigild]] dem westgotischen Reich einverleibt. Damit endete die suebische Herrschaft in Galicien nach 176 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Da die suebische Sprache nicht niedergeschrieben wurde, beschränkt sich der bekannte suebische Wortschatz fast vollständig auf Namen und nicht mehr als eine Handvoll Begriffe.&lt;br /&gt;
Einige suebische Wörter fanden wohl Eingang in die [[galicische Sprache]] und [[portugiesische Sprache]], so z.&amp;amp;nbsp;B. suebisch *&amp;#039;&amp;#039;lawerka&amp;#039;&amp;#039; zu portugiesisch und galicisch &amp;#039;&amp;#039;laverca&amp;#039;&amp;#039; „Lerche“.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Galicien#Geschichte|titel1=Geschichte Galiciens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Donausueben ==&lt;br /&gt;
Die [[Quaden]] erscheinen seit dem 5. Jahrhundert in den Quellen häufig allgemeiner als &amp;#039;&amp;#039;Suebi&amp;#039;&amp;#039; (archäologische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Donausueben&amp;#039;&amp;#039;). Auch bei den 409 in Iberien eingewanderten Sueben dürfte es sich um Stammesteile der Quaden gehandelt haben. Andere Teile verblieben in Pannonien, waren nach König [[Hunimund (Donau-Sueben)|Hunimunds]] Niederlage in der [[Schlacht an der Bolia]] (469) mit den [[Alamannen]] verbündet, wanderten in deren Siedlungsgebiet und gingen in diesen um 480 schließlich auf. Man spricht hier von einer zweiten [[Ethnogenese]] der Alamannen, weil diese seit Beginn des 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts auch Sueben hießen. Dennoch verblieben Reste an der mittleren Donau zurück, die um 540 von den [[Langobarden]] unter [[Wacho]] unterworfen wurden und danach als Stamm unter eigenem Namen verschwanden. [[Jordanes]] unterschied noch um 550 Sueben und Alamannen, wobei er die Sueben in der eigentlichen [[Alamannen|Alamannia]], die Alamannen aber in den Alpen lokalisierte. Bei den Alamannen hat sich der Name der Sueben bis in die Neuzeit gehalten: Er blieb im späteren [[Schwaben]]land erhalten. Suebisieren war im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ein Ausdruck für „Schwabenstreiche machen“. Möglicherweise waren die Sueben, die ab etwa 570 südlich des Flusses [[Bode]] anstatt der mit den Langobarden nach Italien gewanderten Sachsen siedelten, Alamannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Der Kult der [[Nerthus]] war nach Tacitus besonders bei den nördlichen Sueben verbreitet. Außerdem berichtet [[Tacitus]] von einem heiligen [[Semnonenhain|Hain]] im Land der [[Semnonen]]. Bekannt ist die eigenartige [[Frisur|Haartracht]], der [[Suebenknoten]], der die Freien von den Sklaven und den übrigen Germanen unterschied.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; 38,2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich trugen nicht nur die Sueben diese Haartracht. In [[Martial]]s Epigrammen heißt es: „Mit zu Knoten geflochtenen Haaren kamen die [[Sugambrer]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Martial, &amp;#039;&amp;#039;Epigramme&amp;#039;&amp;#039; 3,9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Suebenstämme ==&lt;br /&gt;
* [[Langobarden]]&lt;br /&gt;
* [[Hermunduren]]&lt;br /&gt;
* [[Markomannen]]&lt;br /&gt;
* [[Semnonen]]&lt;br /&gt;
* [[Alamannen]]&lt;br /&gt;
* [[Warnen]] (Varini, Verini, Warni, Guerni) auch Nordsuaven genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Cramer: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Alamannen als Gaugeschichte.&amp;#039;&amp;#039; S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Gaius Iulius Caesar]]: &amp;#039;&amp;#039;[[De bello Gallico]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Claudius Ptolemäus]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Geographike Hyphegesis]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Tacitus]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]].&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 38.&lt;br /&gt;
* [[Isidor von Sevilla]]: &amp;#039;&amp;#039;Historia de regibus Gothorum, Vandalorum et Sueborum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|30|184|212|Sweben|[[Helmut Castritius]], [[Ludwig Rübekeil]], [[Ralf Scharf]]}}&lt;br /&gt;
* {{RGA|1|137|163|Alemannen|[[Hans Jänichen]], [[Hans Kuhn (Philologe, 1899)|Hans Kuhn]], [[Heiko Steuer]]}}&lt;br /&gt;
* {{RGA|7|107|115|Elbgermanen|[[Heinrich Beck (Philologe)|Heinrich Beck]], [[Gerhard Mildenberger]]|}}&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Junghans]]: &amp;#039;&amp;#039;Sweben – Alamannen und Rom: die Anfänge der schwäbischen-alemannischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0475-6.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Koch (Historiker)|Alexander Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum archäologischen Nachweis der Sueben auf der Iberischen Halbinsel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Praehistorica et Archaeologica.&amp;#039;&amp;#039; Band 31, 1999, S. 156–198.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Koller (Germanist)|Erwin Koller]], Hugo Laitenberger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Suevos – Schwaben. Das Königreich der Sueben auf der Iberischen Halbinsel (411–585). Interdisziplinäres Kolloquium, Braga 1996&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Beiträge zur Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 426). Narr, Tübingen 1998, ISBN 3-8233-5091-9.&lt;br /&gt;
* [[Günter Neumann (Philologe)|Günter Neumann]], [[Henning Seemann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zum Verständnis der Germania des Tacitus, Teil 2. Bericht über die Kolloquien der Kommission für die Altertumskunde Nord- und Mitteleuropas im Jahr 1986 und 1987.&amp;#039;&amp;#039; (= AbhGöttingen. 195). V&amp;amp;R, Göttingen 1992, ISBN 3-525-82482-3.&lt;br /&gt;
* [[Karl Peschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sueben in Ethnographie und Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Klio (Zeitschrift)|Klio]].&amp;#039;&amp;#039; 60, 1978, S. 259–310.&lt;br /&gt;
* Ludwig Rübekeil: &amp;#039;&amp;#039;Suebica. Völkernamen und Ethnos&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 68). Institut für Sprachwissenschaft der Universität Innsbruck, Innsbruck 1992, ISBN 3-85124-623-3.&lt;br /&gt;
* Alexander Sitzmann, Friedrich E. Grünzweig: &amp;#039;&amp;#039;Die altgermanischen Ethnonyme. Ein Handbuch zu ihrer Etymologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Philologica Germanica]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 29). Fassbaender, Wien 2008, ISBN 978-3-902575-07-4.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Wenskus]]: &amp;#039;&amp;#039;Stammesbildung und Verfassung.&amp;#039;&amp;#039; 2., unveränderte Auflage. Böhlau, Köln/Wien 1977, ISBN 3-412-00177-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Suebi|Sueben}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.novaesium.de/glossar/sueben.htm Sueben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4058693-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sueben| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westgermanen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elbgermanen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie (Germania magna)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spätantike Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Quint. Fabius Maximus</name></author>
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