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	<title>Phimose - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Phimose&amp;diff=12027&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-09-13T17:15:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = N47&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Vorhauthypertrophie, Phimose und Paraphimose&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = GB05.2&lt;br /&gt;
| Data-01 = Phimose&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Phimosis.jpg|mini|Erigierter Penis mit Phimose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phimose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|φῑμός|phīmós}} „Maulkorb, Knebel“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorhautverengung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Verengung der Öffnung der [[Penisvorhaut|Vorhaut]] des [[Penis]]. Dadurch lässt sich die Vorhaut nicht oder nur mit Schmerzen hinter die [[Glans penis|Eichel]] zurückziehen. Dies ist zunächst kein krankhafter Zustand, sondern eine anatomische Gegebenheit, die einer [[Physiologie|physiologischen]] Entwicklung bis zum Abschluss der [[Pubertät]] unterliegt. Bei Jungen kann es bis zum Abschluss der Pubertät normal sein, dass sich die Vorhaut nicht über die Eichel zurückziehen lässt. Erst etwa die Hälfte der 7-Jährigen und zwei Drittel der 10-Jährigen haben eine weitgehend zurückziehbare Vorhaut. Daher soll gemäß aktueller medizinischer Leitlinie eine Behandlung der Phimose nicht per se aufgrund des Vorliegens einer Enge oder fehlender Zurückziehbarkeit erfolgen, sondern nur dann, wenn die Phimose Beschwerden verursacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/006-052l_S2k_Phimose-Paraphimose-Kinder-Jugendliche_2022-03_02.pdf |wayback=20230223151317 |text=Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie: &amp;#039;&amp;#039;S2k Leitlinie „Phimose und Paraphimose bei Kindern und Jugendlichen“ Stand Dezember 2021.&amp;#039;&amp;#039; (Volltext als PDF).}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Ursache werden zwei Arten der Phimose unterschieden:&lt;br /&gt;
# Die &amp;#039;&amp;#039;physiologische Vorhautverklebung und -enge&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;physiologische&amp;#039;&amp;#039; („entwicklungsbedingte“) &amp;#039;&amp;#039;Phimose&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kongenitale&amp;#039;&amp;#039; („angeborene“) &amp;#039;&amp;#039;Phimose&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist die natürliche Vorhautenge und Verklebung der Vorhaut mit der Eichel und kommt entwicklungsbedingt bei etwa 96 % der neugeborenen Jungen vor, löst sich aber in der Regel bis zum Abschluss der [[Pubertät]] von selbst. Sie ist harmlos und erfordert primär keine Behandlung. Wenn sich dieser Zustand bis zum Abschluss der Pubertät nicht zurückbildet, spricht man von einer &amp;#039;&amp;#039;primären Phimose&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
# Die &amp;#039;&amp;#039;sekundäre&amp;#039;&amp;#039; („erworbene“) &amp;#039;&amp;#039;Phimose&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;[[pathologisch]]e&amp;#039;&amp;#039; („krankhafte“) &amp;#039;&amp;#039;Phimose&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Narbe (Wundheilung)|narbige]] Verengung der Vorhaut, häufig bedingt durch lokale Entzündungen, traumatische [[Retraktion (Medizin)|Retraktionsversuche]] oder eine [[Lichen sclerosus]] genannte [[Hautkrankheit]]. Sie ist durch die Ausbildung eines narbigen Schnürringes gekennzeichnet. Bei der &amp;#039;&amp;#039;sekundären Phimose&amp;#039;&amp;#039; kann in Bezug auf die Form auch zwischen der &amp;#039;&amp;#039;vollständigen Phimose&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;unvollständigen Phimose&amp;#039;&amp;#039; unterschieden werden. Lässt sich die Vorhaut schon im schlaffen Zustand des Penis nicht über die Eichel zurückbringen, spricht man von einer &amp;#039;&amp;#039;vollständigen Phimose&amp;#039;&amp;#039;. Bei einer &amp;#039;&amp;#039;unvollständigen Phimose&amp;#039;&amp;#039; macht das Zurückziehen der Vorhaut nur beim [[Erektion|erigierten]] Penis Schwierigkeiten, und es besteht die Gefahr einer [[Paraphimose]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Phimose&amp;#039;&amp;#039;. In: Willibald Pschyrembel: &amp;#039;&amp;#039;[[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Klinisches Wörterbuch: mit klinischen Syndromen und nomina anatomica]].&amp;#039;&amp;#039; 254., neubearbeitete Auflage. de Gruyter, Berlin / New York 1982, ISBN 3-11-007187-8, S. 919.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Frau wird eine Verengung der [[Klitorisvorhaut]] als Phimose bezeichnet (engl. &amp;#039;&amp;#039;clitoral phimosis&amp;#039;&amp;#039; - „[[Klitorisadhäsion|Klitorisphimose]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;R. Munarriz, L. Talakoub, W. Kuohung, M. Gioia, L. Hoag, E. Flaherty, K. Min, S. Choi, I. Goldstein: &amp;#039;&amp;#039;The Prevalence of Phimosis of the Clitoris in Women Presenting to the Sexual Dysfunction Clinic: Lack of Correlation to Disorders of Desire, Arousal and Orgasm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Sex &amp;amp; Marital Therapy.&amp;#039;&amp;#039; 2002, Band 28, Supplement 1, S. 181–185, [[doi:10.1080/00926230252851302]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologische Phimose ==&lt;br /&gt;
[[Datei:22-05-18 Retraktibilität 5 Diagr DE.jpg|mini|hochkant=1.3|Natürliche Entwicklung der Zurückziehbarkeit der Vorhaut in fünf englisch-sprachigen Studien.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Embryogenese|Embryonalentwicklung]] bilden das [[Penisvorhaut#Anatomie|Innenblatt]] der Vorhaut und das Gewebe der Eichel ein Gewebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt; Bei der [[Geburt]] ist die Vorhaut daher mit der Eichel verklebt und die Vorhautöffnung ist noch so verengt, dass die Eichel nicht hindurch passt. Vom Vorliegen dieser &amp;#039;&amp;#039;physiologischen Vorhautverklebung und -enge&amp;#039;&amp;#039;, oder auch &amp;#039;&amp;#039;physiologischen Phimose&amp;#039;&amp;#039; genannt, kann bei 96 % der neugeborenen Jungen ausgegangen werden. Sie ist harmlos und bedarf primär keiner Behandlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVJK&amp;quot;&amp;gt;[https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/vorhautverengung-phimose/ &amp;#039;&amp;#039;Vorhautverengung (Phimose)&amp;#039;&amp;#039;. Online-Informationen des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.&amp;amp;nbsp;V.] (Stand 15. Februar 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die physiologische Phimose löst sich in der Regel von allein bis zum Abschluss der [[Pubertät]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt; Dies ist ein spontaner Prozess, der sich individuell sehr unterschiedlich vollzieht: Laut den [[Medizinische Leitlinie|Leitlinien]] der [[Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie|Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie]] und anderer Fachgesellschaften hat sich im Alter von 7 Jahren etwa bei der Hälfte und im Alter von 10 Jahren bei zwei Dritteln der Jungen die physiologische Phimose „weitgehend“ gelöst, sie ist aber auch bei 8 % der 13-Jährigen noch anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Studien wurden in den letzten Jahrzehnten zur Vorhautentwicklung publiziert, die zeigen, dass die Ablösung der physiologischen Phimose bis zum Abschluss der Pubertät dauern kann. Bei einem hohen Anteil an Jungen (je nach Studie bis 58 %&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang2009&amp;quot; /&amp;gt;) wird die Vorhaut erst im Verlauf der Pubertät (etwa 11. bis 17. Lebensjahr&amp;lt;ref name=&amp;quot;Phillips&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. C. Phillips |Hrsg=Sage Publications |Titel=Encyclopedia of Educational Theory and Philosophy |Datum=2014 |ISBN=978-1-4833-6475-9 |Seiten=18–19 |Online=https://books.google.com/books?id=84StBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) vollständig zurückziehbar:&lt;br /&gt;
* Kabaya u.&amp;amp;nbsp;a. (1996) fanden im Rahmen ihrer Untersuchung von 603 japanischen Jungen im Alter zwischen 0 und 15 Jahren eine vollständig zurückziehbare Vorhaut (d.&amp;amp;nbsp;h. eine Vorhaut, die soweit zurückziehbar war, um die gesamte Eichel freizulegen) bei 0 % der unter 1-jährigen Jungen, bei 16,5 % der 3- bis 4-Jährigen, sowie bei 63 % der 11- bis 15-jährigen Jungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kabaya1996&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal|last=Kabaya|first=Hiroyuki|coauthors=Hiromi Tamura, Seiichi Kitajima, Yoshiyuki Fujiwara, Tetsuo Kato, Tetsuro Kato|year=1996|month=November|title=Analysis of shape and retractability of the prepuce in 603 Japanese boys|journal=[[The Journal of Urology]]|volume=Band 156|issue=5|pages=1813–1815|pmid=8863623|doi=10.1016/S0022-5347(01)65544-7|url=http://www.cirp.org/library/normal/kayaba/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ishikawa und Kawakita (2004) fanden im Rahmen ihrer Studie von 242 japanischen Jungen im Alter zwischen 0 und 15 Jahren eine vollständig zurückziehbare Vorhaut bei 0 % der 1-jährigen Jungen. Dieser Anteil stieg auf 77 % bei den 11- bis 15-jährigen Jungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Ishikawa, M. Kawakita |Titel=Preputial development in Japanese boys |Sammelwerk=Hinyokika Kiyo |Band=50 |Nummer=5 |Datum=2004-05 |Seiten=305–308 |PMID=15237481}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ko u.&amp;amp;nbsp;a. (2007) fanden im Rahmen ihrer Untersuchung von 1145 taiwanischen Jungen im Alter zwischen 7 und 13 Jahren eine vollständig oder beinahe vollständig zurückziehbare Vorhaut bei 71,7 % der 7-jährigen Jungen, bei 72,4 % der 10-Jährigen sowie bei 84,1 % der 13-Jährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ko2007&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. C. Ko, C. K. Liu, W. K. Lee, H. S. Jeng, H. S. Chiang, C. Y. Li |Titel=Age-specific prevalence rates of phimosis and circumcision in Taiwanese boys |Sammelwerk=Journal of the Formosan Medical Association. (JFMA) |Band=106 |Nummer=4 |Datum=2007-04 |Seiten=302–307 |PMID=17475607}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Concepción u.&amp;amp;nbsp;a. (2008) fanden im Rahmen ihrer Untersuchung von 1200 kubanischen Jungen im Alter zwischen 0 und 16 Jahren eine vollständig zurückziehbare Vorhaut bei 3,7 % der Jungen im Alter von unter einem Jahr und bei 80,9 % der Jungen in der Altersgruppe 11 bis 16 Jahre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conception2008&amp;quot;&amp;gt;J. C. Concepción, P. G. Fernández, A. M. Aránegui, M. G. Rodríguez, B. M. Casacó: &amp;#039;&amp;#039;The need of circumcision or prepuce dilation. A study with 1200 boys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archivos españoles de urología.&amp;#039;&amp;#039; Juli–August 2008, Band 61, Nr. 6, S. 699–704. PMID 18705191 ([http://aeurologia.com/articulo_prod.php?id_art=8587777939206 PDF-Volltext]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Yang u.&amp;amp;nbsp;a. (2009) untersuchten im Rahmen ihrer Studie die Vorhautentwicklung bei 10421 chinesischen Jungen im Alter zwischen 0 und 18 Jahren. Sie fanden eine vollständig zurückziehbare Vorhaut bei 10,7 % der 3- bis 6-jährigen Jungen, bei 23,7 % der 7- bis 10-Jährigen sowie bei 42,3 % der 11- bis 18-Jährigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang2009&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Yang, X. Liu, G. H. Wei |Titel=Foreskin development in 10 421 Chinese boys aged 0-18 years |Sammelwerk=World Journal of Pediatrics. |Band=5 |Nummer=4 |Datum=2009 |Seiten=312–315 |DOI=10.1007/s12519-009-0060-z |PMID=19911150}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Lösung der physiologischen Phimose kommt es häufig zu gelblich schimmernden [[Epithel]]-[[Talgdrüse|Talg]]-Retentionen (sog. &amp;#039;&amp;#039;Smegma-Retentionszysten&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Smegma-Perlen&amp;#039;&amp;#039;) als natürliches Entwicklungsphänomen. Diese bestehen aus Talgdrüsensekret und Abbauprodukten der Schleimhautzellen. Sie sind harmlos und nicht behandlungsbedürftig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt; Ebenso kann die physiologische Phimose mit einer Ballonierung der Vorhaut bei der [[Miktion]] einhergehen. Dabei handelt es sich um ein harmloses Phänomen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVJK&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Metcalfe2010&amp;quot; /&amp;gt; Die Ballonierung bei physiologischer Phimose führt zu keinen Beeinträchtigungen der [[Harnblase]] oder der Blasenentleerung. Patienten mit physiologischer Phimose und ballonierender Vorhaut weisen normale [[Harnwege]], eine normale Blasenwanddicke, sowie normale maximale Harnflussraten auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Metcalfe2010&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Metcalfe, E. Remon |Titel=Foreskin management: Survey of Canadian pediatric urologists |Sammelwerk=Canadian Family Physician |Band=56 |Nummer=8 |Datum=2010 |Seiten=290–5 |PMID=20705867}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Primäre Phimose ==&lt;br /&gt;
Eine physiologische Phimose, die sich bis zum Abschluss der Pubertät nicht vollständig zurückgebildet hat, wird als &amp;#039;&amp;#039;primäre Phimose&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVJK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache ([[Ätiologie (Medizin)|Ätiologie]]) dieser Störung ist unbekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sekundäre Phimose ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Phimosis penis.jpg|mini|hochkant|Eregierter Penis mit Phimose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;sekundäre Phimose&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;[[pathologisch]]e Phimose&amp;#039;&amp;#039; genannt, entsteht infolge einer [[Narbe (Wundheilung)|Vernarbung]] der [[Penisvorhaut]]-Öffnung. Diese Vernarbung wiederum ist häufig die Folge von lokalen [[Eichelentzündung|Entzündungen]], traumatischen Retraktionsversuchen, oder von [[Lichen sclerosus]], einer entzündlichen, nicht ansteckenden [[Hauterkrankung]], die zu einer weißlich-derben Veränderung der Vorhaut führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sekundäre Phimose kennzeichnet sich durch einen narbigen Schnürring. Bei durch Lichen sclerosus verursachten sekundären Phimosen sind häufig weißliche Narben- und Plaquebildungen vorhanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diagnostik besteht im Wesentlichen aus der [[Anamnese]] und der [[Körperliche Untersuchung|klinischen Untersuchung]]: Bei der klinischen Untersuchung muss ein narbiger Schnürring von einer narbenfreien, engen Vorhaut unterschieden werden. Ausgeprägte weißliche Narben- und Plaquebildungen sprechen für das Vorliegen eines Lichen sclerosus. Dieser kann auch die Epithel der [[Glans penis|Eichel]] (&amp;#039;&amp;#039;Glans penis&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Harnröhre]] betreffen. Die Anamnese soll unter anderem Fragen nach Vorerkrankungen wie Harntransportstörungen, [[Harnwegsinfekt]]en, Paraphimose, oder lokalen Entzündungen sowie klinischen Symptomen wie Schmerzen oder Auffälligkeiten des Harnstrahles umfassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paraphimose ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Phimotic Ring 070726.jpg|mini|hochkant|Phimotischer Schnürring bei zurückgezogener Vorhaut]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Paraphimose}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paraphimose, auch „spanischer Kragen“ genannt, bezeichnet einen urologischen Notfall, bei dem die gewaltsam zurückgezogene, verengte Vorhaut die Eichel (&amp;#039;&amp;#039;Glans penis)&amp;#039;&amp;#039; einklemmt. Es kommt zur Störung des Blutabflusses und schmerzhaftem Anschwellen von Vorhaut und Eichel. Wenn sich das [[Ödem]] nicht durch Druck und vorsichtige Massage beseitigen lässt, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann unter örtlicher Betäubung entweder die eingeklemmte Vorhaut oft erfolgreich wieder unblutig über die Eichel in die Normalposition vorziehen oder sie andernfalls operativ spalten (dorsale Inzision), um eine akute Schädigung der Eichel durch Mangeldurchblutung zu verhindern. Bei Nichtbehandlung droht neben starken Schmerzen auch durch [[Gangrän]]bildung der Verlust der Eichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Für die Behandlung der Phimose stehen nach heutigem medizinischen Stand zwei Hauptverfahren offen: konservative (nichtoperative) und operative Behandlungen. Forschungsbemühungen der letzten Jahre machen deutlich, dass konservative Maßnahmen sehr kostengünstig und effektiv sein können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Esposito&amp;quot;&amp;gt;C. Esposito, A. Centonze, F. Alicchio, A. Savanelli, A. Settimi: &amp;#039;&amp;#039;Topical steroid application versus circumcision in pediatric patients with phimosis: a prospective randomized placebo controlled clinical trial.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[World Journal of Urology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 2008, S.&amp;amp;nbsp;187–190, PMID 18157674.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zampieri&amp;quot;&amp;gt;N. Zampieri, M. Corroppolo, V. Zuin, S. Bianchi, F. S. Camoglio: &amp;#039;&amp;#039;Phimosis and topical steroids: new clinical findings.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pediatric Surgery International.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, 2007, S.&amp;amp;nbsp;331–335, PMID 17308904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MedReview&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.medreports.de/medpdf/Rev12_04.pdf |wayback=20090731062340 |text=&amp;#039;&amp;#039;MedReview.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 12/2004, Seite 10 |archiv-bot=2022-12-27 23:23:22 InternetArchiveBot }} (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;yilmaz&amp;quot;&amp;gt;E. Yilmaz, E. Batislam, M. M. Basar, H. Basar: &amp;#039;&amp;#039;Psychological trauma of circumcision in the phallic period could be avoided by using topical steroids.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Urology.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 2003, S.&amp;amp;nbsp;651–656, PMID 14633068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Indikation ===&lt;br /&gt;
Laut den aktuellen Phimose-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie und anderer Fachgesellschaften sollen Phimosen nicht allein aufgrund des Vorliegens einer Enge per se, sondern nur bei bestehenden oder unmittelbar zu erwartenden Beschwerden behandelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Behandlungsverlauf gemäß der Leitlinien lautet wie folgt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Physiologische Vorhautverklebungen und -engen (&amp;#039;&amp;#039;physiologische Phimosen&amp;#039;&amp;#039;) sollen keine [[Indikation]] zur (konservativen oder operativen) Behandlung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine Therapie der primären oder sekundären Phimose sollte nur dann erfolgen, wenn die Patienten Beschwerden haben oder solche unmittelbar zu erwarten sind – beispielsweise Miktionsbeschwerden, Kohabitationsbeschwerden oder eine Paraphimose. Durch Lichen sclerosus bedingte sekundäre Phimosen sind grundsätzlich immer zu behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vor einer operativen Therapie soll zunächst eine konservative Therapie der Vorhaut mit einer steroidhaltigen Salbe oder Creme vorgenommen werden. Hiermit kann in bis zu 90 % der Fälle eine Vorhautlösung und Erweiterung erreicht werden. Erst nach erfolgloser konservativer Therapie soll bei Fortbestehen der Phimose und der Beschwerden eine operative Therapie erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichen sclerosus bedingte sekundäre Phimosen stellen hinsichtlich des Behandlungsverlaufs einen Sonderfall dar. Gemäß den aktuellen Phimose-Leitlinien kann bei vorliegendem Lichen sclerosus entweder eine konservative Corticoidtherapie oder auch eine primäre operative Therapie vorgenommen werden. Die konservative Behandlung bei Lichen sclerosus sollte generell mittels hochpotenten [[Corticosteroide|Corticoiden]] ([[Clobetasolpropionat]] 0,05 %) erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt; Die Erfolgsquoten der konservativen Behandlung sind bei einem Lichen sclerosus generell geringer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NeillLewis2010&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. M. Neill, F. M. Lewis, N.H. Cox |Titel=British Association of Dermatologists’ guidelines for the management of lichen sclerosus 2010 |Sammelwerk=British Journal of Dermatology |Band=163 |Nummer=4 |Datum=2010 |Seiten=672–682 |DOI=10.1111/j.1365-2133.2010.09997.x |PMID=20854400}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ghysel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Ghysel, K. Vander Eeckt, G. A. Bogaert |Titel=Long-term efficiency of skin stretching and a topical corticoid cream application for unretractable foreskin and phimosis in prepubertal boys |Sammelwerk=Urologia Internationalis |Band=82 |Nummer=1 |Datum=2009 |Seiten=81-88 |PMID=19172103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kravvas&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Kravvas, T. N. Shim, P. R. Doiron, A. Freeman, C. Jameson, S. Minhas, A. Muneer, C. B. Bunker |Titel=The diagnosis and management of male genital lichen sclerosus: a retrospective review of 301 patients. |Sammelwerk=The Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology |Band=32 |Nummer=1 |Datum=2018 |Seiten=91-95 |PMID=28750140}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die operative Behandlung beschränkt sich auf die [[Zirkumzision]], da vorhauterhaltende Verfahren (Vorhautplastiken) bei Lichen sclerosus aufgrund des erheblichen [[Rezidiv|Rückfallrisikos]] nicht möglich sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Jungen im [[Säugling]]salter, die rezidivierende [[Harnwegsinfekt]]e und höhergradige angeborene [[Harnorgan|Harntraktfehlbildungen]] (vesikorenaler Reflux Grad III oder höher) aufweisen, kann eine Zirkumzision als [[Krankheitsprävention|prophylaktische]] Maßnahme gegen Harnwegsinfekte sinnvoll sein. Eine Corticoidbehandlung hat in diesen Fällen vermutlich eine ähnliche Wirkung wie die Zirkumzision.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konservative Behandlung ===&lt;br /&gt;
Die sogenannte konservative, d.&amp;amp;nbsp;h. nicht operative Behandlung umfasst die Dehnung der Phimose oder das Lösen der Verklebung durch vorsichtiges Verschieben der Vorhaut, – soweit dies schmerzfrei und ohne Widerstand möglich ist – unter Aufbringung [[steroid]]haltiger bzw. [[corticoid]]haltiger Salbenpräparate. Diese Maßnahme wird über einen längeren Zeitraum durchgeführt und hat bei sachgerechter Durchführung keine Nebenwirkungen;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Esposito&amp;quot; /&amp;gt; insbesondere stellt sie keinen schwer reversiblen Eingriff dar. Die Erfolgsquote bei der konservativen Behandlung von Phimosen mit Salbenpräparaten liegt laut Deutscher Gesellschaft für Kinderchirurgie und anderer Fachgesellschaften bei bis zu 90 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt; Aufgrund ihrer Kosten-Nutzen-Bilanz werden konservative Verfahren heutzutage als Methode der Wahl zur Behandlung von Phimosen vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Berdeu, L. Sauze, P. Ha-Vinh, C. Blum-Boisgard: &amp;#039;&amp;#039;Cost-effectiveness analysis of treatments for phimosis: a comparison of surgical and medicinal approaches and their economic effect.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[BJU International]].&amp;#039;&amp;#039; Band 87, Nr. 3, Februar 2001, S.&amp;amp;nbsp;239–244, {{ISSN|1464-4096}}, PMID 11167650 (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Operative Behandlung ===&lt;br /&gt;
Operative Behandlungen bei Kindern sollten gemäß der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie unter Allgemeinanästhesie ([[Narkose]]) erfolgen, ergänzt durch [[Regionalanästhesie|regionalanästhetische]] Verfahren zur Reduktion der benötigten Narkosegase und zur Verminderung des postoperativen Wundschmerzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch unterscheidet man zwischen verschiedenen Operationsprinzipien, bei denen die Vorhaut entweder operativ geweitet (Vorhautplastik) oder aber vollständig oder teilweise entfernt wird (Zirkumzision).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präputiumplastik ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Preputioplasty.svg|mini|hochkant=1.4|Erweiterungsplastik der Vorhaut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Präputiumplastik oder Vorhautplastik bezeichnet eine Operationsmethode, bei der die Vorhaut vollständig erhalten bleibt. Hierbei werden ein kosmetisch gutes Operationsergebnis und eine vollständige Erhaltung der Vorhaut erreicht. Das Grundprinzip vieler dieser Vorhautplastiken besteht in einem oder mehreren kleinen Längsschnitten ([[Inzision]]en) und der anschließenden Quervernähung der Wunddefekte. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Operationsverfahren:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dorsalschnitt mit transversalen Verschlüssen&amp;#039;&amp;#039;: Bei dieser Operationstechnik erfolgt eine kleine Inzision längs durch den stenotischen (verengenden) Ring und wird anschließend quervernäht (transversal verschlossen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Saxena2000&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal|author=A. K. Saxena, K. Schaarschmidt, A. Reich, G. H.Willital|title=Non-retractile foreskin: a single center 13-year experience |journal=International Surgery |volume=Band 85 |issue=2 |pages=180–183 |year=2000 |pmid=11071339 |doi= |url=http://www.cirp.org/library/treatment/phimosis/saxena1/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;vanHowe1998&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Laterale Präputiumplastik&amp;#039;&amp;#039;: Die [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen|laterale]] Präputiumplastik stellt eine kleine Verfeinerung des Dorsalschnitts mit transversalem Verschluss dar. Hierbei werden zwei kleine laterale Längsschnitte ausgeführt und anschließend quervernäht.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Triple Inzision]]&amp;#039;&amp;#039;: Die Triple Inzision ist eine Methode zur Vorhauterweiterung. Dabei erfolgen unter lokaler oder Allgemeinnarkose drei kleine Längsschnitte in die Vorhaut, welche auf die erforderliche Weite gedehnt und wieder vernäht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2000/MT-Schweiz/CH45_2000/CH45S34.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Drei Schnitte retten die Vorhaut.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medical Tribune.&amp;#039;&amp;#039; Heft 11/2000 |format=PDF |wayback=20131214022825}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;C. H. Fischer-Klein, M. Rauchenwald: &amp;#039;&amp;#039;Triple incision to treat phimosis in children: an alternative to circumcision?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BJU international.&amp;#039;&amp;#039; Band 92, Nr. 4, September 2003, S.&amp;amp;nbsp;459–462, {{ISSN|1464-4096}}, PMID 12930440.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei durch Lichen sclerosus verursachten sekundären Phimosen können vorhauterhaltende Verfahren allerdings nicht zur Anwendung kommen, weil diese die ursächliche Hauterkrankung nicht beseitigen und somit ein erhebliches Rückfallrisiko besteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nach einer erfolglosen Dehnungstherapie mit corticoidhaltiger Salbe ein operativer Eingriff unumgänglich wird, ist eine Präputiumplastik aufgrund ihrer geringeren [[Morbidität]], geringeren Komplikationsrate und niedrigeren Kosten der klassischen Zirkumzision immer vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Saxena2000&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;vanHowe1998&amp;quot;&amp;gt;R. S. Van Howe: &amp;#039;&amp;#039;Cost-effective treatment of phimosis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pediatrics.&amp;#039;&amp;#039; Band 102, Nr. 4, Oktober 1998, S.&amp;amp;nbsp;E43 (Review), {{ISSN|1098-4275}}, PMID 9755280.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; perrow=&amp;quot;6&amp;quot; caption=&amp;quot;Beispiel: Vorhauterhaltende Operation&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Phimosis treatment 01.jpg|Phimose bei einem Jungen, vor der Operation&amp;lt;ref&amp;gt;E. Christianakis: &amp;#039;&amp;#039;Sutureless prepuceplasty with wound healing by second intention: An alternative surgical approach in children’s phimosis treatment.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BMC Urology.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 2008, S. 6. [[doi:10.1186/1471-2490-8-6]], PMID 18318903 ([[Open Access]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Phimosis treatment 02.jpg|Der verengte Bereich&lt;br /&gt;
   Phimosis treatment 03.jpg|Einschnitt in die Haut&lt;br /&gt;
   Phimosis treatment 04.jpg|Stillung der Blutung durch [[Blutstillung#Chirurgie|thermische Koagulation]]&lt;br /&gt;
   Phimosis treatment 05.jpg|Sechs Monate nach der Operation mit zurückgezogener Vorhaut&lt;br /&gt;
   Phimosis treatment 06.jpg|Sechs Monate nach der Operation mit geschlossener Vorhaut&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zirkumzision ====&lt;br /&gt;
Bei der [[Zirkumzision]] wird die Vorhaut, je nach medizinischer Notwendigkeit, gegebenenfalls unter Einbeziehung kosmetischer Aspekte oder dem Wunsch des Patienten oder seiner Sorgeberechtigten, entweder ganz entfernt (radikale Zirkumzision) oder aber nur der vordere verengte Teil der Vorhaut [[Resektion|reseziert]] (partielle Zirkumzision). Die Zirkumzision ist indiziert bei schweren Fällen von sekundärer Phimose, bei denen eine konservative Therapie mit steroid-haltiger Salbe zuvor keinen Heilungserfolg brachte und eine vorhauterhaltende Präputiumplastik primär nicht erfolgversprechend ist (beispielsweise bei Lichen sclerosus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Komplikationen operativer Verfahren ====&lt;br /&gt;
Das spezifische Risiko partiell resezierender bzw. vorhauterhaltender Verfahren liegt in der Möglichkeit des Auftretens narbiger [[Rezidiv]]-Phimosen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zirkumzisionen sind mit einer [[Statistische Signifikanz|signifikanten]] [[Komplikation]]srate behaftet. Auch unter optimalen Bedingungen in einem qualifizierten chirurgischen Zentrum ist mit einer Komplikationsrate von etwa 5 % zu rechnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt; Diese umfassen Nachblutungen, Wundinfektionen, sowie Penisdeviationen/-torsionen. Weitere Komplikationen sind Verletzungen der Eichel bis hin zu [[Amputation]]en oder Urethralfisteln. Besondere Beachtung verlangt die [[Meatusstenose]] (Verengung der Harnröhrenöffnung). Die Häufigkeit dieser Komplikation ist besonders bei Zirkumzisionen im Neugeborenenalter erhöht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorhaut, die bei einer korrekt durchgeführten Zirkumzision entfernt wird, entspricht bis zu 50 % der am Penis befindlichen Haut. Sie besitzt eine große Anzahl an spezialisierten Nervenendigungen wie [[Merkel-Zelle]]n, [[Vater-Pacini-Körperchen]] und [[Meissner-Körperchen|Meissner-Tastkörperchen]] und ist aufgrund ihrer nervalen Ausstattung sehr sensibel. Ihre Entfernung hat einen messbaren Sensibilitätsverlust zur Folge. Dadurch lassen sich negative Auswirkungen der Zirkumzision auf das [[Sexualität|sexuelle Erleben]] als Komplikation erklären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt; Laut Leitlinien der [[Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie|Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie]] soll daher vor Durchführung einer Zirkumzision darüber aufgeklärt werden, dass es durch den bei der Beschneidung resultierenden Hautverlust zu einem Sensibilitätsverlust kommen kann, der wiederum möglicherweise das spätere Sexualleben beeinflusst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingriffe am [[Geschlechtsorgan|Genitale]] bei Kindern können auch [[Psyche|psychische]] Langzeitfolgen haben. Entwicklungsbedingte psychosexuelle Konflikte von Kindern können verstärkt werden und die Entwicklung von Angst- und Verhaltensstörungen bedingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWMF2017&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkürztes Vorhautbändchen (&amp;#039;&amp;#039;Frenulum breve&amp;#039;&amp;#039;) ==&lt;br /&gt;
Neben der Vorhautverengung kann auch ein verkürztes [[Vorhautbändchen]] Grund für Schwierigkeiten beim Zurückziehen der Vorhaut sein. Man spricht dann vom &amp;#039;&amp;#039;[[Frenulum breve]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH): [https://register.awmf.org/assets/guidelines/006-052l_S2k_Phimose-Paraphimose-Kinder-Jugendliche_2022-03_02.pdf &amp;#039;&amp;#039;S2k Leitlinie „Phimose und Paraphimose bei Kindern und Jugendlichen“.&amp;#039;&amp;#039;] (AWMF REGISTER NUMMER 006-052) Stand Dezember 2021; gültig bis 31. Januar 2025.&lt;br /&gt;
* Maximilian Stehr: [https://link.springer.com/article/10.1007/s15014-018-1306-9 &amp;#039;&amp;#039;„Eine Beschneidung ist keine Bagatelle“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Pädiatrie.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, Nr. 2, 2018, S. 51, [[doi:10.1007/s15014-018-1306-9]].&lt;br /&gt;
* Joachim Wilhelm Thüroff: &amp;#039;&amp;#039;14.8 Phimose.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Hauptmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Urologie.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Springer Medizin, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-01158-0, S. 433.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/swr-wissen/jungenbeschneidung-mehr-als-nur-ein-kleiner-schnitt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE4NDM4MTM &amp;#039;&amp;#039;Jungenbeschneidung - Mehr als nur ein kleiner Schnitt.&amp;#039;&amp;#039;] TV-Dokumentation von Insa Onken (Buch / Regie), Deutschland 2022 für [[SWR]] / [[arte]].&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=fVr4RR7W9IU &amp;#039;&amp;#039;Risiko Beschneidung: Hat Florians Arzt falsch gehandelt?&amp;#039;&amp;#039;] – Beitrag von &amp;#039;&amp;#039;SWR-Wissen&amp;#039;&amp;#039; zum Thema Phimose und medizinisch indizierte Beschneidung, TV-Dokumentation, SWR 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Phimosis|Phimose}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.swr.de/swrkultur/wissen/medizinische-beschneidung-von-jungen-muss-die-vorhaut-wirklich-weg-104.html &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Beschneidung von Jungen – Muss die Vorhaut wirklich weg?&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;SWR Kultur Wissen&amp;#039;&amp;#039;, 3. Mai 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Urologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Penis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
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