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	<title>Puls - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-04-01T20:40:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem medizinischen Begriff Puls. Weitere Bedeutungen siehe unter [[Puls (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Pulse evaluation.JPG|mini|Pulstastung am Unterarm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heartbeat.ogg|mini|Audioaufnahme des Herzschlags eines Menschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Puls&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;pulsus&amp;#039;&amp;#039;, „Stoß“, wie {{laS|pulsare}} „klopfen“, von {{laS|pellere}} „schlagen, stoßen“) beschreibt seit der Antike&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Friedrich Kümmel: &amp;#039;&amp;#039;Der Puls und das Problem der Zeitmessung in der Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorisches Journal&amp;#039;&amp;#039;, Band 9, 1974, S. 1–22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;John A. Pithis: &amp;#039;&amp;#039;Die Schriften ΠEPI ΣΦYΓMΩN des Philaretos: Text – Übersetzung – Kommentar.&amp;#039;&amp;#039; (Medizinische Dissertation Berlin) Husum 1983 (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Band 46).&amp;lt;/ref&amp;gt; (etwa bei dem alexandrinischen Arzt [[Herophilos von Chalkedon|Herophilos]] um 300 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jutta Kollesch]], [[Diethard Nickel]]: &amp;#039;&amp;#039;Antike Heilkunst. Ausgewählte Texte aus dem medizinischen Schrifttum der Griechen und Römer.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., Leipzig 1979 (= &amp;#039;&amp;#039;Reclams Universal-Bibliothek&amp;#039;&amp;#039;, Band 771); 6. Auflage: ebenda 1989, ISBN 3-379-00411-1, S. 31 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;) die mechanischen Auswirkungen der durch den [[Systole|systolischen]] Blutausstoß vom [[Herz]] stammenden Druck- und Volumenschwankung (Pulswelle),&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Puls.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1202 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; die sicht- und / oder tastbar ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menche&amp;quot;&amp;gt;Nicole Menche: &amp;#039;&amp;#039;Innere Medizin: kompakte Darstellung des Fachgebietes unter Berücksichtigung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe&amp;#039;&amp;#039;. Band 4. Urban &amp;amp; Fischer Verlag, 2004, ISBN 978-3-43726136-7, S. 23.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pulsmessung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pulszählen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird nicht nur die Anzahl der erfassbaren Druckstöße pro Minute (Frequenz) bestimmt, sondern auch deren Regelmäßigkeit (Pulsrhythmus) erfasst. Die Pulsfrequenz stimmt normalerweise mit der [[Herzfrequenz]] überein, kann bei einem [[Pulsdefizit]] aber auch geringer sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menche&amp;quot; /&amp;gt; Andere Eigenschaften des Pulses (Pulsqualitäten) spielen heute in der klinischen Untersuchung kaum noch eine Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Füeßl, Martin Middeke: &amp;#039;&amp;#039;Anamnese und klinische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 978-3-13126883-9, S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arterien- und Venenpuls ==&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne bezeichnet der Puls die in den [[Arterie]]n stattfindenden Volumenschwankungen. Sie entstehen primär durch die [[Muskelkontraktion|Kontraktion]] der linken [[Herzkammer]], welches Blut in die [[Aorta]] pumpt. Mit dem Ende dieser Kammerkontraktion schlägt die Welle zurück Richtung Herz. Dieser Rückfluss, auch als Incisur (Einschnitt) bezeichnet, wird aber sofort durch den Schluss der [[Aortenklappe]] gestoppt. Je weiter das Blut in die Peripherie fließt, umso stärker verschwindet diese Incisur. In den herzfernen Arterien kommt es durch die Elastizität der Gefäßwände sowohl zu peripher gerichteten als auch zu durch Reflexionen bedingten rückläufigen Wellen, die sich überlagern. Man bezeichnet die resultierende Welle als [[Dikrotie|dikrote Welle]]. Der Puls entsteht durch die lokale Erweiterung der Arterienwand und dem sich anschließenden Zusammenziehen durch elastische Elemente in der Arterienwand, wodurch sich der Puls immer weiter in die Peripherie fortsetzt. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit dieser Welle ist im Übrigen deutlich größer als die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes im Inneren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3-13138411-9, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den herznahen Venen des Halses wie der [[Vena jugularis interna|tiefen Drosselvene]] und [[Vena jugularis externa|oberflächlichen Drosselvene]] gibt es ebenfalls Druck- und Volumenschwankungen, die aus Druckveränderungen im rechten Herzvorhof resultieren und als [[Venenpuls]] bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3-13138411-9, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ruhepuls ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Herzfrequenz}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruhepuls&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (die Herzschlagfrequenz (HF) in Ruhe oder Ruheherzfrequenz (RHF)) beträgt bei einem gesunden untrainierten Erwachsenen 65 bis 85 Schläge pro Minute. Der Ruhepuls eines trainierten [[Ausdauersport]]lers kann unter 40 Schlägen pro Minute betragen, was durch einen erhöhten [[Parasympathikus|Parasympathikotonus]] und ein erhöhtes [[Schlagvolumen]] bedingt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosemarie Baumann: &amp;#039;&amp;#039;Physiologie&amp;#039;&amp;#039;. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3-13796006-5, S. 607.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Säugling]]en beträgt der durchschnittliche Ruhepuls etwa 140 Schläge pro Minute, bei einem 10-jährigen Kind 90 Schläge pro Minute.&amp;lt;ref&amp;gt;Steffen Schaal, Konrad Kunsch, Steffen Kunsch: &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch in Zahlen: Eine Datensammlung in Tabellen mit über 20000 Einzelwerten&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Springer-Verlag, 2015, ISBN 978-3-64255399-8, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pulsmessung (Sphygmologie) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pulse sites-en.svg|mini|links|Zum Pulsfühlen geeignete Punkte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Focke Stapert Het doktersbezoek.jpg|mini|Pulstastung am Handgelenk auf einer Darstellung um 1717]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anastasios Filadelfeus - Pulsmessgerät.JPG|mini|Pulsmessung mit einem Gerät von [[Anastasios Filadelfeus]], 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Was soll ich werden 25.jpg|mini|Pulsmessung durch den Arzt mit Hilfe seiner Taschenuhr (aus einem Kinderbuch von 1888)]]&lt;br /&gt;
Der Puls kann auf unterschiedliche Weise gemessen werden. Eine praktisch sehr einfache, kostengünstige und genaue Messmethode zur Erfassung des Momentanwertes ist die Verwendung eines [[Pulsoxymeter]]s, welches als Clip auf einen Finger gesteckt wird und neben dem aktuellen Puls auch die Sauerstoffsättigung im Blut anzeigt. Weitere Methoden sind die Verwendung von speziellen [[Herzfrequenzmessgerät]]en, welche je nach Ausführung beispielsweise auch die Erfassung der Pulsfrequenz über längere Zeit mit automatischer Datenaufzeichnung erlauben. Eine weitere einfache und verbreitete Methode ist die manuelle Messung mit Hilfe einer [[Uhr]], wobei die Anzahl der Herzschläge pro Zeitspanne gezählt wird. Es kann aber auch umgekehrt die für eine bestimmte Anzahl von Pulsschlägen nötige Zeitspanne auf der Uhr abgelesen werden. In der Naturwissenschaft, etwa bei [[Gerolamo Cardano|Cardano]] im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, führte man umgekehrt zunächst Zeitmessungen mit Hilfe des Pulses durch. Bei dieser Messung wird die Anzahl der Impulse pro Zeit gemessen. Gewöhnlich wird der Puls in [[Beats per minute|Schlägen pro Minute]] angegeben. Der belgische Theologe, Mathematiker und Astronom Froidmont bestimmte spätestens 1627&amp;lt;ref&amp;gt;[[Libert Froidmont|Libertus Fromondus]]: &amp;#039;&amp;#039;Meteorologicorum libri sex.&amp;#039;&amp;#039; Antwerpen 1627, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei seinen Untersuchungen von Witterungserscheinungen die menschliche Pulsfrequenz bei Erwachsenen mit 4450 Schlägen pro Stunde (74/min). Die ersten genaueren Zahlen für die Pulsfrequenz teilte [[Johannes Kepler]] zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit. Die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen der Pulsfrequenz publizierte 1707 John Floyer&amp;lt;ref&amp;gt;Gary L. Townsend: &amp;#039;&amp;#039;Sir John Floyer (1649–1734) and His Study of Pulse and Respiration.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the History of Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 1967, S. 286–316.&amp;lt;/ref&amp;gt; (1649–1734).&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Friedrich Kümmel: &amp;#039;&amp;#039;Der Puls und das Problem der Zeitmessung in der Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 1974, S. 2, 5 f. und 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst ab dieser Zeit wurde gemäß Power&amp;lt;ref&amp;gt;D’Arcy Power: &amp;#039;&amp;#039;William Harvey.&amp;#039;&amp;#039; London 1897, S. 215, Anm. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Puls mit Hilfe von Uhren gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Stellen am Körper, an denen man den arteriellen Puls für die manuelle Messung leicht tasten kann, weil die Schlagadern hier oberflächlich auf einer festen Unterlage (Knochen, Muskeln) verlaufen. Zur Messung wird die Arterie nicht zu stark komprimiert, sondern nur mit leichtem Druck ertastet:&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Schewior-Popp, Christoph Becker, Renate Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Examen Pflege&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 978-3-13141511-0, S. 161–162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Arteria radialis]] (Speichenarterie) – daumenseitig oberhalb des Handgelenks&lt;br /&gt;
* [[Arteria carotis communis]] (Halsschlagader) – in der [[Drosselrinne]]&lt;br /&gt;
* [[Arteria femoralis]] (Oberschenkelarterie) – Oberschenkelinnenseite&lt;br /&gt;
* [[Arteria poplitea]] (Kniekehlarterie) – in der Kniekehle bei angewinkeltem Bein&lt;br /&gt;
* [[Arteria tibialis posterior]] (hintere Schienbeinarterie) – hinter dem Innenknöchel&lt;br /&gt;
* [[Arteria dorsalis pedis]] (Fußrückenarterie) – mittlerer Fußrücken&lt;br /&gt;
* [[Arteria temporalis superficialis]] (oberflächliche Schläfenarterie) – [[Schläfe]]&lt;br /&gt;
* [[Arteria facialis]] (Gesichtsarterie) – Nase oder Unterkiefer&lt;br /&gt;
* [[Arteria subclavia]] (Schlüsselbeinarterie) – Schlüsselbein&lt;br /&gt;
* [[Arteria axillaris]] (Achselarterie) – Achselhöhle&lt;br /&gt;
* [[Arteria brachialis]] (Oberarmarterie) – Innenseite des Oberarmes&lt;br /&gt;
* [[Arteria ulnaris]] (Ellenarterie) – Handgelenk (Seite des kleinen Fingers)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Notfall sind der Femoralispuls und der Carotispuls am verlässlichsten tastbar, da er oft auch noch bei niedrigen Blutdruckwerten nachweisbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. D Deakin |Titel=Accuracy of the advanced trauma life support guidelines for predicting systolic blood pressure using carotid, femoral, and radial pulses: observational study |Sammelwerk=BMJ |Band=321 |Nummer=7262 |Datum=2000-09-16 |Seiten=673–674 |Online=http://www.bmj.com/cgi/doi/10.1136/bmj.321.7262.673 |Abruf=2019-03-08 |DOI=10.1136/bmj.321.7262.673}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um bei der Messung die ganze Pulswelle zu erfassen, sollte der Puls mit zwei oder drei Fingern getastet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Tiermedizin]] wird der Puls bei Pferden und Rindern an der Gesichtsarterie oder der Unterseite des Schwanzes (Arteria caudalis mediana), bei Fohlen, Schafen, Ziegen, Ferkeln, Frettchen, Hunden und Katzen an der Oberschenkelarterie bestimmt. Bei größeren Schweinen kann die Arteria auricularis an der Ohrmuschelbasis herangezogen werden. Bei [[Neuweltkamele]]n und kleinen Heimtieren kann der Puls nicht ertastet werden, weshalb die Pulsmessung nicht zur Routinediagnostik gehört. Bei größeren Vögeln kann der Puls an der Flügelunterseite ertastet werden, was aber ebenfalls nicht routinemäßig durchgeführt wird. Bei Amphibien und Reptilien ist eine Pulsmessung nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Baumgartner: &amp;#039;&amp;#039;Klinische Propädeutik der Haus- und Heimtiere&amp;#039;&amp;#039;. Georg Thieme Verlag, 2009, ISBN 978-3-83044175-5, S. 83–85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pulsqualitäten ==&lt;br /&gt;
Neben der wichtigen Aussage &amp;#039;&amp;#039;Puls tastbar&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Puls nicht tastbar&amp;#039;&amp;#039;, zum Beispiel bei einem akuten Gefäßverschluss durch eine [[Thrombose]], unterscheidet man bei der Pulseinschätzung fünf Pulsqualitäten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herold&amp;quot;&amp;gt;[[Gerd Herold]]: &amp;#039;&amp;#039;Innere Medizin 2021&amp;#039;&amp;#039;, [[Selbstverlag]], Köln 2024, ISBN 978-3-11-132040-3, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
; Frequenz:&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;frequens&amp;#039;&amp;#039; (häufig)&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;rarus&amp;#039;&amp;#039; (selten)&lt;br /&gt;
; Regelmäßigkeit:&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;regularis&amp;#039;&amp;#039; (regelmäßig)&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;irregularis&amp;#039;&amp;#039; (unregelmäßig) ([[respiratorische Arrhythmie]], [[Herzrhythmusstörung]], [[Extrasystole]]n)&lt;br /&gt;
; Härte (Unterdrückbarkeit):&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;durus&amp;#039;&amp;#039; (hart) (bei [[Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]])&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;mollis&amp;#039;&amp;#039; (weich) (bei niedrigem [[Blutdruck]])&lt;br /&gt;
; Amplitude:&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;altus&amp;#039;&amp;#039; (hoch; Syn. &amp;#039;&amp;#039;magnus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;parvus&amp;#039;&amp;#039; (niedrig)&lt;br /&gt;
; Anstiegssteilheit:&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;celer&amp;#039;&amp;#039; (schnell)&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;tardus&amp;#039;&amp;#039; (langsam)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klinisch bedeutsam sind z.&amp;amp;nbsp;B. folgende Pulsqualitäten und Kombinationen:&amp;lt;ref&amp;gt;H. S. Füeßl, M. Middeke: &amp;#039;&amp;#039;Anamnese und klinische Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Pulsus celer, altus, durus&lt;br /&gt;
: „Wasserhammerpuls“, schnell, hoch und hart, typisch bei [[Aorteninsuffizienz]]&lt;br /&gt;
; Pulsus tardus, parvus, mollis&lt;br /&gt;
: langsam, klein und weich, typisch bei [[Aortenstenose]]&lt;br /&gt;
; Pulsus celer et parvus&lt;br /&gt;
: schneller und schwacher Puls, zum Beispiel bei [[Schock (Medizin)|Schock]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Braun: &amp;#039;&amp;#039;Reanimation und Kreislaufstabilisierung.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörg Braun, Roland Preuss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klinikleitfaden Intensivmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. Elsevier, München 2016, ISBN 978-3-437-23763-8, S. 151–183, hier: S. 159–164 (&amp;#039;&amp;#039;Schock&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
; Pulsus bisferiens, auch Pulsus dicrotus (Dikrotie)&lt;br /&gt;
: zweigipfelig, bei [[Hypertrophe Kardiomyopathie|hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie]]&lt;br /&gt;
; Pulsus tricrotus (Trikrotie)&lt;br /&gt;
: dreigipfelig bei Dikrotie mit folgender Extrasystole&lt;br /&gt;
; Pulsus alternans&lt;br /&gt;
: Wechsel von stark und schwach, evtl. bei [[Herzinsuffizienz]]&lt;br /&gt;
; Pulsus bigeminus ([[Bigeminie]])&lt;br /&gt;
: regelmäßiger Wechsel von hart und weich, typisch für ventrikuläre [[Extrasystole]]n&lt;br /&gt;
; Pulsus trigeminus (Trigeminie)&lt;br /&gt;
: zwei Sinusschläge und eine Extrasystole (oder umgekehrt)&lt;br /&gt;
; Pulsus anacrotus (Anakrotie)&lt;br /&gt;
: zusätzliche Pulswelle im aufsteigenden Schenkel, typisch bei Aortenstenose&lt;br /&gt;
; Pulsus vibrans&lt;br /&gt;
: schwirrender Carotispuls, typisch bei Aortenstenose&lt;br /&gt;
; Pulsus filiformis (parvus, frequens, mollis)&lt;br /&gt;
: fadenförmiger, „dünner“ Puls, z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Kreislaufkollaps]]&lt;br /&gt;
; Pulsus intermittens&lt;br /&gt;
: Aussetzen einzelner Schläge, vgl. [[Pulsdefizit]]&lt;br /&gt;
; Pulsus paradoxus (paradoxer Puls)&lt;br /&gt;
:Die Pulsamplitude nimmt bei der Einatmung ab, bei [[Herzbeuteltamponade]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Haverkamp, Felix Herth, Helmut Messmann: &amp;#039;&amp;#039;Internistische Intensivmedizin: Methoden - Diagnose - Therapie&amp;#039;&amp;#039;. Georg Thieme Verlag, 2008, ISBN 978-3-13156261-6, S. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Traditionelle Chinesische Medizin]] beschreibt mehr Taststellen und Pulsqualitäten (→ [[Pulsdiagnose]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Porcelain physician with a pulse watch Wellcome L0006898.jpg|mini|(Pulsmessender) Arzt des 17. Jahrhunderts mit Taschenuhr, um 1880 in Paris von Samson aus Porzellan hergestellt. Wellcome Institute of the History of Medicine, London]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Günstiger Trainingspuls ==&lt;br /&gt;
Für die Berechnung eines optimalen Trainingspulses existieren verschiedene Formeln. Er hängt u.&amp;amp;nbsp;a. von den verfolgten Zielen ab und liegt für [[Ausdauersport]]arten zwischen 70 % ([[extensives Training]]) und 85 % (intensives Training) des individuellen [[Maximalpuls]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird eine Belastung von ca. 60 % des Maximalpulses zur optimalen [[Fettverbrennung]] angegeben. Allerdings finden sich in der Literatur hierfür recht große Bandbreiten. Demnach erreicht die Fettverbrennung – in absoluten Werten, nicht als Anteil am gesamten Energieverbrauch – ihr Maximum bei einer Sauerstoffaufnahme VO2 von 50 % (für Untrainierte)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. E. Jeukendrup |Titel=Fettverbrennung und körperliche Aktivität |Sammelwerk=Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |Band=56 |Nummer=9 |Datum=2005 |Seiten=337-338 |Online=https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2005/heft09/Standarts1.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 72 % (für Trainierte)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Kindermann |Titel=Anaerobe Schwelle |Sammelwerk=Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |Band=55 |Nummer=6 |Datum=2004 |Seiten=161-162 |Online=https://www.mesics.de/fileadmin/user/literature/Allgemein/Kindermann-Anaerobe%20Schwelle.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Maximale Sauerstoffaufnahme|maximalen Sauerstoffaufnahme]] (VO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;max). Zudem gibt es eine „erhebliche interindividuelle Streubreite“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Herzfrequenz in Prozent des Maximalpulses ist dabei nur ein grober Anhaltspunkt für die Sauerstoffaufnahme, kann jedoch während des Trainings sehr einfach bestimmt werden. Zudem berücksichtigen diese Werte nicht das Alter, denn mit dem Älterwerden sinkt die erreichbare Herzfrequenz (Maximalpuls, HF&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;). Diese kann nach folgender Formel berechnet werden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berg&amp;quot;&amp;gt;Frans van den Berg: &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Physiologie&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 978-3-13117092-7, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1&amp;quot; style=&amp;quot;border-style:solid; display:table; margin-bottom:2px; margin-top:2px; padding-left:1em; padding-right:1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
HF&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt; = 220 − Lebensalter in Jahren&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine möglichst zuverlässige Feststellung des optimalen Trainingspulses erfolgt mit Hilfe der [[Spiroergometrie]]. Hierbei kann unter Messung der Atemgase unter Belastung die [[anaerobe Schwelle]] bestimmt werden, die im Rahmen eines Trainings nicht überschritten werden sollte. Da bei dieser Untersuchungsmethode auch der Blutdruck bestimmt wird, kann ein etwaig zu starker Blutdruckanstieg in die Bestimmung des Trainingspulses mit einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grobe Richtwerte für ein &amp;#039;&amp;#039;extensives Ausdauertraining&amp;#039;&amp;#039; können nach der [[Karvonen-Formel]] ermittelt werden, sofern keine Arzneimittel wie beispielsweise [[Betablocker]] eingenommen werden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1&amp;quot; style=&amp;quot;border-style:solid; display:table; margin-bottom:2px; margin-top:2px; padding-left:1em; padding-right:1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
(HF&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt; − Ruhepuls) × 0,6 + Ruhepuls = Trainingspuls&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Lagerstrøm&amp;lt;ref&amp;gt;D. Lagerstrøm, J. Graf, J.: &amp;#039;&amp;#039;Die richtige Trainingspulsfrequenz beim Ausdauersport.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Herz, Sport und Gesundheit&amp;#039;&amp;#039;, 1986, Nr. 3, S. 21–24.&amp;lt;/ref&amp;gt; berechnet sich der individuelle Trainingspuls folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1&amp;quot; style=&amp;quot;border-style:solid; display:table; margin-bottom:2px; margin-top:2px; padding-left:1em; padding-right:1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ruhepuls + (220 − {{Bruch|2|3}} × Lebensalter in Jahren − Ruhepuls) × Faktor = Trainingspuls&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Faktor berücksichtigt die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit und reicht von 0,55 bis 0,75.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Holldack, Klaus Gahl: &amp;#039;&amp;#039;Auskultation und Perkussion. Inspektion und Palpation.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 1955; 10., neubearbeitete Auflage: ebenda 1986, ISBN 3-13-352410-0, S. 49–54, 164, 168, 182, 202 f., 206–210, 212 und 221.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4176336-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klinisches Untersuchungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Training (Sport)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leistungsdiagnostik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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