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	<title>Produktionsfaktor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Produktionsfaktor&amp;diff=7484&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ocd-cologne: Die letzte Textänderung von 87.191.227.94 wurde verworfen und die Version 252105489 von HansMagik wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2025-01-16T09:16:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/87.191.227.94&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/87.191.227.94&quot;&gt;87.191.227.94&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Permanenter_Link/252105489&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/252105489&quot;&gt;252105489&lt;/a&gt; von HansMagik wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Produktionsfaktor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Betriebswirtschaftslehre]] und [[Volkswirtschaftslehre]] jene in der [[Produktion]] verwendeten [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|materiellen und immateriellen Güter]], deren Einsatz ({{enS|input}}) zur [[Herstellung]] anderer Güter oder [[Dienstleistung]]en aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen erforderlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Da die [[Erkenntnisobjekt]]e in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre unterschiedlich sind, unterscheiden sich in beiden [[Einzelwissenschaft]]en auch [[Begriffsinhalt]] und [[Begriffsumfang]] der Produktionsfaktoren. Deshalb ist beispielsweise in beiden Disziplinen die Definition des Produktionsfaktors Arbeit nicht deckungsgleich:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Y8HScdY_vrAC&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;dq=Produktionsfaktoren+Betriebswirtschaftslehre+und+Volkswirtschaftslehre&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjY3b-A1ZLqAhWN1aYKHbHFAeYQuwUwAHoECAAQBw#v=onepage&amp;amp;q=Produktionsfaktoren%20Betriebswirtschaftslehre%20und%20Volkswirtschaftslehre&amp;amp;f=false Hans Andreas Werner, &amp;#039;&amp;#039;Klausurentraining allgemeine BWL, VWL für Fachwirte&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 62]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Produktionsfaktoren &amp;lt;br/&amp;gt;der Volkswirtschaftslehre !!  Produktionsfaktoren &amp;lt;br/&amp;gt;der Betriebswirtschaftslehre&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Arbeit || dispositive Arbeit&amp;lt;br/&amp;gt;ausführende Arbeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Boden || [[Werkstoff (Produktion)|Werkstoffe]] ([[Rohstoff (Produktion)|Roh-]], [[Hilfsstoff (Rechnungswesen)|Hilfs-]] und [[Betriebsstoff]]e)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kapital (in der VWL nicht [[Geld]], &amp;lt;br/&amp;gt;sondern [[Produktionsmittel]]) || [[Betriebsmittel (Produktion)|Betriebsmittel]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Betriebswirtschaftslehre wurde die volkswirtschaftliche Einteilung der Produktionsfaktoren nicht übernommen, weil sie [[Wolfgang Kilger]] zufolge für die Behandlung einzelwirtschaftlicher Probleme unzweckmäßig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=6aeBBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA44&amp;amp;dq=Produktionsfaktoren+Betriebswirtschaftslehre+und+Volkswirtschaftslehre&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjY3b-A1ZLqAhWN1aYKHbHFAeYQuwUwBHoECAIQCQ#v=onepage&amp;amp;q=Produktionsfaktoren%20Betriebswirtschaftslehre%20und%20Volkswirtschaftslehre&amp;amp;f=false Wolfgang Kilger, &amp;#039;&amp;#039;Der Faktor Arbeit im System der Produktionsfaktoren&amp;#039;&amp;#039;, in: Arbeit und Lohn als Forschungsobjekt der Betriebswirtschaftslehre, 1962, S. 45]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Produktionsfaktoren sind ein [[Basiswert|Handelsobjekt]], und zwar auf dem [[Faktormarkt]], wo ihr [[Marktpreis]] als [[Faktormarkt|Faktorpreis]] bezeichnet wird. Ihre [[Beschaffung]] auf dem Faktormarkt verursacht für die [[Nachfrage]]r [[Faktorkosten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktionsfaktoren in der Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Die klassische Volkswirtschaftslehre kennt seit [[Adam Smith]], insbesondere seit [[David Ricardo]], die Faktoren [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]], [[Kapital]] und [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]]. [[Jean-Baptiste Say]] fügte 1845 diesem Faktorsystem die „unternehmerische Tätigkeit“ hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Baptiste Say, &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches Lehrbuch der praktischen Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, deutsche Übersetzung, 1845, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuerdings werden häufig auch [[Wissen]] ([[Humankapital]])&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Katenkamp, &amp;#039;&amp;#039;Quo vadis Wissensmanagement&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Heft 1/2003, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die [[Energie]] als eigenständiger Produktionsfaktor identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Lindenberger, [[Reiner Kümmel]]: [https://www.ewi.uni-koeln.de/cms/wp-content/uploads/2019/02/EWI_WP_11-11_Energy_and_the_state_of_nations.pdf &amp;#039;&amp;#039;Energy and the state of nations&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 548&amp;amp;nbsp;kB). EWI Working Paper, No 11/2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da diese Produktionsfaktoren [[Knappheit|knapp]] sind, haben sie in der [[Klassische Nationalökonomie|klassischen Nationalökonomie]] einen [[Marktpreis|Preis]], der bei der Arbeit [[Arbeitsentgelt|Lohn]], beim Boden [[Grundrententheorie|Bodenrente]] und beim Kapital [[Zins]] heißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Boden umfasste ursprünglich den [[Ackerboden]], wurde im Zuge der Ausbeutung von Bodenschätzen dann zunächst auf diese erweitert. Angesichts der zunehmenden Verknappung von [[Produktionsmittel]]n wie [[Luft]] und [[Wasser]] wird in der Volkswirtschaftslehre mittlerweile auch vom Produktionsfaktor [[Natur]] oder [[Umweltforschung|Umwelt]] gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Träger des Faktors Arbeit ist die auf [[Einkommen]]serzielung ausgerichtete [[Tätigkeit]] der [[Mensch]]en. Die Produktion aller Güter nimmt zwar ihren Ausgang bei den Stoffen der Natur, doch die Natur bietet keine gebrauchsfertigen Güter, sie bietet nur [[Rohstoff]]e bzw. [[Energiequelle]]n, die der Mensch erst gewinnen oder erschließen muss. Dafür muss er Arbeit aufwenden. Dieser Produktionsfaktor hat eine quantitative Seite (die Zahl der [[Arbeitskraft|Arbeitskräfte]]) und eine qualitative Seite (der [[Ausbildung]]sstand der Arbeitskräfte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Faktor Kapital ist jener Teil des Produktionsergebnisses früherer Perioden, der zur Produktion in der betrachteten Periode beiträgt. Anders ausgedrückt ist [[Sachkapital]] das physische Ergebnis von in der Vergangenheit geleisteter Arbeit. Der Ökonom unterscheidet Sachkapital, auch Realkapital genannt, und [[Geldkapital]]. Das Sachkapital sind produzierte [[Produktionsmittel]], also beispielsweise [[Gebäude]], [[Maschine]]n und [[Werkzeug]]e. Unter Geldkapital wird [[Geld]] verstanden, das als allgemeines Tauschmittel durch [[Investition]]en in Sachkapital umgewandelt oder alternativ für [[Konsum]]zwecke verwendet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktionsfaktoren sind regelmäßig begrenzt substituierbar (ersetzbar). Die Bildung von Kapital kann z.&amp;amp;nbsp;B. die Produktivität der Arbeit erhöhen. Aufgrund der hohen Elastizität des Produktionsfaktors Energie ist ein hoher ökonomischer Druck vorhanden, im Rahmen der technischen und organisatorischen Randbedingungen den Faktor Arbeit durch das Paar Energie und Kapital zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktionsfaktoren in der Betriebswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Die einzelbetriebliche Betrachtung erfordert eine genauere Begriffsdifferenzierung für die Produktionsfaktoren. Eine klassische Unterscheidung wurde von [[Erich Gutenberg]] vorgenommen&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Gutenberg, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Produktion&amp;#039;&amp;#039;, 1951, S. 3 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und hat sich fast unverändert bis heute durchgesetzt. Sie wird durch die beiden Begrifflichkeiten &amp;#039;&amp;#039;Repetierfaktoren&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Potentialfaktoren&amp;#039;&amp;#039; von [[Edmund Heinen]] ergänzt, die in die folgende Darstellung integriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;11&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Produktionsfaktoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach Gutenberg)&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | Elementarfaktoren&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | dispositive Faktoren&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Repetierfaktoren&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Potentialfaktoren&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | [[Werkstoff (Produktion)|Werkstoffe]]&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | [[Betriebsmittel (Produktion)|Betriebsmittel]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Arbeit (Betriebswirtschaftslehre)|Ausführung &amp;lt;br /&amp;gt;(menschliche Arbeit am Objekt)]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Unternehmensführung|Leitung]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Planung]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Organisation]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Kontrolle]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Rohstoff (Produktion)|Rohstoffe]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Hilfsstoff (Rechnungswesen)|Hilfsstoffe]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Betriebsstoff]]e&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[Ware|materielle Betriebsmittel]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;11%&amp;quot; | [[immaterielles Gut|immaterielle Betriebsmittel]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | originäre Faktoren&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | derivative Faktoren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elementarfaktoren und dispositive Faktoren ===&lt;br /&gt;
Erich Gutenberg etablierte die oberste Aufteilung der Produktionsfaktoren. Die menschliche [[Arbeit (Betriebswirtschaftslehre)|Arbeit]] teilt er in objektbezogene Arbeit (&amp;#039;&amp;#039;Ausführung&amp;#039;&amp;#039;, Arbeit am Erzeugnis) und dispositive Arbeit (&amp;#039;&amp;#039;Leitung&amp;#039;&amp;#039;, unterstützt durch &amp;#039;&amp;#039;Planung&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Organisation&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kontrolle&amp;#039;&amp;#039;) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche &amp;#039;&amp;#039;Arbeit&amp;#039;&amp;#039; sowie die Faktoren &amp;#039;&amp;#039;Betriebsmittel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Werkstoffe&amp;#039;&amp;#039; nennt Gutenberg &amp;#039;&amp;#039;Elementarfaktoren&amp;#039;&amp;#039; des betrieblichen [[Produktionsprozess]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;dispositive Faktor&amp;#039;&amp;#039; ergänzt die Elementarfaktoren laut Gutenberg zu einer produktiven Einheit. Der dispositive Faktor ist hinsichtlich der optimalen Faktorkombination wichtig und bildet den planerischen und strategisch-operativen Einsatz der Elementarfaktoren im Unternehmen ab. Es handelt sich also um ein immaterielles Gut, welches nur im begrenzten Umfang [[Substitutionsgut|substituiert]] werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Repetierfaktoren und Potentialfaktoren ===&lt;br /&gt;
Die Elementarfaktoren werden weiter nach ihrer Verwendung unterschieden. Wird der Faktor im Prozess der Leistungserstellung &amp;#039;&amp;#039;unmittelbar&amp;#039;&amp;#039; verbraucht oder physikalisch bzw. chemisch umgewandelt, spricht man von Repetierfaktoren (nach Heinen) bzw. Verbrauchsfaktoren (nach Gutenberg). Um eine kontinuierliche Produktion gewährleisten zu können, müssen diese Güter ständig neu beschafft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktoren, die zur Leistungserstellung lediglich mittelbar verbraucht bzw. gebraucht werden, bezeichnet man als Potential- oder Bestandsfaktoren. Sie sind in der Regel nicht teilbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Sönke Peters/Rolf Brühl/Johannes N. Stelling, &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftslehre: Einführung&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 122.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebsmittel ===&lt;br /&gt;
Die Gruppe der [[Betriebsmittel (Produktion)|Betriebsmittel]] nimmt in diesem Schema eine Sonderstellung ein, da sie sich den Repetier- sowie Potentialfaktoren zuordnen lässt. Betriebsmittel, die dem Gebrauch dienen, gehören zu den Potentialfaktoren und lassen sich einerseits in &amp;#039;&amp;#039;materielle&amp;#039;&amp;#039; (Grundstücke, Gebäude, Anlagen, Geldmittel) und &amp;#039;&amp;#039;immaterielle Betriebsmittel&amp;#039;&amp;#039; (Rechte, Lizenzen, Patente, Wissen, Informationen) unterteilen. Außerdem erfolgt eine Abgrenzung der Betriebsmittel, die verbraucht werden, zu denen die so genannten Betriebsstoffe (Energie-, Treib-, Schmier- und Putzstoffe) gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verzichtet man auf die Einteilung in Repetier- und Potentialfaktoren, können die Betriebsstoffe gänzlich den Werkstoffen zugeordnet werden. Eine Subordinierung, die ebenfalls weitestgehend anerkannt und akzeptiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Wöhe]], &amp;#039;&amp;#039;[[Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Auflage, 1996. S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkstoffe ===&lt;br /&gt;
Die Gruppe der [[Werkstoff (Produktion)|Werkstoffe]] unterteilt sich, neben der Möglichkeit der Betriebsstoffe, in die Gruppen Hilfs- und Rohstoffe. Rohstoffe sind in diesem Fall ein wesentlicher Bestandteil des endgültigen Produktes, wie z.&amp;amp;nbsp;B. das Holz für einen Holzstuhl. Hilfsstoffe sind kein wesentlicher Bestandteil des Produktes, wie der Holzkleber für den Holzstuhl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Originäre und derivative Faktoren ===&lt;br /&gt;
Zu den &amp;#039;&amp;#039;originären Faktoren&amp;#039;&amp;#039; gehören die Elementarfaktoren sowie der Teil menschlicher Arbeit, der in Betriebs- und Geschäftsleitung über die Kombination und den Einsatz der Elementarfaktoren entscheidet (&amp;#039;&amp;#039;Leitung&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Leitung&amp;#039;&amp;#039; wird dabei durch die &amp;#039;&amp;#039;derivativen&amp;#039;&amp;#039; (abgeleiteten) Faktoren wie &amp;#039;&amp;#039;Planung&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Organisation&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kontrolle&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem Versuch, die betriebswirtschaftlichen Grundprobleme der Gestaltung eines optimalen güterwirtschaftlichen Gleichgewichts zu erfassen und zu analysieren, spielt die Bereitstellung der Produktionsfaktoren eine entscheidende Rolle. In der Phase der Bereitstellung der Elementarfaktoren gilt es vor allem die Produktionsfaktoren in der erforderlichen Art, Güte und Menge rechtzeitig und am richtigen Ort für den Kombinationsprozess bereitzustellen. Dabei ist gemäß dem [[Ökonomisches Prinzip|ökonomischen Prinzip]] darauf zu achten, dass die &amp;#039;&amp;#039;Bereitstellungskosten&amp;#039;&amp;#039; minimiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung hat dabei zwei Aufgaben: Erstens die technische Aufgabe der [[Produktionswirtschaft|Bereitstellungsplanung]]. Das heißt für eine störungsfreie Produktion, eingehaltene Fertigungstermine, Erfüllung der Qualitätsstandards u.&amp;amp;nbsp;ä., Sorge zu tragen. Zweitens die ökonomische Aufgabe, welche aus den Erfolgszielen des Unternehmens abzuleiten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterentwicklung und neue Faktoren ===&lt;br /&gt;
Das von Gutenberg entwickelte klassische System ist vor allem auf die Produktion und [[Industriebetrieb]]e ausgelegt. Mit der zunehmenden Bedeutung des [[Wirtschaftssektor#Tertiärsektor|Tertiärsektors]], d.&amp;amp;nbsp;h. dem Vordringen des [[Dienstleistungssektor]]s, stieg die Bedeutung der Mitwirkung der [[Kunde]]n an der Leistungserstellung und ihrer Integration. [[Rudolf Maleri]] hat deshalb 1970 den Begriff des [[Externer Produktionsfaktor|externen Produktionsfaktors]] geprägt für den zur Leistungserstellung zwingend notwendigen Beitrag (aktiv oder passiv) weiterer Leistungserbringer außerhalb des Unternehmens.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Maleri, &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftliche Probleme der Dienstleistungsproduktion&amp;#039;&amp;#039;, 1970, S. 83 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Dieter Deppe]] vervollständigte das Produktionsfaktorsystem Gutenbergs in der [[Bankbetriebslehre]] um den monetären Faktor mit seinen beiden Bestandteilen „Haftungsleistung“ und „Zahlungsleistung“ ein. In seinem Werk beschreibt er auch Produktionsfunktionen für den monetären Faktor.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Dieter Deppe, &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebliches Wachstum&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 18 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Rolle spielt der Faktor [[Zeit]] im [[Handel]]. Der Eigenart der [[Handelsbetrieb]]e entsprechend, die im Regelfall keine Werkstoffe einsetzen, werden bei ihnen die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;produktive Faktoren&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Leistungsfaktoren&amp;#039;&amp;#039; dem Begriff Produktionsfaktor allerdings oft vorgezogen. Neben den primären Leistungsfaktoren Arbeit, Ware, Raum und sachliche Betriebsmittel setzen Handelsbetriebe sekundäre Leistungsfaktoren ein; zu letzteren zählt der Faktor Zeit, auch Quasi-Produktionsfaktor genannt. Der möglichst optimale Einsatz von Zeit ist nicht nur bei den einzelnen Leistungsfaktoren zu berücksichtigen, sondern auch auf allen vier Märkten des Handelsbetriebs (Beschaffungs-, Absatz-, Konkurrenzmarkt und internem Markt). &amp;#039;&amp;#039;Schenk&amp;#039;&amp;#039; hat nicht weniger als 66 Felder zusammengestellt, auf denen Zeitprobleme wegen ihres unmittelbaren Einflusses auf die betriebliche Leistungs- und Kostensituation gelöst werden müssen und [[Zeitmanagement]] betrieben werden muss. Sie reichen von der Ablauforganisation über Inventurdifferenzen, Kundenlaufstudien, Ladenöffnungszeiten, Lagerumschlagshäufigkeit oder Skontoverzinsung bis hin zu Zeitrabatt oder zeitlicher Preisdifferenzierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Otto Schenk]], &amp;#039;&amp;#039;Marktwirtschaftslehre des Handels&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 1991, S. 277–279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Walther Busse von Colbe]] und Gert Laßmann führen als Ergänzung Gutenbergs die öffentlichen Leistungen des [[Staat]]es, der [[Gemeinde]]n, [[Gemeindeverband (Deutschland)|Gemeindeverbände]], [[Kreditinstitut]]e und [[Versicherer|Versicherungen]] ein. [[Helmut Kurt Weber]] präzisiert 1980 diesen Zusammenhang und führt das Rechtssystem, das vorher als Teil des Produktionsfaktors Kapital gesehen wurde, als eigenständige Kategorie im Faktorsystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wissen]] etabliert sich zunehmend als vierter eigenständiger Produktionsfaktor, obwohl es zumindest implizit schon in Gutenbergs dispositivem Faktor abgedeckt ist. [[Peter Drucker]] beschrieb 1968 erstmals Wissen als wichtigen Produktionsfaktor und führte dabei den Begriff der [[Informationsgesellschaft]] ({{enS|knowledgte society}}) ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter F. Drucker, &amp;#039;&amp;#039;The Age of Discontinuity&amp;#039;&amp;#039;, 1968, S. 198 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Information]] wird als [[Ressource]] im Leistungserstellungsprozess verwendet. Dabei kann zusätzliches, entscheidungsrelevantes Wissen entstehen (siehe [[Wissensmanagement]]). Dies gilt zumindest für diejenigen Informationen, die nach dem Eingang in die Produktion „verbraucht“ werden, d.&amp;amp;nbsp;h. ihren wirtschaftlichen Wert verlieren. Jedoch ist es umstritten, ob auch andere Arten von Information als Produktionsfaktor gelten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktionsfaktoren in der Kosten- und Leistungsrechnung ==&lt;br /&gt;
Hauptaufgabe der [[Kosten- und Leistungsrechnung]] (KLR) ist der Nachweis des Werteverzehrs von betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren bezogen auf die [[Wertschöpfungskette]] in einer Rechnungsperiode. Der Einsatz der Produktionsfaktoren verursacht Kosten (Faktorkosten), die durch die erbrachte [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]] am Markt wieder erlöst werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Betrieben spielt einer der Produktionsfaktoren die wichtigste Rolle, was in der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] an der entsprechenden [[Kostenart]] abgelesen werden kann. Danach werden die Betriebe nach dem vorherrschenden Produktionsfaktor in &amp;#039;&amp;#039;arbeitsintensive&amp;#039;&amp;#039; ([[Personalkosten]]), &amp;#039;&amp;#039;anlagenintensive&amp;#039;&amp;#039; ([[Abschreibung]]en), &amp;#039;&amp;#039;kapitalintensive&amp;#039;&amp;#039; ([[Zinsaufwand]], [[Dividende]]n), &amp;#039;&amp;#039;materialintensive&amp;#039;&amp;#039; ([[Materialkosten|Materialaufwand]]), &amp;#039;&amp;#039;energieintensive&amp;#039;&amp;#039; ([[Energiekosten]]) und &amp;#039;&amp;#039;informationsintensive&amp;#039;&amp;#039; (Kosten für [[Informationstechnik]]) Betriebe eingeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Kußmaul]], [https://books.google.de/books?id=0L-LS7NSQOkC&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;dq=materialintensive+Betriebe&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=zHUeVbGWJIfiO9uKgegN&amp;amp;ved=0CCYQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=materialintensive%20Betriebe&amp;amp;f=false  &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftslehre für Existen&amp;#039;&amp;#039;zgründer, 2008, S. 11].&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei arbeitsintensiven Betrieben spielen Beschäftigungsrisiken und [[Tarifvertrag|Tariferhöhungen]] eine wichtige Rolle, bei materialintensiven Betrieben besteht eine große Abhängigkeit von [[Lieferant]]en und meist eine geringe [[Fertigungstiefe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Externer Produktionsfaktor]]&lt;br /&gt;
* [[Faktorausstattung]]&lt;br /&gt;
* [[Produktionsmittel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Produktionsfaktor|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* Erich Gutenberg: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Produktion.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 1983, ISBN 3-540-05694-7.&lt;br /&gt;
* Hans-Otto Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Marktwirtschaftslehre des Handels.&amp;#039;&amp;#039; Gabler Verlag, Wiesbaden 1991, ISBN 3-409-13379-8.&lt;br /&gt;
* Henner Schierenbeck, Claudia B. Wöhle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 17., völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Oldenbourg Verlag, München 2008, ISBN 978-3-486-58772-2.&lt;br /&gt;
* [[Hal Varian|Hal R. Varian]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Mikroökonomie.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Verlag, München 2004, ISBN 3-486-27453-8.&lt;br /&gt;
* Helmut Kurt Weber: &amp;#039;&amp;#039;Zum System produktiver Faktoren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung&amp;#039;&amp;#039; (ZfbF). 1980, 1056, 1063 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4047353-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionswirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostenrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ocd-cologne</name></author>
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