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	<title>Sputnik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Sputnik&amp;diff=3259&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernardoni: Komma weg</title>
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		<updated>2025-08-20T00:36:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma weg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sputnik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈʃpʊtnɪk, ˈspʊtnɪk}}] ({{ruS|Спутник}} für Weggefährte, Begleiter, in astronomischer Bedeutung [[Satellit (Astronomie)|Trabant und Satellit]]) war der Name der ersten zehn sowjetischen [[Satellit (Raumfahrt)|Satelliten]], die eine Erdumlaufbahn erreichten. [[Sputnik 1]] war am 4. Oktober 1957 der erste künstliche Erdsatellit und gilt als Beginn der [[Sowjetische Raumfahrt|sowjetischen Raumfahrt]]. Er löste in der westlichen Welt den sogenannten [[Sputnikschock]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Sputnik&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den [[100 Wörter des 20. Jahrhunderts|100 Wörtern des 20. Jahrhunderts]] und ist in einigen (insbesondere osteuropäischen) Ländern ein [[Synonymie|Synonym]] für Satellit. Nach Sputnik&amp;amp;nbsp;10 wurde der Name nicht mehr zur Benennung von Erdsatelliten, sondern nur noch zur Bezeichnung von im Erdorbit gestrandeten [[Raumsonde]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sputnik asm.jpg|mini|hochkant=1.5|[[Modellbau|Modell]] des Sputnik&amp;amp;nbsp;1]]&lt;br /&gt;
== Konstruktion ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sergei Pawlowitsch Koroljow}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chefkonstrukteur Sergei Pawlowitsch Koroljow war im Westen zunächst unbekannt. Er wurde deshalb &amp;#039;&amp;#039;Mister&amp;amp;nbsp;X.&amp;#039;&amp;#039; genannt. Koroljow war nach seiner Ausbildung am [[Polytechnisches Institut Kiew|Polytechnikum von Kiew]] an die Technische Universität [[Moskau]] gewechselt, wo er sich mit [[Raketenantrieb]]en befasste. Diese Arbeit stieß auf Interesse bei der [[Rote Armee|Roten Armee]]. General [[Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski|Tuchatschewski]] unterstützte ab 1935 Koroljows Team und veranlasste die Gründung eines Instituts zur Entwicklung von Raketengeschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20071012084342/http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/der_geheimnisvolle_mister_x_1.561548.html Sergei Koroljow – der Chefkonstrukteur der sowjetischen Raketen].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Herstellung erfolgte in für die Öffentlichkeit [[Geschlossene Stadt|geschlossenen Städten]] wie [[Dnipro]]petrowsk. Manche Historiker nennen [[Michail Klawdijewitsch Tichonrawow|Michail Tichonrawow]] als eigentlichen Entwickler von Sputnik&amp;amp;nbsp;1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sputnik 1 – Beginn der Raumfahrt ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sputnik 1}}&lt;br /&gt;
[[Datei:bahnspur sputnik 1.jpg|mini|Erste Bahnspuraufnahme der Trägerrakete von Sputnik&amp;amp;nbsp;1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Vorbereitungen für das [[Internationales Geophysikalisches Jahr|Internationale Geophysikalische Jahr]] kündigte der US-amerikanische Präsident [[Dwight D. Eisenhower]] am 29. Juli 1955 die Beauftragung für einen Erdsatelliten an. Die [[Sowjetunion]] reagierte nur vier Tage später mit der Ankündigung eines ähnlichen Programms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon am 4. Oktober 1957 –&amp;amp;nbsp;für die westliche Welt unerwartet schnell&amp;amp;nbsp;– startete die Sowjetunion vom [[Kosmodrom Baikonur]] aus den kugelförmigen Satelliten (Durchmesser 58&amp;amp;nbsp;cm) Sputnik 1 mit Hilfe der [[Sputnik (Rakete)|gleichnamigen Rakete]], einer leicht modifizierten [[Interkontinentalrakete]] vom Typ [[R-7]]. Der 83,6&amp;amp;nbsp;kg schwere Erdtrabant enthielt ein Thermometer und einen [[Funksender]], der 21 Tage aktiv war und ein [[Kurzwelle]]nsignal (20,005&amp;amp;nbsp;MHz und 40,003&amp;amp;nbsp;MHz) ausstrahlte. Damit wollte man beweisen, dass es möglich ist, künstliche Objekte im Weltraum zu orten. Sputnik bewegte sich auf seiner [[Umlaufbahn]] zunächst in etwa 96 Minuten einmal um die [[Erde]]. Er verglühte 92 Tage nach dem Start, als er wieder in tiefere Schichten der Erdatmosphäre eintrat.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sputnik-stamp-ussr.jpg|mini|hochkant|Sowjetische Briefmarke anlässlich des ersten künstlichen Satelliten im All]]&lt;br /&gt;
Die piepsenden Signale des Sputniks konnten in aller Welt empfangen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&amp;amp;d=NZZ19571006-01.1.5 |titel=Signale des Satelliten |hrsg=Neue Zürcher Zeitung |datum=1957-10-06 |sprache=de |abruf=2024-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland hörte die [[Deutsche Presse-Agentur|dpa]] als Erste die Signale des Satelliten, danach die [[Volkssternwarte Bonn]]. Noch am 5. Oktober zeichnete der [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] eine Sendung vor Ort auf, inklusive sehr klarer Sputnik-Piepser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Fischer |Titel=Vor 50 Jahren: Sputnik über Bonn (Wie die hiesige Sternwarte ganz groß raus kam) |Auflage=400 |Verlag=Eigenverlag |Ort=Bonn |Datum=2007 |Reihe=Telescopium – Mitteilung der Volkssternwarte Bonn, Astronomische Vereinigung e.&amp;amp;nbsp;V. |ISSN=0723-1121 |Seiten=45–48 |Online=https://www.volkssternwarte-bonn.de/wordpress/wp-content/downloads/Telescopium0704.pdf |Abruf=2024-07-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Nacht zum 7.&amp;amp;nbsp;Oktober 1957 gelang es [[Heinz Kaminski]], dem Leiter der [[Sternwarte Bochum]], die Signale des Sputnik&amp;amp;nbsp;1 über dem Ruhrgebiet zu empfangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Wandel einer Stadt, Bochum seit 1945 - Dokumentation des [[Stadtarchiv Bochum|Stadtarchivs Bochum]] |Hrsg=Johannes Volker Wagner |Verlag=Studienverlag Brockmeyer |Ort=Bochum |Datum=1993 |ISBN=3-8196-0152-X |Seiten=50}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/4324096 Honnefer Volkszeitung, 8. Oktober 1957]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es hält sich die (lokale) Geschichte, dass er direkt nach dem Start als einziger oder als einer der ersten außerhalb des sowjetischen Territoriums die Signale empfangen habe.&lt;br /&gt;
An der Schulsternwarte [[Rodewisch]] (Sachsen) wurde der Sputnik am 8. Oktober 1957 erstmals mit Hilfe eines Fernglases gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sternwarte-rodewisch.de/ Aufnahme der Bahnspur durch die Schulsternwarte Rodewisch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort entstand am 13. Oktober 1957 auch die erste Fotografie der Trägerrakete von Sputnik 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis, dass die Sowjetunion zum Start des ersten künstlichen Erdsatelliten in der Lage war, löste im Westen ein immenses Bedrohungsgefühl aus: Sputnik schien zu bedeuten, dass die [[Vereinigte Staaten|USA]] mit [[Interkontinentalrakete]]n von der Sowjetunion aus erreichbar wären. Dieses auch als [[Sputnikschock]] bezeichnete Phänomen führte in Folge zur Gründung der [[National Aeronautics and Space Administration|NASA]] und zu Umstrukturierungen und verstärkten Anstrengungen im Bildungsbereich der westlichen Industrienationen. Als der erste amerikanische Satellit [[Explorer 1|Explorer]] im Januar 1958 nach einer Reihe von Fehlschlägen endlich erfolgreich in den Orbit gelangte, gaben ihm ostdeutsche Beobachter gelangweilt den [[Übername|Übernamen]] „Spätnik“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julia Richers]]: &amp;#039;&amp;#039;Welt-Raum: Die Sowjetunion im Orbit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Martin Aust]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Globalisierung imperial und sozialistisch. Russland und die Sowjetunion in der Globalgeschichte 1851-1991&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 2013, S. 402.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Sputnik-Missionen ==&lt;br /&gt;
Insgesamt startete die [[Sowjetunion]] zehn Sputniks, den letzten am 25. März 1961, nur 18&amp;amp;nbsp;Tage vor dem Flug von [[Juri Alexejewitsch Gagarin|Juri Gagarin]]. Alle Starts erfolgten vom Kosmodrom Baikonur aus unter Verwendung von umgerüsteten Interkontinentalraketen, die ab Sputnik&amp;amp;nbsp;4 mit einer zusätzlichen [[Raketenstufe]] versehen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jeder Sputnik-Mission war mindestens eine völlige [[Innovation|Neuerung]] vorgesehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 2 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sputnik 2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite von Menschen gebaute Körper in einer Erdumlaufbahn war Sputnik&amp;amp;nbsp;2, der am 3. November 1957 gestartet wurde und das erste Lebewesen in eine Erdumlaufbahn brachte, die [[Haushund|Hündin]] [[Laika]]. Eine lebendige Rückkehr zur Erde war nicht vorgesehen, weil die dafür notwendige Technik in der Kürze der Zeit nicht fertiggestellt werden konnte. Der Tod der Hündin erregte vielfach Mitleid, insbesondere als die ersten unscharfen Fernsehbilder gezeigt wurden, aber auch enormes Interesse. Vermutlich überlebte Laika die Belastungen beim Start mit ihrem Gemisch aus [[Lärm]], Vibrationen und Beschleunigung nur einige Stunden, bis sie durch Stress und zu große [[Hitze]] (das schnell entwickelte Temperaturkontrollsystem arbeitete nicht zuverlässig) in der engen Kapsel starb. Eigentlich sollte Laika zehn Tage leben und ausreichende Daten ihrer Körperfunktionen liefern, danach sollte sie durch [[Gift|vergiftetes]] Futter einen schnellen Tod sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sputnik&amp;amp;nbsp;2 verglühte wegen seines höheren Apogäums (siehe Peri- und [[Erdnähe|Apogäum]]) deutlich später als Sputnik&amp;amp;nbsp;1, nämlich am 14. April 1958 nach 162 Tagen im Orbit und etwa 2250 Erdumkreisungen – Umlaufzeit um die Erde in 103,7 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kegelförmige Sputnik&amp;amp;nbsp;2 mit seiner [[Startmasse]] von 508,3&amp;amp;nbsp;kg, einem Durchmesser der Grundfläche von etwa 2&amp;amp;nbsp;m und einer Höhe von ungefähr 4&amp;amp;nbsp;m erregte ungläubiges Staunen bei den westlichen Fachleuten und zeigte deutlich, welche hohe [[Nutzlast]] die [[Trägerrakete]] befördern konnte. Sie vermuteten den Einsatz einer neuen Rakete, später wurde jedoch bekannt, dass es die gleiche Trägerrakete wie bei [[Satellitenstart|Sputnik-1]] war. Die Bahnhöhe des zweiten Erdsatelliten betrug zwischen 225 und 1671 Kilometer bei einer Bahnneigung von 65,3&amp;amp;nbsp;Grad zum [[Äquator]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 3 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sputnik 3}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Спутник-3.jpg|links|mini|hochkant=0.8|Sputnik 3 im Museum]]&lt;br /&gt;
Sputnik&amp;amp;nbsp;3 (in der Entwicklung &amp;#039;&amp;#039;Objekt-D&amp;#039;&amp;#039; genannt) sollte eigentlich als erster sowjetischer Satellit ins Weltall starten. Da er nicht rechtzeitig fertig wurde und zu schwer war, nahm [[Sputnik 1]] seinen Platz ein. Am 3. Februar 1958 sollte Sputnik&amp;amp;nbsp;3 gestartet werden, der Start schlug aber fehl (→ [[Sputnik (3)]]) und wurde am 15. Mai 1958 mit einem Ersatzsatelliten wiederholt. Sputnik&amp;amp;nbsp;3 trug zwölf wissenschaftliche [[Messinstrument]]e (Sensoren für Druck, Temperatur und Zusammensetzung der Atmosphäre, Strahlungsmessgeräte, Sensoren für elektrische und magnetische Felder) in den Weltraum, welche die obere Atmosphäre und den [[Van-Allen-Gürtel|Van-Allen-Strahlungsgürtel]] der Erde untersuchen sollten&amp;amp;nbsp;– was aber ebenfalls fehlschlug, da der Bandrekorder für die Messdaten versagte und nur wenige Daten der Sensoren direkt beim Überflug einer Bodenstation empfangen werden konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.zarya.info/Diaries/Sputnik/Sputnik3.php |wayback=20080403175249 |text=Sputnik 3 |archiv-bot=2024-05-14 00:57:24 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den [[Wettlauf ins All]] war der schon vor dem Beginn der Raumfahrt vermutete Strahlungsgürtel bereits im Januar 1958 vom ersten US-amerikanischen Satelliten [[Explorer 1]] nachgewiesen worden und wurde später nach dessen Instrumenten-Entwickler benannt. Sputnik&amp;amp;nbsp;3 hatte einen kegelförmigen Körper von 3,57&amp;amp;nbsp;m Länge, 1,73&amp;amp;nbsp;m Durchmesser und einer Masse von 1327&amp;amp;nbsp;kg. Seine Bahnhöhe betrug zwischen 226 und 1881&amp;amp;nbsp;Kilometer. Er umrundete in 106&amp;amp;nbsp;Minuten einmal die Erde auf einer um 65,2° geneigten Bahn. Der Satellit verglühte am 6. April 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 4 ===&lt;br /&gt;
Sputnik 4 (auch Korabl-Sputnik 1 oder Weltraumschiff 1 genannt) wurde am 15. Mai 1960 gestartet. Dies war der erste [[Prototyp (Technik)|Prototyp]] für das ab 1961 eingesetzte [[Wostok (Raumschiff)|Wostok-Raumschiff]] für [[Bemannte Raumfahrt|bemannte Flüge]]. Die Bahnhöhe des Satelliten betrug zwischen 312 und 369 Kilometer, später zwischen 307 und 690 Kilometer. Die Umlaufzeit um die Erde betrug 91,2 Minuten. 1962 stürzten Teile von Sputnik&amp;amp;nbsp;4 auf eine Straßenkreuzung in [[Manitowoc]] im US-Staat [[Wisconsin]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.netzeitung.de/spezial/weltraum/1305478.html |wayback=20090325110438 |text=Weltraumschrott bedroht Space Shuttle}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 5 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sputnik-5_foto_2020.jpg|mini|Die beiden präparierten Körper von Belka und Strelka und die Sputnik-5-Kapsel im Kosmonautenmuseum in Moskau.]]&lt;br /&gt;
Sputnik 5 (auch Korabl-Sputnik 2, bzw. Weltraumschiff 2) startete am 19. August 1960 und trug unter anderem zwei [[Haushund|Hunde]] in den Weltraum: Strelka (russisch für „Pfeilchen“ → von Pfeil) und Belka (russisch für „Eichhörnchen“). Weitere Passagiere waren 40 [[Mäuse]], 2 [[Ratten]] und [[Pflanzen]]. Nach 18 Erdumkreisungen in einer Bahnhöhe von 306 bis 330 Kilometer und bei einer Erdumkreisung in 90,7 Minuten [[Wiedereintritt|landeten]] am 20. August 1960 beide Hunde sicher wieder auf der Erde. Dies war der zweite Flug des Prototyps der Wostok und ein entscheidender Schritt für die Technik der weichen [[Landung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strelka gebar später sechs Welpen, von denen einer, Pushinka, [[Caroline Kennedy]], der Tochter des [[Präsident der Vereinigten Staaten|US-Präsidenten]] [[John F. Kennedy]], geschenkt wurde. Die Übergabe erfolgte durch den sowjetischen Regierungschef [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Nikita Chruschtschow]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spacetoday.org/Astronauts/Animals/Dogs.html Space Online Today - Monkeys and another animals in space (engl.)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute befinden sich die präparierten Körper von [[Belka und Strelka]], ausgestellt in Glaskästen, im &amp;#039;&amp;#039;[[Kosmonautenmuseum]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Moskau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 6 ===&lt;br /&gt;
Sputnik 6 (oder Korabl-Sputnik 3 bzw. Weltraumschiff 3) war der dritte Prototyp des Wostok-Raumschiffs und trug am 1. Dezember 1960 die Hunde Pchelka (russisch für „kleine Biene“) und Mushka (russisch für „kleine Fliege“) ins All. Die Landekapsel wurde am 2. Dezember 1960 bei der Rückkehr zur Erde aufgrund eines zu steilen Wiedereintrittwinkels zerstört. Sputnik 6 befand sich in einer Bahnhöhe zwischen 187,3 und 265 Kilometern und hatte eine Umlaufzeit von 88,6&amp;amp;nbsp;Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 7 ===&lt;br /&gt;
Sputnik 7 ([[Venera|Venera-1]] oder Weltraumschiff 4) war eine am 4. Februar 1961 mit einer [[Molnija (Rakete)|Molnija]]-Rakete gestartete [[Venus (Planet)|Venus]]-Raumsonde, die aufgrund eines Problems mit der Oberstufe der Rakete die Erdumlaufbahn nicht verlassen hat. Sie umkreiste die Erde in einer Bahnhöhe zwischen 223,5 und 327,6 Kilometern bei einer Bahnneigung zum Äquator von 64 bis 57 Grad. Eine Erdumkreisung dauerte 98,8 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 8 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wnętrze pojazdu kosmicznego Sputnik 10-Sputnik 10 spacecraft interior.JPG|mini|Illustration des Innenraums der Sputnik-10-Kapsel]]&lt;br /&gt;
Sputnik 8 war die Oberstufe der [[Molnija (Rakete)|Molnija]]-Rakete, die am 12. Februar 1961 die Raumsonde [[Venera|Venera-1]] zur [[Venus (Planet)|Venus]] befördern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 9 ===&lt;br /&gt;
Sputnik 9 (oder Korabl-Sputnik 4 bzw. Weltraumschiff 5) war der vierte Flug des Prototyps des Wostok-Raumschiffs. Er startete am 9. März 1961 mit dem Hund &amp;#039;&amp;#039;Tschernuschka&amp;#039;&amp;#039; (russisch für „Blackie“), einem [[Kosmonaut]]en-[[Crashtest-Dummy|Dummy]], einem [[Meerschweinchen]] und [[Mäuse]]n an Bord. Die Landekapsel wurde nach einer Erdumkreisung erfolgreich geborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 10 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Porthole Korabl-5 outside.jpg|mini|hochkant=0.8|Einstiegsluke des Sputnik-10 im landeskundlichen Museum in [[Tschaikowski (Stadt)|Tschaikowski]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sputnik19.gif|mini|hochkant=0.8|Sputnik 19]]&lt;br /&gt;
Sputnik 10 (oder Korabl-Sputnik 5), den letzten von insgesamt zehn Sputniks, startete die [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken|UdSSR]] am 25. März 1961 als Test für den Flug [[Juri Alexejewitsch Gagarin|Juri Gagarins]] im April 1961. Dies war der fünfte Flug des Prototyps des [[Wostok (Raumschiff)|Wostok-Raumschiffs]]. An Bord befand sich der Hund [[Swjosdotschka (Hund)|Swjosdotschka]] (russisch für „Sternchen“) sowie der [[Kosmonaut]]en-[[Crashtest-Dummy|Dummy]] [[Iwan Iwanowitsch (Dummy)|Iwan Iwanowitsch]]. Nach einer Erdumkreisung ging die Kapsel in der Nähe des Dorfes &amp;#039;&amp;#039;Karscha&amp;#039;&amp;#039; knapp 20&amp;amp;nbsp;km östlich der Stadt [[Tschaikowski (Stadt)|Tschaikowski]] nieder und wurde samt Tier, das den Test heil überstanden hatte, geborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Einsatz in allen Fällen kamen auf der [[R-7]] Interkontinentalrakete basierende Trägersysteme, die ab Sputnik&amp;amp;nbsp;4 eine zusätzliche [[Raketenstufe]] trugen ([[Wostok (Rakete)|Wostok]]-Rakete). Sputnik&amp;amp;nbsp;7 und 8 verwendeten die 4-stufige [[Molnija (Rakete)|Molnija]]-Rakete. Alle Starts erfolgten vom Kosmodrom Baikonur aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 19/20/21 ===&lt;br /&gt;
Sputnik 19, 20 und 21 waren Bezeichnungen für sowjetische Venussonden, die im Westen verwendet wurden. Offiziell wurden diese Starts nicht gemeldet, in östlichen Publikationen werden die entsprechenden Nutzlasten als unidentifiziert bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe z.&amp;amp;nbsp;B. Herbert Pfaffe, Peter Stache: &amp;#039;&amp;#039;Typenbuch der Raumflgkörper&amp;#039;&amp;#039;, Transpress Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sputnik 19 sollte am 25. August 1962 gestartet werden, landete jedoch durch einen Fehler der [[Kickstufe]] in einer niedrigen Erdumlaufbahn und verglühte drei Tage später in der Erdatmosphäre. Das gleiche Schicksal ereilte Sputnik&amp;amp;nbsp;20, welcher am 1. September 1962 gestartet wurde und fünf Tage später verglühte. Sputnik&amp;amp;nbsp;21 wurde am 12. September 1962 gestartet. Er erreichte zwar die Erdumlaufbahn, aber auch hier versagte die vierte Stufe; durch deren Explosion wurde der Satellit zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nssdc.gsfc.nasa.gov/nmc/spacecraftDisplay.do?id=1962-045A Sputnik Geschichte] bei der NASA (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sputnik 22 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sputnik 22}}&lt;br /&gt;
Sputnik 22 war eine im Westen verwendete Bezeichnung für eine sowjetische Marssonde, deren Start nicht offiziell gemeldet wurde. Diese sollte eigentlich am 24. Oktober 1962 auf den Weg zum [[Mars (Planet)|Mars]] gebracht werden. Die Sonde vom Typ 2MV-4 erreichte jedoch nur eine niedrige Erdumlaufbahn, da die Trägerrakete durch die Explosion der [[Turbopumpe (Raketentechnik)|Turbopumpe]] der vierten Stufe 16 Sekunden nach deren Zündung versagte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Russlands Weg zu den Planeten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sterne und Weltraum.&amp;#039;&amp;#039; Mai 2008, S. 50–65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensadaptionen ==&lt;br /&gt;
Unter anderem wurde die früher erschienene Zeitschrift [[Sputnik (Zeitschrift)|Sputnik]] sowie das heutige Auslandsnachrichtenportal [[Sputnik (Nachrichtenportal)|Sputnik]] nach dem Satelliten benannt. Darüber hinaus bekam 2020 der in Russland entwickelte [[COVID-19-Impfstoff]] „Gam-COVID-Vac“  den Spitznamen [[Sputnik V]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sputnikvaccine.com/about-vaccine/ Offizielle Website], abgerufen am 7. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | autor=Andreas Bell | url=https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/zeitreise/Zeitreise-Kalter-Krieg-Beginn-der-Raumfahrt-und-ein-Luebecker-Astronom,zeitreise3634.html | titel=Zeitreise: Kalter Krieg, Beginn der Raumfahrt und ein Lübecker Astronom | hrsg=ndr.de | datum=2022-03-03 | abruf-verborgen=1| abruf=2023-08-02}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumsonden/Sputnik_01.shtml | titel=Sputnik I – mit 80 Kilo um die Welt | werk=Raumfahrer.net  | abruf-verborgen=1| abruf=2023-08-02 | datum=2002-06-15}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raketen/sputnik.shtml | titel=Sputnik (Rakete) | werk=Raumfahrer.net  | abruf-verborgen=1| abruf=2023-08-02 | datum=2011-09-01}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |offline=1 |abruf=2023-08-02 | hrsg=space.huerz.ch|url=http://space.huerz.ch/htm/sputnik.htm |titel=Sputnik 1 | abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |offline=1  | hrsg=sputnik50.de |abruf=2023-08-02 |url=http://www.sputnik50.de/ |titel=Ausstellung zum Sputnik | abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,505624,00.html | autor= Simone Schlindwein | titel=Wettlauf ins All Wie die &amp;quot;Sputnik&amp;quot;-Notlösung die Welt veränderte  | datum=2007-09-24 | werk=[[Spiegel Online]]| abruf-verborgen=1 | abruf=2023-08-02}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.spacetoday.org/Astronauts/Animals/Dogs.html | titel=Monkeys and other Animals in Space | werk=Space Online Today | sprache=en | abruf-verborgen=1 | abruf=2023-08-02}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://history.nasa.gov/animals.html | titel=A Brief History of Animals in Space  | hrsg=NASA| sprache=en | abruf=2023-08-02 | abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.newsweek.com/2007/10/01/the-real-sputnik-story.html | autor=Sharon Begley | titel=The Real Sputnik Story: Forget the hype. The ’57 launch wasn’t such a big shock&amp;#039; | werk=[[Newsweek]] | datum=2007-10-01 | abruf=2023-08-02 | abruf-verborgen=1| sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.zeit.de/2007/39/A-Sputnik | autor=Bruno Preisendörfer | titel=Der rote Mond – Wie Moskaus Sputnik, der erste Satellit, vor 50 Jahren die westliche Welt schockierte und in Aufruhr versetzte | werk=[[Die Zeit]] | datum=2007-09-20 | abruf=2023-08-02 | abruf-verborgen=1 | kommentar=paywall}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://www.derstandard.at/story/2000065254891/sputnik-1-vor-60-jahren-startete-der-erste-satellit | autor=David Rennert | titel=Sputnik 1: Vor 60 Jahren startete der erste Satellit ins All | werk=[[Der Standard]] | datum=2017-10-03 | abruf=2023-08-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walther A. McDougall: &amp;#039;&amp;#039;The heavens and the earth. A political history of the space age.&amp;#039;&amp;#039; Basic Books, 1985, ISBN 0-465-02887-X (englisch).&lt;br /&gt;
* [[Igor J. Polianski]], Matthias Schwartz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Spur des Sputnik. Kulturhistorische Expeditionen ins kosmische Zeitalter.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt am Main/ New York City 2009, ISBN 978-3-593-39042-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;60 Jahre Sputnik. 1957 begann das Raumfahrtzeitalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;FliegerRevue.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 11/2017, S. 36–37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Raumfahrtmission 1957&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Raumfahrtmission 1958&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Raumfahrtmission 1960&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Raumfahrtmission 1961&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4273819-2|LCCN=sh/2001/2986}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungssatellit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrt (Sowjetunion)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernardoni</name></author>
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