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	<title>Schwindel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Schwindel&amp;diff=11636&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-08-30T19:27:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Vertigo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = H81.0-9&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Störungen der Vestibularfunktion&lt;br /&gt;
| 02-CODE = H82*&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Schwindelsyndrome bei anderenorts klassifizierten Krankheiten&lt;br /&gt;
| 03-CODE = R42&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = Schwindel und Taumel&amp;lt;br /&amp;gt;Schwindel o. n. A.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = AB31.7&lt;br /&gt;
| Data-01 = Schwindelsyndrome&lt;br /&gt;
| Code-02 = MB48&lt;br /&gt;
| Data-02 = Benommenheit oder Taumel&lt;br /&gt;
| Code-03 = MB48.0&lt;br /&gt;
| Data-03 = Schwindel&lt;br /&gt;
| Code-04 = MB48.00&lt;br /&gt;
| Data-04 = Schwindel zentralen Ursprungs&lt;br /&gt;
| Code-05 = AB34.1&lt;br /&gt;
| Data-05 = Sonstiger peripherer Schwindel&lt;br /&gt;
| Code-06 = MB48.0Y&lt;br /&gt;
| Data-06 = Sonstiger näher bezeichneter Schwindel&lt;br /&gt;
| Code-07 = MB48.0Z&lt;br /&gt;
| Data-07 = Schwindel, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwindel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vertigo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet das Empfinden eines Drehens oder Schwankens, das Gefühl, sich nicht sicher im Raum bewegen zu können, oder auch das Gefühl der drohenden [[Bewusstseinsstörung|Bewusstlosigkeit]]. &amp;#039;&amp;#039;Definiert&amp;#039;&amp;#039; wird Schwindel im [[medizin]]ischen Sinn als wahrgenommene Scheinbewegung zwischen sich und der Umwelt. Man unterscheidet unter anderem Dreh-, Schwank-, Lift-, Bewegungs- und unsystematischen Schwindel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen wird das Wort folglich für unterschiedliche Phänomene genutzt, was die Kommunikation zwischen Arzt und Patient erschwert. Im Englischen wird demgegenüber oft, aber nicht immer, vor allem von Laien,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ahdictionary.com/word/search.html?q=vertigo]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;vertigo&amp;#039;&amp;#039; mehr spezifisch für die Empfindungen des Drehens oder Schwankens verwendet, während &amp;#039;&amp;#039;dizziness&amp;#039;&amp;#039; als übergeordneter Begriff diese Empfindungen und auch ähnliche wie Benommenheit, Gleichgewichtsstörung, räumliche Desorientierung und andere Empfindungen einschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etymologisch ist das Wort wahrscheinlich aus dem althochdeutschen „swintilon“ („In-Ohnmacht-fallen“ oder „Taumeligkeit verspüren“) hervorgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Schwindel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Auch wenn Schwindel sehr häufig vorkommt, gibt es noch wenige Studien zur [[Epidemiologie]]. Colledge u.&amp;amp;nbsp;a. geben an, dass 30 % der über 65-Jährigen im vorangegangenen Jahr mindestens einmal pro Monat an Schwindel litten. Yardley u.&amp;amp;nbsp;a. fanden bei 20 % der 18- bis 64-Jährigen mindestens einmal pro Monat Schwindel. Sandholzer u.&amp;amp;nbsp;a. untersuchten Patienten von Hausarztpraxen mit einem durchschnittlichen Alter von 76&amp;amp;nbsp;Jahren, von denen 50 % Schwindel als Symptom angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kroenke gibt an, dass bei etwa 20 % der Schwindel-Patienten in der Allgemeinpraxis eine [[somatisch]]e Ursache nachweisbar ist. Bei etwa 15 % muss von psychogenen Ursachen ausgegangen werden. Bei den verbleibenden zwei Dritteln kann keine Diagnose gestellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MKnochen&amp;quot;&amp;gt;Michael M. Kochen: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeinmedizin und Familienmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwindeltypen ==&lt;br /&gt;
Schwindel kann viele verschiedene komplexe Ursachen haben. Bei der Untersuchung ist es hilfreich, den Schwindel in Schwindeltypen einzuordnen, um die möglichen Ursachen einzugrenzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MKnochen&amp;quot; /&amp;gt; Der Schwindel kann dabei in zwei verschiedene Kategorien eingeordnet werden, nach Art des Schwindels (systematisch oder unsystematisch) und nach wahrscheinlichem Ort des Auslösers (Ätiologie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nach Art des Schwindels:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Systematischer Schwindel (gerichteter Schwindel):&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Drehschwindel: Der Patient fühlt sich wie in einem Karussell, es treten Scheinbewegungen ([[Oszillopsie]]) auf. Die Ursachen sind hier meist vestibulär, d.&amp;amp;nbsp;h. sie liegen im [[Gleichgewichtsorgan]], manchmal aber auch im [[Zentralnervensystem]].&lt;br /&gt;
* Liftschwindel: Der Patient fühlt sich wie in einem Aufzug, meint, sich nach oben oder nach unten zu bewegen.&lt;br /&gt;
* Schwankschwindel: Der Patient fühlt sich wie auf einem Boot, das schwankt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Unsystematischer Schwindel (ungerichteter Schwindel):&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Sekundenschwindel: Der Patient hat das Gefühl, ohnmächtig zu werden. Geschieht dies ganz plötzlich, muss man [[Bradykardie|bradykarde]] [[Herzrhythmusstörung|Rhythmusstörungen]] und einen sensiblen [[Sinus caroticus|Karotissinus]] in Betracht ziehen. Bei [[Prodrom]]i sollte man an [[Orthostase]] und [[Tachykardie|tachykarde]] [[Herzrhythmusstörung|Rhythmusstörungen]] denken.&lt;br /&gt;
* Raumunsicherheit: Die Patienten geben ein komisches Gefühl im Kopf an. Dieses ist entweder nachschwankend und kann nur durch Kopfbewegungen ausgelöst werden ([[Zentralnervensystem|ZNS]], [[Auge]]n, [[Gleichgewichtsorgan|vestibulär]], [[Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel|benigner Lagerungsschwindel]]) oder ist dauernd vorhanden ([[Psyche]], [[Zentralnervensystem|ZNS]], [[Arzneimittel|Medikamente]], [[Hyperventilation]]).&lt;br /&gt;
* Gangunsicherheit: Diese ist nicht abhängig von Kopflage oder Kopfbewegungen, der Kopf ist frei. Ausgelöst werden kann diese Art des Schwindels, wenn überhaupt, nur durch Bewegungen des Körpers. Ursache können im [[Peripheres Nervensystem|peripheren Nervensystem]], [[Zentralnervensystem|ZNS]], den [[Auge]]n oder der [[Psyche]] liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nach Ätiologie:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hessisches Ärzteblatt&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.laekh.de/images/Hessisches_Aerzteblatt/2007/HAEBL_01_2007.pdf |wayback=20160524130952 |text=S. v. Stuckrad-Barre, S. Heitmann, W. H. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelles zur Therapie von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen.&amp;#039;&amp;#039;}}  In: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Ärzteblatt&amp;#039;&amp;#039; vom Januar 2007, S. 15 ff., abgerufen im Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;peripher-vestibulärer Schwindel&amp;#039;&amp;#039; (Labyrinth, N. vestibulocochlearis)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zentral-vestibulärer Schwindel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;psychogener Schwindel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;nicht vestibulärer Schwindel&amp;#039;&amp;#039; mit organischer Ursache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Schwindel entsteht häufig aus widersprüchlichen Informationen von am [[Gleichgewichtssinn|Gleichgewichtsempfinden]] beteiligten Sinnesorganen wie [[Auge]]n, [[Gleichgewichtsorgan]]en der Innenohren sowie Muskel- und Gelenkrezeptoren. Schwindel ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in einer allgemeinmedizinischen Praxis.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach W. Fink, G. Haidinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Häufigkeit von Gesundheitsstörungen in 10 Jahren Allgemeinpraxis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ZFA – Zeitschrift für Allgemeinmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 83, 2007, S.&amp;amp;nbsp;102–108, [[doi:10.1055/s-2007-968157]]. Zitiert nach &amp;#039;&amp;#039;Womit sich Hausärzte hauptsächlich beschäftigen&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.mmw.de/home.do MMW-Fortschr. Med.] Nr.&amp;amp;nbsp;16/2007 (149.&amp;amp;nbsp;Jg.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1861 beschrieb [[Prosper Menière]] das Ohrenlabyrinthschwindelsymptom.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gleichgewichtsorgan im [[Innenohr]] ist ein [[Sensor]]ium für Dreh- und Linearbeschleunigung und eng mit [[Reflex]]en verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Linearbeschleunigung wird in den in horizontaler und vertikaler Ebene stehenden Macula sacculi und utriculi registriert. Die Sinneshaare dieser Rezeptoren sind in eine durch Kristallkörnchen, sogenannte Otolithen, beschwerte Matrix eingebettet. Bei Beschleunigung in der Ebene der Macula bleibt diese aufgrund ihrer Trägheit zurück und führt zu einer Auslenkung der Sinneshaare. Durch die [[Gravitation|Schwerkraft]] kann mit diesen Rezeptoren auch die Lage des Kopfes im Raum bestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehbeschleunigungen (Drehbewegungen) werden von Sinneshaaren in den [[Bogengänge]]n registriert – jeweils drei miteinander verbundene, senkrecht zueinander stehende, ringförmige Gefäße, die mit [[Lymphe|Lymphflüssigkeit]] gefüllt sind. Bei einer Drehbewegung in der Ebene des jeweiligen Bogenganges bleibt die Lymphflüssigkeit aufgrund ihrer [[Trägheit]] gegenüber dem sich bewegenden Schädelknochen in Ruhe. Damit werden die Sinneshaare in den Bogengängen, die die Drehbewegung mitmachen, durch die ruhende Flüssigkeit ausgelenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei länger anhaltenden Drehbewegungen kommt es durch Reibung zu einer Mitbewegung der Lymphe. Wenn Bogengang und Lymphe sich mit gleicher Geschwindigkeit bewegen, reduziert sich der Sinnesreiz und geht schließlich gegen Null. Es kommt zu einer Gewöhnung. Bei Aufhören der Drehbewegung rotiert die Flüssigkeit weiter und ruft den Eindruck einer entgegengesetzten Drehung hervor. Die reflektorische Reaktion darauf kann nicht unterdrückt werden, auch wenn das [[Auge]] die &amp;#039;&amp;#039;wahre&amp;#039;&amp;#039; Bewegung zeigt. Der Widerspruch der Sinnesorgane erzeugt Verwirrung oder [[Orientierung (mental)|Desorientierung]]. Piloten müssen deshalb beim [[Instrumentenflug]] lernen, der Anzeige von [[Navigation]]sgeräten mehr zu trauen als ihren Sinneseindrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkrankungen des Gleichgewichtssystems (peripher: Innenohr + Gleichgewichtsnerv; zentral: Hirnstamm + Kleinhirn + Großhirn) können Ursache für Schwindelempfindungen sein: vestibulärer Schwindel. Oft wird Schwindel begleitet von vegetativen Reaktionen des Körpers wie Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbruch, Herzbeschleunigung und Kollaps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
* {{Anker|Lagerungsschwindel}}[[Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel]], ein gutartiger Lagerungsschwindel&lt;br /&gt;
* Erkrankungen des [[Innenohr]]es (Vestibulopathie), siehe auch [[Bilaterale Vestibulopathie]]&lt;br /&gt;
* [[Morbus Menière|Menièresche Erkrankung]]&lt;br /&gt;
* Entzündung der Gleichgewichtsorgane ([[Neuritis vestibularis]])&lt;br /&gt;
* [[Durchblutungsstörung]]en ([[Ischämischer Schlaganfall]] des [[Hirnstamm]]s), [[Tumor]]en ([[Akustikusneurinom]]), mechanische Schädigungen (traumatischer Labyrinthausfall bei [[Felsenbein]]fraktur) usw. mit Beteiligung des Gleichgewichtssystems&lt;br /&gt;
* [[Migräne#Migräne vom Basilaristyp|Migräne mit Hirnstammaura]] (auch als Bickerstaff-Syndrom oder basiläre Migräne bezeichnet), [[Vestibuläre Migräne]]&lt;br /&gt;
* Basilariskompressionen durch rotatorische oder translative Subluxationen im Kopfgelenk bei Kopfgelenksinstabilitäten, beispielsweise als Folge eines [[Schleudertrauma]]s mit Weichteilverletzung&lt;br /&gt;
* [[Bogengangsdehiszenz]], ein Knochendefekt im Innenohr, der zu [[Autophonie]], Schwindel, [[Tullio-Phänomen]] und [[Hörverlust]] führen kann&lt;br /&gt;
* [[CANVAS (Erkrankung)|CANVAS]] (Zerebelläre Atrophie, Neuropathie, Vestibuläres Areflexie-Syndrom)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &amp;#039;&amp;#039;nicht-vestibulärem Schwindel&amp;#039;&amp;#039; sind eine Vielzahl weiterer Ursachen beschrieben, unter anderem Vorstufen von Ohnmachtsanfällen ([[Synkope (Medizin)|Prä-Synkope]]) bei [[Arterielle Hypotonie|arterieller Hypotonie]] (niedrigem Blutdruck), [[Herzrhythmusstörung]]en, wahrscheinlich auch Blockaden der Halswirbel ([[vertebragener Schwindel]]), sowie [[Epilepsie|epileptische]] Entladungen in den hinteren Anteilen des [[Gyrus temporalis superior]] bei der [[Vertigo epileptica]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwindel ist darüber hinaus eine häufig auftretende [[Nebenwirkung]] von Medikamenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.test.de/medikamente/db_inhalt/uaw/ &amp;#039;&amp;#039;Unerwünschte Arzneimittelwirkungen&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website der [[Stiftung Warentest]] vom 1. Januar 2015, abgerufen am 7. August 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gerätetauchen|Gerätetaucher]] erfahren manchmal eine Vertigo, wenn kühles Wasser zu tief ins Ohr dringt oder der Druckausgleich auf einem Ohr nicht richtig durchführbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.&amp;amp;nbsp;V. Armin Kemmer |url=https://www.gtuem.org/980/tauchmedizin/drehschwindel |titel=Tauchmedizin – Drehschwindel – Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2020-12-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Fall hilft es, sich an den Luftblasen zu orientieren, da diese immer nach oben steigen. Der Tauchgang sollte  – unter Einhaltung der Auftauchzeiten – sofort beendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Blick aus großer Höhe kann ebenfalls Schwindel auftreten. Hier hilft das Festhalten an stationären Gegenständen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cervicale Verletzungen ===&lt;br /&gt;
[[Hals|Cervicale]] Verletzungen der [[Halswirbelsäule]] sowie des [[Kopfgelenk]]es sind als Ursache von Schwindel, insbesondere nach Schleudertrauma-Verletzungen, exemplarisch und archetypisch. Als Folge der physikalisch als Peitschenhieb-Bewegung bezeichneten Verletzung, die bevorzugt bei einem [[Schleudertrauma]] auftritt, kann eine Kopfgelenksinstabilität bestehen. Eine Kopfgelenksinstabilität entsteht durch Ruptur oder auch Überdehnung ligamentärer Strukturen im Bereich der Schädelbasis (C0) bis zum zweiten Halswirbel (Axis, C2). Verletzungen der [[Flügelband|Alarligamente]], insbesondere bei gleichzeitiger Ruptur der Gelenkkapsel, lassen eine ungewünschte Fehlbewegung, eine Translationsbewegung oder bei unilateraler Verletzung auch eine sogenannte rotatorische Subluxation zwischen den ersten beiden Halswirbeln ([[Atlas (Halswirbel)|Atlas]] und [[Axis (Halswirbel)|Axis]]) zu. Dies kann zu einer intermittierenden basilären Impression mit typischer Stammhirnsymptomatik führen. Kennzeichnend für diffus-hypoxische Schädigungen im Vertebralisstromgebiet (Versorgungsgebiet der Basilararterie) des Gehirns (Okzipitalhirn) sind Schwindel, Vigilanzstörungen (von leichter [[Benommenheit]] über leichte [[Bewusstseinsstörung#Quantitative Bewusstseinsstörungen|Bewusstseinstrübung]] bis hin zu ausgeprägter [[Somnolenz]]) und Sehstörungen. Kopfgelenksinstabilitäten gehen fast immer mit einer ausgeprägten Schwindelsymptomatik einher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Extrakranielle Verletzungen ===&lt;br /&gt;
Schwindel ist ebenso ein Symptom von [[Schädel|extrakraniellen]], also durch äußere Gewalteinwirkung verursachten Verletzungen des Kopfes wie Gehirnerschütterungen und schwerere [[Schädel-Hirn-Trauma]]ta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychische Erkrankungen ===&lt;br /&gt;
Schwindelsymptome treten häufig im Zusammenhang mit [[Psychische Störung|psychischen Erkrankungen]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Schaaf: &amp;#039;&amp;#039;Psychogener Schwindel in der HNO-Heilkunde&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;HNO.&amp;#039;&amp;#039; 49, 2001, S.&amp;amp;nbsp;307–315 [http://www.drhschaaf.de/Psychog%20Schwindel%20HNO%202001.pdf (PDF; 222&amp;amp;nbsp;kB)].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kann Schwindel sowohl eine Folge (sog. psychogener Schwindel) als auch eine Ursache einer psychischen Erkrankung sein. Beide Erkrankungen können auch nebeneinander ([[Komorbidität|komorbid]]) auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ronel&amp;quot;&amp;gt;J. Ronel, P. Henningsen: &amp;#039;&amp;#039;Psychische Faktoren bei Schwindelerkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; In: E. Biesinger, H. Iro (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;HNO Praxis heute. Band 27: Schwindel&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-47443-2, S.&amp;amp;nbsp;99–108. [[doi:10.1007/978-3-540-47448-7]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Verschiedene Studien zeigten, dass bei 20–50 % der Schwindelpatienten psychische Erkrankungen einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eckhardt&amp;quot;&amp;gt;A. Eckhardt-Henn, P. Breuer, C. Thomalske, S. O. Hoffmann, H. C. Hopf: &amp;#039;&amp;#039;Anxiety disorders and other psychiatric subgroups in patients complaining of dizziness&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Anxiety Disorders.&amp;#039;&amp;#039; 17, 2003, S.&amp;amp;nbsp;369–388 {{Webarchiv|url=http://faculty.ksu.edu.sa/drhagr/Research/BPPV%20and%20Anxity/Anxiety%20disorders%20and%20other%20psychiatric.pdf |wayback=20120131041812 |text=(PDF; 184&amp;amp;nbsp;kB)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Best, Annegret Eckhardt-Henn, Regine Tschan, Marianne Dieterich: [http://www.vestibologyitaliansociety.com/biblio/best_dizziness.pdf &amp;#039;&amp;#039;Why Do Subjective Vertigo and Dizziness Persist over One Year after a Vestibular Vertigo Syndrome?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ann. N.Y. Acad. Sci.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;1164, 2009, S.&amp;amp;nbsp;334–337.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychische Erkrankungen, bei denen häufig Schwindelgefühle auftreten, sind v.&amp;amp;nbsp;a. [[Depression]], [[Angststörung|Angststörungen]] und [[somatoforme Störung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Schaaf: &amp;#039;&amp;#039;Schwindel in der Hausarztpraxis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Z Allg Med.&amp;#039;&amp;#039; 84, 2008, S.&amp;amp;nbsp;252–257 {{Webarchiv|url=http://www.online-zfa.de/media/archive/2008/06/10.1055-s-2008-1058074.pdf |wayback=20120131041811 |text=(PDF; 131&amp;amp;nbsp;kB)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eckhardt&amp;quot; /&amp;gt; Zudem kann es zu &amp;#039;&amp;#039;sekundärem somatoformen Schwindel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;phobischem Schwankschwindel&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;phobic postural vertigo&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Strupp, Thomas Brandt: &amp;#039;&amp;#039;Leitsymptom Schwindel: Diagnose und Therapie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; 105 (10), 2008, S.&amp;amp;nbsp;173–80 [http://data.aerzteblatt.org/pdf/105/10/m173.pdf (PDF; 327&amp;amp;nbsp;kB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Annegret Eckhardt-Henn, S. O. Hoffmann, B. Tettenborn, C. Thomalske, H. C. Hopf: &amp;#039;&amp;#039;Phobischer Schwankschwindel: Eine weitere Differenzierung psychogener Schwindelzustände erscheint erforderlich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Nervenarzt.&amp;#039;&amp;#039; 68 (10), 1997, S.&amp;amp;nbsp;806–812, [[doi:10.1007/s001150050198]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Akute Belastungsreaktion|akuten Belastungsreaktionen]] sowie [[Anpassungsstörung]]en kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ronel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungen bei Schwindel ==&lt;br /&gt;
Zur Abklärung von Schwindel müssen Patienten oft von mehreren Fachärzten untersucht werden. Wenn der Hausarzt ([[Allgemeinmedizin]], [[Innere Medizin]]) die Einordnung nicht ausreichend treffen kann, sollen Fachärzte für [[Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde|HNO]], [[Orthopädie]] und [[Neurologie]] konsultiert werden. Unter Umständen sind auch [[Kardiologie|kardiologische]] und [[Psychiatrie|psychiatrische]] Untersuchungen sinnvoll. Starker Schwindel kann die Einweisung in ein Krankenhaus erforderlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Untersuchungsverfahren werden angewandt:&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Schaaf; Gerhard Hesse; Hans-Christian Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Elsevier Essentials Schwindel: Das Wichtigste für Ärzte aller Fachrichtungen&amp;#039;&amp;#039;, München Urban &amp;amp; Fischer Verlag/Elsevier GmbH 2019, ISBN 978-3-437-09791-1, S. 17–44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Biesinger, Heinrich Iro (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwindel&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-47448-7, S. 59–78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* immer:&lt;br /&gt;
** Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte)&lt;br /&gt;
** körperliche Untersuchung&lt;br /&gt;
*** [[Blutdruck]], [[Puls]] (dann ggf. [[Elektrokardiogramm|EKG]] schreiben)&lt;br /&gt;
*** Untersuchung der Augenbewegungen ([[Nystagmus]]), auch mit einer [[Frenzelbrille]]&lt;br /&gt;
*** [[Posturographie|Gleichgewichtsprüfung]], etwa durch [[Romberg-Test]] oder [[Unterberger-Tretversuch]]&lt;br /&gt;
*** Gehörprüfung&lt;br /&gt;
*** Koordinationsprüfung&lt;br /&gt;
* je nach Untersuchungsbefund technische Zusatzuntersuchungen:&lt;br /&gt;
** Gehörprüfung ([[Audiometrie]])&lt;br /&gt;
** Hirnstammaudiometrie&lt;br /&gt;
** Gleichgewichtsprüfung (&amp;#039;&amp;#039;Vestibularistest&amp;#039;&amp;#039;), etwa durch &amp;#039;&amp;#039;[[Posturographie]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Gleichgewichtsanalyse&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** [[Elektronystagmographie]] (ENG) zur objektiven Beurteilung des okulomotorischen und vestibulären Systems oder die modernere &amp;#039;&amp;#039;Videonystagmographie&amp;#039;&amp;#039; (VNG)&lt;br /&gt;
** gelegentlich Bildgebung ([[Computertomografie|CT]], [[Magnetresonanztomographie|MRT]])&lt;br /&gt;
** selten auch [[Sonografie|Doppler/Duplex-Sonographie]], [[Elektroenzephalografie|EEG]] oder [[Evozierte Potentiale|EPs]]&lt;br /&gt;
** Otoakustische Emissionen (TEOAE + DPOAE)&lt;br /&gt;
** [[Kopfimpulstest|Kopf-Impulstest]] (KIT bzw. HIT für englisch &amp;#039;&amp;#039;Head impuls test&amp;#039;&amp;#039;) oder Video-Kopf-Impulstest (V-KIT). Der Video-Kopfimpulstest hängt weniger von der Erfahrung des Untersuchers ab und ergibt genauere Messergebnisse.&lt;br /&gt;
** [[Vestibulär evozierte myogene Potentiale]] (VEMP) werden durch auf der Haut platzierte Elektroden gemessen. Diese erkennen Muskelspannungen, die unmittelbar von der Wahrnehmung lauter Töne hervorgerufen werden.&lt;br /&gt;
** Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit des Hörnerven durch [[frühe akustisch evozierte Potentiale]] (FAEP oder auch &amp;#039;&amp;#039;BERA&amp;#039;&amp;#039; für „Brainstem evoked response audiometry“, deutsch etwa: „vom Hirnstamm hervorgerufene [[Audiometrie]]-Reaktion“)&lt;br /&gt;
** Bestimmung der &amp;#039;&amp;#039;subjektiven visuellen Vertikalen&amp;#039;&amp;#039; (SVV) oder &amp;#039;&amp;#039;subjektiven haptischen Vertikale&amp;#039;&amp;#039; (SHV) bei Störungen des [[Gleichgewichtsorgan#Utriculus|Utrikulus]] (siehe auch [[Pusher-Symptomatik]])&lt;br /&gt;
** [[Cranio-Corpo-Graphie]] ([[Unterberger-Tretversuch]];  dem [[Romberg-Test]])&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gleichgewichtsstörungen bei Schwerhörigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Brandt, Michael Strupp, Marianne Dieterich: &amp;#039;&amp;#039;Vertigo. Leitsymptom Schwindel.&amp;#039;&amp;#039; Steinkopff, Darmstadt 2003, ISBN 3-7985-1416-X.&lt;br /&gt;
* Rebekka Ladewig: &amp;#039;&amp;#039;Schwindel. Eine Epistemologie der Orientierung.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historische Wissensforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 6), Mohr Siebeck, Tübingen 2016, ISBN 978-3-16-154768-3.&lt;br /&gt;
* Thomas Lempert: &amp;#039;&amp;#039;Wirksame Hilfe bei Schwindel.&amp;#039;&amp;#039; Trias-Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-8304-3105-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Michael Strupp, Thomas Brandt |Titel=Leitsymptom Schwindel: Diagnose und Therapie |Jahr=2008 |Sammelwerk=Deutsches Ärzteblatt |Nummer=Nr.&amp;amp;nbsp;105, Heft&amp;amp;nbsp;10 |Seiten=173–180 |Online=http://www.aerzteblatt.de/archiv/59203}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schwindel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Drehwurm}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dlr.de/pt/PortalData/45/Resources/a_dokumente/bildungsforschung/Broschuere_Schwindel.pdf Broschüre des BMBF zum Thema Schwindel (2010)] (PDF; 2,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* {{AWMF|http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-017.html|Schwindel – Diagnostik|S1|Deutschen Gesellschaft für Neurologie|2008}}&lt;br /&gt;
* {{AWMF|http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-018.html|Schwindel – Therapie|S1|Deutschen Gesellschaft für Neurologie|2008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4053994-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ohrkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Inneren Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Neurologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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