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	<title>Prosa - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Prosa&amp;diff=5939&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EugenioNoel: Einl.- Etymologie: korr. Die Schreibung mit ō ist nicht lat., sondern alt- und mittelhochdeutsch. Prosa ist Kurzform eines im Lat. zusammengesetzen Ausdrucks.</title>
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		<updated>2024-12-07T10:04:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einl.- Etymologie: korr. Die Schreibung mit ō ist nicht lat., sondern alt- und mittelhochdeutsch. Prosa ist Kurzform eines im Lat. zusammengesetzen Ausdrucks.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prosa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;prōsa&amp;#039;&amp;#039;, dieses von {{laS|prosa oratio|de=geradeaus gerichtete (schlichte) Rede}}, aus &amp;#039;&amp;#039;prorsus&amp;#039;&amp;#039; ‚nach vorn gewendet‘ und oratio ‚Rede‘)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden. Deutsches Universalwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich 2007, ISBN 3-411-05506-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=prose (n.) |werk=Online Etymology Dictionary |zugriff=2015-01-19 |url=http://www.etymonline.com/index.php?term=prose&amp;amp;allowed_in_frame=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet die ungebundene Sprache im Gegensatz zur Formulierung in [[Vers]]en, [[Reim]]en oder in bewusst rhythmischer Sprache. Der Begriff wird nur im Singular gebraucht ([[Singularetantum]]). Ein Schriftsteller, der ausschließlich oder überwiegend Prosa verfasst, wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prosaist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;prosaisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man davon abgeleitet eine vergleichsweise trockene, nüchterne Darstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;Heike Gfrereis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Prosa&amp;#039;&amp;#039;. In: Heike Gfrereis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; [[J. B. Metzler’sche Verlagsbuchhandlung|Metzler]], Stuttgart und Weimar 1999, ISBN 978-3-476-10320-8, S.&amp;amp;nbsp;159 f., hier S. 159. Siehe auch Thomas Althaus: &amp;#039;&amp;#039;Prosa&amp;#039;&amp;#039;. In: Gerhard Lauer und Christine Ruhrberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Literaturwissenschaft · Hundert Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010810-9, S.&amp;amp;nbsp;275–278, hier S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde der Begriff der Prosa als Bezeichnung für wissenschaftliche, schriftlich fixierte Texte (beispielsweise in der Geschichtsschreibung, Philosophie oder in den Naturwissenschaften) verwendet, sowie für Notizen in Schriftform im Gegensatz zur [[Dichtung]], die bis ins 18. Jahrhundert überwiegend in Versform verfasst und für den mündlichen Vortrag bestimmt war. Dieser Unterschied bestimmte das neuzeitliche Literaturverständnis bis in das 18. Jahrhundert, das ein Wertungssystem beinhaltete, welches die Versrede grundsätzlich bevorzugte und die Prosa in diesem System als Mangel „an formativer Kraft“ verstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Althaus: &amp;#039;&amp;#039;Prosa.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Lauer, Christine Ruhrberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Literaturwissenschaft. Hundert Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010810-9, S.&amp;amp;nbsp;275–278, hier S.&amp;amp;nbsp;275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wurde der Prosabegriff allgemein für jede Textsorte benutzt, sowohl für die ungezwungene Alltagsrede als auch für den kunstvoll gestalteten [[fiktion]]alen Text. Seit dem 18. Jahrhundert wird der Begriff ebenso synonym verwendet für die erzählende Literatur bzw. [[Epik]], vor allem für den [[Roman]] als Hauptmedium dieser [[Gattung (Literatur)|literarischen Gattung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Heike Gfrereis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Prosa.&amp;#039;&amp;#039; In: Heike Gfrereis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart / Weimar 1999, ISBN 978-3-476-10320-8, S.&amp;amp;nbsp;159 f., hier S.&amp;amp;nbsp;159.&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe auch Thomas Althaus: &amp;#039;&amp;#039;Prosa.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Lauer, Christine Ruhrberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Literaturwissenschaft. Hundert Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010810-9, S.&amp;amp;nbsp;275–278, hier S.&amp;amp;nbsp;276&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als derartiger gattungstheoretischer Begriff bezeichnet die Prosa jene unterschiedlichen Gattungselemente der [[Literatur]], die Beobachtetes, Empfundenes, Erdachtes und Gedachtes mitteilen und mehr oder weniger interpretieren: in einen ausgesprochenen oder unausgesprochenen Sinnzusammenhang stellen, erklären, kommentieren, analysieren oder bewerten und die (im Unterschied zu [[Versdrama]] und [[Lyrik]]) in ihrer Darstellungsform nicht versförmig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. eingehender Thomas Althaus: &amp;#039;&amp;#039;Prosa.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Lauer, Christine Ruhrberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Literaturwissenschaft · Hundert Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010810-9, S.&amp;amp;nbsp;275–278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Anker|Kurzprosa}}&amp;lt;!--Linkziel der WL [[Kurzprosa]]!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Prosagenres sind z.&amp;amp;nbsp;B. [[Roman]]e, [[Novelle]]n, [[Erzählung]]en, [[Kurzgeschichte]]n, [[Essay]]s, [[Feuilleton]]s, [[Memoiren]]literatur, [[Biografie]]n, [[Brief]]e, Sachtexte aller Art und die gesamte [[wissenschaftliche Literatur]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [http://www.buecher-wiki.de/index.php/BuecherWiki/Prosa &amp;#039;&amp;#039;Prosa&amp;#039;&amp;#039;] (siehe Weblinks).&amp;lt;/ref&amp;gt; Kürzere Formen der Prosagenres, insbesondere Novellen, werden unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurzprosa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.duden.de/rechtschreibung/Kurzprosa&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Prosa nicht zwingend durch feste Regeln der Textkomposition bestimmt ist, kann sie sich jedoch durchaus strukturell verdichten. So können Prosatexte beispielsweise durch [[Rhetorisches Stilmittel|rhetorische Figuren]] oder rhythmische Satzschlüsse oder auch durch eine „der Gedankenentwicklung entsprechende, logische Eurythmie“ ([[Wilhelm von Humboldt|W. v. Humboldt]]) oder eine „geistige [[Syntax]]“ ([[Jacob Grimm|J. Grimm]]) in ihrer Gestaltungsoffenheit in vielfältiger Weise intensiviert werden. Ebenso können sich die Merkmale der Prosa mit ihrer jeweiligen Quantität verändern. Länge stellt dementsprechend eine Voraussetzung für epische Entfaltung, Kürze für [[Aphorismus|aphoristische]] Prägnanz dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Althaus: &amp;#039;&amp;#039;Prosa.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Lauer, Christine Ruhrberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Literaturwissenschaft · Hundert Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010810-9, S.&amp;amp;nbsp;275–278, hier S.&amp;amp;nbsp;275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (literatur-)geschichtliche Erfolg der Prosa vor allem seit dem 20. Jahrhundert ist zugleich verknüpft mit dem „Zerfall verbindlicher Weltbilder im Prozess der Moderne“, in der die Prosa „zur Darstellungsform für eine Welt“ wird, „in der sich nichts mehr reimt‘“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. eingehender Thomas Althaus: &amp;#039;&amp;#039;Prosa.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Lauer, Christine Ruhrberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Literaturwissenschaft · Hundert Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010810-9, S.&amp;amp;nbsp;275–278, hier S.&amp;amp;nbsp;277&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Gebrauchsliteratur|Gebrauchsprosa]]&amp;#039;&amp;#039; teilt ihre Inhalte mit z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Rede]], [[Gespräch]], [[Brief]], [[Zeitschriftenartikel|Artikel]] und [[Sachtext]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gesetz]]estexte oder [[Gebrauchsanleitung]]en). Davon unterscheidet man die &amp;#039;&amp;#039;literarische Prosa&amp;#039;&amp;#039;, die sich in Wortwahl, [[Satzbau]], [[Sprachmelodie]], Bildhaftigkeit und [[Intonation (Phonetik)|Sprachrhythmus]] bewusst poetischer Gestaltungsmittel bedient. Die wissenschaftliche Prosa (z.&amp;amp;nbsp;B. in der Philosophie) überschneidet sich bisweilen mit der literarischen Prosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Literaturwissenschaft]] ist umstritten, ob sich der Gegensatz &amp;#039;&amp;#039;Prosa-Versdichtung&amp;#039;&amp;#039; eignet, um ein Gattungssystem zu begründen, das dem Konzept der „Naturformen“ [[Lyrik]], [[Epik]] und [[Dramatik]] gleichwertig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gegensatz zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;prosaisch&amp;#039;&amp;#039;, der auf Nüchternheit im Ausdruck verweist, zeichnen sich „politische Prosa“ und „wissenschaftliche Prosa“ (ähnlich „Antragsprosa“) durch den ungewöhnlich blumigen Bezug auf aktuelle [[Schlagwort (Linguistik)|Schlagworte]] der politischen und/oder wissenschaftlichen Tagesdiskussion aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4047497-5}}&lt;br /&gt;
* [https://www.buecher-wiki.de/index.php/BuecherWiki/Prosa &amp;#039;&amp;#039;Prosa&amp;#039;&amp;#039;] im Bücher-Wiki&amp;lt;!-- abgerufen am 30. Dezember 2022 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4047497-5|LCCN=sh85107565|NDL=00570094}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgattung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EugenioNoel</name></author>
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