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	<title>Roter Zwerg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Roter_Zwerg&amp;diff=3094&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orthesx: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0 */</title>
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		<updated>2025-06-08T17:28:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rote Zwerge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind die kleinsten [[Stern]]e, in deren Zentrum [[Wasserstoffbrennen]] ([[Kernfusion]] von [[Wasserstoff|&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;H]]) stattfindet. Etwa drei Viertel aller Sterne gehören zu dieser [[Sternklasse]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;joshi&amp;quot; /&amp;gt; Sie leuchten so lichtschwach, dass kein einziger von der Erde aus mit bloßem Auge gesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Linkbox Hertzsprung-Russel-Diagramm}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RedDwarfNASA.jpg|mini|Künstlerische Darstellung eines Roten Zwerges (NASA-Illustration)]]&lt;br /&gt;
Rote Zwerge sind [[Hauptreihe]]nsterne am kühlen (d.&amp;amp;nbsp;h. in üblicher Darstellung des [[Hertzsprung-Russell-Diagramm]]s unteren) Ende der Hauptreihe. Aus historischen Gründen werden sie manchmal auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;späte Hauptreihensterne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, weil früher irrtümlich angenommen wurde, dass Sterne sich im Verlauf ihrer Entwicklung zu Spektralklassen kühlerer Oberflächentemperatur entwickeln würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Roten Zwerges ist keine präzise wissenschaftliche Kategorie, sondern wird umgangssprachlich benutzt. Anders als bei der unteren Massegrenze, die durch die Mindestvoraussetzung für den physikalischen Prozess des Wasserstoffbrennens im Kern gegeben ist (und somit Rote Zwerge gegen [[Brauner Zwerg|Braune Zwerge]] abgrenzt), besteht keine definitorische Einigkeit über die genaue Abgrenzung zu heißeren Sternen. Sicher gehören alle Hauptreihensterne der [[Spektralklasse]]&amp;amp;nbsp;M zu den Roten Zwergen, gelegentlich werden auch Sterne bis zum mittleren K-Typ&amp;amp;nbsp;(K5) dazugerechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eaa&amp;quot;&amp;gt;Mark Giampapa: &amp;#039;&amp;#039;Red Dwarfs/Flare Stars.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Astronomy and Astrophysics.&amp;#039;&amp;#039; 2000, [[doi:10.1888/0333750888/1866]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere in der Literatur benutzte Kriterien sind eine Effektivtemperatur von ca. 2500 bis 4000&amp;amp;nbsp;K,&amp;lt;ref name=&amp;quot;eaa&amp;quot; /&amp;gt; eine [[absolute Helligkeit]] von weniger als M&amp;lt;sub&amp;gt;V&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;+7,5,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reid-Hawley&amp;quot;&amp;gt;Neil Reid, Suzanne Hawley: &amp;#039;&amp;#039;New Light on Dark Stars: Red Dwarfs, Low-Mass Stars, Brown Dwarfs.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Springer, 2005, ISBN 3-642-06418-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder das Auftreten von molekularen [[Absorptionsbande]]n im Spektrum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reid-Hawley&amp;quot; /&amp;gt; In jedem Fall beinhaltet die so definierte Klasse die Mehrheit aller Sterne, etwas variierend je nach genauer Definition. Grob kann man allerdings sagen, dass etwa drei Viertel aller Sterne Rote Zwerge sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;joshi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Masse ===&lt;br /&gt;
Die [[Masse (Physik)|Masse]] von Roten Zwergen beträgt somit zwischen etwa 7,5&amp;amp;nbsp;Prozent und je nach Definition einem oberen Grenzwert zwischen etwa 40 und 60&amp;amp;nbsp;Prozent der [[Sonnenmasse]]. Bei einer kleineren Masse käme keine [[Wasserstofffusion]] zustande, es läge ein [[Brauner Zwerg]] vor. Die Masse eines typischen Roten Zwerges der Spektralklasse&amp;amp;nbsp;M beträgt in etwa 10&amp;amp;nbsp;Prozent der Sonnenmasse und der Radius ca. 15&amp;amp;nbsp;Prozent des Sonnenradius.&amp;lt;!-- &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|titel=alienplanet.de|url=http://alienplanet.kaldyka.com/stars2.htm |zugriff=2013-07-11|archiv-url=http://web.archive.org/web/20080123214013/http://alienplanet.kaldyka.com/stars2.htm |archiv-datum=2008-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; –Keine wissenschaftliche Quelle, Autor in archive.org nicht mehr ermittelbar, Referenz daher auskommentiert.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Relative star sizes DE.svg|mini|hochkant=1.5|Größen- und Temperaturvergleich zwischen der [[Sonne]], [[Gliese 229|Gliese 229 A + B]], [[Teide 1]] und [[Jupiter (Planet)|Jupiter]] ([[Lichtfarbe|Farben]] symbolisch)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Artist&amp;#039;s impression of the planet orbiting Proxima Centauri.jpg|mini|hochkant=1.5|Künstlerische Darstellung der Ansicht eines Roten Zwerges von einem fiktiven [[Erdähnlicher Planet|erdähnlichen Planeten]] aus. Der Stern erscheint weiß,&amp;lt;ref&amp;gt;Tilmann Althaus, Axel M. Quetz: &amp;#039;&amp;#039;Roter Zwerg – aber keine rote Laterne!&amp;#039;&amp;#039; In: [[Sterne und Weltraum]] 10/2016, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; das [[Himmelsblau]] ist entsprechend dem geringen Anteil blauer [[Spektralfarbe]] im Sternenlicht nur schwach.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leuchtkraft und Farbe ===&lt;br /&gt;
Bedingt durch die geringe Masse verläuft bei Roten Zwergen die Umwandlung von [[Wasserstoff]] in [[Helium]] (Kernfusion durch die [[Proton-Proton-Kette]]) im Vergleich zu schwereren Sternen wie der Sonne pro Masseneinheit wesentlich langsamer. Daher beträgt die [[Leuchtkraft]] von Roten Zwergen nur etwa 0,01&amp;amp;nbsp;Prozent bis 5&amp;amp;nbsp;Prozent der der [[Sonne]]. Die Energieabstrahlung pro Oberflächeneinheit liegt auch unter der der Sonne, da die Oberfläche eines Roten Zwerges zwar kleiner als die der Sonne ist, aber die thermische Energieerzeugung im Vergleich noch stärker abnimmt. Damit errechnet sich nach dem (für Sterne näherungsweise anwendbaren) [[Plancksches Strahlungsgesetz|Planckschen Strahlungsgesetz]] eine niedrigere Oberflächentemperatur, und [[Strahlung]] wird überwiegend als langwelliges [[Licht]] und als [[Infrarot]]strahlung emittiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich liegen die [[Sternoberfläche#Oberflächentemperatur|Oberflächentemperaturen]] von Roten Zwergen zwischen 2200 und 3800&amp;amp;nbsp;[[Kelvin|K]] (Sonne etwa 5800&amp;amp;nbsp;K). Damit erscheinen sie im direkten Vergleich zur Sonne rötlicher (deshalb der Name), aber nicht wirklich rot, ihr Licht ähnelt für das menschliche Auge dem von [[Glühlampe]]n (2300 bis 2900&amp;amp;nbsp;K) und ist für die heißeren der Roten Zwerge sogar deutlich weißer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spektrale Standardsterne ===&lt;br /&gt;
Der revidierte Yerkes Atlas (Johnson &amp;amp; Morgan 1953)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | bibcode=1953ApJ...117..313J | title=Fundamental stellar photometry for standards of spectral type on the Revised System of the Yerkes Spectral Atlas.  |author=H.L. Johnson &amp;amp; W.W. Morgan | date=1953-05 | journal=[[The Astrophysical Journal]] | doi=10.1086/145697 | volume=117 | pages=313}}&amp;lt;/ref&amp;gt; listet lediglich zwei M-Hauptreihensterne als Standard, sowie drei weitere der Spektralklasse K5 und später.&lt;br /&gt;
Als spektrale Standards können zum Beispiel folgende Sterne verwendet werden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirkpatrick1991&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |bibcode=1991ApJS...77..417K |title=A standard stellar spectral sequence in the red / near-infrared - Classes&amp;amp;nbsp;K5 to M9 |journal=Astrophysical Journal Supplement Series |volume=77 |pages=417 |last1=Kirkpatrick |first1=J.D. |last2=Henry |first2=Todd J. |last3=McCarthy |first3=Donald W. |year=1991 |doi=10.1086/191611|doi-access=free }}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* [[61 Cygni|61 Cygni A]] (K5V) und B (K7V)&lt;br /&gt;
* [[Gliese 270]] (M0V), [[Lalande 21185]] (M2V), [[Gliese 402]] (M4V), [[Wolf 359]] (M6V), [[VB 10]] (M8V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beobachtbarkeit ===&lt;br /&gt;
Rote Zwerge sind im Vergleich zu anderen Sternenklassen sehr lichtschwach. Daher kann kein einziger von ihnen mit bloßem Auge von der Erde aus gesehen werden. Bereits der unserem Sonnensystem nächstgelegene Stern ist ein Roter Zwerg, [[Proxima Centauri]] vom [[Spektraltyp]]&amp;amp;nbsp;M5 mit einem derzeitigen Abstand von 4,24&amp;amp;nbsp;[[Lichtjahr]]en und einer [[Scheinbare Helligkeit|scheinbaren Helligkeit]] von 11,01&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt;. Die von der Erde aus gesehen hellsten Roten Zwerge der Spektralklasse&amp;amp;nbsp;M sind [[Lacaille&amp;amp;nbsp;8760]] (scheinbare Helligkeit 6,67&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt;, Entfernung 12,871&amp;amp;nbsp;Lichtjahre), [[Lacaille&amp;amp;nbsp;9352]] (7,34&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt;, 10,685&amp;amp;nbsp;Lichtjahre) und [[Lalande&amp;amp;nbsp;21185]] (7,47&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt;, 8,3067&amp;amp;nbsp;Lichtjahre). Von den 30&amp;amp;nbsp;[[Liste der nächsten Sterne|nächstgelegenen Sternen]] sind 18 Rote Zwerge der Spektralklasse&amp;amp;nbsp;M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen ihrer geringen Helligkeit können einzelne Rote Zwerge kaum über große interstellare Distanzen beobachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veränderliche Sterne unter den Roten Zwergen ===&lt;br /&gt;
Einige Rote Zwerge zeigen in unregelmäßigen Abständen starke [[Sonneneruption|Flares]], welche die Helligkeit des Sterns selbst weit übertreffen können. Diese werden als [[Veränderlicher Stern|Veränderliche Sterne]] der Klasse [[UV-Ceti-Stern|UV-Ceti]] bezeichnet. Können dagegen nur [[Sternfleck]]en auf der Oberfläche des Roten Zwerges nachgewiesen werden, so gehören sie zu den [[BY-Draconis-Stern]]en. Beides sind Folgen eines aktiven Dynamos, der aufgrund eines konvektiven Energietransports in Kombination mit einer [[Differentielle Rotation|differentiellen Rotation]] zu einer stellaren Aktivität führt. Diese erscheint bei den Roten Zwergen besonders ausgeprägt, da aufgrund ihrer geringen absoluten Helligkeit die Phänomene der stellaren Aktivität starke relative Helligkeitsänderungen zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Cuno Hoffmeister]], G. Richter, W. Wenzel |Titel=Veränderliche Sterne |Verlag=J. A. Barth Verlag |Ort=Leipzig |Datum=1990 |ISBN=3-335-00224-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rote und Braune Zwerge ===&lt;br /&gt;
Die Grenze zwischen Roten und [[Brauner Zwerg|Braunen Zwergen]] ist fließend, die Roten Zwerge befinden sich im [[Spektralklasse]]nbereich von &amp;#039;&amp;#039;spät K&amp;#039;&amp;#039; über &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039; bis &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;. Die Braunen Zwerge decken einen überlappenden Bereich von &amp;#039;&amp;#039;spät M&amp;#039;&amp;#039; über &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039; bis &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039; ab.&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung zwischen Roten und Braunen Zwergen ist vielfach nicht einfach und es sind verschiedene Methoden nötig, um Braune Zwerge zweifelsfrei nachzuweisen (siehe Artikel [[Brauner Zwerg#Nachweismethoden]]). In gewissen Fällen konnten durch empfindliche Infrarot-Messungen von [[Two Micron All Sky Survey|2MASS]], [[Sloan Digital Sky Survey|SDSS]] oder [[Wide-Field Infrared Survey Explorer|WISE]] jedoch auch extrem kühle Rote Zwerge mit der Spektralklasse L entdeckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren wurden in den letzten Jahren auch [[kühler Unterzwerg|kühle Unterzwerge]] mit geringer [[Metallizität]] entdeckt, deren genaue Natur noch untersucht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|bibcode=1999AJ....117..508G|doi=10.1086/300709|arxiv=astro-ph/9810071|title=M Subdwarfs: The Population II Luminosity Function|journal=[[The Astronomical Journal]]|volume=117|issue=1|pages=508–520|last1=Gizis|first1=J. E.|last2=Reid|first2=I.N.|year=1999|language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|bibcode=2003ApJ...592.1186B|doi=10.1086/375813|arxiv=astro-ph/0304174|title=The First Substellar Subdwarf? Discovery of a Metal-poor L Dwarf with Halo Kinematics|journal=[[The Astrophysical Journal]]|volume=592|issue=2|pages=1186–1192|author=Adam J. Burgasser et al.|year=2003 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name || [[Spektralklasse|Typ]] || [[Sonnenmasse|Masse]]&lt;br /&gt;
! [[Sonnenradius|Radius]] || [[Sonnenleuchtkraft|Leuchtkraft]] || Dichte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Barnards Pfeilstern|Barnards&amp;amp;nbsp;Pfeilstern]] || M4 Ve||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,160&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,19&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,000.441&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 23&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gliese 581|Gliese&amp;amp;nbsp;581]] || M5 ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,330&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,38&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,002.000&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 6&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lalande 21185]] || M2 V ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,460&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,40&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,002.500&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 7&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Luytens Stern]] || M3.5 ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,29&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,29&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,002.700&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 12&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Proxima Centauri]] || M5.5 Ve ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,12&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,15&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,000.138&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 35&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ross 154]] || M3,5 Ve ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,18&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,21&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,000.507&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 19&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wolf 359]] || M6.5 Ve ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,090&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,16&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,001.009&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 22&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[YZ Ceti]] || M4.0 Ve ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,14&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,17&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,000.184&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 28&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2MASS J0523-1403]] || L2.5 ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,07&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,10&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 0,000.138&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt; ||style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;| 70&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;ρ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;☉&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|kurzer Hinweis auf Pre-Main-Sequence-Evolution von massearmen Sternen, vertikale [[Hayashi-Linie|Hayashi]]-Tracks}}&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Rote Zwerge mit einer Masse von weniger als 35&amp;amp;nbsp;Prozent der Sonnenmasse bzw. mit einer späteren (numerisch höheren) Spektralklasse als M3,5 vollständig konvektiv sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aaa496_3_787&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal | last1=Reiners | first1=A. | last2=Basri | first2=G. | title=On the magnetic topology of partially and fully convective stars | journal=Astronomy and Astrophysics | volume=496 | issue=3 | pages=787–790 |date=2009-03 | doi=10.1051/0004-6361:200811450 | bibcode=2009A&amp;amp;A...496..787R |arxiv = 0901.1659}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies bedeutet, dass aufgrund der [[Opazität|Lichtundurchlässigkeit]] des dichten Sterneninneren im Inneren entstandene [[Photon]]en die Oberfläche nicht erreichen, sondern die Energie durch [[Konvektion]] vom Kern zur Oberfläche weitergeleitet wird. Somit sammelt sich Helium nicht im Kern an, wie es bei schwereren [[Hauptreihe]]nsternen der Fall ist. Deshalb können sie prozentual mehr Wasserstoff verschmelzen, bevor sie die Hauptreihe verlassen. Dies ist ein Faktor für die lange Lebenszeit der Roten Zwerge. Diese reicht, abhängig von der Masse (je geringer, desto länger ist die Aufenthaltsdauer in der Hauptreihe), von etwa 100 Milliarden bis zu mehr als 2 Billionen Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.atnf.csiro.au/outreach/education/senior/astrophysics/stellarevolution_mainsequence.html#mslifespan | sprache=en | titel=Main Sequence Stars&amp;lt;!-- Abschätzung anhand der Quelle --&amp;gt; | hrsg=Australia Telescope National Facility | archiv-url=https://web.archive.org/web/20241203061645/https://www.atnf.csiro.au/outreach/education/senior/astrophysics/stellarevolution_mainsequence.html#mslifespan | archiv-datum=2024-12-03 | abruf=2024-11-30 | offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da bereits der untere Wert größer ist als das [[Weltalter]] (ca. 13,8&amp;amp;nbsp;Milliarden Jahre), hat bisher kein Roter Zwerg die Hauptreihe verlassen, während laufend neue entstehen. Dies erklärt den großen Anteil der Roten Zwerge an der Gesamt-Sternanzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Wasserstoff im Inneren zu Helium fusioniert und erschöpft ist, schrumpft der Stern. Die gravitative Energie, die dadurch frei wird, wird in Wärme umgewandelt und ebenfalls durch Konvektion nach außen geleitet. Für einige Zeit funktioniert noch das [[Schalenbrennen]] von Wasserstoff zu Helium.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.br-online.de/wissen-bildung/spacenight/sterngucker/deepsky/typen-zwerge-rote.html#spektraltyp Sterngucker aus BR-Online.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach erreicht der Rote Zwerg das Stadium einer Sonderform des [[Weißer Zwerg|Weißen Zwerges]], der überwiegend aus Helium besteht und kaum schwerere Elemente enthält (nämlich die praktisch unveränderte bei der [[Sternentstehung]] vorhandene Menge). Da bisher wegen des zu geringen Weltalters kein Roter Zwerg dies Stadium auf normalem Weg erreichen konnte, werden solche speziellen Weißen Zwerge nicht beobachtet, sondern ihre Eigenschaften nur in der Theorie beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astronomische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Momentan spielen Rote Zwerge nur eine minimale Rolle im Energiehaushalt des Universums, obwohl rote Hauptreihensterne vermutlich die am meisten verbreitete Sternengattung sind. Da sie so häufig vorkommen und so lichtschwach sind, erscheinen sie recht unauffällig. Es wird angenommen, dass sie, bedingt durch ihre sehr lange Lebenszeit und die gegen Ende des Wasserstoffbrennens zunehmende Leuchtkraft, langfristig eine große Rolle spielen werden. In Zukunft wird es einen generellen Rückgang der Entstehung neuer [[Stern]]e geben. Die Roten Zwerge werden selbst zu einem Zeitpunkt, wenn der Rest weitgehend nur noch aus „toter Materie“ in Form von [[Schwarzes Loch|Schwarzen Löchern]], [[Neutronenstern]]en und verblassenden [[Weißer Zwerg|Weißen Zwergen]] besteht, noch als selbstleuchtende Objekte im Universum existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde noch kein sterbender Roter Zwerg entdeckt, da das [[Universum]] erst 13,7 Milliarden Jahre alt ist.&lt;br /&gt;
Ein Rätsel, das bis heute noch nicht gelöst ist, ist das Fehlen von roten Sternen, die keine [[Metallizität|Metalle]] enthalten (andere [[Chemisches Element|Elemente]] als [[Wasserstoff]] und [[Helium]]). Die erste Generation von Sternen dürfte nach der [[Urknall]]-Theorie nur aus Wasserstoff, Helium und Spuren von [[Lithium]] bestehen. Entstanden zu dieser Zeit Rote Zwerge, müssten sie heute noch existieren. Jedoch wurde kein Roter Zwerg gefunden, der nur aus den genannten Elementen besteht. Die bevorzugte Erklärung dafür ist, dass ohne schwere Elemente nur große und bis heute unbeobachtete Sterne der [[Sternpopulation]]&amp;amp;nbsp;III entstehen konnten, die ihren Energievorrat schnell aufbrauchten. Dabei hinterließen sie Elemente, aus denen sich Rote Zwerge bilden konnten. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Rote Zwerge ohne Metalle dunkel und selten seien. Da dies dem Evolutionsmodell von Sternen widerspricht, wird diese Theorie als unwahrscheinlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmungen durch Rote Zwerge ==&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass Rote Zwerge und andere Zwergsterne lange auf der Hauptreihe verweilen, während massivere Sterne diese schon verlassen haben, erlaubt die Schätzung des Alters von [[Sternhaufen]]. Dabei wird versucht, die Grenzmasse der Sterne zu finden, die sich noch auf dem Hauptast befinden. Dadurch lässt sich der untere Wert des Alters der Sterne feststellen. Ebenso kann dadurch das Zeitalter der Bildung von Formationen in der [[Milchstraße]], wie dem [[Spiralarm|galaktischen Halo]] und der [[Galaktisches Koordinatensystem|galaktischen Scheibe]] bestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planeten ==&lt;br /&gt;
Seit 2005 wurden zahlreiche Planeten entdeckt, die Rote Zwerge umkreisen.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Exoplanet}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Habitable Zone ===&lt;br /&gt;
Die Bewohnbarkeit von Planeten Roter Zwerge ist Thema einiger Diskussionen. Obwohl diese Sterne häufig sind und ihr Zustand lange stabil ist, gibt es einige Faktoren, die Leben auf Planeten solcher Gestirne erschweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich in der [[Habitable Zone|habitablen Zone]] zu befinden, müssten Planeten in einer Entfernung zwischen 0,04 und 0,2&amp;amp;nbsp;AE vom Mutterstern sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/tp/features/Bewohnte-Welten-um-Rote-Zwergsterne-3404750.html &amp;#039;&amp;#039;Bewohnte Welten um Rote Zwergsterne?&amp;#039;&amp;#039;] Bei: &amp;#039;&amp;#039;Heise.de.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Planet wäre sozusagen auf Tuchfühlung mit seinem Mutterstern, um genügend Licht und Wärme zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Planeten von Sternen unter einer halben Sonnenmasse ist infolge dieser Nähe durch [[Gezeiten]]kräfte eine [[gebundene Rotation]] zu erwarten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jérémy Leconte, Hanbo Wu, Kristen Menou, Norman Murray: &amp;#039;&amp;#039;Asynchronous rotation of Earth-mass planets in the habitable zone of lower-mass stars.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]]&amp;#039;&amp;#039; 347, 2015, S. 632–635, {{arXiv|1502.01952v2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet, dass eine Seite des Planeten immer dem Stern zugewandt wäre und auf der anderen immerwährende Nacht herrschte. Das könnte enorme Temperaturunterschiede zwischen Tag- und Nachtseite bewirken. Solche Bedingungen gelten für die Entstehung von Leben als schwierig. Andererseits besagen neuere Theorien, dass eine dichte Atmosphäre oder ein großer, den Planeten umspannender Ozean möglicherweise die vom Stern empfangene thermische Energie um den gesamten Planeten transportieren könnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;harbele&amp;quot;&amp;gt;R. M. Haberle, C. P. McKay, D. Tyler, R. T. Reynolds: &amp;#039;&amp;#039;Can synchronously rotating planets support an atmosphere?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Circumstellar Habitable Zones: Proceedings of the First International Conference.&amp;#039;&amp;#039; 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche weltumspannenden Ozeane wurden in einer Analyse von Joshi aus dem Jahr 2003 als möglich angesehen. Es ist anzunehmen, dass auf der hellen Seite solcher Planeten hohe Niederschlagsmengen auftreten würden, aber trotz ausgeprägter stationärer Konvektionsprozesse nur vergleichsweise geringe Windgeschwindigkeiten von 10 bis 20&amp;amp;nbsp;m/s. Die dunkle Seite wäre in diesem Szenario wahrscheinlich bis auf die Gebiete in der Nähe der Dämmerungszone (Übergang zwischen Tag- und Nachtseite des Planeten) sehr regenarm. Die Reichweite hinge dabei von der Stärke und Geschwindigkeit der atmosphärischen Strömungen ab. Die Niederschlagsmenge auf der Nachtseite würde mit wachsendem Abstand zur Dämmerungszone rasch sinken. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag- und Nachtseite sind von der Wassermenge des Planeten abhängig. Bei einem trockenen Planeten wären die Unterschiede größer als bei einem Planeten mit viel Wasser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;joshi&amp;quot;&amp;gt;M. Joshi: &amp;#039;&amp;#039;Climate model studies of synchronously rotating planets.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Astrobiology.&amp;#039;&amp;#039; 3(2), (2003), S.&amp;amp;nbsp;415&amp;amp;nbsp;427, [[doi:10.1089/153110703769016488]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes potentielles Problem ist, dass Rote Zwerge den Großteil ihrer Strahlung im [[infrarot]]en Bereich aussenden. Irdische Pflanzen verwenden jedoch hauptsächlich Energie aus dem sichtbaren Bereich des Lichtspektrums, allerdings gibt es [[Purpurbakterien]]arten, die theoretisch mit langwelligem Licht für ihre [[Photosynthese]] auskommen könnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scalo&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=John Scalo, [[Lisa Kaltenegger]], [[Antígona Segura]], Malcolm Fridlund, Ignasi Ribas, Yu. N. Kulikov, John L. Grenfell, [[Heike Rauer]], Petra Odert, Martin Leitzinger, F. Selsis, Maxim L. Khodachenko, Carlos Eiroa, Jim Kasting, Helmut Lammer |Titel=M Stars as Targets for Terrestrial Exoplanet Searches And Biosignature Detection |Sammelwerk=Astrobiology |Band=7 |Nummer=1 |Datum=2007 |Seiten=85–166 |DOI=10.1089/ast.2006.0125}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für potenzielle Wasserpflanzen kommt erschwerend dazu, dass Wasser für langwelliges Licht stark absorbierend ist. Schon in geringer Wassertiefe herrscht komplette Dunkelheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vielleicht größte Problem wäre die Variabilität des Sternes. Rote Zwerge sind oft von [[Sternfleck]]en („[[Sonnenfleck]]en“) bedeckt, wodurch die Sternenstrahlung monatelang um bis zu 40&amp;amp;nbsp;Prozent verringert wird. Weiterhin können einige Rote Zwerge gewaltige [[Sonneneruption|Flares]] ausstoßen, die die Helligkeit des Sterns innerhalb von Minuten vervielfachen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22467-2018-02-28.html |titel=Strahlenausbruch auf Proxima Centauri – Megaflare weckt Zweifel an der Lebensfreundlichkeit des uns nächsten Erdzwillings |hrsg=[[scinexx]] |datum=2018-02-28 |zugriff=2018-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch durch diese Veränderlichkeit könnten sich für das Leben in der Nähe eines Roten Zwerges Schwierigkeiten ergeben. Speziell in den ersten hundert Millionen Jahren nach der Sternentstehung sollen gemäß einer Veröffentlichung vom Oktober 2018 solche Flares regelmäßig vorkommen und damit die Entwicklung einer Atmosphäre um Planeten in der habitablen Zone nachhaltig stören.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://arxiv.org/pdf/1810.03277.pdf |titel=HAZMAT. IV. Flares and Superflares on Young M Stars in the Far Ultraviolet |autor=R. O. Parke Loyd et al. |werk=[[Astrophysical Journal]] (zur Veröffentlichung angenommen) |datum=2018-10-08 |zugriff=2018-10-21}} {{arXiv|1810.03277v1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/stellare-giftzwerge-schlagen-nach-dem-leben/ |titel=Stellare Giftzwerge schlagen nach dem Leben |hrsg=[[wissenschaft.de]] |datum=2018-10-19 |zugriff=2018-10-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauere Untersuchungen beziehen Eigenschaften der Planeten in die Betrachtungen mit ein. Hier ergibt sich gerade durch die Infrarotstrahlung eine um bis zu 30&amp;amp;nbsp;Prozent vergrößerte [[habitable Zone]] für Planeten, die zumindest zum Teil mit Wassereis oder Schnee bedeckt sind. Grund hierfür ist, dass Wassereis im infraroten Spektrum mehr Strahlungsenergie absorbiert als im Bereich des sichtbaren Lichts, was zu einer stärkeren Aufheizung des Planeten führt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Joshi, R. Haberle: &amp;#039;&amp;#039;Suppression of the water ice and snow albedo feedback on planets orbiting red dwarf stars and the subsequent widening of the habitable zone.&amp;#039;&amp;#039; 2011, {{arXiv|1110.4525v2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mark Alpert: &amp;#039;&amp;#039;Red Star Rising.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scientific American.&amp;#039;&amp;#039; 293, Nr. 5, November 2005, S. 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Red dwarfs|Rote Zwerge}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.space.com/19659-alien-earth-exoplanets-red-dwarfs.html |titel=4.5 Billion ‘Alien Earths’ May Populate Milky Way |autor=Mike Wall |datum=2013-02-06 |sprache=en |abruf=2025-01-02 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.astronews.com/news/artikel/2017/07/1707-018.shtml |titel=Kleine Sterne mit starken Magnetfeldern | werk=astronews.com |datum=2017-07-25 |sprache=de |abruf=2025-01-02 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4178529-0|LCCN=sh85112054}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternklasse der Hauptreihe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roter Zwerg| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orthesx</name></author>
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