<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sanktion</id>
	<title>Sanktion - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sanktion"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Sanktion&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-16T06:45:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Sanktion&amp;diff=3146&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Schulte im Walde: /* Literatur */ + 1, https://www.beck-shop.de/zasa-zeitschrift-recht-aussenwirtschaft-sanktionen-auslandsinvestitionen/product/35709766?srsltid=AfmBOoqlpS7oZe7FdvH7i5o8l-GLqzqFbJk-QIzlkJjfHfFHNz0fijKh</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Sanktion&amp;diff=3146&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-20T04:28:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + 1, https://www.beck-shop.de/zasa-zeitschrift-recht-aussenwirtschaft-sanktionen-auslandsinvestitionen/product/35709766?srsltid=AfmBOoqlpS7oZe7FdvH7i5o8l-GLqzqFbJk-QIzlkJjfHfFHNz0fijKh&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sanktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in [[Strafrecht]], [[Außenpolitik]] und [[Wirtschaft]] ein [[Zwangsmittel]] bezeichnet, durch das [[rechtsnorm]]widriges oder [[verhaltensnorm]]widriges [[Handeln]] dem so Handelnden Nachteile bringen soll, um ihn zur Einhaltung dieser Normen zu bewegen. Der Begriff hat in verschiedenen [[Wissenschaft]]en jeweils eine modifizierte Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie == &lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Sanktion&amp;#039;&amp;#039; entstammt {{laS|sanctio}}, das ursprünglich „Heilung, Billigung“ bedeutete, daraus dann „geschärfte Verordnung, Festlegung durch Gesetz“ (speziell „Strafgesetz, Artikel eines Strafgesetzes“), aber auch „Vorbehalt, Klausel“. {{lang|la|Sanctio}} selbst ist abgeleitet vom Verb {{lang|la|sancire}} „heiligen, weihen, unverletzlich machen“ und davon „(als heilig und unverbrüchlich) festlegen, verordnen“ (mit dem [[Partizip Perfekt Passiv]] {{lang|la|sanctus}}, daher Heiligenbezeichnung [[Sankt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches lateinisch-deutschen Handwörterbuch&amp;#039;&amp;#039; erläuterte [[Karl Ernst Georges]] 1869 die {{lang|la|sanctio}} als den Paragrafen (wörtlich „Hauptartikel“) eines Gesetzes, der eine Strafandrohung bei [[Übertretung]] enthielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Ernst Georges: &amp;#039;&amp;#039;sanctio&amp;#039;&amp;#039;, in: Karl Ernst Georges (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;II, 1869, Sp.&amp;amp;nbsp;1473 ({{Google Buch |BuchID=VLBEAAAAcAAJ |Seite=1473&amp;lt;!-- eigentlich Spalte --&amp;gt; |Hervorhebung=sanctio |Linktext=Digitalisat |KeinText=ja}}, Google Books); auch in der 8. Auflage, 1918 (Nachdruck Darmstadt 1998), Sp.&amp;amp;nbsp;2477 ([http://www.zeno.org/nid/20002630583 Digitalisat],&amp;lt;!-- http://www.zeno.org/Georges-1913/A/sanctio --&amp;gt; [[Zeno.org]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff der Sanktion hat demnach etymologisch gesehen die Bedeutung eines Gesetzesbefehls bzw. einer Rechtsfolge oder Bestätigung und weitergehend einer Zwangsmaßnahme.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Bitter: &amp;#039;&amp;#039;Die Sanktion im Recht der Europäischen Union: Der Begriff und seine Funktion im europäischen Rechtsschutzsystem&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S.&amp;amp;nbsp;12 ({{Google Buch |BuchID=prwoBAAAQBAJ |Seite=12}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Sanktion wird heute in den [[Grundlagenwissenschaft]]en und der [[Rechtswissenschaft]] nicht einheitlich verwendet, zudem unterscheiden sich die Sanktionsbegriffe des deutschen und europäischen Rechts.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Florian Irmscher: &amp;#039;&amp;#039;Öffentlichkeit als Sanktion&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S.&amp;amp;nbsp;360 ({{Google Buch |BuchID=w1mHDwAAQBAJ |Seite=360 |Linktext=eingeschränkte Ansicht}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Sanktion ist meist negativ [[Konnotation|konnotiert]], besitzt jedoch nach folgender Unterscheidung auch eine positive Variante:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Positive Sanktionen&amp;#039;&amp;#039; (wie [[Lob]], [[Anerkennung]], [[Auszeichnung (Ehrung)|Preis-]] oder [[Orden und Ehrenzeichen|Ordensverleihung]], [[sozialer Aufstieg]]) und &amp;#039;&amp;#039;negative&amp;#039;&amp;#039; ([[Ausschlusskriterium|Ausschluss]], [[Degradierung (Rang)|Degradierung]], [[Strafe]], [[Tadel]], [[Zwang]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Ebert, &amp;#039;&amp;#039;Politik: Lehrtexte und Arbeitsmaterialien&amp;#039;&amp;#039;, 1982, S.&amp;amp;nbsp;34 ({{Google Buch |BuchID=LHHLBgAAQBAJ |Seite=34}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Restitutive Sanktionen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Lamnek, &amp;#039;&amp;#039;Sanktion&amp;#039;&amp;#039;, in: Gerd Reinhold (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Soziologie-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1992, S. 545; ISBN 3486223402&amp;lt;/ref&amp;gt; zielen auf die Wiederherstellung des Zustands vor der Normverletzung ab, wobei der Sanktionierte das Erlangte herauszugeben hat (etwa bei der [[Annexion]] das annektierte Gebiet).&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Burger, &amp;#039;&amp;#039;Untreue (§ 266 StGB) durch das Auslösen von Sanktionen zu Lasten von Unternehmen&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S.&amp;amp;nbsp;5 ({{Google Buch |BuchID=iRsDDgAAQBAJ |Seite=5}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Repressive&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;präventive Sanktionen&amp;#039;&amp;#039;: Repressive sollen ein unerwünschtes [[Verhalten (Psychologie)|Verhalten]] bestrafen, indem ein Übel zugefügt wird. Präventive Sanktionen sollen einem künftigen [[Rechtsbruch]] vorbeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Bitter, &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Sanction&amp;quot; as legal term in the law of the European Union&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Völkerrecht]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Noah Birkhäuser, &amp;#039;&amp;#039;Sanktionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gegen Individuen&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S.&amp;amp;nbsp;8f. ({{Google Buch |BuchID=roU_bZAXZxkC |Seite=8}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Bedrohung oder Bruch des [[Weltfrieden]]s kann der [[UN-Sicherheitsrat]] nach {{Art.|39|0.120|ch}} [[UN-Charta]] folgende [[UN-Sanktion]]en beschließen:  &lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Nicht-militärische Sanktionen&amp;#039;&amp;#039; des {{Art.|41|0.120|ch}} UN-Charta: Insbesondere [[Wirtschaftssanktion]]en durch „Unterbrechung der [[Handelsbeziehung|Wirtschaftsbeziehungen]]“ und Unterbrechung des [[Verkehr]]s und der [[Telekommunikation]] sind vorgesehen.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Militärische Sanktionen&amp;#039;&amp;#039; des {{Art.|42|0.120|ch}} UN-Charta: Hierunter fällt auch das [[Waffenembargo]] für [[militärische Ausrüstung]] und [[Dual-Use]]-Güter, wodurch die [[Kampfkraft (Militär)|Kampfkraft]] der [[Armee]] des sanktionierten Staates geschwächt werden soll. Auch [[Krieg]] ist hierin vorgesehen.&lt;br /&gt;
Völkerrechtlich sind nicht-militärische Sanktionen das letzte nicht-militärische Mittel, bevor der UN-Sicherheitsrat militärische Sanktionen beschließt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In diesem Artikel wird der [[Begriffsinhalt]] auf die negative, repressive Sanktion begrenzt wie auch im überwiegenden Teil der [[Fachliteratur]].&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Florian Irmscher, &amp;#039;&amp;#039;Öffentlichkeit als Sanktion&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 360&amp;lt;/ref&amp;gt; Sanktionen aus Rechtsnormen (wie aus dem [[Strafrecht (Deutschland)|Strafrecht]] und [[Ordnungswidrigkeit]]enrecht) werden ebenfalls nicht berücksichtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Noah Birkhäuser, &amp;#039;&amp;#039;Sanktionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gegen Individuen&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form der Durchführung ==&lt;br /&gt;
Verhängte Sanktionen können ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie mittels [[Beschlagnahme]] ([[Mobilie]]n, [[Immobilie]]n, [[Kontosperre]]n), [[Blockade (Militär)|Blockade]], [[Boykott]], [[Desinvestition]], [[Embargo]] ([[Exportverbot]], [[Importverbot]]) oder [[Wirtschaftskrieg]] umgesetzt werden. Mit Hilfe einer – meist mit militärischen Mitteln durchgeführten – Blockade wird beispielsweise der [[Gütertransport|Güter-]] oder [[Personentransport]] verhindert, sobald sie einer Sanktion unterliegen. Dabei ist jedoch zu erwähnen, dass die Abgrenzung dieser Begriffe in der Fachliteratur uneinheitlich vorgenommen wird. Die Maßnahmen gegen das ehemalige [[Südrhodesien]] im Jahre 1965 wurden beispielsweise als „Sanktionen“ und gleichzeitig als „Embargo-Maßnahmen“ bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;[[Per Fischer]], in: [[Hans Peter Ipsen]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Außenwirtschaft und Außenpolitik: Rechtsgutachten zum Rhodesien-Embargo&amp;#039;&amp;#039;, 1967, § 58 Rn. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; oder als „Embargo“ und zugleich „Boykott“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Verdross, Bruno Simma, &amp;#039;&amp;#039;Universelles Völkerrecht: Theorie und Praxis&amp;#039;&amp;#039;, 1984, § 232; ISBN 9783428132966.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt Begriffspaare wie „Boykottsanktion“ und „Sanktionsboykott“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Erler (Jurist)|Georg Erler]], &amp;#039;&amp;#039;Boykott (wirtschaftlicher)&amp;#039;&amp;#039;, in: Karl Strupp/Hans-Jürgen Schlochauer (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch des Völkerrechts&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1960, S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sogar als [[Synonym]]e werden {{enS|Economic sanction}}, {{enS|boycott}} und {{enS|embargo}} betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Donald L Losman, &amp;#039;&amp;#039;International Economic Sanctions: The Case of Cuba, Israel and Rhodesia&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgebiete ==&lt;br /&gt;
Mit Sanktionen sind in der Regel durch [[Gesetz]]e angedrohte Strafmaßnahmen gemeint, die darauf ausgerichtet sind, konkretes Fehlverhalten zu unterbinden und damit [[Rechtsnorm]]en durchzusetzen. Sanktionen gibt es sowohl im weltlichen als auch im [[Kanonisches Recht|kirchlichen Recht]] ([[Kirchenstrafe]]n).&lt;br /&gt;
* Im [[Strafrecht]] dienen Sanktionen gemäß den [[Straftheorien]] dazu, den durch das missbilligte Verhalten gestörten [[Rechtsfrieden]] wiederherzustellen. Zusätzlich sollen potentielle Straftäter mittels [[Abschreckung]] von eigener [[Delinquenz]] abgehalten werden. Sanktionen dienen hier also auch der [[Kriminalprävention]].&lt;br /&gt;
* Im [[Privatrecht]] dienen beispielsweise [[Vertragsstrafe]]n diesem Zweck.&lt;br /&gt;
* Im [[Sozialrecht (Deutschland)|Sozialrecht]] existieren Sanktionen in Form von Leistungskürzungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sperrzeit (Sozialrecht)|Sperrzeit]] im [[Arbeitslosengeld]], Sanktionen im [[Arbeitslosengeld II]]).&lt;br /&gt;
* „Sanktionen im Sinne des [[Völkerrecht]]s sind Zwangsmaßnahmen, die von [[Staat]]en oder [[internationale Organisation|internationalen Organisationen]] gegenüber einem völkerrechtswidrig handelnden Völkerrechtssubjekt – in der Regel einem Staat – ergriffen werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Osteneck: &amp;#039;&amp;#039;Die völkerrechtliche Verpflichtung der EG zur Umsetzung von UN-Sanktionen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Zeitschrift für Europarechtliche Studien]] 1, 1998, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Völkerrecht ist der [[Begriffsumfang]] der Sanktion weit gefasst, denn hierunter fallen auch [[Retorsion (Völkerrecht)|Retorsionen]], [[Repressalie]]n und sonstige Zwangsmaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Ress, &amp;#039;&amp;#039;The Interpretation of The Charter of the United Nations&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 2002, S. 10 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Sanktion wird in der [[Rechtstheorie]] sehr weit gefasst und beinhaltet alle nachteiligen [[Rechtsfolge]]n, die gegen ein [[Rechtssubjekt]] ausgesprochen werden, das gegen eine Rechtsvorschrift verstoßen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Adomeit]], &amp;#039;&amp;#039;Rechtstheorie für Studenten&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 17; ISBN 9783811433694&amp;lt;/ref&amp;gt; Sanktionen sind die Rechtsfolge, die einer Rechtsnorm zur effektiven Geltung verhelfen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Creifelds]], &amp;#039;&amp;#039;[[Creifelds (Rechtswörterbuch)|Creifelds Rechtswörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Auflage, 2000, S. 1134; ISBN 3406464114&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[schweiz]]erischen Embargogesetz (EmbG) werden als Sanktionen internationale Maßnahmen verstanden, die der Einhaltung des Völkerrechts, namentlich der Respektierung der [[Menschenrecht]]e, dienen sollen ({{Art.|1|946.231|ch}} EmbG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziologie ==&lt;br /&gt;
Noch 1909 definierte [[Meyers Konversations-Lexikon]] als Sanktion im weiten Sinne die Bestätigung eines Beschlusses, Vertrags oder Gesetzes und im engen Sinne einen Akt der [[Staatsgewalt]], der einem Gesetzentwurf die [[Gesetzeskraft]] verleiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Sanktion&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 17, 1909, S. 563&amp;lt;/ref&amp;gt; Im soziologischen Kontext wird unter einer Sanktion „die von der [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] oder ihren einzelnen [[soziale Gruppe|Gruppen]] getroffenen oder in Aussicht gestellten Maßnahmen zur Anerkennung, Bestätigung oder Korrektur des Verhaltens von Einzelnen oder Gruppen (verstanden) … und ist ein Mittel der [[Soziale Kontrolle|sozialen Kontrolle]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Bibliographisches Institut (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Meyers Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Sanktionen&amp;#039;&amp;#039;, Band 14, 1986, S. 1295&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Soziale Sanktion}}&lt;br /&gt;
Der Wortbedeutung nach, wie auch im soziologischen Verständnis, können Sanktionen grundsätzlich positiver oder negativer Art sein: Eine positive Sanktion ist eine – nicht zwangsläufig materielle – „Belohnung“; eine negative Sanktion eine „Bestrafung“.&lt;br /&gt;
In der [[Soziologie]] werden Formen der Organisation von [[Sozialer Prozess|sozialen Prozessen]] damit bezeichnet. Hierbei unterteilt man die Sanktionen beispielsweise in sechs Schweregrade:&amp;lt;ref&amp;gt;Talcott Parsons, &amp;#039;&amp;#039;The principal Structures of Community&amp;#039;&amp;#039;, in: Talcott Parsons (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Structures and Process in Modern Societies&amp;#039;&amp;#039;, 1960, S. 260&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;subliminale Sanktion&amp;#039;&amp;#039;: wer gegen eine Norm verstoßen hat, weiß nicht, wie dieser Verstoß aufgenommen wird und ist dadurch verunsichert;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;leichte Sanktion&amp;#039;&amp;#039;: Erwartung, dass ein Nichteinhalten der Norm missbilligt wird, führt zur Anpassung an die Norm;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;relativ leichte Sanktion&amp;#039;&amp;#039;: Missbilligung des Verhaltens wird ausgesprochen;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;relativ schwere Sanktion&amp;#039;&amp;#039;: [[Konsequenz]]en angesichts der Normüberschreitung, wie Ausschluss oder Versetzung;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;schwere Sanktion&amp;#039;&amp;#039;: Strafe, wie Haftstrafe oder Verbannung;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;ultimative Sanktion&amp;#039;&amp;#039;: Tötung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sanktionierung (Taxonomie)}}&lt;br /&gt;
Durch die Sanktionierung werden wissenschaftliche Namen von [[Pilze]]n gegenüber älteren, gleichlautenden [[Homonym]]en und konkurrierenden (anderslautenden) [[Synonym (Taxonomie)|Synonymen]] geschützt. Dazu muss der Name in einem der drei im [[Internationaler Code der Botanischen Nomenklatur|Internationalen Code der botanischen Nomenklatur]] genannten Werken vom jeweiligen Autor akzeptiert worden sein. Wurde der Name eines [[Rostpilze|Rost]]- (Uredinales), [[Brandpilze|Brand]]- (Ustilaginales) oder [[Bauchpilze]]s (Gasteromycetes) in [[Christian Hendrik Persoon|C.H. Persoons]] {{&amp;quot;|Synopsis methodica fungorum}} akzeptiert, so gilt dieser Name als sanktioniert. Für alle anderen Pilze sind die beiden Werke {{&amp;quot;|Systema mycologicum}} und {{&amp;quot;|Elenchus fungorum}} von [[Elias Magnus Fries|E.M. Fries]] maßgeblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der Erfolg von globalen Sanktionen hängt von ihrer Durchsetzbarkeit und Wirksamkeit ab. Zur Durchsetzbarkeit ist ein internationaler [[Konsens]] nötig, was nur selten gelingt. Einerseits finden sich andere Staaten oder einzelne [[Unternehmen]], die Sanktionen nicht unterstützen und damit dem betroffenen Staat eine Ausweichmöglichkeit schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Plümper, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Internationalen Wirtschaftsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S.&amp;amp;nbsp;137 ({{Google Buch |BuchID=TrZhDwAAQBAJ |Seite=137}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits können Sanktionen auch spürbare wirtschaftliche Nachteile im eigenen Land bis hin zur [[Rezession]] verursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Plümper, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Internationalen Wirtschaftsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wirksamkeit von Sanktionen kann allgemein bezweifelt werden. Der sanktionierte Staat kann fehlende [[Import]]e oder [[Export]]e durch andere Güter/Dienstleistungen oder Staaten [[Substitutionsgut|substituieren]], die [[volkswirtschaft]]lichen Schäden halten sich dann in Grenzen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine umfangreiche US-Studie aus dem Jahre 1990 untersuchte 120 Sanktionen zwischen 1914 und 1990 und kam zu dem Ergebnis, dass 65,8&amp;amp;nbsp;Prozent (79&amp;amp;nbsp;Fälle) ein Misserfolg waren, also das Sanktionsziel verfehlten. Lediglich 34,2&amp;amp;nbsp;Prozent brachten den mit der Sanktion erhofften Erfolg. Eine erfolgreiche militärische Schwächung durch [[Waffenembargo]]s gab es nur in 20&amp;amp;nbsp;Prozent der Fälle, während Destabilisierungsstrategien mit Wirtschaftssanktionen zu 52&amp;amp;nbsp;Prozent erfolgreich waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gary Clyde Hufbauer, Jeffrey J. Schott, Kimberley Ann Elliott, &amp;#039;&amp;#039;Economic Sanctions Reconsidered: History and current policy&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1990, S. 92 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 80&amp;amp;nbsp;untersuchten [[Handelsembargo]]s verursachten lediglich in 37,5&amp;amp;nbsp;Prozent der Fälle volkswirtschaftliche Schäden von mehr als 1&amp;amp;nbsp;Prozent des [[Bruttosozialprodukt]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Denkzettel]]&lt;br /&gt;
* [[Interaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Punitivität]]&lt;br /&gt;
* [[Sanktionsliste]]&lt;br /&gt;
* [[Sanktionsnorm]]&lt;br /&gt;
* [[Talion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
; Zeitschriften&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für das Recht der Außenwirtschaft, Sanktionen und Auslandsinvestitionen (ZASA).&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck München, erscheint 2025 mit dem 3. Jahrgang, ISSN 2940-9845.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gerd Spittler]]: &amp;#039;&amp;#039;Norm und Sanktion. Untersuchungen zum Sanktionsmechanismus.&amp;#039;&amp;#039; Walter, Olten-Freiburg 1967.&lt;br /&gt;
* [[Norberto Bobbio]]: &amp;#039;&amp;#039;Sanzione.&amp;#039;&amp;#039; Novissimo Digesto, UTET, XVI, Turin 1969, S. 530–540.&lt;br /&gt;
* [[Ota Weinberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Sanktionsbegriff und die pragmatische Auswirkung gesellschaftlicher Normen.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Lenk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Normenlogik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dokumentation, Pullach bei München 1974, ISBN 3794026373, S.&amp;amp;nbsp;89–111.&lt;br /&gt;
* [[Vilhelm Aubert]]: &amp;#039;&amp;#039;On Sanctions.&amp;#039;&amp;#039; In: “European Yearbook in Law and Sociology”, 1977, S. 1–19.&lt;br /&gt;
* Francesco D’Agostino: &amp;#039;&amp;#039;Sanzione.&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;Enciclopedia del diritto&amp;quot;, XLI, Giuffrè, Mailand 1989, S. 303–328.&lt;br /&gt;
* Charles-Albert Morand: &amp;#039;&amp;#039;Sanction.&amp;#039;&amp;#039; “Archives de Philosophie du droit”, XXXV, 1990, S. 293–312.&lt;br /&gt;
* Heike Jung: &amp;#039;&amp;#039;Sanktionensysteme und Menschenrechte.&amp;#039;&amp;#039; Haupt, Bern/Stuttgart/Wien 1992, ISBN 9783258046419.&lt;br /&gt;
* Juan Carlos Bayon: &amp;#039;&amp;#039;Sanction. Dictionnaire encyclopédique de théorie et de sociologie du droit.&amp;#039;&amp;#039; L.G.D.J., Paris 1993, S.&amp;amp;nbsp;536–540.&lt;br /&gt;
* Realino Marra: &amp;#039;&amp;#039;Sanzione. Digesto delle discipline privatistiche. Sezione civile.&amp;#039;&amp;#039; UTET, XVIII, Turin 1998, S. 153–61.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Manfred Sohn |Titel=Die Sanktionsmaschine – eine Einführung |Verlag=Mangroven-Verlag |Ort=Kassel |Datum=2024 |ISBN=978-3-946946-43-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Wörter des Jahres (Österreich)}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4137830-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten (Soziologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pönologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialer Prozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Taxonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wort des Jahres]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fa:تحریم]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Schulte im Walde</name></author>
	</entry>
</feed>