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	<title>Planung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Planung&amp;diff=2940&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ilumeo: /* Planungsprozesse in der Stadtplanung und im Bauwesen */</title>
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		<updated>2024-08-27T19:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Planungsprozesse in der Stadtplanung und im Bauwesen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Planung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt die menschliche [[Vermögen (Fähigkeit)|Fähigkeit]] oder [[Tätigkeit]] zur [[Gedankliche Vorwegnahme|gedanklichen Vorwegnahme]] von [[Handeln|Handlungsschritten]], die zur Erreichung eines [[Ziel]]es notwendig scheinen. Dabei entsteht ein &amp;#039;&amp;#039;Plan&amp;#039;&amp;#039;, gemeinhin als eine zeitlich geordnete [[Anzahl|Menge]] von [[Daten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Jürgen Wild versteht die Planung als „ein systematisches zukunftsbezogenes Durchdenken von Zielen, Maßnahmen, Mitteln und Wegen zur zukünftigen Zielerreichung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Wild, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Unternehmensplanung&amp;#039;&amp;#039;, 1974, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Günter Wöhe]] beschreibt Planung als „die gedankliche Vorwegnahme zukünftigen Handelns durch Abwägen verschiedener Handlungsalternativen und Entscheidungen für den günstigsten Weg.“&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Wöhe, &amp;#039;&amp;#039;[[Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre]]&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Planung bedeutet also das Treffen von [[Entscheidung]]en, die [[zukunft]]sgerichtet sind. Planung ist somit zukunftsbezogen, denn sie soll zukünftige [[Ereignis]]se gestalten und künftiges Handeln vorwegnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=scXyBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA31&amp;amp;dq=planung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiWwKKsx_vYAhWE26QKHUULDFwQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=planung&amp;amp;f=false Christoph Schneeweiß, &amp;#039;&amp;#039;Planung: Systemanalytische und entscheidungstheoretische Grundlagen&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 1 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie geht dabei von einem [[Gestaltung]]swunsch aus, durch den der Objektbereich festgelegt wird unter Beachtung der mit Hilfe der Planung zu erreichenden Ziele.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Schneeweiß: &amp;#039;&amp;#039;Planung: Systemanalytische und entscheidungstheoretische Grundlagen&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 5 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine &amp;#039;&amp;#039;flexible Planung&amp;#039;&amp;#039; berücksichtigt Handlungsalternativen („Plan B“), falls die ursprünglichen Pläne nicht durchgesetzt werden können und erwartete Ereignisse nicht oder anders eintreten. Dabei sind [[Szenarioanalyse]]n einzubeziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Planung wird berücksichtigt, mit welchen [[Ressource|Mitteln]] das Ziel erreicht werden kann, wie diese Mittel angewendet werden können, um das Ziel überhaupt zu erreichen ([[Vorgehensmodell]]), und wie man das Erreichte kontrollieren kann ([[Steuern (Systemtheorie)|Steuerung]]). Als Planungsergebnis erzeugen im Idealfall kurz-, mittel- oder langfristige Pläne Handlungssicherheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Bibliographisches Institut &amp;amp; F. A. Brockhaus AG, &amp;#039;&amp;#039;Meyers Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Planung&amp;#039;&amp;#039;, Band 12, 1974&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Plan hat in Bezug auf [[Management]] und [[Organisation]]en die Bedeutung einer zumindest in schriftliche Form (oder in die einer Zeichnung) gebrachten Vorstellung von den Modalitäten, wie ein erstrebenswertes Ziel erreicht werden kann. Die geistige und handwerkliche Tätigkeit zur Erstellung eines Plans wird Planung genannt. Planung ist die Phase bis zur Genehmigung eines Plans vor Beginn der Realisierung. Der Zweck von Planung besteht darin, über eine realistische Vorgehensweise zu verfügen, wie ein Ziel auf möglichst direktem Weg erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;abstrakte Planen&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Kognition|kognitive Fähigkeit]], die in der [[Allgemeine Psychologie|Allgemeinen Psychologie]] und der [[Kognitionswissenschaft]] untersucht wird. Planmäßiges Vorgehen zählt dort zu den Kriterien für [[Rationalität]] und [[Intelligenz]]. Bei der &amp;#039;&amp;#039;konkreten Planung&amp;#039;&amp;#039; wird zusätzlich auf externe Informations- und Erfahrungsquellen zurückgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Neuropsychologie]] werden das Organisieren und Planen einer Handlung den [[Exekutive Funktionen|exekutiven Funktionen]] zugerechnet. Man versucht dort, diese Fähigkeiten objektiv zu messen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch die [[Turm von London|Turm-von-London]]-Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Planung&amp;#039;&amp;#039; – Konnotationen und Rezeption ==&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf die [[Planwirtschaft]] in sozialistischen Staaten galt Planung in [[Westdeutschland]] lange Zeit als negativ [[Konnotation|konnotiert]]. Im Jahre 2011 schrieb Hans-Werner Frohn rückblickend zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;Planung&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Planung war in der Bundesrepublik bis zur Mitte der 1960er Jahre sowohl aus historischen ([[Vierjahresplan]] als Herrschaftsinstrument des [[NS-Regime]]s), als auch aus außenpolitischen bzw. innerdeutschen Gründen ([[Planwirtschaft|Staatswirtschaften]] in der UdSSR bzw. in der DDR) tabuisiert. Gemeinhin konnotierte man mit Planung „Gefahr für die Freiheit“, sie galt als „Ausweis politischer Unterdrückung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Metzler, &amp;#039;&amp;#039;Konzeptionen politischen Handelns von Adenauer bis Brandt: politische Planung in der pluralistischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar wurden in den 1950er-Jahren erste politische Pläne wie der [[Bundesjugendplan]] (1950) oder der „[[Grüner Plan|Grüne Plan]]“ (1955) verabschiedet – betroffen waren aber immer nur streng abgrenzbare [[Politikfeld]]er. [[Ordoliberalismus|Ordoliberale]] Marktwirtschaftler wie Bundeswirtschaftsminister [[Ludwig Erhard]] verfochten die Position, dass gesamtstaatliche Planung im Widerspruch zu den Prinzipien der [[Marktwirtschaft]] stünde.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Metzler: &amp;#039;&amp;#039;Konzeptionen politischen Handelns von Adenauer bis Brandt: politische Planung in der pluralistischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 83 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; So scheiterte folglich auch 1955 die erste Initiative der IPA [Anm.: Interparlamentarische Arbeitsgemeinschaft] zu einem [[Raumordnungsgesetz (Deutschland)|Raumordnungsgesetz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karsten Runge: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Landschaftsplanung in ihrer Konstitutionsphase 1935-1973&amp;#039;&amp;#039;, Schriftenreihe Landschaftsentwicklung der TU Berlin 73, 1990, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der von [[Michael Ruck (Chemiker)|Michael Ruck]] entwickelten Phaseneinteilung zur bundesdeutschen Planungsgeschichte wurde die „[[Grüne Charta von der Mainau]]“ in der bis 1962 reichenden [[Tabu]]isierungsphase verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Ruck: &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft gestalten. Politische Planung in den 1960er und 1970er Jahren&amp;#039;&amp;#039;, in: Sabine Mecking/Janbernd Oebbecke (Hrsg.), Zwischen Effizienz und Legitimität, 2000, S. 35 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere westliche Staaten erwiesen sich als längst nicht so planungsfeindlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Werner Frohn: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre „Grüne Charta von der Mainau“&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Studienarchiv Umweltgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 16, 2011, S. 56–63&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Funktionen ==&lt;br /&gt;
Neben der [[Zukunft]]&amp;amp;shy;sbezogenheit hat Planung vier weitere wesentliche Merkmale:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Modellcharakter&lt;br /&gt;
: Der Plan gibt eine sinnfällige Vereinfachung eines Gesamtsystems wieder. Die gewählte Vereinfachung birgt die Gefahr unzureichender Abbildung.&lt;br /&gt;
; Prozesscharakter&lt;br /&gt;
: Der &amp;#039;&amp;#039;Planungsprozess&amp;#039;&amp;#039; verläuft in der Regel in mehreren Stufen als Abfolge von [[Projektphase|Phasen]].&lt;br /&gt;
; Gestaltungscharakter&lt;br /&gt;
: Ziel der Planung ist die aktive Mitgestaltung der Zukunft auf einem bestimmten Gebiet.&lt;br /&gt;
; Informationscharakter&lt;br /&gt;
: Planung liefert Informationen für Entscheidungsträger, Ausführende und andere von der Planung Betroffene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mitunter vielschichtigen Wirkungen der Planung lassen sich auf vier entscheidende Funktionen reduzieren:&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Krappweis/Henning Nuissl: &amp;#039;&amp;#039;Örtliche und regionale Gesamtplanung.&amp;#039;&amp;#039; Einführungsveranstaltung [[Technische Universität Berlin]], WS 2004/05&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Früherkennungsfunktion&lt;br /&gt;
: Strukturierung der Problemstellung bezüglich Wahrnehmung, Definition und Lösungsansätzen.&lt;br /&gt;
; Orientierungsfunktion&lt;br /&gt;
: Handlungsspielraum in die Zukunft ausweiten.&lt;br /&gt;
; Koordinierungsfunktion&lt;br /&gt;
: Berücksichtigung von sachlichen und [[Interdependenz|gegenseitigen Abhängigkeiten]] über mehrere Ebenen hinweg.&lt;br /&gt;
; Moderationsfunktion&lt;br /&gt;
: Auflösung von Verteilungs- und Interessenkonflikten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Validität ===&lt;br /&gt;
Die Gültigkeit einer Planung (Validität) kann nicht als gegeben und selbstverständlich angenommen werden. Eine Planung ist lediglich eine abstrakte Abbildung oder ein [[Modell]] der in aufeinanderfolgenden Schritten zu erwarteten Realität, die zudem im weiteren Zeitablauf noch zu gestalten ist. Daher gilt wie für alle Modelle, dass die Planung ein vereinfachendes Abbild der erwarteten künftigen Realität wiedergibt. Die zugrunde liegenden Vereinfachungen bergen die Gefahr, dass solches Modell entscheidende Merkmale nicht enthält und dann die Prüfung der Planung hinsichtlich der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Definition]]en der [[Ziel]]e&lt;br /&gt;
* [[Budgetierung]] der [[Arbeit (Betriebswirtschaftslehre)|Arbeit]]&lt;br /&gt;
* Ressourcenbindung bei der [[Arbeitsleistung|Leistung]]&lt;br /&gt;
* festgestellte [[Anfangsbedingung]]en&lt;br /&gt;
* zu beachtender [[Randbedingung]]en&lt;br /&gt;
* gegebenenfalls vorgegebener [[Abbruchbedingung]]en&lt;br /&gt;
* elementarer [[Folgebedingung]]en&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Fehleinschätzungen führt. Zudem kann der Planer in Unkenntnis der Prozesse bei der Abbildung in den Plan übersehen, dass es weitere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkettungen sequentieller Abläufe&lt;br /&gt;
* Verkettungen paralleler Abläufe&lt;br /&gt;
* Verzweigungen&lt;br /&gt;
* Zusammenführungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gibt, die für die Umsetzung bedeutsam sind. Automatische [[Syntax|Prüfverfahren]] können lediglich formale Fehler, wie Schleifen oder unmögliche Terminsetzungen erkennen. Eine weitergehende [[Semantik|semantische]] Prüfung erfordert dagegen die Einbindung von Prozesskenntnissen, um Fehler zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktualisierung ===&lt;br /&gt;
Jede Planung altert mit der Umsetzung. Ein besonderes Problem entsteht aus dem Erkenntnisfortschritt im Zuge der Umsetzung über die finanziellen, sozialen und technischen Einzelheiten. Dabei ist zu erwarten, dass sowohl der Bedarf an [[Zeit]], [[Geld]] und [[Ressource]]n mit dem Zeitablauf auf der Grundlage der formulierten Anforderungen ([[Spezifikation]]en) verändert eingeschätzt wird. Im Allgemeinen wird eine überarbeitete Planung ein Wachstum in allen diesen Merkmalen aufweisen. Es gehört eine gemeinsame Disziplin dazu, die unvermeidlichen und die wünschenswerten Änderungen zu trennen, um dem Plan weiter folgen zu können. Insgesamt muss die Planung durch fortlaufende Aktualisierung dem im Konsens angenommenen Änderungsbedarf folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchsetzung ===&lt;br /&gt;
Genauso, wie der Planer und die ausführenden Instanzen einen Erkenntnisfortschritt erlangen, wird auch von den Erstellern und von den Empfängern der geplanten Lieferung oder Leistung oder eines entstehenden Werkes eine stets zunehmende Vielzahl von Widrigkeiten erkannt. Um zu vermeiden, dass der Plan schließlich als nicht durchführbar erkannt wird, muss er in jedem Schritt gegen solche Widrigkeiten durchgesetzt (engl. enforcement) werden. Dazu dienen in der Regel Hilfsmittel, die frühe Zeichen besser wahrnehmen lassen. Solche Zeichen werden von den ausführenden Instanzen gegeben, es sind meist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* anderweitige Belegung von verplanten Ressourcen,&lt;br /&gt;
* abweichende Priorisierung und Verkettung,&lt;br /&gt;
* angebliche technische Unmöglichkeit,&lt;br /&gt;
* angeblich falsche Bedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchsetzung einer Planung wird im Allgemeinen unter Aspekten der Steuerung behandelt. Es ist allerdings zu beachten, dass durch [[Leistungsmeldung|Feedback]] aus dem Prozess der Umsetzung eher eine Regelung im geschlossenen [[Regelkreis|Kreis]] erforderlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsfälle ==&lt;br /&gt;
Alle [[Wirtschaftssubjekt]]e ([[Unternehmen]], [[Privathaushalt]]e, der [[Staat]] mit seinen Untergliederungen wie [[öffentliche Verwaltung]] oder [[Staatsunternehmen]]) befassen sich mit Planungsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensplanung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Unternehmensplanung}}&lt;br /&gt;
Wichtiger Planungsbereich ist die Unternehmensplanung. Sie gehört seit 1951 [[Erich Gutenberg]] zufolge zu den betrieblichen [[Produktionsfaktor]]en, und zwar zu den so genannten [[Dispositiver Faktor|dispositiven Faktoren]].&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Gutenberg: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Produktion&amp;#039;&amp;#039;, 1951, S. 3 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtige Merkmale der Planung sind in der [[Betriebswirtschaftslehre]] &amp;#039;&amp;#039;Planungsgegenstand&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Planungssubjekt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Planungsdaten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Planungszeitraum&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Wöhe: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt; Planungsgegenstand können etwa die künftig bestehenden [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätze]] in einem [[Unternehmen]] sein, Planungssubjekt ist der [[Entscheidung]]sträger, der die Arbeitsplatzplanung zu verantworten hat, Planungsdaten sind insbesondere die künftig erforderliche [[Personalkapazität]]. Der [[Planungshorizont]] bestimmt die zeitliche Reichweite der Planung&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Lück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 895.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist ein wesentliches Gestaltungsmerkmal jeder Planung. Je nach der [[betriebliche Funktion|betrieblichen Funktion]] gibt es [[Beschaffungsplanung]], [[Produktionsplanung und -steuerung|Produktionsplanung]], [[Finanzierungsplan]]ung, [[Personalplanung]] oder [[Vertrieb#Prozess der Vertriebsplanung|Vertriebsplanung]] ([[Absatzplanung]], [[Marketingplan]]). Ist die Planung eher kurzfristig ausgelegt, spricht man von [[operative Planung|operativer Planung]], die langfristige heißt [[Strategische Planung (Betriebswirtschaft)|strategische Planung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Planungsprozesse in der Stadtplanung und im Bauwesen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stadtplanung}}&lt;br /&gt;
Das Planverfahren bezeichnet im Rahmen eines Planungsprozesses alle rechtlich normierten Planungs- und Entscheidungsabläufe. Für den Bereich der [[städtebau]]lichen Planung oder Stadtplanung werden die Verfahren zur Aufstellung, Änderung oder Aufhebung von [[Bebauungsplan (Deutschland)|Bebauungsplänen]] und [[Flächennutzungsplan|Flächennutzungsplänen]] in Deutschland im [[Baugesetzbuch]] geregelt. In übergeordneten räumlichen Planungen wie der [[Raumordnung]] und der [[Landesplanung in Deutschland|Landesplanung]] erfolgt dies ebenfalls in den einschlägigen Gesetzen der Länder. Auch Fachplanungen wie beispielsweise die [[Landschaftsplanung]] oder die überörtliche [[Verkehrsplanung]] haben gesetzlich geregelte Verfahrensschritte zur Aufstellung von Planwerken. Die Verfahrensschritte der [[Planfeststellung]], mit denen Großprojekte wie [[Bundesstraße]]n oder [[Flughafen|Flughäfen]] geplant werden, sind im [[Verwaltungsverfahrensgesetz]] festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel enthalten förmliche Planverfahren Beschlüsse politischer Gremien zur Aufstellung und zur Feststellung der jeweiligen Pläne sowie Beteiligungen der Öffentlichkeit und fachlich relevanter Behörden bzw. anderer [[Träger öffentlicher Belange]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den rechtlich normierten Planverfahren existieren zahlreiche informelle Planungen. Im Bereich der Stadtplanung sind dies beispielsweise der [[Stadtentwicklungsplan]], der Masterplan oder der städtebauliche [[Rahmenplan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Planungsprozess&amp;#039;&amp;#039; steht in der Stadtplanung als Oberbegriff für alle formellen und informellen Planungs- und Entscheidungsabläufe. Er vereinigt somit die rechtlich verbindliche Ebene mit ergänzenden, nicht vorgeschriebenen Planungen und Plänen. Er kam erst in den 1990er Jahren auf, als sich das Planungsverständnis zunehmend wandelte. Die Einbeziehung informeller Pläne, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Stadtentwicklungspläne und informeller Verfahren, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Citymanagement]] und [[Charrette-Verfahren]], die rechtlich nicht vorgeschrieben und normiert sind, wurde als geeignetes Mittel angesehen, Planungen durchsichtiger und verständlicher zu machen. Die erhöhte Transparenz kommt Behörden und Bürgern gleichermaßen zugute. Eine Ergänzung der formellen Pläne erhöht zudem die Qualität einer Planung, da sie nicht mehr starr immer demselben Muster folgt, sondern Flexibilität erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel einer gesetzlich normierten kommunalen Planung ist die [[Jugendhilfe]]planung, in deren Rahmen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe den Bestand an Einrichtungen und Diensten festzustellen, den Bedarf unter Berücksichtigung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und der Personensorgeberechtigten für einen mittelfristigen Zeitraum zu ermitteln und die zur Befriedigung des Bedarfs notwendigen Vorhaben rechtzeitig und ausreichend zu planen haben. Dabei soll darauf hingewirkt werden, dass die Jugendhilfeplanung und andere örtliche und überörtliche Planungen aufeinander abgestimmt werden und die Planungen insgesamt den Bedürfnissen und Interessen junger Menschen und ihrer Familien Rechnung tragen ({{§|80|sgb_8|juris}} [[Achtes Buch Sozialgesetzbuch|SGB VIII]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bauleitplanung]] ist das wichtigste Planungsinstrumentarium zur Lenkung und Ordnung der städtebaulichen Entwicklung. Innerhalb der Bauleitplanung werden alle relevanten Belange im Rahmen einer Abwägung berücksichtigt (§{{§|1|bbaug|juris}}, {{§|1a|bbaug|juris}} [[Baugesetzbuch]]). Ergänzend zum Städtebaurecht wirkt im planungsrechtlichen Außenbereich das Planungsinstrument der [[Landschaftsplanung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bauwesen]] existiert der Begriff der [[Bauplanung]], in der [[Architektur]] auch der Begriff des [[Entwerfen]]s für Teilbereiche der Planung eines Architekten, deren Gesamtheit in Deutschland in [[Leistungsphasen nach HOAI]] gegliedert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektplanung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Projektplanung}}&lt;br /&gt;
Projektplanung ist eine der Hauptaufgaben des [[Projektmanagement]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familienplanung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Familienplanung}}&lt;br /&gt;
Der Begriff der Familienplanung wird meist auf Maßnahmen von Paaren reduziert, die Zahl und den Zeitpunkt der [[Geburt]] von [[Kind]]ern zu planen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ablauforganisation]]&lt;br /&gt;
* [[Formalisierung]]&lt;br /&gt;
* [[Futurologie]]&lt;br /&gt;
* [[Fünfjahrplan]]&lt;br /&gt;
* [[Planungszelle]]&lt;br /&gt;
* [[Regelung (Natur und Technik)]]&lt;br /&gt;
* [[Strategie (Wirtschaft)]]&lt;br /&gt;
* [[Zentralverwaltungswirtschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Zukunftsforschung]]&lt;br /&gt;
* [[Zukunftsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Künstliche Intelligenz#Planen|Planen in der Künstlichen Intelligenz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Dörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Logik des Misslingens – Strategisches Denken in komplexen Situationen&amp;#039;&amp;#039;, rororo science, 3. Auflage. 2004, ISBN 3-499-61578-9 (Planungspsychologie).&lt;br /&gt;
* Oliver Dahnken: &amp;#039;&amp;#039;Planung und Budgetierung – 21 Software-Plattformen zum Aufbau unternehmensweiter Planungsapplikationen&amp;#039;&amp;#039;, Oxygon Verlag, 2004, ISBN 3-9808289-4-8 ([http://www.barc.de/index.php?id=144&amp;amp;uid=10 Online]).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Thiago Marrara |Titel=Planungsrechtliche Konflikte in Bundesstaaten. Eine rechtsvergleichende Untersuchung am Beispiel der raumbezogenen Planung in Deutschland und Brasilien |Verlag=Verlag Dr. Kovac |Ort=Hamburg |Datum=2009 |ISBN=978-3-8300-4685-1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.barc.de/de/studien/planungswerkzeuge.html Bange, Dr. Carsten; Finucane, Barney; Ehmann, Florian; Keller, Patrick; Vierkorn, Steffen: &amp;#039;&amp;#039;Softwarewerkzeuge für die Planung im Mittelstand.&amp;#039;&amp;#039; Juni 2009.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Plan}}&lt;br /&gt;
* [[Dirk van Laak]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://docupedia.de/zg/Planung Planung, Planbarkeit und Planungseuphorie]&amp;#039;&amp;#039;, Version: 1.0, in: [Docupedia-Zeitgeschichte], 16. Februar 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4046235-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projektmanagement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kognitionswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuropsychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ilumeo</name></author>
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