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	<title>Sütterlinschrift - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=S%C3%BCtterlinschrift&amp;diff=9355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Runologe: Rechtschreibung</title>
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		<updated>2025-08-19T09:22:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:&amp;quot;Neuer Leitfaden für den Schreibunterricht&amp;quot; - Abbildung 10. Die Ausgangsschrift.jpg|mini|Deutsche Sütterlinschrift]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sütterlinschrift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, meist einfach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sütterlin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine im Jahr 1911 im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums von [[Ludwig Sütterlin (Grafiker)|Ludwig Sütterlin]] entwickelte [[Ausgangsschrift]] für das Erlernen von [[Schreibschrift]] in der [[Schule]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Sütterlin , lateinisches Alphabet.jpg|mini|Dazu stilistisch entsprechend die von Sütterlin entwickelte [[lateinische Schreibschrift|lateinische Ausgangsschrift]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Suetterlin with block letters and specials.svg|mini|hochkant=1.6|Sütterlinschrift, Buchstabenformen. Letzte Zeile: die Form des [[Umlautzeichen]]s über &amp;#039;&amp;#039;äöüÄÖÜ&amp;#039;&amp;#039; entspricht der des Buchstabens &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;; die Form des Buchstabens &amp;#039;&amp;#039;[[ß]]&amp;#039;&amp;#039; lässt die Ableitung von &amp;#039;&amp;#039;ſz&amp;#039;&amp;#039; noch erahnen; [[Nasalstrich#Reduplikationsstrich|überstrichene]] &amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; zu Schreibung von verdoppelten &amp;#039;&amp;#039;mm&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;nn&amp;#039;&amp;#039;, [[Schluss-s]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;deutsche Sütterlinschrift&amp;#039;&amp;#039; ist eine spezielle Form der [[Deutsche Kurrentschrift|deutschen Kurrentschrift]] für Schreibanfänger. Daneben entwickelte Ludwig Sütterlin auch eine stilistisch entsprechende [[lateinische Schreibschrift|lateinische Ausgangsschrift]], die jedoch nicht als Sütterlinschrift bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Es war im 19. Jahrhundert in [[England]] Mode geworden, mit der neu entwickelten stählernen [[Schreibfeder#Spitzfeder|Spitzfeder]] zu schreiben. Die sehr schräge [[englische Schreibschrift]] mit ihren großen Unter- und Oberlängen und ihrem veränderlichen Strich (Schwellzug) ist zwar dekorativ, aber technisch schwer zu schreiben. Auch in Deutschland setzte sich die Spitzfeder rasch durch und prägte das Schriftbild des 19. Jahrhunderts. In Deutschland schrieb man damals zwei Schreibschriften: Kurrent (auch deutsche Schreibschrift genannt) und lateinische Schreibschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Kindern das Schreibenlernen zu erleichtern, ließ Sütterlin sie mit einer [[Schreibfeder#Gleichzugfeder (Kugelspitzfeder)|Kugelspitzfeder]] (Gleichzug) schreiben, vereinfachte die Buchstabenformen, verringerte die Ober- und Unterlängen ([[Lineatur]] im Verhältnis 1:1:1) und stellte die relativ breiten Buchstaben aufrecht. In allen diesen Merkmalen ist sie den heute verbreiteten Ausgangsschriften der lateinischen Schreibschrift ähnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|DV}}Die deutsche Sütterlinschrift wurde ab 1915 in [[Preußen]] eingeführt. Sie begann in den 1920er Jahren die bis dahin übliche Form der deutschen Kurrentschrift abzulösen und wurde 1935 in einer abgewandelten Form (leichte Schräglage, weniger Rundformen) als &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Volksschrift&amp;#039;&amp;#039; ein Teil des offiziellen Lehrplans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge des [[Antiqua-Fraktur-Streit#Normalschrifterlass|Normalschrifterlasses]] wurde mit einem Rundschreiben vom 1.&amp;amp;nbsp;September 1941 das Lehren von Kurrentschrift im Schulunterricht untersagt. Zuvor war bereits am 3.&amp;amp;nbsp;Januar 1941 die Verwendung [[Gebrochene Schrift|gebrochener Druckschriften]] (Frakturtypen) untersagt worden. Als [[Ausgangsschrift]] wurde ab 1942 in den Schulen die lateinische Schrift in einer Variante, die &amp;#039;&amp;#039;[[Ausgangsschrift#Deutsche Normalschrift|Deutsche Normalschrift]]&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde (Proportionen 2:3:2, Schrägstellung, Ovalformen), eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 hatte der Normalschrifterlass des NS-Regimes keine Gültigkeit mehr. Trotzdem blieb die lateinische Schreibschrift die Standardschreibschrift an Schulen. Kurrentschrift wurde an west- und ostdeutschen Schulen lediglich teilweise zusätzlich zur lateinischen Ausgangsschrift gelehrt. Dies endete in den 1980er Jahren, als die älteren Generationen, die die Kurrentschrift noch gut beherrschten und teilweise aus Gewohnheit weiter verwendeten, aus dem Berufsleben ausgeschieden waren und die Schrift so weitgehend außer Gebrauch gefallen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es verschiedene Initiativen und Vereine, die beim Entziffern von Texten in „Sütterlin“- und anderen &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Kurrentschrift|Kurrent-Schriften]]&amp;#039;&amp;#039; helfen. Beispiele sind die „Sütterlin-Schreibstube“ in Konstanz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Ebner |url=http://martin-ebner.net/topics/languages-scripts/suetterlin/ |titel=Sütterlin-Schreibstube Konstanz: Nachrichten aus der Vergangenheit |hrsg=Südwest Presse |abruf=2016-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Sütterlinstube Hamburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/einestages/vergessene-suetterlinschrift-senioren-entraetseln-die-vergangenheit-a-1155826.html |titel=Vergessene Sütterlinschrift: Ururomas Liebesbriefe |autor=Katja Iken |hrsg=Spiegel Online |abruf=2017-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Mathematik]] bezeichnete man in Deutschland bis in das späte 20. Jahrhundert [[Matrix (Mathematik)|Matrizen]] durch Großbuchstaben und [[Vektor]]en durch Kleinbuchstaben der deutschen Sütterlinschrift (anstelle der heute gebräuchlichen Schreibweise mit lateinischen Buchstaben und darübergesetztem Pfeil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftbeispiele ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Schulheft 1929 Berlin SlgKiJu.jpg|Schulheft mit Schreibübungen in Sütterlinschrift von 1929&lt;br /&gt;
  Übungen in deutscher Schrift in einem Schulheft des ersten Schuljahres (1953).jpg|Nachkriegsschulheft mit Schreibübungen der in Preußen eingeführten deutschen Sütterlinschrift (1953)&lt;br /&gt;
  Sütterlinschrift.jpg|Außenwerbung in Sütterlinschrift &amp;#039;&amp;#039;(„Drogerie Lütjens“)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
  Sütterlin, Schriftprobe (deutsche Kurrent).png|Deutsche Ausgangsschrift, geschrieben mit Kugelspitzfeder&lt;br /&gt;
  Sütterlin, Beispiele für Verbindungen (deutsche Kurrent).png|Deutsche Ausgangsschrift, Buchstabenverbindungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Sütterlin (Grafiker)|Ludwig Sütterlin]]: &amp;#039;&amp;#039;Neuer Leitfaden für den Schreibunterricht.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1922 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101:1-201706253570 digital]).&lt;br /&gt;
* [[Horst Bartnitzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Welche Schreibschrift passt am besten zum Grundschulunterricht heute?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grundschule aktuell&amp;#039;&amp;#039;, Heft 91, 2005, S.&amp;amp;nbsp;3–12, [http://www.grundschulverband.de/fileadmin/aktuell/GSakt91_Bart_50907.pdf PDF] (664&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Blaue Fibel. Leitfaden für die Sütterlin- und die Deutsche Schreibschrift.&amp;#039;&amp;#039; Brune-Mettker Druck- und Verlagsgesellschaft, Wilhelmshaven ohne Jahr, ISBN 3-930510-13-8.&lt;br /&gt;
* Otto Gleixner, Erika Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;abc. illustrierte Handschriftfibel&amp;#039;&amp;#039;. Frisinga Verlag, Freising 1983, ISBN 3-88841-004-5.&lt;br /&gt;
* Hans-Otto Keunecke: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Schrift im Dritten Reich. Die Nationalsozialisten und das Schicksal der gebrochenen Lettern.&amp;#039;&amp;#039; [[Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel]], Nr.&amp;amp;nbsp;99. Frankfurt/Leipzig, 14. Dezember 1993, S.&amp;amp;nbsp;B121&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Sütterlin|Sütterlinschrift}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4785364-5}}&lt;br /&gt;
* [http://deutsche-schrift.beepworld.de/schriftgeschichte.htm &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Schrift&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.diaware.de/html/schrift.html &amp;#039;&amp;#039;Sütterlin – Sütterlinschrift – Deutsche Schreibschrift&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://blog.histofakt.de/?p=1109 |titel=Sütterlin? |autor=Jan H. Sachers |werk=blog.HistoFakt.de|hrsg= |datum=2015-07-16 |abruf=2015-07-17}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.suetterlinstube.org/ |titel=Ehrenamtliche Sütterlinstuben in Deutschland |hrsg=Sütterlinstube Hamburg |abruf=2017-07-14}}&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/geschichte/article170776193/Ludwig-Suetterlin-Warum-alle-Schueler-seine-Schrift-lernen-mussten.html &amp;#039;&amp;#039;Warum alle Schüler seine Schrift lernen mussten&amp;#039;&amp;#039;] (Die Welt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4785364-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sutterlinschrift}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebrochene Schrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundschulwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Runologe</name></author>
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