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	<title>Schlitzwand - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-18T22:37:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Schlitzwand&amp;diff=5995&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A04:4540:6527:6500:E8AA:D7E3:B538:3FEE: kleine Verbesserungen</title>
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		<updated>2025-03-04T12:11:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kleine Verbesserungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Seilbagger mit Schlitzwandgreifer.JPG|mini|Seilbagger mit Schlitzwandgreifer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bau des Besichtigungsbauwerks-4807.jpg|mini|Schlitzwand der Baugrube des Gleiswechselbauwerks der [[Nord-Süd-Stadtbahn]], in die das Archivgebäude des [[Historisches Archiv der Stadt Köln|Historischen Archivs der Stadt Köln]] stürzte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlitzwand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Schutzwand aus [[Ortbeton]] oder Dichtungsmaterial, die abschnittsweise in einem Bodenschlitz hergestellt wird, der durch eine Stützflüssigkeit vor dem Zusammenfall gesichert wird. Die Schlitzwand ist als [[Verbautechnik#Baugrubenverbau|Baugrubensicherung]] von tiefen [[Baugrube]]n oder für [[Tiefgründung]]en gebräuchlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gdaempfehlungen.de/pdf/E4-01.pdf |wayback=20210126083954 |text=Herstellung von Dichtwänden |archiv-bot=2024-05-05 13:47:12 InternetArchiveBot}}, abgerufen am 3. September 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Sonderform dient sie an [[Deponie]]n oder im [[Tagebau]] als Dichtwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schlitzwand, die zunächst als Baugrubensicherung errichtet wurde, kann – wie auch eine [[Bohrpfahlwand]] – später Bestandteil des zu errichtenden Gebäudes werden, z.&amp;amp;#8239;B. als Kellerwand oder Tiefgaragenwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Schlitzwand wurde in den 1930er Jahren mit grundlegenden Untersuchungen über die Stützfunktion von [[Bentonit]]-[[Suspension (Chemie)|Suspensionen]] durch [[Christian Veder]] entwickelt und in den 1950er Jahren bei einer [[italien]]ischen Baufirma zur Einsatzreife gebracht. Ein erstes [[Patent]] über das Einstellen von Pfählen und Ähnlichem mit Dickspülung wurde 1912 der Düsseldorfer Baufirma &amp;#039;&amp;#039;Carl Brandt&amp;#039;&amp;#039; erteilt, geriet aber wieder in Vergessenheit. Das Patent von Veder stammt von 1950. In Deutschland wurden die ersten Schlitzwände 1959 und 1960 von [[Polensky &amp;amp; Zöllner]] in Berlin und München ausgeführt in Zusammenarbeit mit &amp;#039;&amp;#039;ICOS Veder&amp;#039;&amp;#039;. Spundbohlen in Schlitzwände wurden zuerst 1960 bei der [[Stubenrauchbrücke (Bezirk Tempelhof-Schöneberg)|Stubenrauchbrücke]] über den [[Teltowkanal]] in [[West-Berlin]] ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Otto Buja: &amp;#039;&amp;#039;Spezialtiefbaupraxis, Band 2&amp;#039;&amp;#039;, S. 797&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1960er Jahren wurde die Funktionsweise des [[Schlitzwandgreifer]]s weiterentwickelt. Die Einführung des hydraulischen Schlitzwandgreifers und der Schlitzwandfräse erfolgte in den 1980er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erstellen des Schlitzes ==&lt;br /&gt;
Beidseits des vorgesehenen Schlitzes werden zunächst niedrige [[Leitwand|Leitwände]] erstellt, die den Schlitzwandgreifer führen und die obersten etwa 1 bis 2&amp;amp;nbsp;Meter der Schlitzzone sichern. Anschließend wird der Schlitz mit Schlitzwandgreifer oder [[Schlitzwandfräse]] ausgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Stabilisierung der Wandungen des Schlitzes wird eine stützende Flüssigkeit (in der Regel eine [[Bentonit]]-Suspension, eine Mischung aus Bentonit und Wasser) in den Schlitz eingefüllt. Soll die Schlitzwand gegen [[Grundwasser]] abdichten, so wird der Schlitz bis in eine wassersperrende Bodenschicht geführt, z.&amp;amp;#8239;B. [[Tonminerale|Ton]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Girmscheid: &amp;#039;&amp;#039;Bauverfahren des Spezialtiefbaus.&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage, Eigenverlag der Eidgenössischen Hochschule, Zürich 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortbetonschlitzwand ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausführung-Schlitzwand.png|mini|Ausführungsschritte für eine Schlitzwand]]&lt;br /&gt;
Nach Ausheben der vollen Schlitztiefe wird bei Ortbetonschlitzwänden ein Bewehrungskorb eingeführt und die stützende Flüssigkeit durch [[Beton]] oder [[Stahlfaserbeton]] ersetzt. Hierzu wird ein Rohr &amp;#039;&amp;#039;(Kontraktorrohr)&amp;#039;&amp;#039; bzw. eine Anzahl davon bis kurz vor den Boden des Schlitzes herabgelassen, wodurch der Beton direkt auf den Grund des Schlitzes gelangt. Der von unten nach oben aufsteigende Beton verdrängt die Stützflüssigkeit, die abgepumpt, über eine Regenerationsanlage entsandet und für den weiteren Gebrauch aufbereitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Integrität von Einphasen-Dichtwänden – Untersuchungen zum rheologischen und mechanisch-hydraulischen Verhalten faserbewehrter Einphasen-Dichtwandmassen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation an der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Braunschweig 2004, [https://publikationsserver.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00001697/Document.pdf Online], S.&amp;amp;#8239;8–10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Übliche Schlitzwanddicken liegen zwischen 50 und 120 Zentimeter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Tunnelbau]] und im Hochbau werden Schlitzwände auch als Seitenwände für die sogenannte [[Deckelbauweise]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Variante der Schlitzwand ist die [[Drainage (technische Systeme)|Drainagewand]], die gleichzeitig zum Abführen des Grundwassers verwendet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Variante ist die [[Fräswand]], bei der das Ausheben des Schlitzes entfällt, da der anstehende Boden gleich beim Fräsen mit [[Zement]]leim vermischt wird. Dadurch verfestigt sich das Erdreich selber zu Beton. Die Betonqualität ist dabei natürlich von der Zusammensetzung der Bodenschichten abhängig. Das Einbringen von [[Bewehrungsstahl]] in den frischen Beton ist nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Dieser Nachteil kann teilweise durch die Zugabe von Fasern ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dichtwand ==&lt;br /&gt;
Bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einphasenschlitzwand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, welche auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichtwand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt ist, wird der stützenden Flüssigkeit ein Bindemittel (in der Regel [[Zement]]) zugesetzt, so dass die stützende Flüssigkeit ohne Austausch erhärtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://implenia.com/spezialtiefbau/verfahren/schlitz-dicht-und-schmalwaende/ Schlitz-, Dicht- und Schmalwände] (aktualisiert am 16. April 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Anwendung für diese Bauweise ist eine nachträglich zu erstellende Deponieabdichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dichtheit zu erhöhen, können in Dichtwände vor dem Ansteifen der Zement-Bentonit-Suspension auch [[Spundbohle]]n eingestellt bzw. eingehängt werden, die vielfach auch im [[Baugrubenverbau]] als Trag- und Dichtungselemente zum Einsatz kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geotechnical-solutions.bauer.de/de/media/971/download?inline Schlitz und Dichtwände] (neu abgerufen am 16. April 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung im Braunkohletagebau ==&lt;br /&gt;
Schlitzwände werden auch im [[Braunkohletagebau]] in der [[Lausitz]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Buckwitz, Heike Redlich: &amp;#039;&amp;#039;Braunkohlenbergbau im Land Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge&amp;#039;&amp;#039;, 1/2 2014, Rohstoffbericht Brandenburg 2014, Rohstoffnutzung und Wiedernutzbarmachung, Cottbus 2014, ISSN 0947-1995, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um die [[Kohleflöz]]e in 50&amp;amp;nbsp;m bis 70&amp;amp;nbsp;m Tiefe aufzuschließen, ist eine [[Grundwasserabsenkung]] bis zu dieser Tiefe notwendig. Durch Abpumpen würde sich ein weit reichender Grundwasser-Trichter ausbilden – als Parabel mit einer durchschnittlich anzunehmenden Neigung von 1:10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Grundwasserabsenkung räumlich zu begrenzen und Setzungsschäden an Gebäuden und Beeinträchtigungen von Gewässern zu verringern, werden um den Tagebau 70&amp;amp;nbsp;m bis 90&amp;amp;nbsp;m tiefe Schlitzwände als Dichtwände angelegt. Durch das anschließende Abpumpen bildet sich an der Schlitzwand ein Grundwassersprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Tagebau Jänschwalde]] etwa liegt unmittelbar an der Grenze zu [[Polen]]. Um eine Grundwasserabsenkung auf das Gebiet der Bundesrepublik zu beschränken, wurde hier eine Schlitzwand eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Slurry wall|Schlitzwand}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bauingenieur24.de/sharedpics/pdf_diploma/1036_1.pdf Vergleich zu konkurrierenden Verfahren] (abgerufen am 3. September 2020) {{Toter Link |datum=2024-03 |fix-attempted=1  |url=https://www.bauingenieur24.de/sharedpics/pdf_diploma/1036_1.pdf}}&lt;br /&gt;
* [https://mediatum.ub.tum.de/doc/979826/979826.pdf Anwendung polymerer Stützflüssigkeiten bei der Herstellung von Bohrpfählen und Schlitzwänden] (abgerufen am 3. September 2020)&lt;br /&gt;
* [https://pdfs.semanticscholar.org/da85/11cd3c254e797843988ff4521957132cb8dd.pdf Simulation von Herstellungseinflüssen auf Baugruben mittels der Finite-Elemente-Methode] (abgerufen am 3. September 2020)&lt;br /&gt;
* [https://www.igs.uni-stuttgart.de/dokumente/Mitteilungen/63_Laechler.pdf Bedeutung herstellungsbedingter Einflüsse auf das Trag- und Verformungsverhalten von Schlitzwänden] (abgerufen am 3. September 2020)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Baugrubenverbauten}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4179751-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugrubenverbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spezialtiefbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2A04:4540:6527:6500:E8AA:D7E3:B538:3FEE</name></author>
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