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	<title>Sedierung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Sedierung&amp;diff=3429&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-05-23T04:09:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sedierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der Medizin die &amp;#039;&amp;#039;Dämpfung&amp;#039;&amp;#039; von Funktionen des [[Zentrales Nervensystem|zentralen Nervensystems]] durch ein &amp;#039;&amp;#039;Beruhigungsmittel&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sedativum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sedativ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). Seltener wird auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sedation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als [[Synonym]] zu Sedierung benutzt (von {{laS|sedare|de=beruhigen}}). Der Begriff wird insbesondere in der [[Intensivmedizin]] und bei der Anwendung von [[Psychopharmaka]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird zusätzlich ein [[Schmerzmittel]] &amp;#039;&amp;#039;(Analgetikum)&amp;#039;&amp;#039; zum Sedativum oder zum zur Sedierung eingesetzten [[Hypnotikum]] verabreicht, spricht man von einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Analgosedierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, einer Sonderform der [[Narkose#Narkoseformen|intravenösen]] bzw. der [[Total intravenöse Anästhesie|totalen intravenösen Anästhesie]]. Die Analgosedierung hat einen schmerzfreien, schlafend-weckbaren Patienten zum Ziel.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Anton Adams, Eberhard Kochs, Claude Krier: &amp;#039;&amp;#039;Heutige Anästhesieverfahren – Versuch einer Systematik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 36, Heft 5, Mai 2001, S. 262–267, hier: S. 264–266.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang von einer Sedierung zu einer [[Narkose|Allgemeinanästhesie]] &amp;#039;&amp;#039;(Narkose)&amp;#039;&amp;#039; ist fließend, bei letzterer ist der Patient nicht mehr erweckbar für die Dauer der Narkose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Palliativmedizin]] kann eine sogenannte [[Palliative Sedierung|terminale Sedierung]] eingesetzt werden. Im Gegensatz zu [[Neuroleptika]] und [[Antidepressiva]] sollen Sedativa keine spezifische Wirkung auf psychiatrische Krankheiten haben. In der Geschichte der Psychiatrie wurden sie jedoch häufig auch dafür eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bangen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der medikamentösen Therapie der Schizophrenie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1992, ISBN 3-927408-82-4, S. 22–27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Umgangssprachlich wird bei Drogen mit sedierender Wirkung auch von &amp;#039;&amp;#039;Downern&amp;#039;&amp;#039; gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.joergo.de/int_weinreich/ Interview mit Psychologen Wulf Mirko Weinreich über das Bewusstseinsmodell von Ken Wilber und die Zukunft der Drogenkultur]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Unruhe ist ein häufig bei körperlichen und [[Psychische Störung|psychischen Erkrankungen]] anzutreffendes [[Symptom]]. Unruhezustände können häufig durch die gezielte Gabe von Sedativa gelindert werden. Sedativa sind im Allgemeinen schlaffördernd und bewirken in höherer [[Dosis|Dosierung]] eine Ausschaltung der [[Bewusstsein|bewussten]] [[Wahrnehmung]], damit im Idealfall eine Distanzierung von verschiedenen [[Angst|Ängsten]]. Eine gezielte Behandlung der Angst wird demgegenüber als [[Anxiolyse]] bezeichnet (siehe [[Tranquilizer]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor größeren diagnostischen oder therapeutischen Eingriffen ist eine Sedierung angezeigt, um die Stressbelastung für den Patienten zu reduzieren und dessen Ansprechbarkeit dennoch zu gewährleisten und so die bestmögliche Zusammenarbeit mit dem Untersucher oder Therapeuten zu ermöglichen. Es sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz des Patienten zu treffen, um das Risiko möglicher Komplikationen zu minimieren, insbesondere eines unbeabsichtigten Bewusstseinsverlustes, einer Beeinträchtigung oder gar Aufhebung der [[Schutzreflex]]e (wie des [[Hustenreflex]]es) oder einer Kreislauf- oder Atemdepression.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Online=http://www.narkosearzt-hamburg.de/Analgosedierung.pdf |Titel=Leitlinie zur Sedierung und Analgesie (Analgosedierung) von Patienten durch Nicht-Anästhesisten |Autor=Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin |Sammelwerk=Anaesth Intensivmed |Datum=2002 |Band=10 |Seiten=639–641 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sedativa werden auch bei der Behandlung von Krämpfen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;K. H. Wollinsky, H.-H. Mehrkens, S. Haas: &amp;#039;&amp;#039;Der traumatologische Notfallpatient im Rettungsdienst. Kritische Beurteilung von 718 Notarzteinsätzen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; Band 33, Heft 1, Januar 1984, S. 47–55, hier: S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; Ist eine tiefere Sedierung notwendig oder muss mit einem Übergang in eine [[Narkose]] gerechnet werden, bedarf der Patient einer entsprechenden intensiven Überwachung und Unterstützung, sodass ein [[Anästhesist]] hinzugezogen werden muss, der neben dem geeigneten Sedativum häufig bei Bedarf noch ein [[Analgetikum]] verabreicht. Eine überwachte Sedierung mit Analgesie wird als „Analgosedierung“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/001-012l_S3_Analgesie_Sedierung_Delirmanagement_Intensivmedizin_2015-08_01.pdf &amp;#039;&amp;#039;Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin&amp;#039;&amp;#039; – Langfassung], Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Intensivmedizin]] wird bei [[Beatmung|beatmeten]] Patienten die Verabreichung von Sedativa zumeist nötig, da eine Beatmung ohne solche [[Medikament]]e häufig nicht toleriert wird, insbesondere beim nicht&amp;amp;shy;[[tracheotomie]]rten Patienten. Die gewünschte Sedierungstiefe wird je nach Situation vom Arzt anhand der [[Richmond Agitation Sedation Scale]] (früher der [[Ramsay-Skala]]) festgelegt, regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf angepasst. Man geht nach den von der [[Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin|DGAI]] erstellten Leitlinien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S3LL&amp;quot;&amp;gt;{{AWMF|http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/001-012.html|Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin|S3|[[DGAI]] und [[Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin|DIVI]]|12/2009}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Substanzen ==&lt;br /&gt;
* [[Benzodiazepine]] wie [[Diazepam]], [[Midazolam]], [[Temazepam]], [[Nitrazepam]], [[Flunitrazepam]]&lt;br /&gt;
* [[Antidepressivum|Antidepressiva]] wie [[Trazodon]], [[Doxepin]], [[Trimipramin]], [[Amitriptylin]], [[Mirtazapin]], [[Mianserin]], [[Agomelatin]]&lt;br /&gt;
* [[Anästhetikum|Narkotika]] und [[Schlafmittel|Hypnotika]] wie [[Thiopental]], [[Etomidat]], [[Ketamin]] und [[Propofol]]&lt;br /&gt;
* [[Barbiturat]]e wie [[Phenobarbital]] werden in heutiger Zeit kaum noch als Beruhigungsmittel eingesetzt; sie dienen vielmehr als [[Antikonvulsivum|Antiepileptika]]&lt;br /&gt;
* [[Inhalationsanästhetikum|Volatile Anästhetika]] wie [[Isofluran]], [[Sevofluran]] und [[Desfluran]]&lt;br /&gt;
* [[Neuroleptikum|Neuroleptika]] wie [[Phenothiazine]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Promethazin]]), [[Thioxanthen]]e wie [[Chlorprothixen]], [[Butyrophenone]] wie [[Haloperidol]] und andere wie [[Prothipendyl]]&lt;br /&gt;
* [[Opioid]]e wie [[Fentanyl]], [[Morphin]] und [[Sufentanil]]&lt;br /&gt;
* [[Alpha-2-Adrenozeptor]]-Agonisten wie etwa [[Clonidin]], in der Tiermedizin [[Xylazin]], [[Dexmedetomidin]] oder [[Medetomidin]]&lt;br /&gt;
* [[Valnoctamid]]&lt;br /&gt;
* [[Antihistaminikum#H1-Antihistaminika|H1-Antihistaminika]] der ersten Generation wie [[Hydroxyzin]], [[Diphenhydramin]] und [[Doxylamin]]&lt;br /&gt;
* Pflanzliche Sedativa ([[Phytotherapie]]): häufig [[Baldrian]], [[Zitronenmelisse]], [[Hopfen]] und [[Passiflora incarnata|Passionsblume]], [[Linarin]], [[Echtes Johanniskraut]] sowie auch Kombinationen aus diesen, seltener z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kava]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme ==&lt;br /&gt;
Viele Sedativa führen zur [[Toleranz (Medizin)|Toleranz]] (Gewöhnung), so dass im Verlauf der Anwendung die Dosis erhöht oder ein anderes Sedativum eingesetzt werden muss, um die gewünschte Sedierungstiefe aufrechtzuerhalten. Viele Sedativa haben deshalb ein Missbrauchspotential in der Daueranwendung (gilt nicht für Neuroleptika), das bis zur [[Sucht]] führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der oben beschriebene Vorteil von Sedativa, die Ausschaltung des Bewusstseins, wirkt sich jedoch auch nachteilig auf den Organismus aus. So muss gegebenenfalls der Reduzierung des [[Atemantrieb]]s mit [[Beatmung]] entgegengewirkt sowie mit [[Katecholamine]]n der Kreislauf aufrechterhalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner gibt es [[paradoxe Reaktion]]en: Das [[Arzneimittel]] erreicht nicht die erwünschte [[Wirkung (Pharmakologie)|Wirkung]], der Patient wird unruhig und nicht mehr führbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Anton Adams, E. Clausen, B. Gebhardt, J. Biscoping, [[Gunter Hempelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Analgosedierung katecholaminpflichtiger Beatmungspatienten mit Ketamin und Midazolam.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; Band 40, 1991, S. 238–244.&lt;br /&gt;
* Hand Anton Adams: &amp;#039;&amp;#039;Konzepte zur Analgosedierung: Ketamin und Propogol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesiologie Intensivmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 35, 1994, S. 97–100.&lt;br /&gt;
* S. Fitzal: &amp;#039;&amp;#039;Medikamentöse Therapie, Inhalationstherapie.&amp;#039;&amp;#039; In: J. Kilian, H. Benzer, [[Friedrich Wilhelm Ahnefeld]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Beatmung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-540-53078-9; 2., unveränderte Auflage ebenda 1994, ISBN 3-540-57904-4, S. 290–304, hier: S. 290–295 &amp;#039;&amp;#039;(Sedierung/Analgesierung und Relexation)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* W. E. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Sedativa als Beispiel für die Besonderheiten der Psychopharmakotherapie im Alter.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Förstl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch Gerontopsychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 2002, S. 220–226.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Beruhigungsmittel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|sedieren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4180607-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Anästhesie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Intensivmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Tiermedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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