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	<title>Pyrenäen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<updated>2025-09-18T08:59:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;audio erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen Gebirge in Brasilien siehe [[Serra dos Pireneus]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Gebirgsgruppe&lt;br /&gt;
|NAME= &lt;br /&gt;
|KARTE= Pyrenees topographic map-de.svg&lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG= Topographische Karte der Pyrenäen&lt;br /&gt;
|BILD= &amp;lt;!--Bitte kein Schnappschuss von irgendwo, Karte ist wichtiger, Panorama haben wir unten..--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH= [[Frankreich]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spanien]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Andorra]]&lt;br /&gt;
|HÖCHSTER GIPFEL= [[Aneto|Pico de Aneto]]&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE= 3404&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE-BEZUG= ES&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 42.7&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 0.5&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= FR/ES&lt;br /&gt;
|MAX-LÄNGE= 400&lt;br /&gt;
|POSKARTE= &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE= &lt;br /&gt;
|TYP= [[Faltengebirge]]&lt;br /&gt;
|GESTEIN= &lt;br /&gt;
|ALTER= [[Alpidische Phase]] (100–50 mya)&lt;br /&gt;
|FLÄCHE= &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pyrenäen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{esS|Pirineos}}, {{frS|Pyrénées|Audio=LL-Q150 (fra)-Poslovitch-Pyrénées.wav}}, {{euS|Pirinioak}}, {{caS|Pirineus}}, {{anS|Perinés}} und {{ocS|Pirenèus}}; von {{laS|Pyrenaei [montes]|de=das pyrenäische Gebirge zwischen Spanien und [[Gallien]]}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Ernst Georges]] |Titel=Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch |Auflage=8., verbesserte und vermehrte Auflage |Verlag=Hahnsche Buchhandlung |Ort=Hannover |Datum=1918 |Online=http://www.zeno.org/Georges-1913/A/Pyrene |Abruf=2019-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sind eine rund 430&amp;amp;nbsp;km lange [[Gebirgskette]]. Sie trennen die [[Iberische Halbinsel]] im Süden vom übrigen [[Europa]] im Norden und spannen sich vom [[Atlantischer Ozean|Atlantischen Ozean]] im Westen ([[Golf von Biscaya]]) bis zum [[Mittelmeer]] im Osten ([[Golf de Roses]]). Sie sind Teil des [[Alpidisches Gebirgssystem|Alpidischen Gebirgssystems]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pyrenees 0.43034E 42.71227N.jpg|325x325px|mini|Satellitenaufnahme der Pyrenäen]]&lt;br /&gt;
Die [[Grenze zwischen Frankreich und Spanien|Staatsgrenze zwischen Frankreich und Spanien]] folgt im Wesentlichen dem Gebirgskamm. Mitten in den Pyrenäen liegt auch der Kleinstaat [[Andorra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Pyrenäen&amp;#039;&amp;#039; ist unbekannt. Nach griechischer und römischer Literatur, u. a. nach [[Silius Italicus]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.thelatinlibrary.com/silius/silius3.shtml Silius Italicus, Punica, Liber III, 420 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sollen sie nach [[Pyrene (Tochter des Bebryx)|Pyrene]], einer Figur aus der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]], benannt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Central pyrenees.jpg|mini|Zentral-Pyrenäen vom [[Pic du Midi de Bigorre]] im Winter]]&lt;br /&gt;
Die Pyrenäen werden unterteilt in die westlichen oder atlantischen Pyrenäen, die Hoch- oder Zentralpyrenäen und die östlichen Pyrenäen, zu denen der [[Pic du Canigou]] gehört. Der Bereich der Hochpyrenäen erstreckt sich vom [[Somport|Port de Canfranc]] im Westen bis zum [[Val d’Aran]] im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung zum [[Kantabrisches Gebirge|Kantabrischen Gebirge]] ist fließend, kann aber etwa entlang der Linie [[Pamplona]] – [[Leitza]] – entlang dem [[Oria (Fluss)|Fluss Oria]] und dann weiter nach [[Donostia-San Sebastián]] gezogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Weiller: [https://pedalgeist.de/pyrenaeen/ Pyrenäen], abgerufen am 17. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Berg ist mit 3404 Metern der [[Aneto|Pico de Aneto]] im [[Maladeta-Massiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Valle de Pineta 01.jpg|mini|Pyrenäen im Sommer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PyrenäenAnsicht.jpg|mini|Spiegelungen in einem See in den Pyrenäen]]&lt;br /&gt;
Es gibt rund zweihundert Gipfel über 3000 m in den Pyrenäen. Die höchsten von ihnen sind [[Gletscher|vergletschert]]. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein starker [[Gletscherschwund seit 1850#Pyrenäen und südliches Europa|Rückgang der Gletscher]] zu beobachten. Der ehemals sehr beeindruckende Ossoue-Gletscher am [[Vignemale]] hat viel von seiner einstigen Größe verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste von Bergen in den Pyrenäen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geologie der Pyrenäen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auffaltung der Pyrenäen begann wie jene der [[Alpen]] vor rund 100 Millionen Jahren in der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]] und erreichte ihren Höhepunkt im anschließenden [[Tertiär]]. Die westlichen Pyrenäen bestehen überwiegend aus [[Kalkstein]], wogegen in den Zentralpyrenäen verschiedene [[Granit]]e dominieren. Das [[Faltengebirge]] wurde vor allem während der [[Würmeiszeit]] mit einer geschlossenen Eisdecke überzogen. Durch die Eiszeit haben sich etliche [[Hängetal|Hängetäler]] und viele tausend Gletscherseen gebildet. Durch diese Randbedingungen kann es bei gleichzeitiger Schneeschmelze und starken Regenfällen zu großflächigen Verheerungen kommen, wie zum Beispiel bei den [[Überschwemmungen in den Pyrenäen 2013]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Isard des pyrenees bigorre 2003.jpg|mini|Pyrenäen-Gämse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chevaux estive Pyrenees.jpg|mini|Pferdeherde auf einer Sommerweide in den Pyrenäen, nahe dem &amp;#039;&amp;#039;Ibón de Estanés&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Auf der französischen Seite leben in den großen Mischwäldern bis in etwa 1800 m Höhe noch einige [[Braunbär]]en. In den hochalpinen Bereichen ist die [[Pyrenäen-Gämse|Pyrenäengämse]] (französisch &amp;#039;&amp;#039;isard&amp;#039;&amp;#039;, spanisch &amp;#039;&amp;#039;sarrio&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;rebeco&amp;#039;&amp;#039;) anzutreffen. Sie kommt aber auch im Kantabrischen Gebirge und den [[Abruzzen]] vor. Trotz Schutzmaßnahmen ist die örtliche Unterart &amp;#039;&amp;#039;pyrenaica&amp;#039;&amp;#039; des [[Iberiensteinbock]]s im Jahr 2000 aus unbekannten Gründen endgültig ausgestorben. Am westlichen Ende der Gebirgskette hat der weltweit stark bedrohte [[Europäischer Nerz|Europäische Nerz]] sein letztes natürliches Vorkommen in Westeuropa. Obwohl ursprünglich nicht heimisch, haben sich die aus den Alpen eingebürgerten [[Murmeltiere]] sehr verbreitet. Selten und in seinem Bestand bedroht ist der [[Pyrenäen-Desman]], eine Art aus der Familie der Maulwürfe. An Vögeln sind etwa der [[Steinadler|Stein-]], [[Zwergadler|Zwerg-]], und [[Habichtsadler]] sowie [[Gänsegeier|Gänse-]], [[Schmutzgeier|Schmutz-]] und [[Bartgeier]] zu nennen. Meist weiträumig isolierte Brutvogelarten sind [[Alpenschneehuhn]], [[Auerhuhn]], [[Weißrückenspecht]], [[Mornellregenpfeifer]], [[Mauerläufer]], [[Alpendohle]], [[Erlenzeisig]], [[Zitronenzeisig]], [[Ringdrossel]] und [[Bergpieper]]. Es gibt eine große Anzahl von [[Insekten]], hier fallen vor allem die rund 300 [[Schmetterlinge|Schmetterlingsarten]] sowie [[Heuschrecken]] und [[Käfer]] auf. Zu den [[Endemit|endemischen]] Arten dieses Gebirges gehören der [[Pyrenäen-Gebirgsmolch]] und die Mohrenfalterart [[Erebia gorgone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora ==&lt;br /&gt;
Die [[Flora]] enthält etwa 4500 Pflanzenarten, von denen 150 [[Endemit|endemisch]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel Saule: &amp;#039;&amp;#039;La Grande Flore illustrée des Pyrénées.&amp;#039;&amp;#039; Éditions Milan, ISBN 2-7459-0637-2 (frz.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind Rudimente der letzten großen Eiszeiten: während des [[Pleistozän]]s reichten viele Pflanzenarten vom kalten Norden bis in den wärmeren Süden, aber sie konnten die Pyrenäen nicht überqueren. Allerdings flüchteten einige von ihnen in Täler und sind in diesem Gebiet endemisch geworden. Beispiele sind die [[Pyrenäen-Lilie]] und der [[Pyrenäen-Felsenteller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Das kleine Fürstentum [[Andorra]] liegt in den östlichen Pyrenäen. Wie dem Alpenraum kommt auch den Pyrenäen eine kulturell verbindende Funktion zwischen den drei Anrainerstaaten zu, was sich beispielsweise durch die Verwendung derselben Sprachen ([[Katalanische Sprache|Katalanisch]], [[Gaskognische Sprache|Gaskognisch]], [[Baskische Sprache|Baskisch]]) zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird extensive [[Weidewirtschaft]] mit [[Hausschaf|Schafen]], [[Hausrind|Rindern]] und [[Hausziege|Ziegen]] betrieben, in den Sommermonaten auch als [[Alm (Bergweide)|Almwirtschaft]]. Früher häufig, heute nahezu verschwunden ist dagegen die klassische Wanderweidewirtschaft ([[Transhumanz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den westlichen Pyrenäen werden verschiedene [[Käse]]sorten hergestellt. In dem dort überwiegenden Kalkgestein sind vielfach [[Höhle]]n vorhanden, in denen der Käse auf den [[Alm (Bergweide)|Almen]] reifen kann. Produziert werden Käse aus [[Kuhmilch|Kuh-]] und [[Schafmilch]], häufig auch gemischt. Bekannte Sorten sind der [[Ossau-Iraty Brebis-Pyrénées]] aus dem [[Gave d’Aspe|Vallée d’Aspe]], dem [[Gave d’Ossau|Vallée d’Ossau]] und den angrenzenden spanischen Pyrenäen und der im [[Baskenland]] aus Kuhmilch hergestellte [[Pyrenäenkäse]] mit seiner schwarzen Wachsschicht. Aus [[Ziegenmilch]] wird frischer und gelagerter [[Ziegenkäse]] hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Vorgebirgen wird sowohl auf der französischen ([[Irouléguy]], [[Jurançon (Weinbaugebiet)|Jurançon]], [[Corbières (Weinbaugebiet)|Corbières]]) als auch auf der spanischen Seite [[Weinbau]] betrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Vor der Besiedelung durch [[Cro-Magnon-Mensch]]en (&amp;#039;&amp;#039;Homo sapiens&amp;#039;&amp;#039;) war das spanische [[Vorland]] der Pyrenäen bereits von [[Neandertaler]]n bewohnt, wie Funde in der Höhle [[Cova Gran de Santa Linya]] belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von steinzeitlicher Besiedlung zeugen die [[Cromlechs der Pyrenäen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Mitte des [[20. Jahrhundert]]s spielte [[Schmuggel]] eine wichtige Rolle. Als [[Tragtier]]e dienten in den westlichen Pyrenäen die [[Pottok-Pony]]s, während sich im Osten die [[Mérens]] als [[Pony (Pferd)|Schmugglerponys]] bewährten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem sich abzeichnenden Sieg der [[Francisco Franco|Franco]]-Truppen im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] setzte Ende 1938 die Flucht [[Zweite Spanische Republik|republikanisch]] gesinnter Spanier über die Pyrenäen in den Süden Frankreichs ein. Diese Fluchtbewegung, die [[Retirada (Rückzug)]], erreichte ihren Höhepunkt in den ersten Monaten des Jahres 1939, nachdem die [[Kabinett Daladier III|französische Regierung]] die [[Grenze zwischen Frankreich und Spanien|französisch-spanische Grenze]] am 28. Januar für Zivilisten und am 5. Februar für Angehörige der republikanischen Streitkräfte geöffnet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst, Kultur und Literatur ==&lt;br /&gt;
Der Pyrenäismus war eine hauptsächlich literarische Bewegung. Ihr Gründer war der französische Politiker Louis Ramond de Carbonnières. Die Bewegung beschäftigt sich mit der künstlerischen Auseinandersetzung mit Natur und Lebensweise in den Pyrenäen.&lt;br /&gt;
Im Sommer 1926 bereiste der deutsche Publizist Kurt Tucholsky das Gebirge. Seine Eindrücke verarbeitete er in dem 1927 erschienenen [[Essay]]band „[[Ein Pyrenäenbuch]]“, der in der Tradition von [[Heinrich Heine|Heines]] „Reisebildern“ steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalparks ==&lt;br /&gt;
Es gibt in den Pyrenäen drei [[Nationalpark]]s. Der älteste ist der 1917 auf der spanischen Seite geschaffene [[Nationalpark Ordesa y Monte Perdido]], südlich vom [[Gavarnie|Cirque de Gavarnie]] gelegen. Dieser umfasst eine Fläche von etwa 156 km². Gleichfalls in Spanien liegt der [[Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici]] mit einer Ausdehnung von rund 141 km² und ist damit der kleinste der drei Nationalparks.&lt;br /&gt;
Auf der französischen Seite wurde 1967 der Bereich von den Bergen südlich von [[Lescun]] im Vallée d’Aspe im Westen bis einschließlich zum Néouvielle-Massiv im Osten zum [[Nationalpark Pyrenäen]] (Parc national des Pyrénées) erklärt. Dieser hat eine Fläche von 457 km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung der Pyrenäen ==&lt;br /&gt;
Einer der bedeutendsten Pyrenäenforscher war der französische [[Geograph]] und [[Alpinist]] [[Franz Schrader (Geograph)|Franz Schrader]] (1844–1924), dessen Vater zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus Magdeburg nach Frankreich übergesiedelt war. Er hat verschiedene bedeutende Massive der Pyrenäen kartiert, besonders bekannt wurde er für die Erforschung der [[Cirque de Gavarnie]], zu deren Füßen im kleinen Ort [[Gavarnie]] er auch begraben liegt, neben einem anderen bekannten Pyrenäenforscher, [[Henry Russell (Höhlenforscher)|Henry Russell]]. Schrader war der Erstbesteiger der Grand Bachimale (3144 m), der Dreitausender wurde ihm zu Ehren [[Pic Schrader]] benannt. Schrader war Präsident des [[Club Alpin Français]] und Ritter der [[Ehrenlegion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Wie jedes Hochgebirge stellen die Pyrenäen ein bedeutendes Hindernis für den landgebundenen Verkehr dar. Die wichtigsten Straßen- und Bahnverbindungen befinden sich daher ganz im Osten und ganz im Westen des Gebirges – da, wo es noch relativ niedrig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straße ===&lt;br /&gt;
Im Westen führt die Autobahn zwischen [[Bordeaux]] bzw. [[Toulouse]] einerseits, dem spanischen [[Baskenland]] und [[Madrid]] andererseits, über den Grenzübergang [[Irun|Irún]] (Behobia). Die Autobahn im Osten verbindet [[Marseille]] und [[Barcelona]] sowie die übrigen Orte der französischen bzw. spanischen Mittelmeerküste und überschreitet die Grenze in dem kleinen Ort [[Le Perthus|Le Perthus;]] auf spanischer Seite liegt an der Grenze die Gemeinde [[La Jonquera]]. Über diese beiden Autobahn-Grenzübergänge läuft der größte Teil des Warenverkehrs zwischen der iberischen Halbinsel und dem übrigen Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint Jean Pied de Port-Église Notre Dame-20150925.jpg|250x250px|mini|Saint-Jean-Pied-de-Port, Marienkirche (Église Notre Dame)]]&lt;br /&gt;
Wichtige Landstraßen verbinden die Städte [[Pau]] (Frankreich) und [[Jaca]] bzw. [[Huesca]] (Spanien) durch den [[Somport]]-Tunnel sowie [[Foix]] (Frankreich) und [[Manresa]] (Spanien) über den Grenzübergang [[Bourg-Madame]]/[[Puigcerdà|Puigcerdá]] und durch den Cadí-Tunnel. Die sonstigen Straßen, die die Pyrenäen überschreiten, haben vorwiegend nur regionale Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist der [[Camino Francés|camino francés]], der von Frankreich ausgehende [[Jakobsweg]], der Pilgerweg nach [[Santiago de Compostela]]. Viele Pilger beginnen ihn in der Kleinstadt [[Saint-Jean-Pied-de-Port]], etwa 8 Kilometer vor der spanischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Andorra]] ist nur über eine einzige Landstraße erreichbar, wobei von Frankreich aus entweder der [[Tùnel d’Envalìra|Envalira]]-Tunnel oder die Landstraße über den Envalira-Pass zu benutzen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schiene ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten [[Eisenbahnstrecke|Eisenbahnverbindungen]] sind:&lt;br /&gt;
* auf der [[Katalonien|katalanischen]] Seite von [[Perpignan]] über [[Bahnstrecke Barcelona–Cerbère|Cerbère und Portbou nach Barcelona]],&lt;br /&gt;
* die [[LGV Perpignan–Figueres|parallele Schnellfahrstrecke]] und  &lt;br /&gt;
* auf der [[Baskenland|baskischen]] Seite die [[Bahnstrecke Bordeaux–Irun]] [[Bahnstrecke Madrid–Hendaye|mit Anschluss nach Madrid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gare de Latour-de-Carol (1).jpg|mini|Latour-de-Carol-Enveitg: ein Bahnhof, drei Spurbreiten, drei Spannungen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ul&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt; der „Gelbe Zug“ auf Meterspur mit 850-V-[[Stromschiene]], &amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt; der Nacht-Intercity auf Normalspur unter 1500 V sowie &amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt; die [[Rodalies Barcelona|S-Bahn Barcelona]] auf Breitspur unter 3000 V &amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ul&amp;gt;|250x250px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus topographischen Gründen hatte sich Spanien für die [[Spurweite (Bahn)#1668 mm (Mittelung zw. 6 kast. Fuß &amp;amp; 5 port. Fuß) (Spanische Breitspur)|iberische Breitspur]] entschieden; alle [[Grenzbahnhof|Grenzbahnhöfe]] waren für die Kontrolle der Fahrgäste beim Umsteigen und die [[Zoll (Abgabe)|Zoll]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;abfertigung aller Güter beim Umladen in die Züge des jeweils anderen Landes eingerichtet. Erst mit Eröffnung der [[Schnellfahrstrecke Madrid–Barcelona–Französische Grenze|Schnellfahrstrecke]] in [[Spurweite (Bahn)#1435 mm|europäischer Normalspur]] fiel dieser Zeitverlust (bzw. der technische Aufwand einer [[Umspurung (Eisenbahnfahrzeug)|Umspurung]]) im internationalen Betrieb weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine geringere Bedeutung für den internationalen Verkehr haben die bis zu 45&amp;amp;nbsp;[[Promille|‰]] steilen Strecken im Landesinneren:&amp;lt;ref&amp;gt;Überblick über diese Strecken und weitere Planungen im Streckenband der [[Bahnstrecke Toulouse–Bayonne]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die [[Bahnstrecke Portet-Saint-Simon–Puigcerdà|Verbindung von Toulouse]] mit Umstieg im [[Bahnhof Latour-de-Carol - Enveitg]] [[Bahnstrecke Barcelona–Latour-de-Carol - Enveitg|Richtung Barcelona]] sowie &lt;br /&gt;
[[Datei:Canfranc new and old station April 2021.jpg|250x250px|mini|Der Personenbahnhof Canfranc wurde 2021 zur Vorbereitung eines durchgehenden Verkehrs in die früheren Güter&amp;amp;shy;umladehallen verlegt; insgesamt verblieben sechs von ursprünglich 27 Gleisen.]]&lt;br /&gt;
* die [[Bahnstrecke Pau–Canfranc|Verbindung von Pau]] [[Bahnstrecke Saragossa–Canfranc|nach Saragossa]], die seit 1970 zwischen [[Bedous]] und dem [[Bahnhof Canfranc]] unterbrochen ist, zur Zeit aber renoviert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Viaduc sejourne , train jaune, fontpedrouse.jpg|250x250px|mini|Das Viadukt von Séjourné bei Fontpédrouse auf der Ligne de Cerdagne]]&lt;br /&gt;
Alternativ erreicht man Latour-de-Carol [[Bahnstrecke Perpignan–Villefranche-de-Conflent|von Perpignan aus]] mit Umstieg in den „Gelben Zug“ der [[Ligne de Cerdagne]] in [[Villefranche-de-Conflent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Défilé de la Pierre-Lys, Aude, France.jpg|378x378px|mini|Défilé de la Pierre-Lys (Aude-Schlucht)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere durchgehende Erschließung von Nord und Ost wurde auf französischer Seite die Bahnstrecke von [[Carcassonne]] nach [[Rivesaltes]] gebaut, die jedoch in ihrem Abschnitt parallel zum Défilé de la Pierre-Lys ([[Aude]]-Schlucht) ab [[Quillan]] unterbrochen ist und ab [[Axat]] nur als [[Museumsbahn]] betrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.letrainrouge.fr/accueil Train du Pays Cathare et du Fenouillèdes – «Le Train Rouge»]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geplante fünfte Pyrenäenquerung per Bahn, von [[Boussens (Haute-Garonne)|Boussens]] nach [[Lleida]], wurde von ihren Enden aus nur bis [[Oust (Ariège)]] bzw. [[La Pobla de Segur]] gebaut. Der französische Teil existiert heute nur noch als [[Liste von Fahrradwegen auf stillgelegten Bahntrassen|Bahntrassenradweg (voie verte)]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.af3v.org/les-voies-vertes/voies/550-veloroute-du-piemont-pyreneen-v81-de-prat-bonrepaux-a-saint-girons Bahntrassenradweg Boussens–Saint-Girons (französisch)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Panorama ==&lt;br /&gt;
{{Panorama|Pyrénées Projet.jpg|780|Hautes Pyrénées}}&lt;br /&gt;
{{Panorama|Panorámica valle Benasque.jpg|780|Maladeta-Massiv, links der [[Aneto|Pico d’Aneto]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Posets Viadós.jpg|[[Pic Posets]] (3375 m)&lt;br /&gt;
Monte Perdido and Cilindro de Marbore from Breche de Touquerouye.jpg|[[Monte Perdido]] (3355 m) und [[Cilindro de Marboré]] (3328 m) von der Brèche de Touquerouye gesehen&lt;br /&gt;
Vallee d&amp;#039;Ossau.JPG|Vallée d’Ossau&lt;br /&gt;
Gavarnie-Cirque.JPG|[[Cirque de Gavarnie]]&lt;br /&gt;
Neouvielle and lac d&amp;#039; aumar.png|Neouvielle und Lac d’Aumar&lt;br /&gt;
Valle de Chistau.jpg|Valle de Gistaín (Spanien)&lt;br /&gt;
Cirque de Lescun Aiguilles d Ansabere.jpg|Die Nadeln von Ansabère&lt;br /&gt;
Canigou8.jpg|Der [[Canigou]] von [[Perpignan]] aus gesehen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Edelmayer]]: [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0159-2011080834 &amp;#039;&amp;#039;Der Pyrenäenraum&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Europäische Geschichte Online]], hrsg. vom [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]], 2011, Zugriff am: 24. August 2011.&lt;br /&gt;
* Claus Paegelow: &amp;#039;&amp;#039;Pyrenäen Bibliografie. Andorra, spanische &amp;amp; französische Pyrenäen. Pyrenees Bibliography. Andorra, Spain &amp;amp; French Pyrenees.&amp;#039;&amp;#039; Claus Paegelow, Bremen 2008, ISBN 978-3-00-023936-6.&lt;br /&gt;
* Kurt Tucholsky: &amp;#039;&amp;#039;Ein Pyrenäenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1962, ISBN 978-3-499-10474-9.&lt;br /&gt;
* Lisa Fittko, Mein Weg über die Pyrenäen: Erinnerungen 1940/41; München 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pyrenees|Pyrenäen}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4047911-0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologisches%20Portrait/Pyrenäen Mineralienatlas - geologisches Portrait: Pyrenäen] (Wiki)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4047911-0|LCCN=sh85109312|NDL=01212491|VIAF=241428861}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pyrenaen}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;RaveDog</name></author>
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