<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rigveda</id>
	<title>Rigveda - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rigveda"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Rigveda&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-05T22:04:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Rigveda&amp;diff=3092&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: /* Gliederung und Inhalt */ ‚‘</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Rigveda&amp;diff=3092&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-10T12:35:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gliederung und Inhalt: &lt;/span&gt; ‚‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rigveda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Vedische Sprache|Vedisch]], {{saS|ऋग्वेद|ṛgveda}} m., aus &amp;#039;&amp;#039;{{lang|sa-Latn|veda|de=Wissen}}&amp;#039;&amp;#039;, und {{IAST|&amp;#039;&amp;#039;ṛc&amp;#039;&amp;#039;|sa}}, deutsch ‚Verse‘) ist der älteste Teil der vier [[Veda|Veden]] und zählt damit zu den wichtigsten Schriften des [[Hinduismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird der Begriff für die [[Samhita|Rigvedasamhita]], den Kern des Rigveda, verwendet, wenngleich dieser eigentlich eine größere Textsammlung umfasst. Die Rigvedasamhita ist eine Sammlung von 1028 (nach anderen Zählungen 1017) Hymnen, eingeteilt in zehn Bücher, &amp;#039;&amp;#039;[[Mandala]]s&amp;#039;&amp;#039; (Liederkreise) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den vier Veden gehören neben dem Rigveda noch [[Sama Veda|Samaveda]], [[Yajur Veda|Yajurveda]] sowie [[Atharva Veda|Atharvaveda]]. Alle hinduistischen Religionen akzeptieren die Unantastbarkeit dieser vier Veden, jedoch rechnen einzelne Glaubensrichtungen individuell oft noch weitere Schriften hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Rigveda besteht wie alle Veden aus mehreren Textschichten, von denen die [[Samhita]]s mit den Hymnen die älteste bilden. Die [[Brahmanas]], die folgende Textschicht, bestehen vor allem aus Ritualtexten. Dann kommen die [[Aranyakas]] genannten Waldtexte, und schließlich die [[Upanishaden]], welche größtenteils philosophische Abhandlungen enthalten. Während die Sprache der Hymnen [[Vedische Sprache|vedisch]] ist, sind die letzten Schichten in [[Sanskrit]] geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer und geographischer Kontext ==&lt;br /&gt;
Die Entstehungszeit der Rksamhita liegt im Dunklen und ist daher seit jeher Gegenstand von Spekulationen. Spekulationen, die aufgrund astronomischer Angaben in der Rigveda diese auf 6000–4000, 8000 oder gar 12.000 v.&amp;amp;nbsp;Chr., oder aufgrund geologischer Angaben bis ins [[Pliozän]] zurück datieren, sind mit den heutigen Erkenntnissen über die Sprachgeschichte und mit der im Rigveda vorausgesetzten Gesellschaftsstruktur angesichts archäologischer Befunde unvereinbar. Nach dem derzeitigen Stand der [[Indogermanistik]] und [[Indologie]] erscheint eine Entstehungszeit in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrtausends v. Chr. als wahrscheinlich, wobei die Bücher II bis IX früher entstanden sind als Buch I und&amp;amp;nbsp;X. Einzelne Hymnen können noch einige Jahrhunderte älter sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Mylius]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der altindischen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2003, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Schichten, die &amp;#039;&amp;#039;Rigveda [[Samhita]]&amp;#039;&amp;#039;, zählen zu den ursprünglichsten [[Text]]en in einer [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen Sprache]], vielleicht von ähnlichem Alter wie Texte in der [[Hethitische Sprache|hethitischen Sprache]].&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Mercer Dorson: &amp;#039;&amp;#039;History of British Folklore&amp;#039;&amp;#039;, 1999, ISBN 978-0-415-20477-4, S.&amp;amp;nbsp;126.&amp;lt;/ref&amp;gt; Philologische und [[Historische Linguistik|linguistische]] Beweise weisen darauf hin, dass der Großteil der Rigveda Samhita in der nordwestlichen Region des indischen Subkontinents entstand, höchstwahrscheinlich zwischen 1500 und 1200&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Gavin D. Flood: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Hinduism.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, 1996, S.&amp;amp;nbsp;37&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Witzel: &amp;#039;&amp;#039;Early Sanskritization: Origin and Development of the Kuru state.&amp;#039;&amp;#039; (1995), S.&amp;amp;nbsp;4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;David W. Anthony: &amp;#039;&amp;#039;The Horse The Wheel And Language. How Bronze-Age Riders From the Eurasian Steppes Shaped The Modern World.&amp;#039;&amp;#039;  Princeton University Press, 2007, S.&amp;amp;nbsp;454&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dichter dieser aus priesterlichen Familien stammenden [[Hymne]]n sind Menschen eines Volkes, die sich [[Arier]] nannten. Ihre Sprache ist dem [[Avestisch]]en und [[Altpersische Sprache|Altpersischen]] verwandt; auch inhaltlich berühren sich die Gedichte des Rigveda und die älteste sakrale Poesie des [[Iran]]. Während der Entstehungszeit des Rigveda sollen die Indoarier in das [[Indus]]tal, den heutigen [[Punjab]], eingewandert sein. In Afghanistan und im westlichen Punjab war das von der Viehzucht abhängige Volk auf Regen sowie auf Wasser aus Flüssen angewiesen, insbesondere zur Zeit der Schneeschmelze. Daher werden in vielen Hymnen immer wieder der lebenspendende Regen und seine Bringer, die Sturmgötter, besungen, die &amp;#039;&amp;#039;Maruts&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Rigvedic geography.jpg|mini|Geographie des Gebietes, in dem der Rigveda entstanden ist; der rigvedische Name Sindhu entspricht dem heutigen Indus]]&lt;br /&gt;
In RV 10,75 &amp;#039;&amp;#039;An die Flüsse&amp;#039;&amp;#039; werden 18 Flussläufe, interessanterweise in der Reihenfolge von Osten nach Westen, dann von Norden nach Süden, mit ihren rigvedischen Namen aufgelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Witzel, Toshifumi Goto: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda. Erster und Zweiter Liederkreis.&amp;#039;&amp;#039; S. 432.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter ihnen sind es vor allem der Sindhu (Indus) und seine Nebenflüsse, die von den Sängern wegen ihrer Wassermenge gepriesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vedischen Stämme sollen Halbnomaden gewesen sein, die über Ochsenkarren, Pferdegespanne und Bronzewaffen verfügten. Die Opferzeremonien erfolgten in der freien Natur. Im Gegensatz zum späteren Hinduismus sollen sie nicht über Götterbilder oder Statuen verfügt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung und Inhalt ==&lt;br /&gt;
Während der erste Liederkreis die Werke von 15 [[Rishi]]s enthält, stellen die Mandalas oder Liederkreise zwei bis sieben das Traditionsgut bestimmter Familien oder Clans dar, die die Dichtkunst generationsweise weitergaben. Diese sogenannten ‚Familienliederkreise‘ enthalten den ältesten Kern des Rigveda. Die Liederkreise eins und zehn gelten entsprechend als jünger. Der neunte Liederkreis befasst sich ausschließlich mit Liedern, die mit der Herstellung des [[Soma (Getränk)|Somatrankes]] und des Somaopfers verknüpft sind. Beim zehnten Liederkreis sind Gruppenlieder und Einzellieder zusammengefasst, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen oder zu bestimmten, besonderen Anlässen gedichtet wurden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Rigveda MS2097.jpg|mini|Rigveda auf Papier, frühes 19. Jh., Sanskrit mit roten Betonungszeichen für den vedischen Tonakzent]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Liederkreis !! Familie !! Anzahl der Lieder&amp;lt;ref&amp;gt;K. F. Geldner: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Übersicht XXIII – XXVIII&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erster Liederkreis || Verschiedene Verfasser|| 191&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zweiter Liederkreis || Buch der Grtsamadas|| 43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dritter Liederkreis || Buch der Visvamitras || 62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vierter Liederkreis || Buch der Vamadevas || 58&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fünfter Liederkreis || Buch der Atris || 87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sechster Liederkreis || Buch der Bharadvajas || 75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Siebter Liederkreis || Buch der Vasisthas || 104&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Achter Liederkreis|| Buch kleiner Dichtergruppen || 103&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Neunter Liederkreis || Soma-Pavamana-Lieder || 114&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zehnter Liederkreis || Der große Nachtrag || 84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ||Einzellieder || 107&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rigveda enthält jene Texte, die für den &amp;#039;&amp;#039;Hotri&amp;#039;&amp;#039; („Rufer“), einen der Priester im vedischen [[Opfer (Religion)|Opferkult]], von Bedeutung sind. Es sind Loblieder an Götter wie [[Agni]], [[Indra]] oder [[Varuna (indische Gottheit)|Varuna]]. Diese gab es, unter ähnlichen oder ganz unterschiedlichen Namen, auch bei anderen Völkern der indoeuropäischen bzw. [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen Sprachgruppe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Shatapatha Brahmana]] besteht der Rigveda aus 432.000 Silben, was der Anzahl der &amp;#039;&amp;#039;muhurtas&amp;#039;&amp;#039; (1 Tag hat 30 &amp;#039;&amp;#039;muhurtas&amp;#039;&amp;#039;) in 40 Jahren entspricht.&lt;br /&gt;
Diese Aussage betont die den [[Veda|Veden]] zugrundeliegende Philosophie einer Verbindung zwischen Astronomie und Religion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gottheiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jhalrapatan Surya Statue.jpg|mini|Sonnengott Surya]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt der Rigveda-Religion stehen das Feuer- und das Tieropfer. Daher sind die ersten Hymnen eines jeden Liederkreises an [[Agni]] gerichtet, den Gott des Feuers, der als Götterbote die Götterschar zum Opferplatz führt (Beispiel: RV 1,1.). Die meisten Hymnen jedoch gelten [[Indra]], der durch seine Großtaten das Wasser befreite und die Sonne, den Himmel und die Morgenröte zum Vorschein brachte (Beispiel: RV 1, 32). Er raubte einst das [[Soma (Getränk)|Soma]] und befreite die Kühe. Er gilt als großer Trinker von Soma, welches ihm unwiderstehliche Stärke verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter den Naturerscheinungen stehend werden bestimmte Gottheiten in den Hymnen angerufen:&lt;br /&gt;
[[Ushas]], die Morgenröte und Himmelstochter, welche die Dunkelheit vertreibt (Beispiele: RV 7,75-81); [[Surya]], der Sonnengott (Beispiel: RV 1,50); [[Vayu]], der Windgott (Beispiel: RV 1,134 und 135); [[Parjanya]], der Regengott, welcher zusammen mit den [[Maruts]], den Gewitterstürmen, den belebenden Regen bringt (Beispiel: RV 5,83,4). Soma, der Trank und die Pflanze werden bisweilen als Gottheiten angesprochen (RV 9. Liederkreis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Göttergruppe bilden die [[Adityas]], die Söhne der [[Aditi]]. Sie bilden eine Gruppe von sieben oder acht Göttern (später zwölf), wovon sechs namentlich genannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Witzel, Toshifumi Gotō: &amp;#039;&amp;#039;Rigveda.&amp;#039;&amp;#039; S. 455.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie stellen die Verkörperungen ethischer Prinzipien dar:&lt;br /&gt;
[[Mitra (vedischer Gott)|Mitra]], der Gott des Vertrages, wacht über die Heiligkeit des Vertragswortes; [[Varuna (indische Gottheit)|Varuna]], der Gott des Wahrheitswortes, ist der Erhalter von Recht und Ordnung im Kosmos, auf Erden und in der Gesellschaft; [[Aryaman]], der Gott des Gastvertrages, wacht über die Gastfreundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schutzgöttern, die in der Not angerufen werden, zählen die göttlichen Zwillinge, die [[Ashvins]]. Sie werden in etlichen Hymnen um Hilfe angerufen oder es wird ihnen für wunderbare Errettungen und Heilungen gedankt (Beispiel: RV 1,157,4 oder RV 1,158,3). Oft werden in den einzelnen Hymnen mehrere Gottheiten zusammen angerufen, und es gibt einzelne Hymnen, die sich an alle Götter wenden (Beispiele: RV 7,34 – 55).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Hymnen ==&lt;br /&gt;
Während die meisten Hymnen an eine oder mehrere Gottheiten gerichtet sind, gibt es auch solche, in denen Aussagen über die Entstehung und die Ordnung der Welt erfolgen. So heißt es in RV. 10,90:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=# Tausendköpfig, tausendäugig, tausendfüßig ist [[Purusha|Purusa]]; er bedeckte vollständig die Erde und erhob sich noch zehn Finger hoch darüber.&lt;br /&gt;
# Purusa allein ist diese ganze Welt, die vergangene und die zukünftige, und er ist der Herr über die Unsterblichkeit (und auch über das), was durch Speise noch weiter wächst.&lt;br /&gt;
# Solches ist seine Größe und noch gewaltiger als dies ist Purusa. Ein Viertel von ihm sind alle Geschöpfe, drei Viertel von ihm ist das Unsterbliche im Himmel.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;K. F. Geldner: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda II. Buch.&amp;#039;&amp;#039; S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Idee des Purushas wird in den [[Upanischaden]], die viele Jahrhunderte später entstanden sind, weiter ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vers 12 dieser Hymne findet sich der erste Hinweis zum [[Kaste]]nsystem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sein Mund ward zum [[Brahmanen]], seine beiden Arme wurden zum [[Kshatriyas]] gemacht, seine beiden Schenkel zum [[Vaishya]], aus seinen Füßen entstand der [[Shudra]].&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;K. F. Geldner: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda. II. Buch.&amp;#039;&amp;#039; S. 288 (Schreibweise der Gegenwart angepasst).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wird im gesamten Rigveda nur hier so deutlich ausgesprochen. Obwohl es ein spätes Buch ist, kann man davon ausgehen, dass zu dieser Zeit das Kastensystem im sozialen Leben noch nicht voll entwickelt war. Bemerkenswert ist hier die mythologische Legitimation von sozialen Schichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissensweitergabe ==&lt;br /&gt;
Die Texte des Rigveda sind mündlich, ohne die Kenntnis von Schrift, verfasst und über mindestens drei Jahrtausende so von Vater zu Sohn und von Lehrer zu Schüler überliefert worden. Der Glaube, dass nur das exakt rezitierte Dichterwort die in ihm wohnende Kraft hervorbringt, hat eine sonst nirgendwo zu findende, getreue Überlieferung bewirkt, welche die der klassischen oder biblischen Texte bei weitem übertrifft. Die Genauigkeit ist so groß, dass man von einer Art Tonaufnahme von etwa 1000 v. Chr. sprechen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Witzel, Toshifumi Goto: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Weltreligionen, S. 475.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wissen der Veden galt als Macht, weshalb man sie nicht verschriftlichte, selbst als es die Schrift schon gab, da man befürchtete, diese Macht könne in falsche Hände geraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich von Stietencron: &amp;#039;&amp;#039;Der Hinduismus.&amp;#039;&amp;#039; S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommentare und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert schrieb [[Sayana]] als einer der ersten einen ausführlichen Kommentar zum Rigveda. Geläufigste Ausgabe (in lateinischer Umschrift) ist die von [[Theodor Aufrecht]] (Leipzig 1861–1863). Deutsche Übersetzungen: [[Hermann Graßmann]] (Leipzig 1876, Zwei Bände, metrisch, unveränderter Nachdruck: Minerva-Verlag, Frankfurt am Main 1990), [[Alfred Ludwig (Indologe)|Alfred Ludwig]] (Prag 1876–1888, sechsbändig, Prosa) und [[Karl Friedrich Geldner]] (1923). Inzwischen liegt eine Gesamtübersetzung ins Russische von [[Tatjana Jakowlewna Jelisarenkowa|Tatjana Elizarenkova]] (Moskau 1989–1999) vor, in der die neuere Forschungsliteratur bis ca. 1990 berücksichtigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Witzel|Michael E. J. Witzel]], Toshifumi Goto: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda: Das heilige Wissen, Erster und zweiter Liederkreis&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der Weltreligionen, 2007, ISBN 978-3-458-70001-2.&lt;br /&gt;
* Salvatore Scarlata, Toshifumi Goto, Michael E. J. Witzel: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda: Das heilige Wissen, Dritter bis fünfter Liederkreis&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der Weltreligionen, 2013, ISBN 978-3-458-70042-5.&lt;br /&gt;
* [[Karl Friedrich Geldner]]: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda: Das Heilige Wissen Indiens&amp;#039;&amp;#039;, 1923, vollständige Übersetzung, neu herausgegeben von Peter Michel, Marix-Verlag, 2008, ISBN 978-3-86539-165-0.&lt;br /&gt;
* [[Wendy Doniger]] O’Flaherty: &amp;#039;&amp;#039;The Rig Veda.&amp;#039;&amp;#039; New Delhi 1994.&lt;br /&gt;
*Alfred Ludwig: Alfred Ludwigs englische Übersetzung des Rigveda (1886–1893). 1. Teil: Bücher I–V. Herausgegeben von Raik Strunz. [Veröffentlichungen der Indologischen Kommission der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. 6.] Wiesbaden 2019. ISBN 978-3-447-11306-9.&lt;br /&gt;
*Walter Slaje: &amp;#039;&amp;#039;Wo unter schön belaubtem Baume Yama mit den Göttern zecht: Zweisprachige Proben vedischer Lyrik&amp;#039;&amp;#039;. [Indologica Marpurgensia. 9.] München 2019. ISBN 978-3-87410-148-6.&lt;br /&gt;
* [[Axel Michaels]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Hinduismus.&amp;#039;&amp;#039; München 2006.&lt;br /&gt;
* Thomas Oberlies: &amp;#039;&amp;#039;Der Rigveda und seine Religion.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-458-71035-6.&lt;br /&gt;
* Jutta Marie Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Rig-Veda. Impressionen aus dem Rigveda. Hymnen der Seher und Weisen.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Raja Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-936684-12-4.&lt;br /&gt;
* [[Sri Aurobindo]], &amp;#039;&amp;#039;Vedische Hymnen&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 2022, ISBN 978-3-93-1172-53-4 &amp;lt;small&amp;gt; Der Hauptteil des Buches enthält Hymnen an Agni aus dem Rig Veda, wobei jeder Vers in der freien interpretativen Übertragung Sri Aurobindos wiedergegeben wird und dann zum Vergleich in der mehr wörtlichen Übersetzung des Indologen Karl Friedrich Geldner.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|lang=sa|ऋग्वेदः}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sacred-texts.com/hin/rigveda/index.htm sacred-texts.com] – Text des Rigveda (Englische Übersetzung)&lt;br /&gt;
* [http://www.sanskritweb.net/rigveda/ sanskritweb.net] (Rigveda in Devanagari)&lt;br /&gt;
* [http://www.thombar.de/ thombar.de] (deutsche Übersetzung)&lt;br /&gt;
* [http://www.detlef108.de/Rigveda.htm detlef108.de] (Rigveda in ITRANS, Devanagari und Transliteration)&lt;br /&gt;
* [http://www.sanskrit-lexicon.uni-koeln.de/scans/GRAScan/2014/web/webtc2/index.php sanskrit-lexicon.uni-koeln.de] Hermann Grassmans Wörterbuch zum Rigveda, 1873&lt;br /&gt;
* [https://vedaweb.uni-koeln.de/rigveda/view/index/0 VedaWeb: Rigveda in verschiedenen Editionen und Übersetzungen mit grammatischer Analyse]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschelyrik.de/index.php/vedische-lyrik.html deutschelyrik.de] Vedische Lyrik in Auszügen als Hörbuch. Ins Deutsche übersetzt von Walter Slaje. Gesprochen von Fritz Stavenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4076731-0|LCCN=n/80/17845|VIAF=180227835}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Vedisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltdokumentenerbe in der UNESCO-Region Asien und Pazifik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomischer Kalender]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
	</entry>
</feed>