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	<title>Süddeutschland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=S%C3%BCddeutschland&amp;diff=13730&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Geografische Aspekte */ Tippfehler</title>
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		<updated>2024-12-10T13:38:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geografische Aspekte: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die geografische Region. Ein Artikel über die ehemalige Versicherungsaktiengesellschaft findet sich unter [[Süddeutschland Versicherungsaktiengesellschaft]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman catholics germany 2012 de.svg|mini|Katholische Bevölkerung nach Diözesen: Erkennbar ist ein höherer Anteil im Süden Deutschlands.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberdeutsche Mundarten.png|mini|Oberdeutsche Mundarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Süddeutschland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat mehrere verschiedene Aspekte, die einer einheitlichen Definition entgegenstehen. Zu unterscheiden sind politische, historische, geografische, religiöse, sprachwissenschaftliche und kulturelle Aspekte, die unter anderem bewirken, dass sich im Gegensatz zu [[Norddeutschland]] weniger [[Gemeinschaftsgefühl]] entwickelt hat. Prägend für den Süden des deutschen Sprachgebiets ist vor allem die aus der stärkeren topografischen Gliederung entstandene Vielfalt der [[Mundart]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;#039;&amp;#039;Neuen Brockhaus&amp;#039;&amp;#039; 1960 ist Süddeutschland &amp;#039;&amp;#039;„der südlich der mitteldeutschen Gebirgsschwelle gelegene Teil [[Deutschland]]s, etwa die Länder Bayern, Baden-Württemberg, das südliche Rheinland-Pfalz und Hessen südlich des Mains. Er setzt sich aus dem gewöhnlich [[Südwestdeutschland]] bezeichneten Gebiet der Oberrheinischen Tiefebene und der anschließenden [[Schichtstufenlandschaft|Stufenlandschaft]], der [[Oberdeutsche Hochebene|Oberdeutschen Hochebene]] (südl. der Donau) und den deutschen Alpen zusammen.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sprachwissenschaftlich&amp;#039;&amp;#039; gehört der größte Teil Süddeutschlands zum [[Oberdeutsche Dialekte|oberdeutschen Sprachraum]], zu dem auch [[Österreich]], [[Liechtenstein]], die [[Deutschschweiz]] und [[Südtirol]] zählen. &amp;#039;&amp;#039;Politisch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man damit ein Gebiet im Süden der 1949 gegründeten [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]], nämlich die [[Bundesland (Deutschland)|Länder]] [[Baden-Württemberg]] und [[Bayern]]. In einem eher &amp;#039;&amp;#039;kulturellen&amp;#039;&amp;#039; Zusammenhang bezieht man auch [[Südhessen]] ([[Regierungsbezirk Darmstadt]]), das [[Saarland]] sowie die [[Pfalz (Region)|Pfalz]] und zumindest den südlichen Teil [[Rheinhessen]]s mit ein. Das Saarland, [[Rheinland-Pfalz]], Baden-Württemberg und der Süden Hessens bilden den [[Südwestdeutschland|Südwesten]], Bayern den [[Südostdeutschland|Südosten]] der Bundesrepublik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliche und konfessionelle Prägung ==&lt;br /&gt;
Wie bei anderen [[Region]]sbegriffen existiert auch im Fall von Süddeutschland keine [[Definition|definierte]] Grenze. Meistens wird der [[Main]] als Grenze angegeben, denn der Teil Hessens in der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]] liegt auch südlich des Mains und hat eine besondere kulturelle, wirtschaftliche und sprachliche Verbindung zu Süddeutschland. In den meisten Teilen Süddeutschlands werden [[Oberdeutsche Dialekte]] gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche sprachliche Zuordnung folgt der Aufteilung des deutschen Sprachraumes in einen in Norddeutschland liegenden [[niederdeutsch]]en und einen südlich daran anschließenden [[Hochdeutsche Dialekte|hochdeutschen]] Sprachraum, deren Trennungslinie entlang der [[Benrather Linie]] verläuft (südlich davon liegen auch das Rheinland und Teile Thüringens). Der hochdeutsche Sprachraum wird seinerseits untergliedert in einen im mittleren Drittel der Bundesrepublik gelegenen mitteldeutschen und einen in Süddeutschland gelegenen oberdeutschen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist Süddeutschland – wie auch das Rheinland – im Vergleich zu nördlichen und östlichen Gebieten Deutschlands in weiten Teilen eher vom römischen [[Katholizismus]] geprägt, wobei es auch in Süddeutschland protestantisch geprägte Regionen, wie beispielsweise [[Mittelfranken]] oder [[Altwürttemberg]], gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisch-politische Prägungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutscher Bund.svg|mini|Deutscher Bund, mit Österreich (orange) und Preußen (blau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht unwesentlich dafür, dass sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschland&amp;#039;&amp;#039; nur schwer definieren lässt, sind die politisch-historischen Entwicklungen dieses Raums, insbesondere bezüglich des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] (seit etwa 1500 manchmal mit dem Zusatz „[[Deutschland#Begriffsgeschichte: Deutsch und Deutschland|deutscher Nation]]“) und seiner Entwicklung. Denn durch die ab dem 14. Jahrhundert überwiegend [[habsburg]]ischen Kaiser wurde einerseits das Reich in südöstliche Richtung erweitert, andrerseits nach der [[Reformation]] das [[Katholische Kirche|katholische]] Element wieder gestärkt und gleichzeitig die konfessionell-kulturelle Vielfalt der südlichen Reichshälfte verstärkt. Zur regional-politischen Differenzierung haben auch die [[Napoleonische Kriege|napoleonischen Kriege]] und ihre wechselnden Allianzen stark beigetragen und 1806 die Auflösung des Reiches bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es nach dem [[Wiener Kongress]] zur Gründung des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] (1815–1866) kam, zeigte sich folgende Situation: Die preußische Großmacht im Norden konnte die meisten nord- und mitteldeutschen Staaten (mit Ausnahme von Hannover und Sachsen) durchaus dominieren. Die österreichische Großmacht im Süden hatte es hingegen mit größeren Staaten wie Bayern und Württemberg zu tun, die auf ihre eigene Unabhängigkeit bedacht waren. Sie hatten ihre Größe und Bedeutung erst in der napoleonischen Zeit erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preußen schlug 1859 vor, den [[Bundesfeldherr|Oberbefehl]] über das [[Bundesheer (Deutscher Bund)|Bundesheer]] zu teilen: Preußen selbst hätte ihn über die norddeutschen Kontingente, Österreich über die süddeutschen. Österreich lehnte dies ab. Im Juni 1866 [[Preußischer Bundesreformplan 1866|schlug Preußen]] eine ähnliche Zweiteilung Bayern vor; auch Bayern lehnte dies ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Auflösung des Deutschen Bundes]] im Juni bzw. August 1866 waren Bayern, Württemberg, Baden und das Großherzogtum Hessen ohne militärischen Beistand. Laut [[Prager Frieden (1866)|Prager Frieden]] hätten sie einen [[Süddeutscher Bund|Süddeutschen Staatenbund]] gründen können. Dieser kam aber nicht zustande, unter anderem, weil darin eine Vormachtsrolle Bayerns befürchtet wurde. Stattdessen schlossen die vier Staaten 1866 bzw. 1867 [[Schutz- und Trutzbündnisse 1866|Schutz- und Trutzbündnisse mit Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden [[Gründung des Norddeutschen Bundes|gründete]] Preußen mit seinen Verbündeten den [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bund]], einen Bundesstaat. Über den reformierten [[Deutscher Zollverein|Deutschen Zollverein]], dessen Mitglied die süddeutschen Staaten (aber nicht Österreich) schon längst waren, gab es eine enge wirtschaftliche Verflechtung. Doch erst im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] von 1870/71 entschlossen sich die vier süddeutschen Staaten, dem Norddeutschen Bund beizutreten (sogenannte Reichsgründung). Damit war die sogenannte [[Kleindeutsche Lösung]] der [[Deutsche Frage|Deutschen Frage]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[drittes Deutschland]] zwischen Preußen und Österreich hatte es in den Jahren davor nur sehr punktuell gegeben. Selbst zwischen den süddeutschen Staaten hatte es große Meinungsverschiedenheiten gegeben, etwa zwischen Baden, das sich gern sofort dem Norddeutschen Bund angeschlossen hätte, und Bayern, das am längsten seine Eigenständigkeit zu verteidigen versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Aspekte ==&lt;br /&gt;
Im geografischen Sinn wird „Süddeutschland“ im [[Brockhaus Enzyklopädie|Brockhaus]] als jener Teil Deutschlands definiert, der südlich der [[Mitteldeutsche Gebirgsschwelle|mitteldeutschen Gebirgsschwelle]] liegt – also die Länder [[Bayern]] und [[Baden-Württemberg]] sowie das südliche [[Rheinland-Pfalz]] und [[Hessen]] südlich des Mains. Geomorphologisch ist es das Gebiet von der [[Oberrheingraben|Oberrheinischen Tiefebene]] über die anschließende [[Schichtstufenlandschaft|Stufenlandschaft]] bis zur [[Oberdeutsche Hochebene|Oberdeutschen Hochebene]] (südlich der Donau), wozu noch der deutsche Anteil an den [[Alpen]] und am [[Böhmerwald]] kommen. Im Wesentlichen stammt diese Definition von [[Robert Gradmann]] 1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch-kulturell sind allerdings [[Südhessen]] sowie [[Rheinhessen]] und die [[Pfalz (Region)|Pfalz]] nur bedingt zu Süddeutschland zu zählen. Anderseits bilden diese Regionen mit Teilen der [[Baden (Land)|badischen]] [[Kurpfalz]] und der Region [[Bayerischer Untermain]] ein gemeinsames Kultur-, Wirtschafts- und [[Rheinfränkische Dialekte|rheinfränkisches]] Sprachgebiet. Geografisch-kulturell wären auch [[Österreich]] und [[Südtirol]] einzubeziehen, was aber durch die Politik des 20. Jahrhunderts gegenstandslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mainlinie ===&lt;br /&gt;
Die oben erwähnte [[Mainlinie (Politik)|Mainlinie]] ist, wie schon bei der Entstehung dieses Begriffs im Rahmen des [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieges]] von 1866, nicht streng am Flusslauf des Mains zu lokalisieren. Schon in Hessen liegt die kulturelle Grenze zwischen [[Mittelhessen]] und Südhessen wohl eher im [[Taunus]] als am Main. Weiter östlich verlaufen die Grenzen zwischen Dialekten und anderen Traditionen keinesfalls im Maintal, sondern in den Mittelgebirgen nördlich und südlich davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsmigration ===&lt;br /&gt;
Seit längerem sind Wirtschaftswachstum und [[Arbeitslosigkeit]] im Süden Deutschlands günstiger als im Norden, weshalb die [[Ökonom]]en die Wanderungsbewegungen untersuchen, die überwiegend von Nord nach Süd gerichtet sind. Wegen der schlüssiger verfügbaren Daten wird dabei die süddeutsche Region mit den Bundesländern [[Bayern]] und [[Baden-Württemberg]] gleichgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://doku.iab.de/zaf/2004/2004_1_zaf_windzio.pdf Michael Windzio: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsmarktmobilität zwischen Nord- und Süddeutschland&amp;#039;&amp;#039;], ZAF 1/2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die [[Sprachgeografie|sprachgeografische]] Bezeichnung „süddeutsch“ umfasst im Gegensatz zur politischen Verwendung des Begriffs nach dem Zweiten Weltkrieg alle südlich gelegenen deutschsprachigen Gebiete im Sinne von [[Oberdeutschland]], was sich in einzelnen Bezeichnungen erhalten hat (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Katharina Prato|Pratos]] &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Küche&amp;#039;&amp;#039;, inzwischen als &amp;#039;&amp;#039;Gute alte Küche&amp;#039;&amp;#039; mit ISBN 978-3-85431-426-4 neu herausgegeben). In diesem Sinne waren beispielsweise auch Namensgebungen wie [[Süd-Norddeutsche Verbindungsbahn]] zu verstehen, womit eine Eisenbahnverbindung von Wien nach Berlin bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Neue Brockhaus. Allbuch in fünf Bänden und einem Atlas&amp;#039;&amp;#039;. Verwendet v.&amp;amp;nbsp;a. Band V (Süddeutschland), Band 2 und 4 (Deutschland, Österreich), Band 6 (Atlas). F.&amp;amp;nbsp;A.&amp;amp;nbsp;Brockhaus, Wiesbaden 1958–1960.&lt;br /&gt;
* [[Robert Gradmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschland&amp;#039;&amp;#039; (Band I: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeiner Teil&amp;#039;&amp;#039;, Band II &amp;#039;&amp;#039;Die einzelnen Landschaften&amp;#039;&amp;#039;). Verlag Engelhorn, Stuttgart 1931. Nachdruck: [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft]] Darmstadt.&lt;br /&gt;
* Ilse Hell, Christian Bayer et al.: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Weltgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Verwendet v.&amp;amp;nbsp;a. HRR, Deutschland, Reformation, Deutscher Bund). Compact-Verlag, München 2002.&lt;br /&gt;
* Geoffrey Barraclough (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Neuer Historischer Weltatlas.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz und Droemersche Verlagsanstalt, München 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4078022-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Regionen Deutschlands}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4078022-3|VIAF=235489154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Suddeutschland}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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