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	<title>Schilling - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Schilling&amp;diff=8077&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leopolist: Kein Österreich existierte. --</title>
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		<updated>2025-08-30T14:56:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kein Österreich existierte. --&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Shilling|Zur britischen Luftfahrtingenieurin siehe [[Beatrice Shilling]], zum Asteroiden siehe [[(7450) Shilling]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:IIII Schilling Hamburg Current 1728.jpg|mini|Rückseite einer Hamburger 4-Schilling-Courant-(Current-)Münze von 1728]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|shilling}}, [[skandinavische Sprachen]] &amp;#039;&amp;#039;skilling&amp;#039;&amp;#039;) ist der Name von Währungseinheiten in verschiedenen Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offizielle Währungen namens Schilling gibt es heute in [[Kenia]] ([[Kenia-Schilling]]), [[Somalia]] ([[Somalia-Schilling]]), [[Tansania]] ([[Tansania-Schilling]]) sowie in [[Uganda]] ([[Uganda-Schilling]]). In früherer Zeit gab es den Schilling als Währung oder Münze auch in mehreren deutschen Ländern (etwa Hamburg, Lübeck, Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Brandenburg, Württemberg, Bayern), in [[Österreich]] ([[österreichischer Schilling]]), der [[Schweiz]], in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], [[Irland]], [[Polen]], [[Dänemark]], [[Norwegen]] und [[Schweden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039; (althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;skilling,&amp;#039;&amp;#039; altenglisch &amp;#039;&amp;#039;scilling,&amp;#039;&amp;#039; altisländisch &amp;#039;&amp;#039;skillingr,&amp;#039;&amp;#039; gotisch &amp;#039;&amp;#039;skilliggs&amp;#039;&amp;#039;) ist nicht sicher geklärt. Schon im [[Gotische Sprache|Gotischen]] bezeichnete es die römische Goldmünze ([[Solidus]]), die von den Germanen auch als Schmuck getragen wurde. Möglicherweise schließt es an die [[indogermanische Sprachen|indogermanische]] [[Wurzel (Linguistik)|Wurzel]] *&amp;#039;&amp;#039;(s)kel-&amp;#039;&amp;#039; „schneiden“ an, so dass &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039; als „das von einem Gold- oder Silbermetallstab abgeschnittene Stück“ aufzufassen wäre. Denkbar ist auch eine Herleitung aus einem [[Germanische Sprachen|germanischen]] *&amp;#039;&amp;#039;skildulingaz,&amp;#039;&amp;#039; was „schildartiges Ding“ bzw. „Schildling“ bedeuten würde (vgl. dazu [[Escudo]]). Als weitere, sachlich naheliegende, jedoch lautlich unplausible Möglichkeit wurde eine Abwandlung von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;siliqua&amp;#039;&amp;#039; „bestimmtes kleines Münzgewicht“ erwogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zusammenstellung der Herleitungsversuche nach: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen,&amp;#039;&amp;#039; erarbeitet unter der Leitung von [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]], Akademie, Berlin 1989 (und spätere Ausgaben); &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]],&amp;#039;&amp;#039; 25., aktualisierte und erweiterte Auflage bearbeitet von [[Elmar Seebold]], de Gruyter, Berlin/Boston 2012; ferner [[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 20. Aufl., hrsg. von [[Walther Mitzka]], de Gruyter, Berlin&amp;amp;nbsp;/ New York 1967, je unter Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Schilling war ursprünglich der gemünzte antike [[Goldsolidus]], der spätantike Nachfolger des [[Aureus]].&lt;br /&gt;
Die Münzreform unter [[Karl der Große|Karl dem Großen]] im Jahre 794 legte eine neue Silberwährung fest. Es galt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: 1&amp;amp;nbsp;[[Karlspfund|karolingisches Silberpfund]] (gleich etwa 406½&amp;amp;nbsp;[[Gramm]]) = &amp;amp;nbsp;20&amp;amp;nbsp;Schilling &amp;#039;&amp;#039;(Solidi)&amp;#039;&amp;#039; = &amp;amp;nbsp;240&amp;amp;nbsp;[[Pfennig]] &amp;#039;&amp;#039;(Denarii)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Solidus/Schilling in Silber wurde jedoch in karolingischer Zeit nicht ausgemünzt. Es wurden nur einzelne Silberpfennige geschlagen. So galt im [[Fränkisches Reich|Frankenreich]] ab etwa 800 nur noch eine reine Silberwährung, deren Münzgewicht auf dem Pfund beruhte. Goldsolidi (Goldschillinge) waren eine seltene Ausnahme. Damit war der Solidus eine reine [[Rechnungswährung|Rechnungsmünze]] sowie [[Masse (Physik)|Gewichts]][[Maßeinheit|einheit]] und das Goldäquivalent für 12 Silberpfennige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Silbergehalt der Pfennige sank in den nächsten Jahrhunderten. Ab etwa 1150 wurden in Oberitalien neben dem stark im Wert geminderten &amp;#039;&amp;#039;denar piccolo&amp;#039;&amp;#039; mehrfache, wieder schwerere Pfennige &amp;#039;&amp;#039;denarii grossi&amp;#039;&amp;#039; geprägt. Aus dem italienischen „Grossino“ &amp;#039;&amp;#039;(denarius grossus)&amp;#039;&amp;#039; entstand der Name [[Groschen]]. Diese Mehrfachpfennige hatten je nach den lokalen Münzverhältnissen den doppelten, oft 12-fachen und bis hin zum 20-fachen Wert der einfachen, verminderten Pfennige. Der Schilling war somit nicht mehr allein ein Zählmaß für 12 Pfennige. In Form des Groschens gab es wieder Münzen, die den Wert von 12 Pfennig-Münzen haben konnten.&lt;br /&gt;
In Norddeutschland galt der Schilling ab dem Hochmittelalter verbreitet als sechzehnter Teil einer [[Lübische Mark|lübischen Mark]] und war wie seit der karolingischen Münzreform üblich in 12 [[Pfennig]] unterteilt. Die deutschen silbernen Schillinge der Neuzeit waren mit dem [[Groschen]] vergleichbar und fassten weiterhin meist 12 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abkürzung des Schillings ist in vielen mittelalterlichen und neuzeitlichen Dokumenten ß oder ßl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Sachsenpfennig#Münzfuß}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland, Österreich und Schweiz ==&lt;br /&gt;
=== Hamburg und Lübeck ===&lt;br /&gt;
[[Hamburg]] und [[Lübeck]] rechneten seit dem Mittelalter nach der [[Lübische Mark|lübischen Mark]] zu 16 Schilling zu je 12 Pfennig. Im Jahre 1619 wurde der Reichstaler im 9-Taler-Münzfuß zur wertstabilen Verrechnungseinheit der [[Hamburger Bank]] (&amp;#039;&amp;#039;Bankotaler&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Banco-Thaler&amp;#039;&amp;#039;) bestimmt. Der Reichstaler wurde dann 1622 zur gemeinsame Basis der Mark- und Schilling-Währungen in Hamburg und Lübeck: Seitdem wurde der Reichstaler in genau drei Mark aufgeteilt. Mit anderen Worten: Aus der Menge Silber, aus der 9 Taler geschlagen wurden, ließen sich rechnerisch 27 Mark prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg wurden zwischen 1730 und 1764 etwa 110.000 [[Speciestaler]] nach dem 9-Taler-Fuß geprägt (Feingehalt 888 &amp;lt;sup&amp;gt;8&amp;lt;/sup&amp;gt;/&amp;lt;sub&amp;gt;9&amp;lt;/sub&amp;gt;; Grobgewicht 29,2&amp;amp;nbsp;g). Auf den Speciestalern von 1761–1764 ist vermerkt, dass es sich gleichzeitig um 48 &amp;#039;&amp;#039;Schilling Species&amp;#039;&amp;#039; handelt. Die Nennung von Schilling &amp;#039;&amp;#039;Species&amp;#039;&amp;#039; war erforderlich, da der Silbergehalt der Schillinge der 1725 eingeführten [[Schilling Hamburger Current|Hamburger Kurantwährung]] nur etwa 5/6 der Schillinge Species betrug. In geringem Umfang prägte Hamburg 1762 auch Münzen zu 6, 12 und 24 Schillingen Species.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Jäger: &amp;#039;&amp;#039;Die Münzprägungen der deutschen Staaten vor Einführung der Reichswährung&amp;#039;&amp;#039; und 6: &amp;#039;&amp;#039;Nordwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; Münzen- und Medaillen A.G., Basel 1971, S.&amp;amp;nbsp;80–116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund der Unterscheidung von Schilling Species und Schilling Courant war die Entscheidung 1725, auf einen 34-Mark-Münzfuß überzugehen. Der Schilling blieb Hauptmünzsorte. Der Zusammenhang 1 Schilling = 12 Pfennige war damals leicht greifbar, da ein halber Schilling als [[Sechsling]] und ein viertel Schilling als [[Dreiling]] bezeichnet wurde. Einzelne Pfennige wurden nicht ausgeprägt. Die Mark blieb eine reine Rechnungseinheit („Zählmark“). Geprägt wurden 1-Schilling-Stücke als [[Scheidemünze]]n sowie 2-, 4-, 8-, 16- und 32-Schilling-Stücke als [[Kurantmünze]]n. Schillinge wurden in Hamburg bis 1862 geschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OneSchillingCourant MecklenbSchwerin 1764 SizeComparison.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;1 Schilling Courant Mecklenb Schwerin 1764&amp;#039;&amp;#039; (Größenvergleich mit einer 1-Euro-Cent-Münze)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1787 2point5 Schilling Schleswig-Holsteinisch Courant.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;2½-Schillinge Schleswig-Holsteinisch Courant&amp;#039;&amp;#039; (1787)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mecklenburg ===&lt;br /&gt;
In [[Mecklenburg]] entsprach der Schilling anfänglich dem lübischen und hamburgischen. Ab etwa 1325 entsprachen jedoch 1½, später 2&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schilling wendisch&amp;#039;&amp;#039; (das heißt mecklenburgisch) 1&amp;amp;nbsp;Schilling lübisch; 2½&amp;amp;nbsp;Schilling wendisch entsprachen 1&amp;amp;nbsp;Schilling brandenburgisch. Im 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert waren 24&amp;amp;nbsp;Schilling gleich 1&amp;amp;nbsp;[[Gulden]], seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert 48&amp;amp;nbsp;Schilling gleich 1&amp;amp;nbsp;[[Taler]]. Diese letztgenannte Teilung 1&amp;amp;nbsp;Taler = 48&amp;amp;nbsp;Schilling zu 12&amp;amp;nbsp;Pfennig galt in den beiden mecklenburgischen Ländern bis zur Einführung der Reichswährung 1871, wobei der Taler damals zu 3 neuen Mark gerechnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; VI 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Württemberg ===&lt;br /&gt;
In [[Württemberg]] wurden Schillinge bis in das 17. Jahrhundert hinein geschlagen. Frühe Wertigkeiten waren 6½&amp;amp;nbsp;Schilling auf 1&amp;amp;nbsp;Nürnberger Lot (1396), 7 auf 1&amp;amp;nbsp;Ulmer Lot (1404) und 10 auf 1&amp;amp;nbsp;Lot Feinsilber (1482, 1493, 1509).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schwäbisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; V 837; Weiteres siehe dort.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bayern und Österreich === &lt;br /&gt;
In [[Bayern]] und in [[Österreich]] wurde im Spätmittelalter zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;kurzen Schilling&amp;#039;&amp;#039; zu 12&amp;amp;nbsp;Pfennig und dem &amp;#039;&amp;#039;langen Schilling&amp;#039;&amp;#039; zu 30&amp;amp;nbsp;Pfennigen unterschieden. Noch im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert galt in den Mundarten Salzburgs und Oberösterreichs der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039; als Äquivalent für 30&amp;amp;nbsp;Pfennig beziehungsweise 7½&amp;amp;nbsp;Kreuzer.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; II² Sp. 397&amp;amp;nbsp;ff.; vgl. ferner [http://www.numispedia.de/Schilling Numispedia: Schilling].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum modernen österreichischen Schilling siehe [[#Österreich (20. Jahrhundert)|unten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Lex Baiuvariorum]] entsprach ein Schilling, verstanden als [[Solidus|Goldsolidus]], drei [[Tremissis|Tremissen]], eine Tremisse vier [[Saige]]n&amp;lt;ref&amp;gt;[https://legit.germ-ling.uni-bamberg.de/script_readings/9299 &amp;#039;&amp;#039;LegIT. Der volkssprachige Wortschatz der Leges barbarorum.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am  14. Dezember 2024.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine Saige drei [[Denar (Rom)|Denaren]]; ein Schilling galt demnach 36 Denare. Da im frühen Mittelalter der Münzumlauf sehr gering war, ist davon auszugehen, dass dies Wertangaben für Naturalleistungen waren; beispielsweise entsprach der Wert eines Ochsen zwei Schilling, der Wert einer Kuh einem Schilling, ein Hengst wurde mit sieben Schilling angesetzt, eine Stute mit drei Schilling, ein Ferkel war zwei Saigen wert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roman Deutinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Lex Baioariorum. Das Recht der Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 2017, ISBN 978-3-7917-2787-5, S. 16/17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Eine eigenständige Schillingprägung im Gebiet der heutigen [[Schweiz]] begann in der zweiten Hälfte des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in der Westschweiz (ab 1375 der &amp;#039;&amp;#039;Demi-Gros&amp;#039;&amp;#039; der Bischöfe von [[Lausanne]]). Ab dem frühen 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert setzte sich die Schillingprägung auch in der Deutschschweiz in größerem Rahmen durch, so in [[Zürich]], [[Bern]] und [[Basel]]. Aus dem Schilling entwickelte sich um 1420 der [[Blaffert|Plappart]], und der Schilling sank mit dem Aufkommen des [[Batzen]]s am Ende des Jahrhunderts zunehmend zur geringwertigen Münze herab. Als Kleinnominale spielte er aber noch bis ins frühe 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine wichtige Rolle, so in der [[Zentralschweiz|Innerschweiz]], in Zürich und in [[Genf]]. Letzte Schillingprägungen fanden in der Schweiz 1813 in [[Kanton Glarus|Glarus]] und 1833 in Genf statt. In der französischsprachigen [[Romandie|Westschweiz]] hielt sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;sou&amp;#039;&amp;#039; für das 5-[[Rappen]]-Stück bzw. &amp;#039;&amp;#039;4&amp;amp;nbsp;sous&amp;#039;&amp;#039; für 20&amp;amp;nbsp;Rappen und &amp;#039;&amp;#039;100&amp;amp;nbsp;sous&amp;#039;&amp;#039; für 5&amp;amp;nbsp;Franken bis ins 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039; 11, 77; Weiteres siehe &amp;#039;&amp;#039;Schweizerisches Idiotikon&amp;#039;&amp;#039; VIII 574&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Großbritannien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1 shilling 1948 george 6.jpg|miniatur|hochkant=2|1 Shilling 1948 King George VI. – Vorderseite sowie englische und schottische Rückseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der früher gebräuchliche britische &amp;#039;&amp;#039;shilling&amp;#039;&amp;#039; (abgekürzt „s“ von &amp;#039;&amp;#039;[[solidus]]&amp;#039;&amp;#039;) hatte einen Wert von 12&amp;amp;nbsp;[[Penny (Münze)|Pence]] (abgekürzt „d“ von &amp;#039;&amp;#039;[[denarius]]&amp;#039;&amp;#039;) oder 1/20 [[Pfund Sterling]] (£). Er wurde 1816, dem Jahr der Einführung des [[Goldstandard]]s (mit der [[Kurantmünze]] [[Sovereign]]), mit einem Gewicht von 5,7 g [[Sterlingsilber]] und einem Durchmesser von 24 Millimetern standardisiert. 1920 wurde der Silberanteil auf 50 Prozent gesenkt und 1947 gänzlich auf [[Kupfernickel]] umgestellt. Die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Shilling war „bob“. Im Schriftverkehr wurden Shillings abgekürzt durch den Schrägstrich oder den Apostroph wiedergegeben (1 Shilling: 1s oder 1/- oder 1’-). Größere Münzen waren der &amp;#039;&amp;#039;[[Florin (britische Münze)|Florin]]&amp;#039;&amp;#039; (2s), die &amp;#039;&amp;#039;[[Half Crown]]&amp;#039;&amp;#039; (2s 6d) und die &amp;#039;&amp;#039;[[Crown]]&amp;#039;&amp;#039; (5s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 wurde der Shilling mit der Umstellung des [[Pfund Sterling|britischen Pfundes]] auf das [[Dezimalwährung|Dezimalsystem]] abgeschafft, die Münzen wurden allerdings erst nach und nach eingezogen und blieben einstweilen als 5-(New-)Pence-Münzen im Umlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in vielen ehemaligen britischen Kolonien wie Australien, Neuseeland oder Nigeria war das Pfund die Währung und damit auch der Shilling, siehe [[Pfund (Währung)]]. Bis heute heißt sie &amp;#039;&amp;#039;Shilling&amp;#039;&amp;#039; in vier einst (ganz oder teilweise) britischen Besitzungen in [[Ostafrika]] – [[Kenia]], [[Somalia]], [[Tansania]] und [[Uganda]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich (20. Jahrhundert) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Österreichischer Schilling}}&lt;br /&gt;
[[Datei:1 ATS coin.jpg|mini|150px|1-Schilling-Münze aus dem Jahr 1986]]&lt;br /&gt;
Von 1925 bis 1938 und 1945 bis 1998 war der Schilling Buch- und Bargeld, von 1999 bis zur Bargeldeinführung des Euro 2002 gab es den Schilling nur als Bargeld. In der Zeit von 1938 bis 1945 war die [[Reichsmark]] als  Währung gültig. Die zuletzt in Umlauf befindlichen Schilling-Münzen und -Scheine können zeitlich unbeschränkt bei der [[Oesterreichische Nationalbank|Nationalbank]] eingetauscht werden, ältere, eingezogene Serien jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schilling nannte sich auch die Währung im [[Wörgler Schwundgeld|Schwundgeldexperiment von Wörgl]], welches von 1932 bis 1933 dauerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Polen ==&lt;br /&gt;
Die [[Polen|polnischen]] Schillinge unter König [[Sigismund I. (Polen)|Sigismund I.]] von Polen (1506–1548) hatten ein Rauhgewicht von 1,24 g bei einem Feingehalt von nur 0,23 g (185/1000) Silber. Unter [[Johann II. Kasimir]] von Polen (1648–1668) war der Schilling bereits aus Kupfer. König [[August III.]] (1733–1763) ließ 1755 in der [[Münzstätte Grünthal]] Kupferschillinge im Wert von 3 Schilling auf den Groschen prägen, um seinen Staatshaushalt zu finanzieren. Bis zum Beginn des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts blieb der Schilling eine Kupfermünze.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Fengler u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;transpress Lexikon. Numismatik&amp;#039;&amp;#039;. Transpress Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1988, S.&amp;amp;nbsp;433.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Skandinavien ==&lt;br /&gt;
Nach Skandinavien gelangte der Schilling &amp;#039;&amp;#039;(skilling)&amp;#039;&amp;#039; aus dem norddeutschen Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Folgende nach den Einträgen der dänischen, norwegischen und schwedischen Wikipedia, je unter &amp;#039;&amp;#039;skilling,&amp;#039;&amp;#039; sowie nach: &amp;#039;&amp;#039;Meyers neues Konversations-Lexikon,&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage 1861–1873, und Brockhaus’ &amp;#039;&amp;#039;Conversations-Lexikon,&amp;#039;&amp;#039; 11.&amp;amp;nbsp;Auflage 1864–1873, je unter &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Skandinavische Halbinsel&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Dänemark, Norwegen, Schweden&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dänemark ===&lt;br /&gt;
Die ersten Schillinge &amp;#039;&amp;#039;(Skilling)&amp;#039;&amp;#039; in [[Dänemark]] ließ König [[Christoph III.]], ein geborener Prinz von Pfalz-Neumarkt und dänischer König von 1440 bis 1448, schlagen. Typischerweise ergaben 16 dänische Schillinge &amp;#039;&amp;#039;(Skilling Danske)&amp;#039;&amp;#039; eine Dänische Mark &amp;#039;&amp;#039;(Marck Dankske)&amp;#039;&amp;#039;. Die erste [[Corona Danica|Dänische Krone]] wurde in 96 &amp;#039;&amp;#039;Kroneskillinge&amp;#039;&amp;#039; eingeteilt. Grundsätzlich orientierten sich diese Schilling-Prägungen in etwa an den hamburgischen und lübischen Schillingen. Mit schwankendem Silbergehalt blieben sie bis zur Ablösung 1875 durch die [[dänische Krone]] zu 100&amp;amp;nbsp;Øre ein wichtiges dänisches Münznominal.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Georg Galster: &amp;#039;&amp;#039;Die Münzen Dänemarks.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Währungszeichen für den Skilling war in Dänemark das &amp;#039;&amp;#039;ß&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schleswig und Holstein ====&lt;br /&gt;
In den Herzogtümern [[Schleswig]] und [[Holstein]], die damals Teil des [[Dänischer Gesamtstaat|dänischen Gesamtstaats]] waren, wurde 1788 der [[Schilling Schleswig-Holsteinisch Courant]] eingeführt. Bezugsnominal war der [[Speciestaler]] im 9¼-Taler-Münzfuß. 60 Schillinge Courant ergaben einen Speciestaler. Geprägt wurden bis längstens 1812 [[Dreiling]]e, [[Sechsling]]e und 2-Sechsling-Münzen als [[Scheidemünze]]n und 2½- bis 60-Schilling-Münzen als vollwertige [[Kurantmünze]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Münze gehört zu den wenigen Bezeichnungen, bei denen die beiden gesonderten Herzogtümer mit Bindestrich verbunden waren, schon vor der Politisierung des Begriffes durch den [[Schleswig-Holsteinische Erhebung|Schleswigholsteinismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norwegen ===&lt;br /&gt;
In [[Norwegen]] führte der dänisch-norwegische König [[Johann I. (Dänemark, Norwegen und Schweden)|Johann I.]] den Schilling im frühen 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ein. Ausgeprägt wurden sie vom König in [[Bergen (Norwegen)|Bergen]] und vom norwegischen Erzbischof in Nidaros ([[Trondheim]]). Vorerst rechnete man den Schilling zu 12&amp;amp;nbsp;Pfennig. Ab 1628 war der Schilling die kleinste Einheit im norwegischen Münzsystem: Von 1635 bis 1813 gingen 96&amp;amp;nbsp;Schilling auf 1&amp;amp;nbsp;[[Reichstaler]] beziehungsweise von 1813 bis 1816 auf 1&amp;amp;nbsp;Reichsbanktaler, und von 1816 bis zur Einführung der [[norwegische Krone|norwegischen Krone]] 1875 gingen 120&amp;amp;nbsp;Schilling auf 1&amp;amp;nbsp;[[Speciedaler|Speciestaler]].  Als Währungszeichen für den Skilling war in Norwegen das &amp;#039;&amp;#039;ß&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Skilling Schweden 1820.JPG|mini|rechts|Skilling, Schweden, 1820]]&lt;br /&gt;
=== Schweden ===&lt;br /&gt;
In [[Schweden]] wurde der Schilling 1776 als Rechnungsmünze eingeführt; 1&amp;amp;nbsp;Reichstaler entsprachen 48&amp;amp;nbsp;Schilling zu 12&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;runstykke&amp;#039;&amp;#039;. Von 1802 bis 1855 wurden Schillinge auch ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder ==&lt;br /&gt;
In [[Ostafrika]] gibt es mehrere Länder, deren Währung ebenfalls Schilling heißt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kenia-Schilling]]&lt;br /&gt;
* [[Uganda-Schilling]]&lt;br /&gt;
* [[Tansania-Schilling]]&lt;br /&gt;
* [[Somalia-Schilling]]&lt;br /&gt;
* [[Somaliland-Schilling]] (international nicht anerkannte Währung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Andreas Schmeller]], Bd. II², Sp. 397–401, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Rechtswörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. XII, Sp. 641–648, Artikel [http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?db=drw&amp;amp;index=lemmata&amp;amp;term=Schilling&amp;amp;bd12_641=F &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
* {{HLS|13672|Schilling|Autor=Lorenzo Fedel}}&lt;br /&gt;
* Heinz Fengler, Gerhard Gierow, Willy Unger: &amp;#039;&amp;#039;transpress Lexikon. Numismatik&amp;#039;&amp;#039; (4., bearb. Aufl.). Transpress Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1988 (ISBN 3-344-00220-1).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mecklenburgisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. VII, Sp. 66–69, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. V, Sp. 837&amp;amp;nbsp;f., Artikel &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. VIII, Sp. 574–597, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/181758 &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039; einschließlich Zusammensetzungen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Shilling}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schilling}}&lt;br /&gt;
* [http://www.oenb.at/de/ueber_die_oenb/geldmuseum/oesterr_geldgeschichte/schilling/vom_schilling_zum_euro.jsp Geschichte des Schillings in Österreich]&lt;br /&gt;
* [http://www.oenb.at/de/img/schillingmuenzen_tcm14-774.pdf Gesamtverzeichnis der Schillingmünzen von 1947 bis 2001] der [[Oesterreichische Nationalbank|Oesterreichischen Nationalbank]] (PDF-Datei; 3,91&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.geldschein.at/galerieab1925.html Verzeichnis der Schilling-Banknoten von 1925 bis 1997]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britische Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währungsname]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Währungseinheit (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Währungseinheit (Europa)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leopolist</name></author>
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