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	<title>Schanghaien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-05T22:20:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Schanghaien&amp;diff=3372&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: typografische Anführungszeichen, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-06-01T12:13:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schanghaien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Seemannssprache]] das gewaltsame [[Rekrutierung|Rekrutieren]] von [[Seemann|Seeleuten]] für [[Kriegsschiff|Kriegs-]] und [[Handelsmarine|Handelsschiffe]]. Diese Art der [[Freiheitsberaubung]], auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pressen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, wurde zeitweise auch für die Heeresergänzung angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pressen von Matrosen war besonders im 18. und 19. Jahrhundert und vorzugsweise in europäischen (britischen) sowie  nordamerikanischen Hafenstädten verbreitet. Berüchtigte Häfen in den [[Vereinigte Staaten|USA]] waren insbesondere [[Portland (Oregon)]], in England [[London]]. Auch in [[Hamburg]] wurde schanghait, wie [[Adolph Knigge|Knigge]] es in seiner &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Peter Clausens&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.projekt-gutenberg.org/knigge/claus/clau103.html (Bd. I, Riga 1783, S. 239 ff.)]&amp;lt;/ref&amp;gt; darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Matrosen zu schanghaien, durchkämmten [[Presskommando]]s (auch Pressgangs genannt) bzw. bewaffnete [[Schiffsbesatzung]]en die Hafenviertel, dort vor allem [[Kneipe]]n und [[Bordell]]e. Anwesende Seeleute wurden unter Einsatz von List, Alkohol oder Gewalt entführt und zum Dienst auf Kriegs-, häufig auch Handelsschiffen gezwungen. Gelegentlich konnten sich Pressopfer rückwirkend freiwillig melden; einen Anreiz bildete das üblicherweise gezahlte [[Werbung (Militär)|Werbegeld]], das ihnen dann ausgehändigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische [[Royal Navy]] verwendete Zwangsrekrutierung spätestens ab dem [[Elisabethanisches Zeitalter|Elisabethanischen Zeitalter]], seit 1563 war dies gesetzlich legitimiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pbs&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1597 konnten durch den &amp;#039;&amp;#039;Vagabonds Act&amp;#039;&amp;#039; (39 Eliz. c. 4) umherziehende Matrosen, Bettler, Wahrsager und andere [[Fahrendes Volk|fahrende Leute]] zum „lebenslangen Dienst in den Galeeren dieses Reichs“ gezwungen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Joseph R. Tanner|Titel=Tudor constitutional documents, A.D. 1485-1603|Jahr=1922|Online=https://archive.org/stream/cu31924030504322/cu31924030504322_djvu.txt|Seiten=484–488|Kapitel=BEGGARS ACT OF 1598}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders ab Beginn des 18. Jahrhunderts wurden genauere Regeln für das Pressen aufgestellt, so 1740 auf britische Bürger zwischen 18 und 55 Jahren beschränkt. In der Praxis wurden diese Beschränkungen jedoch oft ignoriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pbs&amp;quot;&amp;gt;[http://www.pbs.org/opb/historydetectives/feature/british-navy-impressment/ British Navy Impressment], pbs.org&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch zivile Schiffe wurden von der Royal Navy regelmäßig genutzt, um die eigene Besatzung zu „ergänzen“, indem benötigte Matrosen schlicht von einem beliebigen Handelsschiff zwangsrekrutiert wurden, was obendrein noch den Vorteil hatte, dass man so gezielt qualifizierte Männer pressen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1747 kam es in der britischen Kolonie [[Boston]] zu Unruhen, nachdem Admiral [[Charles Knowles, 1. Baronet|Charles Knowles]] 46 Personen hatte zwangsrekrutieren lassen wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newenglandhistoricalsociety.com/boston-impressment-riot-1747-2/ The Boston Impressment Riot of 1747], newenglandhistoricalsociety.com&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach der amerikanischen Unabhängigkeit wurden weiterhin Amerikaner in die Royal Navy gepresst, da Großbritannien alle als Briten geborenen US-Amerikaner weiterhin als seine Staatsbürger betrachtete. Im Zuge der [[Koalitionskriege]] wurden so rund 9000 Amerikaner in die britische Flotte zwangsrekrutiert. Diese Vorgangsweise war ein Grund für den Ausbruch des [[Britisch-Amerikanischer Krieg|Britisch-Amerikanischen Kriegs]] (1812–1815). Nach Ende dieser Kriege verschwand die Praxis weitgehend, auch wenn die juristische Grundlage weiterhin bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 18. Jahrhundert wurde auch zu [[Heer]]esdiensten an Land gepresst; die [[Preußen|preußischen]] [[Werbung (Militär)|Werber]] waren gefürchtet. Dementsprechend hoch waren lange Zeit die [[Deserteur|Desertionsraten]] der [[Söldner]]heere. Mit Einführung von [[Wehrpflicht]]gesetzen im 19. Jahrhundert und dem Aufbau eines Meldewesens wurden derartige Gewaltaktionen [[Obsoleszenz#Allgemeines|obsolet]], weil Soldaten nun behördlich einberufen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schweizerische [[Seeschiffahrtsgesetz]] (SR 747.30) verlangt noch heute, dass ein Konsul anwesend sein muss, um einen Seemann in die [[Musterrolle]] eintragen zu können. Der Seemann muss die Eintragung unterschreiben und damit seinen Willen bestätigen, sich [[Heuer (Schifffahrt)|anheuern]] zu lassen. Auch auf deutschen Schiffen darf der Kapitän die Musterrolle nicht selbst verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck entstand wohl um die Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde aus dem Slang US-amerikanischer Matrosen ins Deutsche übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Bartz: &amp;#039;&amp;#039;Seemannssprache. Von Tampen, Pütz und Wanten.&amp;#039;&amp;#039; Delius Klasing, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-7688-1933-6, S. 230 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Shanghai|Schanghai]], seit den 1840er Jahren der wichtigste Hafen Ostasiens,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Shanghai#Geschichte]]&amp;lt;/ref&amp;gt; kamen besonders viele Schiffe (die „[[Kuli (Tagelöhner)|Kuli]]-Klipper“) mit chinesischen Zwangsarbeitern für den Abbau von [[Guano]] an der südamerikanischen Küste, für die [[Wirtschaft der Vereinigten Staaten#Landwirtschaft|Farmarbeit in den USA]] und für den Bau des [[Panamakanal]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Claviez: &amp;#039;&amp;#039;Seemännisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Delius Klasing, Bielefeld 1973, ISBN 3-7688-0166-7, S. 297&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war vielleicht auch die gewaltsame Anwerbung dieser Arbeiter für überseeische Dienste ein Anlass für die Bildung des Wortes.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Köster: &amp;#039;&amp;#039;Eigennamen im deutschen Wortschatz&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin 2003, S.&amp;amp;nbsp;159, [https://books.google.com.au/books?id=gNhObYv-GgQC&amp;amp;pg=PA159&amp;amp;lpg=PA159&amp;amp;dq=schanghaien+Kulis&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=zWvxIHMSLH&amp;amp;sig=4z8JqLi86iYCgokAXnKWxLh_qUw&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=K1NtVbeUDYTj8gWgyYDgDA&amp;amp;ved=0CCcQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=schanghaien%20Kulis&amp;amp;f=false online], abgerufen am 2. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Englischsprachige Enzyklopädien führen die Wortherkunft darauf zurück, dass Matrosen für  besonders lange und daher unbeliebte Schiffsreisen auf unlautere Weise gewonnen wurden. Prototypisch für eine solche Reise war die Fahrt nach und von Schanghai&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Crimp |Sammelwerk=1911 Encyclopædia Britannica |Band=Volume 7 |Online=https://en.wikisource.org/w/index.php?title=1911_Encyclop%C3%A6dia_Britannica/Crimp&amp;amp;oldid=7012701 |Abruf=2023-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://greensdictofslang.com/entry/kcd6lfy |titel=shanghai, v. — Green’s Dictionary of Slang |abruf=2023-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merriam-webster.com/dictionary/shanghai |titel=Definition of SHANGHAI |sprache=en |abruf=2023-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein „regelrechtes System von Entführungen“, ein „systematischer Verkehr mit weißen Sklaven“ in New York, London und Liverpool wurde bereits 1864 beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Meliora. A quarterly review of social science.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, London 1864, S. 164. [http://books.google.de/books?id=zRcaAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PA164#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online], abgerufen am 5. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Blackbirding]]&lt;br /&gt;
* [[Menschenhandel]]&lt;br /&gt;
* [[Zwangsarbeit]] (bis 2005 fiel sie in Deutschland unter den Tatbestand [[Menschenraub]]).&lt;br /&gt;
* [[Liste seemännischer Fachwörter (N bis Z)#S|Liste seemännischer Fachwörter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|schanghaien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marinegeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Seefahrt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärökonomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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