<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Revisionismus</id>
	<title>Revisionismus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Revisionismus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Revisionismus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-16T10:29:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Revisionismus&amp;diff=10915&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nuuk: /* Geschichtsrevisionismus */  Quelle?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Revisionismus&amp;diff=10915&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-11-16T08:37:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichtsrevisionismus: &lt;/span&gt;  Quelle?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Revisionismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|revidēre}} „wieder hinsehen“) steht für Versuche, eine als allgemein anerkannt geltende historische, politische oder wissenschaftliche Erkenntnis und Position ([[Konsens]]) nochmals zu überprüfen, in Frage zu stellen, neu zu bewerten oder umzudeuten. Der Begriff wird sowohl von den Befürwortern als auch von den Gegnern solcher &amp;#039;&amp;#039;Revisionen&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
Der Begriff wurzelt historisch in der „Revisionismusdebatte“ (1896 ff.) der deutschen [[Sozialdemokratie]]. Er bezeichnet dort eine prinzipielle Abweichung vom ursprünglichen theoretischen [[Marxismus]]: Entgegen dessen Annahmen sei der [[Kapitalismus]] nicht durch eine [[Revolution|Sozialrevolution]] zu überwinden, sondern nur durch [[Reform]]en allmählich zu verbessern ([[Reformismus]]). In diesem Sinn bezeichneten bestimmte Richtungen des [[Kommunismus]] sinngemäß später auch den [[Stalinismus]] sowie dessen Anhänger wiederum Versuche einer [[Entstalinisierung]] als &amp;#039;&amp;#039;Revisionismus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wissenschaft allgemein und auch in [[Geschichtswissenschaft]] wird oft ohne bestimmte politische Konnotation von &amp;#039;&amp;#039;Revision&amp;#039;&amp;#039; gesprochen, wo es um Überprüfung oder Änderung eines bis dahin herrschenden Geschichtsbildes geht. Diese kritische Grundhaltung und Offenheit für neue Quellen gehört zu den Aufgaben jedes Wissenschaftlers und jedes Historikers. Die Wissenschaftstheorie des [[Kritischer Rationalismus|Kritischen Rationalismus]] macht z.&amp;amp;nbsp;B. die ständige Überprüfung bestehender Kenntnisse bei vorliegenden neuen Untersuchungen zum wesentlichen Prinzip wissenschaftlicher Arbeit. Davon unterscheiden muss man die seit 1945 tätigen [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] „Revisionisten“. Dieser Revisionismus hat das Ziel, sich selbst einen „wissenschaftlichen Status zuzuschreiben und sich selbst als wissenschaftliche Bahnbrecher neuerer Erkenntnisse“ vorzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Backes u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Extremismus und Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 8, Nomos, Baden-Baden 1996, ISBN 3-7890-4526-8, S. 75&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter diesem Revisionismusetikett wird eine [[pseudowissenschaft]]liche, methodisch auf Ignorieren von erwiesenen und Erfinden angeblicher Tatsachen beruhende Geschichtsklitterung und [[Geschichtsfälschung]] mit dem Ziel einer Erneuerung des [[Nationalismus]] betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Völkerrecht]] und in der [[Internationale Politik|internationalen Politik]] wird als [[Revisionismus (Völkerrecht)|Revisionismus]] das Bestreben bezeichnet, [[Politische Grenze|Grenzziehungen]] und andere in [[Völkerrechtlicher Vertrag|völkerrechtlichen Verträgen]] vereinbarten Regelungen zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/18146/revisionismus Revisionismus]. In: Klaus Schubert, Martina Klein: &amp;#039;&amp;#039;Das Politiklexikon.&amp;#039;&amp;#039; 7., aktual. u. erw. Auflage. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2020, Zugriff am 3. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „revisionistisch“ wurden auch Staaten bezeichnet, die eine Umkehrung einer für sie unvorteilhaften Machtverteilung anstrebten. So wurde das Deutsche Reich nach der Unterzeichnung des [[Versailler Vertrag]]es in [[Internationale Beziehungen|internationalen Beziehungen]] so genannt, und der britische Wirtschaftswissenschaftler [[Robert Skidelsky]] charakterisierte das postsowjetische Russland als eine „revisionistische Macht“.&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach: {{Webarchiv|url=http://www.foreignaffairs.org/20081001faessay87602/stephen-sestanovich/what-has-moscow-done.html |wayback=20090216152927 |text=Stephen Sestanovich: &amp;#039;&amp;#039;What Has Moscow Done? Rebuilding U.S.-Russian Relations&amp;#039;&amp;#039;}}, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Foreign Affairs]]&amp;#039;&amp;#039;, November/Dezember 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Selbstbezeichnung erschien „Revisionismus“ auch in der sozialhistorischen Wissenschaft der 1970er und 1980er Jahre, die den Stalinismus erforschte und dabei die [[Totalitarismus]]these zu revidieren versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialdemokratie ==&lt;br /&gt;
Als Revisionismus bezeichneten führende Theoretiker und Politiker der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ab 1899 Positionen ihrer innerparteilichen Gegner, die von deren bisherigen Zielen abwichen und deren Realisierung aufgaben. Hauptvertreter dieser Richtung war [[Eduard Bernstein]], der den praktischen Teil des [[Erfurter Programm]]s der SPD von 1891 verfasst hatte. Er trat nun mit der These hervor, dass die bisherige Ausrichtung auf [[Klassenkampf]] und Abschaffung des Kapitalismus durch die Realität überholt sei. Dieser habe sich als krisenfest und anpassungsfähig erwiesen, so dass die SPD nur im Rahmen der bestehenden [[Produktionsweise]] durch Sozialreformen Verbesserungen für die Arbeiter und eine allmähliche Angleichung des Lebensstandards erreichen könne („Der Weg ist mir alles, das Ziel ist mir nichts“). Als wichtigstes Publikationsorgan des sozialdemokratischen Revisionismus galten die [[Sozialistische Monatshefte|Sozialistischen Monatshefte]], die von [[Joseph Bloch (Publizist)|Joseph Bloch]] herausgegeben wurden. Bloch sah sich der SPD verbunden, die Zeitschrift war aber von der Partei unabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformerische Position wurde von der Parteimehrheit abgelehnt. Wie die Parteilinken (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Rosa Luxemburg]]) und das marxistische Zentrum (insbesondere [[Karl Kautsky]]) erklärte die Parteiführung unter [[August Bebel]] den Revisionismus als Abkehr vom damaligen SPD-Programm der revolutionären Abschaffung der [[Klassengesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;Darunter litt auch die jahrelange Freundschaft zwischen Bernstein und Kautsky, erst mit der Opposition gegen den Ersten Weltkrieg näherten sich beide wieder an. Vgl. Horst Klein: &amp;#039;&amp;#039;Zeugnis einer lebenslangen Freundschaft und geistigen Gemeinsamkeit: Der Briefwechsel von Eduard Bernstein und Karl Kautsky 1891 bis 1932&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft III/2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Gegenpositionen zum Revisionismus wurden auch als „[[orthodoxer Marxismus]]“ zusammengefasst. In der Alltagspraxis verfolgte die Mehrheit der SPD jedoch einen Kurs, der heute als [[Realpolitik]] bezeichnet wird: Sie versuchte, durch [[Kompromiss]]e mit der [[Monarchie]] Anerkennung bei den Eliten des Kaiserreichs zu finden. Im August 1914 gab sie ihre bis dahin vehement vertretene Ablehnung des Krieges innerhalb weniger Tage auf und trug die Kriegsentscheidung des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstags]] in Form der Zustimmung zu den [[Kriegskredit]]en nahezu geschlossen und für die ganze Dauer des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systemopposition wurde also hier tatsächlich „revidiert“, auch wenn sie in der Theorie und im Programm noch festgehalten wurde. Das Abweichen vom ursprünglichen Kurs wurde als moderate, pragmatische und realitätsnahe Herangehensweise mehrheitsfähig, so dass das Festhalten am ursprünglichen Kurs als extreme, radikale, unrealistische und unmoderne Minderheitsmeinung erschien. Dieses Verlassen des Vorkriegskurses begriff die linke Minderheit als „Verrat“ der Parteiziele, den aber anfangs nur sehr wenige praktisch bekämpften. Der Flügelstreit in der Partei nahm während des Krieges erst wieder zu, als hohe Kriegsopfer, die russische [[Februarrevolution 1917|Februarrevolution]], [[Streik|Massenstreiks]] und der Kriegseintritt der [[Vereinigte Staaten|USA]] die innenpolitische Lage verändert hatten. So kam es 1917 zur Abspaltung der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Unabhängigen SPD]] von der [[Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands|Mehrheits-SPD]]. Im Verlauf der [[Novemberrevolution]] spaltete sich die Linke ihrerseits nochmals, indem sich die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] gründete. Diese beanspruchte, als einzige politische Kraft der deutschen [[Arbeiterbewegung]] nicht „revisionistisch“ zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunisten nutzten den Begriff sodann zur ideologischen Abgrenzung von der Politik der SPD-Regierung unter [[Philipp Scheidemann]] und [[Friedrich Ebert]]. Der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]] diente der Begriff seit 1923 zur Abgrenzung von allen Parteien der gescheiterten [[Zweite Internationale|2. Internationale]]. Seit etwa 1925 wurde er von [[Josef Stalin|Stalins]] Propaganda synonym mit „[[Sozialfaschismus]]“ verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands]] in der 1949 gegründeten [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und das ihr unterstehende [[Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED]] galten die &amp;#039;&amp;#039;[[Sozialistische Monatshefte|Sozialistischen Monatshefte]]&amp;#039;&amp;#039; als „publizistisches Zentrum des internationalen Revisionismus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Institut für Marxismus-Leninismus beim [[Zentralkomitee der SED]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen der deutschen Arbeiterbewegung bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag, Berlin 1966, S.&amp;amp;nbsp;473&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorwurf, die SPD entferne sich von ihren Grundwerten, wurde erneut vom linken SPD-Flügel erhoben, als die Partei am 15. November 1959 das [[Godesberger Programm]] verabschiedete. Mit dieser Revision ihrer Ziele erkannte die Partei nach dem Tod ihres ersten Nachkriegsvorsitzenden [[Kurt Schumacher]] die [[soziale Marktwirtschaft]] an und vollzog den Schritt von einer [[Klientel]]-Partei der Arbeiterschaft zur [[Volkspartei (Deutschland)|Volkspartei]], die auch für bürgerliche Schichten wählbar sein wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Real existierender Sozialismus ==&lt;br /&gt;
Infolge des [[XX. Parteitag der KPdSU|XX.&amp;amp;nbsp;Parteitags der KPdSU]] von 1956 versprach KPdSU-Chef [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Chruschtschow]] eine Entstalinisierung der [[Sowjetunion]]. Daraufhin kam es zum Bruch mit der [[Volksrepublik China]]. Deren Führer [[Mao Zedong]] bezeichnete die sowjetische Staatsideologie als „modernen Revisionismus“, der sich von den ursprünglichen Zielen von [[Karl Marx]], [[Friedrich Engels]], [[Lenin]] und [[Stalin]] abgewandt habe. Er wendete also die bis dahin gültige Grenzlinie zu allen sozialdemokratischen und reformistischen Ansätzen gegen die sowjetische Machtzentrale selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese verstand ihre bedingte Abwendung von Stalin jedoch als Rückkehr zu den „wahren“ kommunistischen Zielen Lenins, der eine Demokratisierung nach erfolgreicher Sozialisierung der [[Produktionsverhältnis]]se in [[Russland]] in Aussicht gestellt hatte. Zu dieser Demokratisierung kam es jedoch damals nicht; dies wurde mit dem Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]] in [[Ungarischer Volksaufstand|Ungarn]] im selben Jahr offenkundig. Daraufhin übernahmen Teile der deutschen [[Neue Linke|Neuen Linken]] die chinesische Sprachregelung. [[Rudi Dutschke]] etwa bezeichnete den [[Staatssozialismus]] stets als „Revisionismus“, wobei er wiederum das chinesische System in diese Kritik einschloss. Für ihn waren diese „[[Realsozialismus|real existierenden]]“ Systeme weder [[Sozialismus]] noch [[Kommunismus]] noch auf dem Weg dorthin oder eine spätere „Entartung“, sondern sie verhinderten diesen für ihn strukturell ebenso wie der westliche [[Spätkapitalismus]] und [[Imperialismus]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Chinesisch-sowjetisches Zerwürfnis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtsrevisionismus ==&lt;br /&gt;
{{Neutralität}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichtsrevisionismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche, bestimmte historische Tatsachen und damit verbundene Sichtweisen der eigenen Geschichte zu revidieren, um ein wissenschaftlich anerkanntes Geschichtsbild zu bestreiten und zu verändern, gibt es in vielen Ländern. Sie sind oft eng mit politischen Zielen verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland beziehen sich Geschichtsrevisionisten vor allem auf Ereignisse im Zusammenhang beider [[Weltkrieg]]e. Sie bezweifeln, relativieren oder bestreiten unter anderem:&lt;br /&gt;
* den entscheidenden Anteil des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]] am Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914&lt;br /&gt;
* die Schuld des nationalsozialistischen Regimes am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 (siehe [[Kriegsschuldfrage]])&lt;br /&gt;
* die Helfer- und Vorbereiterrolle von Vertretern der [[Konservative Revolution|Konservativen Revolution]] beim Aufstieg der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]&lt;br /&gt;
* die [[Verbrechen der Wehrmacht]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
* Planung, Durchführbarkeit, Ausmaß und wahrheitsgetreue Überlieferung des [[Holocaust]].&lt;br /&gt;
Als gemeinsames Ziel gilt die allmähliche Rehabilitation oder Entlastung des [[Nationalsozialismus]], um einen deutschen Nationalismus zu erneuern und zu stärken. Auf deutsche Geschichte bezogener Geschichtsrevisionismus gilt daher als zentraler und einigender Bestandteil des [[Rechtsextremismus]] und der [[Neue Rechte|Neuen Rechten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;nrw&amp;quot;&amp;gt;[http://m.mik.nrw.de/verfassungsschutz/rechtsextremismus/revisionismus.html Innenministerium NRW: &amp;#039;&amp;#039;Revisionismus&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Holocaustleugnung]] gilt als Kern dieser geschichtsrevisionistischen Umdeutungsversuche. Holocaustleugner bezeichnen sich oft als „Revisionisten“, um ihren Veröffentlichungen den Anschein einer unvoreingenommenen „Revision“ historischer Tatsachen zu geben. Deshalb fassen auch anerkannte Historiker Relativieren und Leugnen des nationalsozialistischen Völkermords im Begriff „Revisionismus“ zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Historiker weisen Veröffentlichungen von Holocaustleugnern als Geschichtsklitterung, Geschichtsfälschung und [[Propaganda]] zurück und vermeiden möglichst, sie in den wissenschaftlichen Diskurs aufzunehmen. [[Ernst Nolte]]s Versuch, den Holocaust zu relativieren, indem er ihn als Reaktion auf die Verbrechen des Stalinismus erklärte, wurde jedoch ab 1986 in der damaligen [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] intensiv diskutiert. Kernthema dieses [[Historikerstreit]]s war nicht die Tatsächlichkeit, sondern die Singularität des Holocaust, die von den meisten am Streit beteiligten Historikern bestätigt wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Wladimir Putin]] begründete mit revisionistischen Ideen eines „[[Dreieiniges russisches Volk|dreieinigen russischen Volkes]]“ seinen [[Russischer Überfall auf die Ukraine 2022|Angriffskrieg gegen die Ukraine]], mit dem er ein großrussisches Reich wiederherstellen möchte. Quelle? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Revisionismus (Völkerrecht)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zionismus ==&lt;br /&gt;
Innerhalb des [[Zionismus]] entwickelte sich im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts der [[revisionistischer Zionismus|revisionistische Zionismus]], der sich vom zionistischen Mainstream, wie ihn etwa [[Chaim Weizmann]] vertrat, durch seine Gegnerschaft gegen den [[Sozialismus]], seine [[bürger]]liche Klientel und einen starken [[Nationalismus]] unterschied. Die revisionistischen Zionisten standen auf der [[Politische Rechte (Politik)|rechten Seite des politischen Spektrums]]. Ihr wichtigster Protagonist [[Wladimir Zeev Jabotinsky]] betonte die Wichtigkeit politischen und diplomatischen Kampfes einschließlich militärischer Gewalt, der er Vorrang einräumte vor kulturellen Zielen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Brenner (Historiker)|Michael Brenner]]: [https://www.bpb.de/internationales/asien/israel/44948/zionismus-nach-herzl &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des politischen Zionismus nach Herzl&amp;#039;&amp;#039;]. [[Bundeszentrale für politische Bildung]], 28. März 2008; Jan Zouplna: &amp;#039;&amp;#039;Revisionist Zionism: Image, Reality and the Quest for Historical Narrative&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Middle Eastern Studies&amp;#039;&amp;#039; 44, Heft 1 (2008), S. 3–27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb des revisionistischen Zionismus gab es die Strömung des [[Revisionistischer Maximalismus|revisionistischen Maximalismus]], die zu einer Kooperation mit dem [[NS-Staat]] bereit war. Sie wurde von Jabotinsky während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] aus der revisionistischen Bewegung gedrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ofira Gruweis-Kovalsky: &amp;#039;&amp;#039;The Revisionist Movement and the British Mandate for Palestine&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Israel Studies&amp;#039;&amp;#039; 26, Heft 3 (2021) S. 179–195, hier S. 192 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokratische Revisionismusdebatte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Damalige Schriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Online-Edition der [[Sozialistische Monatshefte|Sozialistischen Monatshefte]] 1897 bis 1933 [http://library.fes.de/sozmon/index.html]&lt;br /&gt;
* Eduard Bernstein: &amp;#039;&amp;#039;Texte zum Revisionismus&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-87831-230-X.&lt;br /&gt;
* Rosa Luxemburg: &amp;#039;&amp;#039;Sozialreform oder Revolution?&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, 1970.&lt;br /&gt;
* Karl Kautsky: &amp;#039;&amp;#039;Bernstein und das sozialdemokratische Programm. Eine Antikritik&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-8012-1097-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spätere Schriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erika König: &amp;#039;&amp;#039;Vom Revisionismus zum demokratischen Sozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Akademie-Verlag, 1964.&lt;br /&gt;
* Leopold Labedz, Erika Langen, Armin Dross: &amp;#039;&amp;#039;Der Revisionismus&amp;#039;&amp;#039;. Kiepenheuer &amp;amp; Witsch 1965.&lt;br /&gt;
* Sven Papcke: &amp;#039;&amp;#039;Der Revisionismusstreit und die politische Theorie der Reform. Fragen und Vergleiche&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, 1979, ISBN 3-17-004719-1.&lt;br /&gt;
* [[Helga Grebing]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Revisionismus. Von Bernstein bis zum Prager Frühling&amp;#039;&amp;#039;. C.&amp;amp;nbsp;H. Beck Verlag, 1987, ISBN 3-406-06995-9.&lt;br /&gt;
* Bo Gustafsson: &amp;#039;&amp;#039;Marxismus und Revisionismus&amp;#039;&amp;#039;. Europäische Verlagsanstalt, 1972, ISBN 3-434-30136-4.&lt;br /&gt;
* Rainer Eckert, Bernd Faulenbach (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Halbherziger Revisionismus. Zum postkommunistischen Geschichtsbild&amp;#039;&amp;#039;. Olzog-Aktuell GmbH, 1996, ISBN 3-7892-9360-1.&lt;br /&gt;
* Werner Billing, Kai Stahl: &amp;#039;&amp;#039;Der ‚Revisionismus‘&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Sozialwissenschaften, 2005, ISBN 3-531-13459-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leninismus versus Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historische Schriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Vladimir I. Lenin: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Revisionismus&amp;#039;&amp;#039; (Aufsätze 1914–1924), Dietz, Berlin-Ost 1959.&lt;br /&gt;
* Dzangir A. Kerimov, Hans Gerisch: &amp;#039;&amp;#039;Staatslehre und Revisionismus&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Zentralverlag 1959.&lt;br /&gt;
* Albrecht Heinze, Horst Richter: &amp;#039;&amp;#039;Lenins Kampf gegen den Revisionismus&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Angeklagt: 30 Jahre Verrat am Sozialismus. Dokumentation des Internationalen Tribunals gegen Sozialimperialismus und modernen Revisionismus am 15.3.1986 in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-88021-148-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stalinismus bzw. Maoismus versus Entstalinisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nikita S. Chruscev: &amp;#039;&amp;#039;Die proletarische Revolution und der Revisionismus Chruschtschows&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Fremdsprachige Literatur, 1964.&lt;br /&gt;
* Kurt Marko, Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien: &amp;#039;&amp;#039;Wider Antikommunismus und rechten wie linken Revisionismus und Opportunismus&amp;#039;&amp;#039;. 1970.&lt;br /&gt;
* Kommunistische Partei Chinas: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente des Kampfes der KP Chinas gegen den modernen Revisionismus. Teil III: 1963 bis 1966&amp;#039;&amp;#039;. Verlag kommunistischer und antifaschistischer Schriften V.K.S., ISBN 3-932636-46-5.&lt;br /&gt;
* Hans Koch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Lukács und der Revisionismus. Eine Sammlung von Aufsätzen&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-921810-01-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Der Revisionismus in der Sozialdemokratie|&amp;#039;&amp;#039;Der Revisionismus in der Sozialdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Politik&amp;#039;&amp;#039; (1914)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4177933-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ideologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftsleugnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialer Wandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeiterbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nuuk</name></author>
	</entry>
</feed>