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	<title>Reichskanzler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Reichskanzler&amp;diff=14649&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: Änderungen von 91.52.89.128 (Diskussion) auf die letzte Version von Invisigoth67 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-06-24T06:49:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/91.52.89.128&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/91.52.89.128&quot;&gt;91.52.89.128&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:91.52.89.128&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:91.52.89.128 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Invisigoth67&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Invisigoth67 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Invisigoth67&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichskanzler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war von 1871 bis 1945 die Amtsbezeichnung des [[Regierungschef]]s des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]]. In dieser Rolle stand er dem [[Regierung|Kabinett]] – von 1871 bis 1918 der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Reichsleitung&amp;#039;&amp;#039;, von 1919 bis 1945 der [[Reichsregierung]] – vor. Von November 1918 bis August 1919 führten die Regierungschefs den Titel &amp;#039;&amp;#039;Vorsitzender des [[Rat der Volksbeauftragten|Rates der Volksbeauftragten]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Reichsministerpräsident&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amtsbezeichnung entstammt der deutschen [[Kanzler]]tradition des [[Mittelalter]]s und der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]]. Der Reichskanzlertitel wurde darüber hinaus zuweilen auch in anderen [[Monarchie]]n Europas wichtigen Ministern verliehen, so etwa wurde dieser in [[Österreich-Ungarn]] von 1867 bis 1871 vom [[Liste der Außenminister der Habsburgermonarchie|k.&amp;amp;nbsp;u.&amp;amp;nbsp;k. Außenminister]] [[Friedrich Ferdinand von Beust]] und in [[Russisches Kaiserreich|Russland]] vom Fürsten [[Alexander Michailowitsch Gortschakow|Gortschakow]] geführt. Im Deutschen Reich nach 1871 entwickelte sich daraus eine fortlaufende Tradition, die bis heute im Titel des [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland]] nachwirkt. In [[Österreich]] wurde der [[Bundeskanzler (Österreich)|Kanzlertitel]] in der [[Erste Republik Österreich|Ersten Republik]] 1919 wieder aufgegriffen und wird seit Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in der [[Zweite Republik Österreich|Zweiten Republik]] fortgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsches Reich 1848/1849 ===&lt;br /&gt;
Während der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution von 1848/49]] errichtete die [[Frankfurter Nationalversammlung]] eine [[Provisorische Zentralgewalt]]. Im entsprechenden [[Reichsgesetz über die Einführung einer provisorischen Zentralgewalt für Deutschland|Zentralgewaltgesetz]] vom 28. Juni 1848 ist nur von Ministern die Rede, die der [[Reichsverweser]] ernennt. Der führende Minister wurde in der [[Verfassungswirklichkeit]] &amp;#039;&amp;#039;Präsident des Gesamt-Reichsministeriums&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Reichsministerpräsident&amp;#039;&amp;#039; genannt. Von September bis Dezember regierte das [[Kabinett Schmerling]] ohne offiziellen Präsidenten, aber [[Anton von Schmerling]] saß laut interner Absprache dem Ministerrat vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Paulskirchenverfassung|Frankfurter Reichsverfassung]] vom 28. März 1849 sah nur Minister oder Reichsminister vor. Der Kaiser sollte die Minister ernennen, welche die [[Staatsgewalt|Reichsgewalt]] ausüben sollten. Sie hätten eigens verantwortlich sein sollen und ein späteres Gesetz sollte diese [[Ministerverantwortlichkeit]] genauer regeln. Von einer Entlassung der Minister durch den Kaiser war nicht ausdrücklich die Rede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Reichsminister 1848/1849}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norddeutscher Bund und Deutsches Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Reichskanzler (Deutsches Kaiserreich)}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2005-0057, Otto von Bismarck.jpg|mini|[[Otto von Bismarck]], 1890, Kanzler und preußischer Ministerpräsident]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1867 wurde der Norddeutsche Bund [[Gründung des Norddeutschen Bundes|gegründet]], in dem Preußen der größte und dominierende Einzelstaat war. Im Jahr 1870 kamen durch die [[Novemberverträge]] die süddeutschen Staaten hinzu. In der Folge wurde der Bund in Deutsches Reich umbenannt. Auch andere Bezeichnungen änderten sich, wenngleich die Grundzüge des [[Politisches System|politischen Systems]] dieselben blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]] von 1867 hatte als Bundesorgane&lt;br /&gt;
* den [[Bundesrat (Deutsches Reich)|Bundesrat]] als [[Vertretung der Gliedstaaten|Vertretung der Einzelstaaten]],&lt;br /&gt;
* den [[Reichstag (Norddeutscher Bund)|Reichstag]] als gewähltes Parlament,&lt;br /&gt;
* und das [[Bundespräsidium]], das immer vom preußischen König ausgeübt wurde.&lt;br /&gt;
Das Bundespräsidium setzte einen [[Bundeskanzler (Norddeutscher Bund)|Bundeskanzler]] ein, der für die Anordnungen des Präsidiums die [[Ministerverantwortlichkeit in Deutschland|Verantwortung]] übernahm. Damit war er der einzige Bundesminister. Außerdem hatte der Bundeskanzler den Vorsitz im Bundesrat. Zwar war es nicht in der Verfassung vorgeschrieben, aber der Kanzler war gleichzeitig (meist) preußischer Ministerpräsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Staatsorganisation]] sollte die Wahl des Kanzlerbegriffs einen untergeordneten Rang dieses [[Organ (Recht)|Bundesorgans]] signalisieren, denn der neue „Kanzler“ des Bundes sollte –&amp;amp;nbsp;anders als die Regierungschefs der [[Gliedstaat|Bundesstaaten]]&amp;amp;nbsp;– eben kein vollwertiger [[Ministerpräsident]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu Katrin Stein, &amp;#039;&amp;#039;Die Verantwortlichkeit politischer Akteure&amp;#039;&amp;#039;, Mohr Siebeck, Tübingen 2009, [https://books.google.de/books?id=qA9Fy_0tY4AC&amp;amp;pg=PA598 S. 598]: „Dementsprechend unterschieden sich die Amtsverhältnisse des Reichskanzlers und der Staatssekretäre unter der [[Bismarcksche Reichsverfassung|Bismarck’schen Reichsverfassung]] nicht von den Beamtenverhältnissen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem symbolisierte der Kanzlertitel, wie in der preußischen Tradition etwa [[Karl August von Hardenberg|von Hardenbergs]], auch eine starke monarchisch-bürokratische und damit letztlich antiparlamentarische Komponente. In beidem unterschied sich die 1867/71 geschaffene [[Exekutive]] des [[Bundesebene|Bundes]] bzw. des Reiches ganz bewusst vom deutschen „[[Provisorische Zentralgewalt|Gesamt-Reichsministerium]]“ der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolutionsjahre 1848/49]], an dessen Spitze ein „Reichsministerpräsident“ gestanden hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Konstruktion wurde 1871 im durch die süddeutschen Staaten erweiterten [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreich]] beibehalten. Faktisch waren die meisten Angehörigen der Reichsleitungen dennoch Minister, da die Reichsämter in der Regel in [[Personalunion]] mit den entsprechenden preußischen Ministerien verwaltet wurden. Im Range eines (seinem Monarchen verantwortlichen) Ministers auf Reichsebene stand jedoch allein der Reichskanzler, während die Leiter der Reichsressorts keine eigenständigen Minister, sondern „[[Staatssekretär]]e“ waren. Der Kanzler konnte diesen Beamten Weisungen erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichskanzler war zwischen 1871 und 1918 allein dem [[Deutscher Kaiser|Deutschen Kaiser]] verantwortlich. Der Kaiser als [[Staatsoberhaupt]] des Deutschen Reiches berief und entließ den Reichskanzler. Der Kanzler hatte ohne (preußisches) Mandat auch kein Recht, vor dem Reichstag zu reden. Der preußische Ministerpräsident [[Otto von Bismarck]] war der erste Bundeskanzler, am 4. Mai 1871 wurde der Titel in Reichskanzler geändert. Schon im Norddeutschen Bund war der Reichskanzler gleichzeitig preußischer Ministerpräsident und Außenminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Oktoberreformen]] 1918 wurde unter anderem Artikel&amp;amp;nbsp;15 der Reichsverfassung, der die Ernennung des Reichskanzlers durch den Kaiser regelte, um eine Bestimmung ergänzt. Demnach bedurfte {{&amp;quot;|der Reichskanzler […] zu seiner Amtsführung des Vertrauens des Reichstags}}. Diese Vorschrift, die erst kurz vor dem Ende des Kaiserreichs eingefügt wurde, ist später in die [[Weimarer Verfassung]] übernommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich-Ungarn ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage im [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] von 1866 war der österreichische Kaiser [[Franz Joseph I.]] gezwungen, die [[Nationalitätenkonflikt|Nationalitätenfrage]] im [[Vielvölkerstaat]] zu lösen ([[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich]]). Der erste Minister des &amp;#039;&amp;#039;[[Ministerium des königlichen Hauses|Ministeriums des kaiserlichen und königlichen Hauses]] und des Äußeren&amp;#039;&amp;#039;, [[Friedrich Ferdinand von Beust]], Amtsinhaber von 1867–1871, trug den Titel „Reichskanzler“, der dann auf ungarischen Wunsch ab 1871 nicht mehr vergeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Ministerpräsidenten Österreich-Ungarns (1867–1918)#Vorsitzende des Ministerrats für gemeinsame Angelegenheiten|titel1=Vorsitzende des gemeinsamen Ministerrates}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Reichskanzler (Weimarer Republik)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Novemberrevolution]] von 1918 wurde nicht nur das deutsche Kaisertum gestürzt, sondern auch das Amt des Reichskanzlers durch einen revolutionären „Rat der Volksbeauftragten“ abgelöst. Im Februar 1919 wurde erneut ein Kabinett auf Reichsebene gebildet, und zwar aufgrund des &amp;#039;&amp;#039;[[Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt|Gesetzes über die vorläufige Reichsgewalt]]&amp;#039;&amp;#039;. Es sah die Bildung eines Reichsministeriums vor, womit die Regierung insgesamt gemeint war. Der Vorsitzende dieser [[Reichsregierung]] erhielt dann den Titel eines &amp;#039;&amp;#039;Reichsministerpräsidenten&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Präsident des Reichsministeriums&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im August 1919 führte die [[Weimarer Verfassung|Weimarer Reichsverfassung]] jedoch wieder die eingebürgerte Bezeichnung „Reichskanzler“ ein. Auch in der [[Weimarer Republik]] (1919–1933) wurde der Reichskanzler vom deutschen Staatsoberhaupt –&amp;amp;nbsp;nunmehr dem [[Reichspräsident]]en&amp;amp;nbsp;– ernannt und entlassen, doch war er dem Reichstag gegenüber insoweit verantwortlich, als der Reichskanzler (und auch jeder Reichsminister) gemäß Art.&amp;amp;nbsp;54 der Weimarer Verfassung&amp;lt;ref&amp;gt;Schuster, &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Verfassungen&amp;#039;&amp;#039;, 1976, S.&amp;amp;nbsp;109.&amp;lt;/ref&amp;gt; zurücktreten musste, wenn ihm der Reichstag durch ausdrücklichen Beschluss sein Vertrauen entzog. Bis zu einem solchen [[Misstrauensvotum]] konnte der Reichskanzler mithin ohne parlamentarische Mehrheit regieren. Zudem konnte der Reichspräsident gemäß Art.&amp;amp;nbsp;48 der Weimarer Verfassung sogenannte [[Notverordnung]]en erlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Herrschaft des Nationalsozialismus}} Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Als [[Adolf Hitler]] am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, endete alsbald faktisch auch die [[Parlamentarismus|parlamentarische]] [[Regierungssystem|Regierungsform]]; Hitler richtete sehr schnell eine Partei[[diktatur]] ein und wurde zum Alleinherrscher ohne jede Verantwortlichkeit. Nach dem Tode des Reichspräsidenten [[Paul von Hindenburg]] ließ Hitler Anfang August 1934 im [[Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verfassungen.de/de/de33-45/staatsoberhaupt34.htm &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs&amp;#039;&amp;#039; vom 1. August 1934]&amp;lt;/ref&amp;gt; die Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers zu seinen Gunsten zusammenlegen und sich in der [[Volksabstimmung über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs]] als „[[Führer und Reichskanzler]]“ bestätigen. Diesen Titel führte er bis zu seinem [[Suizid]] am 30. April 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hitler besaß [[verfassungsrecht]]lich nicht das Recht, auf einfachem [[Politisches Testament Adolf Hitlers|testamentarischen Wege]] seine Nachfolge zu bestimmen, doch hatte er auf diese Weise am 29. April 1945 seinen engen Gefolgsmann [[Joseph Goebbels]] zu seinem Nachfolger als Reichskanzler bestimmt. Dies zeigte keine politische Wirkung, da das [[NS-Staat|Reich]] damals bereits zu großen Teilen von den [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierten]] besetzt war und Goebbels schon einen Tag nach Hitler, am 1. Mai 1945, ebenfalls [[Selbstmord]] beging. Der von Hitler auf dieselbe zweifelhafte Weise zum neuen Reichspräsidenten bestimmte Großadmiral [[Karl Dönitz]] beauftragte daraufhin am 2. Mai 1945 Reichsfinanzminister Graf [[Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk|Schwerin von Krosigk]] mit der Leitung der &amp;#039;&amp;#039;[[Geschäftsführende Reichsregierung|Geschäftsführenden Reichsregierung]]&amp;#039;&amp;#039;, wobei dieser den Titel des Reichskanzlers nicht mehr führte. Diese letzte nationalsozialistische Reichsexekutive, die weder über [[Legitimität]] noch über reale politische [[Macht]] verfügte, wurde am 23. Mai 1945 von den Alliierten verhaftet und Schwerin von Krosigk am 5. Juni 1945 auch formell abgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachwirkungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarckaha.JPG|mini|[[Bismarck-Denkmal (München)|Bismarck-Denkmal in München]], 2007]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deutsche Demokratische Republik ====&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] war der Amtstitel des Regierungschefs zunächst „[[Ministerpräsident]]“, wobei dieser Titel allerdings sehr bald durch den eines „Vorsitzenden des [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|Ministerrats]]“ verdrängt wurde, der sich an sowjetische Traditionen einer [[Räterepublik]] anlehnte. Im November 1989 kam aber der ursprüngliche Titel wieder in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bundesrepublik Deutschland ====&lt;br /&gt;
Die Amtsbezeichnung des Regierungschefs der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] ist seit 1949 –&amp;amp;nbsp;in bewusster Anlehnung an die Tradition sowie der [[Rechtslage des Deutschen Reiches nach 1945#Ansicht der Bundesrepublik|staatsrechtlichen Kontinuität]] und [[Völkerrechtssubjekt#Völkerrechtliche Identität|völkerrechtlichen Identität]] des deutschen Staates zum Norddeutschen Bund und Deutschen Reich&amp;amp;nbsp;– „[[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistisches ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines und Amtszeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1890 Bismarcks Ruecktritt.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;[[Punch (Zeitschrift)|Punch]]&amp;#039;&amp;#039;-Karikatur &amp;#039;&amp;#039;Dropping the Pilot&amp;#039;&amp;#039; (im Deutschen meist übersetzt mit: „[[Der Lotse geht von Bord]]“) von Sir [[John Tenniel]] zum Rücktritt [[Otto von Bismarck|Bismarcks]] 1890 (an der Reling: [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden der „Nachfolger“ [[Adolf Hitler|Hitlers]], [[Joseph Goebbels]], und der diesem nachfolgende &amp;#039;&amp;#039;Leitende Minister&amp;#039;&amp;#039; ([[Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk|Lutz Schwerin von Krosigk]]) mit hinzugenommen, so sind es von Bismarck bis einschließlich Schwerin-Krosigk 24 Personen, die Reichskanzler, Reichsministerpräsident oder „Quasikanzler“ waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am längsten gedient hat Bismarck. Er war fast auf den Tag genau 19 Jahre lang Reichskanzler, dazu knapp vier Jahre Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes. In der Weimarer Zeit amtierte Wilhelm Marx, werden seine beiden Amtszeiten (vier Kabinette) zusammengerechnet, drei Jahre und 74 Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am kürzesten dauerte die Amtszeit von Joseph Goebbels (einen Tag, 30. April bis 1. Mai 1945), der von Hitler testamentarisch eingesetzt worden war. Schwerin-Krosigk war 22 Tage, Schleicher 57 Tage im Amt. Im Kaiserreich dauerte vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] die kürzeste Kanzlerschaft viereinhalb Jahre (Leo von Caprivi) und während des Krieges einen Monat  (Max von Baden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Titel und Ämter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 136-B0228, Kurt von Schleicher.jpg|mini|General [[Kurt von Schleicher]], 1932]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg von Hertling]] war 1917 der erste Kanzler mit [[Promotion (Doktor)|Promotion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wehrdienst|Gedient]] haben von den kaiserzeitlichen Kanzlern Otto von Bismarck, [[Leo von Caprivi]] und [[Max von Baden]]. Von den Weimarer Kanzlern war der wehrdienstuntaugliche [[Joseph Wirth]] Krankenpfleger im Weltkrieg gewesen, [[Heinrich Brüning]], [[Franz von Papen]], [[Kurt von Schleicher]] und [[Adolf Hitler]] waren Soldaten bzw. Offiziere gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gustav Bauer]], Joseph Wirth, [[Gustav Stresemann]] und [[Wilhelm Marx]] übernahmen auch nach ihrer Kanzlerschaft noch Ministerämter. Umgekehrt war es gängig, dass ein Kanzler zuvor Minister (bzw. Staatssekretär im Kaiserreich) war: [[Bernhard von Bülow]] (Außenamt), [[Theobald von Bethmann Hollweg]] (Inneres), Gustav Bauer (Arbeit), [[Hermann Müller (Reichskanzler)|Hermann Müller]] (Außenamt), Joseph Wirth (Finanzen), [[Hans Luther]] (Ernährung, Finanzen), Kurt von Schleicher (Reichswehr). Ehemalige Ministerpräsidenten eines deutschen Landes waren [[Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst]] und Georg von Hertling (beide Bayern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nie Mitglied des Reichstags waren Max von Baden, [[Wilhelm Cuno]], Hans Luther und Kurt von Schleicher. Hitler wurde erst während seiner Kanzlerschaft Reichstagsabgeordneter. Bei Amtsantritt kein Parlamentarier, wohl aber zuvor, war Georg von Hertling (1875–1890, 1896–1912). Ehemalige Fraktionsvorsitzende waren Scheidemann, Gustav Stresemann, Hermann Müller und Heinrich Brüning; der frühere Reichstagspräsident [[Constantin Fehrenbach]] war es nach seiner Kanzlerschaft wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Regierungschefs des Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches]]&lt;br /&gt;
* [[Kanzler in Preußen]]&lt;br /&gt;
* [[Reichserzkanzler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]]:&lt;br /&gt;
** [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/Die-Reichskanzler-Des-Deutschen-Kaiserreichs-1871-Bis-1918/die-reichskanzler-des-deutschen-kaiserreichs-1871-bis-1918.html Die Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs 1871 bis 1918]&lt;br /&gt;
** [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/Die-Reichskanzler-Der-Weimarer-Republik/die-reichskanzler-der-weimarer-republik.html Die Reichskanzler der Weimarer Republik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Verfassungsorgane der Weimarer Republik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichskanzler (Deutsches Reich)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtsbezeichnung (Regierungschef eines Staates)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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