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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-08-15T03:21:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|ritualis}} ‚den [[Ritus]] betreffend‘, rituell) ist eine nach vorgegebenen [[Regel (Richtlinie)|Regeln]] ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem [[Symbol]]gehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten [[Gestik|Gesten]] begleitet und kann [[Religion|religiöser]] oder weltlicher Art sein (zum Beispiel Gottesdienst, Begrüßung, Hochzeit, Begräbnis, Aufnahmefeier usw.). Ein festgelegtes [[Zeremonie]]ll (Ordnung) von Ritualen oder rituellen Handlungen bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Ritus&amp;#039;&amp;#039;. Manche Rituale gelten als [[Kulturgut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen, Elemente und Formen des Rituals ==&lt;br /&gt;
Rituale sind ein [[Phänomen]] der [[Interaktion]] mit der [[Umwelt]] und lassen sich als geregelte [[Kommunikation]]sabläufe beschreiben (vgl. [[Walter Burkert]]s Definition&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Burkert: &amp;#039;&amp;#039;Homo necans.&amp;#039;&amp;#039; 1972, S. 31–39.&amp;lt;/ref&amp;gt; des Rituals als kommunikative Handlung). Sie finden überwiegend im Bereich des menschlichen Miteinanders statt, wo rituelle Handlungsweisen durch gesellschaftliche Gepflogenheiten, [[Konvention]]en und Regeln bestimmt und in den unterschiedlichsten sozialen Kontexten praktiziert werden können (Begegnungen, [[Familie]]nleben, [[Herrschaft]]svollzüge, Veranstaltungen, [[Fest]]e und Feiern, religiöse Kulte und Zeremonien usw.). Zugleich sind Rituale oder ritualisierte Handlungsweisen aber auch auf der Ebene des [[Individuum|individuellen]] [[Verhalten (Biologie)|Verhaltens]] anzutreffen (persönliche Rituale, [[Autismus|autistische]] Rituale, [[Zwangshandlung]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ritual ist normalerweise [[kultur]]ell eingebunden oder bedingt. Es bedient sich strukturierter Mittel, um die [[Bedeutung (Sprachphilosophie)|Bedeutung]] einer Handlung sichtbar oder nachvollziehbar zu machen oder über deren [[profan]]e Alltagsbedeutung hinaus weisende Bedeutungs- oder Sinnzusammenhänge symbolisch darzustellen oder auf sie zu verweisen. Nach [[Carel van Schaik]] und Kai Michel sind die materiellen Ritualhandlungen meist abgewandelte Alltagstätigkeiten, die um Ernte und Ernährung, Tausch oder Feiern kreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Tagebuch der Menschheit.&amp;#039;&amp;#039; Reinbek 2016, S. 233 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den [[gemeinschaft]]lichen Vollzug besitzen viele Rituale auch einheitsstiftenden und einbindenden Charakter und fördern den Gruppenzusammenhalt und die [[Intersubjektivität|intersubjektive]] Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem Rituale auf vorgefertigte Handlungsabläufe und altbekannte [[Symbol]]e zurückgreifen, vermitteln sie Halt und [[Orientierung (mental)|Orientierung]]. Das Ritual vereinfacht die Bewältigung komplexer lebensweltlicher Situationen, indem es „durch Repetition hochaufgeladene, krisenhafte Ereignisse in routinierte Abläufe überführt“.&amp;lt;ref&amp;gt;So drückt es die [[Feuilleton]]istin [[Christine Tauber]] in der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]] vom 30. Januar 2008 (auf S. 36 in der Rezension zu einem Buch von [[Ingeborg Walter]] und [[Roberto Zapperi]]) aus.&amp;lt;/ref&amp;gt; So erleichtern Rituale den Umgang mit der Welt, das Treffen von [[Entscheidung]]en und die Kommunikation. Der Philosoph [[Christoph Türcke]] bezeichnet Rituale in diesem Zusammenhang als Wiederholungsstrukturen und spricht von „geronnener, sedimentierter Wiederholung“,&amp;lt;ref&amp;gt;So [[Christoph Türcke]] am 2. September 2012 im [[Deutschlandfunk]] in der Sendung &amp;#039;&amp;#039;Zwischentöne&amp;#039;&amp;#039; um 13:55 Uhr.&amp;lt;/ref&amp;gt; die dem Menschen ein aufmerksames Begreifen der Welt erst ermöglicht. Das schließt nicht aus, dass Rituale ambivalent oder falsch gedeutet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rituale ermöglichen darüber hinaus die symbolische Auseinandersetzung mit Grundfragen der menschlichen [[Existenz]], etwa dem Bedürfnis nach [[Soziale Beziehung|zwischenmenschlicher Beziehung]], dem Streben nach [[Sicherheit]] und Ordnung, dem Wissen um die eigene [[Tod|Sterblichkeit]] oder dem [[Glaube (Religion)|Glauben]] an eine [[Transzendenz|transzendente]] Wirklichkeit (zum Beispiel durch Freundschaftsrituale, Staatsrituale, [[Bestattung|Begräbnisrituale]], [[Grabbeigabe]]n). Derartige Rituale sind daher Ausdruck der &amp;#039;&amp;#039;[[Conditio humana]]&amp;#039;&amp;#039;, des menschlichen [[Selbstbewusstsein]]s, der symbolischen Verfasstheit menschlichen Handelns und nach Auffassung einiger [[Anthropologie|anthropologischer]] Denker (etwa [[Helmuth Plessner]]&amp;lt;ref&amp;gt;Helmuth Plessner: &amp;#039;&amp;#039;Die Stufen des Organischen und der Mensch.&amp;#039;&amp;#039; 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt;) einer Art „Veranlagung“ (grob vereinfachend ausgedrückt) des Menschen zur [[Religiosität]]. In der rituellen Verehrung der [[Gott]]heit (insbesondere in der regelmäßig wiederholten [[Opfer (Religion)|Opferhandlung]]) verweisen Rituale auf das Bedürfnis des Menschen nach Wiederherstellung einer als gefährdet empfundenen existenziellen Welt- und Lebensordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der symbolischen Funktion haben Rituale auch instrumentell-pragmatische Funktionen, also zweckgerichteten Charakter (zum Beispiel Herrschafts-, Rechts-, Befriedungsrituale). In vormodernen Gesellschaften erfüllten sie viele Funktionen, die heute von spezialisierten Institutionen oder Organisationen erbracht werden. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Legitimation durch Verfahren#Legitimation durch soziale Verfahren|Legitimation durch soziale Verfahren]]&amp;#039;&amp;#039; ersetzt heute in vielen Bereichen das Ritual. Viele moderne Berufe bedienen sich solcher teils stark ritualisierter Kommunikationsformen und Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rituale können in Anlehnung an [[Karl Bücher]]s Idee einer umfassenden Rhythmisierung der sozialen Arbeits- und Lebensformen&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Bücher: &amp;#039;&amp;#039;Arbeit und Rhythmus.&amp;#039;&amp;#039; Hirzel, Leipzig 1896 ({{Google Buch|BuchID=fPZYAAAAMAAJ |Linktext=Volltext}}; zu Inh. u. Bed. vgl.: [https://saebi.isgv.de/biografie/Karl_B%C3%BCcher_(1847-1930) &amp;#039;&amp;#039;Karl Bücher&amp;#039;&amp;#039;, in: Sächsische Biografie]).&amp;lt;/ref&amp;gt; insbesondere auch der zeitlichen Strukturierung von Lebensvollzügen dienen. Unterscheiden lassen sich demnach:&amp;lt;ref&amp;gt;Lukas Niederberger: &amp;#039;&amp;#039;Rituale. Dem Tag, dem Jahr, dem Leben Struktur geben.&amp;#039;&amp;#039; Patmos, Ostfildern 2020, ISBN 978-3-8436-1264-7 ([https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/media/pdf/978-3-8436-1264-7.pdf Inhalt]), S.&amp;amp;nbsp;61–125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* tageszeitliche &amp;#039;&amp;#039;Alltagsrituale&amp;#039;&amp;#039;, die den Tagesablauf untergliedern (zum Beispiel das [[Wecker|Weckritual]], Pausenrituale usw.);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Periodizität|zyklische]] Rituale&amp;#039;&amp;#039;, die einem wöchentlichen, monatlichen oder jährlichen [[Kalender]] folgen (zum Beispiel die [[Sonnenwende|Sonnenwendfeier]], wiederkehrende Ruhe- und [[Gedenktag]]e, Reise- und Ferien-Rituale usw.);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwellenrituale&amp;#039;&amp;#039;, die den Übergang zwischen [[Lebenszyklus (Biologie)|lebenszyklischen]] Phasen markieren (zum Beispiel [[Initiation]]srituale bei Geburt, [[Ephebe|Mannbarkeit]] und Ähnliches, Hochzeitsrituale usw.);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RigaMHimmelfahrt.JPG|mini|Katholischer Gottesdienst in Riga: Gottesdienstliche Vollzüge sind generell stark von Ritualen geprägt (hier zum Beispiel Kniefall der Gläubigen, besondere Gewandungen der Mitwirkenden etc.). Die [[Kirche (Bauwerk)|Kirche]] als Ritualgebäude ist besonders dafür ausgelegt (Beleuchtungseffekte, Einrichtung etc.).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft sind Rituale an Orte und Räume gebunden. Das Spektrum reicht von sakralen und öffentlichen Orten bis hin zu Sitzordnungen. Neben spezifischen [[Insigne|Insignien]], Kleidung und Sprache spielen beim Vollzug des Rituals auch bestimmte Bewegungsarten, nonverbale Signale, Gestik usw. eine Rolle. Während manche Rituale extrem formalisiert und in ihrem Ablauf determiniert sind, zeichnen sich andere durch größere Formoffenheit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rituale, die nur von „Eingeweihten“ verstanden oder praktiziert werden können, können auch der Ausgrenzung oder Beherrschung „Unwissender“ dienen. Von derlei elitären oder geheimnisvollen Ritualen besonders stark geprägt sind [[Magie|magische]] Riten und [[Kult]]e oder [[Geheimbund|Geheimlehren]]. Auch die in vielen Kulturen praktizierten [[Schamanismus|schamanistischen]] Rituale, die der Anrufung oder [[Beschwörung]] der Geister von Tieren, Pflanzen oder Verstorbenen dienen sollen, sind in der Regel nur ausgewählten [[Schamane]]n oder [[Geistheilung|Heilern]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden Rituale durch entgegengesetzte Ritualhandlungen ausgelöscht oder aufgehoben, spricht man von Inversion (Umkehrung) des Rituals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Menschenopfer]] und der [[Ritualmord]] sind Formen der rituellen Tötung eines Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ritualkritik ==&lt;br /&gt;
Manchmal verkehren sich die Wirkungen von Ritualen ins Negative, sie werden als abgegriffen, überholt, sinnentleert oder kontraproduktiv empfunden und daraufhin kritisch überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frits Staal]], der die 3000 Jahre alten [[Veda|vedischen]] Rituale erforschte und dokumentierte, bestreitet aufgrund seiner Forschungen die kulturelle oder soziale Bedeutung von Ritualen: Es seien keine symbolischen Handlungen, die sich auf etwas anderes beziehen als auf sich selbst: &amp;#039;&amp;#039;The only cultural values rituals transmit are rituals.&amp;#039;&amp;#039; Die Ausführenden des Rituals seien vollständig &amp;#039;&amp;#039;self-contained and self-absorbed&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;totally immersed in the proper execution of their complex tasks.&amp;#039;&amp;#039; Sie konzentrieren sich nur auf die komplizierten Regeln und die Korrektheit ihrer Handlungen (sogenannte [[Orthopraxie]]), auf die Rezitation nicht mehr verständlicher Texte oder den Gesang. All das sei ähnlich wie beim profanen Tanz.&amp;lt;ref&amp;gt;Frits Staal: &amp;#039;&amp;#039;The meaninglessness of ritual.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Numen.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, Nummer 1, 1979, S. 2–22, hier S. 3 f.; 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon indische Philosophen, die keine Effekte der vedischen Rituale erkennen konnten, postulierten, dass diese nur „unsichtbare Früchte“ mit posthumer Wirkung zeigten.&amp;lt;ref&amp;gt;Frits Staal: &amp;#039;&amp;#039;The meaninglessness of ritual.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Numen.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, Nummer 1, 1979, S. 2–22, hier S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings schaffe die Ausführung von Ritualen zumindest Verbundenheit unter den Ausführenden oder ein Gefühl von Zugehörigkeit, auch wenn die einzelnen Ausführenden die Bedeutung nicht (mehr) kennen. Staal sieht in diesen Wirkungen des Rituals jedoch nur &amp;#039;&amp;#039;useful side-effects&amp;#039;&amp;#039;. Gerade der Konservatismus und die Rigidität, mit denen unverständliche Rituale überliefert werden und mit denen an ihnen festgehalten wird, spreche gegen ihre pragmatische Nützlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Frits Staal: &amp;#039;&amp;#039;The meaninglessness of ritual.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Numen.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, Nummer 1, 1979, S. 2–22, hier S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religiöse Rituale ==&lt;br /&gt;
Rituale sind häufig im Bereich der [[Religion]] verankert (&amp;#039;&amp;#039;hierzu siehe ausführlicher:&amp;#039;&amp;#039; [[Ritus#Religiöse Riten|Religiöse Riten]] und [[Religionssoziologie#Ritual|Grundbegriffe der Religionssoziologie]]). Das religiöse Ritual hat dem schwedischen Religionswissenschaftler [[Geo Widengren]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Religionsphänomenologie.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 1969, S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt; zufolge eine enge Verbindung zum [[Mythos]]. Derartige Rituale fördern den Zusammenhalt religiöser Gruppen. So ergab die Auswertung von Daten über 83 US-amerikanische [[Glaubensgemeinschaft|Religionsgemeinschaften]] aus dem 19. Jahrhundert, dass Religionsgemeinschaften desto langlebiger sind, je stärker sie von Ritualen und festen Verhaltensregeln bestimmt sind. &amp;#039;&amp;#039;Der Ritus ist die Mitte, das Herz der Religion&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Dirschauer: &amp;#039;&amp;#039;Rituale – Oasen im Leben. Mit einem Glossar zu Festtags- und Alltagsriten.&amp;#039;&amp;#039; Donat Verlag, Bremen 2014, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für weltliche Gemeinschaften lässt sich ein solcher Zusammenhang angeblich nicht feststellen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gehirn &amp;amp; Geist.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1–2, 2005. [https://www.spektrum.de/magazin/gehirn-und-geist/ (gehirnundgeist.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöse Rituale spielen besonders in [[Traditionelle Gesellschaft|traditionellen Gesellschaften]] eine herausragende Rolle: Sie sollen den Menschen immer wieder bewusst machen, dass Abweichungen von der überlieferten Lebensweise keine Überlebenssicherheit bieten und daher nicht geduldet werden dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Kött: &amp;#039;&amp;#039;Systemtheorie und Religion: mit einer Religionstypologie im Anschluss an Niklas Luhmann.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2003, ISBN 3-8260-2575-X, S. 323.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heilungsrituale ==&lt;br /&gt;
Heilungsrituale sind ein Bereich alternativmedizinischer Behandlungsmethoden, zu denen in vielen Kulturen [[Besessenheit]]skulte zur Heilung eines Patienten gehören, der nach dem Volksglauben von einem krankmachenden Geist befallen sein soll. Die Prozeduren des Potenzierungsverfahrens in der [[Homöopathie]], das eine selektive Steigerung erwünschter Wirkungen behauptet, jedoch naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Grundprinzip der [[Evidenzbasierte Medizin|evidenzbasierten Medizin]] widersprechen, folgen einem streng festgelegten Ablauf und werden als „rituell“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz-923310&amp;quot;&amp;gt;„Die Herstellung der Homöopathika unterliegt strengsten rituellen Vorschriften.“ {{Internetquelle |autor=[[Colin Goldner]] |url=http://www.sueddeutsche.de/wissen/teil-homoeopathie-heilung-nach-dem-aehnlichkeitsprinzip-1.923310 |titel=Homöopathie – Heilung nach dem Ähnlichkeitsprinzip |werk=[[Süddeutsche Zeitung|sueddeutsche.de]] |datum=2010-06-08 |abruf=2014-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach stellt sowohl die Herstellung als auch die tägliche Einnahme von [[Globuli]] eine alternativmedizinische Methode dar, bei der Rituale ein integraler Bestandteil sind. Heilungsrituale sind allgemein in der Naturheilkunde ein wesentlicher Faktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arzt-Patient-Interaktion mit ihren festgelegten gegenseitigen Erwartungen, Rollen, Abläufen, Kulissen und Symbolen hat insgesamt ritualhaften Charakter, dessen Einfluss in der Placebo-Forschung erfasst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialwissenschaftliche und psychologische Forschung und Praxis ==&lt;br /&gt;
Mit Ritualen beschäftigen sich eine Reihe von [[Sozialwissenschaften]], unter anderen die [[Ethnologie]], die [[Soziologie]], die [[Psychologie]], die [[Pädagogik]], die Religionswissenschaft und die [[Politikwissenschaft]]en. Die [[Geschichtswissenschaft|Geschichtsforschung]] widmet sich unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[symbolische Kommunikation]]&amp;#039;&amp;#039; der systematischen historischen Ritualforschung. Ethnologisch sind beobachtbare Rituale vielfach ein Einstieg in die Erforschung von [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Stammeskulturen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziologisch lassen sich Rituale in allen [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaften]] beobachten. Beispielsweise ermöglichen [[Macht]]-, Unterwerfungs- oder [[Kampf]]rituale die Klärung oder Festigung sozialer [[Rangordnung]]en und vermeiden gleichzeitig verlustreiche physische Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe (vgl. [[Ritualisierung (Biologie)|Ritualisierung im Tierreich]]). [[Übergangsritus|Übergangsriten]] dienen der Regelung des Zugangs zu höheren Rang- oder Ansehensstufen innerhalb einer gesellschaftlichen Hierarchie. Dabei sind Rituale einem ständigen [[Sozialer Wandel|Wandel]] unterworfen. Sie erneuern sich und treten in veränderter Gestalt in die gewandelte gesellschaftliche Wirklichkeit. So lassen sich etwa moderne soziale Rituale in gesellschaftlichen Kontexten wie dem [[Sport]], dem [[Star (Person)|Personenkult]], der [[Jugendkultur]] und der [[Werbung]] erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Geschlechterordnung|Geschlechterverhältnis]] spielen Rituale eine bedeutende Rolle. Übergangsriten sorgen für den Eintritt der Mädchen und Jungen in die Welt der Frauen und Männer und heben häufig die Unterschiede zwischen den Geschlechtern hervor. Für Mädchen gibt es – ausgenommen in matrilinearen Gesellschaften – signifikant weniger Rituale als für Jungen. Rituale und Ritualisierungen werden in der [[Gender Studies|Genderforschung]] gemäß ihrer Handlungsorientierung im Konzept des [[Doing Gender]] besprochen. Ähnlich wie andere Soziale und Befreiungs-Bewegungen haben auch die Frauenbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts eigene, identitätsbestärkende Rituale entwickelt, beispielsweise für Aktionen und Frauenfeste.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cäcilia Rentmeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Frauenfeste als Initiationsritual&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;7 Passages between Life and Death.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.cillie-rentmeister.de/themen/rituale-als-soziales-drama (cillie-rentmeister.de] abgerufen am 29. August 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rituale sind [[Kommunikationspsychologie|kommunikative Handlungen]] innerhalb einer Gruppe, wobei die beteiligten Personen in der Regel Sender und Empfänger der dabei gesprochenen Texte sind ([[Autokommunikation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rituale als Zwangshandlungen ===&lt;br /&gt;
Medizinisch relevant sind individuelle Zwangsrituale ([[Zwangshandlung]]en), die im Zusammenhang mit [[Zwangsstörung]]en von den Betroffenen gegen ihren [[Wille]]n praktiziert werden. Sie dienen dazu, Angst und Anspannung (zumindest kurzfristig) abzubauen, die durch bedrohliche Zwangsgedanken und [[Zwangsimpulse]] ausgelöst werden. Die Zwangshandlungen können zu einer Art Zwangsritual ausgebaut werden, bei dem verschiedene Handlungen nacheinander in genau der gleichen Weise durchgeführt werden müssen. Glaubt der Betroffene, einen Fehler gemacht zu haben, muss das Ritual meist von Anfang an wiederholt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rituale in der Psychotherapie ===&lt;br /&gt;
Auch in der [[Psychotherapie]] spielen Rituale eine wichtige Rolle. Sie sind in sozialen, partnerschaftlichen und familiären Beziehungen von großer Bedeutung und fördern und stabilisieren Bindungen, Gemeinsamkeiten, Harmonie, Kommunikation und Intimität. Mit ihrer Hilfe können Ordnungen wiederhergestellt werden, wo sie nicht mehr als Struktur vorhanden sind. Auch die struktur- und bedeutungsstiftende Kraft von Ritualen für den sozialen Zusammenhalt von Gruppen soll im therapeutischen Raum nutzbar gemacht werden. Auf symbolische Weise wird der Kern der Gesamtproblematik herausgearbeitet. Rituale und symbolische Handlungen (zum Beispiel eine Versöhnungsgeste) unterstützen den Therapieerfolg etwa in der [[Familientherapie]] und können einen bindungsverstärkenden Einfluss in der [[Partnerschaft|Paarbeziehung]] ausüben.&amp;lt;ref&amp;gt;Anke Birnbaum: &amp;#039;&amp;#039;Rituale – Ihre Bedeutung für die Paarbeziehung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Online-Familienhandbuch.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.familienhandbuch.de/familie-leben/partnerschaft/gelingend/RitualeihreBedeutungfuerdiePaarbeziehung.php (familienhandbuch.de)] (abgerufen am 15. Mai 2020)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rituale in der vorschulischen Pädagogik ===&lt;br /&gt;
Rituale haben im komplexen System verschiedener sozialer [[Interaktion]]en in der [[Kinderkrippe]] oder im [[Kindergarten]] die Funktion, dem jungen Kind Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Es ermöglicht dem Kind das Gefühl, einen Teil des pädagogischen Alltags selbst aktiv mitgestalten und kontrollieren zu können. Rituale strukturieren den Tagesablauf im normalen Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Beispiele können sein:&lt;br /&gt;
* Tischspruch oder Tischgebet vor der Mahlzeit: wenn eine Handlung (Beginn der Mahlzeit) mit einem Ritual verknüpft ist, erleichtert es Kindern, mit dem gemeinsamen Beginn zu warten, bis alle Kinder am Tisch sitzen und mit dem Tischspruch begonnen werden kann&lt;br /&gt;
* verschiedene eingeübte Rituale während einer Kindergeburtstagsfeier unterstützen die Bereitschaft zur Teilnahme&lt;br /&gt;
* Zähneputzen, Händewaschen und andere ritualisierte Handlungen fördern, dass Hygienemaßnahmen nicht vergessen werden&lt;br /&gt;
* Pädagogische Programmelemente wie Vorlesen, Fingerspiele oder Singen zum Beispiel während des [[Stuhlkreis]]es oder zu anderen festgelegten Anlässen können ebenfalls ritualisiert erfolgen und fördern das Geborgenheitsgefühl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je kleiner die Kinder sind, desto wichtiger ist dieser äußere Rahmen einer Programmgestaltung, da Kinder im Vorschulalter den Sinn von Regeln noch nicht begreifen und verinnerlichen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rituale in der Schulpädagogik ===&lt;br /&gt;
Früher waren Rituale im Schulalltag gang und gäbe (zum Beispiel Aufstehen, wenn der Lehrer den Klassenraum betritt; Morgengebet). Zunehmend wird auch in der neueren [[Schulpädagogik]], insbesondere in der [[Grundschule]], bewusst mit Ritualen gearbeitet, um den Unterricht zu strukturieren und lebendiger zu machen. Die Einsatzmöglichkeiten von Ritualen in der Schule sind sehr vielfältig. Im Sinne eines effektiven Klassenmanagements bieten sie vielfältige Möglichkeiten, um die aktuellen Lehr- und Lernprozesse reibungsloser und angenehmer ablaufen zu lassen. Man unterscheidet Rituale zum Unterrichtsanfang, Ruherituale, fachbezogene Rituale, konflikthemmende Rituale, Feedbackrituale und Abschlussrituale.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kai Uwe Wollenweber, Lara Walter |Titel=Rituale in der Schule |Verlag= |Datum=2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rituale schaffen jedoch auch „kalkulierbare Verhaltenserwartungen für Lehrer und Schüler, sie dienen der Demonstration der Macht der Institution, aber auch der Kanalisierung der Triebpotentiale des Lehrers und der Formierung und Unterdrückung der Interessen, Phantasien und motorischen Bedürfnisse der Schüler“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hilbert Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Unterrichtsmethoden. II: Praxisband&amp;#039;&amp;#039;. Cornelsen Verlag, 1990, S. 191.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rituale in der Politik ===&lt;br /&gt;
Auch in der [[Politik]] spielen Rituale von jeher eine bedeutende Rolle. In jüngerer Zeit sind besonders die inszenierten Rituale der Weltanschauungsdiktaturen des 20. Jahrhunderts aufgefallen: die Moskauer Paraden zum [[1. Mai]], der „[[Saluto romano|Römische Gruß]]“ der italienischen [[Faschismus|Faschisten]], die „Fahnenweihen“ der [[Nationalsozialismus|Nazis]] am [[9. November]] und viele andere mehr. Der US-amerikanische Politologe [[Murray Edelman]] (1919–2001) hat in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Politik als Ritual&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;The Symbolic Uses of Politics.&amp;#039;&amp;#039; [[University of Illinois]], 1964; deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Politik als Ritual. Die symbolische Funktion staatlicher Institutionen und politischen Handelns.&amp;#039;&amp;#039; Campus-Verlag, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-593-32512-8 (Neuauflage 2005: ISBN 3-593-37751-9).&amp;lt;/ref&amp;gt; einem Klassiker der politischen Kommunikationsforschung, den Standpunkt zur Geltung gebracht, dass auch moderne [[Demokratie]]n Rituale zu [[Propaganda|propagandistischen]] Zwecken einsetzen. Er geht dabei insbesondere auf den „mythisierenden“ Gebrauch von Ritualen ein, also den Ersatz des eigentlich notwendigen oder verlangten politischen Handelns durch ritualisierte (Schein-)Maßnahmen und Debatten, die nur den Eindruck erwecken, dass etwas geschieht, obwohl die zugrunde liegenden Probleme in Wirklichkeit ungelöst bleiben. So können [[Wahlrecht|Wähler]] durch „bloß symbolische“ Rituale (im Sinne öffentlichkeitswirksamer Auftritte, Ankündigungen und Scheinhandlungen) gewonnen oder überzeugt werden, auch wenn die tatsächliche Politik ihren Interessen rein sachlich betrachtet nicht oder zumindest nicht in dem angenommenen Maße dient. Die starke Abhängigkeit politischen Handelns in demokratischen Systemen von der Öffentlichkeitswirkung begünstigt diese [[Entwicklung]]. Das „Ritual“ in Edelmans Definition wird auf diese Weise zu einer Art „Selbstzweck“ der Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rituale und Massenmedien ===&lt;br /&gt;
Gregor Goethals vertritt die Ansicht, dass es sich beim Fernsehen um eine Art Ritualisierung handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor Goethals: &amp;#039;&amp;#039;Ritual und die Repräsentation von Macht in Kunst und Massenkultur.&amp;#039;&amp;#039; In: Andréa Belliger, David Krieger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Opladen/Wiesbaden 1998, Vorwort&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach [[Jean Baudrillard]] hat das Fernsehen die Rolle übernommen, die Wirklichkeit zu „inszenieren“ und ein Regime der „Simulation“ zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Baudrillard: &amp;#039;&amp;#039;Agonie des Realen.&amp;#039;&amp;#039; Merve, Berlin 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere Nachrichten seien nicht mehr die wahrhaftigen Widerspiegelungen der Ereignisse, sondern nach publikumswirksamen und dramaturgischen Gesichtspunkten zusammengestellte und inszenierte Darstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Publizistik- und Medienwissenschaftler sehen nicht nur die Ritualisierung im Fernsehen, sondern auch eine Auswirkung des Fernsehens und der übrigen Massenmedien auf den Alltag: „Wenn um 20 Uhr der Gong ertönt, beginnt keine Sendung, sondern ein Ritual, denn die [[Tagesschau (ARD)|Tagesschau]] ist eine Institution, fester betoniert als der arbeitsfreie Sonntag.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Meyn: &amp;#039;&amp;#039;Massenmedien in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2001, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche geregelten Wiederholungen synchronisieren die Lebenszeit des Menschen (etwa das Abendessen nach der täglichen Tagesschau).&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Günter: &amp;#039;&amp;#039;Medien – Ritual – Religion.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rituale Romanum]]&lt;br /&gt;
* [[Ritualmagie]]&lt;br /&gt;
* [[Brauch]], [[Umgangsformen]], [[Gewohnheit]]&lt;br /&gt;
* [[Liturgie]]&lt;br /&gt;
* [[Tempelarbeit]] ([[Freimaurerei]])&lt;br /&gt;
* [[Konditionierung]]&lt;br /&gt;
* [[Äquatortaufe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Dirschauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Rituale – Oasen im Leben. Mit einem Glossar zu Festtags- und Alltagsriten,&amp;#039;&amp;#039; Donat Verlag, Bremen 2014, ISBN 978-3-943425-25-3.&lt;br /&gt;
* [[Gerd Althoff]], [[Jutta Götzmann]], [[Matthias Puhle]], [[Barbara Stollberg-Rilinger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spektakel der Macht. Rituale im Alten Europa 800–1800. Katalog zur Ausstellung vom 21. September 2008 bis zum 5. Januar 2009 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; Primusverlag, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-89678-634-0 ([http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-2-094 Rezension]).&lt;br /&gt;
* Claus Ambos, Stephan Hotz, Gerald Schwedler, [[Stefan Weinfurter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Rituale. Von der Antike bis heute.&amp;#039;&amp;#039; 2., unveränderte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-18701-6.&lt;br /&gt;
* Andréa Belliger, David J. Krieger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 1998, ISBN 3-531-13238-5.&lt;br /&gt;
* Falk Bretschneider, [[Peer Pasternack]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Akademische Rituale. Symbolische Praxis an Hochschulen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hochschule Ost. Leipziger Beiträge zu Hochschule und Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. 8,3/4). Leipzig 1999, ISBN 3-9806319-3-1.&lt;br /&gt;
* John Marshall Carter, [[Arnd Krüger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ritual and record: sports records and quantification in pre-modern societies&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Contributions to the study of world history.&amp;#039;&amp;#039; Band 17). Greenwood, Westport (Conn.) 1990, ISBN 0-313-25699-3.&lt;br /&gt;
* Rimtautas Dapschauskas: &amp;#039;&amp;#039;Der evolutionäre Ursprung von Ritualen. Eine disziplinübergreifende Synthese des aktuellen Forschungsstandes aus archäologischer Perspektive.&amp;#039;&amp;#039; Propylaeum, Heidelberg 2023, ISBN 978-3-96929-222-8, [[DOI:10.11588/propylaeum.1202]] (Open Access).&lt;br /&gt;
* Burckhard Dücker: &amp;#039;&amp;#039;Rituale. Formen – Funktionen – Geschichte. Eine Einführung in die Ritualwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Metzler, Stuttgart u. a. 2006, ISBN 3-476-02055-X.&lt;br /&gt;
* [[Mary Douglas]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritual, Tabu und Körpersymbolik. Sozialanthropologische Studien in Industriegesellschaft und Stammeskultur&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-10-815601-2.&lt;br /&gt;
* [[Marian Füssel]]: &amp;#039;&amp;#039;Gelehrtenkultur als symbolische Praxis. Rang, Ritual und Konflikt an der Universität der Frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 2006.&lt;br /&gt;
* [[Arnold van Gennep]]: &amp;#039;&amp;#039;Les rites de passage.&amp;#039;&amp;#039; Nourry, Paris 1909. (Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Übergangsriten.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Französischen von Klaus Schomburg. Mit einem Nachwort von Sylvia Schomburg-Scherff. Campus, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-593-36248-1).&lt;br /&gt;
* Gregor Goethals: &amp;#039;&amp;#039;Ritual und die Repräsentation von Macht in Kunst und Massenkultur.&amp;#039;&amp;#039; In: Andréa Belliger, David Krieger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Opladen/Wiesbaden 1998.&lt;br /&gt;
* Judith Hangartner, Ueli Hostettler, Anja Sieber Egger, Angelica Wehrli (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alltag und Ritual: Statusübergänge und Ritualisierungen in sozialen und politischen Feldern.&amp;#039;&amp;#039; Seismo Verlag Sozialwissenschaften und Gesellschaftsfragen, Zürich 2012, ISBN 978-3-03777-117-4.&lt;br /&gt;
* Daniel B. Lee: &amp;#039;&amp;#039;Ritual and the Social Meaning and Meaninglessness of Religion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Welt.&amp;#039;&amp;#039; Band 56, Heft 1, 2005, {{ISSN|0038-6073}}, S. 5–16.&lt;br /&gt;
* [[Lukas Radbruch]]: &amp;#039;&amp;#039;Rituale und Hirnforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leidfaden]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 2, 2013, S. 10–13.&lt;br /&gt;
* [[Roy Rappaport|Roy A. Rappaport]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritual and Religion in the Making of Humanity&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1999, ISBN 0-521-22873-5.&lt;br /&gt;
* [[Harald Schmid (Politikwissenschaftler)|Harald Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Rituale&amp;#039;&amp;#039;. In: Martin Sabrow, Achim Saupe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Historische Authentizität.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2022, S. 425–434.&lt;br /&gt;
* Barbara Stollberg-Rilinger: &amp;#039;&amp;#039;Rituale.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-593-39956-0 ([http://www.sehepunkte.de/2014/04/24371.html Rezension in: sehepunkte, 14 (2014), Nr. 4]).&lt;br /&gt;
* [[Victor Turner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Ritual. Struktur und Anti-Struktur.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Campus-Bibliothek&amp;#039;&amp;#039;). Neuauflage. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-593-37762-4.&lt;br /&gt;
* Iwar Werlen: &amp;#039;&amp;#039;Ritual und Sprache. Zum Verhältnis von Sprechen und Handeln in Ritualen&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftsrituale.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gegenworte – Hefte für den Disput über Wissen.&amp;#039;&amp;#039; Heft 24). Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wozu braucht es Rituale? Kulturwissenschaftliche und neurobiologische Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; 14. Berliner Kolloquium der [[Daimler und Benz Stiftung|Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung]] und des SFB 619 „Ritualdynamik“ am 20. Mai 2010. ({{Webarchiv |url=http://www.daimler-benz-stiftung.de/cms/index.php?page=bk14-bericht |text=www.daimler-benz-stiftung.de |archive-is=20130217}})&lt;br /&gt;
* G. Klingbeil: [http://www.bibelwissenschaft.de/nc/wibilex/das-bibellexikon/details/quelle/WIBI/referenz/33518/ &amp;#039;&amp;#039;Ritual.&amp;#039;&amp;#039;] In: Michaela Bauks, Klaus Koenen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet.&amp;#039;&amp;#039; (WiBiLex) 2010.&lt;br /&gt;
* Videoserie &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Rituale&amp;#039;&amp;#039; des Sonderforschungsbereichs „Ritualdynamik“ der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] auf [[DFG Science TV]]. [http://www.dfg.de/service/dfg_bewegt/dfgscience_tv/ (www.dfg.de)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4050164-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritual| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsethnologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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