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	<title>Soldat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Soldat&amp;diff=14356&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-07-13T11:46:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Soldaten allgemein. Für weitere Bedeutungen siehe [[Soldat (Deutschland)]] und [[Soldat (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:2581182 A German soldier serving with the Multinational Battle Group-East and KFOR on Orahovac Range in Kosovo 2016.jpg|mini|[[Bundeswehr]]-Soldat während der Übung &amp;#039;&amp;#039;Sharp Griffin&amp;#039;&amp;#039; im [[Kosovo]], 2016]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soldat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soldatin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach dem &amp;#039;&amp;#039;[[Sold]]&amp;#039;&amp;#039;, den er oder sie bezieht) ist ein bewaffneter Angehöriger einer [[Armee]] oder der [[Militär|Streitkräfte]] eines Landes. Der Begriff bezeichnet sämtliche Dienstgrade, wobei sich der Sprachgebrauch lange auf die Mannschaftsdienstgrade beschränkte. Von den Soldaten abzugrenzen sind [[Söldner]], die nicht Angehörige regulärer Armeen sind, [[Militärbeamter|Militärbeamte]], ferner Angehörige von [[Paramilitär|paramilitärischen Verbänden]], [[Freischar|Freischärler]] und [[Partisan]]en (siehe auch [[Guerilla]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldaten haben einen [[Dienstgrad]], der ihre Stellung und ihre Befugnisse innerhalb der Streitkraft regelt. Nach der [[Truppengattung]] unterscheidet man zum Beispiel [[Infanterie|Infanteristen]] und [[Artillerie|Artilleristen]]. Das Anwerben und die Verpflichtung von Soldaten für den Waffendienst wird als [[Rekrutierung]] oder Aushebung bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort „Soldat“ kam zum ersten Mal im 16. Jahrhundert in Gebrauch, [[Lehnwort|entlehnt]] aus italienisch „soldato“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Meyers Großes Konversations-Lexikon |Auflage=6. |Verlag=Bibliographisches Institut |Ort=Leipzig/ Wien |Datum=1909 |Online=http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Sold%C4%81t |Abruf=2019-06-19 |Kommentar=Lexikoneintrag „Soldat“ }}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der Bedeutung „Krieger, Gefolgsmann“, wiederum aus [[Mittellatein]] &amp;#039;&amp;#039;soldarius&amp;#039;&amp;#039; mit der gleichen Bedeutung. Ursprung der Wörter „Soldat“ und „Sold“ ist der Name der römischen Goldmünze [[Solidus]] – eine Substantivierung des [[latein]]ischen Adjektivs „[[solidus]]“ mit der Bedeutung „fest, massiv, solide“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Soldat &amp;#039;&amp;#039;Soldat&amp;#039;&amp;#039;] und [https://www.duden.de/rechtschreibung/Sold &amp;#039;&amp;#039;Sold&amp;#039;&amp;#039;], Duden online&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synonyme des Lehnwortes „Soldat“ sind noch älteren Ursprungs: „Krieger“ und „Kämpfer“ sind bereits für das [[Mittelhochdeutsch]]e belegt. Dagegen entstand die Bezeichnung [[Miliz (Volksheer)|„Milizionär“]] erst im 17. Jahrhundert aus dem lat. „miles“ „Soldat“, dessen Bedeutung im Bereich der ehemaligen [[Sowjetunion]] abweicht, da sie dort einen [[Polizist]]en bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortgebrauch ==&lt;br /&gt;
=== Männliche und weibliche Soldaten ===&lt;br /&gt;
Der Begriff „Soldat“ wird im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] häufig als [[generisches Maskulinum]] für Männer und Frauen gleichermaßen verwendet. In Rechtsvorschriften oder formeller Anrede wird in der Regel von „Soldatin(nen)“ und „Soldat(en)“ gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Frauen im Militär}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Länderspezifische Bezeichnungen ===&lt;br /&gt;
Auch in Österreich ist Soldat die allgemeine Bezeichnung für jene, die im [[Bundesheer]] unter Waffen stehen. In der Schweiz wird er häufig als Angehöriger der Armee ([[Schweizer Armee|AdA]]) bezeichnet. In den [[Landstreitkräfte der NVA|Landstreitkräften der NVA]] war &amp;#039;&amp;#039;Soldat&amp;#039;&amp;#039; zudem der niedrigste [[Dienstgrad|Mannschaftsdienstgrad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Soldat (Dienstgrad)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Soldaten“ im weiteren Sinn ===&lt;br /&gt;
Der Begriff wird über seine militärische Bedeutung hinaus als [[Metapher]] für eine Anzahl „kämpferischer“ Tätigkeiten verwendet. So wird wegen seiner [[Loyalität]] zu seiner [[Partei]] ein entsprechendes [[Mitglied]] als &amp;#039;&amp;#039;Parteisoldat&amp;#039;&amp;#039; benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieger ===&lt;br /&gt;
„Krieger“ ist einerseits eine veraltete Bezeichnung für Soldaten und [[Söldner]], andererseits eine Bezeichnung für Kämpfer in [[Stammesgesellschaft]]en, die sich zu einzelnen Kriegszügen sammeln und meistens keinen Sold, sondern einen Beuteanteil erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.duden.de/rechtschreibung/Krieger/ &amp;#039;&amp;#039;Krieger&amp;#039;&amp;#039;], Duden online&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Berufsbild des Soldaten änderte sich in Europa mit dem Aufkommen [[Stehendes Heer|stehender Heere]]. Frühere Heere wurden für den jeweiligen Kriegszug zusammengestellt, wobei Adelige und ihr Gefolge durch [[Feudalismus|feudale]] Gefolgschaftsstrukturen zur Heerfolge verpflichtet waren und nach Abschluss der Kampagne anderen Tätigkeiten nachgingen. Mit dem Aufkommen der [[Naturalwirtschaft|Geldwirtschaft]] wurde Kriegsvolk von „Gewaltunternehmern“ (nach [[Georg Elwert|Elwert]]) angeworben ([[Söldner]], [[Landsknecht]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa waren die eigenen Armeen für die Zivilbevölkerung eines Landes oft im Wortsinn verheerend ([[Hundertjähriger Krieg]], [[Dreißigjähriger Krieg]]). Egal ob ein feindliches oder freundliches [[Heer]] durchs Land zog, der „Sold“ der Soldaten bestand oft nur aus dem, was dem Land und den Bewohnern zu nehmen war. Es lag an den [[Feldherr|Heerführern]], wo und wie sie die Bezahlung ihrer [[Militär|Truppen]] regelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldaten fühlten sich zunächst nur an ihren [[Kommandeur]] gebunden, der der jeweiligen [[Einheit (Militär)|Einheit]] oft auch seinen Namen gab. Erst mit dem Übergang von der [[Absolutismus|absolutistischen]] zur [[Nationalstaat|nationalen Staatsidee]] wandelte sich auch das Bild vom Soldaten, der nun seiner Nation verpflichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streitkräfte der [[Bundesrepublik Deutschland]], die [[Bundeswehr]], verstehen ihre Soldaten als „[[Staatsbürger in Uniform]]“, um deutlich zu machen, dass anders als in früheren deutschen Armeen der Soldat weiter in die zivile [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] eingebunden bleiben soll, jedoch mit bestimmten Vorrechten und Pflichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1948 sind die [[Friedenstruppen der Vereinten Nationen]], die sogenannten „Blauhelme“ oder „Blauhelmsoldaten“, in zahlreichen Konfliktregionen im Einsatz. Für ihren Beitrag zum Weltfrieden erhielten sie 1988 den [[Friedensnobelpreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftrag ==&lt;br /&gt;
Der Soldat ist als Verteidiger im Rahmen seiner Armee als Erstes ein [[Notwendigkeit|Garant]] für die äußere [[Souveränität]] seines Landes, durch die latente Drohung, eine Einschränkung der Souveränität durch die Vernichtung von Menschen und deren materiellen Existenzen zu vergelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits ist der Soldat als Angreifer oft auch nur das Mittel zum Zweck aggressiver Mächte andere Länder anzugreifen, zu erobern und/oder sich an den lokalen Ressourcen zu bereichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kriegsfall ist das Aufgabenfeld des Soldaten und seiner Armee sehr weit gestreut. Je nach Lage sind folgende Dinge vordringlich:&lt;br /&gt;
* Aufklären des Feindes&lt;br /&gt;
* Lagebeurteilung&lt;br /&gt;
* Besetzen taktischer, strategischer oder wirtschaftlich wichtiger Punkte&lt;br /&gt;
* Sicherung der Stellung sowie Sicherung des Hinterlandes und der Nachschublinien&lt;br /&gt;
* Feindliche Soldaten kampfunfähig machen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgrundlage und -status (Deutschland) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Soldat (Deutschland)}}&lt;br /&gt;
Soldaten stehen in einem [[Öffentlicher Dienst (Deutschland)|öffentlich-rechtlichen Dienst-]] und Treueverhältnis, das auf die Sicherung der ständigen Verteidigungsbereitschaft gegen Angriffe von außen gerichtet ist. Sie bilden, trotz zahlreicher Parallelen mit den [[Beamter (Deutschland)|Beamten]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Besoldung nach dem [[Bundesbesoldungsgesetz]]), eine eigene Statusgruppe wie die [[Richter (Deutschland)|Richter]]. Die bürgerlichen [[Grundrechte (Deutschland)|Grundrechte]] können aufgrund der dienstlichen Erforderlichkeit bei Soldaten der [[Bundeswehr]] gemäß {{Art.|17a|gg|juris}} [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] eingeschränkt werden. Die Rechtsstellung und die dienstlichen Pflichten des Soldaten sind im [[Soldatengesetz]] (SG) geregelt. Nach {{Paragraph|37|sg|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 SG darf „in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf Zeit […] nur berufen werden, wer [[Deutsche Staatsangehörigkeit|Deutscher]] im Sinne des {{Art.|116|gg|juris|text=Artikels 116 des Grundgesetzes}} (GG) ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufsbild ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Soldat.jpg|mini|hochkant|Ein [[Krone Aragon|aragonesischer]] Soldat des 14. Jahrhunderts (historische Abbildung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldaten bilden die regulären [[Streitkräfte]] eines [[Staat]]es. Sie erfüllen weltweit Aufträge, die ihnen durch den [[Souverän]] erteilt werden. Hierbei wird von manchen Soldaten [[interkulturelle Kompetenz]] im internationalen Umfeld erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soldaten werden während ihrer Karriere – auch zu Friedenszeiten – oftmals an andere Standorte im In- und Ausland versetzt. Dies stellt die [[Familie (Soziologie)|Familien]] vor die Herausforderung, Bekannten- und Freundeskreis, Berufstätigkeit des Ehepartners und die schulische Laufbahn der Kinder mit den Dienstortveränderungen in Einklang zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Merkmal zahlreicher militärtypischer Tätigkeiten sind dynamische Handlungen unter Zeitdruck (z.&amp;amp;nbsp;B. schnelles Bewegen im Gelände) mit hohen Lasten (Schutzausrüstung, Waffen).&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Hauser: &amp;#039;&amp;#039;[http://athene-forschung.rz.unibw-muenchen.de/doc/135088/135088.pdf Analyse eines Programms zur Förderung der Leistungsfähigkeit von Eurofighter-Piloten der Bundeswehr]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 8,3&amp;amp;nbsp;MB). Dissertation, Universität der Bundeswehr, München 2020, S.&amp;amp;nbsp;71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ergeben sich besondere körperliche Anforderungen an den Soldatenberuf, die unter Umständen einen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung früheren Eintritt in den [[Ruhestand]] zur Folge haben können. Auch die Möglichkeiten von Tod und [[Verwundung]] im Kampf erhöhen das Risiko einer vorzeitigen Beendigung der Berufstätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfordernisse, die im Einsatz (sowohl [[Peacekeeping]] als auch [[Krieg]]) an den Soldaten gestellt werden, setzen, neben den allgemeinen militärischen Fertigkeiten, Fachkenntnisse aus nahezu allen zivilen Berufssparten (zum Beispiel aus den Berufen des Luftfahrzeugmechanikers, des Bürokaufmanns, des Rettungssanitäters, des Schreiners, des Mechatronikers u.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;m.) und gängigen Studienrichtungen (zum Beispiel Informatik, Maschinenbau, Pädagogik u.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;m.) voraus. Viele Armeen bilden daher die benötigten Berufe selbst aus oder führen die akademische Ausbildung an streitkräfteeigenen Universitäten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Universität der Bundeswehr|Universitäten der Bundeswehr]]) und Militärakademien (z.&amp;amp;nbsp;B. [[United States Military Academy|Westpoint]]) durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Soldat auf Zeit|Soldaten auf Zeit]], die nicht zum [[Berufssoldat]]en ernannt werden, bietet das den Vorteil einer anerkannten Ausbildung, die den Einstieg in das zivile Berufsleben erleichtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethische und soziale Aspekte des Soldatseins ==&lt;br /&gt;
Der bekannteste ideologische Hintergrund für die Erscheinungsform des Soldatentums ist der [[Militarismus]]. Die bedeutendste und als [[Zivilisation|zivilisiert]] betrachtete philosophische Legitimation im sogenannten [[Westen]] ist die Philosophie [[Immanuel Kant|Kants]], die er 1795 in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Zum ewigen Frieden]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage „[[Soldaten sind Mörder]]“ stammt ursprünglich von [[Kurt Tucholsky]] in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurde in der Kontroverse um den Aufbau der [[Bundeswehr]] im Nachkriegsdeutschland als Kampfparole eingesetzt, ohne ihr eine juristisch belegbare Basis zu geben. Mit dem Mittel der verbalen Anschuldigung wurde hier vielmehr um die politische [[Meinungsfreiheit]] einerseits und den Anspruch juristischer und [[Politisch korrekt|politischer Korrektheit]] gestritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Status des Soldaten im modernen Krieg ===&lt;br /&gt;
Über den Status des Soldaten (als [[Militärischer Befehl|Befehlsempfänger]], [[Held]], [[Deserteur]], [[Feigheit|Feigling]], [[Fahnenflüchtiger]] …) entscheidet die Frage nach dem zuerkannten und tatsächlich vorhandenen Status des Soldaten als [[Subjekt (Philosophie)|Subjekt]] oder [[Objekt (Philosophie)|Objekt]]. Die Untersuchung dieser Frage ist wissenschaftlicher Gegenstand der [[Soziologie]]. Die Beantwortung der Frage betrifft vor allem die Themen der gesellschaftlichen und historischen, aber auch der rechtlichen Bewertung des Soldaten und seiner Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Soldaten als Subjekte gesellschaftlich anerkannt werden, hängt von verschiedenen Faktoren und Perspektiven ab. Eine gängige gesellschaftliche Wahrnehmung beschreibt sie als willenlose Befehlsempfänger und damit als Objekte und nicht als Subjekte, denen ein Nachdenken über die Situation und ein eigenständiges Handeln zugesprochen wird. Einen ausgesprochenen Subjektstatus erhalten hingegen einerseits diejenigen, „die nicht nur ihren Befehl ausführen, wie dies erwartet wird, sondern mehr tun, als ihre Vorgesetzten von ihnen erwarten“ und „(w)enn dieser unerwartete oder außerordentliche Einsatz von den  Vorgesetzten zumindest im Nachhinein begrüßt wird, dann werden diese Soldaten gemeinhin als Helden bezeichnet“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Warburg (2009): &amp;#039;&amp;#039;Soldatische Subjekte und Desertion&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;jour fixe initiative berlin&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.) Krieg. Münster, 2009. Seite 131&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite wird denen ein besonderer Subjektstatus zugewiesen, die sich den Befehlen verweigern oder widersetzen. Zu dieser letzten Gruppe gehören Deserteure, Fahnenflüchtige, [[Meuterei|Meuterer]], [[Streik]]ende. Eine entscheidende Rolle spielt hier die Frage, „ob sie die ihnen erteilten [[Militärischer Befehl|Befehle]] ausführen oder sie verweigern“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw.152&amp;quot;&amp;gt;Jens Warburg (2009), Seite 152&amp;lt;/ref&amp;gt; Soziologisch gesehen bleiben Soldaten Subjekte, „weil sie als verletzungsoffene leibgebundene Wesen zu intentionalem Handeln fähig sind.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw.152&amp;quot; /&amp;gt; Nach Warburg schließt dies nicht aus, „dass sie Zwängen unterliegen“, jedoch führe dies nicht dazu, „dass sie zu bloßen Werkzeugen in den Händen ihrer Vorgesetzten werden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw.152&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  Frage nach der Subjektivität in der Militärforschung bestimmt auch die Frage, inwieweit Soldaten durch die Technik ersetzt werden können. Soldaten gelten hierbei als für die  [[Kriegsführung]] „schlecht konstruiert“. Mit dem Ziel, die Schlagkraft ihrer Verbände zu erhöhen, bemühen sich derzeit viele avancierte Militärmächte um die „Umsetzung einer netzwerkzentrierten Kriegführung, kurz auch NCW genannt ([[network-centric warfare]])“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Warburg (2009), Seite 134&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesen modernen Militärstrategien wird trotz Befehlsgebundenheit der Soldaten versucht, „die individuellen Entscheidungs- und Handlungskompetenzen der Soldaten verstärkt zu nutzen“, indem der Versuch unternommen wird, „bestimmte Aspekte der Subjektivität der  Soldaten für eine Effektivierung der Schlagkraft der Verbände zu verwenden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw.152&amp;quot; /&amp;gt; Bei diesen Strategien, deren Autoren wie David S. Alberts sich an den Rationalisierungsprozessen der [[New Economy]] ([[Lean Production]], [[Just-in-time-Produktion|just in time]] und andere Unternehmenskonzepte) ausrichten oder sich an Subjektivierungskonzepte der [[Industriesoziologie]] orientieren, wird „die Subjektivität der Soldaten als eine unverzichtbare Effektivitätsressource“ erachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Warburg (2009), Seite 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versuche der Militärforschung, sich an Subjektivierungskonzepten aus der Ökonomie zu orientieren, beantwortet jedoch nicht die Frage, ob Soldaten damit tatsächlich vom Militär als Subjekte anerkannt werden. So machen Soziologen für die Anerkennung des Subjektstatus des Soldaten seitens des Militärs auch von der Frage abhängig, „ob es (das Militär) die Soldaten auch gegen ihren Willen zwingt, Leib und Leben zu riskieren. Wenn Soldaten das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit verweigert wird, wird ihnen ein grundlegendes [[Menschenrecht]] vorenthalten und versucht, sie zu Objekten herabzusetzen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw.152&amp;quot; /&amp;gt; (Warburg) Bedeutung findet diese Frage nach dem Subjektstatus der Soldaten vor dem Hintergrund eingeschränkter Menschenrechte in der Diskussion, ob Deserteuren ein Recht auf Asyl zuerkannt werden soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw.152&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die zunehmende Technisierung und [[Automatisierung]] wird der Status des Soldaten vor neue Herausforderungen gestellt. Autonome Gefechtssysteme wie [[Unbemanntes Luftfahrzeug|Drohnen]] oder Roboter kommen in Zukunft möglicherweise ohne menschliche Letztentscheidung aus, wobei sich dabei die grundlegende Frage nach der Errechenbarkeit eines militärischen Vorteils oder der Abbildbarkeit des  [[Humanitäres Völkerrecht|Humanitären Völkerrechts]] in technischen Systemen stellt. Es ist durchaus fraglich, ob menschliches Verständnis, Situationsbewusstsein und Intuition jemals ersetzt werden können oder ob dies überhaupt wünschenswert ist. Zugleich ergibt sich ein Problem in Bezug auf Verantwortung und Mitverantwortung, da nicht klar ist, ob Fehlschläge autonomer Systeme den Entwicklern, Programmierern, oder militärischen Führern zuzurechnen sind. Ob Soldaten in Anbetracht der zunehmenden Entpersonifizierung des Gefechtsfeldes auch weiterhin im Mittelpunkt stehen werden, wie es die Gestaltungsfelder der [[Innere Führung|Inneren Führung]] fordern, ist ebenfalls neu zu hinterfragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Marcel Bohnert]]: &amp;#039;&amp;#039;Wächter aus der Luft. Drohnen als Schutzpatrone deutscher Bodentruppen in Afghanistan&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Uwe Hartmann (Offizier)|Uwe Hartmann]] und [[Claus von Rosen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Innere Führung 2014. Drohnen, Roboter und Cyborgs. Der Soldat im Angesicht neuer Militärtechnologien.&amp;#039;&amp;#039; [[Carola Hartmann Miles-Verlag]], Berlin 2014, S. 29ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang von Groote]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grosse Soldaten der europäischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Athenäum-Verlag, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Soldiers|Soldaten}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4055409-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4055409-0|LCCN=sh85124554|NDL=00562631}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Beruf|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sicherheitspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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